Museum Aargau

Starthilfe für Stauden

Zurück zum Blog 24. Februar 2022 Kategorie Gartentipp aus dem Wildegger Schlossgarten Der Frühling kommt und die neue Gartensaison steht in den Startlöchern. Der Gartentipp aus dem Wildegger Schlossgarten erklärt, wie Sie Ihren Stauden Starthilfe geben können. Gartenstauden wie Eisenhut und Lilien machen mehrere Jahre lang Freude und treiben jeweils im Frühjahr neu aus. Sie sind verhältnismässig anspruchslos und fester Bestandteil vieler Gärten. Was dabei oft vergessen geht: Stauden benötigen als Starthilfe in die neue Saison viel Dünger. Der richtige Zeitpunkt dafür ist der Frühling – konkret ab etwa Ende Februar bis Anfang März, wenn die Temperaturen langsam steigen und die Stauden neu austreiben. Der Dünger liefert in dieser Phase die nötige Energie. So wird Ihr Boden staudengerecht Lockern Sie in einem ersten Schritt vorsichtig den Boden rund um die Stauden; dies mit einer Grabgabel oder einem Kräuel. Verteilen Sie dann zwei bis drei Liter reifen Kompost mit einer Handvoll Hornspänen pro Quadratmeter. Wenn Sie dann den Dünger abschliessend mit Mulch bedecken, hält dieser den Boden feucht, verbessert die Bodenqualität, ernährt das Bodenleben und schützt vor Unkrautbewuchs. Stauden, die im Kies oder zwischen Gartenplatten wachsen, sind schwieriger zu düngen. Mein Tipp: Graben Sie nahe der Pflanze ein Loch in die Erde und füllen Sie dieses mit Hornspänen oder einem Volldünger aus dem Fachhandel. Für im Halbschatten oder im Schatten stehende Stauden wie Hosta, Eisenhut, Heuchera oder Herbstanemonen genügt diese einmalige Düngung. Sonnenhungrige Stauden (zum Beispiel Rittersporn, Sonnenhut, Glockenblumen oder Schafgarbe) vertragen im Juni eine weitere Gabe Dünger; dies nach dem Rückschnitt. Die Stauden danken es Ihnen mit einer weiteren Blütenpracht. Grundsätzlich gilt: Düngen Sie immer in einen feuchten Grund und giessen Sie anschliessen gründlich nach. Ansonsten können die Inhaltstoffe Verbrennungen an der Pflanze und ihren Wurzeln verursachen. Dies gilt in allen Bereichen: ob im Freiland, in Kübeln oder bei Zimmerpflanzen. Ich wünsche Ihnen einen guten Start in die Gartensaison 2022. Von Tanya van der Laan Von Tanya van der Laan Ähnliche Artikel finden Sie hier: Kategorie Gartentipp aus dem Wildegger Schlossgarten Kommentare

 
Museum Aargau

Die Kaffeemaschine Cona: ein Stück Kaffee-Geschichte

Zurück zum Blog 25. Juni 2021 Kategorie Schätze aus der Sammlung Die legendären Kaffeemaschinen Cona aus dem frühen 20. Jahrhundert versprühen ein wissenschaftliches Flair und mögen eher an Experimente in einem Chemielabor erinnern. Ein Exemplar ist Teil der Sammlung Museum Aargau. © Museum Aargau Der Kaffee ist eines der beliebtesten Getränke weltweit und alltäglicher Begleiter vieler Menschen. Nur schon in der Schweiz werden durchschnittlich pro Kopf ungefähr 1100 Tassen pro Jahr getrunken. Mit den hochtechnisierten Kapseln ist Kaffee mittlerweile auch ein ultimatives "Convenience"-Getränk. Doch wer es mit dem morgendlichen Koffeinritual lieber etwas gelassen nimmt und gerne etwas Spektakel hat, sollte sich vielleicht ein Gerät wie die Cona Kaffeemaschine zulegen. Koffein aus dem Vakuum Diese Cona Kaffeemaschine aus dem frühen 20. Jahrhundert versprüht ein wissenschaftliches Flair und mag eher an Experimente in einem Chemielabor erinnern. Sie besteht aus zwei Glasbehältern, einer Halterung sowie einem Brenner zuunterst. Der Behälter direkt über dem Brenner ist als kugelförmige Flasche gestaltet, mit einer runden Öffnung gegen oben. In diese passt das Rohr des oberen Behälters, welcher zylindrisch und gegen oben offen ist. Die Öffnung zwischen den beiden Behältern kann mittels eines länglichen Glasstöpsels geschlossen werden. Die Kaffeezubereitung erfolgt nach dem Prinzip einer Vakuum-Kaffeemaschine. Diese arbeitet mit Druckunterschieden. Der obere Behälter wird mit grob gemahlenem Kaffee gefüllt, der untere mit Wasser. Beim Erhitzen des Wassers steigt der Druck im unteren Gefäss. Das Wasser wird so durch das Rohr in den oberen Behälter gedrückt. Sobald der Kaffee und das Wasser dort ausreichend durchmischt sind, wird der Brenner gelöscht. Der Wasserdampf im unteren Behälter kühlt somit wieder ab und erzeugt dann einen Unterdruck, der den Kaffee wieder in den unteren Behälter zieht. Der Glasstöpsel liegt dabei so auf, dass zwar die Flüssigkeit nach unten gelangt, das Kaffeepulver aber im oberen Behälter bleibt. Die Ursprünge des Kaffees und seine globale Verbreitung Die Maschine ist ein weiteres Beispiel der unglaublichen Vielfalt der Zubereitungsmethoden des Kaffees. Und heutzutage begrüsst uns in jedem Geschäft nebst der grossen Bandbreite an Maschinen und Apparaten zur Kaffeezubereitung auch ein riesiges Sortiment an Bohnen aus aller Welt. Doch hinter dieser grossen Auswahl steckten ursprünglich nur einige wenige Pflanzen. Denn der Handel mit dem ursprünglich aus Äthiopien stammenden Arabica Kaffee war unter strikter Kontrolle der jemenitischen Händler. Es durften nur erhitze Bohnen ausgeführt werden, damit niemand sonst die Pflanze anbauen konnte. Ein indischer Pilger schmuggelte um 1600 herum aber sieben Bohnen aus dem Jemen heraus. Von Indien gelangten die Pflanzen dann über Sri Lanka und Indonesien nach Europa und schliesslich die beiden Amerikas. Von der letzten Destination beziehen wir heutzutage noch den grössten Teil unseres Kaffees. Kaffeebohnen - Yercaud Tamil Nadu, India Im 18. Jahrhundert eröffneten im Gebiet der heutigen Schweiz die ersten Cafés. Das Getränk war als belebende Begleitung für Gespräche beliebt. Zuerst waren die Cafés noch reine Männersache. Doch spätestens ab dem ausgehenden 18. Jahrhundert wurde das soziale Getränk rundum genossen und wurde Teil der allgemeinen Kultur. Die Schweiz ist allerdings nicht nur Konsument. Heutzutage wird der grösste Teil des weltweiten Handels mit Kaffee über die Schweiz abgewickelt – hier grüssen auch vor allem wieder die Kapseln. Pariser Kaffeehaus als Ort der Diskussion während dem Deutsch-Französischen Krieg 1871. Zeichner: Fred Barnard, Illustrated London News, Wikimedia Commons (Public Domain) Der Kaffee der Moderne: Einzug ins Privatheim Der Kaffee sollte jedoch auch seinen grossen Siegeszug in den heimischen Bereich antreten. Die Entwicklung von Kaffeemaschinen wie der vorliegenden Cona begann im späteren 19. Jahrhundert. Das Patent für die Cona Maschine wurde dann um 1910 durch den Londoner Albert Cohn angemeldet und bis in die 1950er Jahre wurden solche Maschinen vertrieben. Später verlieh der berühmte britische Designer Abram Games (1914-1996), der vor allem im Zweiten Weltkrieg als Propagandist tätig war, der Maschine eine neue Gestalt, die schon bald Kultstatus annahm. Somit ist es Kaffeeliebhabern und -liebhaberinnen aus aller Welt noch bis heute möglich, den täglichen Kaffee mit der eleganten Cona-Methode zuzubereiten. Die Historische Sammlung indes kam dank einer Schenkung eines Basler Privathaushalts in den Besitz einer originalen Maschine. Von Lukas Becker Von Lukas Becker Lukas Becker ist Historiker und Praktikant der Sammlung von Museum Aargau. Ähnliche Artikel finden Sie hier: Kategorie Schätze aus der Sammlung Kommentare 07.02.2025 Brack Hansjürgll Ich habe auch noch so eine Cona Maschine. Ist jemand daran interessiert?

 
Klosterhalbinsel Wettingen

Führungen und Workshops für Schulen

Die Klosterhalbinsel Wettingen bietet für Schulen Führungen, einen Workshop und eine selbständige Rätseltour an. Schwerpunkte sind das Klosterleben von damals sowie die Themen Glaube, Macht und Wissen. Auf der Klosterhalbinsel Wettingen erleben Schülerinnen und Schüler von der 2. bis 9. Klasse hautnah, wie die Zisterziensermönche hier gelebt haben. Für Schulen sind Führungen, ein Workshop sowie die selbständige Rätseltour “Die verborgene Botschaft” buchbar. Das Parlatorium (ab 7. Klasse) stellt hunderte Fragen in den Raum und lädt Schülerinnen und Schüler zur Diskussion über Glaube, Macht und Wissen ein. Reduzierter Eintritt für Schulen Gedruckte Broschüre für Schulen bestellen Kontakt Beratung & Verkauf +41 (0)848 871 200 E-Mail senden Telefonische Erreichbarkeit Dienstag bis Freitag 9-12 Uhr / 13-16:30 Uhr November bis März nur vormittags Häufig gestellte Fragen Wieviel kostet der Eintritt für Schulen? Gibt es Vergünstigungen? Die Klosterhalbinsel Wettingen bietet Schulen vergünstigte Eintrittspreise. Weitere Informationen unter Öffnungszeiten und Eintrittspreise . Sind Führungen für Schulen auch in anderen Sprachen buchbar? Dies ist auf Anfrage möglich. Kontaktieren Sie dazu das Team Beratung & Verkauf von Museum Aargau. Ich möchte mit meiner Schulklasse das Kloster selbständig besuchen. Braucht es eine Anmeldung? Die Klosterhalbinsel Wettingen kann mit einer Schulklasse auch selbständig besucht werden. Wir empfehlen aus organisatorischen Gründen eine Voranmeldung . Alle häufig gestellten Fragen Downloads Broschüre "Angebote für Schulen" Informationen für Lehrpersonen zum Besuch allgemein Informationen für Lehrpersonen zum Parlatorium Impressionen

 
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Swingin' Aargau: eine Schallplatte und ihre Geschichte

Zurück zum Blog 11. März 2022 Kategorien Schätze aus der Sammlung 20./21. Jh. Der Kanton Aargau hat in seiner Geschichte schon einige Grössen der Kulturszene hervorgebracht. Eine davon ist Pepe Lienhard. Im vergangenen Jahr feierte er sein 75. Jubiläum und ist mit einem Objekt auch in der Sammlung Museum Aargau präsent. Das Objekt in der Obhut der Sammlung ist eine Schallplatte aus dem Jahr 1973. Diese wurde im Rahmen einer Promotion mit dem Getränk Appenzeller Alpenbitter herausgegeben und beim Kauf einer Literflasche gratis verteilt. Die daraus resultierende Mischung aus guter Musik und Trank dürfte gewiss für einige Schwingungen gesorgt haben und so passen auch die beiden Titel auf der Platte: So enthält die A-Seite das Stück "Happy People" und die B-Seite das Lied "You and Me". Produziert wurde die Platte von Michael Lion. Sie stammt aus einer Zeit, als bei Lienhard schon bald der grosse Aufstieg zur Berühmtheit bevorstand. Schallplatte, Inv. Nr. K-19866 Musik aus Lenzburg Geboren wurde Pepe Lienhard 1946 in Lenzburg. Seine erste Gruppe, The College Stompers Lenzburg, gründete Lienhard im bereits Alter von 12 Jahren. Mit 17 Jahren gründete er dann an der Kantonsschule Aarau seine erste Big Band. Mit dieser gewann er auch schon erste Preise am Zürcher Jazz Festival. Nach einem kurzen Intermezzo an einer Universität, wo Lienhard einige Semester Jura studierte, stieg er dann endgültig mit seinem Sextett in das Profigeschäft ein. Schon bald wurde er mit Liedern wie "Piccolo Man" oder "Swiss Lady" bekannt. Letzteres wurde auch international ein grosser Erfolg am Eurovision Song Contest 1977. Ab 1980 war Lienhard dann vor Allem mit seiner Grossformation unterwegs. Er begleitete Grössen wie Udo Jürgens, Frank Sinatra, Shirley Bassey und Samy Davis Jr. und konnte im Jahr 2011 eine Zusammenarbeit mit seinem grossen Idol Quincy Jones erleben. Aargauer Jazz Die Erfolgsgeschichte von Pepe Lienhard ist jedoch noch keineswegs vorbei. Nach wie vor tourt Lienhard mit seiner Big Band erfolgreich durch die Welt und er konnte sich nachhaltig als einer der meistbekannten Schweizer Musiker in der internationalen Jazzszene etablieren. Die letztjährigen Feierlichkeiten zu seinem 75. Jubiläum fanden zwar pandemiebedingt nur als Livestream statt, doch weltweit konnten seine Fans eine Show mit den Musikern seiner Band, mit Sängerinnen und Sängern und prominenten musikalischen Gästen wie Tanja Dankner, Marc Sway und Christian Jott Jenny verfolgen. Das legendäre Pepe Lienhard Sextett, Inv. Nr. K-19866 Happy People Die Platte, welche an die langjährige Geschichte des Musikers erinnert, war lange im Besitz eines Aarauer Privathaushalts und wurde dem Museum Aargau zur Ergänzung der Sammlung geschenkt. Zweifelsohne dürfte dies nicht das letzte Zeugnis des bekannten Musikers sein, welches der Sammlung hinterlassen wird und auch die Geschichte von Pepe Lienhard ist noch keineswegs vorbei. Denn auch nach seinem 75. Jubiläum zeigt dieser noch keine Anzeichen von Müdigkeit und so wird die Geschichte hinter diesem Objekt noch rege weitergeschrieben. Von Lukas Becker Von Lukas Becker Lukas Becker ist Historiker und Praktikant der Sammlung von Museum Aargau. Ähnliche Artikel finden Sie hier: Kategorien Schätze aus der Sammlung 20./21. Jh. Kommentare

 
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Kleine Rosenkunde II: Richtig Rosen schneiden

Zurück zum Blog 16. März 2022 Kategorie Gartentipp aus dem Wildegger Schlossgarten "Schneiden oder nicht schneiden" - Das ist die Frage, die sich so mancher Hobbygärtner und Rosenfan jeden Frühling aufs Neue stellt. Doch dieses Jahr brauchen Sie und Ihre Rosen nicht zu verzagen: Die Gärtnerinnen von Schloss Wildegg wissen Rat. Rosen sollten im Frühjahr geschnitten werden. Wichtig ist der richtige Zeitpunkt: Ein zu früher Schnitt kann dazu führen, dass die geschnittenen Triebe bei noch zu tiefen Temperaturen wieder zurückfrieren. Der richtige Zeitpunkt Faustregel: Der richtige Zeitpunkt für den Rosenschnitt ist ungefähr dann, wenn die Forsythien (Goldglöckchen) blühen. In der Regel ist das jeweils Anfang März. In dieser Zeit beginnen bei den Rosen im unteren Bereich die Knospen zu schwellen. Wildtriebe (die Austriebe aus dem Wurzelstock) sollten dann nach unten abgerissen werden. Das ist eine Arbeit, die das ganze Jahr gemacht wird. Impression vom Rosengarten von Schloss Wildegg Die Rosen schneiden Sie am besten mit einem scharfen und sauberen Schnittwerkzeug. In einem ersten Schnitt werden bei allen Rosenklassen überalterte, schwache und kranke Triebe herausgeschnitten, genauso dürres Holz. Es sollten keine Stummel zurückbleiben. Der richtige Schnitt Bei Edelrosen, Beetrosen und Miniaturrosen werden die vier bis fünf kräftigsten Triebe stehengelassen und auf drei bis fünf Augen zurückgeschnitten. Unter "Augen" versteht man jene Stellen, an denen neue Triebe entstehen. Stark vergabelte Triebe werden entfernt. Einmalblühende Strauchrosen werden nur ausgelichtet. Diese Gruppe blüht nur am mehrjährigen Holz. Die Triebe werden direkt an der Basis entfernt. Wird stattdessen im oberen Teil der Pflanze geschnitten, fördert das die Verkahlung. Bei mehrmals blühenden Strauchrosen werden die starken Triebe auf bis zu einen Drittel der Länge zurückgeschnitten. Die schwächeren Triebe schneiden Sie auf vier bis fünf Augen zurück. Damit die Rose in die Höhe wächst, werden die vier bis fünf stärksten Triebe gar nicht geschnitten. Jedoch sollten Sie bei dieser Methode ein bis zwei der ältesten Triebe direkt an der Basis wegschneiden, damit die Pflanze nicht veraltet. Kletter- und Bodendeckerrosen Die einmalblühenden Kletterrosen werden als einzige Sorte im Sommer geschnitten. Kürzen Sie die Seitentriebe, welche geblüht haben, auf ca. 20 Zentimeter. Die kräftigen Hauptriebe werden stehengelassen sowie ein bis zwei überalterte Triebe an der Basis weggeschnitten. Bei den mehrmals blühenden Kletterrosen dagegen werden pro Jahr nur ein bis zwei Haupttriebe entfernt und die Seitentriebe auf vier bis fünf Augen geschnitten. Bodendeckerrosen können alle drei Jahre verjüngt werden, indem auf drei bis fünf Knospen geschnitten wird. Die Kronen der Stammrosen werden auf vier bis fünf Augen geschnitten. Mit diesen Tipps sollte Ihrer Rosenpracht nichts mehr im Wege stehen für einen guten Start in die Gartensaison! Weitere Ratschläge für Rosen im heimischen Garten finden Sie in unserem Blogartikel Kleine Rosenkunde . Von Melissa Gögele Von Melissa Gögele Ähnliche Artikel finden Sie hier: Kategorie Gartentipp aus dem Wildegger Schlossgarten Kommentare

 
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Kochvideo: Petersilienstrauben – Rezept aus dem Mittelalter

Zurück zum Blog 24. Juli 2020 Kategorien Mittelalter Kochvideos & historische Rezepte Kochen Sie Peterlistrauben wie im Mittelalter! Unser Kochvideo zeigt, wie's geht! Die Petersilienstrauben sind ein einfaches Rezept mit Zutaten, die sich jeder leisten konnte. Dennoch sind sie für unseren Geschmack heute in der Zusammensetzung speziell und erfreuen den Gaumen auch nach dem 100-sten Mal essen immer von neuem! Rezept für: 6 Personen (als Vorspeise) Dauer: 50 Minuten (30 Minuten Vorbereitung, 20 Minuten ausbacken) Zutaten Teig 90 g Mehl 0,75 dl Weisswein 3 TL Öl 1 Eigelb 1 Eiweiss Salz Petersilienmischung 2 Bund Petersilie 1 Zwiebel 1 Brötchen, zerkleinert 3 EL Weisswein 3 EL Wasser Pfeffer Salz Öl zum Ausbacken Zubereitung Für den Teig alle Zutaten ausser das Eiweiss in einer Schüssel vermengen und zu einem homogenen, flüssigen Teig verarbeiten. Das Eiweiss steif schlagen und den Eischnee vorsichtig unter den Teig heben. Die Petersilie hacken und die Zwiebel fein schneiden, unterdessen das zerkleinerte Brot in der Wein-Wasser-Mischung einweichen. Das weiche Brot auspressen, zur Petersilie und zu den Zwiebeln geben und von Hand gut vermischen, würzen. Die Petersilienmischung sorgfältig unter den Teig heben. Das Öl in einer Bratpfanne erhitzen und die Masse in Portionen zu kleinen Fladen ausbacken. Zusatzinformationen Im Originalrezept wird auf den Weisswein und die Zwiebel verzichtet. Die Erfahrung zeigte aber, dass sich der Geschmack durch die Zugabe verbessert. Weitere Kochvideos 07. April 2020 Kochvideo: Gebackene Zwiebeln – Rezept aus dem Mittelalter Kochen Sie gebackene Zwiebeln nach einem raffinierten Rezept aus dem Mittelalter. 04. Mai 2020 Kochvideo: Huhn an Zitrone – Rezept aus dem Mittelalter Huhn an Zitrone: ein raffiniertes Rezept aus dem Mittelalter. Im Kochvideo zeigen wir, wie's geht! 23. Juni 2020 Kochvideo: Safran-Sahne-Torte – Rezept aus dem Mittelalter Im Kochvideo zeigen wir Ihnen, wie sie eine Safran-Sahne-Torte zubereiten – ein mittelalterliches Rezept aus der Sammlung "Two… Von Museum Aargau Von Museum Aargau Das Team von Museum Aargau zeigt an dieser Stelle digitale Einblicke in die Museumsstandorte. Ähnliche Artikel finden Sie hier: Kategorien Mittelalter Kochvideos & historische Rezepte Kommentare 10.02.2025 Axel Pietsch Leider keine neuen Rezepte

 
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Vulcanus – Dem Gott des Feuers begegnen

Zurück zum Blog 12. August 2024 Kategorien Römerzeit Römische Geschichten aus Vindonissa In der von Göttern durchdrungenen Welt des römischen Reiches waren sich die Schmiede stets bewusst, wer ihr Meisterschmied war und wem sie ihr Handwerk zu verdanken hatten. Hinter einer kleinen, unscheinbaren Statuette über dem Arbeitsplatz des Schmiedes offenbart sich eine gewaltige Gottheit. Am 17. August 2024 eröffnet im Legionärspfad Vindonissa die neue Attraktion "Römisch Schmieden" . Jeden Samstag können Sie in 2er-Gruppen authentisch das römische Schmiedehandwerk erleben. Bevor Sie zu Hammer und Zange greifen, erfahren Sie in diesem Blogbeitrag mehr über Vulcanus, den Gott des Feuers, der Schmiede und aller Metallhandwerker. Statuette des Vulcanus mit Hammer und nicht mehr erhaltener Zange (2. Jh. n. Chr.). © Augusta Raurica ICH BIN VULCANUS… Salvete! Seid gegrüsst hier in der Schmiede, wo ich mich wohl und zuhause fühle. Unter allen Göttern bin ich es nämlich, der das Feuer kontrolliert und der weiss, wie man es nutzt, um nützliche und schöne Dinge herzustellen. Meine Statuetten zeigen mich deswegen meistens mit einem Hammer und einer Zange in der Hand – den zwei wichtigsten Werkzeugen, wenn es um das Schmieden geht. Ausserdem trage ich eine Filzkappe auf dem Kopf und eine Tunika. Damit ich gut schmieden kann, trage ich sie aber nur auf einer Schulter, so bleibt ein Arm frei. Doch lasst mich kurz berichten, woher ich komme und wie ich zu dem wurde, der ich heute bin. Da ich ein Gott bin, lebe ich schon eine ganze Weile. Nicht nur die Römer und Römerinnen, sondern auch die Griechen und Griechinnen haben mich schon verehrt, wobei sie mir den Namen Hephaistos gaben. Tempel des Hephaistos am westlichen Rand der Agora von Athen. © Athens Tourist Information …der Verbannte Seit meiner Geburt war ich viel allein und arbeitete im Verborgenen, denn… ich bin entstellt und hässlich! …nicht wie die anderen Gottheiten. Meine Mutter Juno konnte dies nicht ertragen und hat mich gleich von sich weg auf die Erde gestossen. Aber ich blieb nicht allein, denn die beiden Nymphen Thetis und Eurynome fanden mich und förderten mein Handwerk! Als Juno später erfuhr, dass ich noch lebte und trotz meiner Hässlichkeit so schöne Dinge herstellte, freute sie sich sehr, führte mich zurück auf den Götterberg zu den anderen Gottheiten und errichtete mir die schönste aller Schmieden. Daran erinnere ich mich immer wieder gerne! Mit meinem Vater Jupiter – dem höchsten römischen Gott – habe ich es hingegen nicht so gut, da ich ihm in die Quere gekommen bin, als er meine Mutter gefesselt hatte. Ihr müsst dazu wissen, dass auch unter den Göttern immer wieder versucht wird, Jupiter als oberste Gottheit zu ersetzen. Aus diesem Grund hat mich Jupiter erneut verbannt. Bei meinem Sturz vom Götterberg brach ich mir die Füsse und kann jetzt nur noch an Krücken gehen. …der feurige Meisterschmied Doch das hindert mich nicht daran, die wunderbarsten Dinge zu schmieden. Auf den beiden Bildern hier seht ihr, wie ich damals die Rüstung für Achilles, den griechischen Helden, präsentierte. Dank ihm konnten die tapferen Griechen die Stadt Troja bezwingen. Ich schmiede aber auch für die Götter und nun ratet mal, woher Jupiter seine Blitze hat… ein Meisterwerk, das ich damals auf meinem Amboss anfertigte. Wandmalerei aus Pompeji (1. Jh. n. Chr.) – Hephaistos präsentiert der Meeresnymphe Thetis die Rüstung des griechischen Helden Achilles. © Wikimedia Naja, ich mag die feuerspeienden Berge, die Vulkane, sehr und habe mir deswegen unter dem Ätna, auf der Insel Sizilien, einen neuen Wohn- und Arbeitsort geschaffen. Wenn mich jemand lächerlich macht oder ich wütend werde, hämmere ich umso kräftiger und da ist es auch schon passiert, dass der Berg über mir ausgebrochen ist. Und wenn die Bauern mir nicht genug Achtung schenken, kann es durchaus vorkommen, dass ich meinem Feuer freien Lauf lasse und das Getreide der Menschen verbrenne. Dann vernichte ich alles, was mir in die Quere kommt: Korn, Tier, Mensch – egal. Dann schaffe ich Platz für einen Neuanfang aus der Asche. Doch so weit muss es nicht kommen, wenn man mich nur richtig verehrt. Wie das geht? Nun, nehmt euch ein Beispiel an Romulus selbst, dem Gründer Roms: Weil ich ihm zum Sieg über die Feinde Roms verholfen habe, hat er mir vor der Stadt ein Heiligtum gestiftet, das sogenannte vulcanal . Seither ist die Stadt viel grösser geworden und man hat mir ein neues Heiligtum geweiht, wieder ausserhalb der Stadt, direkt auf dem Marsfeld, wo sich die Legionen vor oder nach einem Feldzug aufstellten und übten. …Herr der Sommerhitze Ferner gedenkt man mir an meinem Festtag vulcanalia, der jedes Jahr am 23. August gefeiert wird – in den meisten Fällen ein sehr heisser Tag, wie ihr euch vorstellen könnt. Schon früh am Morgen gedenkt man mir mit Kerzenlicht und sorgt durch den Tag für Schatten in der prallen Sonne, indem man Kleider aufhängt. Schliesslich werden mir im Freien viele Feuer entzündet, in die man kleine Fische wirft. So gefällt es mir! Und so bin ich auch gerne bereit, Roms Ruhm zu mehren. Der Zenturio trägt für seine Legionäre die Verantwortung für die Beachtung der Festtagsbräuche. © Museum Aargau Doch auch im Kleinen werde ich verehrt, insbesondere von den Schmieden, wie ihr euch vorstellen könnt. So auch in der Schmiede von Vindonissa, über dem Tisch des Schwertschmiedes Agilis. Im Holzregal darüber steht eine kleine, aber feine Statuette von mir! Jeden Tag spricht Agilis ein kurzes Gebet und opfert mir etwas Kleines, damit es ihm wohlergehe und ich seine Arbeit mit Erfolg krönen möge. Nicht umsonst wurde Agilis ein erfolgreicher Schmied, der nun zu Diensten einer ganzen Legion steht. Schmied Agilis von Vindonissa bei der Arbeit. © Museum Aargau Habt auch ihr Lust bekommen? Lust an den Flammen, den Funken und dem glühenden Metall? Ja, mit der Kraft des Feuers lässt sich so einiges erreichen. Hartes Metall ist kein Hindernis und aus plumpen Klumpen von Erz fertigen wir Gegenstände, auf die sogar die Götter neidisch sind. Auf nun, Hammer und Amboss warten auf euch! Am 17. August 2024, knapp eine Woche vor den römischen Festlichkeiten der vulcanalia , eröffnet im Legionärspfad Vindonissa die neue Attraktion "Römisch Schmieden" . Der Legionärspfad Vindonissa heisst Sie jeden Samstag von April bis Oktober willkommen, sich selbst von der Macht und Schaffenskraft des Feuergottes zu überzeugen. ANGEBOT Römisch schmieden Jetzt erleben Weitere Blogbeiträge 11. Oktober 2023 Die Waffen der römischen Legionäre Was ist ein "pugio"? Was machten die Legionäre mit einem "pilum"? Über wie viele Geschütze verfügte eine Legion? In diesem Blogbeitrag… 10. Oktober 2025 Der römische Legionär und seine Ausrüstung Was gehört zur Kleidung und Ausrüstung eines römischen Legionärs? Marius aus dem Legionslager Vindonissa zeigt Ihnen, wie sich ein römischer… 05. März 2021 Neue Funde aus Vindonissa: 7 Schätze im Schaufenster Die Kantonsarchäologie zeigt in der Vitrine AKTUELL im Vindonissa Museum Kostbarkeiten aus Grabungen im antiken Vindonissa. Jeder Fund… Von Luca Grünig Von Luca Grünig Luca Grünig ist Praktikant in Vindonissa. Ähnliche Artikel finden Sie hier: Kategorien Römerzeit Römische Geschichten aus Vindonissa Kommentare 30.08.2024 Benno Schaub Gut gemacht; auch für Schüler verständlich. - Interessant ist ja, jetzt unter Erwachsenen gesagt, dass der parthenogenetisch von Hera - der Vertreterin der Erdprinzips bei den Olympiern, also der alten Gaia -hervorgebrachte Hephaistos, der eben deswegen wieder auf die Erde geworfen wird und - anders als alle Himmlischen - keine makellose Gestalt hat, die Athene lieben wolllte, die ihrerseits von Zeus allein hervorgebracht wurde. Der Samen des Hephaistos fiel aber bei diesem Versuch auf die Erde, und es entstand Erichthonios, einer der Urkönige von Athen, der wie ein Gigant gestaltet war: mit Schlangenfüssen. Die Werkstätte des Vulcanus unter den Ätna ist denn auch gleichzeitig der Verbannungsort eines Giganten, Enceladus. Vulcan hat es also teils mit dem himmlischen Feuer des Olymps, teils aber auch mit dem unterirdischen Feuer der Gaia zu tun. Der Ursprung der Giganten geht ja bekanntlich auf die Bluttropfen zurück, die bei der Entmannung des Uranos auf die Gaia fielen. Also wirklich ein vergleichbarer Vorgang zur Zeugung des Erichthonios. Obwohl Athene die Werbung des Hephaistos abgelehnt hatte, nahm sie sich doch des Kindes an und übergab es der Pflege der Königstöchter auf der Akropolis. Aphrodite, entstanden aus dem Zeugungsglied des Uranos, das ins Meer stürzte, wurde zur Mutter des Äneas, und in der Verkörperung als Vestalin Rhea Silvia Mutter des Romulus. - Griechische Mysterien, auf dem Forum Romanum am Vulcanal und dem Epitaph des Romulus weiter gepflegt...

 
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Saturnalia: das wichtigste römische Fest am Jahresende

Zurück zum Blog 09. Dezember 2024 Kategorien Römerzeit Römische Geschichten aus Vindonissa Im alten Rom feierte man gegen Jahresende im Zeichen Saturns und anderer Agrar-Gottheiten. Doch was genau hat es mit dem Fest der saturnalia auf sich? Die s aturnalia – zu Deutsch Saturnalien – waren ein römisches Fest, das am 17. Dezember anlässlich des Jahresendes gefeiert wurde. Ursprünglich dauerte es wohl nur einen Tag, über die Jahrhunderte verlängerten sich die Feierlichkeiten aber bis auf fünf Tage unter Kaiser Caracalla (188-217 n. Chr.). Der Blogbeitrag behandelt die Rolle der unterschiedlichen Gottheiten bei den Saturnalien, die soziale Funktion der Festivitäten und wie an unterschiedlichen Orten gefeiert wurde. Die Rolle Saturns und anderer Agrar-Gottheiten Wie bei jedem Fest der Antike waren nicht nur die Menschen zugegen, sondern auch die Götter – allen voran der namensgebende Saturn, Vater Jupiters und mythischer König aus Roms Vorgeschichte. Die Sichel, die Saturn in den Händen hält, weist ihn als Agrar-Gottheit aus. Unter ihm, so dachte man, herrschten paradiesische Zustände: Frei von Neid und Missgunst gehörte alles allen und auch geackert werden musste nicht: Die Früchte des Feldes und der Bäume gediehen von selbst. Es war ein Zeitalter der Fülle, ein goldenes Zeitalter. Bildnis Saturns, mit Sichel und über den Kopf gezogener Toga, aus dem Haus der Dioskuren in Pompeji, 1. Jh. n. Chr. © Carole Raddato Am Ende des landwirtschaftlichen Jahres, nach der erfolgreichen Aussaat und Einlagerung des Getreides, scheint der Zeitpunkt für die saturnalia nur logisch. Wie das Land über den Winter ruht, so darf auch der Bauer von seiner Feldarbeit ruhen. Waren die Vorratskammern gefüllt, gebührte es sich, den dafür verantwortlichen Gottheiten zu danken. Nebst Saturn waren dies weitere Agrar-Gottheiten wie seine Gemahlin Ops (von lat. opus = Werk) und Consus (Etymologie unsicher). Ihnen zu Ehren opferte man, veranstaltete Esel-Rennen und liess die landwirtschaftlich wichtigen Zugtiere schön geschmückt durch die Stadt ziehen. Die Dekorationen im und um die Häuser würden uns nicht ungewöhnlich vorkommen: Nach wie vor sind Kerzen, Stechpalmen und rote Beeren eng mit dem Weihnachtsfest verknüpft. Im Unterschied zum Alltag war das Glückspiel während der Saturnalien erlaubt. Römisches Fresko aus dem Hinterzimmer der Osteria della Via di Mercurio in Pompei. © Wikimedia Die Saturnalien als Umkehrung der sozialen Ordnung In einem Brief an einen Freund kommentiert der Stoiker Seneca der Jüngere das Verhalten der Stadtmenschen in Hinblick auf die Festivitäten: „Es ist Dezember und der Grossteil der Stadt ist in Aufruhr. Den Leuten werden die Leinen gelockert. Überall ertönen die Geräusche grosser Vorbereitungen, gerade so als ob es einen echten Unterschied gebe zwischen den dem Saturn geweihten Tagen und den gewöhnlichen Werktagen. […] Ob wir uns wie gewöhnlich in die Stadt begeben sollten. Oder ist es besser – um nicht aufzufallen –, wenn wir uns der abendlichen Schlemmerei hingeben und die Toga abwerfen?” Epistulae 18.1-2 Diese Überlegungen widerspiegeln den Stellenwert der Festlichkeiten und tönen auch die soziale Funktion der saturnalia an. Nebst der Pflichterfüllung gegenüber den Gottheiten zelebrierte man die einstweilige Fülle durch die Aufhebung der normalen gesellschaftlichen Zustände. Alle, die das Fest begingen, setzten sich einen pileus auf, eine konische Filzkappe, die ansonsten nur Freigelassene (ehemalige Gefangene oder Sklaven) trugen. Denar aus dem Jahr 43–42 v. Chr. Vorderseite: Portrait des Caesar-Mörders Brutus n. r.; Rückseite: ein pileus zwischen zwei Dolchen, darunter die Aufschrift EID MAR für EIDIBUS MARTIIS oder „an den Iden des März”. © Classical Numismatic Group Unter dem Filzhut der Freiheit waren sich alle gleich. Wer war Herr, wer Sklave? Diese Frage war nun scheinbar bedeutungslos. Sklaven durften ihren Herren beim gemeinsamen Mahl ungestraft die Meinung sagen und wer keinen Rausch hatte, fiel auf. Die Schulen und Gerichte blieben an diesen Tagen geschlossen und sogar das ansonsten untersagte Glücksspiel war erlaubt. Der besonders übermütige dominus schlüpfte gar in die Rolle seiner Sklaven und servierte ihnen beim Gastmahl die Speisen. Doch wie Seneca an anderer Stelle bemerkt: „ Non semper saturnalia erunt ”: „Die Saturnalien werden nicht ewig dauern.” Das Fest bot den Sklaven eine Möglichkeit, Unmut und Frustration zu kompensieren, stellte im Grunde aber ein stabilisierendes Moment für die Institution der Sklaverei dar. Soweit das Treiben in Metropolen wie Rom oder Athen. Doch tauschte ein im fernen germania superior stationierter Zenturio seinen mit Helmbusch dekorierten Helm ebenfalls gegen einen Filzhut ein, um sich mit seinen Untergebenen närrischen und zügellosen Aktivitäten hinzugeben? Die Feier der Saturnalien im römischen Heer Die Forschung weiss um den immensen Kulturaustausch, der durch die Anwesenheit römischer Legionen in den entferntesten Winkeln des Reiches entstand. Eine Quelle dafür ist das feriale duranum , der Festtagskalender einer in Dura Europos (Syrien) stationierten römischen Auxiliar-Einheit aus dem 3. Jahrhundert. Für die Monate Januar bis September finden sich darauf 41 Festtage, die übrigen Monate sind nicht erhalten. Abgesehen von seinem Schwerpunkt auf kaiserlichen Feierlichkeiten (Thronbesteigungen, Geburtstage, Siege, etc.) zeigt sich eine starke Übereinstimmung mit den stadt-römischen Festtagskalendern. Dies verwundert kaum, waren Armee und Zivilgesellschaft doch in vielerlei Hinsicht analog gestaltet. Es zeigt zudem die Wichtigkeit religiöser Pflichten gegenüber allem Göttlichen, gerade für die Armee. Nicht zuletzt wurde damit eine Integration der multikulturellen Legionen wie auch der Lokalbevölkerung angestrebt. Bild 3: Fragmentierter Festtagskalender aus Dura Europos, 225–235 n. Chr. © Yale University Library Obschon in Vindonissa zahlreiche Funde und Befunde zutage kamen, die Licht auf die religiösen Gepflogenheiten in und um das Legionslager werfen, lässt sich nichts Spezifisches über die örtlichen Feste am Jahresende aussagen. Abhilfe schafft ein kleiner Fund aus Vindolanda (Northumberland, England), einem Hilfstruppen-Kastell am nördlichsten Rand des Imperiums. Wie Vindonissa zeichnet es sich durch zahlreiche Funde von Wachstäfelchen aus, mit denen die Legionäre und die schreibkundige Lokalbevölkerung korrespondierten. Auf einem Exemplar (Nr. 301) fordert ein Sklave namens Severus einen anderen Sklaven namens Candidus auf, ihm Rettiche für die Saturnalien zu besorgen. Sicherlich keine leichte Aufgabe, wo Rettich doch im milden Mittelmeer-Klima beheimatet ist. Ohne hier näher auf die Motive des Severus eingehen zu können, zeigt das Wachstäfelchen, dass die Saturnalien innerhalb des römischen Heeres durchaus verbreitet sein konnten. Bild 4: Wachstäfelchen aus dem Kastell von Vindolanda. © British Museum. Zahlreiche Beispiele der römischen Geschichte betonen zudem die Wichtigkeit, eine Legion bei Laune zu halten, wollte man keinen Aufstand riskieren. Nun konnte sich nicht die komplette Einheit eines Kastells besaufen, geschweige denn eine ganze Legion. Gleichzeitig steht ausser Frage, dass die Legionäre einem Unterbruch des Wachdiensts oder des Drills nicht abgeneigt waren und ihre Freizeit teilweise mit Nachdruck einforderten. Wie sehr sich Legionäre darauf freuten, zeigen nicht nur die Vielzahl an in Legionslagern gefundenen Spielsteinen und Würfeln, sondern auch ein Brief aus Vindonissa: „So sollst du erfahren, wo ich das Gastmahl bereite sowie verschiedene Spiele und ein prächtiges Trinkgelage. Morgen, bei den mächtigsten Schutzgeistern des Spiels, werde ich den Würfelbecher wie ein Schwert schwingen. Lebe wohl, treuer Bruder.” (M.A. Speidel, Die röm. Schreibtafeln von Vindonissa, Brugg 1996, Nr. 45) Ob bei der Familie, bei Freunden, im Bad oder in der Schenke – Möglichkeiten zur Entspannung boten sich den Legionären zur Genüge. Nehmen wir uns an ihnen ein Vorbild und gönnen uns zuweilen eine Ruhepause vom oftmals hektischen Alltag. Weitere Blogbeiträge 12. August 2024 Vulcanus – Dem Gott des Feuers begegnen In der von Göttern durchdrungenen Welt des römischen Reiches waren sich die Schmiede stets bewusst, wer ihr Meisterschmied war und wem sie… 20. Februar 2024 Quiz zur römischen Mythologie Testen Sie Ihr Mythologie-Wissen in diesem Quiz! 08. Juni 2021 Römische Trinkkultur in Vindonissa: Wein und grosse Gelage Die Römer tranken bis zu einem Liter Wein pro Tag! Auch im Legionslager Vindonissa wurde gerne Wein getrunken. Dieser gelangte in Amphoren… Von Luca Grünig Von Luca Grünig Luca Grünig ist Praktikant in Vindonissa. Ähnliche Artikel finden Sie hier: Kategorien Römerzeit Römische Geschichten aus Vindonissa Kommentare

 
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Pax Romana – Der römische Frieden?

Zurück zum Blog 16. Juni 2023 Kategorien Römerzeit Römische Geschichten aus Vindonissa Als Pax Romana wird eine etwa 200 bis 250 Jahre andauernde Periode des Friedens zur Zeit des Römischen Imperiums bezeichnet. Doch was hat es mit diesem Frieden wirklich auf sich? Eine Zeit der Stabilität, des inneren und äusseren Friedens und des wirtschaftlichen Wachstums. So wird die Periode des Römischen Imperiums die man als Pax Romana – also römischer Frieden – bezeichnet, gerne beschrieben. Seit Jahrzehnten versuchen Historiker den Begriff Pax Romana zu begreifen und herauszufinden, inwiefern diese Beschreibung der Wahrheit entsprochen hat. Es ist ein strittiges Thema, welches sich durch die Forschung, nicht zuletzt aber auch durch den jeweiligen Zeitgeist immer wieder verändert hat und die Meinungen weit auseinanderklaffen lässt. Eine wichtige Frage dabei ist, ob man vielleicht in das lateinische pax ein modernes Konzept von Frieden, was so gar nicht römisch war, interpretiert. Spaziergang durch das Legionslager Pax Romana: Schriftliche Quellen Schriftliche Quellen aus der Zeit sind ein wichtiger Anhaltspunkt für die Wissenschaftler. Zeitgenössische Autoren berichten gerne und viel über diesen Frieden, den die Römer in die Welt getragen haben sollen. Dabei ist zu beachten, dass diese Berichterstattung natürlich aus dem römischen Blickwinkel stattfindet. Der Poet Ovid sprach von einem monumentalen Frieden, den die Römer und speziell Kaiser Augustus herbeigeführt haben. Jedes Land, welches Rom nicht fürchtete, sollte es lieben. Ovids Werke waren in der Regel nicht besonders martialisch, doch selbst für ihn war Frieden der "Sieg Roms", im Zuge dessen die Verlierer entweder besiegt sind oder dazu überredet wurden, Rom zu lieben. In der Aeneas erinnert auch Vergil die Römer an ihre Pflicht, die Völker zu beherrschen und ihnen Frieden und eine geordnete Lebensweise zu bringen. Das lateinische Verb pacare , welches den selben Stamm hat wie pax und so viel bedeutet wie pazifieren, wurde von den Römern oft benutzt, um die Kriegsführung gegen fremde Völker zu beschreiben. Berühmt ist auch das Zitat von Tacitus, welches er Calgacus, einem Stammesführer aus Britannien, in den Mund legt: "Sie (die Römer) schaffen eine Wüste und nennen es Frieden". Das Zitat zeigt, dass den Römern vollkommen bewusst war, dass andere Völker nicht von ihnen beherrscht werden wollten. Dass es richtig war, ihr Imperium zu vergrössern, daran wurde dennoch nie ernsthaft gezweifelt. Die Sueben in ihrem Lager Pax Romana durch Sieg und Eroberung Die Pax Romana kam also nach der Eroberung und wurde verhängt, ob die einheimische Bevölkerung dies wollte oder nicht. Leicht entwickelt sich ein Bild von aggressiven Unterdrückern und friedlichen Unterdrückten. Im Hinblick auf die Aufarbeitung der jüngeren Vergangenheit Europas, insbesondere dem Kolonialismus, scheint es für viele Wissenschaftler reizvoll zu sein, hier Parallelen zu ziehen. So eine Sichtweise ist allerdings wenig nuanciert. Die Römer waren bei weitem nicht das einzige aggressive, machthungrige Volk der Zeit, sie waren schlichtweg am erfolgreichsten. In den meisten Provinzen kam es schon vor dem Eintreffen der Römer immer wieder zu Krieg und Konflikt zwischen rivalisierenden Stämmen. Krieg, Leid, Versklavung und Gewalt wurden also nicht erst durch die Römer importiert, andere Völker haben sich wieder und wieder als mindestens genauso aggressiv und machthungrig erwiesen. Natürlich eroberten die Römer neue Gebiete aus reinem Eigeninteresse und nicht um fremden Völkern Frieden zu bringen – zumindest nicht wie man sich Frieden heute vorstellen würde. Pax Romana wurde durch Sieg und Eroberung erreicht. Die Absicht der Römer mag in ihrem Ursprung Eigennutz gewesen sein, führte aber tatsächlich schlussendlich zu einer friedlicheren Zeit – für alle Beteiligten. Speisen bei den nördlichen Nachbarn Um das Prestige und den Profit Roms möglichst hoch zu halten, musste man sich um die Provinzen kümmern. Das hiess in erster Linie, Rebellionen niederzuschlagen, interkommunale Konflikte zu drosseln und die Grenzen zu sichern. Es gibt keinen Zweifel daran, dass die Gebiete unter römischer Herrschaft während dieser Zeit signifikant weniger unter Krieg und Gewalt litten, als in Zeitaltern zuvor oder danach. Der Frieden war nicht vollkommen und in manche Provinzen liessen sich die Rebellionen nicht so leicht unterdrücken wie in anderen, aber die Zeit des Prinzipats war in seiner Gänze friedlich und stabil. Menschen, Waren und Ideen konnten weiter und viel öfter reisen als jemals zuvor, Wohlstand war weit verbreitet. Das alles spricht dafür, dass der Römische Frieden tatsächlich Realität war. Es lässt sich also festhalten, dass die Pax Romana weitaus komplexer war, als auf den ersten Blick zu erahnen ist. Die Römer brachten ihren Frieden in die Welt, der tatsächlich zu einer friedlicheren, wohlhabenderen Ära führte und die Provinzen des Reichs stabilisierte. Weitere Blogbeiträge 10. Oktober 2025 Der römische Legionär und seine Ausrüstung Was gehört zur Kleidung und Ausrüstung eines römischen Legionärs? Marius aus dem Legionslager Vindonissa zeigt Ihnen, wie sich ein römischer… 11. Oktober 2023 Die Waffen der römischen Legionäre Was ist ein "pugio"? Was machten die Legionäre mit einem "pilum"? Über wie viele Geschütze verfügte eine Legion? In diesem Blogbeitrag… 08. Juni 2021 Römische Trinkkultur in Vindonissa: Wein und grosse Gelage Die Römer tranken bis zu einem Liter Wein pro Tag! Auch im Legionslager Vindonissa wurde gerne Wein getrunken. Dieser gelangte in Amphoren… Von Alisha Keller Von Alisha Keller Alisha Keller war 2023 Praktikantin in Vindonissa. 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Museum Aargau

Pomp mit Brunnen und Statuen: wie die Römer ihre Gärten gestalteten

Zurück zum Blog 20. Mai 2021 Kategorien Römerzeit Römische Geschichten aus Vindonissa Die Offiziere der römischen Legionen zeichneten sich nicht nur durch Disziplin und militärische Erfolge aus, sie wussten auch, wie man entspannen konnte. Um dem Leben im Legionslager zu entkommen, besuchten sie Thermen, assen delikate Speisen und legten Gärten an. © Museum Aargau Gartenarchitektur in römischen Gärten Um eine ruhige Oase der Erholung zu schaffen, wurde ein grosser Aufwand betrieben. Pflanzen spielten dabei natürlich eine wichtige Rolle – sie waren aber nicht das einzige, worauf die Römer achteten, wenn sie einen Garten anlegten! Der Bezug zur Gesamtarchitektur des Wohnhauses war in römischen Gärten wichtig. Wege durch den Garten gliederten verschiedene Pflanzenbeete, die nicht selten in geometrischen Formen angelegt waren. Solche Beete sieht man auch im Garten des Vindonissa Museums, der sich hier auf dem Bild gerade im Aufbau befindet. Römischer Garten beim Vindonissa Museum (Aufnahme vom Mai 2021) Was in römischen Gärten gepflanzt wurde In den Beeten wurden dann möglichst exotische Bäume, Büsche und Blumen gepflanzt. Vermutlich wurden aber nicht nur Zierpflanzen, sondern auch Küchenkräuter wie zum Beispiel Koriander gesetzt. Dieser blüht sehr schön, war aber gleichzeitig auch ein sehr beliebtes Gewürz in der römischen Küche. Die Beete konnten von Buchshecken umgeben sein, die in Form geschnitten wurden. Konnte man es sich leisten, stellte man sogar Gärtner nur für das Zuschneiden der Buchshecken, sogenannte topiarii , an. Weil der Buchs nicht unter allen klimatischen Bedingungen wuchs, verwendete man teilweise auch Rosmarin, um die Beete in den Gärten zu umranden. Römischer Garten im Innenhof Viele römische Gärten befanden sich in einem Innenhof, welcher von Säulen umgeben war, dem Peristyl. Ein solches Peristyl kann man heute an bestimmten Orten wie beispielsweise im sogenannten Haus des Fauns in Pompeji sehen. Haus des Fauns in Pompeji Um den Garten pompöser zu gestalten, wurden Wasserbecken und Brunnen angelegt. Diese kühlten in heissen Sommern den Garten und waren nützlich für die Wasserversorgung der Pflanzen. Man stellte auch Büsten und Statuen im Garten auf, zum Beispiel von Göttern oder Tieren. Dass man solche Statuen in Gärten aufstellte, zeigt unter anderem das sogenannte Haus der Hirsche in Herculaneum. Haus der Hirsche in Herculaneum Weiter waren die Götter im römischen Alltag von grosser Bedeutung. Viele Familien besassen einen Hausaltar, an dem täglich den Göttern geopfert wurde. Dieser Altar, das lararium, befand sich nicht selten in oder bei den Gärten im Peristyl. Römische Gärten waren Orte, wo religiöse Rituale durchgeführt wurden, andererseits boten sie aber auch Platz für grosszügige Gastmahle, für welche man Liegebetten und Tische aufstellte. Wandmalereien mit Tieren und exotischen Pflanzen Um den Eindruck der grünen Oase im Wohnbereich zu vergrössern, bemalte man die Wände hinter dem Peristyl mit exotischen Pflanzen, aufwendigen Wasserspielen oder Tieren. Obwohl die Bilder auf den Wandmalereien die römischen Gärten nicht ganz korrekt wiedergeben, zeigen sie uns, wie sich die Römer einen perfekten Garten vorstellten – und sie zeigen, dass die Gärten auch mit Tieren belebt sein konnten! Solche Wandmalereien kann man heute noch bewundern, zum Beispiel in der Villa Oplontis, in der Nähe von Pompeji. Weil der Garten für so viele unterschiedliche Dinge genutzt wurde, bestand er also nicht nur aus schönen Blumen und exotischen Pflanzen, sondern es waren auch architektonische und gestalterische Elemente wichtig. Mit den Legionen und der römischen Zivilbevölkerung gelangte diese Art der Gartengestaltung in das Gebiet der heutigen Schweiz. Wie der Legionskommandant in Vindonissa seinen Garten gestaltet haben könnte, welche Pflanzen und Tiere in römischen Gärten vorkamen und wie wir heute mit archäobiologischen Quellen römische Gärten erforschen können, erfahren Sie im Vindonissa Museum in Brugg! Von Lena Keil Von Lena Keil Lena Keil ist Praktikantin in Vindonissa. Ähnliche Artikel finden Sie hier: Kategorien Römerzeit Römische Geschichten aus Vindonissa Kommentare

Gradian
Kinder schreiten wie kleine Römer über das Areal vom Legionärspfad Vindonissa

Legionärspfad Vindonissa

Römer-
Erlebnispark

Tauchen Sie im Legionärspfad Vindonissa in die Welt des einzigen römischen Legionslagers der Schweiz ein! Der Römer-Erlebnispark bietet Touren, römische Übernachtungen, Führungen, Events und vieles mehr.

PLANEN SIE IHREN BESUCH

 
Das Amphitheater Legionärspfad im Sonnenlicht mit viel Grün

Fünf
Highlights

Das dürfen Sie nicht verpassen  

 
Legionäre in Rüstungen, im Hintergrund das Kloster Königsfelden

Veranstaltungen
und Führungen

Veranstaltungskalender  

 
Eine Schulklasse unterwegs auf einem Kiesweg; im Hintergrund die rekonstruierte Unterkunft von Legionären.

Selbständige Touren
im Legionärspfad

Rundgänge zu römischen Schauplätzen  

 
Ein mystischer dunkler Raum mit grossen Pfeilen; im Hintergrund Kinder.

Öffnungszeiten und
Eintrittspreise

Geöffnet von April bis Oktober  

 
Die Klosterscheune der Klosterkirche beim Legionärspfad

Anreise: So
finden Sie uns

Anfahrt mit Auto und öV  

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  • Öffentliche Führung
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Schulen, Familien und Gruppen

 
Eine Schulklasse in römischer Formation Schildkröte, rechts davon gibt ein Legionär Anweisungen.

Für
Schulen

Römische Übernachtung, Spiel-Touren und Workshops  

 
Eine Familie in einem dunklen Raum; die Displays der Audiogeräte um den Hals leuchten mystisch im Dunkeln. An der Rückwand Silhouetten von Legionären.

Für
Familien

Römische Übernachtung, Spiel-Touren und Familiensonntag  

 
Römisch gekleidete Männer und Frauen nachts an einem Lagerfeuer in historischer Kulisse

Für
Gruppen

Römische Übernachtung, Themen-Touren, Führungen und Workshops  

Vindonissa in 78 Sekunden

RÖMISCHE SCHAUPLÄTZE UND GESCHICHTE

 
Das Amphitheater Legionärspfad im Sonnenlicht mit viel Grün

Römische Schauplätze

Die 11 Stationen im Legionärspfad  

 
Visualisierung/Animation Antikes Vindonissa

Geschichte

Das Legionslager Vindonissa in Kürze  

 
Erhaltene Wasserleitungen im Legionärspfad Vindonissa

Archäologische Forschung

Immer wieder spektakuläre Funde