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Kleine Rosenkunde II: Richtig Rosen schneiden

Zurück zum Blog 16. März 2022 Kategorie Gartentipp aus dem Wildegger Schlossgarten "Schneiden oder nicht schneiden" - Das ist die Frage, die sich so mancher Hobbygärtner und Rosenfan jeden Frühling aufs Neue stellt. Doch dieses Jahr brauchen Sie und Ihre Rosen nicht zu verzagen: Die Gärtnerinnen von Schloss Wildegg wissen Rat. Rosen sollten im Frühjahr geschnitten werden. Wichtig ist der richtige Zeitpunkt: Ein zu früher Schnitt kann dazu führen, dass die geschnittenen Triebe bei noch zu tiefen Temperaturen wieder zurückfrieren. Der richtige Zeitpunkt Faustregel: Der richtige Zeitpunkt für den Rosenschnitt ist ungefähr dann, wenn die Forsythien (Goldglöckchen) blühen. In der Regel ist das jeweils Anfang März. In dieser Zeit beginnen bei den Rosen im unteren Bereich die Knospen zu schwellen. Wildtriebe (die Austriebe aus dem Wurzelstock) sollten dann nach unten abgerissen werden. Das ist eine Arbeit, die das ganze Jahr gemacht wird. Impression vom Rosengarten von Schloss Wildegg Die Rosen schneiden Sie am besten mit einem scharfen und sauberen Schnittwerkzeug. In einem ersten Schnitt werden bei allen Rosenklassen überalterte, schwache und kranke Triebe herausgeschnitten, genauso dürres Holz. Es sollten keine Stummel zurückbleiben. Der richtige Schnitt Bei Edelrosen, Beetrosen und Miniaturrosen werden die vier bis fünf kräftigsten Triebe stehengelassen und auf drei bis fünf Augen zurückgeschnitten. Unter "Augen" versteht man jene Stellen, an denen neue Triebe entstehen. Stark vergabelte Triebe werden entfernt. Einmalblühende Strauchrosen werden nur ausgelichtet. Diese Gruppe blüht nur am mehrjährigen Holz. Die Triebe werden direkt an der Basis entfernt. Wird stattdessen im oberen Teil der Pflanze geschnitten, fördert das die Verkahlung. Bei mehrmals blühenden Strauchrosen werden die starken Triebe auf bis zu einen Drittel der Länge zurückgeschnitten. Die schwächeren Triebe schneiden Sie auf vier bis fünf Augen zurück. Damit die Rose in die Höhe wächst, werden die vier bis fünf stärksten Triebe gar nicht geschnitten. Jedoch sollten Sie bei dieser Methode ein bis zwei der ältesten Triebe direkt an der Basis wegschneiden, damit die Pflanze nicht veraltet. Kletter- und Bodendeckerrosen Die einmalblühenden Kletterrosen werden als einzige Sorte im Sommer geschnitten. Kürzen Sie die Seitentriebe, welche geblüht haben, auf ca. 20 Zentimeter. Die kräftigen Hauptriebe werden stehengelassen sowie ein bis zwei überalterte Triebe an der Basis weggeschnitten. Bei den mehrmals blühenden Kletterrosen dagegen werden pro Jahr nur ein bis zwei Haupttriebe entfernt und die Seitentriebe auf vier bis fünf Augen geschnitten. Bodendeckerrosen können alle drei Jahre verjüngt werden, indem auf drei bis fünf Knospen geschnitten wird. Die Kronen der Stammrosen werden auf vier bis fünf Augen geschnitten. Mit diesen Tipps sollte Ihrer Rosenpracht nichts mehr im Wege stehen für einen guten Start in die Gartensaison! Weitere Ratschläge für Rosen im heimischen Garten finden Sie in unserem Blogartikel Kleine Rosenkunde . Von Melissa Gögele Von Melissa Gögele Ähnliche Artikel finden Sie hier: Kategorie Gartentipp aus dem Wildegger Schlossgarten Kommentare

 
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Historische Gartengeräte - Blog von Museum Aargau

Zurück zum Blog 13. August 2022 Kategorien Schätze aus der Sammlung Neuzeit Wie wurden die historischen Gärten des Museum Aargau in früherer Zeit gepflegt und gehegt? Eine kleine Auswahl an historischen Gartengeräten aus unserer Sammlung geht dieser Frage auf den Grund. “In einem Garten ging das Paradies verloren, in einem Garten wird es wiedergefunden.” Blaise Pascal (1623-1662) Das Schloss Lenzburg ist bunt. An allen Ecken und Enden stehen Pflanzenkübel. An den Fenstern hängen Erdwannen mit leuchtenden Geranien. Auf Schloss Wildegg stehen auf der Lindenterrasse die imposanten und altehrwürdigen Linden und spenden in heissen Tagen Schatten. Wie alle schönen Dinge im Leben, brauchen sie Pflege und Zeit. Daher war das Anlegen eines Gartens eine sorgfältig überlegte und geplante Angelegenheit. Je nach Epoche, dienten sie verschiedener Bedürfnisse. Waren die ersten Gärten vor allem Krautgärten, in denen Heilpflanzen und je nach Lage gewissen Nutzpflanzen angepflanzt wurden, änderten sich die Gärten zunehmend zu Zier und Prestige-Gärten. Von Spaten und Rechen Um die Gärten auch richtig pflegen zu können, war und ist robustes sowie handliches Werkzeug unumgänglich. Die klassischen Gartenwerkzeuge sind bis heute praktisch unverändert geblieben. Nicht selten kamen die Geräte in zweckentfremdeter Form, zum Beispiel auch bei bäuerlichen Erhebungen, zum Einsatz. Nicht alle Werkzeuge der Sammlung stammen von den Schlössern selbst. Viele kommen von Privatpersonen aus dem ganzen Kanton Aargau, sei es aus Sammlungen von landwirtschaftlichen Geräten, oder aus privaten Haushalten wo sie in regen Gebrauch waren. Der vorliegende Spaten beispielsweise kam 1987 aus einer privaten Sammlung ins Museum. Die Schaufel dagegen wurde bei der Übernahme von Schloss Lenzburg inventarisiert. Spaten aus privater Sammlung (1987) K-10684, Spaten, Sammlung Museum Aargau, © Museum Aargau. Die Kunst den Garten zu pflegen Gärten wurden womöglich bereits seit den ersten sesshaften Menschen angelegt. Aus der Antike stammen die bekannten hängenden Gärten von Babylon. Die Idee an sich war nichts Neues, jedoch gab es bei der Anlegung eines Gartens zwei grundlegende Ausrichtungen: Zier oder Nutzgarten. Beide Formen benötigen intensive Pflege der Pflanzen und des Bodens. Es ist anzunehmen, dass der grösste Teil der vorhandenen Gärten für das Anpflanzen von Kräutern und Obst/Gemüse verwendet wurde. Erst mit dem Aufkommen des Flanierens Ende des 16. Jh. rückten die Ziergärten wieder in den Fokus. Dies äusserte sich auch im Gebrauch und der Herstellung der Gartenwerkzeuge. Rechen, Spaten, Schaufeln oder Mistgabeln - alles wurde nochmals technisch verfeinert und in kleineren Grössen hergestellt, um die empfindlichen, meist exotischen, Pflanzen nicht zu beschädigen. Ein Beispiel ist der Heidelbeerrechen. Heidelbeerrechen aus Weissblechteilchen K-18171.1, Heidelbeerrechen, Sammlung Museum Aargau, © Museum Aargau. Dieses spezielle Werkzeug wurde aus Weissblechteilen zusammengelötet und hat abgerundete Enden. Wie mit einem Kamm kann so durch den Busch gefahren werden und die empfindlichen Beeren fallen sanft in die Hohlöffnung. Insgesamt wurde die Arbeit in einem Barockgarten eher als künstlerisches Handwerk angesehen. Kunstvolle Rankenbögen und geometrische Anordnungen von Blumenbeeten wurden in den adligen Residenzen wie Versailles auf die Spitze getrieben. Im Wandel der Zeit Anhand der Gartengeräte kann aufgezeigt werden, wie sich technische Innovation an geänderte Lebensweisen anpassen kann. Aber dennoch blieben viele der Werkzeuge seit Urzeiten unverändert, so beispielsweise die Form und Nutzung des Spatens. Die historische Form und Verwendung des Spatens blieb bis heute unverändert. Quelle: Deutsche Fotothek Diese diachrone Entwicklung ist bemerkenswert und zeigt, dass auch in einem digitalen Zeitalter auf bewährte Handarbeit nicht verzichtet werden kann (und sollte). So erblühen die Gärten des Museum Aargaus weiterhin in ihrem Glanz. Auch dank einfachster Hilfsmittel. Das Paradies lässt sich so durchaus in jedem Garten wiederfinden. Literatur Brüsch, Björn: Entwürfe zur Errichtung einer großen Gärtner-Schule: Die Gründung der Königlichen Gärtner-Lehranstalt in Preußen 1818–1823. In: Die Gartenkunst 20 (1/2008), S. 83–104. Leps, Günther und Rose: Der Gärtner zwischen Schönheit und Nutzen. Ed. Leipzig, Leipzig 1994. van der Groen, Jan: Den Nederlandtsen Hovenier, Amsterdam 1670. Internetquellen Historische Gartengeräte, Ursprung und Anwendung heute Aspekte deutscher Gartenkunst der Frühen Neuzeit (ca. 1550 bis 1640). Von Romeo Arquint Von Romeo Arquint Romeo Arquint ist Historiker und war 2022 Praktikant der Sammlung von Museum Aargau. Ähnliche Artikel finden Sie hier: Kategorien Schätze aus der Sammlung Neuzeit Kommentare

 
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"Damals im Aargau": Rosmarie Zobrist

Zurück zum Blog 22. März 2022 Kategorie Podcast: Damals im Aargau (Oral History) Die in Lenzburg wohnhafte Rosmarie Zobrist erzählt über ihr spannendes Leben. Jahrzehntelang hat sie sich für das Frauenstimmrecht eingesetzt. Rosmarie Zobrist war Präsidentin der Hauswirtschaftsinspektorinnen vom Kanton Aargau, wurde 1969 in Zürich als erste Frau in die katholische Synode gewählt und liess sich 1986 für die CVP in den Lenzburger Einwohnerrat wählen. Aus über neun Lebensjahrzehnten berichtet Rosmarie Zobrist vom Schulwesen während der Kriegs- und Vorkriegsjahre, den Rollenbildern von Mann und Frau im Wandel der Zeit, erfolgten Anpassungen im Fach Hauswirtschaft und den damit verbundenen Herausforderungen, die sich ihr als Frau, als Pädagogin und als Seminar-Lehrperson stellten. Von Museum Aargau Von Museum Aargau Das Team von Museum Aargau zeigt an dieser Stelle digitale Einblicke in die Museumsstandorte. Ähnliche Artikel finden Sie hier: Kategorie Podcast: Damals im Aargau (Oral History) Kommentare

 
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Blick hinter die Kulissen der Ausstellung "Blütenduft und Pulverdampf"

Zurück zum Blog 19. Oktober 2022 Kategorie Schlossgeschichten Gönnen Sie sich einen Blick hinter die Kulissen der Sonderausstellung "Blütenduft und Pulverdampf". Museum Aargau besucht die Parfumeurin Bibi Bigler in ihrem Duft-Labor im Aatal. Auf Schloss Hallwyl duftete es 2022 bis 2025 nach Pulverdampf, Meeresbrise, Blütenduft und Weihrauch: Je zwei Frauen und Männer der Familie von Hallwyl erinnerten sich in der Sonderausstellung "Blütenduft und Pulverdampf – vier Leben, vier Düfte" an einen entscheidenden Moment in ihrem Leben. Parfumeurin Bibi Bigler hatte für jede Geschichte einen speziellen Duft kreiert. Museum Aargau besuchte die Parfumeurin in ihrem Duft-Labor "Parfum Bar" im Aatal. Erfahren Sie von Bibi Bigler und Geschichtsvermittlerin Brigitte Poffa, wie aus ganz individuellen Lebensgeschichten spannende Duft-Kreationen kreiert wurden. Sonderausstellung beendet Die Sonderausstellung “Blütenduft und Pulverdampf” lief 2022 bis 2025 und ist inzwischen beendet. Von Museum Aargau Von Museum Aargau Das Team von Museum Aargau zeigt an dieser Stelle digitale Einblicke in die Museumsstandorte. Ähnliche Artikel finden Sie hier: Kategorie Schlossgeschichten Kommentare

 
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Im Herbst pflanzen, was im Frühling farbenfroh blüht

Zurück zum Blog 01. November 2022 Kategorie Gartentipp aus dem Wildegger Schlossgarten Sobald die Bäume im goldenen Herbst ihr Blätterkleid verlieren, ist Gartenputz angesagt: Rasen, Hecken und Bodendeckerbeete müssen vom Laub befreit werden. Ansonsten werden diese Flächen modrig und beginnen zu faulen. Das eingesammelte Laub kann gut als Mulch unter Sträuchern und in Staudenbeeten verstreut werden. Eine Schicht Mulch schützt den Boden vor dem Austrocknen und hemmt das Unkrautwachstum. Für Igel schichte ich gerne Laub in einer ruhigen Ecke des Gartens zu einem Haufen auf. Dieser bietet als Winterquartier einen natürlichen Schutz vor eisiger Kälte. Im Herbst für den Frühling pflanzen Im Herbst wird es auch Zeit, die Sommerbepflanzung abzuräumen und – je nach Pflanze – zu überwintern. Stattdessen schlägt jetzt die Stunde der zweijährigen Pflanzen, zum Beispiel von Stiefmütterchen, Vergissmeinnicht oder Bellis. Diese lassen sich wunderbar mit schönen Herbstpflanzen wie Erika, Calluna, Chrysanthemen, Purpurglöcken oder Gräser kombiniert. Mein Tipp: Pflanzen Sie dazwischen auch verschiedene Tulpen, Narzissen, Hyazinthen und andere Zwiebelpflanzen. Im Frühjahr erwartet Sie dann eine wahre Farbenpracht im Garten! Auch Stauden und Gehölz werden idealerweise im Oktober gepflanzt. Der Boden ist noch warm und benötigt nicht mehr so viel Wasser wie im Sommer. So haben die Pflanzen bereits kräftig Wurzeln geschlagen, wenn der kalte Winter einbricht – und haben so im Frühjahr gegenüber anderen Pflanzen einen Vorsprung im Wachstum. Ebenso lohnt es sich, im Herbst den ganzen Garten nochmals gründlich zu jäten. Denn: Je sauberer der Garten in den Winter geht, desto weniger Unkraut spriesst direkt im Frühling. Von Melissa Gögele Von Melissa Gögele Ähnliche Artikel finden Sie hier: Kategorie Gartentipp aus dem Wildegger Schlossgarten Kommentare

 
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Die Kaffeemaschine Cona: ein Stück Kaffee-Geschichte

Zurück zum Blog 25. Juni 2021 Kategorie Schätze aus der Sammlung Die legendären Kaffeemaschinen Cona aus dem frühen 20. Jahrhundert versprühen ein wissenschaftliches Flair und mögen eher an Experimente in einem Chemielabor erinnern. Ein Exemplar ist Teil der Sammlung Museum Aargau. © Museum Aargau Der Kaffee ist eines der beliebtesten Getränke weltweit und alltäglicher Begleiter vieler Menschen. Nur schon in der Schweiz werden durchschnittlich pro Kopf ungefähr 1100 Tassen pro Jahr getrunken. Mit den hochtechnisierten Kapseln ist Kaffee mittlerweile auch ein ultimatives "Convenience"-Getränk. Doch wer es mit dem morgendlichen Koffeinritual lieber etwas gelassen nimmt und gerne etwas Spektakel hat, sollte sich vielleicht ein Gerät wie die Cona Kaffeemaschine zulegen. Koffein aus dem Vakuum Diese Cona Kaffeemaschine aus dem frühen 20. Jahrhundert versprüht ein wissenschaftliches Flair und mag eher an Experimente in einem Chemielabor erinnern. Sie besteht aus zwei Glasbehältern, einer Halterung sowie einem Brenner zuunterst. Der Behälter direkt über dem Brenner ist als kugelförmige Flasche gestaltet, mit einer runden Öffnung gegen oben. In diese passt das Rohr des oberen Behälters, welcher zylindrisch und gegen oben offen ist. Die Öffnung zwischen den beiden Behältern kann mittels eines länglichen Glasstöpsels geschlossen werden. Die Kaffeezubereitung erfolgt nach dem Prinzip einer Vakuum-Kaffeemaschine. Diese arbeitet mit Druckunterschieden. Der obere Behälter wird mit grob gemahlenem Kaffee gefüllt, der untere mit Wasser. Beim Erhitzen des Wassers steigt der Druck im unteren Gefäss. Das Wasser wird so durch das Rohr in den oberen Behälter gedrückt. Sobald der Kaffee und das Wasser dort ausreichend durchmischt sind, wird der Brenner gelöscht. Der Wasserdampf im unteren Behälter kühlt somit wieder ab und erzeugt dann einen Unterdruck, der den Kaffee wieder in den unteren Behälter zieht. Der Glasstöpsel liegt dabei so auf, dass zwar die Flüssigkeit nach unten gelangt, das Kaffeepulver aber im oberen Behälter bleibt. Die Ursprünge des Kaffees und seine globale Verbreitung Die Maschine ist ein weiteres Beispiel der unglaublichen Vielfalt der Zubereitungsmethoden des Kaffees. Und heutzutage begrüsst uns in jedem Geschäft nebst der grossen Bandbreite an Maschinen und Apparaten zur Kaffeezubereitung auch ein riesiges Sortiment an Bohnen aus aller Welt. Doch hinter dieser grossen Auswahl steckten ursprünglich nur einige wenige Pflanzen. Denn der Handel mit dem ursprünglich aus Äthiopien stammenden Arabica Kaffee war unter strikter Kontrolle der jemenitischen Händler. Es durften nur erhitze Bohnen ausgeführt werden, damit niemand sonst die Pflanze anbauen konnte. Ein indischer Pilger schmuggelte um 1600 herum aber sieben Bohnen aus dem Jemen heraus. Von Indien gelangten die Pflanzen dann über Sri Lanka und Indonesien nach Europa und schliesslich die beiden Amerikas. Von der letzten Destination beziehen wir heutzutage noch den grössten Teil unseres Kaffees. Kaffeebohnen - Yercaud Tamil Nadu, India Im 18. Jahrhundert eröffneten im Gebiet der heutigen Schweiz die ersten Cafés. Das Getränk war als belebende Begleitung für Gespräche beliebt. Zuerst waren die Cafés noch reine Männersache. Doch spätestens ab dem ausgehenden 18. Jahrhundert wurde das soziale Getränk rundum genossen und wurde Teil der allgemeinen Kultur. Die Schweiz ist allerdings nicht nur Konsument. Heutzutage wird der grösste Teil des weltweiten Handels mit Kaffee über die Schweiz abgewickelt – hier grüssen auch vor allem wieder die Kapseln. Pariser Kaffeehaus als Ort der Diskussion während dem Deutsch-Französischen Krieg 1871. Zeichner: Fred Barnard, Illustrated London News, Wikimedia Commons (Public Domain) Der Kaffee der Moderne: Einzug ins Privatheim Der Kaffee sollte jedoch auch seinen grossen Siegeszug in den heimischen Bereich antreten. Die Entwicklung von Kaffeemaschinen wie der vorliegenden Cona begann im späteren 19. Jahrhundert. Das Patent für die Cona Maschine wurde dann um 1910 durch den Londoner Albert Cohn angemeldet und bis in die 1950er Jahre wurden solche Maschinen vertrieben. Später verlieh der berühmte britische Designer Abram Games (1914-1996), der vor allem im Zweiten Weltkrieg als Propagandist tätig war, der Maschine eine neue Gestalt, die schon bald Kultstatus annahm. Somit ist es Kaffeeliebhabern und -liebhaberinnen aus aller Welt noch bis heute möglich, den täglichen Kaffee mit der eleganten Cona-Methode zuzubereiten. Die Historische Sammlung indes kam dank einer Schenkung eines Basler Privathaushalts in den Besitz einer originalen Maschine. Von Lukas Becker Von Lukas Becker Lukas Becker ist Historiker und Praktikant der Sammlung von Museum Aargau. Ähnliche Artikel finden Sie hier: Kategorie Schätze aus der Sammlung Kommentare 07.02.2025 Brack Hansjürgll Ich habe auch noch so eine Cona Maschine. Ist jemand daran interessiert?

 
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Kochvideo: Petersilienstrauben – Rezept aus dem Mittelalter

Zurück zum Blog 24. Juli 2020 Kategorien Mittelalter Kochvideos & historische Rezepte Kochen Sie Peterlistrauben wie im Mittelalter! Unser Kochvideo zeigt, wie's geht! Die Petersilienstrauben sind ein einfaches Rezept mit Zutaten, die sich jeder leisten konnte. Dennoch sind sie für unseren Geschmack heute in der Zusammensetzung speziell und erfreuen den Gaumen auch nach dem 100-sten Mal essen immer von neuem! Rezept für: 6 Personen (als Vorspeise) Dauer: 50 Minuten (30 Minuten Vorbereitung, 20 Minuten ausbacken) Zutaten Teig 90 g Mehl 0,75 dl Weisswein 3 TL Öl 1 Eigelb 1 Eiweiss Salz Petersilienmischung 2 Bund Petersilie 1 Zwiebel 1 Brötchen, zerkleinert 3 EL Weisswein 3 EL Wasser Pfeffer Salz Öl zum Ausbacken Zubereitung Für den Teig alle Zutaten ausser das Eiweiss in einer Schüssel vermengen und zu einem homogenen, flüssigen Teig verarbeiten. Das Eiweiss steif schlagen und den Eischnee vorsichtig unter den Teig heben. Die Petersilie hacken und die Zwiebel fein schneiden, unterdessen das zerkleinerte Brot in der Wein-Wasser-Mischung einweichen. Das weiche Brot auspressen, zur Petersilie und zu den Zwiebeln geben und von Hand gut vermischen, würzen. Die Petersilienmischung sorgfältig unter den Teig heben. Das Öl in einer Bratpfanne erhitzen und die Masse in Portionen zu kleinen Fladen ausbacken. Zusatzinformationen Im Originalrezept wird auf den Weisswein und die Zwiebel verzichtet. Die Erfahrung zeigte aber, dass sich der Geschmack durch die Zugabe verbessert. Weitere Kochvideos 07. April 2020 Kochvideo: Gebackene Zwiebeln – Rezept aus dem Mittelalter Kochen Sie gebackene Zwiebeln nach einem raffinierten Rezept aus dem Mittelalter. 04. Mai 2020 Kochvideo: Huhn an Zitrone – Rezept aus dem Mittelalter Huhn an Zitrone: ein raffiniertes Rezept aus dem Mittelalter. Im Kochvideo zeigen wir, wie's geht! 23. Juni 2020 Kochvideo: Safran-Sahne-Torte – Rezept aus dem Mittelalter Im Kochvideo zeigen wir Ihnen, wie sie eine Safran-Sahne-Torte zubereiten – ein mittelalterliches Rezept aus der Sammlung "Two… Von Museum Aargau Von Museum Aargau Das Team von Museum Aargau zeigt an dieser Stelle digitale Einblicke in die Museumsstandorte. Ähnliche Artikel finden Sie hier: Kategorien Mittelalter Kochvideos & historische Rezepte Kommentare 10.02.2025 Axel Pietsch Leider keine neuen Rezepte

 
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Starthilfe für Stauden

Zurück zum Blog 24. Februar 2022 Kategorie Gartentipp aus dem Wildegger Schlossgarten Der Frühling kommt und die neue Gartensaison steht in den Startlöchern. Der Gartentipp aus dem Wildegger Schlossgarten erklärt, wie Sie Ihren Stauden Starthilfe geben können. Gartenstauden wie Eisenhut und Lilien machen mehrere Jahre lang Freude und treiben jeweils im Frühjahr neu aus. Sie sind verhältnismässig anspruchslos und fester Bestandteil vieler Gärten. Was dabei oft vergessen geht: Stauden benötigen als Starthilfe in die neue Saison viel Dünger. Der richtige Zeitpunkt dafür ist der Frühling – konkret ab etwa Ende Februar bis Anfang März, wenn die Temperaturen langsam steigen und die Stauden neu austreiben. Der Dünger liefert in dieser Phase die nötige Energie. So wird Ihr Boden staudengerecht Lockern Sie in einem ersten Schritt vorsichtig den Boden rund um die Stauden; dies mit einer Grabgabel oder einem Kräuel. Verteilen Sie dann zwei bis drei Liter reifen Kompost mit einer Handvoll Hornspänen pro Quadratmeter. Wenn Sie dann den Dünger abschliessend mit Mulch bedecken, hält dieser den Boden feucht, verbessert die Bodenqualität, ernährt das Bodenleben und schützt vor Unkrautbewuchs. Stauden, die im Kies oder zwischen Gartenplatten wachsen, sind schwieriger zu düngen. Mein Tipp: Graben Sie nahe der Pflanze ein Loch in die Erde und füllen Sie dieses mit Hornspänen oder einem Volldünger aus dem Fachhandel. Für im Halbschatten oder im Schatten stehende Stauden wie Hosta, Eisenhut, Heuchera oder Herbstanemonen genügt diese einmalige Düngung. Sonnenhungrige Stauden (zum Beispiel Rittersporn, Sonnenhut, Glockenblumen oder Schafgarbe) vertragen im Juni eine weitere Gabe Dünger; dies nach dem Rückschnitt. Die Stauden danken es Ihnen mit einer weiteren Blütenpracht. Grundsätzlich gilt: Düngen Sie immer in einen feuchten Grund und giessen Sie anschliessen gründlich nach. Ansonsten können die Inhaltstoffe Verbrennungen an der Pflanze und ihren Wurzeln verursachen. Dies gilt in allen Bereichen: ob im Freiland, in Kübeln oder bei Zimmerpflanzen. Ich wünsche Ihnen einen guten Start in die Gartensaison 2022. Von Tanya van der Laan Von Tanya van der Laan Ähnliche Artikel finden Sie hier: Kategorie Gartentipp aus dem Wildegger Schlossgarten Kommentare

 
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Swingin' Aargau: eine Schallplatte und ihre Geschichte

Zurück zum Blog 11. März 2022 Kategorien Schätze aus der Sammlung 20./21. Jh. Der Kanton Aargau hat in seiner Geschichte schon einige Grössen der Kulturszene hervorgebracht. Eine davon ist Pepe Lienhard. Im vergangenen Jahr feierte er sein 75. Jubiläum und ist mit einem Objekt auch in der Sammlung Museum Aargau präsent. Das Objekt in der Obhut der Sammlung ist eine Schallplatte aus dem Jahr 1973. Diese wurde im Rahmen einer Promotion mit dem Getränk Appenzeller Alpenbitter herausgegeben und beim Kauf einer Literflasche gratis verteilt. Die daraus resultierende Mischung aus guter Musik und Trank dürfte gewiss für einige Schwingungen gesorgt haben und so passen auch die beiden Titel auf der Platte: So enthält die A-Seite das Stück "Happy People" und die B-Seite das Lied "You and Me". Produziert wurde die Platte von Michael Lion. Sie stammt aus einer Zeit, als bei Lienhard schon bald der grosse Aufstieg zur Berühmtheit bevorstand. Schallplatte, Inv. Nr. K-19866 Musik aus Lenzburg Geboren wurde Pepe Lienhard 1946 in Lenzburg. Seine erste Gruppe, The College Stompers Lenzburg, gründete Lienhard im bereits Alter von 12 Jahren. Mit 17 Jahren gründete er dann an der Kantonsschule Aarau seine erste Big Band. Mit dieser gewann er auch schon erste Preise am Zürcher Jazz Festival. Nach einem kurzen Intermezzo an einer Universität, wo Lienhard einige Semester Jura studierte, stieg er dann endgültig mit seinem Sextett in das Profigeschäft ein. Schon bald wurde er mit Liedern wie "Piccolo Man" oder "Swiss Lady" bekannt. Letzteres wurde auch international ein grosser Erfolg am Eurovision Song Contest 1977. Ab 1980 war Lienhard dann vor Allem mit seiner Grossformation unterwegs. Er begleitete Grössen wie Udo Jürgens, Frank Sinatra, Shirley Bassey und Samy Davis Jr. und konnte im Jahr 2011 eine Zusammenarbeit mit seinem grossen Idol Quincy Jones erleben. Aargauer Jazz Die Erfolgsgeschichte von Pepe Lienhard ist jedoch noch keineswegs vorbei. Nach wie vor tourt Lienhard mit seiner Big Band erfolgreich durch die Welt und er konnte sich nachhaltig als einer der meistbekannten Schweizer Musiker in der internationalen Jazzszene etablieren. Die letztjährigen Feierlichkeiten zu seinem 75. Jubiläum fanden zwar pandemiebedingt nur als Livestream statt, doch weltweit konnten seine Fans eine Show mit den Musikern seiner Band, mit Sängerinnen und Sängern und prominenten musikalischen Gästen wie Tanja Dankner, Marc Sway und Christian Jott Jenny verfolgen. Das legendäre Pepe Lienhard Sextett, Inv. Nr. K-19866 Happy People Die Platte, welche an die langjährige Geschichte des Musikers erinnert, war lange im Besitz eines Aarauer Privathaushalts und wurde dem Museum Aargau zur Ergänzung der Sammlung geschenkt. Zweifelsohne dürfte dies nicht das letzte Zeugnis des bekannten Musikers sein, welches der Sammlung hinterlassen wird und auch die Geschichte von Pepe Lienhard ist noch keineswegs vorbei. Denn auch nach seinem 75. Jubiläum zeigt dieser noch keine Anzeichen von Müdigkeit und so wird die Geschichte hinter diesem Objekt noch rege weitergeschrieben. Von Lukas Becker Von Lukas Becker Lukas Becker ist Historiker und Praktikant der Sammlung von Museum Aargau. Ähnliche Artikel finden Sie hier: Kategorien Schätze aus der Sammlung 20./21. Jh. Kommentare

 
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Der perfekte Obstbaumschnitt im Februar

Zurück zum Blog 30. Januar 2018 Kategorie Gartentipp aus dem Wildegger Schlossgarten Mit einem gezielten Obstbaumschnitt im Februar bleibt ihr Baum gesund und trägt viele Früchte. Die Wildegger Schlossgärtnerin verrät Tipps und Tricks zur richtigen Technik und zum passenden Werkzeug. Der Februar ist ein guter Zeitpunkt für den Obstbaumschnitt. Ziel ist, dass wieder möglichst viel Licht ins Bauminnere gelangt und die Krone lockerer wird. Ein regelmässiger Schnitt fördert zudem Fruchtqualität, Gesundheit und Vitalität des Baumes – die beste Voraussetzung für eine reiche Ernte im Sommer! © pixabay / mariya_m Führen Sie die Arbeiten am besten an frostfreien Tagen aus. Nutzen Sie eine gut geschliffene Baumschere sowie eine Klappsäge. Ein Obstbaum besteht aus einem Mitteltrieb sowie drei bis vier waagrecht wachsenden Leitästen. Wächst bei einem jungen Obstbaum ein Leitast eher senkrecht, kann dieser runtergebunden werden, bis er in der Form bleibt. Geschnitten werden alle senkrechten und überzähligen Triebe. Schneiden Sie diese direkt an der Basis ab (von dort, wo sie zu wachsen begonnen haben). Waagerechte Triebe, die an den Leitästen wachsen, müssen nicht geschnitten werden. Diese wachsen weniger stark und sind fruchtbarer. Die Leitäste werden um einen Drittel gekürzt. Achten Sie darauf, dass auf eine Aussenknospe geschnitten wird. Der Mitteltrieb bleibt am längsten, jedoch sollte er nicht länger als 20 Zentimeter lang sein im Vergleich zu den Leitästen. So bleibt der Baum schön in Form. 01. Juni 2021 So pflanzen Sie Tulpen im Frühling um Kennen Sie das? Sie haben einen Garten voll schön blühender Tulpen. Doch diese passen farblich nicht so recht zueinander. Dafür gibt es eine… 15. Mai 2023 Gemüsegarten auf dem Balkon Wer gerne sein eigenes Gemüse zieht, braucht dafür nicht zwingend einen Garten. Dies funktioniert auch sehr gut auf dem Balkon oder der… 11. Februar 2021 Nach dem grossen Schnee: Hilfe für beschädigte Pflanzen Hat es geschneit, leiden viele Sträucher und Bäume unter dem vielen Schnee. Oft kommt es zum Schneebruch. Vom Schnee beschädigte Pflanzen… Von Melissa Gögele Von Melissa Gögele Ähnliche Artikel finden Sie hier: Kategorie Gartentipp aus dem Wildegger Schlossgarten Kommentare

Gradian
Kinder schreiten wie kleine Römer über das Areal vom Legionärspfad Vindonissa

Legionärspfad Vindonissa

Römer-
Erlebnispark

Tauchen Sie im Legionärspfad Vindonissa in die Welt des einzigen römischen Legionslagers der Schweiz ein! Der Römer-Erlebnispark bietet Touren, römische Übernachtungen, Führungen, Events und vieles mehr.

PLANEN SIE IHREN BESUCH

 
Das Amphitheater Legionärspfad im Sonnenlicht mit viel Grün

Fünf
Highlights

Das dürfen Sie nicht verpassen  

 
Legionäre in Rüstungen, im Hintergrund das Kloster Königsfelden

Veranstaltungen
und Führungen

Veranstaltungskalender  

 
Eine Schulklasse unterwegs auf einem Kiesweg; im Hintergrund die rekonstruierte Unterkunft von Legionären.

Selbständige Touren
im Legionärspfad

Rundgänge zu römischen Schauplätzen  

 
Ein mystischer dunkler Raum mit grossen Pfeilen; im Hintergrund Kinder.

Öffnungszeiten und
Eintrittspreise

Geöffnet von April bis Oktober  

 
Die Klosterscheune der Klosterkirche beim Legionärspfad

Anreise: So
finden Sie uns

Anfahrt mit Auto und öV  

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  • Öffentliche Führung
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  • Garten
Geeignet für
  • Familien
  • Schulen
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  • Einzelbesucher

Schulen, Familien und Gruppen

 
Eine Schulklasse in römischer Formation Schildkröte, rechts davon gibt ein Legionär Anweisungen.

Für
Schulen

Römische Übernachtung, Spiel-Touren und Workshops  

 
Eine Familie in einem dunklen Raum; die Displays der Audiogeräte um den Hals leuchten mystisch im Dunkeln. An der Rückwand Silhouetten von Legionären.

Für
Familien

Römische Übernachtung, Spiel-Touren und Familiensonntag  

 
Römisch gekleidete Männer und Frauen nachts an einem Lagerfeuer in historischer Kulisse

Für
Gruppen

Römische Übernachtung, Themen-Touren, Führungen und Workshops  

Vindonissa in 78 Sekunden

RÖMISCHE SCHAUPLÄTZE UND GESCHICHTE

 
Das Amphitheater Legionärspfad im Sonnenlicht mit viel Grün

Römische Schauplätze

Die 11 Stationen im Legionärspfad  

 
Visualisierung/Animation Antikes Vindonissa

Geschichte

Das Legionslager Vindonissa in Kürze  

 
Erhaltene Wasserleitungen im Legionärspfad Vindonissa

Archäologische Forschung

Immer wieder spektakuläre Funde