Schloss Wildegg

Museumswald: Geschichte der Jagd – Wer im Aargau jagen durfte

Im Alpenraum war das Jagen bis ins 19. Jahrhundert oft allen gestattet. Im Mittelland reglementierte die Obrigkeit die Jagd. Sie unterschied zwischen Hoch- und Niederjagd. Zur Hochjagd gehörten Bären, Hirsche oder Gämsen, während Hasen, Füchse und gewisse Vogelarten zur Niederjagd zählten. Als Bern 1415 den Aargau eroberte, gingen die Jagdrechte an die Stadt. Fortan durften neu auch alle Berner Patrizier in den Aargauer Wälder jagen. Die Landbesitzer mussten die Wälder mit ihnen teilen. Die Miniatur Hasenjagd aus "Das Buch der Jagd" von Gaston III Phoebus, Graf von Foix, Herr von Béarn (1331-1391) Jagdrechte verursachten viele Konflikte: Für Adlige war die Jagd eine Freizeitbeschäftigung. Für die Bevölkerung ergänzte der Wald mit seinen Tieren die Ernährung. Wildern – also unerlaubtes Jagen – war weit verbreitet. Dabei stellten die Menschen Fallen für Kleintiere. Adlige jagten bis ins 17. Jahrhundert mit Spiessen und Armbrusten, später mit Feuerwaffen. Bei der Hetzjagd setzten sie abgerichtete Hunde aufs Wild an, bei der Beizjagd schlugen Falken das Niederwild. Johann Bernhard Effinger, 1701 bis 1772 Herr auf Schloss Wildegg, beschrieb die Vorzüge des Landlebens: "Des Morgens hatt er [der adlige Landmann] niemand nötig, Cour [Hof] zu machen, als seinen Feldern, des Abends aber dienet seine famille ihme zu einer Geselschafft, die Jagd ists, wormit er sich in müessigen Stunden ergötzet und der Fischfang ist offters seine Recreation [Erholung]." Zur Zeit der Helvetischen Republik (1798–1803) wurde das Jagdrecht an alle Kantonsbewohner erteilt. Direkt im Anschluss an diese Zeit führte der Kanton Aargau dann 1803 die Revierjagd ein.

 
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Rosen richtig schneiden

Zurück zum Blog 01. April 2025 Kategorie Gartentipp aus dem Wildegger Schlossgarten Im April ist der richtige Zeitpunkt, um Rosen zurückzuschneiden. Ein paar einfache Tipps und Tricks garantieren kräftiges Wachstum und eine reiche Blüte im Sommer. Laut einer alten Gärtnerregel sollten Rosen geschnitten werden, sobald die Forsythien blühen. Dies ist – je nach Wetter – ab Mitte März bis Mitte April der Fall. Dann schädigt auch leichter Frost die zarten Austriebe nicht mehr. © Pixabay / kiyu_01 Rosen schneiden: So geht's Bei den Rosen unterscheiden wir verschiedene Gruppen, jedoch gilt für alle: Altes, krankes oder dürres Holz sowie schwache Triebe werden weggeschnitten. Auch sogenannte Wildtriebe, die unterhalb der Veredlungsstelle wachsen, gehören weg – am besten nicht abgeschnitten, sondern direkt abgerissen. Beim Schnitt ist darauf zu achten, dass keine Stummel stehen bleiben. Schneiden Sie zudem unmittelbar oberhalb des Auges (Austrieb). Vergabelungen werden nach Möglichkeit weggeschnitten. Beim Schnitt von Edelrosen, Beetrosen, Miniaturrosen, mehrmals blühenden Strauchrosen und Stammrosen lassen wir vier bis fünf kräftige Triebe stehen, die auf drei bis fünf Augen gekürzt werden. Einmalblühende Kletterrosen werden als einzige Gruppe erst nach der Blüte im Juli/August geschnitten. Alle Triebe, welche geblüht haben, werden auf ca. 20 Zentimeter eingekürzt. Die Haupttriebe bleiben stehen, zwei bis drei alte Triebe dürfen an der Basis entfernt werden. Bodendeckerrosen brauchen nicht jedes Jahr einen Schnitt – es reicht, sie alle zwei bis drei Jahre kräftig zurückzuschneiden, ähnlich wie Beetrosen. Nach dem Schnitt der Dünger Da Rosen starkzehrende Pflanzen sind, sollten diese nach dem Schnitt gedüngt werden. Sie benötigen rund 100 Gramm Rosendünger pro Quadratmeter. Der Boden im Beet sollte vor dem Düngen gelockert werden. Bedecken Sie schliesslich nach dem Düngen den Boden mit ca. einem Zentimeter Kompost. So sind Ihre Rosen bestens gepflegt für die neue Saison! 13. April 2021 Kleine Rosenkunde – Übersicht der Sorten Rosen sind mit ihrer Blütenpracht nicht zu übertrumpfen. Für jeden Geschmack findet sich die passende Sorte. Eine kleine Rosenkunde mit der… 16. März 2022 Kleine Rosenkunde II: Richtig Rosen schneiden "Rosen schneiden oder nicht schneiden?" - Das ist die Frage, die sich so mancher Hobbygärtner jeden Frühling aufs Neue stellt. Doch dieses… 19. Dezember 2023 Die Christrose Die Christrose blüht von Dezember bis März und ist robust gegen Kälte und Schnee. Trotzdem gilt es einiges zu beachten. Der Gartentipp aus… Von Melissa Gögele Von Melissa Gögele Ähnliche Artikel finden Sie hier: Kategorie Gartentipp aus dem Wildegger Schlossgarten Kommentare

 
Schloss Wildegg

Museumswald: Der Wald als Speisekammer

Im Wald sammeln Menschen bis heute Pilze, Nüsse oder Beeren. Während Hungersnöten griff man auch auf Kräuter, Tannzapfen oder Moos zurück. Aus dem Harz von Nadelbäumen liess sich Öl, Teer oder Pech herstellen. Im Herbst strömte die Bevölkerung in die Wälder, um das Laub in Säcken zu sammeln. Damit fütterten sie im Winter das Vieh oder füllten ihre Betten. Zurück blieb ein kahler Waldboden. Das Schlafen auf Laubsäcken blieb gebräuchlich bis weit ins 20. Jahrhundert, vor allem in ärmeren Gegenden der Schweiz. Laubertag in Betlis SG, frühes 20. Jahrhundert. (Heinrich Brockmann-Jerosch, Schweizer Volksleben. Band I: Die Sitten und Bräuche im Jahreslauf (Erlenbach-Zürich: Eugen Rentsch Verlag, 1929), Abb. 42) Auch die Schlossdomäne Wildegg war immer reich an verschiedenen Naturprodukten. Der Weg zum Schloss ist gesäumt von Walnussbäumen. Im Junkholz oberhalb des Schlosses stehen Kornelkirschbäume, deren saure Früchte traditionell zu Konfitüre verarbeitet werden. Buchen, Eichen und Hasel produzieren schmackhafte Nüsse. Pilze, Wurzeln und Waldkräuter ergänzen die Wildegger Wald-Speisekammer.

 
Schloss Wildegg

Museumswald: Waldweide – Tierhaltung im Wald

Tierhaltung im Wald war bis ins 19. Jahrhundert üblich. Die Bauern trieben ihr Vieh in die Wälder, um auf den Äckern Feldfrüchte für die eigene Ernährung anzubauen. Kühe, Schweine, Schafe oder Ziegen frassen im Wald Kräuter, Laub und Eicheln oder Bucheckern. Um 1500 mästeten die Bauern von Möriken ihre Schweine am Chestenberg, obwohl sie dafür kein "Acherum" besassen, keine Erlaubnis zur Tiermast in Buchen- oder Eichenhainen. Beweidung eines Waldbereichs in Küttigen mit Ziegen, 19./20. Jahrhundert. (Foto: Abteilung Wald, Kanton Aargau) Weidehaltung im Wald verhinderte, dass junge Bäume nachwachsen konnten. Der Wald war heller und lichter als heute. Waldweiden trugen neben der Holzwirtschaft dazu bei, dass die Waldflächen im Lauf des 19. Jahrhunderts abnahmen. Seit 1902 sind Waldweiden in der Schweiz verboten. Davon rücken die Behörden zunehmend ab: Lichte Wälder bieten vielen gefährdeten Tier- und Pflanzenarten Lebensraum. Eine Waldweide kann nur mit einer Sonderbewilligung des Kantons eingerichtet werden.

 
Museum Aargau

Kinderleben in der Römerzeit - Vindonissa | Museum Aargau

Zurück zum Blog 25. März 2025 Kategorien Römerzeit Römische Geschichten aus Vindonissa Funde belegen, dass in Vindonissa im 1. Jahrhundert n. Chr. auch Kinder gelebt haben. Doch wie sah deren Alltag aus? Wie wuchsen sie inmitten tausender Legionäre auf? Und womit spielte man im und um das Legionslager? Im Boden von Vindonissa stiessen Archäologen und Archäologinnen auf faszinierende Funde, die Einblicke in das Leben vor 2000 Jahren im einzigen Legionslager in der heutigen Schweiz geben. Darunter sind mehrere Objekte, die einst Kindern gehörten. Eines der spannendsten Stücke ist eine Tonrassel in Form eines Hahns, die heute im Vindonissa Museum ausgestellt ist. Solche Tonfiguren von Tieren waren im Römischen Reich weit verbreitet. Sie waren mit kleinen Steinchen gefüllt und sollten sowohl beruhigend auf Säuglinge wirken als auch vor bösen Geistern schützen. Diese Tonrassel in Form eines Hahns diente wohl zur Beruhigung des Kindes und sollte gleichzeitig vor bösen Geistern schützen. Ausstellungsobjekt im Vindonissa Museum, Brugg AG. © Kantonsarchäologie Aargau Uneheliche Kinder von Legionären in Vindonissa Dass eine Rassel in einem Legionslager gefunden wurde, mag auf den ersten Blick überraschen. Schliesslich war es den Legionären nach geltendem Recht verboten, während ihrer Dienstzeit eine Ehefrau und Kinder zu haben. Es sei denn, sie gehörten zu den höheren Dienstgraden und genossen besondere Privilegien. Dies hielt die Legionäre jedoch nicht davon ab, während ihrer Dienstzeit Beziehungen zu Frauen ohne römisches Bürgerrecht aus der provinzialen Bevölkerung einzugehen. Aus diesen als Konkubinat ( concubinatus ) bezeichneten Beziehungen gingen häufig Kinder hervor, die rechtlich gesehen als unehelich galten. In Vindonissa lebten die unehelichen Kinder nicht im Legionslager selbst, sondern in der umliegenden Zivilsiedlung. Hohe Offiziere lebten mit der Familie Für höhere Offiziere und den Legionskommandanten galten jedoch andere Regeln. Sie durften rechtsgültige Ehen mit römischen Bürgerinnen eingehen. Die ranghöheren Legionsangehörigen lebten daher mit ihren Familien innerhalb des Legionslagers. Funde aus Vindonissa belegen dies eindrucksvoll: etwa zwei Gräber mit den Überresten von drei Neugeborenen, die 2003 im Haus eines centurio entdeckt wurden. Kindheit im Imperium Romanum Ein Neugeborenes erhielt erst einige Tage nach der Geburt einen Namen. Dies lag vermutlich daran, dass die Kindersterblichkeit hoch war und man zunächst abwarten wollte, ob das Kind überlebensfähig war. Zum Schutz vor Unheil trugen Kinder Amulett-Halsbänder. Diese Grabbeigaben aus dem Grab eines Mädchens stammen aus dem 4. bis 7. Jhd. n. Chr. und stehen sinnbildlich für die hohe Kindersterblichkeit. Immer wieder wurden bei Ausgrabungen Gräber von Kindern gefunden. Ausstellungsobjekte im Vindonissa Museum, Brugg AG. © Kantonsarchäologie Aargau Im Römischen Reich wurden Kinder in der Regel bis zum sechsten oder siebten Lebensjahr von ihrer Mutter, einer Amme oder einer Sklavin aufgezogen. Römische Elementarschule Ab dem siebten und etwa bis zum zwölften Lebensjahr besuchten die Kinder vermögender Eltern eine Art Elementarschule. Dort lernten sie Rechnen, Lesen und Schreiben. Es war nur eine rudimentäre Ausbildung, in der das Nötigste für den Alltag gelernt wurde, um Rechnungen, Belege und kurze Briefe schreiben zu können. Die grosse Mehrheit der Kinder kam nie über die Elementarschule hinaus und viele konnten auch gar nicht lesen und schreiben. Nur den gut situierten Jungen stand im Alter von 13 oder 14 Jahren ein Studium griechischer und lateinischer Literatur offen, wo sie je nachdem auch in die Kunst der Rhetorik eingeführt wurden. Mädchen hingegen wurden meist früh verheiratet und besuchten – wenn überhaupt – nur die Elementarschule. Die Schulbildung damals lässt sich keinesfalls mit heute vergleichen. Eine Schulpflicht existierte nicht. Es gab auch keine staatlichen Schulen oder Schulstoff, der Staat kümmerte sich nicht ums Schulwesen. Eine Schule gründen durfte jeder zum Lehren befähigte Mann. Wie die Schulbildung in Vindonissa konkret organisiert war, ist nicht bekannt. Man kann jedoch davon ausgehen, dass sie ähnlich wie an anderen Orten im Imperium Romanum ablief. Somit dürften die centuriones , die mit ihren Familien im Legionslager lebten, grossen Wert auf eine gute Ausbildung ihrer Söhne gelegt haben. Spiele und Spielzeug zur Römerzeit Dank Ausgrabungen ist es möglich, ein ungefähres Bild der Spielzeuge zu erhalten, mit denen die Kinder in Vindonissa spielten. Beispielsweise fanden Archäologinnen und Archäologen im Boden drei gedrechselte Holzkreisel. Solche waren im römischen Reich ein überaus beliebtes Spielzeug. Kreisel aus Holz waren ein beliebtes Spielzeug bei Kindern und dienten wohl auch den Legionären zum Zeitvertreib. Ausstellungsobjekte im Vindonissa Museum, Brugg AG. © Kantonsarchäologie Aargau Bälle Ebenfalls sehr verbreitet waren Bälle, nicht nur bei Kindern, sondern auch bei Erwachsenen. Bälle waren meist aus Tuch oder Leder genäht und mit Haaren, Federn, Filz oder Ähnlichem befüllt. Anstelle von Bällen spielten Kinder auch gerne mit Reifen aus Holz, die sie durch die Strassen und über freie Plätze trieben. Würfel- und Brettspiele Ein weiteres beliebtes Spielzeug in der Römerzeit waren Würfel- und Brettspiele. Archäologinnen und Archäologen fanden in Vindonissa zahlreiche Spielsteine und Würfel. Schwarze und weisse Glassteine aus dem Vindonissa Museum, Brugg AG. © Kantonsarchäologie Aargau Schwarze und weisse Glassteine wie die abgebildeten aus Vindonissa waren am häufigsten, aber es gab auch farbige. Bei verschiedenen Brettspielen spielte die eine Person mit den hellen, die andere mit dunklen Steinen. Knöchelchen aus Sprunggelenken von Ziegen, Schafen und Rindern, astragali genannt, wurden von Kindern für Geschicklichkeitsspiele verwendet. Die Seiten der astragali hatten nämlich wie bei einem "normalen" Würfel unterschiedliche Werte. Von ihnen gab es Nachbildungen aus Bronze, Ton, Gold und anderen Materialien. Mit Würfeln spielten nicht nur die Kinder gerne, sondern auch die Erwachsenen. Sie dienten ihnen als Würfel für Glückspiele. Ausstellungsobjekte im Vindonissa Museum, Brugg AG. © Kantonsarchäologie Aargau Nüsse wurden ebenfalls häufig zum Spielen verwendet, wie antike Literatur und Funde verdeutlichen. Genauso gut könnten auch – wie bei heutigen Kindern - Äste, Steine, Erde, zerbrochene Gefässe etc. als Spielzeug gedient haben. Als Kind in Vindonissa Wie genau der Alltag und die Schulbildung der Kinder im und ums Legionslager Vindonissa wirklich aussah, kann heute natürlich nicht mehr gesagt werden. Trotzdem ermöglichen Funde teilweise nachzuvollziehen, wie ein Kind aus Vindonissa aufgewachsen ist, womit es gespielt hat und wie es ausgebildet worden ist. Es sind Spuren der Vergangenheit, die uns einen kleinen Einblick in den Alltag eines Kindes im römischen Vindonissa geben. Literaturverzeichnis Bargetzi, Dagmar: Der römische Alltag. In: Jenny, Mirjam T.; Schaffner, Brigitte (Hrsg.): Frauen in Augusta Raurica. Dem römischen Alltag auf der Spur. (Augster Museumshefte Nr. 28, 2001). S. 41-51. Fellmann Brogli, Regine: Spielen in Vindonissa. Spielsteine und Würfel im militärischen Kontext. In: Pace, Alessandro; Penn, Tim; Schädler, Ulrich (Hrsg.): Games in the Ancient World. Places, Spaces, Accessoires. (Monographies Instrument, Bnd. 79). 2024. S. 279-294. Harlow, Mary: Toys, Dolls, and the Material Culture of Childhood. In: Grubbs, Judith Evans; Parkin, Tim (Hrsg.): The Oxford Handbook of Childhood and Education in the Classical World. 2013. S. 322-340. Junkelmann, Marcus: Die Legionen des Augustus. Mainz am Rhein, 2003. Krefeld, Heinrich (Hrsg.): Erziehung und Unterricht. In: ders. (Hrsg.): Res Romanae. Neue Ausgabe. 1. Auflage 2000. S. 138-149. Müller, Katharina: Römische Patchworkfamilien. In: Kinderheim Brugg (Hrsg.): 150 Jahre Kinderheim Brugg. 2016. S. 95-98. Speidel, Michael Alexander: Die Römischen Schreibtafeln von Vindonissa. Lateinische Texte des militärischen Alltags und ihre geschichtliche Bedeutung. Veröffentlichungen der Gesellschaft Pro Vindonissa. Bnd. XII. 1996. Stoll, Oliver: Legionäre, Frauen, Militärfamilien. Untersuchungen zur Bevölkerungsstruktur und Bevölkerungsentwicklung in den Grenzprovinzen des Imperium Romanum. JbRGZM 53, 2006. S.262-286. Weitere Blogbeiträge 07. Juni 2023 Frauen im Legionslager? Wer das Wort "Legionslager" hört, denkt als erstes unweigerlich an eine von Männern geprägte Domäne. Aber auch Frauen haben ihre Spuren in… 05. Mai 2023 Römische Kleidung – Kleidervorschriften und gesellschaftlicher Status Kleidung war auch im Römischen Reich ein wichtiges Mittel der Selbstdarstellung und Inszenierung. Doch was genau trugen die Bewohnerinnen… 05. März 2021 Neue Funde aus Vindonissa: 7 Schätze im Schaufenster Die Kantonsarchäologie zeigt in der Vitrine AKTUELL im Vindonissa Museum Kostbarkeiten aus Grabungen im antiken Vindonissa. Jeder Fund… Von Simona Schraner Von Simona Schraner Simona Schraner ist Praktikantin Museumsarbeit in Vindonissa. Ähnliche Artikel finden Sie hier: Kategorien Römerzeit Römische Geschichten aus Vindonissa Kommentare

 
Schloss Wildegg

Museumswald: Wem gehört der Wald

Bis zum Ende des 18. Jahrhunderte gehörten die meisten Wälder Adligen, Städten, Kirchen und Klöstern. Gesetze hinderten die Bevölkerung immer stärker daran, den Wald frei zu nutzen. Die Besitzenden beanspruchten Holz, Wild und Weiden für sich. Im ganzen Aargau gab es auch Wälder, die als Allmenden bezeichnet wurden: Gebiete, die gemeinschaftlich von den jeweiligen Gemeinden bewirtschaftet wurden. Wer darf den Wald wie nutzen? Je mehr die Bevölkerung wuchs, desto schlechter ging es dem Wald. Holz war bis ins 19. Jahrhundert der wichtigste Energieträger. Die Geschichte der Wälder ist auch eine Geschichte von Streit unter Menschen, wer den Wald wie nutzen darf. Auch Kaspar Effinger, Herr von Wildegg, stritt 1489 mit den Untertanen um den Wald. Die Urkunde darüber, wie sich die Konfliktparteien geeinigt hatten, befindet sich bis heute im Archiv im Schloss Wildegg. Kurz nachdem Kaspar Effinger die Burg 1483 gekauft hatte, geriet er in Streit mit den Bauern in Möriken, Wildegg und Holderbank. Die Auseinandersetzung zog sich über mehrere Jahre hin. Unter Kaspars Vorgängern hatten sich Gewohnheitsrechte entwickelt, auf die sich die Bevölkerung berief. Doch Kaspar Effinger pochte auf seine im Kaufvertrag festgesetzten Rechte. Die Möriker Bauern hatten nach Ansicht des Schlossherrn selbstherrlich einen Förster eingesetzt, verkauften unrechtmässig Bau- und Brennholz und mästeten Schweine im Wald. Der Konflikt eskalierte, als die Möriker den Schlossknecht aus dem Chestenbergwald jagten. Durch die Vermittlung Berns, durch die Landvogtei, konnten die beiden Konfliktparteien an den Verhandlungstisch geholt werden. Das Verhältnis zwischen Herrschaftsherr Effinger und Möriken konnte sich wieder normalisieren. Dorfgemeinschaft transportiert Laub, Äste und anderes Gut aus dem Wald, ins Dorf. Betlis, frühes 20. Jahrhundert. (Heinrich Brockmann-Jerosch, Schweizer Volksleben. Band I: Die Sitten und Bräuche im Jahreslauf (Erlenbach-Zürich: Eugen Rentsch Verlag, 1929), Abb. 43) Der Druck auf den Wald stieg mit der Industrialisierung im 19. Jahrhundert. Der junge Schweizer Bundesstaat erliess mehrere Gesetze, um den Wald zu schützen: Waldbesitzer mussten fortan den Wald nachhaltig nutzen und durften nur so viel Holz ernten, wie nachwachsen konnte. Ab 1903 wurde das schweizweit geltende "Walderhaltungsgebot" gesetzlich verankert. Fast zwei Drittel des Waldes gehören heute Gemeinden, Kantonen und dem Bund. Seit dem 20. Jahrhundert wächst der Wald in der Schweiz wieder. Doch auch heute drohen Gefahren: Hitze, Trockenheit aber auch aussergewöhnliche Unwetter bedrohen die Gesundheit des Waldes.

 
Schloss Lenzburg

Schulreise auf Schloss Lenzburg: Programm-Vorschläge

Programm-Vorschlag 1 Geeignet für: Kindergarten und Unterstufe Anreise Schloss Lenzburg ist bequem mit dem öffentlichen Verkehr erreichbar. Es verkehren mehrere Buslinien zum Schlosshügel. Vom Bahnhof Lenzburg ist das Schloss zu Fuss in 20 bis 30 Minuten erreichbar. Anreise 9.45 Uhr: Znünipause bei der "Burg Waldegg" Der Kinder-Spielplatz "Burg Waldegg" unterhalb des Schlosses ist der perfekte Ort für die Znünipause. Spielplatz “Burg Waldegg” Spielplatz "Burg Waldegg". 10.30 Uhr: Führung im Schloss Schloss Lenzburg bietet für jüngere Kinder mehrere Führungen (1 bis 1,5 Stunden) im Schloss an. Themen sind das Mittelalter, die frühe Neuzeit sowie Märchen und Fabelwesen. Führungen für Schulen Führung "Alltag im Mittelalter". 12.00 Uhr: Mittagspause Ein gemeinsames Picknick ist im Schlosshof, ausserhalb der Schlossanlage sowie bei schlechtem Wetter in Innenräumen möglich. Picknick und Feuerstellen Nachmittag Das Kindermuseum im Dachstock von Schloss Lenzburg lädt zum Spielen, Basteln und Verkleiden ein. Unvergesslich: ein Besuch in der Höhle von Schlossdrache Fauchi. Kindermuseum Schlossdrache Fauchi Spiel und Spass im Kindermuseum. Programm-Vorschlag 2 Geeignet für: Mittel- und Oberstufe Anreise Ankunft auf Schloss Lenzburg mit dem öffentlichen Verkehr oder zu Fuss vom Bahnhof Lenzburg (20 bis 30 Minuten). Anreise 10.15 Uhr: Workshop oder Führung im Schloss Schloss Lenzburg bietet für die Mittel- und Oberstufe mehrere Workshops (2,5 Stunden) und Führungen (1 bis 1,5 Stunden) an. In den Workshops klirren Schwerter, Schülerinnen und Schüler schlüpfen in die Rolle von Richter und Henker – und es wird gekocht wie im Mittelalter. Workshops und Führungen für Schulen Workshop "Am Feuer". Mittagspause Picknick ist im Schlosshof sowie bei schlechtem Wetter in Innenräumen möglich. Rund um Schloss Lenzburg gibt es zudem mehrere Brätelstellen. Picknick und Feuerstellen Rückreise mit Wanderung Schloss Lenzburg lässt sich gut mit einer Wanderung kombinieren, zum Beispiel zum Fünfweiher oder Esterliturm. Wanderung zu Fünfweiher und Esterliturm Wandervorschläge Aargau Tourismus

 
Schloss Wildegg

Museumswald

Zur Schlossdomäne Wildegg gehören 3,4 Hektar Wald, das Junkholz. Museum Aargau nutzt ein Teilstück als Museumswald und vermittelt hier die Geschichte der Waldnutzung Der Wald versorgte die Bewohnerinnen und Bewohner von Schloss Wildegg mit Holz zum Heizen und Bauen, mit Futter und Einstreu fürs Vieh sowie mit Jagdwild, Waldfrüchten und Pilzen für die Küche. Die Familie von Effinger bewirtschaftete ihr Land umsichtig. Davon zeugen Handbücher zur Landwirtschaft aus dem 17. bis 19. Jahrhundert, die heute noch in der Schlossbibliothek stehen. Diese Waldnutzung zeigt Museum Aargau im Museumswald, einem Teilstück oberhalb des Spielplatzes bei Schloss Wildegg. Der Museumswald soll sich in den nächsten Jahrzehnten zu einem lichten Wald entwickeln, wie es in früheren Jahrhunderten im Schweizer Mittelland viele gab. Dafür fällte der Forstbetrieb zwischen 2024 und 2025 einen Viertel der Bäume. Indem zwischen den Bäumen Licht auf den Boden gelangt, entsteht Lebensraum für selten gewordene Tiere und Pflanzen. Ziegen helfen den Wald auszulichten: Zwei Mal im Jahr beweiden sie den Wald einige Wochen lang. Für den Weidebetrieb ist creaNatira zuständig. Kooperationsprojekt Der Museumswald ist eine Kooperation von: Museum Aargau Stiftung Schloss Wildegg Abt. Wald Departement BKS Forstbetrieb Birretholz Jagdgesellschaft Chestenberg Gemeinde Möriken-Wildegg HINTERGRUND: WALDNUTZUNG IM AARGAU Hintergrund Der Wald als Speisekammer Hintergrund Wem gehört der Wald? Hintergrund Köhlerei im Wald Hintergrund Holznutzung im Wandel der Zeit Hintergrund Wer im Aargau jagen durfte Hintergrund Waldweide: Tierhaltung im Wald MUSEUMSWALD: BUCHBARE ANGEBOTE Für Schulen: Führung "Ab in den Wald!" 3. bis 9. Klasse – Bedeutung und Nutzungs des Waldes über die Jahrhunderte Für Schulen: Workshop "Mensch, Schloss und Wald" 3. bis 9. Klasse – Spurensuche durch die Geschichte der Waldnutzung Für Gruppen: Führung "Wald und Schloss" Eine Reise durch die Geschichte der Nutzung des Wildegger Waldes Newsletter abonnieren Jeden Monat Aktuelles und Verlosungen Jetzt anmelden

 
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Luftaufnahme vom Schloss Habsburg von Michel Jaussi

Schloss Habsburg

Stammschloss der Habsburger

Auf Schloss Habsburg wurde um 1030 der Grundstein der Habsburger-Dynastie gelegt. Ausstellungen, Führungen und Veranstaltungen zeigen die Geschichte der sagenumwobenen Burg und deren Adelsfamilie.

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Verkleideter Museumsführer erzählt im Esstheater den dinierenden Gästen Anekdoten auf Schloss Habsburg

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Mädchen bastelt am Familiensonntag am Schloss Habsburg

Veranstaltungen
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Veranstaltungskalender Museum Aargau  

 
Besucher in der Dauerausstellung Schloss Habsburg

Ausstellungen
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Eine mittelalterlich gekleidete Magd steht im Tor von Schloss Habsburg und winkt hinein..

Öffnungszeiten und
Eintrittspreise

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Wanderer auf dem Weg zum Schloss Habsburg

Anreise: So
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Schulen, Familien und Gruppen

 
Eine Schulklasse sitzt im Kreis im Innern von Schloss Habsburg; am Boden liegen Blätter mit Texten.

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Zwei Schüler unter dem Dach von Schloss Habsburg; ein Bub blickt durch ein Fernrohr ins Weite.

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Gotische Stube Schloss Habsburg: Rustikaler Raum mit viel Holz und schön gedeckten Tischen.

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Ein Hochzeitspaar auf Schloss Habsburg: Ein Mann und eine Frau schreitet durch spalierstehende Gäste. Seifenblasen fliegen in der Luft.

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GESCHICHTE UND SAMMLUNG

 
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Der Aufstieg zur Weltmacht  

 
Ein gelber Heizlüfter, Objekt im Sammlungszentrum Egliswil

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Grosses Handy in der Hand eines Benutzers, auf dem Bildschirm ist die "Sammlung online" von Museum Aargau dargestellt.

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Impressionen

Aussenaufnahme mit mächtigen Wolken über Schloss Habsburg
Besucher in der Dauerausstellung Schloss Habsburg
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Verkleideter Museumsführer erzählt im Esstheater den dinierenden Gästen Anekdoten auf Schloss Habsburg
Besucherinnen und Besucher auf dem Königsweg mit dem Schloss Habsburg im Hintergrund
Eine als Kaiserin Sisi gekleidete Museumsführerin führt eine Gruppe Besucherinnen und Besucher durch das Schloss Habsburg.