Museum Aargau

Highlights aus der Aargauer Möbelgeschichte

Zurück zum Blog 16. Juni 2026 Kategorien 20./21. Jh. Schätze aus der Sammlung Mit dem dritten Band seiner Reihe "Aargauer Industriegeschichten" rückt Museum Aargau ein bislang wenig beachtetes Kapitel

 
Vindonissa Museum

Römischer Garten von Vindonissa

Preis: im Museumseintritt inbegriffen 0 Rekonstruierter Ziergarten des Legionskommandanten Der römische Garten beim Vindonissa Museum ist eine Oase der Ruhe und Sinnlichkeit. In den Beeten wächst eine

 
Vindonissa Museum

Rätsel-Tour

Spiel-Tour für Kinder Geeignet für Ab 7 Jahre Preis Im Museumseintritt inbegriffen Dauer 45 Minuten Anmeldung Nicht erforderlich 0 Ab 7 Jahre – Mit der Schatzkarte durchs Museum Unser Archäologe vom D

 
Schloss Hallwyl

Dauerausstellung

Dauerausstellung Preis Museumseintritt Bau- und Familiengeschichte des Adelsgeschlechts von Hallwyl Wer hat auf Schloss Hallwyl gelebt? Wie haben die Herren von Hallwyl für Recht und Ordnung gesorgt?

 
Museum Aargau

Memory-Spiel: Die Bewohnerinnen und Bewohner von Schloss Lenzburg

Zurück zum Blog 04. August 2026 Kategorien 20./21. Jh. Quiz & Spiele Bevor Schloss Lenzburg in öffentliche Hand überging, lebten dort zahlreiche faszinierende Persönlichkeiten – von Künstlerinnen und

 
IndustriekulTour Aabach

Kontakt

Kontakt und Reservationen Telefonische Erreichbarkeit Telefon 0848 871 200 Dienstag bis Freitag 9-12 Uhr / 13-16:30 Uhr November bis März nur vormittags Gedruckte Broschüren bestellen Newsletter abonn

 
Vindonissa Museum

Schätze aus Vindonissa – Werde Archäologe!

Spiel-Tour für Kinder Geeignet für Ab 8 Jahre Preis Im Museumseintritt inbegriffen Dauer 90 Minuten Anmeldung Nicht erforderlich Ab 8 Jahre – Löst Rätsel und entdeckt einen römischen Schatz Rätsel lös

 
Vindonissa Museum

Spurensuche - Auf der Fährte von Lupina und Anissa

Spiel-Tour für Kinder Geeignet für Ab 5 Jahre Preis Im Museumseintritt inbegriffen Dauer 45 Minuten Anmeldung Nicht erforderlich 0 Ab 5 Jahre – Folgt den Fussspuren von Lupina und Anissa Die Wölfin Lu

 
Vindonissa Museum

Vitrine AKTUELL

Preis: Im Museumseintritt inbegriffen Anmeldung: Nicht erforderlich 30 Grabsteine aus Vindonissa: Sprechende Steine und ihre Schicksale Die Kantonsarchäologie Aargau gestaltet die "Vitrine AKTUELL" im

 
Vindonissa Museum

Dauerausstellung zu Vindonissa

Preis: im Museumseintritt inbegriffen Anmeldung: nicht erforderlich Entdecken Sie Original-Objekte aus Ausgrabungen Wie haben die Römer vor 2000 Jahren auf dem Gebiet der heutigen Schweiz gelebt? Was

Gradian
Historische Aufnahme in schwarz-weiss: Dorfgemeinschaft transportiert Laub, Äste und anderes Gut aus dem Wald, ins Dorf. Betlis, frühes 20. Jahrhundert.

Hintergrund zum Museumswald

Wem gehört der Wald?

Wem gehört der Wald?

Bevölkerungswachstum, Rodung und Streit um Nutzungsrechte führten im Aargau immer wieder für Waldkonflikte – wie im Fall der Auseinandersetzung zwischen Kaspar Effinger und den Möriker Bauern im 15. Jahrhundert. Erst im 19. Jahrhundert sorgten gesetzliche Regelungen für einen nachhaltigen Schutz der Wälder.

Bis zum Ende des 18. Jahrhunderte gehörten die meisten Wälder Adligen, Städten, Kirchen und Klöstern. Gesetze hinderten die Bevölkerung immer stärker daran, den Wald frei zu nutzen. Die Besitzenden beanspruchten Holz, Wild und Weiden für sich.

Im ganzen Aargau gab es auch Wälder, die als Allmenden bezeichnet wurden: Gebiete, die gemeinschaftlich von den jeweiligen Gemeinden bewirtschaftet wurden.

Wer darf den Wald wie nutzen?

Je mehr die Bevölkerung wuchs, desto schlechter ging es dem Wald. Holz war bis ins 19. Jahrhundert der wichtigste Energieträger. Die Geschichte der Wälder ist auch eine Geschichte von Streit unter Menschen, wer den Wald wie nutzen darf. 

Auch Kaspar Effinger, Herr von Wildegg, stritt 1489 mit den Untertanen um den Wald. Die Urkunde darüber, wie sich die Konfliktparteien geeinigt hatten, befindet sich bis heute im Archiv im Schloss Wildegg. 

Kurz nachdem Kaspar Effinger die Burg 1483 gekauft hatte, geriet er in Streit mit den Bauern in Möriken, Wildegg und Holderbank. Die Auseinandersetzung zog sich über mehrere Jahre hin. Unter Kaspars Vorgängern hatten sich Gewohnheitsrechte entwickelt, auf die sich die Bevölkerung berief. 

Doch Kaspar Effinger pochte auf seine im Kaufvertrag festgesetzten Rechte. Die Möriker Bauern hatten nach Ansicht des Schlossherrn selbstherrlich einen Förster eingesetzt, verkauften unrechtmässig Bau- und Brennholz und mästeten Schweine im Wald. Der Konflikt eskalierte, als die Möriker den Schlossknecht aus dem Chestenbergwald jagten.

Durch die Vermittlung Berns, durch die Landvogtei, konnten die beiden Konfliktparteien an den Verhandlungstisch geholt werden. Das Verhältnis zwischen Herrschaftsherr Effinger und Möriken konnte sich wieder normalisieren.

Der Druck auf den Wald stieg mit der Industrialisierung im 19. Jahrhundert. Der junge Schweizer Bundesstaat erliess mehrere Gesetze, um den Wald zu schützen: Waldbesitzer mussten fortan den Wald nachhaltig nutzen und durften nur so viel Holz ernten, wie nachwachsen konnte. Ab 1903 wurde das schweizweit geltende "Walderhaltungsgebot" gesetzlich verankert. Fast zwei Drittel des Waldes gehören heute Gemeinden, Kantonen und dem Bund.

Seit dem 20. Jahrhundert wächst der Wald in der Schweiz wieder. Doch auch heute drohen Gefahren: Hitze, Trockenheit aber auch aussergewöhnliche Unwetter bedrohen die Gesundheit des Waldes.