Schloss Wildegg

Vortrag: Reisen in der Belle Époque

Preis Im Museumseintritt inbegriffen Anmeldung Nicht erforderlich 0 Spannende Reise durch eine Zeit des Aufbruchs Schloss Wildegg bietet im Rahmen des Schweizer Schlössertages 2026 mit dem Vortrag "Reisen in der Belle Époque" spannende Einblicke in eine Zeit des Aufbruchs, als Dampfschiffe, Eisenbahnen, Kutschen, frühe Automobile und auch das Fahrrad neue Freiheiten eröffneten. Der Vortrag von Gabriela Gehrig, Historikerin und Geschichtsvermittlerin Museum Aargau, wird begleitet mit zeitgenössischen Fotografien und Reiseberichten aus den Jahren zwischen 1880 und 1914. Um 13 und 15 Uhr finden

 
Museum Aargau

Licht ins Dunkel: Das farbige Mittelalter

Zurück zum Blog 08. Juli 2026 Kategorien Mittelalter Historische Kleidung Trug man im Mittelalter nur graue und braune Kleidung? Weit gefehlt! Eine Hommage an die Farbigkeit dieser Epoche. Das Klischee des "dunklen Mittelalters" hält sich in der breiten Bevölkerung und in der medialen Kultur hartnäckig – zum Frust von Historikerinnen und Historikern sowie anderen, welche sich mit dieser Epoche differenzierter auseinandersetzen. Wenn man im alltäglichen Kontext etwas als "mittelalterlich" bezeichnet, ist dies negativ geprägt und soll "rückständig" ausdrücken. Allerdings war das Mittelalter

 
Museum Aargau

5 faszinierende Fakten über römische Münzen

Zurück zum Blog 28. August 2026 Kategorien Römerzeit Römische Geschichten aus Vindonissa Münzgeld verliert heutzutage zunehmend an Bedeutung. Römische Münzen waren bei den Römern hingegen das zentrale Zahlungsmittel und ermöglichten Einkäufe und Handel im ganzen Reich. Doch was macht römische Münzen so besonders und wofür wurden sie verwendet? "Pecunia non olet" – Geld stinkt nicht. Diese Redewendung geht auf Kaiser Vespasian zurück, der zur Finanzierung des Staates eine Steuer auf öffentliche Latrinen einführte. Als sein Sohn Titus die Moral dieser Steuer beanstandete, hielt Vespasian ihm Münzen

 
Schloss Lenzburg

Eine Zeitreise: 50 Jahre Geschichtsvermittlung

Sonderausstellung Saison 2025/2026 Preis Im Eintritt inbegriffen 0 Sonderausstellung zur Pionierrolle in der Schweizer Museumspädagogik Schloss Lenzburg beleuchtet 2025/2026 in einer Sonderausstellung seine Pionierrolle in der Geschichtsvermittlung. Vor 50 Jahren arbeiteten hier erstmals Museumspädagoginnen und -pädagogen spielerisch mit Kindern – ein Novum in der Schweiz. In der kleinen Ausstellung "Eine Zeitreise: 50 Jahre Geschichtsvermittlung" erzählen Pionierinnen und Pioniere, wie sie ab 1975 Geschichte zum Erlebnis für alle Sinne machten – mit feuerspeienden Drachen, verkleideten Gräfinnen

 
Schloss Wildegg

Museumswald

Museumswald Preis Eintritt frei Ort Der Museumswald befindet sich oberhalb des Spielplatzes bei Schloss Wildegg 0 Waldnutzung im 18. und frühen 19. Jahrhundert Der Museumswald von Schloss Wildegg zeigt die Waldnutzung im 18. und frühen 19. Jahrhundert: als Speisekammer, Holzlieferant, Weidefläche und Jagdrevier. Kern des Museumswaldes ist die Waldweide. Im Früh- und Spätsommer grasen hier Geissen, wie vor 200 Jahren. Führungen und Workshops lassen diese historische Waldnutzung lebendig werden und beleuchten die heute so aktuellen Themen Biodiversität und Naturschutz. Museumswald auf Schloss

 
Museum Aargau

Das tragbare Sommergefühl - Zeitloser Textildruck aus Suhr

Zurück zum Blog 17. Juni 2022 Kategorien Schätze aus der Sammlung Historische Kleidung Neuzeit Sommer: Die helle Jahreszeit steht nicht nur für heisse Tage und ein abkühlendes Bad. Auch im Sammlungszentrum in Egliswil hält der Sommer Einzug. Oder hat eingehalten. Denn in den Regalen und Ablagen schlummern wahre Schätze, die perfekt zu einem schönen Sommertag passen. "Der Sommer, der vergeht, ist wie ein Freund, der uns Lebewohl sagt." - Victor Hugo (1802-1885) Im Sammlungszentrum liegen zwischen diversen Raritäten und Kuriositäten auch Sonnenbrillen, Strohhüte und Kleider, deren Designs auch der

 
Museum Aargau

Kleine Kugel, grosse Welt: Der Globus von Schloss Wildegg

Zurück zum Blog 23. September 2026 Kategorie Neuzeit Hinter den kleinformatigen Welt- und Himmelskugeln stecken sowohl astronomische Vorstellungen wie auch historische Entdeckungen und handwerkliches Knowhow. Aber seit wann gibt es eigentlich Globen? Wie wurden diese hergestellt und was war ihr Verwendungszweck? Der Globus von Schloss Wildegg gibt Anlass, diesen und mehr Fragen auf den Grund zu gehen. Auffällig ist er nicht, der kleine Globus von Schloss Wildegg. Mit einem Durchmesser von lediglich 12,5 cm ist er sogar kleiner als die meisten anderen Globen. Wer das Schloss bereits einmal

 
Museum Aargau

So machten es die Römer: Toga binden – mit Video

Zurück zum Blog 24. August 2026 Kategorien Römerzeit Römische Geschichten aus Vindonissa Der Legionskommandant von Vindonissa zeigt euch im Video, wie die Römer eine toga drapieren. Die toga Das wichtigste Kleidungsstück im Römischen Reich war die toga , die üblicherweise weiss war. Getragen wurde sie von allen Männern, die das römische Bürgerrecht besassen. Das unterscheidet römische Bürger klar von Sklaven, Verbannten und Barbaren. Das Tuch war etwa 5 bis 6 Meter breit. Da der Legionskommandant legatus legionis , kurz Legat, dem Senatorenstand angehörte, trug er eine toga , die mit einem Purpurstreifen

 
Schloss Hallwyl

Dauerausstellung

Dauerausstellung Preis Museumseintritt Bau- und Familiengeschichte des Adelsgeschlechts von Hallwyl Wer hat auf Schloss Hallwyl gelebt? Wie haben die Herren von Hallwyl für Recht und Ordnung gesorgt? Und wie haben die Bediensteten gelebt und gearbeitet? Die Dauerausstellung im Schloss gibt Einblick in die Bau- und Familiengeschichte sowie in die verschiedensten Lebensbereiche von Adel und Untertanen. Die Themenbereiche reichen von der Landwirtschaft und der Fischerei über mittelalterliche Arzneimittel bis hin zum damaligen, auf der Religion basierenden Weltbild. Audiovisuelle Shows, ein Audioführer

 
Museum Aargau

Schreibmaschine "Swissa Junior" von August Birchmeier's Söhne

Zurück zum Blog 30. März 2020 Kategorien Schätze aus der Sammlung 20./21. Jh. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts spielten Schreibmaschinen als Instrument für die Textverarbeitung eine immer wichtigere Rolle. In der Schweiz und im Kanton Aargau wurde diese Entwicklung von der Schreibmaschinenfabrik August Birchmeier's Söhne entscheidend mitgeprägt. © Museum Aargau Schreibmaschine mit Schutzkoffer Das Metallgehäuse der in der Mitte der 1950er-Jahre hergestellten Schreibmaschine (9 cm x 31 cm x 27 cm) mit gerundeten Ecken ist hellblau lackiert. Die abgeschrägte Abdeckung wird oberhalb der Tasten von

Gradian
Aussenaufnahme vom Kloster Königsfelden

Hintergrund Kloster Königsfelden

Kloster, Glasfenster und Geschichte

Kloster, Glasfenster und Geschichte

Das Kloster Königsfelden wurde vor rund 700 Jahren gegründet. Bis zur Reformation gedachten hier Nonnen und Mönche der verstorbenen Habsburger. Heute ist die Klosterkirche europaweit bekannt für ihre Glasfenster.

KLOSTERANLAGE & GLASFENSTER

GESCHICHTE

 
Historische Darstellung: Königin Agnes von Ungarn, Förderin des Kloster Königsfelden.

Ein Kloster für
einen König

Geschichte Kloster Königsfelden  

 
Historische Darstellung Kloster Königsfelden von 1669.

Bau- und
Nutzungsgeschichte

Interaktiver Zeitstrahl  

7 Fragen zur Geschichte

Die Gründung des Klosters Königsfelden geht auf die Ermordung des habsburgischen Königs Albrecht I. im Jahr 1308 zurück. Seine Ehefrau Königin Elisabeth liess am Ort seiner Ermordung eine Kapelle errichten. 1310 begann der Bau des Klosters Königsfelden, das später zu einer Gedenk- und Ruhestätte für viele Habsburger wurde.

Die komplette Kloster- und Nutzungsgeschichte

Das Kloster Königsfelden war ein Doppelkloster, wo sowohl eine weibliche als auch eine männliche Ordensgemeinschaft lebte: Im Süden der Kirche befand sich ein Konvent für Klarissen und im Norden einer für Franziskaner. Beide waren Bettelorden, das heisst sie lebten in Armut und sicherten ihre Lebensgrundlage durch Predigten und das Betteln um Almosen. Viele der Nonnen stammten allerdings aus dem Hochadel und brachten grosse Vermögen ins Kloster.

Agnes von Ungarn, Tochter von König Albrecht I. und Königin Elisabeth, war ab 1316 die prägende Figur im Kloster Königsfelden. Sie leitete die Gemeinschaft bis 1364 und stattete das Kloster mit weiteren Gütern und Einkünften aus. Agnes war auch dafür verantwortlich, dass der Chor mit den kunstvollen Glasfenstern ausgestattet wurde. Daneben war sie politisch für die Habsburger tätig und wurde als Vermittlerin bei Konflikten in den habsburgischen Vorlanden herbeigezogen. Mit dem Tod von Agnes endete die direkte Verbindung zwischen Kloster und Stifterfamilie. Macht und Reichtum des Klosters schwanden in der Folge.

Die farbigen Glasfenster im Kloster Königsfelden entstanden zwischen 1320 und 1360 und bilden einen Höhepunkt der europäischen Glasmalerei des 14. Jahrhunderts. Die Fenster im Chor zeigen das Leben und Sterben Christi, umgeben von den Aposteln und unterschiedlichen Heiligen. Zuunterst in den Scheiben sind auch die habsburgischen Stifter und Stifterinnen zu sehen.

Mehr zu den Glasfenstern

Folgende Habsburger und Habsburgerinnen wurden in Königsfelden beigesetzt und später exhumiert und an andere Orte verlegt:

  • Königin Elisabeth von Görz-Tirol (1262–1313): Sie war die Witwe des ermordeten Königs Albrecht I. und Gründerin des Klosters Königsfelden.
  • Königin Agnes von Ungarn (1281–1364): Agnes war die Tochter des ermordeten Königs Albrecht I. und der Klostergründerin Elisabeth von Görz-Tirol. Sie war Königin von Ungarn und ab 1316 Äbtissin im Kloster Königsfelden. Auch politisch war sie eine wichtige Figur in den habsburgischen Vorlanden.
  • Herzog Leopold I. von Habsburg (1290–1326): Er war einer der Söhne des ermordeten Königs Albrecht I. und der Klostergründerin Elisabeth von Görz-Tirol. Im Jahr 1315 unterlag er mit seinem Heer bei der Schlacht am Morgarten gegen ein schwyzerisches Heer.
  • Herzog Friedrich der Schöne (1289–1330): Er war einer der Söhne des ermordeten Königs Albrecht I. und der Klostergründerin Elisabeth von Görz-Tirol. Er war römisch-deutscher König und ein Rivale Ludwigs des Bayern, der ebenfalls nach der Krone trachtete.
  • Herzog Leopold III. (1351–1386): Er starb in der Schlacht von Sempach (1386) gegen die Eidgenossen. Der Herzog und 26 seiner Ritter wurden in der Klosterkirche begraben.

Neben Mitgliedern der Habsburger-Familie wurden nach der Eroberung des Aargaus 1415 auch einige Berner in der Klosterkirche Königsfelden begraben. Alle Habsburgerinnen und Habsburger wurden im 18. Jahrhundert exhumiert und an andere Orte verlegt.

Im Zuge der Reformation hob Bern 1528 das Kloster Königsfelden auf. Zu der Zeit lebten nur noch etwa sechs Nonnen in Königsfelden. Bereits 1523 wollten viele der dreissig Nonnen aus dem Kloster austreten, um ein gottgefälliges weltliches Leben im reformierten Sinn führen zu können. Ab 1524 wurde ihnen der Austritt durch den Berner Rat gestattet, der ihnen zudem ein Darlehen gewährte. Nachdem sowohl die Mönche als auch die Nonnen das Kloster verlassen hatten, verlor es seine religiöse Funktion endgültig.

Die komplette Kloster- und Nutzungsgeschichte

Seit 2009 gehört die Klosterkirche Königsfelden zu Museum Aargau. In der Kirche finden Ausstellungen und Veranstaltungen statt.

Zu den Ausstellungen

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