Vindonissa Museum

Schätze aus Vindonissa – Werde Archäologe!

Spiel-Tour für Kinder Geeignet für Ab 8 Jahre Preis Im Museumseintritt inbegriffen Dauer 90 Minuten Anmeldung Nicht erforderlich Ab 8 Jahre – Löst Rätsel und entdeckt einen römischen Schatz Rätsel lös

 
Museum Aargau

Die Schweiz in römischer Zeit

Zurück zum Blog 26. November 2025 Categories Römerzeit Römische Geschichten aus Vindonissa Vindonissa (Windisch), Augusta Raurica (Augst), Aventicum (Avenches), Salodurum (Solothurn). Diese und viele

 
Museum Aargau

Das erweitere Sammlungszentrum Egliswil von Museum Aargau

Zurück zum Blog 19. April 2023 Category Schätze aus der Sammlung Museum Aargau hat am 1. April 2023 das erweiterte Sammlungszentrum Egliswil eröffnet. Nach dem aktuellen Ausbau bietet das Sammlungszen

 
Museum Aargau

Test

Lösungswörter Lösungswort 1 * Lösungswort 2 * Lösungswort 3 Persönliche Angaben Vorname * Nachname * E-Mail Adresse * Adresse * PLZ * Ort * Ich möchte den E-Mail-Newsletter abonnieren für: Erwachsene

 
Museum Aargau

Kasperli: Die Kultfigur des Puppentheaters

Zurück zum Blog 13. November 2024 Category Schätze aus der Sammlung Der Kasper, Kasperle oder auch Kasperli begeistert seit Jahrhunderten Jung und Alt. Er ist der Held des Puppentheaters und ein feste

 
Museum Aargau

Winter auf Kufen: Historische Schlitten aus der Sammlung Museum Aargau

Zurück zum Blog 14. Januar 2026 Categories Neuzeit Schätze aus der Sammlung Schlitten waren im 18. und 19. Jahrhundert weit mehr als einfache Fahrzeuge. Kinder nutzten sie zum Spass, Familien für den

 
Schloss Lenzburg

Eine Zeitreise: 50 Jahre Geschichtsvermittlung

Sonderausstellung Saison 2025/2026 Preis Im Eintritt inbegriffen 0 Sonderausstellung zur Pionierrolle in der Schweizer Museumspädagogik Schloss Lenzburg beleuchtet 2025/2026 in einer Sonderausstellung

 
Schloss Lenzburg

Führungen für Gruppen

Schloss Lenzburg bietet für Gruppen buchbare Führungen an. Schwerpunkte sind das Mittelalter und die Frühe Neuzeit. Die Führungen auf Schloss Lenzburg ermöglichen Gruppen spannende Einblicke in 1000 J

 
Schloss Lenzburg

Schloss-Foxtrail Lenzburg

Foxtrail Buchen Sie Ihr Foxtrail-Erlebnis direkt online über www.foxtrail.ch. 150 Jagt den Fuchs, löst knifflige Rätsel und entdeckt das Drachenschloss Der Fuchs braucht eure Hilfe, um Bärtschi zu fin

 
Vindonissa Museum

Schulreise nach Vindonissa: Programm-Vorschläge

Allgemeine Hinweise Vindonissa umfasst den Legionärspfad Vindonissa in Windisch und das Vindonissa Museum in Brugg. Die beiden Museumsstandorte liegen einen kurzen Fussmarsch auseinander und lassen si

Gradian
Aussenaufnahme vom Kloster Königsfelden

Die Klosteranlage

Klosterkirche und Nebengebäude

Klosterkirche und Nebengebäude

Die 700-jährige Klosterkirche ist nicht nur ein beeindruckendes Zeugnis der mittelalterlichen Glaubenswelt, sondern auch ein steinernes Denkmal der Habsburger-Dynastie.

Die Klosterkirche Königsfelden war einst der Mittelpunkt einer grossen und bedeutenden Doppelklosteranlage der Bettelorden der Franziskaner und Klarissen. Sie diente nicht nur als Lebenszentrum der dortigen Mönche und Nonnen, sondern war vor allem als Erinnerungsort für den ermordeten König Albrecht und der habsburgischen Dynastie an sich geplant.

Die Klosterkirche

Vor über 700 Jahren stiftete die habsburgische Königin Elisabeth von Görz und Tirol das Kloster Königsfelden. Sie reagierte so auf die Ermordung ihres Gatten, König Albrecht I. von Habsburg, im Jahr 1308. Für das Seelenheil von König Albrecht und anderer verstorbener Familienmitglieder wurde das Kloster als Erinnerungsort erbaut. Davon zeugen auch das Kenotaph (Scheingrab) mit der darunter liegenden Gruft, die heute allerdings keine Gräber mehr beherbergt. Nach Königin Elisabeth wurden weitere zehn Habsburgerinnen und Habsburger hier bestattet.

Die Kirche ist eine Basilika. Dieser Bautyp besteht aus einem Langhaus, das in drei Teile aufgeteilt ist: das erhöhte Mittelschiff, beleuchtet durch eigene Fenster, sowie zwei kleinere Seitenschiffe. Das Langhaus mündet in den Chor, vor dem eine Schranke steht, der sogenannte Lettner.

Der Chor stellt nicht nur im Hinblick auf die Glasmalerei der Fenster, sondern auch architektonisch den Höhepunkt des Kirchenbaus dar. Der Schlussstein im Zentrum der Decke ist mit Christus und seitlich mit der Inschrift "Rex Albertus" (König Albrecht) verziert. Darunter stand einst der Hauptaltar der Klosterkirche. Der ermordete König ist somit im Allerheiligsten der Kirche präsent.

Rechts, in der Südwand, ist ein Becken, die sogenannte Piscina eingelassen: Sie diente der liturgischen Handwaschung. Daneben sind die Sitze der Priester in den Stein gehauen. Der Boden des Chors ist in einigen Teilen noch der Originalboden aus dem 14. Jahrhundert. Fehlende Teile wurden im gleichen Stil ersetzt.

Holzkanzel, Grabplatte und Türen

Gleich neben dem Kenotaph ist ein sehr seltenes Objekt zu besichtigen. Es handelt sich um eine mobile Holzkanzel, die 2011 analysiert wurde. Sie stammt aus der Gründungszeit des Klosters (1314–1330). Es gibt nur wenige Kanzeln dieses Typs, die bis heute erhalten sind.

Im Langhaus befinden sich zahlreiche Grabplatten. Der grössere Teil stammt aus der Zeit der Berner Herrschaft, wenige von Gräbern des Mittelalters. An der Wand des nördlichen Seitenschiffs links ist eine gemalte Tafel aus dem 17. Jahrhundert zu sehen. Sie zeigt im Zentrum Herzog Leopold III. von Habsburg. Er wird flankiert von 27 Rittern, die alle mit ihm in der Schlacht von Sempach 1386 gefallen waren. Leopold III. war der letzte in der Königsfelder Gruft bestattete Habsburger.

An der gegenüberliegenden Wand findet sich eine weitere Tafel mit den Wappen der Berner Hofmeister, die nach dem Ende der Habsburger Herrschaft das Kloster verwalteten.

Blickt man vom Chor her ins Langhaus, fällt links auf der Höhe der Fenster gleich beim Eingang eine zugemauerte Tür auf. Sie war früher die Verbindung zwischen dem Frauenkloster und der Kirche und führte auf eine heute nicht mehr existierende Nonnenempore. Dort konnten die Nonnen an den Messen in der Kirche teilnehmen.

Die Klosteranlage

Bei der Gründung des Klosters Königsfelden wurde in der Stiftungsurkunde festgehalten, zwei Konvente auf dem Areal anzusiedeln. So entstand die Doppelklosteranlage.

Ursprünglich war die Kirche von beiden Seiten mit je einem Konvent eingefasst: Nördlich lag der Franziskanerkonvent, von dem lediglich das sogenannte Archivgewölbe – der eigentliche Zweck des Raums ist bis heute unbekannt – dem Abbruch 1870 entging. In ihm sind Wandmalereien mit den gefallenen Rittern aus der Schlacht von Sempach 1386 zu sehen. Diese Darstellungen waren die Vorbilder für die im 17. Jahrhundert angefertigte hölzerne Tafel, die sich im Langhaus der Klosterkirche befindet. Die restlichen Gebäudeteile des Franziskanerklosters sind durch in den Boden eingelassene Steinplatten markiert.

Südlich stehen noch Teile des Nonnenkonvents, zum Beispiel der Kreuzgang. Die umliegenden Gebäude geben in ihrer heutigen Ausdehnung nur noch einen ungefähren Eindruck der ehemaligen grossen Klosterbauten an dieser Seite. Auf dem Rückweg zur Kirche führt der Spaziergang durch einen ehemaligen Wirtschaftshof mit verschiedenen Gebäudeteilen. Diese Bauten wurden in bernischer Zeit neu errichtet oder stark umgestaltet, namentlich die Hofmeisterei mit ihrem markanten Treppenturm und dem Renaissance-Portal.

Der ganze Bereich westlich der Kirchenfassade war im Mittelalter von Wirtschaftsbauten des mächtigen Klosters Königsfelden umgeben.

Deckenaufnahme "Schatzgewölbe" im Kloster Königsfelden
Kreuzgang mit der Äbtissin vor dem Kloster Königsfelden im braunen Gewandt
Luftaufnahme Kloster Königsfelden mit Windisch
Schatzgewölbe Kloster Königsfelden
Innenaufnahme vom Kloster Königsfelden