Zurück zum Blog 09. August 2022 Kategorie Gartentipp aus dem Wildegger Schlossgarten Gartenarbeit besteht im Sommer vor allem aus Giessen. Bei Wasserknappheit sollten durstige Pflanzen möglichst effizient mit Feuchtigkeit versorgt werden. Grundsätzlich gilt: Lieber seltener und ausgiebig giessen statt ständig nur oberflächlich. Pflanzen bilden ansonsten mehr Wurzeln an der Oberfläche statt in der Tiefe. Giessen: Die richtige Tageszeit Giessen Sie Ihre Pflanzen am frühen Morgen. Der kühle Boden nimmt Wasser besser auf als am Nachmittag. Für eine Bewässerung im späteren Tagesverlauf verwenden Sie an der Sonne aufgewärmtes Wasser oder Regenwasser. Giessen Sie nur den Wurzelbereich, Pflanzen mögen keine kalte Dusche an der prallen Sonne. Für grössere Flächen ist die Tröpfchenbewässerung mit Schläuchen die effizienteste Methode. Rasen trotz Verfärbung nicht giessen Hitze und Trockenheit hinterlassen vor allem im Rasen braun-gelbe Spuren. Was schlimm aussieht, ist nicht alarmierend: Der Rasen stirbt nur oberflächlich ab, die Wurzeln bleiben gesund. In der nächsten Regenperiode erholt sich der Rasen wieder. Schneiden Sie deshalb im Sommer den Rasen nicht zu kurz, damit dieser Schutzmechanismus erhalten bleibt. Falls Sie den Rasen trotzdem giessen möchten, sollte dies regelmässig geschehen. Ansonsten versucht sich der Rasen immer wieder zu erholen, während er oberflächlich abstirbt. Faustregel: einmal pro Woche rund 20 Liter Wasser pro Quadratmeter. Ein Wassermesser hilft einzuschätzen, wie viel Flüssigkeit tatsächlich noch nötig ist. Sinken die Temperaturen wieder, unterstützt etwas Herbstdünger die Regeneration des Rasens. Offene Flächen: Mit Mulch schützen Gartenbereiche mit wenigen Pflanzen und offene Flächen sollten regelmässig mit einer Gartenhacke aufgelockert werden – getreu dem Motto: "Einmal hacken statt zweimal giessen". Dieses Aufhacken belüftet die Erde und reduziert den Feuchtigkeitsverlust. Zusätzlichen Schutz bietet eine Schicht aus Mulch (z.B. Blätter, Holzschnitzel oder Rasenschnitt). Auch Pflanzen in geschlossenen Gefässen können mit Mulch geschützt werden. Topfpflanzen sind bei heissen Temperaturen besonders gefährdet. Verfärbte Blätter deuten auf ausgetrocknete Wurzeln hin, die auch mit starkem Giessen kein Wasser mehr aufnehmen können. Stellen Sie in diesem Fall das ganze Gefäss unter Wasser, damit sich der Wurzelball kräftig mit Wasser vollsaugen und wieder Feuchtigkeit aufnehmen kann. Von Tanya van der Laan Von Tanya van der Laan Ähnliche Artikel finden Sie hier: Kategorie Gartentipp aus dem Wildegger Schlossgarten Kommentare
Zurück zum Blog 16. September 2022 Kategorie Gartentipp aus dem Wildegger Schlossgarten Im Herbst ist Erntezeit. Zudem stehen Aufräumarbeiten an. Was dabei oft vergessen geht: Auch im Herbst kann noch ausgesät werden, um auch im Winter das eine oder andere Grün zu ernten. Im September und Oktober ist genau die richtige Zeit, um solches zu säen. Zum Beispiel Kresse, Nüsslisalat, Spinat, Hirschhornsalat, Roter Winterlattich oder Schnittmangold. Winterpostelein Ich persönlich finde die eher unbekannte Winterpostelein (Claytonia perfoliata) einen wahren Gaumenschmaus. Sie kann im Herbst und im Winter ausgesät werden. Dieses Wintergemüse braucht zum Keimen eher tiefe Temperaturen und ist frosthart. Zuerst bilden sich kleine Blattrosetten am Boden mit leicht fleischigen Blättern. Später wächst die Pflanze rund 30 Zentimeter in die Höhe und bildet tellerförmige, relativ grosse Blätter. Diese frischen, grünen Blätter schmecken hervorragend als Salat oder auch leicht gedünstet. Winterpostelein ist reich an Vitamin C, Eisen und Magnesium. Die anspruchslose Pflanze gedeiht auch bestens in einem Topf auf dem Balkon. Werden nur die oberen Blätter geschnitten, wächst die Winterpostelein nach – und zwei, drei weitere Ernten sind möglich. Winterpostelein Lauch Haben Sie auch Lauch gepflanzt? Dieser kann den ganzen Winter über geerntet werden, sofern der Boden nicht gefroren ist. Mein Tipp: Lassen Sie den einen oder andern stehen. Es ergeben sich im Folgejahr wunderschöne kugelförmige Blüten, die von Bienen und Hummeln rege besucht werden. Von Lea Walzer Von Lea Walzer Lea Walzer ist Gärtnerin auf Schloss Wildegg. Ähnliche Artikel finden Sie hier: Kategorie Gartentipp aus dem Wildegger Schlossgarten Kommentare
Der Kulturweg Limmat startet beim Neuenhofer Stausee. Der Weg führt über die Klosterhalbinsel Wettingen und die Altstadt von Baden bis auf das Gemeindegebiet von Ennetbaden. Unterwegs sind rund 30 Skulpturen, Plastiken und ortsbezogene Kunstinstallationen ausgestellt – darunter Werke bekannter Schweizer Kulturschaffenden wie Beat Zoderer, Roman Signer und Theodor Huser. Ein Geschenk zum 700. Geburtstag der Schweiz Den Grundstein für den Kulturweg legten 1991 Baden, Wettingen und Neuenhof. Zum 700. Geburtstag der Schweizerischen Eidgenossenschaft organisierten die drei Gemeinden eine Freilichtskulpturen-Ausstellung. In einem Wettbewerb wurden 21 ortsbezogene Werke ausgewählt. Mit der Unterstützung durch den Kanton Aargau, das Aargauer Kuratorium, das Bundesamt für Kultur und zahlreichen privaten Sponsoren legten die beteiligten Gemeinden schliesslich einen Skulpturenweg an. Unterhalten und erweitert wird der Kulturweg Limmat seither von der gleichnamigen Stiftung. An dieser ist nebst der drei Gründer-Gemeinden seit 2020 auch Ennetbaden beteiligt. Weitere Informationen: Stiftung Kulturweg
Zurück zum Blog 01. Juni 2022 Kategorien Römische Geschichten aus Vindonissa Römerzeit Kräuter wurden im alten Rom nicht nur in der Küche eingesetzt, sondern auch zum Heilen verschiedenster Leiden. Die Römerin Cornelia ist "Medica" (Ärztin) im Legionslager Vindonissa und zeigt ihre sechs Lieblingsheilkräuter und deren Wirkungsbereiche. Die Legionäre in Vindonissa kommen nicht nur mit Kampfverletzungen zur Medica Cornelia, sondern auch wegen ganz alltäglicher Beschwerden: Von Zahnschmerzen über Ausschläge bis hin zu Augenentzündungen ist alles dabei. Cornelia orientiert sich in ihrer Heilkunst an der Viersäftelehre. Diese geht davon aus, dass der menschliche Körper vier Säfte enthält, die in einem Gleichgewicht stehen: Blut, Schleim, schwarze Galle und gelbe Galle. Geraten die Säfte aus dem Gleichgewicht, wird der Mensch krank. Gibt es zuviel von einem Saft, versucht sie diesen mit ihren Schröpfköpfen oder mit Diäten und Schwitzkuren zu reduzieren. Aber auch die vielseitig einsetzbaren Heilkräuter können helfen, das Säftegleichgewicht wieder ins Lot zu bringen. Die Medica Cornelia vor ihrer Kräutersammlung. 1. Minze (Lat. Mentha) Minze kann bei Tierbissen und gegen Pickel eingesetzt werden. Sie hilft gegen Kopfschmerzen und Würmer und ist gut für die Verdauung. Manchmal kommen auch junge Frauen aus der Zivilsiedlung oder den Lagertavernen zu Cornelia und bitten sie um ein Verhütungsmittel. Ihnen empfiehlt die Medica jeweils ein Zäpfchen mit Minze vor dem Geschlechtsverkehr einzuführen. Cornelia kocht Pfefferminztee. 2. Spitzwegerich (Lat. Plantago lanceolata) Wie die Minze ist auch der Spitzwegerich sehr vielseitig einsetzbar. Er wirkt blutstillend, fördert die Wundheilung und hilft bei Zahnschmerzen. Auch gegen Augen- und Ohrenleiden wirkt er ganz hervorragend. Cornelia braucht ihn fast täglich, da wegen der rauchigen Luft in den Mannschaftsunterkünften Augenprobleme recht häufig sind. Auch Karies ist ein verbreitetes Problem bei den Bewohnerinnen und Bewohnern Vindonissas; regelmässiges Zähneputzen ist bei ihnen nämlich kein Thema. Cornelia beim Einsammeln von Spitzwegerich in ihrem Kräutergarten. 3. Rose (Lat. Rosa gallica) In Wein gekochte Rosenblätter verschreibt Cornelia bei Augen-, Ohren-, Zahnfleisch- und Afterschmerzen. Die betroffene Stelle pinselt sie oder die erkrankte Person mit einer Feder ein. Cornelia schnuppert an einem Fläschchen Rosenöl. 4. Alraune (Lat. Mandragora officinarum) Die Alraune ist eine besonders mächtige Heilpflanze. Ihre Wurzel kann richtig dosiert als Schmerz- und Schlafmittel eingesetzt werden. Nimmt man aber zu viel davon ein, kann Lebensgefahr bestehen. Cornelia setzt sie auch gerne bei Augenentzündungen und gegen Abzesse ein. Auch bei anderen Hautproblemen hilft die Alraune. Cornelia hält eine Alraunenwurzel in beiden Händen. 5. Salbei (Lat. Salvia) Salbei wirkt harntreibend und beruhigt das Jucken bei Geschlechtskrankheiten. Cornelia hat immer einen Vorrat an getrocknetem Salbei auf der Seite. Gerade heute wurde sie von der Köchin des Offiziers gefragt, ob sie ihr ein Bündel ihres Vorrats zum Kochen vorbeibringen kann. Cornelia hängt ein Salbeibündel in der Küche des Offiziersbaus auf. 6. Fenchel (Lat. Foeniculum vulgare) Das Fenchelkraut hilft bei Übelkeit und bei Nieren- und Blasenleiden. Dazu wird es als Tee aufgebraut. Ausserdem fördert es die Menstruation. Die zerstampften Wurzeln hingegen verwendet die Medica bei Tollwut. Cornelia zerstampft Fenchel im Mörser. Die beschriebenen Wirkungen und Einsatzbereiche stammen aus "De Materia Medica" des griechischen Arztes Dioskurides. Dieses Werk entstand im 1. Jh. n. Chr. – der im Blogbeitrag beschriebene Wissensstand entspricht also nicht dem heutigen. Aus diesem Grund wird von einer privaten Anwendung stark abgeraten, auch wenn einige Heilwirkungen bis heute Gültigkeit bewahren. Von Tabea Edelmann Von Tabea Edelmann Ähnliche Artikel finden Sie hier: Kategorien Römische Geschichten aus Vindonissa Römerzeit Kommentare
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Schloss Wildegg
Barockes Schloss- und Gartenerlebnis
Erleben Sie auf Schloss Wildegg den adligen Lebensstil: Prächtige Gärten und ein Museum mit sprechenden Schlossbewohnerinnen und -bewohnern entführen Sie in den Barock.
EINSCHRÄNKUNGEN WEGEN UNWETTERS
Wegen Unwetterschäden durch Hagel ist das Schloss derzeit nur teilweise zugänglich. Einzelne Räume sind geschlossen. Der Garten kann regulär besucht werden.