Museum Aargau

Kinderleben in der Römerzeit - Vindonissa | Museum Aargau

Zurück zum Blog 25. März 2025 Kategorien Römerzeit Römische Geschichten aus Vindonissa Funde belegen, dass in Vindonissa im 1. Jahrhundert n. Chr. auch Kinder gelebt haben. Doch wie sah deren Alltag aus? Wie wuchsen sie inmitten tausender Legionäre auf? Und womit spielte man im und um das Legionslager? Im Boden von Vindonissa stiessen Archäologen und Archäologinnen auf faszinierende Funde, die Einblicke in das Leben vor 2000 Jahren im einzigen Legionslager in der heutigen Schweiz geben. Darunter sind mehrere Objekte, die einst Kindern gehörten. Eines der spannendsten Stücke ist eine Tonrassel in Form eines Hahns, die heute im Vindonissa Museum ausgestellt ist. Solche Tonfiguren von Tieren waren im Römischen Reich weit verbreitet. Sie waren mit kleinen Steinchen gefüllt und sollten sowohl beruhigend auf Säuglinge wirken als auch vor bösen Geistern schützen. Diese Tonrassel in Form eines Hahns diente wohl zur Beruhigung des Kindes und sollte gleichzeitig vor bösen Geistern schützen. Ausstellungsobjekt im Vindonissa Museum, Brugg AG. © Kantonsarchäologie Aargau Uneheliche Kinder von Legionären in Vindonissa Dass eine Rassel in einem Legionslager gefunden wurde, mag auf den ersten Blick überraschen. Schliesslich war es den Legionären nach geltendem Recht verboten, während ihrer Dienstzeit eine Ehefrau und Kinder zu haben. Es sei denn, sie gehörten zu den höheren Dienstgraden und genossen besondere Privilegien. Dies hielt die Legionäre jedoch nicht davon ab, während ihrer Dienstzeit Beziehungen zu Frauen ohne römisches Bürgerrecht aus der provinzialen Bevölkerung einzugehen. Aus diesen als Konkubinat ( concubinatus ) bezeichneten Beziehungen gingen häufig Kinder hervor, die rechtlich gesehen als unehelich galten. In Vindonissa lebten die unehelichen Kinder nicht im Legionslager selbst, sondern in der umliegenden Zivilsiedlung. Hohe Offiziere lebten mit der Familie Für höhere Offiziere und den Legionskommandanten galten jedoch andere Regeln. Sie durften rechtsgültige Ehen mit römischen Bürgerinnen eingehen. Die ranghöheren Legionsangehörigen lebten daher mit ihren Familien innerhalb des Legionslagers. Funde aus Vindonissa belegen dies eindrucksvoll: etwa zwei Gräber mit den Überresten von drei Neugeborenen, die 2003 im Haus eines centurio entdeckt wurden. Kindheit im Imperium Romanum Ein Neugeborenes erhielt erst einige Tage nach der Geburt einen Namen. Dies lag vermutlich daran, dass die Kindersterblichkeit hoch war und man zunächst abwarten wollte, ob das Kind überlebensfähig war. Zum Schutz vor Unheil trugen Kinder Amulett-Halsbänder. Diese Grabbeigaben aus dem Grab eines Mädchens stammen aus dem 4. bis 7. Jhd. n. Chr. und stehen sinnbildlich für die hohe Kindersterblichkeit. Immer wieder wurden bei Ausgrabungen Gräber von Kindern gefunden. Ausstellungsobjekte im Vindonissa Museum, Brugg AG. © Kantonsarchäologie Aargau Im Römischen Reich wurden Kinder in der Regel bis zum sechsten oder siebten Lebensjahr von ihrer Mutter, einer Amme oder einer Sklavin aufgezogen. Römische Elementarschule Ab dem siebten und etwa bis zum zwölften Lebensjahr besuchten die Kinder vermögender Eltern eine Art Elementarschule. Dort lernten sie Rechnen, Lesen und Schreiben. Es war nur eine rudimentäre Ausbildung, in der das Nötigste für den Alltag gelernt wurde, um Rechnungen, Belege und kurze Briefe schreiben zu können. Die grosse Mehrheit der Kinder kam nie über die Elementarschule hinaus und viele konnten auch gar nicht lesen und schreiben. Nur den gut situierten Jungen stand im Alter von 13 oder 14 Jahren ein Studium griechischer und lateinischer Literatur offen, wo sie je nachdem auch in die Kunst der Rhetorik eingeführt wurden. Mädchen hingegen wurden meist früh verheiratet und besuchten – wenn überhaupt – nur die Elementarschule. Die Schulbildung damals lässt sich keinesfalls mit heute vergleichen. Eine Schulpflicht existierte nicht. Es gab auch keine staatlichen Schulen oder Schulstoff, der Staat kümmerte sich nicht ums Schulwesen. Eine Schule gründen durfte jeder zum Lehren befähigte Mann. Wie die Schulbildung in Vindonissa konkret organisiert war, ist nicht bekannt. Man kann jedoch davon ausgehen, dass sie ähnlich wie an anderen Orten im Imperium Romanum ablief. Somit dürften die centuriones , die mit ihren Familien im Legionslager lebten, grossen Wert auf eine gute Ausbildung ihrer Söhne gelegt haben. Spiele und Spielzeug zur Römerzeit Dank Ausgrabungen ist es möglich, ein ungefähres Bild der Spielzeuge zu erhalten, mit denen die Kinder in Vindonissa spielten. Beispielsweise fanden Archäologinnen und Archäologen im Boden drei gedrechselte Holzkreisel. Solche waren im römischen Reich ein überaus beliebtes Spielzeug. Kreisel aus Holz waren ein beliebtes Spielzeug bei Kindern und dienten wohl auch den Legionären zum Zeitvertreib. Ausstellungsobjekte im Vindonissa Museum, Brugg AG. © Kantonsarchäologie Aargau Bälle Ebenfalls sehr verbreitet waren Bälle, nicht nur bei Kindern, sondern auch bei Erwachsenen. Bälle waren meist aus Tuch oder Leder genäht und mit Haaren, Federn, Filz oder Ähnlichem befüllt. Anstelle von Bällen spielten Kinder auch gerne mit Reifen aus Holz, die sie durch die Strassen und über freie Plätze trieben. Würfel- und Brettspiele Ein weiteres beliebtes Spielzeug in der Römerzeit waren Würfel- und Brettspiele. Archäologinnen und Archäologen fanden in Vindonissa zahlreiche Spielsteine und Würfel. Schwarze und weisse Glassteine aus dem Vindonissa Museum, Brugg AG. © Kantonsarchäologie Aargau Schwarze und weisse Glassteine wie die abgebildeten aus Vindonissa waren am häufigsten, aber es gab auch farbige. Bei verschiedenen Brettspielen spielte die eine Person mit den hellen, die andere mit dunklen Steinen. Knöchelchen aus Sprunggelenken von Ziegen, Schafen und Rindern, astragali genannt, wurden von Kindern für Geschicklichkeitsspiele verwendet. Die Seiten der astragali hatten nämlich wie bei einem "normalen" Würfel unterschiedliche Werte. Von ihnen gab es Nachbildungen aus Bronze, Ton, Gold und anderen Materialien. Mit Würfeln spielten nicht nur die Kinder gerne, sondern auch die Erwachsenen. Sie dienten ihnen als Würfel für Glückspiele. Ausstellungsobjekte im Vindonissa Museum, Brugg AG. © Kantonsarchäologie Aargau Nüsse wurden ebenfalls häufig zum Spielen verwendet, wie antike Literatur und Funde verdeutlichen. Genauso gut könnten auch – wie bei heutigen Kindern - Äste, Steine, Erde, zerbrochene Gefässe etc. als Spielzeug gedient haben. Als Kind in Vindonissa Wie genau der Alltag und die Schulbildung der Kinder im und ums Legionslager Vindonissa wirklich aussah, kann heute natürlich nicht mehr gesagt werden. Trotzdem ermöglichen Funde teilweise nachzuvollziehen, wie ein Kind aus Vindonissa aufgewachsen ist, womit es gespielt hat und wie es ausgebildet worden ist. Es sind Spuren der Vergangenheit, die uns einen kleinen Einblick in den Alltag eines Kindes im römischen Vindonissa geben. Literaturverzeichnis Bargetzi, Dagmar: Der römische Alltag. In: Jenny, Mirjam T.; Schaffner, Brigitte (Hrsg.): Frauen in Augusta Raurica. Dem römischen Alltag auf der Spur. (Augster Museumshefte Nr. 28, 2001). S. 41-51. Fellmann Brogli, Regine: Spielen in Vindonissa. Spielsteine und Würfel im militärischen Kontext. In: Pace, Alessandro; Penn, Tim; Schädler, Ulrich (Hrsg.): Games in the Ancient World. Places, Spaces, Accessoires. (Monographies Instrument, Bnd. 79). 2024. S. 279-294. Harlow, Mary: Toys, Dolls, and the Material Culture of Childhood. In: Grubbs, Judith Evans; Parkin, Tim (Hrsg.): The Oxford Handbook of Childhood and Education in the Classical World. 2013. S. 322-340. Junkelmann, Marcus: Die Legionen des Augustus. Mainz am Rhein, 2003. Krefeld, Heinrich (Hrsg.): Erziehung und Unterricht. In: ders. (Hrsg.): Res Romanae. Neue Ausgabe. 1. Auflage 2000. S. 138-149. Müller, Katharina: Römische Patchworkfamilien. In: Kinderheim Brugg (Hrsg.): 150 Jahre Kinderheim Brugg. 2016. S. 95-98. Speidel, Michael Alexander: Die Römischen Schreibtafeln von Vindonissa. Lateinische Texte des militärischen Alltags und ihre geschichtliche Bedeutung. Veröffentlichungen der Gesellschaft Pro Vindonissa. Bnd. XII. 1996. Stoll, Oliver: Legionäre, Frauen, Militärfamilien. Untersuchungen zur Bevölkerungsstruktur und Bevölkerungsentwicklung in den Grenzprovinzen des Imperium Romanum. JbRGZM 53, 2006. S.262-286. Weitere Blogbeiträge 07. Juni 2023 Frauen im Legionslager? Wer das Wort "Legionslager" hört, denkt als erstes unweigerlich an eine von Männern geprägte Domäne. Aber auch Frauen haben ihre Spuren in… 05. Mai 2023 Römische Kleidung – Kleidervorschriften und gesellschaftlicher Status Kleidung war auch im Römischen Reich ein wichtiges Mittel der Selbstdarstellung und Inszenierung. Doch was genau trugen die Bewohnerinnen… 05. März 2021 Neue Funde aus Vindonissa: 7 Schätze im Schaufenster Die Kantonsarchäologie zeigt in der Vitrine AKTUELL im Vindonissa Museum Kostbarkeiten aus Grabungen im antiken Vindonissa. Jeder Fund… Von Simona Schraner Von Simona Schraner Simona Schraner ist Praktikantin Museumsarbeit in Vindonissa. Ähnliche Artikel finden Sie hier: Kategorien Römerzeit Römische Geschichten aus Vindonissa Kommentare

 
Museum Aargau

Der Lastkahn aus dem Wassergraben von Schloss Hallwyl

Zurück zum Blog 21. August 2020 Kategorie Schätze aus der Sammlung Der Weidling, ein Lastkahn aus dem 16. Jahrhundert, ist vor langer Zeit im Wassergraben von Schloss Hallwyl gesunken. Heute ist das Schiff in einem Nebengebäude des Schlosses ausgestellt. Der Lastkahn aus dem 16. Jahrhundert ist in einem eigens errichteten Bau neben dem Schloss Hallwyl museal aufgebahrt, wobei die rückwärtigen Fensterfronten – verbunden mit malerischer Akustik – den Spiegel auf sein vormaliges Habitat eröffnen. Die aus Fichtenholz gearbeiteten Planken bilden den flachen Körper des Weidlings, welcher mit seinen leicht aufgebogenen Bug- und Heckzonen an ein anmutiges Lächeln erinnert. Die rippengleiche Binnenstruktur des havarierten Kahns formen alternierend plane und gekrümmte Spanten. Im Burggraben versunken Bevor das Schiff aus ungeklärten Gründen im Burggraben des Vorderen Hauses, westlich des südlichen Wehrs, in die Tiefe entschwunden ist, war es ein wichtiges Element der Logistik für das im Wasserschloss beheimatete Adelsgeschlecht von Hallwyl. Ob für Personen- oder für Frachttransporte, mit diesem Weidling war es möglich, bis zu 4,5 Tonnen auf dem Hallwilersee zu verladen und zu löschen, was beispielsweise einer Tonnage von ungefähr 15 Fässern Wein entsprach. Solch grosse Frachtvolumen liessen sich mittels der Binnenschifffahrt weitaus effizienter und kostengünstiger bewältigen, als dies auf dem Landweg möglich gewesen wäre. Eine "schwedische Entdeckung" Nach welchem Ereignis das Versorgungsschiff auf den kalten Grund des Burggrabens gesunken ist, und und wie lange es in seiner einsamen, von nassem Schlamm umgebenen Stätte ausharrte, lässt sich nicht bestimmen. Allerdings konservierte die untergangsbedingte Umgebung in einzigartiger Weise den einstigen Lastkahn schlafesgleich, bereit für seine "schwedische Wiederentdeckung" im Jahr 1911. Die Entdeckung des Weidlings war in einem doppelten Sinne schwedisch: Die Gattin des Grafen Walther von Hallwyl (1839-1921), dessen Grafentitel möglicherweise eher einer traditionskonstruierenden Kreativität zuzuschreiben ist – war Anna Fridrica Wilhelmina Kempe (1844-1930), Alleinerbin eines schwerreichen schwedischen Holzhandelsimperiums. Gräfin Wilhelmina von Hallwyl interessierte sich ausserordentlich für den im Jahr 1874 vom verarmten Schwager erworbenen Stammsitz ihres Gemahls. Sie war bestrebt, das Wasserschloss von seinen historistischen märchengleichen Umbauten zu befreien, um es im Zusammenhang mit zukunftsweisender archäologischer Forschung und fundierter wissenschaftlicher Dokumentation in seinen ursprünglicheren Zustand zu restituieren. Umfangreiche Sammlung Die unbändige Neugier und der kaum stillbare Wissensdrang von Wilhelmina führten schliesslich zu einer umfangreichen und einzigartigen Sammlung, inklusive die mehrere Laufmeter umfassende Katalogs-Publikation. Die doppelte Beteiligung Schwedens an der Entdeckung wird durch die Nationalität des Grabungsleiters vervollständigt: Mit der Leitung der archäologischen Grabung auf Schloss Hallwyl von 1910 bis 1916 betraute die Gräfin ihren Landsmann Nils Lithberg (1881-1934), welcher im Jahr 1911 begann, die Burggräben zu entschlammen. Während ebendiesen feucht-schlammigen Arbeiten wurde das Wrack des Lastkahns entdeckt, welches sogleich vom Landesmuseum konserviert wurde. Von Rudolf Velhagen Von Rudolf Velhagen Rudolf Velhagen stellt hier regelmässig Trouvaillen, Raritäten und überraschende Schätze aus der Sammlung von Museum Aargau vor. Diese umfasst rund 50'000 Objekte. Ein grosser Teil davon lagert im Sammlungszentrum Egliswil. Ähnliche Artikel finden Sie hier: Kategorie Schätze aus der Sammlung Kommentare

 
Schloss Wildegg

Museumswald: Wem gehört der Wald

Bis zum Ende des 18. Jahrhunderte gehörten die meisten Wälder Adligen, Städten, Kirchen und Klöstern. Gesetze hinderten die Bevölkerung immer stärker daran, den Wald frei zu nutzen. Die Besitzenden beanspruchten Holz, Wild und Weiden für sich. Im ganzen Aargau gab es auch Wälder, die als Allmenden bezeichnet wurden: Gebiete, die gemeinschaftlich von den jeweiligen Gemeinden bewirtschaftet wurden. Wer darf den Wald wie nutzen? Je mehr die Bevölkerung wuchs, desto schlechter ging es dem Wald. Holz war bis ins 19. Jahrhundert der wichtigste Energieträger. Die Geschichte der Wälder ist auch eine Geschichte von Streit unter Menschen, wer den Wald wie nutzen darf. Auch Kaspar Effinger, Herr von Wildegg, stritt 1489 mit den Untertanen um den Wald. Die Urkunde darüber, wie sich die Konfliktparteien geeinigt hatten, befindet sich bis heute im Archiv im Schloss Wildegg. Kurz nachdem Kaspar Effinger die Burg 1483 gekauft hatte, geriet er in Streit mit den Bauern in Möriken, Wildegg und Holderbank. Die Auseinandersetzung zog sich über mehrere Jahre hin. Unter Kaspars Vorgängern hatten sich Gewohnheitsrechte entwickelt, auf die sich die Bevölkerung berief. Doch Kaspar Effinger pochte auf seine im Kaufvertrag festgesetzten Rechte. Die Möriker Bauern hatten nach Ansicht des Schlossherrn selbstherrlich einen Förster eingesetzt, verkauften unrechtmässig Bau- und Brennholz und mästeten Schweine im Wald. Der Konflikt eskalierte, als die Möriker den Schlossknecht aus dem Chestenbergwald jagten. Durch die Vermittlung Berns, durch die Landvogtei, konnten die beiden Konfliktparteien an den Verhandlungstisch geholt werden. Das Verhältnis zwischen Herrschaftsherr Effinger und Möriken konnte sich wieder normalisieren. Dorfgemeinschaft transportiert Laub, Äste und anderes Gut aus dem Wald, ins Dorf. Betlis, frühes 20. Jahrhundert. (Heinrich Brockmann-Jerosch, Schweizer Volksleben. Band I: Die Sitten und Bräuche im Jahreslauf (Erlenbach-Zürich: Eugen Rentsch Verlag, 1929), Abb. 43) Der Druck auf den Wald stieg mit der Industrialisierung im 19. Jahrhundert. Der junge Schweizer Bundesstaat erliess mehrere Gesetze, um den Wald zu schützen: Waldbesitzer mussten fortan den Wald nachhaltig nutzen und durften nur so viel Holz ernten, wie nachwachsen konnte. Ab 1903 wurde das schweizweit geltende "Walderhaltungsgebot" gesetzlich verankert. Fast zwei Drittel des Waldes gehören heute Gemeinden, Kantonen und dem Bund. Seit dem 20. Jahrhundert wächst der Wald in der Schweiz wieder. Doch auch heute drohen Gefahren: Hitze, Trockenheit aber auch aussergewöhnliche Unwetter bedrohen die Gesundheit des Waldes.

 
Schloss Wildegg

Museumswald

Zur Schlossdomäne Wildegg gehören 3,4 Hektar Wald, das Junkholz. Museum Aargau nutzt ein Teilstück als Museumswald und vermittelt hier die Geschichte der Waldnutzung Der Wald versorgte die Bewohnerinnen und Bewohner von Schloss Wildegg mit Holz zum Heizen und Bauen, mit Futter und Einstreu fürs Vieh sowie mit Jagdwild, Waldfrüchten und Pilzen für die Küche. Die Familie von Effinger bewirtschaftete ihr Land umsichtig. Davon zeugen Handbücher zur Landwirtschaft aus dem 17. bis 19. Jahrhundert, die heute noch in der Schlossbibliothek stehen. Diese Waldnutzung zeigt Museum Aargau im Museumswald, einem Teilstück oberhalb des Spielplatzes bei Schloss Wildegg. Der Museumswald soll sich in den nächsten Jahrzehnten zu einem lichten Wald entwickeln, wie es in früheren Jahrhunderten im Schweizer Mittelland viele gab. Dafür fällte der Forstbetrieb zwischen 2024 und 2025 einen Viertel der Bäume. Indem zwischen den Bäumen Licht auf den Boden gelangt, entsteht Lebensraum für selten gewordene Tiere und Pflanzen. Ziegen helfen den Wald auszulichten: Zwei Mal im Jahr beweiden sie den Wald einige Wochen lang. Für den Weidebetrieb ist creaNatira zuständig. Kooperationsprojekt Der Museumswald ist eine Kooperation von: Museum Aargau Stiftung Schloss Wildegg Abt. Wald Departement BKS Forstbetrieb Birretholz Jagdgesellschaft Chestenberg Gemeinde Möriken-Wildegg HINTERGRUND: WALDNUTZUNG IM AARGAU Hintergrund Der Wald als Speisekammer Hintergrund Wem gehört der Wald? Hintergrund Köhlerei im Wald Hintergrund Holznutzung im Wandel der Zeit Hintergrund Wer im Aargau jagen durfte Hintergrund Waldweide: Tierhaltung im Wald MUSEUMSWALD: BUCHBARE ANGEBOTE Für Schulen: Führung "Ab in den Wald!" 3. bis 9. Klasse – Bedeutung und Nutzungs des Waldes über die Jahrhunderte Für Schulen: Workshop "Mensch, Schloss und Wald" 3. bis 9. Klasse – Spurensuche durch die Geschichte der Waldnutzung Für Gruppen: Führung "Wald und Schloss" Eine Reise durch die Geschichte der Nutzung des Wildegger Waldes Newsletter abonnieren Jeden Monat Aktuelles und Verlosungen Jetzt anmelden

 
Schloss Lenzburg

Schulreise auf Schloss Lenzburg: Programm-Vorschläge

Programm-Vorschlag 1 Geeignet für: Kindergarten und Unterstufe Anreise Schloss Lenzburg ist bequem mit dem öffentlichen Verkehr erreichbar. Es verkehren mehrere Buslinien zum Schlosshügel. Vom Bahnhof Lenzburg ist das Schloss zu Fuss in 20 bis 30 Minuten erreichbar. Anreise 9.45 Uhr: Znünipause bei der "Burg Waldegg" Der Kinder-Spielplatz "Burg Waldegg" unterhalb des Schlosses ist der perfekte Ort für die Znünipause. Spielplatz “Burg Waldegg” Spielplatz "Burg Waldegg". 10.30 Uhr: Führung im Schloss Schloss Lenzburg bietet für jüngere Kinder mehrere Führungen (1 bis 1,5 Stunden) im Schloss an. Themen sind das Mittelalter, die frühe Neuzeit sowie Märchen und Fabelwesen. Führungen für Schulen Führung "Alltag im Mittelalter". 12.00 Uhr: Mittagspause Ein gemeinsames Picknick ist im Schlosshof, ausserhalb der Schlossanlage sowie bei schlechtem Wetter in Innenräumen möglich. Picknick und Feuerstellen Nachmittag Das Kindermuseum im Dachstock von Schloss Lenzburg lädt zum Spielen, Basteln und Verkleiden ein. Unvergesslich: ein Besuch in der Höhle von Schlossdrache Fauchi. Kindermuseum Schlossdrache Fauchi Spiel und Spass im Kindermuseum. Programm-Vorschlag 2 Geeignet für: Mittel- und Oberstufe Anreise Ankunft auf Schloss Lenzburg mit dem öffentlichen Verkehr oder zu Fuss vom Bahnhof Lenzburg (20 bis 30 Minuten). Anreise 10.15 Uhr: Workshop oder Führung im Schloss Schloss Lenzburg bietet für die Mittel- und Oberstufe mehrere Workshops (2,5 Stunden) und Führungen (1 bis 1,5 Stunden) an. In den Workshops klirren Schwerter, Schülerinnen und Schüler schlüpfen in die Rolle von Richter und Henker – und es wird gekocht wie im Mittelalter. Workshops und Führungen für Schulen Workshop "Am Feuer". Mittagspause Picknick ist im Schlosshof sowie bei schlechtem Wetter in Innenräumen möglich. Rund um Schloss Lenzburg gibt es zudem mehrere Brätelstellen. Picknick und Feuerstellen Rückreise mit Wanderung Schloss Lenzburg lässt sich gut mit einer Wanderung kombinieren, zum Beispiel zum Fünfweiher oder Esterliturm. Wanderung zu Fünfweiher und Esterliturm Wandervorschläge Aargau Tourismus

 
Schloss Habsburg

Newsletter abonnieren

Die von Ihnen angegebenen Daten werden ausschliesslich zum Personalisieren unseres Newsletters verwendet und nicht an Dritte weiter gegeben. Zu statistischen Zwecken führen wir anonymisiertes Link-Tracking durch.

 
Schloss Wildegg

Newsletter abonnieren

Die von Ihnen angegebenen Daten werden ausschliesslich zum Personalisieren unseres Newsletters verwendet und nicht an Dritte weiter gegeben. Zu statistischen Zwecken führen wir anonymisiertes Link-Tracking durch.

 
Schloss Hallwyl

Newsletter abonnieren

Die von Ihnen angegebenen Daten werden ausschliesslich zum Personalisieren unseres Newsletters verwendet und nicht an Dritte weiter gegeben. Zu statistischen Zwecken führen wir anonymisiertes Link-Tracking durch.

 
Schloss Lenzburg

Newsletter abonnieren

Die von Ihnen angegebenen Daten werden ausschliesslich zum Personalisieren unseres Newsletters verwendet und nicht an Dritte weiter gegeben. Zu statistischen Zwecken führen wir anonymisiertes Link-Tracking durch.

 
Museum Aargau

Richtig kompostieren: Tricks und Tipps | Gartentipps

Zurück zum Blog 19. März 2025 Kategorie Gartentipp aus dem Wildegger Schlossgarten Kompost ist eine hervorragende Alternative zu Kunstdünger. Durch die langsame Zersetzung gibt es weniger Nitrat-Überschuss. Kompost ist jedoch gleichzeitig ein lebendiger Organismus mit Bedürfnissen. Mit diesen Tipps gelingt die Kompostierung. ©Pixabay/benkerckx Feuchtigkeit: Der richtige Standort ist zentral Kompost mag es feucht, aber nicht zu nass. Ideal ist ein leicht geschützter Standort unter einem Baum oder Strauch, am besten im Halbschatten. Luft: Sauerstoff fördert die Zersetzung Für gesunden Kompost ist eine gute Belüftung zentral. Zu dicht gepacktes Material führt zu Fäulnis. Daher sollte der Kompost mit gröberem Gartenmaterial wie Ästen oder Stängeln durchmischt werden. So gelangt genügend Luft in die Masse. Wärme: Mehr Masse, schnellere Zersetzung Damit der Verrottungsprozess richtig in Gang kommt, braucht der Kompost eine gewisse Masse. Je mehr Material, desto besser hält sich die Wärme, welche die Zersetzung beschleunigt. ©pixabay/couleur Nahrung: Ausgewogen, aber mit Vorsicht Die vielen Organismen im Kompost ernähren sich von organischem Material. Je vielseitiger dieser Menüplan, desto aktiver die Organismen, welche das Material zersetzen. Folgende Dinge eignen sich jedoch nicht für den Komposthaufen: Holzasche: Wegen eines abweichenden pH-Wertes sollte Asche nicht kompostiert werden Zitrusschalen: Konventionell angebaute Zitrusfrüchte belasten wegen Pflanzenschutz-Rückständen den Kompost. Früchte in Bio-Qualität können problemlos kompostiert werden. Essensreste: Sie ziehen unerwünschte Tiere an und können unangenehme Gerüche verursachen. Haustierkot: Die Ausscheidungen können Krankheitserreger enthalten und über den Dünger in den Körper gelangen. Weitere Gartentipps 30. April 2024 Kompost, nein danke! Kompost gilt als "schwarzes Gold" im Garten. In einigen Fällen jedoch ist Kompost das falsche Mittel. Der Gartentipp aus dem Wildegger… 23. Juli 2021 Insekten und andere Krabbeltiere: die kleinen Nützlinge im Garten Käfer, Spinnen und Insekten im Allgemeinen werden oft mit gemischten Gefühlen betrachtet. Jedoch sind viele von ihnen als Nützlinge… 15. Mai 2023 Gemüsegarten auf dem Balkon Wer gerne sein eigenes Gemüse zieht, braucht dafür nicht zwingend einen Garten. Dies funktioniert auch sehr gut auf dem Balkon oder der… Von Tanya van der Laan Von Tanya van der Laan Ähnliche Artikel finden Sie hier: Kategorie Gartentipp aus dem Wildegger Schlossgarten Kommentare

Gradian
Luftaufnahme Klosterhalbinsel Wettingen im Gegenlicht mit dramatischen Wolken über dem Kloster.

Klosterhalbinsel Wettingen

Glaube, Macht,
Wissen

Die Klosterhalbinsel Wettingen ist ein Kulturgut von internationalem Rang. Am Kraftort an der Limmat verschmelzen Kultur, Bildung, Geschichte und Gastfreundschaft zu einem Erlebnis!

HINWEIS: BESUCH AM 5. SEPTEMBER 2026

Am Samstag, 5. September 2026 findet auf der Klosterhalbinsel Wettingen eine grössere Veranstaltung der Kantonsschule statt. Das Museum inkl. Klosterkirche kann regulär besucht werden, es ist jedoch mit Einschränkungen zu rechnen.

PLANEN SIE IHREN BESUCH

 
Blick in den Ausstellungsraum "Parlatorium" auf der Klosterhalbinsel Wettingen. Im Vordergrund ein Schild mit dem Text "Archiv der Fragen", im Hintergrund sitzen Schülerinnen und Schüler diskutierend beeinander.

Sechs
Highlights

Das dürfen Sie nicht verpassen  

 
Eine Gästegruppe mit einer Museumsführerin steht vor der Kirche der Klosterhalbinsel Wettingen.

Veranstaltungen
und Führungen

Veranstaltungskalender Museum Aargau  

 
Ausstellung in der Mönchskirche Kloster Wettingen: Verschiedene Objekte in einer Vitrine, u.a. ein grosses Altarkreuz

Ausstellungen
und Rundgänge

Museum der Klosterhalbinsel  

 
Aussenaufnahme Gästezentrum Klosterhalbinsel Wettingen mit Informationsbildschrim links

Öffnungszeiten und
Eintrittspreise

Geöffnet von April bis Oktober  

 
Luftaufnahme Kloster Wettingen mit Klosterpark im Vordergrund

Anreise: So
finden Sie uns

Anfahrt mit Auto und öV  

Angebot wählen
  • Veranstaltung
  • Öffentliche Führung
  • Ausstellung
  • Selbständiger Rundgang
  • Garten
Geeignet für
  • Familien
  • Schulen
  • Gruppen
  • Einzelbesucher

Schulen, Familien und Gruppen

 
Eine Schulklasse beim Schreiben mit Tinte und Federkiel.

Für
Schulen

Buchbare Führungen und Workshops  

 
Zwei Mädchen und ein Bub stehen gemeinsam vor dem Kloster Wettingen und blicken direkt in die Kamera. Sie halten eine Landkarte, Broschüre sowie eine Pyramide in den Händen.

Für
Familien

Rätseltour durch die Klosterhalbinsel  

 
Eine Frau und ein Mann schreiten in Freizeitbekleidung durch den Garten der Klosterhalbinsel Wettingen (Foxtrail).

Für
Gruppen

Buchbare Führungen und Workshops  

Die Klosterhalbinsel in 54 Sekunden

DIE KLOSTERHALBINSEL WETTINGEN

 
Luftaufnahme Klosterhalbinsel Wettingen mit dramatischen Wolken über dem Kloster

Klosterhalbinsel
und Geschichte

800 Jahre Klostergeschichte  

 
Luftaufnahme Konventgarten und Abtgarten auf der Klosterhalbinsel Wettingen mit Limmat

Klosterpark
und Gärten

Entdecken Sie historische Gartenanlagen  

FEIERN UND GENIESSEN

 
Weiss gedeckte Stehtische mit Häppchen: Apéro auf der Klosterhalbinsel Wettingen

Essen und
Trinken

Restaurants auf der Klosterhalbinsel  

 
Lindenterrasse Schloss Wildegg: Ein schön gedeckter Tisch mit Apéro

Räume
mieten

Feiern und tagen  

SAMMLUNG

 
Ein gelber Heizlüfter, Objekt im Sammlungszentrum Egliswil

Sammlung

Schatzkammer der Aargauer Geschichte  

 
Grosses Handy in der Hand eines Benutzers, auf dem Bildschirm ist die "Sammlung online" von Museum Aargau dargestellt.

Sammlung online

Objekte digital entdecken