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Das Einhorn von heute – ein Wesen mit vielen Bedeutungen

Zurück zum Blog 26. September 2023 Kategorien Märchen & Mythen 20./21. Jh. Das Einhorn trug im Laufe der Geschichte viele Bedeutungen. In der heutigen Popkultur ist es ein Symbol für Unterschiedliches, darunter Weiblichkeit, Kindheit und Selbstermächtigung. Heutzutage kaum vorstellbar, aber bis in die Frühe Neuzeit glaubten die Menschen, dass es Einhörner wirklich gibt. Heute ist die Mehrheit sich einig: Das Einhorn ist ein Fabelwesen. Mit den Worten des Dichters Rainer Maria Rilke ausgedrückt: “O dieses ist das Tier, das es nicht giebt.” Als echtes Tier gibt es das Einhorn nicht. Doch es bevölkert unsere Fantasie, die Popkultur und die Ladenregale. Hierbei hat es vielfältige Bedeutungen, denen wir im Blog auf den Grund gehen. Symbol für Weiblichkeit Früher brachten die Leute das Einhorn eher mit Männlichkeit in Zusammenhang, heute öfters mit Weiblichkeit. Auf gegenwärtigen Bildern hat es meist feminine Züge – etwa lange Wimpern. Farblich kommt es oft mit rosa oder violetten Elementen, z. B. mit rosa Mähne, daher. Diese Farben gelten als (stereo-)typisch für Frauen und Mädchen. In der Modeindustrie ist das Einhorn äusserst präsent. Es ziert etliche Kleidungsstücke für Mädchen. Stereotyp feminine Darstellung eines Einhorns: Es hat lange Wimpern und Haare unter anderem mit rosa Farbton, Fotografie: User fpsmattyb, Einhorn mit Mond (Pixabay). Kindlichkeit und Kindheit Neben Weiblichkeit assoziieren wir das Einhorn auch mit Kindlichkeit und Kindheit. Auf Bildern ist es oft bunt, niedlich und glitzernd dargestellt. Es ist umgeben von Regenbogen. In Kinderzimmern tummeln sich Einhorn-Plüschtiere und -figuren zu Hauf. Einhorn-Spielzeugfiguren, Fotografie: Ausstellung "Einhorn – Eine fabelhafte Geschichte" auf Schloss Lenzburg, © Museum Aargau. Zeichen für Ermächtigung Das Einhorn ist auch ein Symbol für Ermächtigung. Für die LGBT+-Community gilt es, zusammen mit der Regenbogenflagge, als Zeichen für sexuelle Vielfalt. In den sozialen Medien nutzt es auch die Body-Positivity-Bewegung, die eine positive Einstellung gegenüber allen Körpern verbreitet. Jeder Körper ist für sie so einzigartig und gut wie das Einhorn. So verleiht etwa ein Meme mithilfe des fabelhaften Wesens weiblichen Achselhaaren ein positives Image. Das Einhorn als Symbol hilft also, gegenwärtige Normen aufzubrechen. Es steht für Diversität und Einzigartigkeit. Fotogragie: User Silar, Equality March 2018 in Katowice (Wikimedia Commons). Realitätsflucht und -umdeutung Manchen hilft das Einhorn dabei, dem ab und an tristen Alltag zu entkommen. Sie tauchen in eine heile, unbekümmerte und kindliche Welt ein. Das fabelhafte Wesen verspricht nämlich Fröhlichkeit und ein positives Lebensgefühl. So entfliehen etwa Erwachsene in Einhorn-Verkleidung an der Fasnacht dem Alltag. Es hilft auch, die Realität umzudeuten. So findet die oft negativ gedeutete Menstruation in Form von Stoffbinden mit fröhlichen Einhörnern einen positiven Neuanstrich. Fotografie: Maxim Shesterikov, Einhorn-Verkleidung, Luzerner Fastnacht 2012 (Wikimedia Commons, zugeschnitten). Witz und Satire Das fabelhafte Wesen hat auch eine lustige Seite. Beim sogenannten "Unicorning" lässt sich eine Person mit Einhorn-Maske an einem öffentlichen Ort fotografieren. Dabei entstehen komisch-absurde Szenen. Ein Foto zeigt etwa eine Golferin mit Einhorn-Maske beim Abschlag. Die kurzen Animationsfilme von Jason Steele Charlie the Unicorn von 2005 parodieren Einhörner und deren Bedeutungen. So sind sie nicht wie üblich in anderen Filmen lieb und nett, sondern hinterhältig, nervig und genervt. Im Netz kursieren zudem etliche humorvolle Bilder wie beispielsweise dieses: Ein Hund wird mittels eines Haarreifes in ein Einhorn verwandelt, Fotografie: Userin ana_olly, Einhorn-Hund (Pixabay). Einhorn – offen für viele Interpretationen Das Einhorn bietet sich für verschiedene Interpretationen an. Das fantastische Wesen ist mal weiblich, mal kindlich besetzt. Es sorgt für Lacher oder das Abtauchen in eine heile Welt. Es steht für Vielfalt und Einzigartigkeit. Welche Bedeutungen hat das Einhorn für Sie? Literatur: Kaiser, Raphaela: Das popkulturelle Einhorn. Eine Diskursanalyse von Einhornbildern in sozialen Medien. (Masterarbeit). Klagenfurt 2019. 21. Mai 2023 Das Einhorn als christliches Symboltier im Mittelalter Bis heute steht die Taube symbolisch für den heiligen Geist und das Lamm für Christus. Im Mittelalter gehörte aber auch das Einhorn zu den… 20. Februar 2024 Quiz zur römischen Mythologie Testen Sie Ihr Mythologie-Wissen in diesem Quiz! 16. September 2020 Unsittlich? Das Fahrrad als Symbol für die Emanzipation der Frau Woher kommt die Unterscheidung zwischen Frauen- und Männerräder und wieso war das frühe Fahrrad äusserst politisch? Antworten auf diese… Von Sara Wenzinger Von Sara Wenzinger Sara Wenzinger ist Historikerin und Praktikantin im Team Ausstellungen von Museum Aargau. Ähnliche Artikel finden Sie hier: Kategorien Märchen & Mythen 20./21. Jh. Kommentare

 
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Kochvideo: Dreifarbige Eierküchlein – Dessert-Rezept aus dem Mittelalter

Zurück zum Blog 19. Februar 2025 Kategorien Mittelalter Kochvideos & historische Rezepte Dreifarbige Eierküchlein: Probieren Sie dieses mittelalterliche Dessert-Rezept aus – ein wahrer Genuss für Augen und Gaumen! Unsere Schlossköchin zeigt Ihnen im Video, wie es geht. Unser Rezept für die dreifarbigen Eierküchlein stammt aus einer Basler Handschrift des 15. Jahrhunderts – einer Zeit, in der Eier in der Küche äusserst vielseitig verwendet wurden. Neben Omeletten mit Orangen oder anderen exotische Zutaten finden sich in den Kochbüchern und Rezeptsammlungen auch viele gefüllte Eier oder eingelegte Eier. Viele Puddings werden zudem mit Eiern verdickt. Und natürlich werden die Pasteten- und Krapfenteige mit Eiern hergestellt. Unser Rezept für dreifarbige Eierküchlein ist für 2 Personen gedacht. Dauer: ca. 45 Minuten Zutaten Omeletts: 6 Eier 30 g glatte Petersilie, fein gehackt, gemörsert Schmalz oder Rapsöl Zucker Teig: 2 Eier 2 EL Wasser 2 EL Mehl 5 Safranfäden, gemörsert Arbeitsmaterial: 3 Schüsseln 1 Mörser gross Pfannen Bratspiesse Zubereitung Die Eier trennen. Alle Eigelbe in eine Schüssel geben. Die Eiweisse wie folgt aufteilen: Je 3 Eiweisse in die zwei anderen Schüsseln geben. Die Eiweisse halb steif schlagen, oder bis sie nicht mehr durchsichtig, sondern weiss sind. Die Petersilien mittelfein hacken und dann im Mörser bearbeiten und zerstossen bis sie Pestokonsistenz haben. Dann das Petersilienpesto in eine der Schüsseln mit Eiweiss geben, gut umrühren. Omeletts ausbacken: Die grüne Eiweissmasse in der Bratpfanne ausbacken, sodass Ober- und Unterseite des Omeletts fest sind. Die Eigelbmasse in der Pfanne ausbacken, sodass beide Seiten fest sind. Die letzten 3 Eiweisse in der Pfanne ausbacken, sodass auch hier beide Seiten fest sind. Die drei Omeletts so aufeinanderlegen, dass die grüne Omelette in der Mitte ist. Die geschichteten Omeletts in gleich grosse Vierecke schneiden. Die Vierecke dann auf Bratspiesse aufspiessen, zwei bis drei auf einen Spiess. Kühl stellen. Für den Teig die zwei Eier schaumig schlagen und mit dem Safran mischen. Wasser und wenig Mehl beimischen. Der Teig soll relativ flüssig sein, aber nicht zu flüssig. Den Teig gleichmässig über die aufgespiessten Vierecke giessen, sodass sie rundum damit bedeckt sind. Das Öl in der Pfanne heiss werden lassen. Die aufgespiessten Vierecke im heissen Öl ausbacken. Die so entstandenen Eierteigküchlein der Länge nach in zwei Teile schneiden, auf dem Teller anrichten und gut zuckern. Noch warm servieren. Quelle Das Rezept "ein gepachens von dreyerley" stammt aus einer Basler Handschrift, heute zu finden in der Basler Universitätsbibliothek, mit der Signatur "ÖB Basel D II 30" oder digital unter: Cooking Recipes of the Middle Ages , Nr. 52. Datiert wird die Schrift auf das 15. Jahrhundert. Das Originalrezept lautet: Ein gepachens von dreyerley Item wiltu machen ein gut gepachens von dreyerley pletter ein gruens daz ander weisz das dritt gel so nym eyer vnd thu daz weisz besunder vnd den totter besunder vnd hack petterlein clein vnd reib in clein in einem scherben vnd raib ayer dor vnter vnd nym den ein pfannen vnd mach sie haisz mit eynem smalcz vnd mach sie den ein gruen platt vnd thu daz herr ausz vnd mach denn ein gell platt von den totteren vnd thu das auch her ausz vnd clopff denn weisz vnd mach ein weisz platt vnd leg den drew pletter uber ein ander vnd daz gruen mitten sey vnd sneid ez denn clein schach zagel vnd stosz ez an ein spissel vnd mag denn ein taig vonn von ayeren vnd mach in gell vnd zeuch ez denn durch ein taig von ayeren vnd vonn wasser vnd pach ez denn in smalcz woll vnd zeuch den dy spiszel dar ausz vnd sneyd ez denn noch der leng von ein ander vnd leg ez in ein schussel vnd thu eynnen zucker dorauff vnd versalcz ez nit. Weitere Kochvideos 07. April 2020 Kochvideo: Gebackene Zwiebeln – Rezept aus dem Mittelalter Kochen Sie gebackene Zwiebeln nach einem raffinierten Rezept aus dem Mittelalter. 19. Juni 2024 Kochvideo: Hühnerpastete – Rezept aus dem Mittelalter Kochen Sie Hühnerpastete nach einem Rezept aus dem 15. Jahrhundert. Unsere Schlossköchin Verena zeigt im Video zusammen mit ihrer Base… 04. Mai 2020 Kochvideo: Huhn an Zitrone – Rezept aus dem Mittelalter Huhn an Zitrone: ein raffiniertes Rezept aus dem Mittelalter. Im Kochvideo zeigen wir, wie's geht! Von Angela Dettling Von Angela Dettling Angela Dettling ist Leiterin Vermittlung von Museum Aargau. Die Historikerin kocht für ihr Leben gern Gerichte aus 2000 Jahren. Ähnliche Artikel finden Sie hier: Kategorien Mittelalter Kochvideos & historische Rezepte Kommentare

 
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Kochvideo: Eine Rindszunge zuzubereiten - Rezept aus dem 18. Jahrhundert

Zurück zum Blog 26. Mai 2022 Kategorie Kochvideos & historische Rezepte Die Köchin des Landvogtes zeigt euch, wie man eine Rindszunge zubereitet. Ein einfaches Rezept aus dem 18. Jahrhundert! Heute muss man in unseren Breitengraden eine Rinder- oder Kalbszunge beim Metzger rechtzeitig bestellen. Früher – noch vor zwei Generationen – war Zunge ein beliebtes Nahrungsmittel, auch auf kalten Platten, und in jeder Metzgerei in der Auslage zu finden. Freunde von Innereien und anderen aussergewöhnlichen Fleischstücken achten sich daher genau, welches Restaurant noch "Metzgete" macht, und reservieren sich ihre Plätze frühzeitig. Es lohnt sich, diesem Rezept eine Chance zu geben. Wer nie Zunge probiert hat, weiss gar nicht, wie fein die schmeckt! Für 4 Personen Dauer: Vorbereitung 25 Minuten, Kochzeit 3 Stunden Zutaten 1 Rinder- oder Kalbszunge 200 g Rindsgulasch 8 Scheiben weisser Speck Pfeffer Ingwer Nelken Salz 1 grob gehackte Zwiebel 2 Lorbeerblätter 4 Knoblauchzehen 3 dl Weisswein Zubereitung Die Zunge mit dem weissen Speck umwickeln. Den Wein mit Pfeffer, Ingwer, Nelken, Zwiebeln, Lorbeerblätter, zerdrückten Knoblauchzehen und dem Weisswein in eine Pfanne geben. Zunge und Gulaschstücke beigeben. Alles bei mittlerer Hitze ca. 3 Stunden köcheln lassen. Wenn nötig etwas Weisswein nachschütten. Aus dem Sud nach Wunsch eine Sauce machen. Quelle Kochbuch Oder kurze und nützliche Anweisung allerley Speise und Gebackenes Zu machen, vor die ehr- und Tugensame Jungfer Juliana Elisabetha Versivoin, Zweybrücken den 6ten Decembris 1769. Weitere Kochvideos 07. April 2020 Kochvideo: Gebackene Zwiebeln – Rezept aus dem Mittelalter Kochen Sie gebackene Zwiebeln nach einem raffinierten Rezept aus dem Mittelalter. 13. März 2023 Kochvideo: Hühnerleber-Raviol – Rezept aus dem 17. Jahrhundert Kochen Sie Hühnerleber-Raviol nach einem Rezept aus dem 17. Jahrhundert. Unsere Schlossköchin zeigt Ihnen im Video, wie es geht. 26. Januar 2022 Kochvideo: Spanische Äpfel – Rezept aus dem 17. Jahrhundert Kochen Sie spanische Äpfel nach einem Rezept aus dem 17. Jahrhundert. Unser Kochvideo zeigt, wie es geht. Ein einfaches und leckeres Rezept! Von Angela Dettling Von Angela Dettling Angela Dettling ist Leiterin Vermittlung von Museum Aargau. Die Historikerin kocht für ihr Leben gern Gerichte aus 2000 Jahren. Ähnliche Artikel finden Sie hier: Kategorie Kochvideos & historische Rezepte Kommentare

 
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Historische Pläne der Schlossdomäne Wildegg - Blog Museum Aargau

Zurück zum Blog 03. Oktober 2022 Kategorien Schätze aus der Sammlung Schlossgeschichten Anhand historischer Pläne der Schlossdomäne Wildegg reisen wir zurück in der Zeit und erfahren mehr über die eindrückliche Geschichte des Schlosses. Auch die bedeutende Burgchronik von Sophie von Erlach-Effinger (1766-1840) gibt einige spannende Einblicke in vergangene Zeiten. Der erste Plan der Schlossdomäne lässt sich nicht genau eruieren. Das Gut wurde nach der Besitznahme durch die Effinger als ein " mittelgrosse[n] Bauernbetrieb[s] " eingeordnet. Auch in den beiden folgenden Jahrhunderten war eine Einschätzung wegen fehlender Quellen schwierig. Erst Anfangs des 18. Jh. existieren Quellenbelege in denen die Effinger das Gut abrunden konnten. Trotz innerfamiliären Teilungen. Die Schlossdomäne in der Chronik Die grösste Ausdehnung hatte das Gut um 1770 mit 120 Hektaren. Darin eigeschlossen waren Äcker, Wiesland, Rebstöcke sowie die Domänenbetriebe mit Gewerbe. Sophie von Erlach, die Verfasserin der Burgchronik von Schloss Wildegg, widmet den umliegenden Gütern und Gebäuden nur einen kleinen Abschnitt. Dennoch lassen sich daran bildhaft die Umrisse der damaligen Gestaltung herauslesen. So schreibt sie etwas abfällig über die Scheune: Die Scheune, ein Werk von Hans Thüring Effinger (Sophies Ur-Ur-Grossvater väterlicherseits, Anm. d. Verf.) und die Jahreszahl 1661 tragend, ist jetzt alt und baufällig, und da mein Bruder keine Pferdte (sic!) hält, so wird Sie sehr wenig benutzt; Aber nicht nur zum Zustand der Gebäude berichtet die einzige überlebende Tochter von Niklaus Albrecht (1735-1803) in ihrem scharfsinnigen und detailreichen Text. Auch der Gutshof und die Bewirtschaftung der Felder werden kurz angeschnitten. Zur heutigen Lindenterrasse schrieb Sophie: Hier übersieht mein Bruder (Ihr Halbruder Albrecht Ludwig Effinger, genannt Albert, 1773-1853, Anm. d. Verf.) den grössten Theil seiner Güter und beobachtet seine Arbeiter - Sein Auge richtet sich fürnemmlich gerne nach dem Haard, so heisst nämlich eine grosse, etwas entlegene Scheune mit umliegenden Gütern, welche er sehr verbessert hat un im Sommer und Winter einen senn mit 16 Kühen hält. Von Parzellen und Gütern Bei einer so grossen Fläche und Umschwung ist es manchmal schwierig den Überblick zu behalten. Dabei können Pläne helfen. Im Gegensatz zu heute, wo die Pläne Satelliten gestützt und GPS gesteuert erstellt werden, war dies früher noch reine Handarbeit. Zudem waren die Masseinheiten von Ort zu Ort verschieden und das Auge oftmals das beste Vermessungsinstrument. Ein erster Plan der Güter um Schloss Wildegg, mit Bezeichnung der einzelnen Parzellen und Angaben zu deren Flächen, ist uns aus dem Jahre 1790 erhalten. Der oder die Verfassenden dieses künstlerisch wertvoll gestalteten Planes, sind leider nicht bekannt. Bemerkenswert ist aber bereits die Vogelperspektive der Zeichnung. In einer Legende sind die einzelnen Matten und Felder mit Grössenangaben geordnet. Womöglich diente diese Auflistung auch als Berechnungshilfe der Abgaben. Künstlerisch gestalteter Plan der Schlossdomäne aus dem Jahre 1790. Die Schlossgüter mit Bezeichnung der einzelnen Parzellen und Angaben zu deren Flächen. © Museum Aargau Ein weiterer Plan von Johannes Stähli um etwa 1820, zeigt auch die Besitzungen der Effinger im Hardgut und im Schachen, in der Nähe wo heute die Zementfabrik steht. Dieser Plan besitz einen Massstab, dem sogenannten Berner Fuss. Dieser Massstab wurde auch Berner Schuh genannt: 1 Berner Schuh = 130 Pariser Linien = 0,293254 Meter. Detaillierte Tuschfederzeichnung auf Papier, aquarelliert. Zeichner: Johannes Stähli. Datiert 1820. © Museum Aargau Aus der Chronik der Sophie erfahren wir, dass die heutige Gemeinde Wildegg damals nur "Hellmühly" genannt wurde und im 17. Jh. praktisch nur aus einer Mühle bestand. Später kam dann das Wirtshaus hinzu und gegen Ende des 18. Jh. wurden mehrere Wohnhäuser für eine entstandene Druckerei errichtet. Zu guter Letzt existiert noch ein Plan aus dem Jahre 2003 von Betriebsleiter Erland Eichmann. Mit Hilfe des GIS Verfahrens wurde die Landschaft gescannt und in Raster unterteilt, worin mit verschiedenen Farben die Umrandung der Domäne eingezeichnet wurde. Auf diesem Plan kann der Waldbestand der Domäne sehr gut verdeutlicht werden. Die Schlossdomäne blüht wie eh und je Nicht alle Gebäude und Gewerbe haben auf der Schlossdomäne Wildegg überlebt. Der 1500 erbaute Bauernhof wird seit 1999 von Silvia und Alois Huber geführt. Der Familienbetrieb bewirtschaftet den Gutshof nach den Richtlinien der biologischen Landwirtschaft und im Sinn eines Schaubetriebs. Angegliedert ist ein kleiner Hofladen mit Produkten aus dem Gutsbetrieb. Der Gutshof selbst besteht aus einem Wohn- und Wirtschaftshaus, Tierställen, einer Zehntenscheune, Pferdestallungen sowie mehreren Kleinbauten und Unterständen. Luftaufnahme Schloss Wildegg. © Museum Aargau Im historischen Rebberg von Schloss Wildegg wachsen Trauben nach biologischen Grundsätzen heran. Seit mehr als 400 Jahren werden unterhalb des Schlosses Reben bewirtschaftet und daraus Schlosswein gekeltert. Der Weinbau und -verkauf waren für die Familie von Effinger lange Zeit wichtige Einkünfte. Der Wein wurde im von Bernhard Effinger (1658-1725) eigens dafür gebauten Gasthof Bären am Fuss des Schlossbergs ausgeschenkt und verkauft. Die von Effinger hatten in der Region das alleinige Weinausschanks- und Handelsrecht. Seit 2019 ist der historische Rebberg an den diplomierten Önologen Matthias Brunner verpachtet. Die Weinmanufaktur setzt auf eine artenreiche biologische Weingarten-Bewirtschaftung. Literatur Furger, Andres: "Schloss Wildegg. Aussenstelle des Schweizerischen Landesmuseums", Schweizerisches Landesmuseum, Zürich, 1994. Meier, Bruno: "Gott regier mein Leben". Die Effinger von Wildegg. Landadel und ländliche Gesellschaft zwischen Spätmittelalter und Aufklärung. Baden 2000, S. 129. Müller, Felix: [von] Effinger. In HLS. Onlineversion. ( Stand: 12.08.2022, 15.34 Uhr) von Erlach, Sophie: "Kleine Burgchronik des Schlosses Wildegg der Sophie von Erlach-Effinger, in der Abschrift ihres Bruders Ludwig Albrecht", Museum Aargau, 2012. Wagner, Gustav und Strackerjan, Friedrich Anton: Kompendium der Münz-, Mass-, Gewichts- und Wechselkurs-Verhältnisse. Verlag von B. G. Teubner, Leipzig Von Romeo Arquint Von Romeo Arquint Romeo Arquint ist Historiker und war 2022 Praktikant der Sammlung von Museum Aargau. Ähnliche Artikel finden Sie hier: Kategorien Schätze aus der Sammlung Schlossgeschichten Kommentare

 
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Bier im römischen Reich

Zurück zum Blog 10. Oktober 2022 Kategorien Römische Geschichten aus Vindonissa Römerzeit Die Römer, auch jene in den Provinzen, bevorzugten Wein statt Bier. Dies ist durch den massiven Import von Wein im ganzen Römischen Reich belegt. Es gibt aber archäologische Quellen für die Herstellung von Bier in den nördlichen Provinzen. Wieweit die römischen Bewohner dieser Gegend selbst zum Bierkrug statt zum Weinpokal griffen, bleibt allerdings Spekulation. Auch darüber, ob Bier in den nördlichen Provinzen Teil der Militärrationen war (wie etwa in Ägypten), kann nur spekuliert werden, weil kaum schriftliche Quellen darüber bekannt sind – eine Ausnahme ist ein Schreibtäfelchen aus Vindolanda, das eine Nachschublieferung an Bier fordert. Bier, der Wein der Armen Überliefert ist auch, dass der Preis von Bier in unterschiedlichen Provinzen und zu unterschiedlichen Zeiten stark variierte. So konnte man im 1. Jh. n. Chr. in Vindolanda für einen Sesterz 27.5 Liter, in Hermopolites 72 Liter, in Tebtynis aber nur 8.7 Liter Bier kaufen. Dennoch war der Preis von Bier generell eher niedrig – nämlich zwei- bis viermal niedriger als jener von Wein der schlechtesten Qualität. Deshalb wird Bier oft auch als Wein der Armen bezeichnet. In flavischer Zeit kam der Import von Weinamphoren ins Rheinland fast zum Erliegen. Dies könnte damit zusammenhängen, dass die Militäreinheiten am Rhein sukzessive aus nichtrömischen Mannschaften bestanden und so der Markt für Wein infolge einer rückläufigen Nachfrage schrumpfte. Wurde der Wein etwa durch das lokale Bier ersetzt? Der Archäologe Clive Bridger meint dazu, es sei auch wahrscheinlich, dass nicht die einheimische Bevölkerung ein beliebtes Nahrungsmittel der Besatzungsmacht angenommen hat (Wein), sondern dass die Besatzungsmacht ein lokales Getränk übernahm (Bier). Die Römer kannten verschiedene Arten von Bier: ägyptisches (zythum) Gerstenbier spanisches (caelia, cerea) Weizenbier dalmatisches (camum), Gerstenbier sabaia, Gersten- oder Weizenbier gallisches (cervesa) Bridger nennt für das römische Germanien folgende relevanten Begriffe: cerves(i)a / cervis(i)a, camum. Gerste In Spanien, Gallien und Norditalien (keltisch) wurde Bier in verschiedenen Sorten gebraut und nahm vermutlich die Stelle des Weins ein. Das Bier wurde ohne Hopfen gebraut. Vor der Entdeckung der Eigenschaften von Hopfen als Konservierungsmittel und als Geschmackszutat für Bier, war es schwierig, Bier lange frisch zu halten, da es normalerweise einen weit niedrigeren Alkoholgehalt als Wein hatte. Plinius der Ältere berichtet, dass die Spanier eine Methode gehabt hätten, Bier länger haltbar zu machen, er erwähnt aber nicht welche. Kräuter-Zusätze Ohne Hopfen hatte das Bier einen muffigen, säuerlichen oder schlicht uninteressanten Geschmack, weshalb verschiedene Zusätze verwendet wurden. Botanische Nachweise solcher Kräuter gibt es von der niederländischen Küste aus der frühen römischen Periode: Gagel (Myrica gale) ist auf einigen römerzeitlichen Plätzen nachgewiesen worden, sowohl innerhalb als auch ausserhalb des Limes. Aber auch durch Gagel konnte nicht auf lange Zeit konserviert werden. Man muss also davon ausgehen, dass Bier vor Ort hergestellt und getrunken wurde. Gagelstrauch (Myrica gale). (CC Public Domain) Andere Zusätze sind Eichenrinde, Myrte, Mädesüss und Johanniskraut. Es ist davon auszugehen, dass Bier häufig in Eigenproduktion hergestellt wurde. Das am meisten verwendete Getreide war zuerst Gerste, aber man brauchte auch die Nacktweizenart triticum , Hirse, Vogelhirse, Hafer und das Einkorn ( olyra ). Für die Provinzen wird zudem ein Bier erwähnt, das aus Brot hergestellt wurde, also aus Gersten- oder Weizenfladen. Dieser Befund entspricht etwa den Gegebenheiten des alten Ägyptens. Man darf davon ausgehen, dass in den weinarmen Provinzen bedeutend mehr Bier getrunken wurde, als die wenigen archäologischen Nachweise glauben lassen. Echtes Mädesüss. (CC Public Domain) Johanniskraut. (CC Public Domain) Herstellung des Biers in der Römerzeit Man lässt das Getreide (u.a. Weizen, Gerste, Hirse, Hafer oder Einkorn) keimen. Durch die Umwandlung der Stärke des ausgekeimten Getreides in Dextrin, danach in Zucker, entsteht eine Gärung. Die Vergärung des Zuckers unter der Beteiligung von Hefen erzeugt das alkoholische Gebräu. Da bisher Hopfen im Bier der Antike nicht nachgewiesen werden konnte, geht man von obergäriger Brautechnik aus. Die Biere blieben dadurch ohne bitteren Geschmack, jedoch auch wenig stabil. Darren : Der Keimvorgang wird durch schonendes Erhitzen in einer Darre (Vorrichtung zum Dörren) unterbrochen; geht dabei etwas schief, erhält man anstatt des erwünschten Malzes nur verkohlte Getreidekörner. Mehrere Autoren erwähnen, dass das Bierbrauen wie auch das Brotbacken in den ersten Jahrhunderten n. Chr. zu den Aufgaben der Frau gehörte. Weitere Blogbeiträge 10. Mai 2021 Schweizer Biergeschichte: Druckplatte von Feldschlösschen Der Aargau ist ein Schlösserland. Welches Schloss das schönste ist, war wohl schon der Anstoss für so manche Diskussion. Das Prädikat des… 04. Oktober 2023 Frisches Bier im passenden Bierhumpen Mit den ersten frischeren Tagen im Herbst beginnen zahlreiche Volksfeste. Seien dies Erntedankfeste, Winzerfeste oder andere Anlässe wie das… 08. Oktober 2021 Mulsum – so haben sich die Römer den Wein versüsst Schon zur Zeit der Römer wurde der Wein als Genussmittel geschätzt. Eine besondere Zubereitungsart war der mulsum , eine Art Honigwein. Im… Von Claudia Löckher und Roger Pfyl Von Claudia Löckher und Roger Pfyl Claudia Löckher und Roger Pfyl sind Geschichtsvermittler/innen in Vindonissa. Ähnliche Artikel finden Sie hier: Kategorien Römische Geschichten aus Vindonissa Römerzeit Kommentare 15.11.2024 Matthijs van der Veer Dear Museum Aargau, I'm writing this commentary in English as my Germany proficiency does not go far beyond simply reading. I am currently writing my MA thesis on the consumption of beer vs. that of wine in the Northwestern Roman Empire and came across your article which I found very helpful. Especially the part were you describe the differing herbal additives to beer has been very useful, however I am left wondering what this information is based on. Do you maybe have an indication of how and were you obtained this information? Through literature, pollen research or some other source? If you would have this information and be willing to share this I would be very grateful. Sincerely, Matthijs van der Veer MA student, Leiden University

 
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Historische Gartengeräte - Blog von Museum Aargau

Zurück zum Blog 13. August 2022 Kategorien Schätze aus der Sammlung Neuzeit Wie wurden die historischen Gärten des Museum Aargau in früherer Zeit gepflegt und gehegt? Eine kleine Auswahl an historischen Gartengeräten aus unserer Sammlung geht dieser Frage auf den Grund. “In einem Garten ging das Paradies verloren, in einem Garten wird es wiedergefunden.” Blaise Pascal (1623-1662) Das Schloss Lenzburg ist bunt. An allen Ecken und Enden stehen Pflanzenkübel. An den Fenstern hängen Erdwannen mit leuchtenden Geranien. Auf Schloss Wildegg stehen auf der Lindenterrasse die imposanten und altehrwürdigen Linden und spenden in heissen Tagen Schatten. Wie alle schönen Dinge im Leben, brauchen sie Pflege und Zeit. Daher war das Anlegen eines Gartens eine sorgfältig überlegte und geplante Angelegenheit. Je nach Epoche, dienten sie verschiedener Bedürfnisse. Waren die ersten Gärten vor allem Krautgärten, in denen Heilpflanzen und je nach Lage gewissen Nutzpflanzen angepflanzt wurden, änderten sich die Gärten zunehmend zu Zier und Prestige-Gärten. Von Spaten und Rechen Um die Gärten auch richtig pflegen zu können, war und ist robustes sowie handliches Werkzeug unumgänglich. Die klassischen Gartenwerkzeuge sind bis heute praktisch unverändert geblieben. Nicht selten kamen die Geräte in zweckentfremdeter Form, zum Beispiel auch bei bäuerlichen Erhebungen, zum Einsatz. Nicht alle Werkzeuge der Sammlung stammen von den Schlössern selbst. Viele kommen von Privatpersonen aus dem ganzen Kanton Aargau, sei es aus Sammlungen von landwirtschaftlichen Geräten, oder aus privaten Haushalten wo sie in regen Gebrauch waren. Der vorliegende Spaten beispielsweise kam 1987 aus einer privaten Sammlung ins Museum. Die Schaufel dagegen wurde bei der Übernahme von Schloss Lenzburg inventarisiert. Spaten aus privater Sammlung (1987) K-10684, Spaten, Sammlung Museum Aargau, © Museum Aargau. Die Kunst den Garten zu pflegen Gärten wurden womöglich bereits seit den ersten sesshaften Menschen angelegt. Aus der Antike stammen die bekannten hängenden Gärten von Babylon. Die Idee an sich war nichts Neues, jedoch gab es bei der Anlegung eines Gartens zwei grundlegende Ausrichtungen: Zier oder Nutzgarten. Beide Formen benötigen intensive Pflege der Pflanzen und des Bodens. Es ist anzunehmen, dass der grösste Teil der vorhandenen Gärten für das Anpflanzen von Kräutern und Obst/Gemüse verwendet wurde. Erst mit dem Aufkommen des Flanierens Ende des 16. Jh. rückten die Ziergärten wieder in den Fokus. Dies äusserte sich auch im Gebrauch und der Herstellung der Gartenwerkzeuge. Rechen, Spaten, Schaufeln oder Mistgabeln - alles wurde nochmals technisch verfeinert und in kleineren Grössen hergestellt, um die empfindlichen, meist exotischen, Pflanzen nicht zu beschädigen. Ein Beispiel ist der Heidelbeerrechen. Heidelbeerrechen aus Weissblechteilchen K-18171.1, Heidelbeerrechen, Sammlung Museum Aargau, © Museum Aargau. Dieses spezielle Werkzeug wurde aus Weissblechteilen zusammengelötet und hat abgerundete Enden. Wie mit einem Kamm kann so durch den Busch gefahren werden und die empfindlichen Beeren fallen sanft in die Hohlöffnung. Insgesamt wurde die Arbeit in einem Barockgarten eher als künstlerisches Handwerk angesehen. Kunstvolle Rankenbögen und geometrische Anordnungen von Blumenbeeten wurden in den adligen Residenzen wie Versailles auf die Spitze getrieben. Im Wandel der Zeit Anhand der Gartengeräte kann aufgezeigt werden, wie sich technische Innovation an geänderte Lebensweisen anpassen kann. Aber dennoch blieben viele der Werkzeuge seit Urzeiten unverändert, so beispielsweise die Form und Nutzung des Spatens. Die historische Form und Verwendung des Spatens blieb bis heute unverändert. Quelle: Deutsche Fotothek Diese diachrone Entwicklung ist bemerkenswert und zeigt, dass auch in einem digitalen Zeitalter auf bewährte Handarbeit nicht verzichtet werden kann (und sollte). So erblühen die Gärten des Museum Aargaus weiterhin in ihrem Glanz. Auch dank einfachster Hilfsmittel. Das Paradies lässt sich so durchaus in jedem Garten wiederfinden. Literatur Brüsch, Björn: Entwürfe zur Errichtung einer großen Gärtner-Schule: Die Gründung der Königlichen Gärtner-Lehranstalt in Preußen 1818–1823. In: Die Gartenkunst 20 (1/2008), S. 83–104. Leps, Günther und Rose: Der Gärtner zwischen Schönheit und Nutzen. Ed. Leipzig, Leipzig 1994. van der Groen, Jan: Den Nederlandtsen Hovenier, Amsterdam 1670. Internetquellen Historische Gartengeräte, Ursprung und Anwendung heute Aspekte deutscher Gartenkunst der Frühen Neuzeit (ca. 1550 bis 1640). Von Romeo Arquint Von Romeo Arquint Romeo Arquint ist Historiker und war 2022 Praktikant der Sammlung von Museum Aargau. Ähnliche Artikel finden Sie hier: Kategorien Schätze aus der Sammlung Neuzeit Kommentare

 
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Quiz: Was wissen Sie über den Alltag der Legionäre?

Zurück zum Blog 04. Oktober 2022 Kategorien Römische Geschichten aus Vindonissa Quiz & Spiele Römerzeit Waren Sie vielleicht im früheren Leben Legionär? Testen Sie in diesem Quiz Ihr Wissen über den Alltag der Legionäre im alten Rom. Wie gut kennen Sie die Geschichte der römischen Legionäre? Wissen Sie zum Beispiel, was Legionäre am Abend assen? Wie viel Gepäck trugen sie auf einem Marsch? Was ist clavarium ? Quiz: Was wissen über den Alltag der Legionäre? Testen Sie Ihr Wissen über den Alltag der Legionäre im alten Rom. :crossed_swords: Welche Voraussetzungen musste man erfüllen, um Legionär zu werden? Wie viel Gepäck trug ein Legionär auf einem Marsch? Was beinhaltete ein herkömmliches Abendessen eines Legionärs? Was war keine Sonderzahlung, die die Legionäre neben ihrem Sold erhalten konnten? Mit welchen Angriffswaffen musste ein Legionär umgehen können? Was passierte, wenn ein Legionär krank wurde? Wie hiess das Grundgewand des Legionärs und aus welchem Material bestand es? Welche Instrumente gab es im Legionslager? Ihr braucht eine Ausbildung zum Legionär! Wir empfehlen Ihnen unbedingt einen Besuch im Legionärspfad Vindonissa, damit ihr euer Wissen über die Legionäre festigt! :classical_building: :point_right: Mehr Infos zum Besuch des Römerlagers Vindonissa Unser Tipp: Die Ausbildung zum Legionär ist perfekt für Sie! Lassen Sie sich von einem Legionär in die Kampftechniken der römischen Armee einweisen, marschieren Sie im Kettenhemd und mit den Waffen der Legionäre durch einen authentischen Parcours. :point_right: Ausbildung zum Legionär Lust auf monatliche News und Verlosungen? Wow! Sind Sie Archäologin bzw. Archäologe? Sie wissen (fast) alles über den Alltag der Legionäre! :raised_hands: Sie sind entweder Archäologin bzw. Archäologe oder die Reinkarnation eines römischen Legionärs! Unser Ausflugstipp für alle Römer-Fans: Verbringen Sie eine Nacht in der originalgetreu nachgebauten Legionärsunterkunft Contubernia. Sie marschieren, kochen und übernachten wie die Legionäre im antikes Vindonissa. :point_right: Römisch Übernachten Lust auf monatliche News und Verlosungen? Weitere Quiz 20. Februar 2024 Quiz zur römischen Mythologie Testen Sie Ihr Mythologie-Wissen in diesem Quiz! 30. Juni 2023 Quiz: Welcher Mittelalterberuf passt zu Ihnen? Wären Sie Bauer, Bäuerin oder Ritter? Oder würden Sie eher ins Kloster gehen? 19. Mai 2026 Quiz: Wie gut kennen Sie Gladiatoren? Testen Sie in diesem Quiz Ihr Wissen über die Gladiatoren im alten Rom. Von Tabea Edelmann und Roger Pfyl Von Tabea Edelmann und Roger Pfyl Tabea Edelmann ist Praktikantin und Roger Pfyl ist Geschichtsvermittler in Vindonissa. Ähnliche Artikel finden Sie hier: Kategorien Römische Geschichten aus Vindonissa Quiz & Spiele Römerzeit Kommentare

 
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Popcorn-Duft im eigenen Garten

Zurück zum Blog 13. Juni 2014 Kategorie Gartentipp aus dem Wildegger Schlossgarten Fein duftende Pflanzen sind eine Bereicherung für Garten und Balkon. Die Düfte entstehen vor allem in den Blüten und Blättern durch eine hohe Konzentration an ätherischen Ölen. Bei einigen Pflanzen duftet auch die Rinde, zum Beispiel beim Sassafrasbaum. Pflanzen verströmen Düfte, um Insekten zur Bestäubung anzulocken. Gleichzeitig schützen Düfte vor Schädlingen: Sie wirken abschreckend oder locken Nützlinge an. Die herrlichen Düfte verschwinden jedoch ab und zu: Es gibt Pflanzen, die ständig duften, andere tun dies während bestimmter Jahreszeiten – und wiederum andere sogar nur zu gewissen Uhrzeiten. © Museum Aargau Haben Sie Lust auf solche Dufterlebnisse im eigenen Garten? Dann empfehle ich Ihnen folgende duftende Pflanzen: Popcornpflanze (Senna didymobotrya): Die gelben Blüten duften nicht, sehr wohl aber die Blätter – und wie! Die Blätter duften stark nach Popcorn. Die Popcornpflanze ist zudem eine sehr dekorative Kübelpflanze und blüht während des ganzen Sommers. Schokoladenpflanze (Cosmos atrosanguineus): Die Blüten verströmen den verlockenden Duft von Schokolade. Diese Pflanze eignet sich für Rabatten und Töpfe. Sie ist zudem auch als Schnittblume ein Hingucker. Colastrauch (Artemisia abrotanum): Die Blätter des Colastrauches duften stark nach Cola. Die Pflanze wurde schon im Mittelalter in den Klostergärten angepflanzt und als Heilpflanze gegen Magenbeschwerden genutzt. Die feinen gelben Blüten blühen von Juli bis Oktober. Duftgeranien (Pelargonium Hybriden): Die verschiedenen Sorten duften nach Rose, Kiefer, Ingwer, Cola oder Schokolade. Die Blüten in Lila-, Rosa oder Weisstönen sind eher unscheinbar. Duftgeranien eignen sich gut für Pflanzgefässe und Rabatten. Sie können zudem an einem kühlen Ort überwintert werden. Titanwurz (Amorphopphallus titanum): Mein Tipp für hartgesottene Duftnasen. Die aus Sumatra stammende Titanwurz blüht nur etwa alle drei Jahre und dies während rund drei Tagen. Die Blüte verbreitet einen stark nach Ass stinkenden Geruch. Sie benötigt zur Bestäubung Käfer, die sich von Aas ernähren. Ich wünsche Ihnen ein duftendes Erlebnis und viel Vergnügen! Von Melissa Gögele Von Melissa Gögele Ähnliche Artikel finden Sie hier: Kategorie Gartentipp aus dem Wildegger Schlossgarten Kommentare

 
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Im Herbst pflanzen, was im Frühling farbenfroh blüht

Zurück zum Blog 01. November 2022 Kategorie Gartentipp aus dem Wildegger Schlossgarten Sobald die Bäume im goldenen Herbst ihr Blätterkleid verlieren, ist Gartenputz angesagt: Rasen, Hecken und Bodendeckerbeete müssen vom Laub befreit werden. Ansonsten werden diese Flächen modrig und beginnen zu faulen. Das eingesammelte Laub kann gut als Mulch unter Sträuchern und in Staudenbeeten verstreut werden. Eine Schicht Mulch schützt den Boden vor dem Austrocknen und hemmt das Unkrautwachstum. Für Igel schichte ich gerne Laub in einer ruhigen Ecke des Gartens zu einem Haufen auf. Dieser bietet als Winterquartier einen natürlichen Schutz vor eisiger Kälte. Im Herbst für den Frühling pflanzen Im Herbst wird es auch Zeit, die Sommerbepflanzung abzuräumen und – je nach Pflanze – zu überwintern. Stattdessen schlägt jetzt die Stunde der zweijährigen Pflanzen, zum Beispiel von Stiefmütterchen, Vergissmeinnicht oder Bellis. Diese lassen sich wunderbar mit schönen Herbstpflanzen wie Erika, Calluna, Chrysanthemen, Purpurglöcken oder Gräser kombiniert. Mein Tipp: Pflanzen Sie dazwischen auch verschiedene Tulpen, Narzissen, Hyazinthen und andere Zwiebelpflanzen. Im Frühjahr erwartet Sie dann eine wahre Farbenpracht im Garten! Auch Stauden und Gehölz werden idealerweise im Oktober gepflanzt. Der Boden ist noch warm und benötigt nicht mehr so viel Wasser wie im Sommer. So haben die Pflanzen bereits kräftig Wurzeln geschlagen, wenn der kalte Winter einbricht – und haben so im Frühjahr gegenüber anderen Pflanzen einen Vorsprung im Wachstum. Ebenso lohnt es sich, im Herbst den ganzen Garten nochmals gründlich zu jäten. Denn: Je sauberer der Garten in den Winter geht, desto weniger Unkraut spriesst direkt im Frühling. Von Melissa Gögele Von Melissa Gögele Ähnliche Artikel finden Sie hier: Kategorie Gartentipp aus dem Wildegger Schlossgarten Kommentare

 
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Blick hinter die Kulissen der Ausstellung "Blütenduft und Pulverdampf"

Zurück zum Blog 19. Oktober 2022 Kategorie Schlossgeschichten Gönnen Sie sich einen Blick hinter die Kulissen der Sonderausstellung "Blütenduft und Pulverdampf". Museum Aargau besucht die Parfumeurin Bibi Bigler in ihrem Duft-Labor im Aatal. Auf Schloss Hallwyl duftete es 2022 bis 2025 nach Pulverdampf, Meeresbrise, Blütenduft und Weihrauch: Je zwei Frauen und Männer der Familie von Hallwyl erinnerten sich in der Sonderausstellung "Blütenduft und Pulverdampf – vier Leben, vier Düfte" an einen entscheidenden Moment in ihrem Leben. Parfumeurin Bibi Bigler hatte für jede Geschichte einen speziellen Duft kreiert. Museum Aargau besuchte die Parfumeurin in ihrem Duft-Labor "Parfum Bar" im Aatal. Erfahren Sie von Bibi Bigler und Geschichtsvermittlerin Brigitte Poffa, wie aus ganz individuellen Lebensgeschichten spannende Duft-Kreationen kreiert wurden. Sonderausstellung beendet Die Sonderausstellung “Blütenduft und Pulverdampf” lief 2022 bis 2025 und ist inzwischen beendet. Von Museum Aargau Von Museum Aargau Das Team von Museum Aargau zeigt an dieser Stelle digitale Einblicke in die Museumsstandorte. Ähnliche Artikel finden Sie hier: Kategorie Schlossgeschichten Kommentare

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Aussenansicht Kloster Königsfelden

Kloster Königsfelden

Erinnerungsort der Habsburger

Das Kloster Königsfelden ist international bekannt für seine Glasfenster aus dem Mittelalter. Ausstellungen, Führungen und Veranstaltungen erwecken die über 700-jährige Klosterkirche zu neuem Leben.

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Produktion "Tor zum Paradies" Kloster Königsfelden: Mehrere Kinder liegen in Farben getaucht auf dem Boden der Klosterkirche.

Veranstaltungen
und Führungen

Veranstaltungskalender  

 
Innenaufnahme vom Kloster Königsfelden

Öffnungszeiten und
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Geöffnet von April bis Oktober  

 
Luftaufnahme Kloster Königsfelden mit Windisch

Anreise: So
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Anfahrt mit Auto und öV  

 
Innenaufnahme Kloster Königsfelden; Blick in den Chor mit den berühmten Glasfenstern aus dem Mittelalter.

Berühmte
Glasfenster

Glasmalerei aus dem Mittelalter  

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Die berühmten Glasfenster vom Kloster Königsfelden werden mit Licht durchflutet
10:00 – 17:00 Uhr

Glasfenster-Tour

Wissenswertes zu den Glasfenstern mit Königin Agnes und Baumeister Odo

Selbständiger Rundgang
Innenaufnahme vom Kloster Königsfelden
10:00 – 17:00 Uhr

Baugeschichts-Tour

Wissenswertes zur Baugeschichte mit Königin Agnes und Baumeister Odo

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SCHULEN, FAMILIEN UND GRUPPEN

 
Besucher und Besucherinnen betrachten die berühmten Glasfenstern auf Kloster Königsfelden

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Schulen

Führung und selbständiger Workshop  

 
Audioguide-Gerät mit Kopfhörer, im Hintergrund in Unschärfe Schülerinnen und Schüler.

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Familien

Staunt über imposante Glasfenster  

 
Eine Gruppenführung im Kloster Königsfelden. Im Hintergrund die berühmten Glasfenster.

Für
Gruppen

Führung und selbständiger Rundgang  

FEIERN UND GENIESSEN

 
Eine Mutter mit fünf Kindern an einem Tisch im römischen Bistro Popina im Legionärspfad Vindonissa.

Essen und
Trinken

Bistro Legionärspfad Vindonissa  

 
Innenraum Kloster Königsfeld mit vielen Gästen, die sitzen. Vorne spricht ein Mann an einem Podium.

Klosterkirche
mieten

Kulturelle Anlässe und Diplomfeiern  

GESCHICHTE UND SAMMLUNG

 
Aussenaufnahme vom Kloster Königsfelden

Geschichte

Königsmord und Klostergründung  

 
Ein gelber Heizlüfter, Objekt im Sammlungszentrum Egliswil

Sammlung

Schatzkammer der Aargauer Geschichte  

 
Grosses Handy in der Hand eines Benutzers, auf dem Bildschirm ist die "Sammlung online" von Museum Aargau dargestellt.

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