Museum Aargau

Kasperli: Die Kultfigur des Puppentheaters

Zurück zum Blog 13. November 2024 Category Schätze aus der Sammlung Der Kasper, Kasperle oder auch Kasperli begeistert seit Jahrhunderten Jung und Alt. Er ist der Held des Puppentheaters und ein feste

 
Schloss Lenzburg

Führungen für Gruppen

Schloss Lenzburg bietet für Gruppen buchbare Führungen an. Schwerpunkte sind das Mittelalter und die Frühe Neuzeit. Die Führungen auf Schloss Lenzburg ermöglichen Gruppen spannende Einblicke in 1000 J

 
IndustriekulTour Aabach

Newsletter abonnieren

Die von Ihnen angegebenen Daten werden ausschliesslich zum Personalisieren unseres Newsletters verwendet und nicht an Dritte weiter gegeben. Zu statistischen Zwecken führen wir anonymisiertes Link-Tra

 
Schloss Lenzburg

Eine Zeitreise: 50 Jahre Geschichtsvermittlung

Sonderausstellung Saison 2025/2026 Preis Im Eintritt inbegriffen 0 Sonderausstellung zur Pionierrolle in der Schweizer Museumspädagogik Schloss Lenzburg beleuchtet 2025/2026 in einer Sonderausstellung

 
IndustriekulTour Aabach

Broschüren für Familien, Gruppen und Schulen bestellen

Bestellformular Vorname * Nachname * E-Mail Adresse * Adresse * PLZ * Ort * Ich möchte Infos per Post: Veranstaltungsmagazin (3x jährlich) Familienmagazin CHUMM (2x jährlich) Schulklassenprogramm (2x

 
Schloss Lenzburg

Schloss-Foxtrail Lenzburg

Foxtrail Buchen Sie Ihr Foxtrail-Erlebnis direkt online über www.foxtrail.ch. 150 Jagt den Fuchs, löst knifflige Rätsel und entdeckt das Drachenschloss Der Fuchs braucht eure Hilfe, um Bärtschi zu fin

 
Vindonissa Museum

Schulreise nach Vindonissa: Programm-Vorschläge

Allgemeine Hinweise Vindonissa umfasst den Legionärspfad Vindonissa in Windisch und das Vindonissa Museum in Brugg. Die beiden Museumsstandorte liegen einen kurzen Fussmarsch auseinander und lassen si

 
Legionärspfad Vindonissa

Schulreise nach Vindonissa: Programm-Vorschläge

Allgemeine Hinweise Vindonissa umfasst den Legionärspfad Vindonissa in Windisch und das Vindonissa Museum in Brugg. Die beiden Museumsstandorte liegen einen kurzen Fussmarsch auseinander und lassen si

 
Legionärspfad Vindonissa

Broschüren für Familien, Gruppen und Schulen bestellen

Bestellformular Vorname * Nachname * E-Mail Adresse * Adresse * PLZ * Ort * Ich möchte Infos per Post: Veranstaltungsmagazin (3x jährlich) Familienmagazin CHUMM (2x jährlich) Schulklassenprogramm (2x

 
IndustriekulTour Aabach

Industrieller Wandel in Wildegg

Preis Kostenlos Start Schloss Wildegg (Eingang) Ende Flussmündung Aabach-Aare (Nähe Bahnhof Wildegg) Länge 2 Kilometer Dauer 60 bis 90 Minuten Die Adlige Sophie von Erlach-Effinger erzählt Begleiten S

Gradian

Museumsblog

Historische Gartengeräte

Wie wurden die historischen Gärten des Museum Aargau in früherer Zeit gepflegt und gehegt? Eine kleine Auswahl an historischen Gartengeräten aus unserer Sammlung geht dieser Frage auf den Grund.

“In einem Garten ging das Paradies verloren, in einem Garten wird es wiedergefunden.”
Blaise Pascal (1623-1662)

Das Schloss Lenzburg ist bunt. An allen Ecken und Enden stehen Pflanzenkübel. An den Fenstern hängen Erdwannen mit leuchtenden Geranien. Auf Schloss Wildegg stehen auf der Lindenterrasse die imposanten und altehrwürdigen Linden und spenden in heissen Tagen Schatten.

Wie alle schönen Dinge im Leben, brauchen sie Pflege und Zeit. Daher war das Anlegen eines Gartens eine sorgfältig überlegte und geplante Angelegenheit. Je nach Epoche, dienten sie verschiedener Bedürfnisse. Waren die ersten Gärten vor allem Krautgärten, in denen Heilpflanzen und je nach Lage gewissen Nutzpflanzen angepflanzt wurden, änderten sich die Gärten zunehmend zu Zier und Prestige-Gärten.

Von Spaten und Rechen

Um die Gärten auch richtig pflegen zu können, war und ist robustes sowie handliches Werkzeug unumgänglich. Die klassischen Gartenwerkzeuge sind bis heute praktisch unverändert geblieben. Nicht selten kamen die Geräte in zweckentfremdeter Form, zum Beispiel auch bei bäuerlichen Erhebungen, zum Einsatz.

Nicht alle Werkzeuge der Sammlung stammen von den Schlössern selbst. Viele kommen von Privatpersonen aus dem ganzen Kanton Aargau, sei es aus Sammlungen von landwirtschaftlichen Geräten, oder aus privaten Haushalten wo sie in regen Gebrauch waren. Der vorliegende Spaten beispielsweise kam 1987 aus einer privaten Sammlung ins Museum. Die Schaufel dagegen wurde bei der Übernahme von Schloss Lenzburg inventarisiert.

Die Kunst den Garten zu pflegen

Gärten wurden womöglich bereits seit den ersten sesshaften Menschen angelegt. Aus der Antike stammen die bekannten hängenden Gärten von Babylon. Die Idee an sich war nichts Neues, jedoch gab es bei der Anlegung eines Gartens zwei grundlegende Ausrichtungen: Zier oder Nutzgarten.

Beide Formen benötigen intensive Pflege der Pflanzen und des Bodens. Es ist anzunehmen, dass der grösste Teil der vorhandenen Gärten für das Anpflanzen von Kräutern und Obst/Gemüse verwendet wurde. Erst mit dem Aufkommen des Flanierens Ende des 16. Jh. rückten die Ziergärten wieder in den Fokus.

Dies äusserte sich auch im Gebrauch und der Herstellung der Gartenwerkzeuge. Rechen, Spaten, Schaufeln oder Mistgabeln - alles wurde nochmals technisch verfeinert und in kleineren Grössen hergestellt, um die empfindlichen, meist exotischen, Pflanzen nicht zu beschädigen. Ein Beispiel ist der Heidelbeerrechen.

Dieses spezielle Werkzeug wurde aus Weissblechteilen zusammengelötet und hat abgerundete Enden. Wie mit einem Kamm kann so durch den Busch gefahren werden und die empfindlichen Beeren fallen sanft in die Hohlöffnung. Insgesamt wurde die Arbeit in einem Barockgarten eher als künstlerisches Handwerk angesehen. Kunstvolle Rankenbögen und geometrische Anordnungen von Blumenbeeten wurden in den adligen Residenzen wie Versailles auf die Spitze getrieben.

Im Wandel der Zeit

Anhand der Gartengeräte kann aufgezeigt werden, wie sich technische Innovation an geänderte Lebensweisen anpassen kann. Aber dennoch blieben viele der Werkzeuge seit Urzeiten unverändert, so beispielsweise die Form und Nutzung des Spatens.

Diese diachrone Entwicklung ist bemerkenswert und zeigt, dass auch in einem digitalen Zeitalter auf bewährte Handarbeit nicht verzichtet werden kann (und sollte). So erblühen die Gärten des Museum Aargaus weiterhin in ihrem Glanz. Auch dank einfachster Hilfsmittel. Das Paradies lässt sich so durchaus in jedem Garten wiederfinden.

Literatur

  • Brüsch, Björn: Entwürfe zur Errichtung einer großen Gärtner-Schule: Die Gründung der Königlichen Gärtner-Lehranstalt in Preußen 1818–1823. In: Die Gartenkunst 20 (1/2008), S. 83–104.
  • Leps, Günther und Rose: Der Gärtner zwischen Schönheit und Nutzen. Ed. Leipzig, Leipzig 1994.
  • van der Groen, Jan: Den Nederlandtsen Hovenier, Amsterdam 1670.

Internetquellen

Von Romeo Arquint

Ähnliche Artikel finden Sie hier:

Kommentare

Kommentar schreiben

* Diese Felder sind erforderlich