Legionärspfad Vindonissa

Römisch Übernachten

Übernachtung für Schulen Geeignet für Ab 3. Klasse Max. Anzahl Personen 2 Schulklassen 300 NICHT LÖSCHEN - dient den Daten auf der Homepage Ab 3. Klasse: Kocht und übernachtet wie die Römer Verbringt

 
Legionärspfad Vindonissa

Römisch Übernachten

Übernachtung für Gruppen und Familien 300 NICHT LÖSCHEN - dient den Daten auf der Homepage Marschiert, kocht und übernachtet wie die Römer Verbringen Sie eine unvergessliche Nacht in der originalgetre

 
Klosterhalbinsel Wettingen

Chorkonzert der Kantonsschule Wettingen

90 „Il Messia“ von Georg Friedrich Händel in der Florentiner Fassung (1770) Der Chor der Kantonsschule Wettingen präsentiert mit "Il Messia" ein aussergewöhnliches musikalisches Ereignis in der Kloste

 
Schloss Wildegg

Kinderclub: Erlebnisnachmittag für Burgfalken

150 Platzhalter Homepage Spiel und Spass für Kinder zwischen 8 bis 11 Jahren Der Kinderclub Museum Aargau bietet 2026 auf Schloss Wildegg sechs Erlebnisnachmittage für "Burgfalken" an. Kinder zwischen

 
Klosterhalbinsel Wettingen

Stationen-Theater: Kloster, Macht, Lebenslust

45 Ein historisches Theater mit Museumsfreiwilligen auf der Klosterhalbinsel Das Stationen-Theater "Kloster, Macht, Lebenslust" nimmt das Publikum mit auf einen vergnüglichen Rundgang auf der Klosterh

 
Schloss Lenzburg

Mittelaltertage: Auf zum grossen Fest!

420 Über 100 Mitwirkende zeigen den Alltag im Spätmittelalter Über 100 Mitwirkende aus ganz Europa inszenieren auf Schloss Lenzburg das Mittelalter – mit Kanonenfeuer, Handwerksvorführungen und einer

 
Schloss Hallwyl

Ateliernachmittag: Kacheln bemalen

180 Kunstvolle Kacheln gestalten und Kachelöfen im Schloss entdecken Am Ateliernachmittag auf Schloss Hallwyl werden Kacheln gestaltet, die als farbige Topfuntersetzter den Tisch daheim verschönern. O

 
Legionärspfad Vindonissa

Europäische Tage des Denkmals

45 Römisches Handwerk: die Rekonstruktionen Der Legionärspfad Vindonissa lädt im Rahmen der Europäischen Tage des Denkmals zu einer kostenlosen Spezialführung ein. Thema ist römisches Holz- und Metall

 
Legionärspfad Vindonissa

Römertag Vindonissa 2026

420 Wagenrennen, Gladiatoren und viel Spektakel beim Amphitheater Vindonissa Erleben Sie am Römertag Vindonissa rasante Wagenrennen und dramatische Gladiatorenkämpfe: Beim Amphitheater Windisch treten

 
Vindonissa Museum

Eröffnungsfest: Die Legion schmückt sich für Rosalia Signorum

420 Ein festlicher Tag mit Römerinnen und Legionären für die ganze Familie Der Legionärspfad Vindonissa startet mit dem Eröffnungsfest in die Saison 2026. Die Legionäre und Römerinnen sind zurück aus

Gradian

Museumsblog

Bier im römischen Reich

Die Römer, auch jene in den Provinzen, bevorzugten Wein statt Bier. Dies ist durch den massiven Import von Wein im ganzen Römischen Reich belegt. Es gibt aber archäologische Quellen für die Herstellung von Bier in den nördlichen Provinzen.

Wieweit die römischen Bewohner dieser Gegend selbst zum Bierkrug statt zum Weinpokal griffen, bleibt allerdings Spekulation. Auch darüber, ob Bier in den nördlichen Provinzen Teil der Militärrationen war (wie etwa in Ägypten), kann nur spekuliert werden, weil kaum schriftliche Quellen darüber bekannt sind – eine Ausnahme ist ein Schreibtäfelchen aus Vindolanda, das eine Nachschublieferung an Bier fordert.

Bier, der Wein der Armen

Überliefert ist auch, dass der Preis von Bier in unterschiedlichen Provinzen und zu unterschiedlichen Zeiten stark variierte. So konnte man im 1. Jh. n. Chr. in Vindolanda für einen Sesterz 27.5 Liter, in Hermopolites 72 Liter, in Tebtynis aber nur 8.7 Liter Bier kaufen. Dennoch war der Preis von Bier generell eher niedrig – nämlich zwei- bis viermal niedriger als jener von Wein der schlechtesten Qualität. Deshalb wird Bier oft auch als Wein der Armen bezeichnet.

In flavischer Zeit kam der Import von Weinamphoren ins Rheinland fast zum Erliegen. Dies könnte damit zusammenhängen, dass die Militäreinheiten am Rhein sukzessive aus nichtrömischen Mannschaften bestanden und so der Markt für Wein infolge einer rückläufigen Nachfrage schrumpfte. Wurde der Wein etwa durch das lokale Bier ersetzt?

Der Archäologe Clive Bridger meint dazu, es sei auch wahrscheinlich, dass nicht die einheimische Bevölkerung ein beliebtes Nahrungsmittel der Besatzungsmacht angenommen hat (Wein), sondern dass die Besatzungsmacht ein lokales Getränk übernahm (Bier).

Die Römer kannten verschiedene Arten von Bier:

  • ägyptisches (zythum) Gerstenbier
  • spanisches (caelia, cerea) Weizenbier
  • dalmatisches (camum), Gerstenbier
  • sabaia, Gersten- oder Weizenbier
  • gallisches (cervesa)

Bridger nennt für das römische Germanien folgende relevanten Begriffe: cerves(i)a / cervis(i)a, camum.

In Spanien, Gallien und Norditalien (keltisch) wurde Bier in verschiedenen Sorten gebraut und nahm vermutlich die Stelle des Weins ein. Das Bier wurde ohne Hopfen gebraut.

Vor der Entdeckung der Eigenschaften von Hopfen als Konservierungsmittel und als Geschmackszutat für Bier, war es schwierig, Bier lange frisch zu halten, da es normalerweise einen weit niedrigeren Alkoholgehalt als Wein hatte. Plinius der Ältere berichtet, dass die Spanier eine Methode gehabt hätten, Bier länger haltbar zu machen, er erwähnt aber nicht welche.

Kräuter-Zusätze

Ohne Hopfen hatte das Bier einen muffigen, säuerlichen oder schlicht uninteressanten Geschmack, weshalb verschiedene Zusätze verwendet wurden. Botanische Nachweise solcher Kräuter gibt es von der niederländischen Küste aus der frühen römischen Periode: Gagel (Myrica gale) ist auf einigen römerzeitlichen Plätzen nachgewiesen worden, sowohl innerhalb als auch ausserhalb des Limes. Aber auch durch Gagel konnte nicht auf lange Zeit konserviert werden. Man muss also davon ausgehen, dass Bier vor Ort hergestellt und getrunken wurde.

Andere Zusätze sind Eichenrinde, Myrte, Mädesüss und Johanniskraut.

Es ist davon auszugehen, dass Bier häufig in Eigenproduktion hergestellt wurde. Das am meisten verwendete Getreide war zuerst Gerste, aber man brauchte auch die Nacktweizenart triticum, Hirse, Vogelhirse, Hafer und das Einkorn (olyra). Für die Provinzen wird zudem ein Bier erwähnt, das aus Brot hergestellt wurde, also aus Gersten- oder Weizenfladen. Dieser Befund entspricht etwa den Gegebenheiten des alten Ägyptens.

Man darf davon ausgehen, dass in den weinarmen Provinzen bedeutend mehr Bier getrunken wurde, als die wenigen archäologischen Nachweise glauben lassen.

Herstellung des Biers in der Römerzeit

Man lässt das Getreide (u.a. Weizen, Gerste, Hirse, Hafer oder Einkorn) keimen. Durch die Umwandlung der Stärke des ausgekeimten Getreides in Dextrin, danach in Zucker, entsteht eine Gärung. Die Vergärung des Zuckers unter der Beteiligung von Hefen erzeugt das alkoholische Gebräu.

Da bisher Hopfen im Bier der Antike nicht nachgewiesen werden konnte, geht man von obergäriger Brautechnik aus. Die Biere blieben dadurch ohne bitteren Geschmack, jedoch auch wenig stabil.

Darren: Der Keimvorgang wird durch schonendes Erhitzen in einer Darre (Vorrichtung zum Dörren) unterbrochen; geht dabei etwas schief, erhält man anstatt des erwünschten Malzes nur verkohlte Getreidekörner.

Mehrere Autoren erwähnen, dass das Bierbrauen wie auch das Brotbacken in den ersten Jahrhunderten n. Chr. zu den Aufgaben der Frau gehörte.

Weitere Blogbeiträge

Von Claudia Löckher und Roger Pfyl

Ähnliche Artikel finden Sie hier:

Kommentare

Matthijs van der Veer

Dear Museum Aargau,

I'm writing this commentary in English as my Germany proficiency does not go far beyond simply reading. I am currently writing my MA thesis on the consumption of beer vs. that of wine in the Northwestern Roman Empire and came across your article which I found very helpful. Especially the part were you describe the differing herbal additives to beer has been very useful, however I am left wondering what this information is based on. Do you maybe have an indication of how and were you obtained this information? Through literature, pollen research or some other source? If you would have this information and be willing to share this I would be very grateful.

Sincerely,

Matthijs van der Veer

MA student, Leiden University

Kommentar schreiben

* Diese Felder sind erforderlich

Newsletter

Newsletter abonnieren und tolle Preise gewinnen!

Jetzt anmelden