Sammlungszentrum Egliswil

Führungen

DIENSTLEISTUNGEN Objekte für Ausstellungen ausleihen Gesuch einreichen Reproduktionen und Bildnutzungsrechte Anfrage einreichen Fachliche Betreuung und Beratung Anfrage einreichen Objekte der Sammlung schenken Wir freuen uns über Ihr Angebot

 
Sammlungszentrum Egliswil

Fachauskunft und Beratung

Museum Aargau stellt Ihnen gerne Objekte der Sammlung für wissenschaftliche Arbeiten zur Verfügung. Bitte nehmen Sie vorgängig Kontakt mit uns auf. Beachten Sie, dass wir über keinen Lesesaal verfügen und die Objekte aus dem Depot bereitstellen müssen. Je nach Aufwand kann die Bereitstellung bis zu zwei Monate in Anspruch nehmen. Die Nutzung unserer Sammlungsgegenstände und Dienstleistungen unterliegt der Benutzungsordnung sowie den festgehaltenen Nutzungs- und Reproduktionsbedingungen. Gewisse Dienstleistungen sind kostenpflichtig. Tarife Fachauskunft und Recherchehilfe Preis Erstanfrage ggf. mit Recherche bis 30 Min. kostenlos Fachauskünfte mit Recherche (Bereitstellung Unterlagen, Objekte oder Material) CHF 80.– / Stunde Fachliche Betreuung oder Beratung vor Ort CHF 80.– / Stunde Anfrage senden Institution Funktion/Position Vorname * Nachname * Adresse * PLZ * Ort * E-Mail Adresse * Telefon Ich benötige Unterstützung bei Ich möchte den E-Mail-Newsletter abonnieren für: Erwachsene (1x monatlich) Familien (3x jährlich) Lehrpersonen (3x jährlich) Absenden Für sämtliche Leistungen gilt schweizerisches Recht. Gerichtsstand ist Aarau. Abweichende Vereinbarungen bedürfen der schriftlichen Form. Im Übrigen gilt die Benutzungsordnung für die Sammlungsbestände des Museum Aargau. Download Benutzungsordnung Sammlungsbestände Museum Aargau

 
Schloss Lenzburg

Kindermuseum

Kindermuseum und PLIRRK Preis Museumseintritt Öffnungszeiten Bastelbereich Dienstag bis Sonntag: 10.00 Uhr bis 16.30 Uhr Hinweis Kinder müssen beaufsichtigt werden. Geheime Ecken entdecken! Kindermuseum Im Dachstock von Schloss Lenzburg ist das Kindermuseum untergebracht. Hier dreht sich alles ums Mittelalter: Kinder können nach Lust und Laune spielen, sich verkleiden und basteln. Das grosse Spielschloss, das Turmzimmer und die Mittelalterküche laden zum Rollenspiel ein. Begleitpersonen stehen Bilder- und Vorlesebücher zur Verfügung. Kinderausstellung PLIRRK! In der Kinderausstellung PLIRRK! tauchen Mädchen und Buben in die Welt der Entdecker ein. Vom letzten Bewohner der Lenzburg, dem Polarforscher Lincoln Ellsworth, erfahren sie, welche Strapazen er 1925 auf seiner Nordpolexpedition auf sich nehmen musste. Sie lernen, was auf hoher See gegen Vitaminmangel hilft und wie es sich auf dem offenen Meer navigiert. Die Ausstellung PLIRRK! ist von Kindern für Kinder gemacht. Der Verein " Freunde der Lenzburg " hat diese finanziell unterstützt. Kindermuseum auf Schloss Lenzburg: Basteln, spielen und geheime Ecken entdecken!

 
Museum Aargau

Memory-Spiel: Die Aargauer Möbelindustrie

Zurück zum Blog 09. Juni 2026 Kategorien 20./21. Jh. Quiz & Spiele Die Aargauer Möbelindustrie hat eine spannende und stille Erfolgsstory. In unserem Memory-Spiel treffen Sie auf Möbelklassiker aus dem Aargau. Finden Sie alle Paare? NEUERSCHEINUNG Neue Publikation: Möbelindustrie und -handel seit 1870 Online bestellen Von Museum Aargau Von Museum Aargau Das Team von Museum Aargau zeigt an dieser Stelle digitale Einblicke in die Museumsstandorte. Ähnliche Artikel finden Sie hier: Kategorien 20./21. Jh. Quiz & Spiele Kommentare

 
Schloss Habsburg

Schloss Habsburg virtuell

Virtueller Rundflug mit VR-Brille Preis Kostenlos Dauer ca. 20 Minuten Reservation erforderlich Buchen Sie Ihr Zeitfenster bequem online (pro Brille sind zwei Personen möglich). Hinweis Die VR-Brillen stehen zwischen April und Oktober im Gästezentrum zur Verfügung. Fliegen Sie über die Habsburg von anno 1200! Starten Sie mit einer VR-Brille einen abenteuerlichen 360-Grad-Rundflug über Schloss Habsburg um das Jahr 1200. Blicken Sie aus der Vogelperspektive auf die Burg und seien Sie mittendrin in der Welt der Habsburger des 13. Jahrhunderts! Schloss Habsburg virtuell: Fliegen Sie mit der VR-Brille über die Habsburg von anno 1200!

 
Sammlungszentrum Egliswil

Formular Leihgesuch einreichen

Kontakt Gesuchstellende Institution Funktion/Position Vorname * Nachname * Adresse * PLZ * Ort * E-Mail Adresse * Telefon Verwendungszweck und Leihobjekte Titel der geplanten Ausstellung * Ausstellungsort * Ausleihe ab * Ausleihe bis * Gewünschte Leihobjekte (wenn möglich mit Inventarnummer) Benötige Dokumente Facility Report (Klima-, Licht- und Sicherheitsangaben am Ausstellungsort) (*.doc, *.docx, *.pdf, *.xls*, *.xlsx) Weitere Dokumente (*.doc, *.docx, *.pdf, *.xls*, *.xlsx) (*.doc, *.docx, *.pdf, *.xls*, *.xlsx) (*.doc, *.docx, *.pdf, *.xls*, *.xlsx) Bemerkungen Ich möchte den E-Mail-Newsletter abonnieren für: Erwachsene (1x monatlich) Familien (3x jährlich) Lehrpersonen (3x jährlich) Absenden

 
Klosterhalbinsel Wettingen

Führungen und Workshop für Gruppen

Museum Aargau bietet für Gruppen buchbare Führungen, einen Heilkräuter-Workshop sowie eine knifflige Rätseltour durch die Klosterhalbinsel Wettingen an. Schwerpunkte sind das Klosterleben von damals sowie die Themen Glaube, Macht und Wissen. Tauchen Sie auf einer Gruppenführung oder im Workshop in das Leben des (spätmittelalterlichen) Zisterzienserordens ein – und erleben Sie auf der idyllischen Klosterhalbinsel die Geschichte des Klosters und seiner Gärten bis in die Gegenwart. Die Führungen sind teilweise auch in anderen Sprachen buchbar (auf Anfrage). Vergünstigungen für Gruppen Gedruckte Broschüren für Gruppen bestellen Kontakt Beratung & Verkauf +41 (0)848 871 200 E-Mail senden Telefonische Erreichbarkeit Dienstag bis Freitag 9-12 Uhr / 13-16:30 Uhr November bis März nur vormittags WEITERE ANGEBOTE UND TIPPS Foxtrail "Stella" Fuchsjagd über die Klosterhalbinsel Restaurants Essen und Trinken Räume mieten Feiern und tagen Download Broschüre "Angebote für Gruppen" Impressionen

 
Sammlungszentrum Egliswil

Formular Reproduktionsanfrage einreichen

Kontakt Anfragestellende Institution Funktion/Position Vorname * Nachname * Adresse * PLZ * Ort * E-Mail Adresse * Telefon Gewünschte Objekte * Nutzungszweck * Bemerkungen Ich möchte den E-Mail-Newsletter abonnieren für: Erwachsene (1x monatlich) Familien (3x jährlich) Lehrpersonen (3x jährlich) Absenden

 
Museum Aargau

Feste und Feiern im Römischen Reich

Zurück zum Blog 13. Mai 2026 Kategorien Römerzeit Römische Geschichten aus Vindonissa Die Römer liebten es zu feiern – das zeigt sich besonders an der grossen Zahl an Festtagen. Einen Einblick in die Freizeit der römischen Bevölkerung bietet die folgende Übersicht an öffentlichen und militärischen Festen und Feiern. Bei den Römern wurden Feste ( fasti ) in öffentliche, vom Staat festgelegte, und private, von Einzelpersonen oder Familien veranstaltete Feiern unterschieden. Einige Festtage waren ausschliesslich dem römischen Militär vorbehalten, während andere nur im privaten Rahmen stattfanden. Private Feste ähnelten zum Teil heutigen Feierlichkeiten: So wurde etwa der Geburtstag ( dies natalis ) gefeiert oder das erste Bartscheren eines jungen Mannes mit einem besonderen Fest zelebriert. Die Vorliebe der Römer für Feste zeigt sich auch an deren grosser Zahl. So gab es am Ende der augusteischen Zeit ca. 130 und im Jahr 354 n. Chr. ca. 176 offizielle Festtage. An diesen war nicht automatisch schul- und arbeitsfrei, sondern die meisten Geschäfte waren offen. Dennoch hatten die Feiertage einen besonderen Charakter, da es aus religiösen Gründen an diesen Tagen nicht erlaubt war, "irgendjemandem Gewalt zu tun". Deshalb fanden an diesen Tagen auch keine Gerichtsverhandlungen statt. Fragmentierter Festtagskalender aus Dura Europos, 225–235 n. Chr. © Yale University Library Januar ( januaris ) 1. kalendae lanuariae (Neujahrsfest): Seit 153 v. Chr. wurde an diesem Tag der Beginn des bürgerlichen Jahres gefeiert. Man tauschte ursprünglich Geschenke ( strenae ) wie Palmzweige, Datteln, Feigen und Honig aus. In der Kaiserzeit kamen dann zunehmend kostbarere Sachen wie Geldstücke, Lampen und Spardosen dazu. Bereits am Abend zuvor herrschte buntes Treiben und auch am Neujahrstag selbst wurde mit Würfelspielen, Essen und Wein ausgiebig gefeiert. Februar ( februarius ) 13. – 21. parentalia (Fest zu Ehren der verstorbenen Vorfahren): Während des neuntägigen Festes blieben alle Tempel geschlossen und es durften keine Feiern mit glückbringendem Vorzeichen wie zum Beispiel Hochzeiten abgehalten werden. Die Gräber der Angehörigen wurden geschmückt und die Geister der Verstorbenen mit Opfern geehrt. Man speiste auch auf den Gräbern, um das Essen mit den Ahnen zu teilen. Ein Römer opfert für seine Ahnen. © Museum Aargau März ( martius ) 1. feriae marti / dies natalis mars pater victor (Tag der Geburt des Mars): Mars war neben Jupiter der wichtigste römische Gott und spielte als Vater der Zwillinge Romulus und Remus (den Gründern Roms) eine wichtige Rolle. Für den Geburtstag des Mars wurde an öffentlichen Gebäuden Lorbeer angebracht. Aber nicht nur an diesem Tag wurde Mars gefeiert, sondern auch jeden Dienstag. Dies spiegelt sich noch heute in der Sprache wider, so zum Beispiel im französischen "mardi" oder im italienischen "martedì" abgeleitet von dies martis (Tag des Mars). Marsstatue gefunden in Vindonissa. Fotografie: Kantonsarchäologie Aargau. © Kanton Aargau April ( aprilis ) 21. natalis urbis (Geburtstag der Stadt Rom): Zum Geburtstagsfest der Stadt Rom gab es ein grosses öffentliches Ritual und es wurden Spiele im Amphitheater abgehalten. Mai (maius) 9., 11. und 13. lemuria (Fest der Lemuria): Dabei vollzog der Hausvater um Mitternacht ein unheilabwehrendes Ritual, um die lemures (potenziell bösartige, spukende Totenseelen) aus dem Haus zu vertreiben. 9. – 11. (genauer Tag nicht bekannt) und 31. rosalia signorum (Fest der Rosen und Standarten): Frühlingsfest zu Ehren der Feldzeichen, bei dem die Standarten der Legionen mit Rosenkränzen geschmückt wurden. Dieses Fest wurde als rosalia auch von der nichtmilitärischen Bevölkerung gefeiert, wobei es dort eher um das Gedenken an die Verstorbenen ging und Gräber mit Rosen geschmückt wurden. Römische Opferszene mit den militärischen Feldzeichen. © Museum Aargau Juni ( iunius ) 9. vestalia (Fest zu Ehren der Vesta): Die Vestalinnen bewachten das ewige Feuer und ihnen waren eigene Tempel geweiht. Am Haupttag der vestalia waren ihre Heiligtümer auch für weibliche Gläubige geöffnet, nicht nur für Vestalinnen und Priester. Juli ( iulius ) 23. neptunalia (Fest zu Ehren des Neptuns): Neptun war der Gott des Meeres. Bei diesem Fest ging es vermutlich darum, Neptun zu ehren und ihn um einen genügend grossen Wasservorrat in dieser eher trockenen Jahreszeit zu bitten. August ( agustus ) 23. volcanalia (Fest zu Ehren des Vulcanus): Vulcanus war der Gott des Feuers. Da ihm zerstörerische Kräfte nachgesagt wurden, musste sein Tempel immer ausserhalb der Städte liegen. Der Mythologie nach wurden ihm sehr gerne Fische geopfert, da er als Feuergott, solange die Fische im Wasser schwammen, keinen Zugriff auf sie hatte. Statuette des Vulcanus mit Hammer und nicht mehr erhaltener Zange (2. Jh. n. Chr.). © Augusta Raurica September ( september ) 5. – 19. ludi romani (Römische Spiele): Waren ein Festival zu Ehren des obersten römischen Gottes Jupiter Optimus Maximus. Das Festival in Rom beinhaltete eine Vielzahl von Aktivitäten, beginnend mit einem grossen Umzug zur grossen Pferderennbahn ( circus maximus ) . Weiter gab es Pferderennen, Schaukämpfe, Gladiatorenkämpfe, Theaterstücke und vieles mehr. October ( october ) 18. armilustrium (Fest zu Ehren des Mars): War ein dem Kriegsgott Mars gewidmetes Fest der jährlichen Waffenschau. Es war der Tag, an dem die römischen Armeen von ihren jährlichen Militärkampagnen heimkehrten. Die Waffen der Soldaten wurden an diesem Tag rituell gereinigt, um sie von ihren Sünden reinzuwaschen. Bild von einem Legionär, Fotografie: Römertag Vindonissa. © Kanton Aargau November ( november ) 24. brumalien (Fest zu Ehren des Bacchus): Diese Festlichkeiten gingen 30 Tage und wurden ursprünglich von Romulus eingesetzt. Es war ein Fest zu Ehren des Bacchus, des Gottes des Weines, weshalb es nicht verwunderlich war, dass Trinken ein Teil der Festlichkeiten war. Dezember ( december ) 17. – 23. satunalien (Fest zu Ehren des Saturn): Saturn war der Gott der Landwirtschaft. Nicht nur Saturn, sondern auch der Abschluss der Winteraussaat wurde bei den Saturnalien gefeiert. Das Fest dauerte in augusteischer Zeit drei Tage und Ende des 1. Jh. n. Chr. sogar sieben Tage. Es war eines der wenigen schulfreien Feste. Das Fest begann vermutlich mit einem Opfer und einem grossen Gelage. Speziell an den saturnalien war die Möglichkeit zum Ausbrechen aus der Normalität. Denn die Sklaven hatten an den saturnalien Redefreiheit und durften ihrem Herrn einmal unbestraft die Meinung sagen. Manchmal bedienten die Herren sogar ihre Sklaven. Weiter durfte Glücksspiel betrieben werden, was sonst verboten war. Diese vorübergehende Freiheit diente wohl als Ventil für Unmut und Frustration. Ein weiteres Highlight des Festes war das sich gegenseitige Beschenken, welches ins heutige Weihnachtsfest übergegangen ist. Bildnis Saturns, mit Sichel und über den Kopf gezogener Toga, aus dem Haus der Dioskuren in Pompeji, 1. Jh. n. Chr. © Carole Raddato Fazit Die Liste der römischen Feste ist noch viel länger. Dennoch gibt bereits diese Übersicht einen eindrücklichen Einblick in die Vielfalt der römischen Feste. Ob im kleinen Rahmen oder im ganzen Römischen Reich: Feste waren für alle da und schafften es manchmal sogar, bestehende gesellschaftliche Strukturen für einen Moment aufzulösen. Weitere Blogbeiträge 09. Dezember 2024 Saturnalia: das wichtigste römische Fest am Jahresende Im alten Rom feierte man gegen Jahresende im Zeichen Saturns und anderer Agrar-Gottheiten. Doch was genau hat es mit dem Fest der… 31. März 2026 Rosalia signorum: Frühlingsfest in den römischen Legionen Der Alltag der römischen Soldaten war geprägt von extremer Disziplin, harter körperliche Arbeit, Training und Routine. Hin und wieder wurde… 19. Mai 2026 Quiz: Wie gut kennen Sie Gladiatoren? Testen Sie in diesem Quiz Ihr Wissen über die Gladiatoren im alten Rom. Von Chiara Huwiler Von Chiara Huwiler Chiara Huwiler ist Praktikantin Museumsarbeit in Vindonissa Ähnliche Artikel finden Sie hier: Kategorien Römerzeit Römische Geschichten aus Vindonissa Kommentare

 
Museum Aargau

Das römische Bad: Wellness- und Freizeitzentrum der Antike

Zurück zum Blog 02. Oktober 2023 Kategorien Römische Geschichten aus Vindonissa Römerzeit Das römische Bad war eine Wellness-Oase für Geist und Körper. Viele Römerinnen und Römer verbrachten ihre Freizeit mit Vorliebe in den öffentlichen Bädern, wo es weit mehr zu erleben und geniessen gab, als nur das Baden selbst. Die meisten Römerinnen und Römer besuchten täglich eines der nahegelegenen Bäder. Baden und Körperpflege waren im Allgemeinen bei den Römern sehr beliebt. Hinzu kam, dass die Bäder und Thermen für alle Gäste erschwinglich waren, meistens waren sie sogar kostenlos. So konnte sich jeder für ein paar Stunden das Gefühl von Luxus leisten, egal aus welcher gesellschaftlichen Schicht er oder sie kam. Die meisten Bäder waren üppig mit Statuen, Mosaiken, Deckenschmuck und Säulen ausgestattet und bildeten allein dadurch eine Oase für Körper und Geist. Aufbau und Nutzung der römischen Bäder Im Wesentlichen unterscheidet man zwischen thermae , den grossen imperialen Badeanstalten und balneae den kleineren privaten oder öffentlichen Bädern, die man überall im Römischen Reich in grosser Zahl vorfand. Der Aufbau der Bäder und Thermen war aber immer mehr oder weniger gleich. Heiss, warm, kalt, so lautete die medizinische Formel, die beim Baden eingehalten werden sollte. Man geht davon aus, dass daher die meisten Gäste nach den Garderoben direkt im caldarium (Wärmebad) starteten, von da aus ins tepidarium (eine lauwarme Zone) und schliesslich ins frigidarium (Kältebad) gingen. Einige Bäder besassen zudem noch ein laconicum oder sudatorium , ein Schwitzbad mit trockener Hitze ohne Becken, das durch einen Holzkohleofen beheizt wurde und deshalb noch einmal um einiges heißer wurde als das caldarium. Öffentliches Bad der Zivilsiedlung von Vindonissa, Fotografie: Römische Schauplätze "Bad-Balneum" im Legionärspfad Vindonissa, © Museum Aargau Hitze im caldarium Direkt am Boden war die Temperatur im caldarium am höchsten, nämlich ungefähr 50 – 60 Grad Celsius. Daher trugen die Besuchenden dort Holzpantoffeln oder Sandalen. Das caldarium war mit Heisswasserwannen ausgestattet, in denen man badete. Alternativ konnte man sich auch auf Stufen sitzend mit heissem Wasser übergiessen lassen. Gegenüber den Heisswasserwannen gab es Waschbecken mit kaltem Wasser, an denen sich die Badenden abkühlen konnten. Erholung im frigidarium Das frigidarium war der grösste Raum der Bäder und Thermen. Daher wird es als Hauptaufenthaltsraum interpretiert. Es war mit Kaltwasserbädern ausgestattet und diente vor allem der Revitalisierung nach einem längeren Aufenthalt im caldarium. Schönheitspflege im tepidarium Gab es in einem Bad keinen gesonderten Salbenraum – ein sogenanntes unctuarium – diente das tepidarium als solcher. Dort liess man sich mit allerlei wohlriechenden Salben und Ölen einreiben und massieren. Das Salben und Ölen diente dazu, die Haut nach dem Baden wieder geschmeidig zu machen. Mit Hilfe eines strigilis , einem Schabeisen, wurde das Öl, Schmutz und Schweiss – beispielsweise nach dem Sport – wieder von der Haut abgeschabt. Der Besuch in den Bädern und Thermen wurde ausserdem zur Entfernung sämtlicher Körperhaare genutzt. Dies geschah zum Beispiel mit einer Pinzette und war entsprechend schmerzhaft. Das Enthaaren entsprach aber dem aktuellen Schönheitsideal, sowohl für Frauen als auch für Männer, der Schmerz wurde deshalb gern in Kauf genommen. In sogenannten Balsamarien wurden unter anderem Öle zur Hautpflege aufbewahrt, Fotografie: Kantonsarchäologie Aargau, © Kanton Aargau Wassertherapie und medizinische Versorgung in Heilbädern Wer sich noch intensiver behandeln lassen wollte, fand in den Heilbädern sogenannte "Balneologen" vor. Diese hatten sich auf die Behandlung und Vorbeugung diverser Leiden durch Wasseranwendungen, also mit heissem respektive kaltem Wasser, spezialisiert. Es gibt allerdings auch Hinweise dafür, dass diese Ärzte in den Bädern zudem auch für allgemeine medizinische Betreuung sorgten. In einem Nebenraum der Xantener Therme wurde beispielsweise ein Chirurgen-Besteck gefunden. Dieser Fund könnte auf einen Operationsraum in den Thermen hinweisen. Tatsächlich gehen Wissenschaftler davon aus, dass Bäder und Thermen besonders geeignete Stätten für Ärzte aller Fachrichtungen gewesen sein mussten. Chirurgen-Besteck wie dieses wurde in den Xantener Thermen gefunden, Fotografie: Kantonsarchäologie Aargau, © Kanton Aargau Freizeitangebote in den Römischen Bädern Neben dem eigentlichen Baden und der Körperpflege gab es in den Bädern und Thermen des römischen Reichs ebenfalls ein vielseitiges Freizeitangebot. Dass einige sich aber auch an dem fröhlichen Treiben in den Bädern störten, ist aus der Beschwerde des Philosophen Seneca bekannt. Er klagt beispielsweise über das laute Stöhnen der "Kraftprotze" während sie ihre "mit Blei beschwerten Hände" schwingen. Auch das Ballspiel anderer Badbesucher stösst ihm unangenehm auf. Fitness in der palaestrae Sport wurde in vielen Bädern und Thermen grossgeschrieben. Sportplätze, sogenannte palaestrae , und Gymnastikhallen standen für alle Fitnessbegeisterten bereit. Neben dem sehr populären Ballspiel konnte man auch Weit- und Hochsprung, Diskuswerfen und Fünfkampf trainieren. Mosaik der Mädchen im Bikini in der Villa del Casale (Sizilien). © Wikimedia Commons (CC BY-SA 2.5), User: Waterborough. Parks und Bibliotheken Weniger Sportbegeisterte konnten in den dazugehörigen Parks spazieren gehen und sich mit alten oder neuen Bekannten unterhalten. In manchen Bädern und Thermen konnten sogar Bibliotheken nachgewiesen werden. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler vermuten, dass diese keine Ausnahme darstellten. In diesen Bibliotheken konnte man sich etwas vorlesen lassen, philosophische Diskussionen führen oder sogar Musik geniessen. Kulinarik Auch für Verpflegung war gesorgt. Speise- und Getränkeverkäuferinnen und Verkäufer bevölkerten die Baderäume und priesen lautstark Würstchen, Gebäck und Wein an. Etwas gehobenere Restaurants gab es oftmals ebenfalls innerhalb der Bade- und Thermenanlagen, oder ansonsten ganz in der Nähe. Römische Bäder und Thermen waren kurz gesagt Wellness- und Kosmetiksalons, Kommunikations- und Freizeitzentren mit vielseitigem Angebot und Orte sozialer Kontakte. Man kam ungezwungen mit anderen Besuchenden ins Gespräch, liess sowohl Körper als auch Geist verwöhnen und verbrachte unbeschwert ein paar Stunden in purem Luxus und Genuss. Das "Baden" war so zusagen für die Römer der Inbegriff von Lebensqualität. Weitere Blogbeiträge 04. Oktober 2022 Quiz: Was wissen Sie über den Alltag der Legionäre? Waren Sie vielleicht im früheren Leben Legionär? Testen Sie in diesem Quiz Ihr Wissen über den Alltag der Legionäre im alten Rom. 20. Februar 2024 Quiz zur römischen Mythologie Testen Sie Ihr Mythologie-Wissen in diesem Quiz! 08. Oktober 2021 Mulsum – so haben sich die Römer den Wein versüsst Schon zur Zeit der Römer wurde der Wein als Genussmittel geschätzt. Eine besondere Zubereitungsart war der mulsum , eine Art Honigwein. Im… Von Alisha Keller Von Alisha Keller Alisha Keller war 2023 Praktikantin in Vindonissa. Ähnliche Artikel finden Sie hier: Kategorien Römische Geschichten aus Vindonissa Römerzeit Kommentare

Gradian
Aussenaufnahme Schloss Hallwyl

Schloss Hallwyl

Kultur- und
Naturerlebnis

Schloss Hallwyl ist eines der schönsten Wasserschlösser der Schweiz. Die Schlossanlage liegt idyllisch im Naturschutzgebiet des Hallwilersees.

PLANEN SIE IHREN BESUCH

 
Eine Besuchergruppe mit Foxtrail-Anhängern, im Hintergrund Schloss Hallwyl

Drei
Highlights

Das dürfen Sie nicht verpassen  

 
Eine mittelalterlich gekleidete Magd steht in einem eingerichteten Wohnzimmer im Museum von Schloss Hallwyl

Ausstellungen
und Rundgänge

Bau- und Familiengeschichte  

 
Brücke zum wunderschön Schlosshof Schloss Hallwyl

Öffnungszeiten und
Eintrittspreise

Geöffnet von April bis Oktober  

 
Luftaufnahme von Schloss Hallwyl mit Hallwilersee im Abendlicht

Anreise: So
finden Sie uns

Anfahrt mit Auto und öV  

Tagesprogramm

  • Veranstaltung
  • Öffentliche Führung
  • Ausstellung
  • Selbständiger Rundgang
  • Garten
  • Familien
  • Schulen
  • Gruppen
  • Einzelbesucher

Dies läuft am Tag Ihres Besuches

Nachtaufnahme von Schloss Hallwyl mit Aabach, rechts eine grosse Leinwand mit einer Filmszene (ein küssendes Paar).
18:30 – 23:30 Uhr

Coop Open Air Cinema

Kinogenuss in einzigartiger Schlossatmosphäre

Veranstaltung
Eine Frau steht in einem Ausstellungraum mit bunten Wänden.
10:00 – 17:00 Uhr

Dauerausstellung

Bau- und Familiengeschichte des Adelsgeschlechts von Hallwyl

Ausstellung
Drei unterschiedliche Figuren aus dem Kornhaus Schloss Hallwyl
10:00 – 17:00 Uhr

Kornhaus

Erleben Sie Brauchtum und Gewerbe aus dem Seetal.

Ausstellung
Angebot wählen
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Geeignet für
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Schulen, Familien und Gruppen

 
Workshop "Feste Burg Schloss Hallwyl" Kinder haben zusammen spass im Schwertkampf mit Zinnen im Hintergrund

Für
Schulen

Buchbare Führungen und Workshops  

 
Ein Bub und ein Mädchen sitzen mit Kopfhörern in einem kleinen Schiff in der Ausstellung von Schloss Hallwyl. Der Bub blickt direkt in die Kamera.

Für
Familien

Geheime Ecken und Kindergeburtstag  

 
Führung auf Schloss Hallwyl: Eine Besuchergruppe steht auf einer Brücke zwischen Hof und dem Eingang zu Schloss Hallwyl, unter der Brücke Wasser des Schlossgrabens und ein Boot.

Für
Gruppen

Buchbare Führungen und Workshops  

Schloss Hallwyl in 49 Sekunden

FEIERN UND GENIESSEN

 
Blick von oben auf den Aussenbereich des Cafés von Schloss Hallwyl. An den Tischen im Schlosshof sitzen Besucherinnen und Besucher. Das Wetter ist sommerlich.

Essen und
Trinken

Angebote im Schlossbistro  

 
Ein Hochzeitspaar schreitet durch eine Festgesellschaft, die vor Schloss Hallwyl Spalier steht.

Räume
mieten

Feiern auf dem Schloss  

GESCHICHTE UND SAMMLUNG

 
Historische Aufnahme vom Schloss Hallyl

Geschichte

800 Jahre Schlossgeschichte  

 
Ein gelber Heizlüfter, Objekt im Sammlungszentrum Egliswil

Sammlung

Schatzkammer der Aargauer Geschichte  

 
Grosses Handy in der Hand eines Benutzers, auf dem Bildschirm ist die "Sammlung online" von Museum Aargau dargestellt.

Sammlung online

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