Museum Aargau

Das tragbare Sommergefühl - Zeitloser Textildruck aus Suhr

Zurück zum Blog 17. Juni 2022 Kategorien Schätze aus der Sammlung Historische Kleidung Neuzeit Sommer: Die helle Jahreszeit steht nicht nur für heisse Tage und ein abkühlendes Bad. Auch im Sammlungszentrum in Egliswil hält der Sommer Einzug. Oder hat eingehalten. Denn in den Regalen und Ablagen schlummern wahre Schätze, die perfekt zu einem schönen Sommertag passen. "Der Sommer, der vergeht, ist wie ein Freund, der uns Lebewohl sagt." - Victor Hugo (1802-1885) Im Sammlungszentrum liegen zwischen diversen Raritäten und Kuriositäten auch Sonnenbrillen, Strohhüte und Kleider, deren Designs auch der

 
Museum Aargau

5 faszinierende Fakten über römische Münzen

Zurück zum Blog 28. August 2026 Kategorien Römerzeit Römische Geschichten aus Vindonissa Münzgeld verliert heutzutage zunehmend an Bedeutung. Römische Münzen waren bei den Römern hingegen das zentrale Zahlungsmittel und ermöglichten Einkäufe und Handel im ganzen Reich. Doch was macht römische Münzen so besonders und wofür wurden sie verwendet? "Pecunia non olet" – Geld stinkt nicht. Diese Redewendung geht auf Kaiser Vespasian zurück, der zur Finanzierung des Staates eine Steuer auf öffentliche Latrinen einführte. Als sein Sohn Titus die Moral dieser Steuer beanstandete, hielt Vespasian ihm Münzen

 
Schloss Lenzburg

Eine Zeitreise: 50 Jahre Geschichtsvermittlung

Sonderausstellung Saison 2025/2026 Preis Im Eintritt inbegriffen 0 Sonderausstellung zur Pionierrolle in der Schweizer Museumspädagogik Schloss Lenzburg beleuchtet 2025/2026 in einer Sonderausstellung seine Pionierrolle in der Geschichtsvermittlung. Vor 50 Jahren arbeiteten hier erstmals Museumspädagoginnen und -pädagogen spielerisch mit Kindern – ein Novum in der Schweiz. In der kleinen Ausstellung "Eine Zeitreise: 50 Jahre Geschichtsvermittlung" erzählen Pionierinnen und Pioniere, wie sie ab 1975 Geschichte zum Erlebnis für alle Sinne machten – mit feuerspeienden Drachen, verkleideten Gräfinnen

 
Schloss Wildegg

Museumswald

Museumswald Preis Eintritt frei Ort Der Museumswald befindet sich oberhalb des Spielplatzes bei Schloss Wildegg 0 Waldnutzung im 18. und frühen 19. Jahrhundert Der Museumswald von Schloss Wildegg zeigt die Waldnutzung im 18. und frühen 19. Jahrhundert: als Speisekammer, Holzlieferant, Weidefläche und Jagdrevier. Kern des Museumswaldes ist die Waldweide. Im Früh- und Spätsommer grasen hier Geissen, wie vor 200 Jahren. Führungen und Workshops lassen diese historische Waldnutzung lebendig werden und beleuchten die heute so aktuellen Themen Biodiversität und Naturschutz. Museumswald auf Schloss

 
Museum Aargau

Schreibmaschine "Swissa Junior" von August Birchmeier's Söhne

Zurück zum Blog 30. März 2020 Kategorien Schätze aus der Sammlung 20./21. Jh. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts spielten Schreibmaschinen als Instrument für die Textverarbeitung eine immer wichtigere Rolle. In der Schweiz und im Kanton Aargau wurde diese Entwicklung von der Schreibmaschinenfabrik August Birchmeier's Söhne entscheidend mitgeprägt. © Museum Aargau Schreibmaschine mit Schutzkoffer Das Metallgehäuse der in der Mitte der 1950er-Jahre hergestellten Schreibmaschine (9 cm x 31 cm x 27 cm) mit gerundeten Ecken ist hellblau lackiert. Die abgeschrägte Abdeckung wird oberhalb der Tasten von

 
Museum Aargau

Gemeinschaft und Identität – Feste in bürgerlichen Kreisen

Zurück zum Blog 03. September 2026 Kategorien Mittelalter Schlossgeschichten Im Mittelalter waren Feste weit mehr als nur Gelegenheiten zum Feiern: Auch abseits der Höfe spielten Feste eine zentrale Rolle im gemeinschaftlichen Leben. In Dörfern und Städten förderten sie das Zugehörigkeitsgefühl, den Austausch und gemeinsame Traditionen. Während sich Obrigkeiten aufgrund ihrer Adelstitel bei Festen zusammenfanden, lag bürgerlichen Festen meist ein gemeinsamer Beruf oder ein geteiltes Interesse zugrunde. Im Spätmittelalter schlossen sich städtische Handwerker vermehrt zu Zünften zusammen, um

 
Museum Aargau

Licht ins Dunkel: Das farbige Mittelalter

Zurück zum Blog 08. Juli 2026 Kategorien Mittelalter Historische Kleidung Trug man im Mittelalter nur graue und braune Kleidung? Weit gefehlt! Eine Hommage an die Farbigkeit dieser Epoche. Das Klischee des "dunklen Mittelalters" hält sich in der breiten Bevölkerung und in der medialen Kultur hartnäckig – zum Frust von Historikerinnen und Historikern sowie anderen, welche sich mit dieser Epoche differenzierter auseinandersetzen. Wenn man im alltäglichen Kontext etwas als "mittelalterlich" bezeichnet, ist dies negativ geprägt und soll "rückständig" ausdrücken. Allerdings war das Mittelalter

 
Museum Aargau

Highlights aus der Aargauer Möbelgeschichte

Zurück zum Blog 16. Juni 2026 Kategorien 20./21. Jh. Schätze aus der Sammlung Mit dem dritten Band seiner Reihe "Aargauer Industriegeschichten" rückt Museum Aargau ein bislang wenig beachtetes Kapitel in den Mittelpunkt: die Möbelbranche des Kantons. Entdecken Sie in diesem Blogbeitrag fünf ausgewählte Highlights aus der Aargauer Möbelgeschichte. Der Kanton Aargau gehört unbestritten zu den bedeutendsten Industriekantonen der Schweiz. Neben Maschinen‑, Metall‑, Elektro‑, Textil‑ und Schuhindustrie zählen auch Nahrungs‑, Getränke‑ und Tabakproduktion zu seinen wichtigen Wirtschaftszweigen

 
Vindonissa Museum

Römischer Garten von Vindonissa

Preis: im Museumseintritt inbegriffen 0 Rekonstruierter Ziergarten des Legionskommandanten Der römische Garten beim Vindonissa Museum ist eine Oase der Ruhe und Sinnlichkeit. In den Beeten wächst eine bunte Pflanzenpracht, in den Brunnen und Becken plätschert das Wasser. Ein Säulengang umrahmt die 450 Quadratmeter grosse Anlage. Diese ist in ihrer Dimension einzigartig in der Schweiz. Im römischen Garten von Vindonissa wachsen rund 40 Pflanzenarten, die für Vindonissa archäobotanisch bezeugt sind. Die Architektur mit verspielten Beetumrandungen und Wasserspielen orientiert sich an antiken

 
Museum Aargau

So machten es die Römer: Toga binden – mit Video

Zurück zum Blog 24. August 2026 Kategorien Römerzeit Römische Geschichten aus Vindonissa Der Legionskommandant von Vindonissa zeigt euch im Video, wie die Römer eine toga drapieren. Die toga Das wichtigste Kleidungsstück im Römischen Reich war die toga , die üblicherweise weiss war. Getragen wurde sie von allen Männern, die das römische Bürgerrecht besassen. Das unterscheidet römische Bürger klar von Sklaven, Verbannten und Barbaren. Das Tuch war etwa 5 bis 6 Meter breit. Da der Legionskommandant legatus legionis , kurz Legat, dem Senatorenstand angehörte, trug er eine toga , die mit einem Purpurstreifen

Gradian
Historische Aufnahme vom Schloss Hallyl

Geschichte

Über 800 Jahre Schlossgeschichte

Über 800 Jahre Schlossgeschichte

Das über 800-jährige Schloss Hallwyl ist eng mit der Familiengeschichte des Kleinadelsgeschlechts von Hallwyl verknüpft. Familie und Schloss durchlebten turbulente Jahrhunderte.

GESCHICHTE

 
Historische Darstellung: Armee der Eidgenossen vor Schloss Hallwyl

Ein Schloss und
seine Familie

Geschichte Schloss Hallwyl  

 
Historische schwarz-weiss-Aufnahme von Hof Schloss Hallwyl

Bau- und
Familiengeschichte

Zeitstrahl Schloss Hallwyl  

7 Fragen zur Geschichte

Schloss Hallwyl ist der ursprüngliche Sitz der Adelsfamilie von Hallwyl, die dort über mehrere Jahrhunderte gelebt hat. Die von Hallwyl waren wichtige habsburgische Dienstleute, welche die Herrschaft über den Hallwilersee und einige seiner Dörfer ausübten. Die Familie von Hallwyl lebt bis heute und wohnt an unterschiedlichen Orten auf der Welt.

Im späten 12. Jahrhundert gründeten die Herren von Hallwyl am Aabach eine kleine Burg. Sie bestand damals aus einem Wohnturm, der auf drei Seiten von einem Trockengraben umgeben war. Ein Wirtschaftshof, der vermutlich älter war, versorgte die Burgfamilie.

Einige bekannte Mitglieder der Familie von Hallwyl waren:

  • Johans I. von Hallwyl (?-1348). Er war der mächtigste Gefolgsmann der Habsburger in den Vorlanden.
  • Burkard III. von Hallwyl (1533-1598). Er liess die Burg zur Schlossanlage umbauen und verfasste ein Arzneibuch. Mehr zu Burkhard III. im Blogbeitrag
  • Franziska Romana von Hallwyl (1758-1836). Sie flüchtete aus dem Elternhaus in Wien, um ihren Verwandten Abraham Johann zu heiraten. Nach dessen baldigem Tod war sie 50 Jahre Oberherrin des Schlosses.
  • Johannes von Hallwyl (1688-1753). Er begab sich in französischen Diensten nach Saint-Domingue (später Haiti). Dort führte er Söldner an, um die Sklaven der Plantagenwirtschaft zu bewachen und Aufstände zu unterdrücken. Mehr zu Johannes von Hallwyl im Blogbeitrag
  • Hans von Hallwyl (1835-1909). Er war Oberst und Aargauer Regierungsrat. Er hatte ambitionierte Umbaupläne für das Schloss, machte aber Konkurs und musste es an seinen Bruder Walther verkaufen.
  • Wilhelmina von Hallwyl-Kempe (1844-1930): Sie war eine reiche schwedische Kunstsammlerin und liess das Schloss archäologisch erforschen und in den Zustand vor 1862 zurückbauen. Sie gründete die Hallwil-Stiftung, die das Schloss öffentlich machte. Mehr zu Wilhelmina im Blogbeitrag

Die vollständige Familiengeschichte

Die Eroberung des Aargaus durch eidgenössische Orte im Jahr 1415 war ein einschneidendes Ereignis, bei dem Schloss Hallwyl niedergebrannt wurde. Ein Teil der Familie von Hallwyl wechselte dabei die Loyalität von Habsburg zu Bern, wodurch der Familienbesitz gerettet werden konnte.

Im 17. Jahrhundert verarmten die im Aargau ansässigen von Hallwyl zunehmend. Die Einkünfte aus der Herrschaft reichten nicht mehr für einen adligen Lebensstil. Mit der Helvetischen Revolution 1798 verlor die Familie ihre Vorrechte als Adlige wie auch die Steuereinnahmen aus der Herrschaft.

In der Frühzeit bestand die Burg aus einem Wohnturm mit einem Trockengraben, später kam ein Palas hinzu. Im 14. Jahrhundert wurde die Turmburg zur befestigten Wasserburg ausgebaut. Bei der Eroberung des Aargaus 1415 wurde die Burg zu grossen Teilen zerstört. Ende des 16. Jahrhunderts wurde die wiedererrichtete Anlage zum Schloss ausgebaut. Im 19. Jahrhundert folgten Abbrüche und teils unvollendete Umbauten. Ab 1910 wurde das Schloss unter Wilhelmina archäologisch erforscht und restauriert.

Die vollständige Baugeschichte

1924 gründete Wilhelmina von Hallwyl eine Stiftung, die sie in ihrem Testament als Erbin festlegte. 1994 ging das Schloss von der Hallwil-Stiftung an den Kanton Aargau über. Seit 2007 ist Schloss Hallwyl ein Standort von Museum Aargau, das im Vorderen und Hinteren Schloss unterschiedliche Ausstellungen kuratiert. Der Fokus liegt auf den unterschiedlichen Mitgliedern der Familie von Hallwyl und der Schlossgeschichte, der Seetaler Strohindustrie und gesellschaftlichen Themen wie dem Kolonialismus.

Zu den Ausstellungen

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