Museum Aargau

Gartentipp: Hecken schneiden

Zurück zum Blog 05. August 2024 Kategorie Gartentipp aus dem Wildegger Schlossgarten Hecken sind ein guter Sicht- und Windschutz und haben zudem eine grosse ökologische Bedeutung. Sie bieten einen geschützten Unterschlupf für viele Tiere wie Igel, Siebenschläfer und am Boden brütende Vögel. Die Pflege von Hecken ist einfach: Eine Faustregel besagt, dass immergrüne Hecken in den Monaten ohne "R" – das heisst von Mai bis August – geschnitten werden. Dann ist die grösste Wachstumsphase abgeschlossen, die Hecken haben jedoch noch genügend Kraft, um sich vom Schnitt zu erholen. Wichtig: Schneiden Sie nicht in brütender Hitze. Zu viel Sonne und Wärme ist ein grosser Stress für die Pflanzen und die Schnittstelle könnte Verbrennungen davontragen. Besser ist ein bedeckter Himmel. Hecke (Pixabay/Kranich17) Das Schnittwerkzeug muss gut geschliffen sein, um einen sauberen Schnitt zu gewährleisten. In der Regel wird der Neuzuschnitt abgeschnitten. Ist die Hecke jedoch schon zu gross, kann zum Verkleinern auch ins alte Holz geschnitten werden. Dort befinden sich viele schlafende Augen, welche sich innerhalb von ein bis zwei Jahren gut entwickeln. Die gängigen Heckenpflanzen sind sehr gut schnittverträglich. Bei der Form ist darauf zu achten, dass die Pflanzen unten ein wenig breiter sind als oben, damit auch der untere Teil genügend Licht bekommt. Ansonsten können Sie Ihrer Kreativität freien Lauf lassen (wellenförmig, abgestuft, gerade, Kugel, etc.). Als Alternative zu formierten Hecken sind freiwachsende Blütenhecken auch sehr schön. Diese müssen nicht regelmässig geschnitten werden. Von Zeit zu Zeit reicht ein Auslichtungsschnitt, damit die Pflanzen nicht überaltern. Weitere Blogbeiträge 17. Juni 2024 Tomaten: die richtige Pflege So gelingen Tomaten perfekt: der Gartentipp aus dem Wildegger Schlossgarten. 15. Mai 2023 Gemüsegarten auf dem Balkon Wer gerne sein eigenes Gemüse zieht, braucht dafür nicht zwingend einen Garten. Dies funktioniert auch sehr gut auf dem Balkon oder der… 14. April 2022 Die Minze: Alleskönnerin im heimischen Garten Minzen faszinieren die Wildegger Schlossgärtnerinnen seit vielen Jahren. Egal, ob Zitronen-, Schokoladen-, Orangen- und Pfefferminze: Für… Von Melissa Gögele Von Melissa Gögele Ähnliche Artikel finden Sie hier: Kategorie Gartentipp aus dem Wildegger Schlossgarten Kommentare

 
Museum Aargau

Tulpenfieber! Wie die Tulpe nach Europa kam

Zurück zum Blog 03. September 2024 Kategorie Gartentipp aus dem Wildegger Schlossgarten Am 21./22. September 2024 sind wir auf Schloss Wildegg wieder im Tulpenfieber. Gegen 20'000 Tulpenzwiebeln können Sie am Tulpenzwiebel- und Genussmarkt kaufen. Doch was war die Herkunft der Tulpe, bevor sie in Europa derart verbreitet war? Am Anfang des Tulpenfiebers soll unter anderem ein Tuchhändler aus Antwerpen stehen. Dieser entdeckte 1562 in einer Stofflieferung aus Istanbul ein rätselhaftes Päckchen mit Tulpenzwiebeln; vielleicht die ersten Exemplare, die in diesem Teil Nordeuropas gesehen wurden. Tulpenzwiebeln auf dem Tulpenzwiebel- und Genussmarkt auf Schloss Wildegg (Museum Aargau) Der flämische Händler verputzte die Zwiebeln sogleich zum Znacht, gewürzt mit Essig und Öl – in der Meinung, eine seltene türkische Sorte auf dem Teller zu haben. Den Rest pflanzte er im Garten. Im kommenden Frühling dann die Überraschung: Bunte Tulpen streckten ihre Köpfe aus dem Küchengarten. Diese Tulpen könnten zu den ersten Exemplaren gehören, die in den Niederlanden blühten. Auch im eigenen Garten sind Tulpen eine Augenweide. Setzen Sie die Zwiebeln noch vor dem ersten Frost, dies doppelt so tief wie sie dick sind. Weitere Tipps und Geschichten finden Sie entlang des "Tulpenwegs" am Tulpenzwiebel- und Genussmarkt auf Schloss Wildegg. Weitere Blogbeiträge 18. September 2021 Herbst-Vorbereitungen für die Tulpenpracht im Frühling Die Tage werden kürzer und der Morgen riecht nach Herbst? Zeit, sich Gedanken über die Tulpenplanung zu machen. Der Gartentipp aus Schloss… 01. November 2022 Im Herbst pflanzen, was im Frühling farbenfroh blüht Sobald die Bäume im goldenen Herbst ihr Blätterkleid verlieren, ist Gartenputz angesagt: Rasen, Hecken und Bodendeckerbeete müssen vom Laub… 01. Juni 2021 So pflanzen Sie Tulpen im Frühling um Kennen Sie das? Sie haben einen Garten voll schön blühender Tulpen. Doch diese passen farblich nicht so recht zueinander. Dafür gibt es eine… Von Melissa Gögele & Tanya van der Laan Von Melissa Gögele & Tanya van der Laan Ähnliche Artikel finden Sie hier: Kategorie Gartentipp aus dem Wildegger Schlossgarten Kommentare

 
Schloss Lenzburg

Räume mieten: Grosser Rittersaal

Die Stiftung Schloss Lenzburg vermietet den grossen Rittersaal für Hochzeiten, Business-Events, kulturelle Veranstaltungen und weitere Anlässe mit maximal 500 Personen. Im grossen Rittersaal von Schloss Lenzburg sind verschiedene Bestuhlungsvarianten möglich. Für weitere Informationen und Buchungen kontaktieren Sie direkt die Stiftung Schloss Lenzburg: Stiftung Schloss Lenzburg Das Wichtigste in Kürze Standort Schloss Lenzburg Saisonalität Buchbar von April bis Oktober Kapazität Maximal 500 Personen Anzahl Räume 1 Raum (Total 270 m 2 ) Buchung Dieser Raum ist über die Stiftung Schloss Lenzburg buchbar Infos & Buchung

 
Museum Aargau

Die vielseitige Geschichte der Geldkatzen

Zurück zum Blog 08. Oktober 2024 Kategorie Schätze aus der Sammlung Schlagwort Sammlung Was sind Geldkatzen und wie hängen diese mit der Redewendung "Rubbel die Katz" zusammen? Die Antworten dazu im Blog von Museum Aargau. Das heute noch geläufige Sprichwort "rubbel die Katz" stammt aus dem Mittelalter und hatte damals eine praktische Bedeutung. Eine Geldkatze war ein kleiner Beutel, den man benutzte, um Münzen oder kleine Wertsachen wie Edelsteine sicher zu verstauen. Eine Manuskript-Illustration aus dem 15. Jahrhundert. Sie zeigt eine mittelalterliche Marktszene und eine Person mit einer Geldkatze. Unbekannter Künstler, Quelle: World History Encyclopedia. Die Redeweise wurde oft verwendet, wenn auf dem Markt verhandelt wurde. War sich der Käufer unsicher, ob seine Goldmünzen für den Kauf ausreichen, ertastete er die restlichen Münzen in der Geldkatze. Der Käufer konnte dabei mit «Rubbel die Katz» aufgefordert werden, schnell eine Kaufentscheidung zu treffen. Wenn andererseits die Geschäfte gut liefen, rubbelte der Verkäufer die Katz. Heute hat das Sprichwort eine ähnliche Bedeutung, auch wenn der Bezug zur Geldkatze nicht mehr offensichtlich ist – es wird nun als Aufforderung verwendet, dass sich jemand beeilen soll. Geldkatzen im Mittelalter Der Name “Geldkatze” leitet sich davon ab, dass die Beutel in früher auch aus Katzenfell angefertigt wurden. Die am Gürtel oder am Schürzenband befestigten Geldkatzen waren ab dem Mittelalter ein beliebtes Accessoire, um Münzen und Wertsachen aufzubewahren und zu transportieren. Besonders Händler und Reisende nutzten sie häufig. Die Geldkatzen des Mittelalters bestanden meist aus Leder und waren in der Regel schlicht und funktional gehalten. Sie wurden eng am Körper getragen, um Diebstahl vorzubeugen. Moderne Repliken spätmittelalterlicher Geldkatzen in unterschiedlichen Farben © Tempora Historica Eine Geldkatze zu tragen war aber nicht nur praktisch, sondern erfüllte auch eine soziale Rolle: Sie galt als Symbol für Wohlstand und den gesellschaftlichen Status des Trägers. Besonders wohlhabende Personen trugen kunstvoll verzierte Geldkatzen, die mit feinen Mustern oder Perlen bestickt waren. Solche dekorativen Elemente machten die Geldkatze bereits zu dieser Zeit auch zu einem modischen Accessoire. Das Fehlen einer Geldkatze hingegen konnte auf Armut hinweisen. Geldkatzen in der Moderne: Herstellung, Materialität und Modevorstellungen Auch im 16. bis zum frühen 19. Jahrhundert waren Geldkatzen in Mitteleuropa rege in Gebrauch. Im 19. Jahrhundert waren Geldkatzen schlauchartige Beutel, die oft mit Stickereien und Perlen verziert wurden. Diese aufwendig gefertigten Accessoires wurden vor allem während der Biedermeierzeit von bürgerlichen Frauen durch Handarbeit (Stricken oder Häkeln) hergestellt. Die Geldkatzen wurden sowohl für den Eigenbedarf wie auch als Geschenk angefertigt. Detail aus drei verschiedenen Geldkatzen aus der Sammlung Museum Aargau. © Museum Aargau Geldkatzen sind als Quelle auch spannend, weil sie einen Einblick in die Mode und Konsumgewohnheiten des 19. Jahrhunderts geben. Die Art und Weise, wie eine Geldkatze angefertigt ist, erlaubt oft Rückschlüsse zur Mode des Trägers oder der Trägerin, da Geldkatzen im 19. Jahrhundert der Kleidung angepasst oder als dekoratives Accessoire getragen wurden. Die Geldkatzen des 19. Jahrhunderts sind stets nach einem einheitlichen Prinzip mit einer typischen Grundform gefertigt. Ein längliches Stück Stoff (Gewebe, Maschenware oder Vliesstoff) wird entweder längs zusammengenäht oder als Schlauch rundgehäkelt respektive -gestrickt. In der Mitte der Längsseite bleibt ein Teil der Naht offen oder der gehäkelte/gestrickte Schlauch wird an dieser Stelle nicht komplett geschlossen. Dieser offene Bereich ermöglichte es, einen Schlitz zu integrieren, durch den Münzen und andere wertvolle Gegenstände entnommen oder gezählt werden konnten. Trug man die Geldkatze am Gürtel, bildeten sich zwei Säckchen, in denen man Geld und Wertvolles sicher verstauen konnte. Zum Öffnen und Schliessen dienten meist zwei Metallringe, die für zusätzliche Sicherheit sorgten. Detail: Schlitz Geldkatze, 19. Jahrhundert, Länge 60 cm, Baumwolle, Metall. Sammlung Museum Aargau, Inv.Nr- K-3190. © Museum Aargau Geldkatzen aus der Sammlung Auch die Sammlung Museum Aargau beherbergt einige bemerkenswerte Exemplare von Geldkatzen, die aus dem 19. Jahrhundert stammen. Diese waren nicht nur praktische Behältnisse für Münzen, sondern auch dekorative Accessoires, welche die Handwerkskunst ihrer Zeit widerspiegeln. Die Beispiele aus dem Sammlungszentrum beeindrucken vor allem durch ihre Materialwahl und die dekorative Gestaltung. Geldkatze, 19. Jahrhundert, Länge 60 cm, Baumwolle, Metall. Sammlung Museum Aargau, Inv.Nr- K-3190. © Museum Aargau Diese Geldkatze ist aus grünem und rotem Baumwollgarn gefertigt. Sie besitzt eine grüne und eine rote Seite und weist ein detailliertes Muster auf. Das eine Ende der Geldkatze ist mit Zotteln verziert, welche einen dekorativen Abschluss bilden. Zwei Ringe sind an den Verbindungsstellen zu sehen, die mit Garn umwickelt wurden und die beiden Enden zusammenhalten. Geldkatze, 19. Jh., Länge 30 cm, Baumwolle, Metall, Horn, Sammlung Museum Aargau, Inv.Nr- K-3192. © Museum Aargau Diese gehäkelte Geldkatze besteht aus beigem und schwarzem Garn. Zwei Ringe aus Horn dienen als Verschluss und verbinden die beiden Enden des Beutels. Die Geldkatze ist mit kleinen Metallperlen bestickt, die ein dekoratives Muster längsseits der Tasche bilden. Die Enden der Tasche sind mit Metallketten und Perlen verziert, welche zusätzliche Eleganz verleihen. Geldkatze, 19. Jh., Länge 32 cm, Seide, Glas, Sammlung Museum Aargau, Inv.Nr- K-3194. © Museum Aargau Diese Geldkatze besticht durch die aufwendige Handarbeit, die dahintersteckt. Das Objekt ist in ein handgefertigtes Netz aus braunem Garn gehüllt, das mit eingearbeiteten Glasperlen verziert ist. Das Netz umschliesst ein Futter aus rosafarbener Seide, welches von Hand genäht wurde und einen eleganten Kontrast zum äusseren Netz bildet. Zwei Ringe aus Holz, die mit Perlenschnüren umwickelt sind, dienen als funktionale und dekorative Elemente, welche beide Enden des Beutels zusammenhalten. Dieses filigrane Accessoire wurde nicht nur zur Aufbewahrung von Münzen verwendet, sondern diente auch als modisches Element, welches zu festlichen Anlässen getragen wurde. Geldkatze, 19. Jh., Länge 34 cm, Material: Baumwolle, Metall, Sammlung Museum Aargau, Inv.Nr- K-3195. © Museum Aargau Diese Geldkatze besteht aus grünem Baumwollgarn und ist mit eingearbeiteten Metallperlen verziert. Entlang des gehäkelten Musters bilden die Perlen dekorative Streifen, die das Gesamtbild des Objekts prägen. Am Ende der Tasche sind zusätzliche Perlen und Metallverzierungen angebracht, die in kleinen Ketten münden und der Geldkatze ein elegantes Aussehen verleihen. Zwei Metallringe in der Mitte des Objekts wiederum dienen dazu, die beiden Enden zusammenzuhalten und die Beutelhälften zu verschliessen. Detail: Geldkatze, Sammlung Museum Aargau, Inv.Nr- K-3190. © Museum Aargau Geldkatze, 19.. Jh., Länge 40 cm Material: Kalbsleder, Messing, Metall Sammlung Museum Aargau, Inv.Nr- K-3185. © Museum Aargau Diese Geldkatze aus braunem Kalbsleder besticht durch ihre schlichte Gestaltung. Die Enden sind mit dekorativen Messing-Eicheln versehen. Zwei Metallringe sorgen für einen festen Verschluss und ermöglichen das sichere Zusammenziehen der Tasche. Schlusswort Die Geldkatze war bis ins 19. Jahrhundert hinein ein unverzichtbares Accessoire der Mittel- und Oberschicht. Sie bot nicht nur eine sichere Möglichkeit, Münzen aufzubewahren, sondern diente auch als Statussymbol. Mit dem Aufkommen des Papiergeldes, das sich in Europa ab dem 17. Jahrhundert verbreitete und im 19. Jahrhundert den Alltag eroberte, verlor die Geldkatze jedoch nach und nach ihren Gebrauchswert. An ihre Stelle traten die heute vertrauten Portemonnaies, die sich als geeignete Behältnisse für das neue Zahlungsmittel durchsetzten. Doch wer weiss, vielleicht gehören sogar Geldscheine und Portemonnaies bald der Vergangenheit an? In einer Zukunft, in der digitale Zahlungsmethoden dominieren, kann man möglicherweise nur noch mit dem Handy oder anderen digitalen Geräten bezahlen. Doch ganz verschwunden ist die Geldkatze noch nicht. Besonders in traditionellen Trachten wie dem Dirndl ist die gehäkelte Geldkatze noch heute ein beliebtes Accessoire, welches oft an der Schürze befestigt wird. Sie bleibt ein liebevoll gepflegtes Erbe, welches auf historischen Traditionen beruht. Weitere Blogbeiträge 11. Juli 2023 Sommer-Accessoires im 19. Jahrhundert Museum Aargau präsentiert eine Auswahl von Accessoires, welche die Damen und Herren des 19. Jahrhunderts im Sommer trugen. Diese Objekte… 17. Dezember 2020 Schnürleib, Strümpfe, Strohhut – die Damenmode um 1780 Margaretha Mutach weilte um 1780 als Frau des Landvogts auf Schloss Lenzburg. Was trugen die Damen zu jener Zeit? Eine Reise in die… 07. November 2022 Bluffen für Vornehme – Ein Poch-Spielbrett von 1760 Spielen ist eine der universalen menschlichen Aktivitäten. Schon vor einem Vierteljahrtausend waren die Menschen für Spiele zu begeistern.… Von Patricia Striebel Von Patricia Striebel Patricia Striebel ist Praktikantin der Sammlung von Museum Aargau. 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Schloss Habsburg

Räume mieten: Schlossterrasse

Das Schlossrestaurant Habsburg vermietet die Schlossterrasse für Apéros mit maximal 300 Personen. Geniessen Sie auf der Schlossterrasse die atemberaubende Aussicht über den Kanton Aargau. Die Terrasse wird vom Schlossrestaurant Habsburg vermietet: Schlossrestaurant Habsburg Virtueller Rundgang Das Wichtigste in Kürze Standort Schloss Habsburg Saisonalität Ganzjährig buchbar Kapazität Maximal 300 Personen Anzahl Räume 1 Aussenbereich (Total 375 m 2 ) Buchung Dieser Raum ist über das Schlossrestaurant Habsburg buchbar Infos & Buchung

 
Museum Aargau

So raffiniert war die Mode im Spätmittelalter

Zurück zum Blog 02. Oktober 2020 Kategorien Schlossgeschichten Historische Kleidung Welche Kleidung trugen die Leute im späten Mittelalter? Etwas Sackartiges und Einfaches in Braun? Weit gefehlt! Gerade im ausgehenden Mittelalter wurden die Schnitte immer körperbetonter und raffinierter. Und eine ganze Reihe leuchtender Farben konnte auch mit einigermassen erschwinglichen Naturfärbemitteln wie Krapp oder Färberwaid hergestellt werden. Die Frau des Landvogts macht sich morgens zurecht Um die Vielfalt des ausgehenden 15. Jahrhunderts in der Schweiz und im süddeutschen Raum darzustellen, reicht ein einzelner Blogbeitrag natürlich nicht aus. Aber wir werfen einen kleinen Blick darauf, was die fiktive Frau von Landvogt Jörg Freiburger bei Antritt seiner zweiten Amtszeit als Landvogt auf der Lenzburg um 1485 getragen haben könnte. Haartracht und Unterwäsche Als respektable und verheiratete Frau trägt Frau Freiburger ihre Haare nicht offen, sondern geflochten und unter einer Haube. Ein wenig vom Haar lässt sie aber mit den Haarschnecken hervorblitzen. Als unterste Schicht, quasi als Unterwäsche direkt am Körper, wird ein weisses Leinenhemd getragen. Das Hemd kann einfach oder gefältelt sein und reicht ungefähr bis zum Knöchel. Darunter trägt Frau Freiburger Strümpfe aus Wollstoff. Um diese vom Rutschen abzuhalten, konnten Lederriemen oder Bänder zum Fixieren getragen werden. Dies war meist schon die gesamte Unterwäsche der Frau. Es gibt zwar Funde und Quellenhinweise auf "tuttenseck" – was so viel heisst wie "Brustsäcke" – also eine Art BH aus Leinen, aber solche sind vermutlich nicht in jedem Fall getragen worden. Dame im Unterkleid, Ausschnitt aus "Le livre appellé Decameron […]", 15. Jh., Digitalisat der Bibliothèque Nationale de France, 387r. Schuhe: Material und Fertigung Die Schuhe waren aus Leder gefertigt und nicht etwa wie heute rahmengenäht, sondern wendegenäht. Das bedeutet, dass die Schuhe mit der Innenseite nach aussen zusammengenäht und danach umgestülpt, also gewendet wurden. Bei schlechter Witterung oder morastiger Strasse konnte Frau Freiburger zusätzlich Trippen tragen. Trippen sind Unterschuhe aus Holz oder Leder, welche die Schuhe vor Nässe und Dreck schützen. Kleid mit angesetztem Rockteil und Nestelschnur Als nächste Schicht kommt das Kleid. Das Kleid von Frau Freiburger ist aus zweifach krappgefärbtem rotem Wollstoff gefertigt und hat einen angesetzten Rockteil. Die Variante mit angesetztem Rockteil anstelle von durchgehenden Bahnen mit eingesetzten Geren kam ab dem 15. Jahrhundert auf. Geschlossen wird das Kleid vorne mit einer Nestelschnur, die durch eine Reihe von angenähten Messingringen gezogen wird. Es gab aber auch andere Verschlussmöglichkeiten, beispielsweise Haken und Ösen oder Nestellöcher. Ausschnitt aus der "Kreuzabnahme" von Rogier van der Weyden, 1430-1435. Deutlich zu sehen ist die Naht in der Taille, wo der Rockteil angesetzt ist. Die hinten geschlitzten und durch Nestelschnüre zusammengehaltenen Ärmel waren in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts in der Schweiz und auch im süddeutschen Raum sehr modisch. Über dem Kleid wurde oft ein Gürtel getragen. Daran konnte der Almosenbeutel befestigt werden. Barbara von Erlach, Amtliche Berner Chronik von Diebold Schilling, 1484-1485, Digitalisat E-Codices. Haube: Vielerlei Varianten Als nächstes folgt die Haube. Diese kann gerade im 15. Jahrhundert in vielen Formen und Variationen daherkommen. Wichtig ist hierbei, dass jede respektable Frau ab einem gewissen Alter – nicht nur die verheirateten! – ihre Haare mindestens teilweise bedeckte. Die manchmal voluminösen Haubengebilde konnten in verschiedenen Varianten gewickelt, gelegt und konstruiert werden. Vielfach verwendete man ein langes, rechteckiges Tuck, ein so genanntes "Steuchlein". Dieses war meist aus gebleichtem Leinen, konnte bei wohlhabenderen Trägerinnen aber auch aus feinem Wollstoff oder sogar Seide gefertigt sein. Festgesteckt wurden die Stoffschichten mit Nadeln. Ob die Hauben jeweils neu gewickelt oder einmal gewickelt mit Nähten fixiert und wieder so aufgesetzt wurden, lässt sich nur vermuten. Anonym, Portrait einer jungen Frau, um 1480. Portrait einer jungen Frau, Martin Schongauer, um 1480 Überkleid und Umhänge Über dem Kleid wurde, bei kälteren Temperaturen oder allgemein beim Ausgehen ausser Haus, ein Überkleid getragen. Frau Freiburgers Überkleid ist aus waidgefärbter Wolle mit gelbem Leinenfutter. Im 15. Jahrhundert kam auch die so genannte Schaube auf, eine Art Mantel mit Ärmeln. Diese wurde von Männern und Frauen getragen. Frau in einem roten Überkleid, Ausschnitt aus Albrecht Dürers "Wunderbare Errettung eines ertrunkenen Knaben aus Bregenz", 1490-1493. Sitzende Frau von hinten gesehen, sie trägt eine Schaube. Zeichnung von Hans Holbeim dem Älteren, Studie um 1500. Umhänge wurden im 15. Jahrhundert von Frauen offenbar seltener getragen, jedoch gibt es in der Chronik des Diebold Schilling eine Darstellung von "pfaffendirnen", welche eben solche kurzen Umhänge tragen. Pfaffendirnen, die festgenommen werden. Zwei von ihnen tragen kurze Mäntel. Amtliche Berner Chronik von Diebold Schilling, 1484-1485, Digitalisat E-Codices. Um das Überkleid zusammenzuhalten trägt Frau Freiburg einen bestickten Gürtel – es könnte aber auch ein Ledergürtel sein. Die Stickerei hier ist einem Original aus dem Victoria and Albert Museum in London nachempfunden, die aus Deutschland stammt und auf das 14. oder 15. Jahrhundert datiert ist. So gekleidet ist Frau Landvogt nun bereit für einen Gang auf den Markt! Und wie gehen sie an einem kühleren Tag aus dem Haus? Verwendete und weiterführende Literatur (z.T aus anderen geographischen Räumen): Cowfoot, E.; Pritchard, F.; Staniland, K.: Textiles and Clothing 1150 – 1450 , London, 2001. Geppert, Silke: Mode unter dem Kreuz. Kleiderkommunikation im christlichen Kult , Salzburg, 2013. Harlaut, Mathieu: Company of Saynt George – Clothing Guide Men , Bern, 2o10. Holenstein et al.: Zweite Haut. Zur Kulturgeschichte der Kleidung , Bern, Stuttgart, Wien, 2010 IG Gewand: Um 1504 – Die Grundausstattung , Karlsruhe, Bretten, 2017. Kania, Katrin: Kleidung im Mittelalter. Materialein – Konstruktion – Nähtechnik. Ein Handbuch , Köln, Weimar, Wien, 2010. Nutz, Beatrix; Stadler, Harald: How to pleat a shirt in the 15th century, Eastop, 2007. Ostergaard, Else: Woven into the Earth: Textile Finds from North Greenland, Aarhus, 2004. Thursfield, Sarah: The Medieval Tailor's Assistant, Ramsbury, 2018. Zander-Seidel, Jutta: "Haubendämmerung: Frauenkopfbedeckungen zwischen Spätmittelalter und Früher Neuzeit" , in : Schwinges, Rainer C.; Schorta, Regula (Hrsg.): Fashion and clothing in late Medieval Europe, Basel, 2010, S. 37-43. Weitere Blogbeiträge 17. Dezember 2020 Schnürleib, Strümpfe, Strohhut – die Damenmode um 1780 Margaretha Mutach weilte um 1780 als Frau des Landvogts auf Schloss Lenzburg. Was trugen die Damen zu jener Zeit? Eine Reise in die… 11. Juli 2023 Sommer-Accessoires im 19. Jahrhundert Museum Aargau präsentiert eine Auswahl von Accessoires, welche die Damen und Herren des 19. Jahrhunderts im Sommer trugen. Diese Objekte… 05. Mai 2023 Römische Kleidung – Kleidervorschriften und gesellschaftlicher Status Kleidung war auch im Römischen Reich ein wichtiges Mittel der Selbstdarstellung und Inszenierung. Doch was genau trugen die Bewohnerinnen… Von Gabriela Gehrig Von Gabriela Gehrig Gabriela Gehrig leitet das Freiwilligenprogramm von Museum Aargau und ist als Geschichtsvermittlerin tätig. Als Historikerin interessiert sie sich besonders für Sozial- und Kostümgeschichte und schneidert wann immer möglich auch selber. Ähnliche Artikel finden Sie hier: Kategorien Schlossgeschichten Historische Kleidung Kommentare

 
Museum Aargau

Unsittlich? Das Fahrrad als Symbol für die Emanzipation der Frau

Zurück zum Blog 16. September 2020 Kategorien Schätze aus der Sammlung 20./21. Jh. Ob Mountainbike, Rennrad oder Fixie: Das Fahrrad kommt heutzutage in verschiedensten Formen und Funktionen daher. Bevor all dieser Spezialisierung gab es schon früh eine Unterteilung in Frauen- und Männerräder. Doch woher kommt diese Unterscheidung, wieso war das frühe Fahrrad äusserst politisch und was genau hat die Produktion eines Damenrades mit Möbeln aus Deutschland zu tun? Antworten auf diese Fragen finden sich unter anderem im Aargau, anhand eines Fabrikats der Firma Aarios. © Museum Aargau Schon 1930 Licht vom Dynamo und Rücktrittsbremse Form und Funktion dieses Fahrrads aus dem Jahre 1930 sind auch bis heute noch häufig anzutreffen und bekannt. Das Rad besitzt eine Zweigangschaltung und auch schon ein Licht, das mit einem Dynamo betrieben wird. Heutzutage eher selten anzutreffen ist die Rücktrittbremse, welche per Pedalbewegung nach hinten ausgelöst wird. In Bedacht auf holprige Wege und Strassen und noch vor der Erfindung der Gabelfeder, ist hier der Sattel mit einer Konstruktion aus zwei Metallfedern ausgestattet, um die Fahrt angenehmer zu machen. Sowohl Rahmen als auch Räder und die Glocke kommen direkt aus dem Hause Aarios, während bei den restlichen Teilen ein Sammelsurium mittlerweile nicht mehr existierender Schweizer und europäischer Traditionsbetriebe wie die Injecta AG, Fichtei und Sachs oder Sepper anzutreffen sind. Radfahren für Frauen galt lange als unsittlich Was nun die Bezeichnung als Damenfahrrad ausmacht, ist die geschwungene Form des Rahmens im Gegensatz zu der als "männlich" bekannten Dreiecksform. Die geschwungene Konstruktion war ursprünglich vor allem dazu gedacht, den Aufstieg auf das Fahrrad mit einem langen Rock zu ermöglichen. Denn gerade in der frühen Zeit des modernen Fahrrads, Ende des 19. Jahrhunderts, war es oft ein Austragungsort emanzipatorischer Kämpfe. So war das Radfahren lange noch als unsittlich für Frauen angesehen, da es ihnen erlaubte, sich ohne männliche Begleitung frei zu bewegen. Ebenso kamen mit dem Fahrrad auch eine Reihe neuer Kleidermoden hervor, welche die oft sehr unhandlichen Röcke des ausgehenden 19. Jahrhunderts ersetzten. War das Fahrrad somit zu Beginn noch rein "männlich" gestaltet, spiegeln sich in der neuen Form des Damenrads auch jene Kämpfe wider, die Frauen eine freiere Gestaltung des Lebens ermöglichten. Neue Moden und neue Freiheit mit dem Fahrrad. (Quelle: Wikimedia) Die Traditionsmarke Aarios aus Aarau Hinter diesem Rad zu finden ist einer der wenigen noch verbliebenen Schweizer Traditionsmarken: Aarios. Das Unternehmen ging 1930 aus der Fahrradmanufaktur Waibel & Cie hervor und war ein Zusammenschluss mehrerer Geschäftsleute aus dem Aargau. Mal als AG und mal als Genossenschaft war das Unternehmen bis 1982 in Aarau ansässig und zog dann aber nach Gretzenbach in Solothurn um. Seit 1978 läuft das Unternehmen unter der Führung von Arnold Ramel und hat sich zum Ziel gemacht, weiterhin die Rahmen komplett selber und aus Stahl herzustellen. Im Gegensatz zu der Konkurrenz auf dem Weltmarkt sind solche Räder gewiss etwas teuer, doch die Verwendung von Stahl anstelle von Aluminium sorgt für Stabilität und schuf Aarios eine kommerzielle Nische, in der sich das Unternehmen bis heute halten kann. Das Verfahren des Stahlbiegens, welches zur Herstellung von Fahrradrahmen generell aber besonders zur Herstellung von Damenrädern nötig ist, war übrigens eine Inspirationsquelle für den ungarischen Möbelbauer Marcel-Breuer in Deutschland, einem wichtigen Vertreter des Bauhauses. Ein Fahrrad als Symbol für die Emanzipation Das vorliegende Fahrrad kam durch eine Schenkung der Familie der ehemaligen Besitzerin in die Sammlung des Museum Aargau. Ursprünglich gehörte dies Lydia Brack (1905-1999), welche in Zürich als Krankenschwester in einer Pflegerinnenschule tätig war. Zum Zeitpunkt des Baus dieses Rades waren sowohl die hart erkämpfte Bewegungsfreiheit mittels des Fahrrades als auch die allgemeine Emanzipation der Frauen schon wichtige Schritte gegangen. Das Fahrrad begleitete nicht nur Lydia Brack zur Arbeit und im Alltag, sondern steht auch für eine ganze Gesellschaftsgeschichte hinter der Nutzung eines alltäglichen Objekts. 05. April 2020 Erinnerungen an früher: Die Velonummer Die "Velonummer" ist unterdessen zum Kultobjekt mit "Flashback-Effekt" geworden. Als Material wurde auch Aluminiumblech verwendet, eine… 07. Juni 2023 Frauen im Legionslager? Wer das Wort "Legionslager" hört, denkt als erstes unweigerlich an eine von Männern geprägte Domäne. Aber auch Frauen haben ihre Spuren in… 11. Juli 2023 Sommer-Accessoires im 19. Jahrhundert Museum Aargau präsentiert eine Auswahl von Accessoires, welche die Damen und Herren des 19. Jahrhunderts im Sommer trugen. Diese Objekte… Von Lukas Becker Von Lukas Becker Lukas Becker ist Historiker und Praktikant der Sammlung von Museum Aargau. Ähnliche Artikel finden Sie hier: Kategorien Schätze aus der Sammlung 20./21. Jh. Kommentare

 
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Dahlien: Die Königin unter den Knollen

Zurück zum Blog 11. September 2020 Kategorie Gartentipp aus dem Wildegger Schlossgarten Dahlien haben im 18. Jahrhundert über die Seefahrer ihren Weg aus der "neuen Welt" nach Europa gefunden. Die exotische Pflanze blüht in ganz überraschenden Formen und Farben. Die Blütenform der Pompon-Dahlie etwa ist ganz rund und flach mit eingerollten Blütenblättern, während die Hirschgeweih-Dahlie fransige und abstehende Blütenblätter hat. Es gibt auch Kaktus-Dahlien oder solche, die einer Seerose ähnlichsehen. Ausser in blau blüht die Dahlie in allen Farben, ja sogar mehrfarbig, und ihre Blüten haben einen Durchmesser von 5 bis 20 Zentimetern. Dahlien: ab Mitte Mai pflanzen Dahlien können als Knollen gekauft und ab Mitte Mai an einem sonnigen Standort in gelockertem, mit Kompost angereichertem Boden gepflanzt werden. Zusätzlicher Blütendünger im Laufe der Vegetationszeit und fleissiges Ausschneiden verwelkter Blüten fördert die stetige Bildung der neuen Pracht. Das Zusammenhalten der Triebe durch Aufbinden ist bei den meisten Sorten nötig. Dahlien schmücken den Garten bis zu den ersten Frösten. Danach wird das Kraut auf ca.10 Zentimeter abgeschnitten, die Knolle ausgegraben, und ohne Erde an einem frostfreien Ort überwintert. Es lohnt sich, die Knollen hin und wieder zu kontrollieren und sie mit Wasser zu besprühen, falls sie zu sehr austrocknen. Auf dass die Königin unter den Knollen im nächsten Sommer wieder königlich blüht! Von Tanya van der Laan Von Tanya van der Laan Ähnliche Artikel finden Sie hier: Kategorie Gartentipp aus dem Wildegger Schlossgarten Kommentare

 
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Föhnen mit dem Chefkurator: Haartrockner von Rotel

Zurück zum Blog 28. August 2020 Kategorie Schätze aus der Sammlung Chefkurator Rudolf Velhagen sucht im Sammlungszentrum von Museum Aargau nach einem Föhn, um seine Haare zu trocknen – und stösst auf einen originalen Haartrockner der Aargauer Firma ROTEL. Wer sich an die 80er-Jahre des 20. Jahrhunderts erinnert, denkt nicht nur an die damaligen Hollywood-Blockbusters wie E.T., Ghostbusters oder Dirty Dancing, oder an Telefax und Cassetten-Walkman, sondern auch an die Schulterpolster-Mode mit den dazu passenden Föhnfrisuren. Mit einem Schmunzeln und zuweilen mit einem unfassbaren Staunen sehen wir heute auf Bilder von damals. Unverzichtbares Lifestyle-Accessoire für die Erschaffung der luftigen Frisuren war ein guter Haartrockner – wenn möglich von ROTEL. 1948 in Aarburg gegründet, war das erste Produkt von Rotel AG ein Ventilator, der sich wegen des verregneten Sommers nur in bescheidenen Stückzahlen verkaufen liess. Im Herbst des gleichen Jahres wurden Motor und Windflügel mit einer Heizung versehen, in ein Blechgehäuse verbaut und im Winter erfolgreich als "Heisslüfter Rotel Climaboy" verkauft. Das Sortiment wurde kontinuierlich mit Haartrocknern, Küchenmaschinen, Handmixern, Staubsaugern, Saftpressen, Kaffeemaschinen und vielen weiteren Elektrogeräten erweitert. Der letzte Schliff der Föhnfrisur war übrigens die Verwendung von Hairspray, um den Glanzeffekt zu steigern – kein Wunder, dass der gleichnamige Film von John Waters 1988 weltweit Furore machte. Zusammen mit anderen industriegeschichtlichen Objekten der Sammlung Museum Aargau war der ROTEL-Haartrockner in der Sonderausstellung "Von Menschen und Maschinen – Streifzug durch die Aargauer Industriegeschichte" von Museum Aargau zu sehen (Gebäude von SBB Historic, Windisch, Oktober 2020 bis Mai 2021). Von Rudolf Velhagen Von Rudolf Velhagen Rudolf Velhagen stellt hier regelmässig Trouvaillen, Raritäten und überraschende Schätze aus der Sammlung von Museum Aargau vor. Diese umfasst rund 50'000 Objekte. Ein grosser Teil davon lagert im Sammlungszentrum Egliswil. Ähnliche Artikel finden Sie hier: Kategorie Schätze aus der Sammlung Kommentare

 
Museum Aargau

Kochvideo: Zanzarellisuppe – Rezept aus dem Mittelalter

Zurück zum Blog 01. September 2020 Kategorien Mittelalter Kochvideos & historische Rezepte Geniessen Sie eine italienische Zanzarellisuppe nach einem Rezept aus dem Mittelalter. Unser Kochvideo zeigt, wie die Suppe zubereitet wird! Diese Suppe findet sich im italienischen Kochbuch des Maestro Martino, Libro de Arte Coquinaria aus dem 15. Jahrhundert. Der Maestro hiess mit richtigem Namen Martino de’ Rossi und stammte aus dem Bleniotal, im heutigen Tessin, Schweiz. Er war Koch am Hofe der Sforza und kochte in Florenz für Herzog Galeazzo Maria Sforza. Er war später geheimer Koch der Päpste Paul II. und Sixtus IV. Weitere Werke, die ihm zugeschrieben werden: "Libro de cosina" und "De honestea voluptate". Rezept für: 6 Personen Dauer: 25 Minuten Zutaten 80 g getrocknetes Brot,fein zerkleinert 200 g Parmesan, gerieben 8 Eier, verquirlt 2 l Bouillon 8 Safranfäden, gemörsert Gewürzmischung aus gemahlenem Zimt, Ingwer, Muskatnuss und Pfeffer Zubereitung Brot, Parmesan und Eier zu einem nicht zu dicken Teig vermengen. Die Bouillon zum Kochen bringen. Den Safran zugeben. Einige Minuten ziehen lassen. Danach die Brot-Käse-Eier-Masse zugeben, mit dem Quirl vermischen und warten, bis die Suppe wieder aufkocht. Ein oder zwei Mal aufkochen, bis sich die Flüssigkeit abhebt. Die Suppe nimmt durch das wiederholte Aufkochen eine körnige Konsistenz an. Vom Feuer nehmen, grosszügig mit der Gewürzmischung abschmecken. Zusatzinformationen Weisse Zanzarelli-Suppe erhält man, wenn man anstelle der ganzen Eier nur Eiweiss verwendet und anstelle des Safrans der Bouillon etwas Mandelmilch beigibt. Weitere Kochvideos 07. April 2020 Kochvideo: Gebackene Zwiebeln – Rezept aus dem Mittelalter Kochen Sie gebackene Zwiebeln nach einem raffinierten Rezept aus dem Mittelalter. 23. Juni 2020 Kochvideo: Safran-Sahne-Torte – Rezept aus dem Mittelalter Im Kochvideo zeigen wir Ihnen, wie sie eine Safran-Sahne-Torte zubereiten – ein mittelalterliches Rezept aus der Sammlung "Two… 04. Mai 2020 Kochvideo: Huhn an Zitrone – Rezept aus dem Mittelalter Huhn an Zitrone: ein raffiniertes Rezept aus dem Mittelalter. Im Kochvideo zeigen wir, wie's geht! Von Angela Dettling Von Angela Dettling Angela Dettling ist Leiterin Vermittlung von Museum Aargau. Die Historikerin kocht für ihr Leben gern Gerichte aus 2000 Jahren. Ähnliche Artikel finden Sie hier: Kategorien Mittelalter Kochvideos & historische Rezepte Kommentare

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Luftaufnahme vom Schloss Habsburg von Michel Jaussi

Schloss Habsburg

Stammschloss der Habsburger

Auf Schloss Habsburg wurde um 1030 der Grundstein der Habsburger-Dynastie gelegt. Ausstellungen, Führungen und Veranstaltungen zeigen die Geschichte der sagenumwobenen Burg und deren Adelsfamilie.

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Verkleideter Museumsführer erzählt im Esstheater den dinierenden Gästen Anekdoten auf Schloss Habsburg

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Eine mittelalterlich gekleidete Magd steht im Tor von Schloss Habsburg und winkt hinein..

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Wanderer auf dem Weg zum Schloss Habsburg

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Eine Schulklasse sitzt im Kreis im Innern von Schloss Habsburg; am Boden liegen Blätter mit Texten.

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Zwei Schüler unter dem Dach von Schloss Habsburg; ein Bub blickt durch ein Fernrohr ins Weite.

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Verkleideter Museumsführer erzählt im Esstheater den dinierenden Gästen am Esstisch Anekdoten auf Schloss Habsburg

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Gotische Stube Schloss Habsburg: Rustikaler Raum mit viel Holz und schön gedeckten Tischen.

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Ein Hochzeitspaar auf Schloss Habsburg: Ein Mann und eine Frau schreitet durch spalierstehende Gäste. Seifenblasen fliegen in der Luft.

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Der Aufstieg zur Weltmacht  

 
Ein gelber Heizlüfter, Objekt im Sammlungszentrum Egliswil

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Aussenaufnahme mit mächtigen Wolken über Schloss Habsburg
Besucher in der Dauerausstellung Schloss Habsburg
Mädchen bastelt am Familiensonntag am Schloss Habsburg
Verkleideter Museumsführer erzählt im Esstheater den dinierenden Gästen Anekdoten auf Schloss Habsburg
Besucherinnen und Besucher auf dem Königsweg mit dem Schloss Habsburg im Hintergrund
Eine als Kaiserin Sisi gekleidete Museumsführerin führt eine Gruppe Besucherinnen und Besucher durch das Schloss Habsburg.