Museum Aargau

Die Entstehungssage der Habsburg: Zwischen Mythos und politischem Kalkül

Zurück zum Blog 14. Juli 2024 Kategorie Mittelalter Aus der Sage zum Bau der Habsburg lässt sich einiges herauslesen, das auf den ersten Eindruck im Verborgenen liegt. Der Beitrag begibt sich auf die Spur der unterschiedlichen Bedeutungsstränge des Ursprungsmythos und erklärt deren Nutzen für die Habsburger. Die Sage zur Entstehung der Habsburg , die der Dynastie der Habsburger ihren Namen gab, ist schnell erzählt. In ihrer verbreitetsten Version handelt die Geschichte vom frühhabsburgischen Grafen Radbot , der auf der Jagd seinen abgerichteten Habicht verloren haben soll. Er fand den Vogel erst nach langer Suche auf dem Wülpelsberg wieder, einem Jurahöhenzug im heutigen Kanton Aargau. Der Ort erschien ihm als idealer Standort für eine Burg. Darauf lieh er sich Geld von seinem Bruder Werner, der Bischof von Strassburg war, um an eben jener Stelle eine Burg zu errichten. Darstellung Radbots aus der 'Chronik des Hauses Habsburg' von Joseph Geissinger um 1800 (Wikimedia Commons). Anstatt das Geld vollständig in sein Bauvorhaben zu stecken, nutzte Radbot es auch dafür, die Beziehungen zu seinen Gefolgsleuten im Umland zu stärken. Als ihn sein Bruder Werner eines Tages besuchte, um die erbaute Burg zu begutachten, war er zunächst enttäuscht. Der Bau imponierte ihm wenig und er wunderte sich, wohin all sein Geld geflossen war. Über Nacht liess Radbot all seine Gefolgsleute mobilisieren und als die beiden Brüder am nächsten Morgen erwachten, war das Land um die Burg voll mit Menschen. Herren, Ritter und Knechte, alle hatten sie ihre Zelte im Feld aufgeschlagen. Werner fürchtete sich, dass sie belagert worden seien. Radbot erklärte ihm, dass das Gegenteil der Fall sei. Diese Menschen seien die tatsächlichen Mauern, die er gebaut habe. Bischof Werner gab Radbot Recht und zeigte sich sehr zufrieden. In Gedenken an seinen Lieblingsvogel nannte Graf Radbot die Burg "Habichtsburg". Im alltäglichen Wortgebrauch wurde daraus im Laufe der Zeit "Habsburg". Ursprungssage und Herrschaftslegitimation im Mittelalter Mittelalterliche Ursprungssagen wie jene zur Habsburg erzählen einiges über ihre Entstehungszeit. Mit Hilfe symbolträchtiger Erzählungen legitimieren sie die Herrschaftsansprüche der betreffenden Adelsfamilie. In der Sage zur Habsburg wird die Herrschaft der Habsburger so dargestellt, dass letztere auf die Zusammenarbeit mit allen Bevölkerungsschichten abgestützt ist. Radbot erscheint so als weiser Anführer. Er zieht gute Beziehungen zu seinen Untertanen einer imposanten Burg vor, was seine eigene Herrschaft gerecht erscheinen lässt. Älteste bekannte realitätsnahe Darstellung der Habsburg aus 'Wappenbuch des Hans Ulrich Fisch' um 1627 (Staatsarchiv Aargau). Ein weiterer wichtiger Aspekt der Geschichte ist das mystische Element des Habichtflugs, der die Lage der Habsburg bestimmt haben soll. Solch schicksalshafte Begebenheiten verleihen einer adligen Familiengeschichte eine übernatürliche Komponente. Dass die Habsburger über andere Menschen bestimmen, erscheint so als überirdische, gottgewollte Tatsache. Mythos der Habsburger als Abkommen eines römischen Geschlechts In der Ursprungssage zur Entstehung der Habsburg versteckt sich auch ein Motiv, das über die Jahrhunderte der habsburgischen Familiengeschichte hinweg bedeutend blieb: Die angebliche Abstammung der beiden Brüder Radbot und Werner von einem alten römischen Adelsgeschlecht. Es die einzige Angabe zur Herkunft der beiden Brüder in der Sage. Die Forschung vermutet, dass dieses Element einer römischen Abkunft erst im 12./13. Jahrhundert Teil der Ursprungssage wurde. In den nachfolgenden Jahrhunderten wurde dieses Detail zigfach in ihren dynastischen Erzählungen zitiert und intensiviert. Dass die Habsburger als Abkommen eines römischen Geschlechts dargestellt wurden, war ein Kunstgriff, um mögliche Zweifel am glorreichen Ursprung der Dynastie zu widerlegen. Dies war zur Zeit ihres Aufstiegs in die oberste Riege der europäischen Adelsgeschlechter für die Habsburger essenziell. Die Habsburger gehörten nämlich nicht zum engeren Reichsfürstenstand und hatten keine verwandtschaftlichen Beziehungen mit den alten königlichen Häusern aufzuweisen. Der Mangel hochedler Herkunft der Habsburger wurde so mit einer angeblich römischen Herkunft wettgemacht. Sagen als adelige Selbsterzählungen Die Anknüpfung an eine römische Vorgeschichte war typisch für die Selbsterzählungen der Adelsgeschlechter des im 10. Jahrhundert entstehenden Heiligen Römischen Reiches. Der Name "Heiliges Römisches Reich" leitet sich vom Anspruch dessen mittelalterlicher Herrscher ab, die Nachfolger der antiken römischen Kaiser und die universalen, weltlichen Oberhäupter der Christenheit zu sein. Wenig überraschend wurde in den Eigenerzählungen vieler germanischen Adelsfamilien ans Römertum angeknüpft. Nach antikem Vorbild des Triumphbogens der Cäsaren modellierte Ehrenpforte, die sowohl die eigenen Leistungen als auch die angeblichen mystischen Vorfahren des habsburgischen Kaisers Maximilian I. darstellen. Kolorierter Holzschnitt, 1559, Albertina Museum Wien (© Anita Pravits, 2019). Unter dem habsburgischen Kaiser Maximilian I. von Österreich wurde zu Ende des 15. Jahrhunderts die römische Herkunftslegende noch weiter in die Vergangenheit gesponnen. Eigens angestellte Hofhistoriographen erarbeiteten eine dynastische Rückführung des Habsburger-Stammes bis hin zu den Trojanern. Eine Version, welche die habsburgische Dynastie nicht nur bis auf den trojanischen König Priamus, sondern sogar bis zum biblischen Noah zurückführte, wurde hingegen wohl aufgrund der Einwände der Wiener Theologischen Fakultät nicht gedruckt. Gesichertes Wissen über die Sage zur Habsburg Kenntnisse über den Ursprung der Sage gibt es wenig. Höchstwahrscheinlich basierte die Fabel zum Habichtsflug auf mündlichen Erzählungen, die sich in der Gegend der heutigen Schweiz erzählt wurden, nachdem die Habsburger ihre Herrschaft im Gebiet des heutigen Aargaus ab dem 11. Jahrhundert auszubreiten begannen. Mit dem Aufkommen einer kritischen Geschichtswissenschaft im 20. Jahrhundert löste man sich endgültig von den fabelhaften Ursprungserzählungen. Heute lässt sich mit Sicherheit nur festhalten, dass die Habsburg durch die Frühhabsburger im Rahmen des hochmittelalterlichen Landesausbaus im Raum Brugg errichtet wurde. Dass die Habsburger danach konstant an Macht gewinnen konnten, hat unter anderem mit dem Aussterben anderer bedeutender Dynastien in derselben Region – der Lenzburger, Zähringer, Rapperswiler und Kyburger – zu tun. Mit dem neuen Fokus auf den niederösterreichischen Raum und dem Wiener Hof als Herrschaftszentrum um 1400 verlor die Sage um die Entstehung der Stammburg an Bedeutung. Die Habsburger fokussierten sich nun darauf, eine unauflösbare Verbindung zwischen dem eigenen Geschlecht und Österreich darzulegen. Die südwestliche Seite der Habsburg, wie sie sich heute präsentiert (Wikimedia Commons / Roland Zumbühl). Weitere Blogbeiträge 12. Mai 2022 Die Falknerei im Mittelalter Die Falknerei war im Mittelalter ein beliebtes Hobby adeliger Männer. Aber war die Falknerei lediglich eine adelige Spielerei – oder eben… 23. Juni 2023 Der Gutshof – Ein Zentrum der mittelalterlichen Herrschaft Im Juli 2023 wird vor den Schlosstoren von Hallwyl ein mittelalterlicher Bauernhof errichtet. Eine Gruppe Siedler zeigt authentisch den… Von Mara Jenni Von Mara Jenni Mara Jenni ist Praktikantin im Team Ausstellungen von Museum Aargau. Ähnliche Artikel finden Sie hier: Kategorie Mittelalter Kommentare 24.08.2024 Miriam Widmer Sehr interessanter Artikel. Als Bruggerin hat kennt man natürlich die Sage. Eigentlich ist es schade das es "nur" eine Sage ist. Aber schön finde ich sie trotzdem. Ich bin stolz eine Aargauerin zu sein.

 
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Auf der Suche nach Geheimgängen auf Schloss Hallwyl

Zurück zum Blog 17. Juni 2020 Kategorie Schlossgeschichten Was wäre eine Schlossgeschichte ohne einen sagenumworbenen Geheimgang! Schlossbewohner hätten dort ihre Schätze verstecken oder durch ihn fliehen können, wenn sie ihr Leben in Sicherheit bringen mussten. Verbirgt sich auch auf Schloss Hallwyl ein geheimer Gang? Geschichtsvermittlerin Brigitte Poffa nimmt Sie mit auf die spannende Suche durch Mauern und Gänge aus dem frühen 14. Jahrhundert. Von Museum Aargau Von Museum Aargau Das Team von Museum Aargau zeigt an dieser Stelle digitale Einblicke in die Museumsstandorte. Ähnliche Artikel finden Sie hier: Kategorie Schlossgeschichten Kommentare

 
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Pavatexschrank der Möbelschreinerei Thut

Zurück zum Blog 30. Juni 2020 Kategorie Schätze aus der Sammlung Chefkurator Rudolf Velhagen stellt einen Pavatexschrank der Möbelschreinerei Thut aus Möriken vor. Der Schrank wurde von Kurt Thut (1931-2011) bis 2008 in seinem Privathaushalt benutzt, bevor er ihn der Sammlung Museum Aargau schenkte. Er entwarf das Stück im Jahr 1953, kurz nachdem er sein Studium an der Kunstgewerbeschule Zürich abgeschlossen hat und mit diesem Schrank und weiteren modernen Designs das Fabrikationsprogramm der väterlichen Möbelschreinerei Thut grundlegend veränderte. Kurt Thut genoss unter anderem Unterricht beim Lehrer für Innenarchitektur Willy Guhl, welcher 1942 einen sehr ähnlichen Pavatexschrank gebaut hat und Thut zu seiner Interpretation davon inspirierte. 1929 in Möriken gegründet Die Möbelschreinerei in Möriken AG wurde 1929 von Walter Thut gegründet. Sein Sohn Kurt Thut lernte zwischen 1947-1950 im väterlichen Betrieb das Schreinerhandwerk, bevor er Möbel entwarf und auch von der Möbelgenossenschaft beauftragt wurde, eine moderne und sachliche Möbellinie zu kreieren, im Rahmen welcher er diesen Pavatexschrank zeichnete. Er übernahm das Geschäft 1970, gründete eine AG und baute die Produktionsräumlichkeiten aus. Heute wird das Geschäft von seinen Söhnen Benjamin und Daniel Thut geführt. Von Rudolf Velhagen Von Rudolf Velhagen Rudolf Velhagen stellt hier regelmässig Trouvaillen, Raritäten und überraschende Schätze aus der Sammlung von Museum Aargau vor. Diese umfasst rund 50'000 Objekte. Ein grosser Teil davon lagert im Sammlungszentrum Egliswil. Ähnliche Artikel finden Sie hier: Kategorie Schätze aus der Sammlung Kommentare

 
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Die Sage der Sodjungfer von Schloss Lenzburg

Zurück zum Blog 17. Juli 2020 Kategorien Märchen & Mythen Schlossgeschichten Magd Els erzählt die Sage der Sodjungfer von Schloss Lenzburg. Eine düstere Geschichte mit Tiefgang. Von Museum Aargau Von Museum Aargau Das Team von Museum Aargau zeigt an dieser Stelle digitale Einblicke in die Museumsstandorte. Ähnliche Artikel finden Sie hier: Kategorien Märchen & Mythen Schlossgeschichten Kommentare

 
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Aschenputtel: Märchen mit der Magd von Schloss Wildegg

Zurück zum Blog 03. Juni 2020 Kategorie Märchen & Mythen Magd Ida krampft von früh bis spät in den herrschaftlichen Räumlichkeiten von Schloss Wildegg – und was macht Hund Flore? Aschenputtel lässt grüssen! Von Museum Aargau Von Museum Aargau Das Team von Museum Aargau zeigt an dieser Stelle digitale Einblicke in die Museumsstandorte. Ähnliche Artikel finden Sie hier: Kategorie Märchen & Mythen Kommentare

 
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Räume mieten: Grosser Rittersaal

Die Stiftung Schloss Lenzburg vermietet den grossen Rittersaal für Hochzeiten, Business-Events, kulturelle Veranstaltungen und weitere Anlässe mit maximal 500 Personen. Im grossen Rittersaal von Schloss Lenzburg sind verschiedene Bestuhlungsvarianten möglich. Für weitere Informationen und Buchungen kontaktieren Sie direkt die Stiftung Schloss Lenzburg: Stiftung Schloss Lenzburg Das Wichtigste in Kürze Standort Schloss Lenzburg Saisonalität Buchbar von April bis Oktober Kapazität Maximal 500 Personen Anzahl Räume 1 Raum (Total 270 m 2 ) Buchung Dieser Raum ist über die Stiftung Schloss Lenzburg buchbar Infos & Buchung

 
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Quiz: Wie gut kennen Sie die römischen Handwerke?

Zurück zum Blog 17. Juli 2024 Kategorien Römerzeit Quiz & Spiele Römische Geschichten aus Vindonissa Testen Sie Ihr Wissen über die römischen Handwerke! Die römischen Schmiede (ferrarii) waren talentierte Handwerker, die viele unterschiedliche Objekte herstellten. In die folgende Auswahl hat sich jedoch ein neuzeitliches Objekt eingeschlichen. Welches? Messer Gabeln Schwerter Skalpelle Die römische Bildhauer (sculptores) verzierten die Steine mit Reliefs. Dabei standen verschiedene Gesteine zur Verfügung. Welche Art war in Vindonissa wohl die teuerste? Marmor Sandstein Kalkstein In Vindonissa haben sich einige Malereien aus der Antike erhalten, die man heute noch bestaunen kann. Wissen Sie, wo? Im römischen Bad (balneum) In der Offiziersküche (cucina) In den Legionärsunterkünften (contubernia) Das Tongeschirr wurde in der Römerzeit massenhaft produziert. Wissen Sie, wie man die grossen Lagergefässe für Olivenöl, Wein oder Fischsauce nennt? Terra Sigillata Balsamarien Amphoren Die Römer verwenden verschiedene Schreibunterlagen. Was ist das Pergament? Das Papier, welches mit der Faser der Papyrus-Pflanze hergestellt wurde Das Fremdwort für eine Schriftrolle Die bearbeitete Haut von Nutztieren Letzte Frage: Raten Sie mal, worauf ein Legionär von Vindonissa diese Botschaft schrieb: <p><span style="font-size: 16px">"Denke an deine Wirtin in Hausnummer 12! So sollst du erfahren, wo ich das Gastmahl bereite sowie verschiedene Spiele und ein prächtiges Trinkgelage. Morgen, bei den mächtigen Schutzgeistern des Spiels, werde ich den Würfelbecher wie ein Schwert schwingen. Lebe wohl, teurer Bruder."</p> Auf einem Fluchtäfelchen Einem Wachstäfelchen Einer Hauswand Weitere Quiz 20. Februar 2024 Quiz zur römischen Mythologie Testen Sie Ihr Mythologie-Wissen in diesem Quiz! 04. Oktober 2022 Quiz: Was wissen Sie über den Alltag der Legionäre? Waren Sie vielleicht im früheren Leben Legionär? Testen Sie in diesem Quiz Ihr Wissen über den Alltag der Legionäre im alten Rom. 19. April 2024 Quiz: Welche Epoche passt zu Ihnen? Lösen Sie das Quiz und finden Sie heraus, welche Epoche am besten zu Ihnen passt! Von Luca Grünig Von Luca Grünig Luca Grünig ist Praktikant in Vindonissa. Ähnliche Artikel finden Sie hier: Kategorien Römerzeit Quiz & Spiele Römische Geschichten aus Vindonissa Kommentare

 
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Tulpenfieber! Wie die Tulpe nach Europa kam

Zurück zum Blog 03. September 2024 Kategorie Gartentipp aus dem Wildegger Schlossgarten Am 21./22. September 2024 sind wir auf Schloss Wildegg wieder im Tulpenfieber. Gegen 20'000 Tulpenzwiebeln können Sie am Tulpenzwiebel- und Genussmarkt kaufen. Doch was war die Herkunft der Tulpe, bevor sie in Europa derart verbreitet war? Am Anfang des Tulpenfiebers soll unter anderem ein Tuchhändler aus Antwerpen stehen. Dieser entdeckte 1562 in einer Stofflieferung aus Istanbul ein rätselhaftes Päckchen mit Tulpenzwiebeln; vielleicht die ersten Exemplare, die in diesem Teil Nordeuropas gesehen wurden. Tulpenzwiebeln auf dem Tulpenzwiebel- und Genussmarkt auf Schloss Wildegg (Museum Aargau) Der flämische Händler verputzte die Zwiebeln sogleich zum Znacht, gewürzt mit Essig und Öl – in der Meinung, eine seltene türkische Sorte auf dem Teller zu haben. Den Rest pflanzte er im Garten. Im kommenden Frühling dann die Überraschung: Bunte Tulpen streckten ihre Köpfe aus dem Küchengarten. Diese Tulpen könnten zu den ersten Exemplaren gehören, die in den Niederlanden blühten. Auch im eigenen Garten sind Tulpen eine Augenweide. Setzen Sie die Zwiebeln noch vor dem ersten Frost, dies doppelt so tief wie sie dick sind. Weitere Tipps und Geschichten finden Sie entlang des "Tulpenwegs" am Tulpenzwiebel- und Genussmarkt auf Schloss Wildegg. Weitere Blogbeiträge 18. September 2021 Herbst-Vorbereitungen für die Tulpenpracht im Frühling Die Tage werden kürzer und der Morgen riecht nach Herbst? Zeit, sich Gedanken über die Tulpenplanung zu machen. Der Gartentipp aus Schloss… 01. November 2022 Im Herbst pflanzen, was im Frühling farbenfroh blüht Sobald die Bäume im goldenen Herbst ihr Blätterkleid verlieren, ist Gartenputz angesagt: Rasen, Hecken und Bodendeckerbeete müssen vom Laub… 01. Juni 2021 So pflanzen Sie Tulpen im Frühling um Kennen Sie das? Sie haben einen Garten voll schön blühender Tulpen. Doch diese passen farblich nicht so recht zueinander. Dafür gibt es eine… Von Melissa Gögele & Tanya van der Laan Von Melissa Gögele & Tanya van der Laan Ähnliche Artikel finden Sie hier: Kategorie Gartentipp aus dem Wildegger Schlossgarten Kommentare

 
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Gartentipp: Hecken schneiden

Zurück zum Blog 05. August 2024 Kategorie Gartentipp aus dem Wildegger Schlossgarten Hecken sind ein guter Sicht- und Windschutz und haben zudem eine grosse ökologische Bedeutung. Sie bieten einen geschützten Unterschlupf für viele Tiere wie Igel, Siebenschläfer und am Boden brütende Vögel. Die Pflege von Hecken ist einfach: Eine Faustregel besagt, dass immergrüne Hecken in den Monaten ohne "R" – das heisst von Mai bis August – geschnitten werden. Dann ist die grösste Wachstumsphase abgeschlossen, die Hecken haben jedoch noch genügend Kraft, um sich vom Schnitt zu erholen. Wichtig: Schneiden Sie nicht in brütender Hitze. Zu viel Sonne und Wärme ist ein grosser Stress für die Pflanzen und die Schnittstelle könnte Verbrennungen davontragen. Besser ist ein bedeckter Himmel. Hecke (Pixabay/Kranich17) Das Schnittwerkzeug muss gut geschliffen sein, um einen sauberen Schnitt zu gewährleisten. In der Regel wird der Neuzuschnitt abgeschnitten. Ist die Hecke jedoch schon zu gross, kann zum Verkleinern auch ins alte Holz geschnitten werden. Dort befinden sich viele schlafende Augen, welche sich innerhalb von ein bis zwei Jahren gut entwickeln. Die gängigen Heckenpflanzen sind sehr gut schnittverträglich. Bei der Form ist darauf zu achten, dass die Pflanzen unten ein wenig breiter sind als oben, damit auch der untere Teil genügend Licht bekommt. Ansonsten können Sie Ihrer Kreativität freien Lauf lassen (wellenförmig, abgestuft, gerade, Kugel, etc.). Als Alternative zu formierten Hecken sind freiwachsende Blütenhecken auch sehr schön. Diese müssen nicht regelmässig geschnitten werden. Von Zeit zu Zeit reicht ein Auslichtungsschnitt, damit die Pflanzen nicht überaltern. Weitere Blogbeiträge 17. Juni 2024 Tomaten: die richtige Pflege So gelingen Tomaten perfekt: der Gartentipp aus dem Wildegger Schlossgarten. 15. Mai 2023 Gemüsegarten auf dem Balkon Wer gerne sein eigenes Gemüse zieht, braucht dafür nicht zwingend einen Garten. Dies funktioniert auch sehr gut auf dem Balkon oder der… 14. April 2022 Die Minze: Alleskönnerin im heimischen Garten Minzen faszinieren die Wildegger Schlossgärtnerinnen seit vielen Jahren. Egal, ob Zitronen-, Schokoladen-, Orangen- und Pfefferminze: Für… Von Melissa Gögele Von Melissa Gögele Ähnliche Artikel finden Sie hier: Kategorie Gartentipp aus dem Wildegger Schlossgarten Kommentare

 
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Das Berner Wappenbuch des Hans Ulrich Fisch I. von 1622

Zurück zum Blog 02. April 2020 Kategorie Schätze aus der Sammlung Das Berner Wappenbuch von 1622 ist ein bedeutendes kunsthistorisches Objekt. Gleichzeitig verweist es auch auf die ehemalige Berner Herrschaft im Aargau. Auf Streifzügen entlang der Schlösser von Museum Aargau stossen aufmerksame Beobachter immer wieder auf Überbleibsel aus der Zeit der Berner Herrschaft. An der Mauer von Schloss Lenzburg prangt beispielsweise ein grosses Wappen mit dem Berner Bär. Ein der Öffentlichkeit weniger bekannter Schatz ist das Berner Wappenbuch von 1622 aus der Sammlung Museum Aargau. Im Blog Museum Aargau gehen wir der Geschichte des bedeutsamen Kunstwerks auf die Spur. Wappen der Berner Geschlechter und der Dreizehn Orte Bereits die geschlossene Ansicht des Objekts vermag das Auge des Betrachters zu entzücken. Der goldgeprägte Pergamenteinband des Wappenbuches enthält als Verzierung verschiedene Prägungen und ist mit zwei roten Stoffbändern zugeknüpft. Beim Öffnen des Buches im Format 28 cm x 19.5 cm x 2 cm kommt die ganze Pracht des Kunstwerks zum Vorschein. Auf den Vorderseiten der Blätter sind die Berner Geschlechter dargestellt, die Hinterseite ist jeweils leer. Eine Ausnahme bildet die Widmung an Johann Schaufelberger am Anfang des Buches. Dieser war Landschreiber von Erlach und möglicherweise auch der Auftraggeber des Werks. Auf die Schultheissen, die bis 1622 regiert hatten, folgen die 200 Mitglieder des Grossen Rats von Bern. Neben den Wappen der bernischen Geschlechter sind unter anderem auch diejenigen der sogenannten Dreizehn Orte der Alten Eidgenossenschaft abgebildet. © Museum Aargau Werk von Hans Ulrich Fisch I. Das Berner Wappenbuch wurde 1622 von Hans Ulrich Fisch I. (1583–1647) aus Aarau hergestellt. Der vielbegabte Künstler profilierte sich neben seiner Tätigkeit als Heraldiker, Topograf und Buchillustrator vor allem in der Glasmalerei. Seine künstlerischen Fähigkeiten wurden rundherum geschätzt. Obwohl er der reformierten Konfession angehörte, erhielt er etwa auch Aufträge von katholischen Institutionen. Unter den noch heute erhaltenen Wappenscheiben ist ein 1620/21 hergestellter und aus sechs Scheiben bestehender Zyklus hervorzuheben, der sich im Kreuzgang des Klosters Wettingen befindet. Neben seiner künstlerischen Tätigkeit hatte er auch einige politische Ämter inne. 1624 wurde er Grossweibel und 1633 gehörte er dem Kleinen Rat an. Nachdem Hans Ulrich Fisch I. ein Jahr später zum Eherichter berufen wurde, beendete er 1644 seine Laufbahn mit dem letzten Karrieresprung im Amt des Stadtschreibers. Das Berner Wappenbuch verbindet demnach thematisch ein kunsthistorisch bedeutendes Objekt mit den zeitweiligen Besitzern der Schlösser von Museum Aargau. Es wurde 2009 auf einer Auktion von Dobiaschofsky in Bern ersteigert und in die kantonale Sammlung aufgenommen. Von Rudolf Velhagen Von Rudolf Velhagen Rudolf Velhagen stellt hier regelmässig Trouvaillen, Raritäten und überraschende Schätze aus der Sammlung von Museum Aargau vor. Diese umfasst rund 50'000 Objekte. Ein grosser Teil davon lagert im Sammlungszentrum Egliswil. Ähnliche Artikel finden Sie hier: Kategorie Schätze aus der Sammlung Kommentare

Gradian
Luftaufnahme vom Schloss Habsburg von Michel Jaussi

Schloss Habsburg

Stammschloss der Habsburger

Auf Schloss Habsburg wurde um 1030 der Grundstein der Habsburger-Dynastie gelegt. Ausstellungen, Führungen und Veranstaltungen zeigen die Geschichte der sagenumwobenen Burg und deren Adelsfamilie.

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Verkleideter Museumsführer erzählt im Esstheater den dinierenden Gästen Anekdoten auf Schloss Habsburg

Vier
Highlights

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Mädchen bastelt am Familiensonntag am Schloss Habsburg

Veranstaltungen
und Führungen

Veranstaltungskalender Museum Aargau  

 
Besucher in der Dauerausstellung Schloss Habsburg

Ausstellungen
und Rundgänge

Erleben Sie die Burg  

 
Eine mittelalterlich gekleidete Magd steht im Tor von Schloss Habsburg und winkt hinein..

Öffnungszeiten und
Eintrittspreise

Schloss Habsburg ist ganzjährig geöffnet  

 
Wanderer auf dem Weg zum Schloss Habsburg

Anreise: So
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Schulen, Familien und Gruppen

 
Eine Schulklasse sitzt im Kreis im Innern von Schloss Habsburg; am Boden liegen Blätter mit Texten.

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Zwei Schüler unter dem Dach von Schloss Habsburg; ein Bub blickt durch ein Fernrohr ins Weite.

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Geheime Ecken und Königsweg  

 
Verkleideter Museumsführer erzählt im Esstheater den dinierenden Gästen am Esstisch Anekdoten auf Schloss Habsburg

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FEIERN UND GENIESSEN

 
Gotische Stube Schloss Habsburg: Rustikaler Raum mit viel Holz und schön gedeckten Tischen.

Essen und
Trinken

Schlossrestaurant Habsburg  

 
Ein Hochzeitspaar auf Schloss Habsburg: Ein Mann und eine Frau schreitet durch spalierstehende Gäste. Seifenblasen fliegen in der Luft.

Räume
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Feiern und tagen auf dem Schloss  

GESCHICHTE UND SAMMLUNG

 
Virtuelles Schloss Habsburg

Geschichte

Der Aufstieg zur Weltmacht  

 
Ein gelber Heizlüfter, Objekt im Sammlungszentrum Egliswil

Sammlung

Schatzkammer der Aargauer Geschichte  

 
Grosses Handy in der Hand eines Benutzers, auf dem Bildschirm ist die "Sammlung online" von Museum Aargau dargestellt.

Sammlung online

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Impressionen

Aussenaufnahme mit mächtigen Wolken über Schloss Habsburg
Besucher in der Dauerausstellung Schloss Habsburg
Mädchen bastelt am Familiensonntag am Schloss Habsburg
Verkleideter Museumsführer erzählt im Esstheater den dinierenden Gästen Anekdoten auf Schloss Habsburg
Besucherinnen und Besucher auf dem Königsweg mit dem Schloss Habsburg im Hintergrund
Eine als Kaiserin Sisi gekleidete Museumsführerin führt eine Gruppe Besucherinnen und Besucher durch das Schloss Habsburg.