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Amaryllis: So blüht das Weihnachtswunder immer wieder

Zurück zum Blog 20. Dezember 2022 Kategorie Gartentipp aus dem Wildegger Schlossgarten Amaryllis blühen jeweils zu Weihnachten. Mit etwas Geschick und Ausdauer treibt die Zwiebel jedes Jahr neu aus. Der Gartentipp aus dem Wildegger Schlossgarten. Die Amaryllis ist mit ihren prächtigen Blüten ein Weihnachtsklassiker. Die Pflanze ist derzeit unter anderem in Töpfchen oder Wachs erhältlich (mit Wachs ist weder Wasser noch Substrat nötig). Dank einer Vorbehandlung offenbart die Amaryllis ihre Blütenpracht pünktlich zum Weihnachtsfest. Sie ist deshalb ein beliebtes Geschenk zu Beginn der Adventszeit. Die Blüten halten bei regelmässigem, sparsamen Giessen bis zu vier Wochen, an einem eher kühlen Ort (nicht unter 15 Grad) sogar länger. Vor zwei Jahren habe ich meiner Nachbarin eine Amaryllis geschenkt. Ein Jahr später hat sie mir begeistert erzählt, dass sie ihre Amaryllis wieder zum Blühen gebracht hat. Bei Rittersternen, deren Wurzel nicht in Wachs getaucht ist, gelingt dies mit etwas Geschick. Die Pflege nach dem Verblühen braucht Geduld und Aufmerksamkeit. Der spannende Prozess verläuft in drei Phasen: Phase 1: Wachsen Ist die Amaryllis nach Weihnachten verblüht, wird die Blüte abgeschnitten. Lassen Sie die Blätter stehen, giessen Sie die Pflanze regelmässig und stellen Sie sie an einem hellen warmen Ort auf. Im Frühjahr sollte die Amaryllis umgetopft und erstmals vorsichtig gedüngt werden. Nach den Eisheiligen wird die Pflanze draussen an einem halbschattigen Ort platziert. Über den Sommer dürfen Sie die Pflanze mit Dünger und gleichmässigem Giessen verwöhnen. Vermeiden Sie dabei Staunässe. Ende Sommer beginnt die Amaryllis dann zu welken. Reduzieren Sie den Dünger und giessen Sie die Pflanze nur noch mässig bis alles verdorrt ist. Danach werden alle Blätter abgeschnitten für die nächste Phase. Phase 2: Ruhen Bewahren Sie die Zwiebel nun während fünf Wochen bei 5 bis 10 Grad im Keller oder Kühlschrank auf. Die Amaryllis durchläuft nun ihre Ruhephase, damit sie später wieder blühen kann. Achtung: Amaryllis ist giftig. Kennzeichnen Sie diese im Kühlschrank, vor allem bei Kindern im Haushalt. Phase 3: Blühen Soll die Amaryllis wieder pünktlich zum Weihnachtsfest blühen, muss die Kältephase rund vier bis sechs Wochen zuvor beendet werden. Topfen Sie die gekühlte Pflanze ein und lassen Sie diese bei ca. 10 Grad und mit sanftem Angiessen langsam aufwachen. Nun ist die Amaryllis im gleichen Stadium, wie sie derzeit im Handel gekauft werden kann. Sobald die Blüten austreiben, freut sich die Amaryllis über ein schönes Plätzchen bei rund 20 Grad – und wird es Ihnen erneut mit einem blühenden Weihnachtswunder danken! Amaryllis, Bild von Jim Evans, Creative Commons Attribution-Share Alike 4.0. Von Tanya van der Laan Von Tanya van der Laan Ähnliche Artikel finden Sie hier: Kategorie Gartentipp aus dem Wildegger Schlossgarten Kommentare

 
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Der Spielzeugkasten von Carl Zweifel

Zurück zum Blog 12. Februar 2023 Kategorie Schätze aus der Sammlung Wer kennt sie nicht? Mit Spielzeugklötzen hat so manches Kind einen wesentlichen Teil seiner Freizeit verbracht. Neben der bekannten Firma "Wisa-Gloria" spielte Carl Zweifel (1884-1963) im Bereich der Lenzburger Spielzeugproduktion eine bedeutende Rolle. Die in den 1930-Jahren hergestellte Holzkiste (49 cm x 23 cm x 56 cm) enthält diverse farbig bemalte Spielklötze. Mit den Säulen, Brücken, Häuserteilen und Quadern konnten die Kinder eine ganze Palette von Gebäudetypen konstruieren. Auf dem aufschiebbaren Deckel ist eine aus Klötzen hergestellte Ortschaft, darunter Schweizer- und Kantonswappen sowie Beschriftungen zu sehen. Es handelt sich um den Prototyp eines von Carl Zweifel entworfenen "Schweizerbaukasten". Zweifels Schweizerbaukasten aus Holz. © Museum Aargau Ein Lenzburger mit Herz und Blut Der am 7. Februar 1884 geborene Carl Zweifel wuchs in der Lenzburger "Villa Malaga" am Fusse des Schlosshügels auf. Nach dem Besuch der Kantonsschule in Aarau entschied er sich dazu, in München und Karlsruhe Architektur zu studieren. Neben seinen architektonischen Hauptarbeiten sorgte er mit aufwändig gestalteten Karten- und Plakatserien über Städte- und Kirchenbauten im Kanton Aargau für Aufmerksamkeit. Als seine beruflichen Tätigkeiten wegen des Aktivdienstes nach Ausbruch des Ersten Weltkrieges ruhten, wandte er sich einer neuen Beschäftigung zu. Angeregt durch einen Wettbewerb fing er nunmehr mit der Produktion von Holzbaukästen an und gewann 1915 dafür den höchsten Preis des Schweizerischen Werkbundes. Seine jahrelang an der Basler Mustermesse ausgestellten Fabrikate brachten ihm viel Anerkennung von Fachleuten und Pädagogen ein. In den folgenden Jahren baute er die Herstellung der "Schweizerbaukästen" und von weiteren Holzartikeln zu seinem Hauptberuf aus. Von Carl Zweifel entworfenes Plakat anlässlich des kantonalen Schützenfests in Lenzburg 1911. (Quelle: kunstbreite.ch) Ein Ankauf von einem Aargauer Sammler Die Historische Sammlung konnte das Objekt zu Beginn des Jahres 2018 von einem Aargauer Sammler käuflich erwerben. Es ist für sie von grosser Bedeutung, weil der Name Carl Zweifel eng mit dem wichtigsten Standort von Museum Aargau verbunden ist. Nach seiner Heirat mit Barbara Hermle zog Carl Zweifel 1921 ins "Tannengut" und somit erneut in unmittelbare Nähe des Schlosshügels. Als Mitglied der Ortsbürgerkommission und Vorstandsmitglied der Vereinigung für Natur- und Heimat sowie als Obermann des Heimatschutzes war für ihn die Erhaltung von schutzwürdigen Baudenkmälern ein Herzensanliegen. Als Sujets für seine Holzschnitt-Karten wählte er oft Gebäude und Orte in Lenzburg aus. In den 1920er-Jahren produzierte er seine Holzprodukte in Zusammenarbeit mit der Firma A. Bucherer & Co. in Amriswil und Diepoldsau. Diese beschäftigte um 1947 über 200 Mitarbeiter und ist Teil der Aargauer Industriekultur. Das Objekt ergänzt den Schwerpunkt – die Aargauer Industriegeschichte – der Historischen Sammlung somit auf ideale Weise. Carl Zweifel (1884-1963) (Quelle: kunstbreite.ch) Dieser Beitrag wurde im Januar 2019 von Jean-Luc Rickenbacher, ehemaliger Praktikant der Sammlung von Museum Aargau, verfasst. Von Jean-Luc Rickenbacher Von Jean-Luc Rickenbacher Jean-Luc Rickenbacher war 2018 Praktikant der Sammlung von Museum Aargau. Ähnliche Artikel finden Sie hier: Kategorie Schätze aus der Sammlung Kommentare

 
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Schadet Efeu Bäumen?

Zurück zum Blog 18. Januar 2023 Kategorie Gartentipp aus dem Wildegger Schlossgarten Efeu ist ein dekorativer Bodendecker und ein wahrer Kletterkünstler. An Bäumen erklimmt die Pflanze in kürzester Zeit Höhen von über 20 Metern. Schädigt Efeu dabei die Bäume? Der Gartentipp aus dem Wildegger Schlossgarten. Der immergrüne Efeu ist bei uns weit verbreitet. Die einheimische Pflanze ist sehr gut für das Ökosystem. Klettert Efeu jedoch Bäume hoch, sorgt dies oft für Unsicherheit im heimischen Garten: Entzieht der Efeu dem Baum lebenswichtiges Licht und Nährstoffe? Brechen Triebe ab? Stirbt der Baum im schlimmsten Fall unter einem dichten Efeu-Teppich? Efeu ist kein Parasit Diese Befürchtungen sind in den meisten Fällen unbegründet. Efeu ist kein Parasit. Die Pflanze hat eigene Bodenwurzeln. Diese ziehen Nährstoffe und Wasser aus dem Boden. Die Haftwurzeln, mit denen Efeu klettert, haften zwar am Baumstamm, verletzen diesen jedoch nicht. Efeu nimmt dem Baum auch wenig Licht weg, denn Bäume absorbieren Licht vor allem übers Blattwerk. Efeu dagegen liebt den Schatten und wächst in der Regel nicht bis in die Baumkrone (falls doch, kann Efeu einfach zurückgeschnitten werden). Dichter Efeu-Teppich, welcher die Wildegger Schlossmauer dekoriert. Kräftige Bäume können also gut mit einem Efeukleid leben. Bäume profitieren sogar vom Efeu: Im Sommer beschattet dieser den Stamm. Im Winter dient Efeu als Schutz vor Frostrissen. Zudem bietet Efeu im Frühling einen willkommenen Unterschlupf für Insekten sowie Brutmöglichkeiten für Vögel. Im Herbst ist Efeu dann eine gute Nahrungsquelle für Wespen und Bienen, im Winter lieben Vögel die Beeren. Bis Efeu blüht, dauert es jedoch rund 20 Jahre, sofern dieser nicht zu stark geschnitten wird. Bei noch jungen Bäumen kann ein starker Efeu-Teppich jedoch zu Schäden führen. Auch bei Obstbäumen sollte Efeu vermieden werden, da er die Befruchtung durcheinanderbringen kann. Von Melissa Gögele Von Melissa Gögele Ähnliche Artikel finden Sie hier: Kategorie Gartentipp aus dem Wildegger Schlossgarten Kommentare

 
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Sanfte Pflege von Sträuchern

Zurück zum Blog 22. Februar 2023 Kategorie Gartentipp aus dem Wildegger Schlossgarten Im Garten geht die Arbeit bekanntlich nie aus. Gartenfreunde neigen jedoch manchmal dazu, zu stark in die Natur einzugreifen. Oft ist weniger mehr. Ein gutes Beispiel dafür sind Sträucher: Diese müssen nicht jedes Jahr geschnitten werden. Bei den Sträuchern genügt in der Regel ein Schnitt im Abstand von zwei bis drei Jahren. Schneiden Sie zudem nie mehr als ein Drittel des Strauchs heraus – auch aus Rücksicht auf Vögel, die im Frühjahr zu brüten beginnen. Auf grössere Eingriffe mit Säge und Schere sollten Sie ab Ende Februar generell verzichten. Sträucher, die langsam wachsen, müssen nie oder nur selten geschnitten werden. Sie behalten auch ohne Pflege weitgehend ihre Form. Zu den langsam wachsenden Sträuchern zählen Zaubernuss, Felsenbirne und Magnolien, oder auch schöne einheimische Sträucher wie Pfaffenhütchen, Berberitze und Eibe. Diese Arten sollten weitgehend sich selbst überlassen werden. Entfernen Sie – wenn nötig – nur abgebrochene und faule Teile. Grösser Eingriffe stören den natürlichen Wuchs und richten oft mehr Schaden an als sie der Pflanze nützen. Sträucher, die bereits Anfang Frühling blühen, sollten zudem nicht in der Winterzeit geschnitten werden. Denn mit den Ästen werden in diesem Fall auch die wertvollen Knospen weggeschnitten – die Blütenpracht im Frühling bleibt damit aus. Zu früh blühenden Sträuchern gehören Salweide, Winterschneeball, Kornelkirsche und Hasel – oder auch der gelbe Winterjasmin, der manchmal bereits im November wunderschön über Mauern und Treppen erblüht. Über solche früh blühende freuen sich nach dem Winter übrigens auch die Frühaufsteher im Tierreich. Bieren und Hummeln lieben die nahrhaften Pollen. Tipp: Informieren Sie sich bereits vor dem Kauf von Sträuchern, wie gross diese werden, und wählen Sie eine geeignete Art. Für kleinere Gärten empfehle ich grundsätzlich kleinere Sträucher. So müssen Sie die Pflanzen nicht unnötig schneiden – und die Sträucher können sich möglichst natürlich entwickeln. Von Tanya van der Laan Von Tanya van der Laan Ähnliche Artikel finden Sie hier: Kategorie Gartentipp aus dem Wildegger Schlossgarten Kommentare

 
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Gartentipp: Mit Dahlien in den Frühling

Zurück zum Blog 14. April 2023 Kategorie Gartentipp aus dem Wildegger Schlossgarten Dahlien sind eine Augenweide. Sie blühen immer wieder und verzaubern mit ihren Formen und Farben auch die Gärten von Schloss Wildegg – bis im Herbst Frostnächte der Blütenpracht ein Ende setzen. Im Frühling werden dann die Dahlienknollen nach dem Überwintern wieder in den Boden gepflanzt. Es ist möglich, die überwinterte Knolle vor dem Einpflanzen einige Wochen in einem Topf vorzutreiben. Voraussetzung dafür ist eine helle, rund 10 Grad kühle Umgebung. Nehmen Sie dazu die Dahlienknolle im März aus ihrem Winterquartier und prüfen Sie diese auf Schäden. Trockene Knollen eine Stunde in Wasser einlegen Trockene Knollen sollten eine Stunde in Wasser eingelegt werden, faule Stellen werden herausgeschnitten. Sind die Knollen sehr gross, können Sie diese vorsichtig von Hand oder mit einer Säge teilen. Schneiden Sie anschliessend verletzte Stellen heraus und lassen Sie Schnittflächen zwei Tage antrocknen. Die Schlossgärtnerin Tanya van der Laan mit Dahlienknollen. Die Knollen werden dann fünf Zentimeter tief in einen mit Universalerde gefüllten Topf gesetzt, angegossen und dann eher trocken gehalten. Pflanzen Sie die vorgetriebenen Dahlien dann ab Mitte Mai im Abstand von 50 Zentimetern in ihren Garten. Dahlien mögen sonnige Plätze in gut gelockerter, mit organischem Dünger angereicherter Erde. Tipp: Stecken Sie beim Einpflanzen gleich eine Stützhilfe ins Pflanzloch, um die Dahlie später hochbinden zu können. Knollen ab Mitte April auspflanzen Treibt die Dahlie dann kräftig aus, können Triebspitzen oberhalb des vierten Blattpaares geschnitten werden. Sie wird dadurch buschiger und wächst stabiler. Achtung bei spätem Frost: Bedecken Sie die Pflanze mit Erde, einem Fliess oder Blumentopf. Verfügen Sie nicht über einen kühlen, hellen Raum, können Sie die Knollen auch ab Mitte April direkt auspflanzen. Ohne Vortreiben sind Dahlien jedoch anfälliger für Schnecken, welche die zarten Austriebe lieben. Weitere Blogbeiträge 11. September 2020 Dahlien: Die Königin unter den Knollen Dahlien haben im 18. Jahrhundert über die Seefahrer ihren Weg aus der "neuen Welt" nach Europa gefunden. Die exotische Pflanze blüht in ganz… 18. November 2021 Dahlien überwintern: So geht’s! Dahlien blühen unermüdlich bis in den Spätherbst und sollten vor den ersten frostigen Nächten aus der Erde geholt werden. Unsere Gärtnerin… 13. April 2021 Kleine Rosenkunde – Übersicht der Sorten Rosen sind mit ihrer Blütenpracht nicht zu übertrumpfen. Für jeden Geschmack findet sich die passende Sorte. Eine kleine Rosenkunde mit der… Von Tanya van der Laan Von Tanya van der Laan Ähnliche Artikel finden Sie hier: Kategorie Gartentipp aus dem Wildegger Schlossgarten Kommentare

 
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Christliche Geschichten als Comic verpackt: Glasmalereien in der Kirche Königsfelden

Zurück zum Blog 06. April 2023 Kategorie Klosterleben Die prächtigen Glasfenster der Klosterkirche Königsfelden beeindrucken seit dem 14. Jahrhundert. Die Glasmalereien erzählen die wichtigsten Geschichten der Bibel: Die Auferstehung von Jesus, welche beim Osterfest gefeiert wird, darf dabei nicht fehlen. Im Chor der Klosterkirche Königsfelden finden sich mittelalterliche Glasmalereien mit christlichen Geschichten aus der Bibel. Die drei wichtigsten Geschichten sind vorne in der Mitte: die Geburt von Jesus von Nazareth im Stall, die Folterung und Hinrichtung am Kreuz und die Auferstehung von den Toten. Sie sind die Basis des christlichen Glaubens. Ohne den Glauben an die Auferstehung von Jesus gäbe es vielleicht keine Christenheit. Diese Auferstehung wird an Ostern gefeiert. Es ist das wichtigste Fest für die Christen. Auferstehung von den Toten Der auferstandene Jesus sitzt auf seiner Grabplatte. Die erste Geschichte zeigt den von den Toten auferstandenen Jesus, der auf seiner Grabplatte sitzt. Mit der rechten Hand macht er das Friedenszeichen, mit seiner linken Hand hält er den goldenen Kreuzstab mit roter Fahne. Unter der Platte wie auch links und rechts davon schlafen die Soldaten, die das Grab bewachen sollten. Zwei Engel beten. Der Künstler zeigt hier nicht die Dramatik, die hinter dieser Geschichte steckt: ein Toter öffnet sein Grab und steigt lebendig daraus hervor! Nein, er stellt Jesus erhaben dar. Jesus wird hier endgültig göttlich. Denn nur ein Gott kann sich erheben über Leben und Tod. Jesus erscheint den Frauen Jesus tritt als Gärtner auf. In der zweiten Geschichte tritt Jesus als Gärtner auf. Dies wird durch die Schaufel symbolisiert. Seine Jüngerinnen wollten ihn im Grab besuchen und seinen Leichnam mit feinen Salben bedecken. Zuerst sehen sie nur einen Gärtner, bis Maria Magdalena Jesus erkennt und vor ihm niederkniet. Auch die anderen Frauen erkennen ihn jetzt. Was haben die Frauen wohl in diesem Moment gedacht? Vielleicht waren sie dabei, als Jesus Jahre vorher den Lazarus von den Toten auferweckt hat. Daher waren sie kurz überrascht, danach aber ruhig und gefasst. Ein neues Wunder war geschehen. Selig sind, die nicht sehen und trotzdem glauben Geschichte des ungläubigen Thomas Die Frauen erzählen das Wunder den Jüngern. Diese glauben erst, als sie Jesus selbst sehen. Dies sehen wir in der dritten Geschichte. Sie wird allgemein als "Geschichte des ungläubigen Thomas" erzählt. Während die meisten Jünger an das Wunder der Auferstehung glauben, sobald Jesus wahrhaftig vor ihnen steht, ist Thomas misstrauisch. So etwas sei doch gar nicht möglich. Er glaube das erst, wenn er die Wunden der Kreuzigung sehe, nein, wenn er sie berühren könne! Und so sehen wir im Glasfenster, wie Thomas sich von links zu Jesus streckt und ihm in die Seitenwunde langt. Dies überzeugt ihn und auch er glaubt nun an die Auferstehung von Jesus. Um die Ungeheuerlichkeit von Thomas Bitte abzubilden, lässt der Künstler die Figur von einem Glasfensterteil ins andere laufen. Christi Himmelfahrt Christi Himmelfahrt Die vierte Geschichte stammt aus dem Lukasevangelium und erzählt von der Himmelfahrt. Wir sehen Jesus in der Mitte, wie er in einer Mandorla (goldene Aura) zu den Wolken schwebt. Links und rechts zu sehen sind seine Jünger sowie links seine Mutter Maria, die ihn verabschieden. Dies geschieht laut Überlieferung in der Apostelgeschichte 40 Tage nach der Auferstehung von den Toten. Auch wenn im mittleren Fenster der Himmel mit Wolken symbolisiert ist, schwebt er keineswegs hoch in die Atmosphäre oder höher. Es findet eine Verwandlung statt, von einem physischen Zustand zu einem metaphysischen Zustand. Seine menschliche Natur wird nun endgültig göttlich. Der Geist von Pfingsten Der Geist von Pfingsten Nochmals 10 Tage später findet die fünfte Geschichte statt: Pfingsten. Die Jünger verbringen zusammen mit Jesus Mutter Maria in einem Raum den Tag, als plötzlich ein Brausen und Sausen durch den Raum geht. Rote Zungen schweben über der Gruppe, hier symbolisiert mit der weissen Taube des Heiligen Geistes. Die Jünger sind überrascht. Alle beginnen, in verschiedenen Sprachen zu sprechen. Dies ist der Beginn der christlichen Mission. Der dreifaltige Gott, mit Vater, Sohn und heiligem Geist, senden die Jünger aus, um von den Wundern um Jesus von Nazareth zu berichten. Die Jünger machen sich auf, nach Syrien und in den Iran, Italien und Griechenland. Es gibt Berichte, dass Thomas gar bis nach Indien reiste. Warum gab es so viele Bilder mit der Geschichte von Jesus? Nicht viele Menschen im Mittelalter konnten lesen. Sie kannten jedoch die Geschichten um Jesus, weil in der Messe jeden Tag eine davon vorgelesen wurde. Sie waren auch als Fresken auf die Kirchenwände gemalt oder in den Glasfenstern dargestellt. Es entwickelte sich eine christliche Ikonografie, in welcher für die gleiche Geschichte immer eine ähnliche Darstellung genommen wurde – und das in der ganzen christlichen Welt. So erkennen Christen bis heute, um welche Geschichte es im jeweiligen Bild geht. Die Bilder erzählen nacheinander eine Geschichte. So wie Comics es auch tun. Die fehlenden Sprechblasen störten die mittelalterlichen Menschen nicht. Ihnen erschloss sich der Inhalt durch die Bilder selbst. Von Angela Dettling Von Angela Dettling Angela Dettling ist Leiterin Vermittlung von Museum Aargau. Die Historikerin kocht für ihr Leben gern Gerichte aus 2000 Jahren. Ähnliche Artikel finden Sie hier: Kategorie Klosterleben Kommentare

 
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Alice Mattenberger, legendäre letzte Wirtin von Schloss Habsburg

Zurück zum Blog 03. August 2023 Kategorien Schlossgeschichten 20./21. Jh. 45 Jahre lang wirtete Alice Mattenberger (1901–1988) auf Schloss Habsburg. Die legendäre letzte Schlosswirtin verköstigte ihre Gäste mit Suppe, Schinken und Anekdoten aus der Schlossgeschichte. Bei Alice Mattenberger kehrte die halbe Schweiz ein. Die letzte Schlosswirtin prägte die "Wirtschaft auf Schloss Habsburg " von 1930 bis 1974. Das ganze Jahr herrschte viel Betrieb auf der Burg: Mattenberger wirtet im Schlosshof, unter den Linden, im Schankraum, in der Gaststube und im Rittersaal auf der dritten Etage. Alice Mattenberger fand dabei immer Zeit für einen Schwatz mit Gästen aus nah und fern, die sich für das Schloss und dessen Geschichte interessierten. Eine kleine Schar von Frauen aus dem Dorf unterstützte die Wirtin im täglichen Gastbetrieb und aushilfsweise auch an den Wochenenden und bei Veranstaltungen. Wirtin mit grossem Herz für Tiere Zeitzeugen beschreiben Alice Mattenberger als grossgewachsene und in ihrer Erscheinung gepflegte Frau. Im Dorf war sie respektiert. Alice Mattenberger hatte auch ein Herz für Tiere: Hunde und Katzen fühlten sich auf der Habsburg wohl. Und ab und zu auch eine Dohle, die aus dem Nest gefallen war und von den Mattenbergers grossgezogen wurde. Die Dogge der Wirtsfamilie war auch treue Helferin für Warentransporte vom und zum Bahnhof Schinznach-Bad. Alice Mattenberger war bekannt für ihre Tierliebe. © Privatarchiv Mattenberger Vater übergab die kleine Alice der Gemeinde Aussergewöhnlich ist die Geschichte, wie Alice Mattenberger auf Schloss Habsburg kam. Geboren wurde sie 1901 als Alice Riniker, vermutlich in Carouge (GE). Ihr Vater brachte Alice und ihren Bruder im Alter von drei und vier Jahren auf die Gemeindekanzlei von Habsburg – und kam nie mehr zurück. Riniker ist ein Ortsbürgergeschlecht, und so musste sich die Gemeinde um die Kinder kümmern. Alice wurde von Rudolf und Elisabeth Hummel adoptiert, dem kinderlosen Pächterpaar der Gastwirtschaft auf Schloss Habsburg. Ihr Bruder Hans kam zu einem Bauern auf den Bözberg. Alice mit ihren Adoptiveltern Elisabeth und Rudolf Hummel um 1920. © Privatarchiv Mattenberger Heirat, Geburt und Rückkehr auf die Habsburg 1926 heiratete Alice Hans Mattenberger aus Birr und zog mit ihm nach Zug. 1930 kehrte sie mit ihrem neugeborenen Sohn Heinz auf Schloss Habsburg zurück. Ihr Adoptivvater brauchte nach dem Tod seiner Frau Elisabeth Hilfe mit der Gastwirtschaft Alice Mattenberger mit Sohn Heinz 1932 nach ihrer Rückkehr auf Schloss Habsburg. © Privatarchiv Mattenberger Alice Mattenberger entpuppte sich als talentierte Wirtin. Als 1942 auch ihr Adoptivvater starb, übernahm Alice Mattenberger die alleinige Verantwortung über die Gastwirtschaft. Während 45 Jahren begeisterte sie ihre Gäste mit bürgerlicher Küche. Arbeit gab es das ganze Jahr über, denn die Wirtschaft war auch im Winter geöffnet. Alice Mattenberger 1940 mit Sohn Heinz. © Privatarchiv Mattenberger Alice Mattenberger war als Schlosswirtin äusserst beliebt, auch weil sie kundig Gäste aus nah und fern in die Geschichte der Habsburger einführte. Nach ihrer Pension lebte sie bis 1986 an der Schlossgasse 21 in Habsburg, zwei Jahre später starb Alice Mattenberger 87-jährig im Altersheim in Windisch. Quellen und Recherche Recherche Esther Duran, Kunsthistorikerin M.A., Museumsführerin Museum Aargau Literarische Quellen "Habsburger Dorfgeschichten, Zeitzeugen erinnern sich, Erzählungen aus dem Leben, wie es damals war", Herausgeberin Marianne Spiess, Druck xline ag, Brugg, 2008 "Habsburger Dorfgeschichten, Zeitzeugen erinnern sich, Erzählungen aus dem Leben, wie es damals war, Heinz Mattenberger: Das Schloss war mein Zuhause", S. 20-34, Herausgeberin Marianne Spiess, Druck xline ag, Brugg, 2008 Erzählungen von Hedy Schenkel, Zeitzeugin aus Habsburg, während einem gemeinsamen Schlossrundgang mit Marianne Spiess und Esther Duran am 8. Juni 2021 Verschiedene Dokumente über Schloss Habsburg aus dem Staatsarchiv des Kantons Aargau, Aarau Zeitungsartikel "Generalanzeiger", Eigenamt, "Habsburg, ein junges Kapitel Schlossgeschichte, Die letzten Bewohner der Habsburg", 15. Oktober 1999 Bildquellen Familienalbum, Privatbesitz Mattenberger Von Pascal Meier Von Pascal Meier Pascal Meier ist Mitglied im Team Marketing & Kommunikation von Museum Aargau. Ähnliche Artikel finden Sie hier: Kategorien Schlossgeschichten 20./21. Jh. Kommentare

 
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Winterdienst auf Strassen im 19. Jahrhundert

Zurück zum Blog 07. März 2023 Kategorien Schätze aus der Sammlung Neuzeit Wie wurden im 19. Jahrhundert – komplett ohne motorisierte Schneepflüge und Fräsen – die Strassen von Eis und Schnee befreit? Damals wurde von Hand angepackt oder mithilfe von Schneepflügen aus Holz und Eisen gearbeitet. Ein solcher Schneepflug aus dem 19. Jahrhundert befindet sich in der Sammlung von Museum Aargau . Der Winterdienst Die Schneearbeiten, heutzutage auch Winterdienst genannt, sind eine wiederkehrende aufwendige Arbeit des Winters. Obwohl die Strassen im 19. Jahrhundert nicht so oft wie heutzutage befahren wurden, war die Schneeräumung trotzdem sehr wichtig. Der Winterdienst war im 19. Jahrhundert oft Sache der kantonal angestellten Wegmeister und Wegknechte. Die Schneeräumung in den Siedlungen oblag aber wesentlich den Gemeinden selbst. Das Schneeräumen mit den Schneepflügen des 19. Jahrhunderts war dabei nicht immer einfach. So hatten die Leute mit relativ einfachen Mitteln je nach Winter mit grossen Schneemassen und eisigen Temperaturen zu kämpfen. Die Kunst beim Schneeräumen bestand oft schon darin, die Strasse überhaupt unter dem Schnee zu finden, denn die Wege waren nicht alle gleich gut ausgebaut oder gekennzeichnet. Teilweise waren sie nach starkem Schneefall kaum von der Wiese daneben zu unterscheiden. Dann kam es durchaus vor, dass die Pferde, die die Schneepflüge zogen, bis zur Brust im Schnee standen und durch den Fuhrmann und die mitfahrenden Männer befreit werden mussten. Schönheide im Erzgebirge: Schneepflug von Pferden gezogen, Quelle: Wikimedia. Der Schneepflug der Sammlung Der Schneepflug (93 cm x 18.5 cm x 69 cm) in der Sammlung von Museum Aargau besteht, wie es bei Schneepflügen aus dem 19. Jahrhundert so üblich war, aus Holz und Eisen. Es handelt sich um einen sogenannten Keilpflug. Eine genaue Datierung unseres Schneepfluges ist nicht bekannt. Der Schneepflug aus der Sammlung von Museum Aargau (Inv. Nr. K-18991) © Museum Aargau Die beiden auf der rechten und linken Seite in eine Spitze zulaufenden Brettern bilden einen Keil und sorgen beim Ziehen dafür, dass ein kleiner Pfad im Schnee entsteht. Der untere Teil des Pfluges mit seinen eisernen Kufen hilft dabei, dass der Pflug im Schnee einfacher zu ziehen ist. Mit einem bei diesem Schneepflug fehlenden Zwischenstück wäre wohl die Breite des zu räumenden Pfades einzustellen gewesen. Dieser Schneepflug wurde hauptsächlich von Hand bedient. Zu diesem Zweck wurde ein Seil an dem Haken bei der Pflugspitze angebracht und der Pflug anschliessend gezogen. Der Schneepflug in der Sammlung von Museum Aargau ist unter den Keilpflügen ein relativ kleines Exemplar. Schneepflug Unterseite (Inv. Nr. K-18991) © Museum Aargau Bahnschlitten Es gibt auch grössere Schneepflüge. Ein anderer Name für diese Schneepflüge ist Bahnschlitten. Sie sind auch dreieckig und aus mit Eisen verstärktem Holz. Es besteht die Möglichkeit, vor den Pflug Pferde oder Ochsen anzuspannen. Das hatte beim Schneeräumen allerdings den Nachteil, dass die Tiere vor dem Pflug liefen und so den Schnee zusammenpressten. Historischer Schneepflug aus Holz für Pferdezug. Präsentation auf dem Rosstag Burggen, Oberbayern, Quelle: Wikimedia. Für das Räumen der Strassen und Schlittenbahnen mit solchen Schneepflügen mussten neben dem Fuhrmann und dem Pferdegespann auch weitere Männer mithelfen. Besonders bei ganz einfachen Bahnschlitten waren zusätzliche Personen nötig, da diese nicht verstellt werden konnten. Solche Pflüge konnten weder gehoben noch gesunken, sondern nur mit Steinen oder mit draufsitzenden Personen beschwert werden. Bei etwas komplexeren Bahnschlitten war es möglich, je nach der Schneemenge oder Schneeart die Seiten breiter auszufahren und später im Winter sowie bei grösseren und festeren Schneemassen enger einzustellen. In Extremfällen kam es vor, dass nur noch eine schmale Furt hinterlassen wurde. Im französischen Jura wurde um 1826 ein relativ komplexer Schlittenpflug für das Wegschaufeln des Schnees in den Gebirgen von seinem Erfinder Besson gebaut. Dafür erhielt er sogar einen Preis von 300 Franken. Dieser Schneepflug wurde von 4-5 Pferden gezogen und schaufelte die Strasse in einer Breite von bis zu 2 Klaftern (3.6 m) frei. Der Schnee türmte sich dabei links und rechts zu einer Höhe von bis zu 4 Fuss (ca. 1.2 m) auf. Schlittenpflug zum Wegschaufeln des Schnees in den Gebirgen von Hrn. Besson, Postmeister zu St. Laurent im französischen Jura, Quelle: Polytechnisches Journal, Bd. 20, 1826. Das Ende der Bahnschlitten Mit dem Aufkommen des Automobilverkehrs änderten sich die Ansprüche an den Winterdienst und auch dessen Bedingungen. In der Zwischenkriegszeit begannen die Motorfahrzeuge die Strassen auch im Winter zu befahren, woraus höhere Anforderungen an die Schneeräumung entstanden. Besonders nach dem zweiten Weltkrieg wurde das Auto zunehmend von der breiten Bevölkerung benutzt, weswegen vielerorts noch vorhandene Bahnschlitten durch moderne Fräsen und Schneepflüge ersetzt wurden. Heutzutage werden für den Winterdienst solche Bahnschlitten mit Pferden nicht mehr gebraucht. Einzig für Feste oder besondere Anlässe kommt es vor, dass Bahnschlitten noch einmal bespannt werden. Von Cedric Zbinden Von Cedric Zbinden Cedric Zbinden ist Historiker und Praktikant der Sammlung von Museum Aargau. Ähnliche Artikel finden Sie hier: Kategorien Schätze aus der Sammlung Neuzeit Kommentare

 
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Podcast mit Rolf Schmid, ehemaliger CEO der Mammut Sports Group AG in Seon

Zurück zum Blog 21. März 2023 Kategorie Podcast: Damals im Aargau (Oral History) Rolf Schmid, ehemaliger CEO der Mammut Sports Group AG erzählt, wie er das Unternehmen innert weniger Jahre zu einem der komplettesten Anbieter im mittlerweile 40 Länder umfassenden Outdoor-Markt geführt hat. Von 1996 bis 2016 führt der ehemalige CEO der Mammut Sports Group die ehemaligen Nischenunternehmen zum Big Player im Bergsport-Bereich. Im Podcast erzählt er von wagemutigen Marketing-Aktionen, starken Wachstumsphasen und notwendigen Neuausrichtungen der «Mammut», die 1862 als einfache Seilerei in Dintikon ihren Anfang nahm. Mit einer noch immer anhaltenden, spürbaren Verbundenheit zur Firma teilt Rolf Schmid aus der Management-Perspektive mit, wie sich die Firma verschiedensten Problemen stellte und mit kreativen Lösungen darauf zu reagieren wusste. Von Museum Aargau Von Museum Aargau Das Team von Museum Aargau zeigt an dieser Stelle digitale Einblicke in die Museumsstandorte. Ähnliche Artikel finden Sie hier: Kategorie Podcast: Damals im Aargau (Oral History) Kommentare

 
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Kochvideo: Hühnerleber-Raviol – Rezept aus dem 17. Jahrhundert

Zurück zum Blog 13. März 2023 Kategorie Kochvideos & historische Rezepte Kochen Sie Hühnerleber-Raviol nach einem Rezept aus dem 17. Jahrhundert. Unsere Schlossköchin zeigt Ihnen im Video, wie es geht. Die Pasta wurde keinesfalls nur in China erfunden. Quellen zeugen davon, dass schon im 3. und 4. Jahrhundert "Teigwaren" nicht nur gebacken, sondern auch im Wasser gekocht wurden. Eindeutig als Pasta zu bezeichnen sind die in Sizilien 1154 bezeugten Tria oder Itriya, dünne lange Nudeln, im Dorf Trabia hergestellt. Heute gibt es nur mehr eine Handvoll Frauen, die diese Nudeln nach altem Rezept herstellen. Das Ravioli ("sambusaj") wird erstmals bei Giambonio da Cremona erwähnt, welcher in seiner Rezeptsammlung aus dem 13. Jahrhundert 80 arabische Rezepte abdruckt. Unser Rezept von Hühnerleber-Raviol stammt aus dem Kochbuch von Eleonora Maria Rosalia (1647-1704), Herzogin von Troppau und Jägerndorf, "Freywillig aufgesprungener Granat-Apffel des Christlichen Samariters". Für 4 Personen Dauer: Vorbereitung 30 Minuten, Fertigstellen 5 Minuten Zutaten Teig: 250 g Dinkelmehl 1.5 dl Wasser 3 frische Eier 25 g Butter Füllung: 250 g Hühnerleber 1 Bund Petersilie 2 Stängel Mangold Grob geriebenes Brot Holländischen Hartkäse, gerieben 2 Eier Gewürzmischung: Pfeffer, Ingwer, Muskatnuss 1 Eiweiss 2 Liter Fleischbouillon Sauce: 50 g Butter Holländischen Hartkäse, gerieben Muskatblüten Pfeffer Zubereitung Alle Zutaten für den Teig mischen. Für 30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen. Die Hühnerleber klein hacken, mit der Petersilie und dem kleingehackten Mangold im Butter anbraten. Das geriebene Brot zugeben. Alles in eine Schüssel geben. Den Käse, die zwei Eier und die Gewürze beimischen. Den Teig sehr dünn ausrollen und in Rauten schneiden. Jeweils ein Stück mit der Füllung belegen. Die überstehenden Teigränder mit Eiweiss bestreichen und mit einem zweiten Stück belegen und festdrücken. Alle Ravioli nochmals für 30 Minuten in den Kühlschrank legen. Die Bouillon aufkochen und die Ravioli für ca. 3 Minuten garen. In einer Bratpfanne die Butter schmelzen, Käse, Muskatblüten und Pfeffer beigeben und die Ravioli darin schwenken. Heiss servieren. Quelle Eleonora Maria Rosalia, Freywillig aufgesprungener Granat-Apffel des Christlichen Samariters, 1. Auflage 1674. Wer gerne weitere Rezepte selbst ausprobieren möchte: Das Digitalisat des "Granat-Apffel" ist über das Münchner Digitalisierungszentrum aufrufbar . Weitere Kochvideos 04. Mai 2020 Kochvideo: Huhn an Zitrone – Rezept aus dem Mittelalter Huhn an Zitrone: ein raffiniertes Rezept aus dem Mittelalter. Im Kochvideo zeigen wir, wie's geht! 26. Januar 2022 Kochvideo: Spanische Äpfel – Rezept aus dem 17. Jahrhundert Kochen Sie spanische Äpfel nach einem Rezept aus dem 17. Jahrhundert. Unser Kochvideo zeigt, wie es geht. Ein einfaches und leckeres Rezept! 26. Mai 2022 Kochvideo: Eine Rindszunge zuzubereiten - Rezept aus dem 18. Jahrhundert Die Köchin des Landvogtes zeigt euch, wie man eine Rindszunge zubereitet. Ein einfaches Rezept aus dem 18. Jahrhundert! Von Angela Dettling Von Angela Dettling Angela Dettling ist Leiterin Vermittlung von Museum Aargau. Die Historikerin kocht für ihr Leben gern Gerichte aus 2000 Jahren. Ähnliche Artikel finden Sie hier: Kategorie Kochvideos & historische Rezepte Kommentare

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Aussenansicht Kloster Königsfelden

Kloster Königsfelden

Erinnerungsort der Habsburger

Das Kloster Königsfelden ist international bekannt für seine Glasfenster aus dem Mittelalter. Ausstellungen, Führungen und Veranstaltungen erwecken die über 700-jährige Klosterkirche zu neuem Leben.

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Produktion "Tor zum Paradies" Kloster Königsfelden: Mehrere Kinder liegen in Farben getaucht auf dem Boden der Klosterkirche.

Veranstaltungen
und Führungen

Veranstaltungskalender  

 
Innenaufnahme vom Kloster Königsfelden

Öffnungszeiten und
Eintrittspreise

Geöffnet von April bis Oktober  

 
Luftaufnahme Kloster Königsfelden mit Windisch

Anreise: So
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Anfahrt mit Auto und öV  

 
Innenaufnahme Kloster Königsfelden; Blick in den Chor mit den berühmten Glasfenstern aus dem Mittelalter.

Berühmte
Glasfenster

Glasmalerei aus dem Mittelalter  

Tagesprogramm

  • Veranstaltung
  • Öffentliche Führung
  • Ausstellung
  • Selbständiger Rundgang
  • Garten
  • Familien
  • Schulen
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Dies läuft am Tag Ihres Besuches

Die berühmten Glasfenster vom Kloster Königsfelden werden mit Licht durchflutet
10:00 – 17:00 Uhr

Glasfenster-Tour

Wissenswertes zu den Glasfenstern mit Königin Agnes und Baumeister Odo

Selbständiger Rundgang
Innenaufnahme vom Kloster Königsfelden
10:00 – 17:00 Uhr

Baugeschichts-Tour

Wissenswertes zur Baugeschichte mit Königin Agnes und Baumeister Odo

Selbständiger Rundgang
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SCHULEN, FAMILIEN UND GRUPPEN

 
Besucher und Besucherinnen betrachten die berühmten Glasfenstern auf Kloster Königsfelden

Für
Schulen

Führung und selbständiger Workshop  

 
Audioguide-Gerät mit Kopfhörer, im Hintergrund in Unschärfe Schülerinnen und Schüler.

Für
Familien

Staunt über imposante Glasfenster  

 
Eine Gruppenführung im Kloster Königsfelden. Im Hintergrund die berühmten Glasfenster.

Für
Gruppen

Führung und selbständiger Rundgang  

FEIERN UND GENIESSEN

 
Eine Mutter mit fünf Kindern an einem Tisch im römischen Bistro Popina im Legionärspfad Vindonissa.

Essen und
Trinken

Bistro Legionärspfad Vindonissa  

 
Innenraum Kloster Königsfeld mit vielen Gästen, die sitzen. Vorne spricht ein Mann an einem Podium.

Klosterkirche
mieten

Kulturelle Anlässe und Diplomfeiern  

GESCHICHTE UND SAMMLUNG

 
Aussenaufnahme vom Kloster Königsfelden

Geschichte

Königsmord und Klostergründung  

 
Ein gelber Heizlüfter, Objekt im Sammlungszentrum Egliswil

Sammlung

Schatzkammer der Aargauer Geschichte  

 
Grosses Handy in der Hand eines Benutzers, auf dem Bildschirm ist die "Sammlung online" von Museum Aargau dargestellt.

Sammlung online

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