Museum Aargau

Johannes von Hallwyl: ein Aargauer Adliger in der Karibik

Zurück zum Blog 19. Mai 2025 Kategorie Neuzeit Johannes von Hallwyl lebte in den 1720er- und 1730er-Jahren auf Martinique und in Saint-Domingue, dem heutigen Haiti. Was trieb ihn über den Atlantik? Und was – oder wen – brachte er von dort zurück in die Heimat? Johannes wurde 1688 geboren und wuchs in einer Zeit auf, in der seine Familie nur noch einen kleinen Anteil am Stammsitz, dem Schloss Hallwyl, besass. Sein Vater war mittellos, seine Mutter eine Bauerntochter. Die einzige Aufstiegsmöglichkeit für Johannes war eine Militärlaufbahn in Fremden Diensten. So begab er sich als junger Mann nach Holland. Später liess er sich von Frankreich anwerben und kommandierte als Offizier eine Kompanie von 200 Soldaten in dessen Kolonien. Martinique gehört noch heute zu Frankreich, Saint-Domingue war nach den USA die erste Kolonie, die 1804 ihre Unabhängigkeit erkämpfte. Soldaten des Regiments Karrer, in dem auch Johannes von Hallwyl diente. Aquarell von Albert von Escher, 1741. (Bibliothek am Guisanplatz, Bern) Mit einem Schweizer Regiment in Übersee Johannes von Hallwyl diente unter dem Solothurner Franz Adam Karrer. Dieser hatte für den französischen Marineminister ein Regiment mit Söldnern aus der Eidgenossenschaft und angrenzenden Regionen aufgestellt. Das Regiment schützte Frankreichs Übersee-Kolonien und seine Handelsschiffe gegen andere europäische Mächte. In den Kolonien selbst setzte es die Unterdrückung der versklavten Menschen durch. Über neunzig Prozent der damaligen Bevölkerung von Saint-Domingue war aus Westafrika verschleppt worden und leistete Zwangsarbeit auf den Plantagen. Hinweise auf die Aufgaben von Hallwyls Soldaten in Saint-Domingue fehlen in den erhaltenen Quellen. Überliefert ist, dass das Regiment 1758 die Hinrichtung von Franswa Makandal sicherte, dem Anführer des ersten grossen Aufstands der versklavten Bevölkerung in Saint-Domingue. Zu dieser Zeit lebte Johannes bereits nicht mehr. Versklavte Menschen verarbeiten Baumwolle in Saint-Domingue. Kupferstich aus der Enzyklopädie von Denis Diderot, graviert von A. Provost, 1751. (© Alamy) Transatlantischer Handel: Kolonialwaren und Luxusgüter Als Offizier war Johannes von Hallwyl auch Unternehmer; Militär und Handel gingen Hand in Hand. Er musste seine Soldaten verpflegen und ausstatten. Daneben handelte er mit verschiedenen Waren auf eigene Rechnung. Im Lauf der Jahre hatte er sich ein Handelsnetzwerk aufgebaut, dass von der Karibik über Frankreich bis in die Eidgenossenschaft reichte. Sein wichtigster Handelspartner, der Berner Johannes Jenner, koordinierte die Geschäfte in La Rochelle an der französischen Atlantikküste. Aus den Kolonien liess Hallwyl folgende Rohstoffe verschiffen: Tabak Zucker Kaffee Baumwolle Indigo (ein blauer Farbstoff) Kakao Schildpatt von Karettschildkröten Chinarinde (ein Heilmittel gegen Malaria) Dieses Necessaire aus Schildpatt gehörte Johannes‘ Sohn Albrecht Gabriel. (Schweizerisches Nationalmuseum, SH-210.15a-15f) Aus Frankreich und aus der Eidgenossenschaft bestellte Hallwyl Konsumgüter für die Oberschicht in Saint-Domingue: Tuch und verschiedene Stoffe aus Leinen und Baumwolle Tischtücher, Servietten, Taschentücher Schuhe, Strümpfe, Hemden, Hauben Broschen und Manschettenknöpfe ein Säbel Greyerzer- und Parmesankäse, Schabziger Kandierte Früchte und Süssigkeiten Kirsch und Liköre Medizinische Essenzen Gewürze, z.B. Kümmel Kerzen Korkenzieher Schrank- und Kommodenschlösser Der Kapitän des Schiffs «Le Fier» transportiert im Auftrag Hallwyls unter anderem Tischwäsche und Käse. (Staatsarchiv Bern, Familienarchiv von Hallwyl, A 110, Nr. 15. © Museum Aargau) Zurück in der Heimat – Wiedererlangung der Familienehre 1737 verliess Johannes von Hallwyl Saint-Domingue, um das Familienerbe anzutreten. Als Soldoffizier hatte er in der Kolonie zur Oberschicht gehört. In der Heimat musste er sich diese Stellung erarbeiten – mit seinem Vermögen aus dem Kolonialhandel und dem Aufbau neuer Beziehungen. Vor Gericht erstritt er das Schloss Hallwyl zurück und heiratete danach in die mächtige Berner Patrizierfamilie von Diesbach ein. Er unterstützte die Militärkarriere seines Verwandten Franz Josef von Hallwyl. Diesem gelang es 1752, kurz vor Johannes‘ Tod, das Regiment Karrer zu übernehmen. Es bestand als Regiment Hallwyl bis 1763. Johannes von Hallwyl und seine vierzig Jahre jüngere Ehefrau, Bernhardine Elisabeth von Diesbach, gemalt von einem unbekannten Künstler nach der Hochzeit 1743. (Schweizerisches Nationalmuseum, SH-183 und SH-179) Mutmassliche Sklaven auf Schloss Hallwyl? Als Hallwyl zurückkehrte, brachte er nicht nur Muscheln, Pelzkleider und Papageien mit, sondern liess auch seinen Diener Joseph und einen Schwarzen Jungen nachkommen. Beide waren höchstwahrscheinlich versklavt. Möglicherweise verbrachte das Kind sein Leben auf Schloss Hallwyl: Ein Enkel von Johannes von Hallwyl erwähnt in einem Brief im Jahr 1800 einen «Schwarzen Mann», den er mit einer Einladung für Heinrich Pestalozzi nach Burgdorf geschickt habe. Der Junge, den Johannes 1737 aus Saint-Domingue mitgenommen hatte, wäre zu diesem Zeitpunkt ein alter Mann gewesen. Womöglich befinden sich im umfangreichen Archiv der Familie von Hallwyl weitere Hinweise auf das Schicksal der beiden Menschen aus Saint-Domingue. An seinem Lebensende 1753 hatte Johannes sein Vermögen aufgebraucht, aber die Ehre der Familie war wieder hergestellt. NEUES BUCH Zwischen der Karibik und dem Aargau Johannes von Hallwyl (1688-1753) in den französischen Kolonien Weitere Beiträge 03. März 2025 Vom Adelssitz zum Museum: Schloss Hallwyl und Wilhelminas Vermächtnis Dass Schloss Hallwyl archäologisch erforscht und für die Öffentlichkeit zugänglich ist, verdanken wir Wilhelmina. Doch wer war diese Frau?… 29. Juni 2021 Wie kam ein Helm aus dem Orient nach Lenzburg? Die Sammlung Museum Aargau enthält wertvolle Gegenstände aus aller Welt. Wie kam, dass dieser kunstvolle orientalische Helm nach Schloss… 02. September 2021 Einblick ins Familienarchiv Hallwyl: Ein Pachtvertrag und haufenweise Mist Ein Pachtvertrag aus dem Familienarchiv Hallwyl gibt Einblick in die Landwirtschaft des Schlosshofs am Ende 18. Jahrhundert und in die… Von Sarah Caspers Von Sarah Caspers Sarah Caspers ist Geschichtsvermittlerin im Museum Aargau. Ähnliche Artikel finden Sie hier: Kategorie Neuzeit Kommentare

 
Museum Aargau

Einpflanzen mit Plan: Tipps für gutes Anwachsen

Zurück zum Blog 05. Mai 2025 Kategorie Gartentipp aus dem Wildegger Schlossgarten Im Frühling locken Gärtnereien mit prachtvollen Sträuchern, Bäumen und Blumen. Vor dem Einpflanzen lohnen sich Planung und etwas Geduld. Tipps zum Einpflanzen und Anwachsen aus dem Wildegger Schlossgarten. Vor dem Kauf neuer Pflanzen ist Planung wichtig: Wo soll die Pflanze stehen – und erfüllt dieser Ort die Bedingungen, welche die Pflanze braucht? Ist genug Sonne vorhanden? Oder weht zu starker Wind? © Pixabay / Schauhi Neue Pflanzen sollten zudem langsam an ihr neues Zuhause im Freien gewöhnt werden. Denn die meisten Pflanzen kommen im Frühjahr direkt aus dem Gewächshaus. Mit den folgenden Tipps gelingt die Anwachsphase. Tipps für die Anwachsphase Akklimatisieren: Stellen Sie die Pflanze nach dem Kauf für ein paar Tage in den Halbschatten. So kann sie sich an Sonne und Wetter gewöhnen. Grosszügiges Pflanzloch: Graben Sie das Loch doppelt so gross wie den Wurzelballen. Die Erde um das Loch mit der Grabgabel lockern. Boden anreichern: Die Erde um das Pflanzloch kann mit etwas Kompost angereichert werden. Verwenden Sie jedoch noch keinen Dünger oder frischen Mist. Wurzel wässern: Den Wurzelballen vor dem Einpflanzen in Wasser tauchen. Richtig einsetzen: Die Pflanze sollte so tief ins Loch, wie sie im Topf aus der Gärtnerei stand. Hohlräume vermeiden, Wurzeln brauchen Kontakt mit der Erde. Einschwemmen: Nach dem Pflanzen gut angiessen, auch bei Regenwetter. Stützen: Höhere Sträucher oder junge Bäume mit einem Stab sichern. So können die Wurzeln auch bei Wind ungestört anwachsen. Die Anwachsphase der Pflanze kann mehrere Wochen dauern. Sie ist vorbei, sobald die Pflanze sichtbar wächst. Achten Sie in dieser Zeit auf gleichmässige Feuchtigkeit der Erde. Nach dieser Anwachsphase kann gedüngt werden – je nach Pflanzenart und Bedarf. 15. Mai 2020 So gelingt die Wildblumen-Wiese für Bienen Verwöhnen Sie die Bienen in ihrem Garten mit einem Festbankett vor der Tür – und zwar in Form einer Wildblumenwiese mit einheimischen Arten.… 22. Februar 2023 Sanfte Pflege von Sträuchern Im Garten geht die Arbeit bekanntlich nie aus. Gartenfreunde neigen jedoch manchmal dazu, zu stark in die Natur einzugreifen. Oft ist… 23. Juli 2021 Insekten und andere Krabbeltiere: die kleinen Nützlinge im Garten Käfer, Spinnen und Insekten im Allgemeinen werden oft mit gemischten Gefühlen betrachtet. Jedoch sind viele von ihnen als Nützlinge… Von Tanya van der Laan Von Tanya van der Laan Ähnliche Artikel finden Sie hier: Kategorie Gartentipp aus dem Wildegger Schlossgarten Kommentare

 
Legionärspfad Vindonissa

Catering

Übersicht Vertragscaterer Finest AG, Windisch Finest AG Josephine Meier Dohlenzelgstrasse 3 CH-5210 Windisch Tel. +41 56 566 70 50 E-Mail senden Website Güggeli-Sternen, Oberbözberg Güggeli-Sternen Esther & Thomas Schäublin Dorfstrasse 32 CH-5225 Oberbözberg Tel. +41 56 441 24 24 E-Mail senden Website Die Zusammenarbeit mit anderen Caterern sowie eine selbständige Bewirtung sind aus betrieblichen Gründen nicht möglich.

 
Vindonissa Museum

Café und Apéro

Das Café lädt Sie während Ihres Besuchs zu einer Pause im Obergeschoss des Museums ein. Der Eintritt ins Café ist frei. Unser Angebot im Selbstbedienungsbereich umfasst warme und kalte Getränke. Apéro: römisch oder modern Das Vindonissa Museum bietet in Kombination mit einer gebuchten Führung Kaffee und Gipfeli (im Café) sowie köstliche Apéros (im römischen Garten oder Obergeschoss des Museums) an. Ob römisch oder eher modern: Wir offerieren auf Anfrage Köstlichkeiten für jeden Geschmack. Einen Hochgenuss versprechen die Weine der Vindonissa-Winzer. Räume mieten Download Bistro-Angebote für Gruppen

 
Museum Aargau

Römer-Quiz: Welche Rolle in der römischen Legion passt zu Ihnen?

Zurück zum Blog 13. Mai 2025 Kategorien Römerzeit Quiz & Spiele Römische Geschichten aus Vindonissa Sind Sie eher ein entschlossener Centurio – oder ein tapferer Legionär in der ersten Reihe? Lösen Sie das Quiz und finden Sie heraus, welche Rolle Sie in der römischen Legion spielen würden! Personalities Fusssoldat miles gregarius centurio medicus signifer Weitere Quiz 23. März 2023 Quiz: Haben Sie das Potential zum Legionär? Nicht jeder Dahergelaufene konnte römischer Legionär werden. Was denken Sie? Haben Sie das Potential zum römischen Legionär? Machen Sie den… 04. Oktober 2022 Quiz: Was wissen Sie über den Alltag der Legionäre? Waren Sie vielleicht im früheren Leben Legionär? Testen Sie in diesem Quiz Ihr Wissen über den Alltag der Legionäre im alten Rom. 20. Februar 2024 Quiz zur römischen Mythologie Testen Sie Ihr Mythologie-Wissen in diesem Quiz! Von Museum Aargau Von Museum Aargau Das Team von Museum Aargau zeigt an dieser Stelle digitale Einblicke in die Museumsstandorte. Ähnliche Artikel finden Sie hier: Kategorien Römerzeit Quiz & Spiele Römische Geschichten aus Vindonissa Kommentare

 
Museum Aargau

Diplomat des Kaisers: Graf Ulrich IV. von Lenzburg

Zurück zum Blog 14. April 2025 Kategorien Mittelalter Schlossgeschichten Graf Ulrich IV. von Lenzburg war ein Spitzendiplomat des Mittelalters. Im Namen von Königen und Kaisern reiste er durchs Land, handelte Verträge aus und nahm an Kriegen teil. Eine Aufsteigergeschichte des 12. Jahrhunderts. Game of Thrones ganz real: die Kaiserkrone des römisch-deutschen Reiches. Bildnachweis: Reichskrone CSvBibra, Weltliche Schatzkammer Wien (190)2, CC-PDM 1.0. Ulrich IV., Graf zu Lenzburg, bewegte sich zeitlebens in der Nähe deutscher Könige und Kaiser. Die Lenzburger Grafen waren dem Geschlecht der Staufer loyal ergeben und bildeten ein Gegengewicht zu vielen aufstrebenden Geschlechtern (wie etwa den papstnahen Zähringern), die ebenfalls die Macht im Land anstrebten. Erster Aufstieg zur Macht: König Konrad III., an dessen Hof Ulrich schon eine bedeutende Rolle spielte. Bildnachweis: König Konrad III. Miniatur aus der Kölner Königschronik (13. Jahrhundert), Brüssel, Königliche Bibliothek, Ms. 467, fol. 64v. Von Hof zu Hof: der Aufstieg von Graf Ulrich IV. Ulrichs Geburt ist nicht datiert, sie muss aber irgendwann vor 1125 gewesen sein. Zehn Jahre später taucht sein Name bereits in einem königlichen Umfeld auf: 1136‒37 nahm er teil am Italienfeldzug von Kaiser Lothar III., wobei er den Staufer Konrad kennenlernte. Als Konrad später König wurde (Konrad III.), nahm Ulrich an seinem Hof erstmals eine hervorgehobene Stellung ein. Vermutlich waren die beiden sogar befreundet. Zur Familie des Königs gehörte auch dessen Neffe, Friedrich. Mit diesem pflegte Ulrich eine enge Freundschaft, die sein weiteres Leben massgeblich prägte. Ein Kaiser zum Freund: Friedrich I., besser bekannt als Barbarossa, in vollem Ornat mit Kaiserkrone. Bildnachweis: Miniatur aus der Welfenchronik (Kloster Weingarten, 1179‒1191). Heute Landesbibliothek Fulda. Im Zenit der Macht: Dienst unter Friedrich I. Barbarossa Friedrich trat schliesslich die Nachfolge als König an und Ulrich wurde einer seiner engsten Ratgeber. Als Vertrauter des Königs wurde er mit Kriegszügen sowie speziellen diplomatischen Diensten beauftragt. Einer dieser Dienste beinhaltete zum Beispiel die Aushandlungen mit dem Papst über die Bedingungen zur Kaiserkrönung von Friedrich. 1145/55 war es dann so weit: Ulrich begleitete Friedrich zu seiner Kaiserkrönung nach Rom, für die er im Vorfeld alle diplomatischen Register gezogen hatte. Von da an lenkte dieser als Kaiser Friedrich I. (besser bekannt als "Barbarossa") die Geschicke des Reiches – mit Ulrich an seiner Seite. Somit war der Lenzburger im Zentrum der Macht des Reiches angekommen. Rückzug aus dem Kaiserdienst In den 1160er-Jahren verliert sich Ulrichs Spur in den schriftlichen Zeugnissen. Er scheint sich vom Hof zurückgezogen zu haben und konzentrierte sich mehr auf die Verwaltung und juristischen Belange der Besitztümer seiner eigenen Familie. Die letzte erhaltende Urkunde, die Ulrich unterzeichnete, wurde 1170 ausgestellt. Die neuen Aufsteiger auch Dank des Erbes Ulrichs: die Habsburger. Bildnachweis: Ausschnitt aus der Digitalisierung der Züricher Wappenrolle (Original), abrufbar auf der Webseite des Schweizer Projektes e-codices. Tod und Vermächtnis: Das Ende der Grafen von Lenzburg Am 5. Januar 1173 starb Ulrich IV. von Lenzburg. Mit ihm endete das Geschlecht der Grafen von Lenzburg. Er vermachte sein gesamtes Vermögen und seinen Besitz an seinen Freund, den Kaiser. Sechs Wochen nach Ulrichs Tod, um den 20.2.1173, traf Friedrich I. Barbarossa zusammen mit einem grösseren Tross an Fürsten, Bischöfen und Herzögen auf Schloss Lenzburg ein, um über die Erbschaft zu verfügen und Abschied von seinem Freund zu nehmen. Grosse Teile des Besitzes sowie das Schloss Lenzburg gingen an Friedrichs Sohn Otto über, der ab 1180 den Titel ‘Graf von Lenzburg’ trug. Den Rest der Ländereien übergab der Kaiser an das aufstrebende Haus der Habsburger, die damit ihren Machtbereich erheblich erweitern konnten. Aber das ist eine andere Geschichte … Weitere Blogbeiträge 12. Mai 2022 Die Falknerei im Mittelalter Die Falknerei war im Mittelalter ein beliebtes Hobby adeliger Männer. Aber war die Falknerei lediglich eine adelige Spielerei – oder eben… 30. Juni 2023 Quiz: Welcher Mittelalterberuf passt zu Ihnen? Wären Sie Bauer, Bäuerin oder Ritter? Oder würden Sie eher ins Kloster gehen? 23. August 2023 Spielleute im Mittelalter Spielleute waren die Unterhaltungskünstlerinnen und -künstler des Mittelalters schlechthin. Kein Fest oder Jahrmarkt fand ohne sie statt.… Von Lea Schieback Von Lea Schieback Lea Schieback ist Kuratorin im Team Ausstellungen von Museum Aargau. Ähnliche Artikel finden Sie hier: Kategorien Mittelalter Schlossgeschichten Kommentare

 
Museum Aargau

Vindonissa

MUSEUMSSTANDORTE IN VINDONISSA Legionärspfad Vindonissa Der Römer-Erlebnispark bietet Spiel-/Themen-Touren, Events, römische Übernachtungen, Führungen und vieles mehr. Vindonissa Museum Das Vindonissa Museum in Brugg zeigt die wichtigsten Funde von Vindonissa, dem einzigen römischen Legionslager der Schweiz.

 
Museum Aargau

Rosen richtig schneiden

Zurück zum Blog 01. April 2025 Kategorie Gartentipp aus dem Wildegger Schlossgarten Im April ist der richtige Zeitpunkt, um Rosen zurückzuschneiden. Ein paar einfache Tipps und Tricks garantieren kräftiges Wachstum und eine reiche Blüte im Sommer. Laut einer alten Gärtnerregel sollten Rosen geschnitten werden, sobald die Forsythien blühen. Dies ist – je nach Wetter – ab Mitte März bis Mitte April der Fall. Dann schädigt auch leichter Frost die zarten Austriebe nicht mehr. © Pixabay / kiyu_01 Rosen schneiden: So geht's Bei den Rosen unterscheiden wir verschiedene Gruppen, jedoch gilt für alle: Altes, krankes oder dürres Holz sowie schwache Triebe werden weggeschnitten. Auch sogenannte Wildtriebe, die unterhalb der Veredlungsstelle wachsen, gehören weg – am besten nicht abgeschnitten, sondern direkt abgerissen. Beim Schnitt ist darauf zu achten, dass keine Stummel stehen bleiben. Schneiden Sie zudem unmittelbar oberhalb des Auges (Austrieb). Vergabelungen werden nach Möglichkeit weggeschnitten. Beim Schnitt von Edelrosen, Beetrosen, Miniaturrosen, mehrmals blühenden Strauchrosen und Stammrosen lassen wir vier bis fünf kräftige Triebe stehen, die auf drei bis fünf Augen gekürzt werden. Einmalblühende Kletterrosen werden als einzige Gruppe erst nach der Blüte im Juli/August geschnitten. Alle Triebe, welche geblüht haben, werden auf ca. 20 Zentimeter eingekürzt. Die Haupttriebe bleiben stehen, zwei bis drei alte Triebe dürfen an der Basis entfernt werden. Bodendeckerrosen brauchen nicht jedes Jahr einen Schnitt – es reicht, sie alle zwei bis drei Jahre kräftig zurückzuschneiden, ähnlich wie Beetrosen. Nach dem Schnitt der Dünger Da Rosen starkzehrende Pflanzen sind, sollten diese nach dem Schnitt gedüngt werden. Sie benötigen rund 100 Gramm Rosendünger pro Quadratmeter. Der Boden im Beet sollte vor dem Düngen gelockert werden. Bedecken Sie schliesslich nach dem Düngen den Boden mit ca. einem Zentimeter Kompost. So sind Ihre Rosen bestens gepflegt für die neue Saison! 13. April 2021 Kleine Rosenkunde – Übersicht der Sorten Rosen sind mit ihrer Blütenpracht nicht zu übertrumpfen. Für jeden Geschmack findet sich die passende Sorte. Eine kleine Rosenkunde mit der… 16. März 2022 Kleine Rosenkunde II: Richtig Rosen schneiden "Rosen schneiden oder nicht schneiden?" - Das ist die Frage, die sich so mancher Hobbygärtner jeden Frühling aufs Neue stellt. Doch dieses… 19. Dezember 2023 Die Christrose Die Christrose blüht von Dezember bis März und ist robust gegen Kälte und Schnee. Trotzdem gilt es einiges zu beachten. Der Gartentipp aus… Von Melissa Gögele Von Melissa Gögele Ähnliche Artikel finden Sie hier: Kategorie Gartentipp aus dem Wildegger Schlossgarten Kommentare

 
Schloss Wildegg

Museumswald: Geschichte der Jagd – Wer im Aargau jagen durfte

Im Alpenraum war das Jagen bis ins 19. Jahrhundert oft allen gestattet. Im Mittelland reglementierte die Obrigkeit die Jagd. Sie unterschied zwischen Hoch- und Niederjagd. Zur Hochjagd gehörten Bären, Hirsche oder Gämsen, während Hasen, Füchse und gewisse Vogelarten zur Niederjagd zählten. Als Bern 1415 den Aargau eroberte, gingen die Jagdrechte an die Stadt. Fortan durften neu auch alle Berner Patrizier in den Aargauer Wälder jagen. Die Landbesitzer mussten die Wälder mit ihnen teilen. Die Miniatur Hasenjagd aus "Das Buch der Jagd" von Gaston III Phoebus, Graf von Foix, Herr von Béarn (1331-1391) Jagdrechte verursachten viele Konflikte: Für Adlige war die Jagd eine Freizeitbeschäftigung. Für die Bevölkerung ergänzte der Wald mit seinen Tieren die Ernährung. Wildern – also unerlaubtes Jagen – war weit verbreitet. Dabei stellten die Menschen Fallen für Kleintiere. Adlige jagten bis ins 17. Jahrhundert mit Spiessen und Armbrusten, später mit Feuerwaffen. Bei der Hetzjagd setzten sie abgerichtete Hunde aufs Wild an, bei der Beizjagd schlugen Falken das Niederwild. Johann Bernhard Effinger, 1701 bis 1772 Herr auf Schloss Wildegg, beschrieb die Vorzüge des Landlebens: "Des Morgens hatt er [der adlige Landmann] niemand nötig, Cour [Hof] zu machen, als seinen Feldern, des Abends aber dienet seine famille ihme zu einer Geselschafft, die Jagd ists, wormit er sich in müessigen Stunden ergötzet und der Fischfang ist offters seine Recreation [Erholung]." Zur Zeit der Helvetischen Republik (1798–1803) wurde das Jagdrecht an alle Kantonsbewohner erteilt. Direkt im Anschluss an diese Zeit führte der Kanton Aargau dann 1803 die Revierjagd ein.

 
Schloss Wildegg

Museumswald: Holznutzung im Wandel der Zeit

Seit Jahrhunderten nutzen Menschen Holz zum Heizen, Kochen und Bauen. Im Mittelalter waren fast alle Häuser aus Holz gebaut. Nur Kirchen, Burgen und nach und nach Stadthäuser bestanden aus Stein. In jüngster Zeit gewinnt Holz als Baumaterial und Werkstoff wieder an Bedeutung. Es wächst nach und Abfallholz liefert Energie. Appenzeller Arbeiter beim Holzrüsten, frühes 20. Jahrhundert. (Heinrich Brockmann-Jerosch, Schweizer Volksleben. Band I: Die Sitten und Bräuche im Jahreslauf (Erlenbach-Zürich: Eugen Rentsch Verlag, 1929), Abb. 58) Auch wenn Schloss Wildegg seit Jahrhunderten ein Steinbau ist, ist Holz im Innern überall präsent. Aus den Quellen ist überliefert, dass die Gemeinde Möriken und die Effinger sich die Rechte über die Bewaldung des Chestenbergs teilten. So konnten grosse Teile als Allmenden von der Gemeinde genutzt werden. Das Junkholz, in dem der heutige Museumswald entsteht, gehörte aber den Effingern allein. Heute gibt es in der Schweiz vor allem Hochwald, der aus vielen hohen Bäumen besteht. In vergangenen Jahrhunderten waren Mittelwälder üblich: Einzelne hohe Bäume, die als Bauholz dienten, standen zwischen niederen Bäumen, die Feuerholz lieferten sowie Laub als Viehfutter.

Gradian
Aussenansicht Kloster Königsfelden

Kloster Königsfelden

Erinnerungsort der Habsburger

Das Kloster Königsfelden ist international bekannt für seine Glasfenster aus dem Mittelalter. Ausstellungen, Führungen und Veranstaltungen erwecken die über 700-jährige Klosterkirche zu neuem Leben.

PLANEN SIE IHREN BESUCH

 
Produktion "Tor zum Paradies" Kloster Königsfelden: Mehrere Kinder liegen in Farben getaucht auf dem Boden der Klosterkirche.

Veranstaltungen
und Führungen

Veranstaltungskalender  

 
Innenaufnahme vom Kloster Königsfelden

Öffnungszeiten und
Eintrittspreise

Geöffnet von April bis Oktober  

 
Luftaufnahme Kloster Königsfelden mit Windisch

Anreise: So
finden Sie uns

Anfahrt mit Auto und öV  

 
Innenaufnahme Kloster Königsfelden; Blick in den Chor mit den berühmten Glasfenstern aus dem Mittelalter.

Berühmte
Glasfenster

Glasmalerei aus dem Mittelalter  

Tagesprogramm

  • Veranstaltung
  • Öffentliche Führung
  • Ausstellung
  • Selbständiger Rundgang
  • Garten
  • Familien
  • Schulen
  • Gruppen
  • Einzelbesucher

Dies läuft am Tag Ihres Besuches

Luftaufnahme Kloster Königsfelden
10:00 – 17:00 Uhr

Rund um die Klosterkirche

Rundgang durch das Klosterareal.

Selbständiger Rundgang
Die berühmten Glasfenster vom Kloster Königsfelden werden mit Licht durchflutet
10:00 – 17:00 Uhr

Glasfenster-Tour

Wissenswertes zu den Glasfenstern mit Königin Agnes und Baumeister Odo

Selbständiger Rundgang
Innenaufnahme vom Kloster Königsfelden
10:00 – 17:00 Uhr

Baugeschichts-Tour

Wissenswertes zur Baugeschichte mit Königin Agnes und Baumeister Odo

Selbständiger Rundgang
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Geeignet für
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SCHULEN, FAMILIEN UND GRUPPEN

 
Besucher und Besucherinnen betrachten die berühmten Glasfenstern auf Kloster Königsfelden

Für
Schulen

Führung und selbständiger Workshop  

 
Audioguide-Gerät mit Kopfhörer, im Hintergrund in Unschärfe Schülerinnen und Schüler.

Für
Familien

Staunt über imposante Glasfenster  

 
Eine Gruppenführung im Kloster Königsfelden. Im Hintergrund die berühmten Glasfenster.

Für
Gruppen

Führung und selbständiger Rundgang  

FEIERN UND GENIESSEN

 
Eine Mutter mit fünf Kindern an einem Tisch im römischen Bistro Popina im Legionärspfad Vindonissa.

Essen und
Trinken

Bistro Legionärspfad Vindonissa  

 
Innenraum Kloster Königsfeld mit vielen Gästen, die sitzen. Vorne spricht ein Mann an einem Podium.

Klosterkirche
mieten

Kulturelle Anlässe und Diplomfeiern  

GESCHICHTE UND SAMMLUNG

 
Aussenaufnahme vom Kloster Königsfelden

Geschichte

Königsmord und Klostergründung  

 
Ein gelber Heizlüfter, Objekt im Sammlungszentrum Egliswil

Sammlung

Schatzkammer der Aargauer Geschichte  

 
Grosses Handy in der Hand eines Benutzers, auf dem Bildschirm ist die "Sammlung online" von Museum Aargau dargestellt.

Sammlung online

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