Museum Aargau

Römer-Quiz: Welche Rolle in der römischen Legion passt zu Ihnen?

Zurück zum Blog 13. Mai 2025 Kategorien Römerzeit Quiz & Spiele Römische Geschichten aus Vindonissa Sind Sie eher ein entschlossener Centurio – oder ein tapferer Legionär in der ersten Reihe? Lösen Sie das Quiz und finden Sie heraus, welche Rolle Sie in der römischen Legion spielen würden! Personalities Fusssoldat miles gregarius centurio medicus signifer Weitere Quiz 23. März 2023 Quiz: Haben Sie das Potential zum Legionär? Nicht jeder Dahergelaufene konnte römischer Legionär werden. Was denken Sie? Haben Sie das Potential zum römischen Legionär? Machen Sie den… 04. Oktober 2022 Quiz: Was wissen Sie über den Alltag der Legionäre? Waren Sie vielleicht im früheren Leben Legionär? Testen Sie in diesem Quiz Ihr Wissen über den Alltag der Legionäre im alten Rom. 20. Februar 2024 Quiz zur römischen Mythologie Testen Sie Ihr Mythologie-Wissen in diesem Quiz! Von Museum Aargau Von Museum Aargau Das Team von Museum Aargau zeigt an dieser Stelle digitale Einblicke in die Museumsstandorte. Ähnliche Artikel finden Sie hier: Kategorien Römerzeit Quiz & Spiele Römische Geschichten aus Vindonissa Kommentare

 
Vindonissa Museum

Café und Apéro

Das Café lädt Sie während Ihres Besuchs zu einer Pause im Obergeschoss des Museums ein. Der Eintritt ins Café ist frei. Unser Angebot im Selbstbedienungsbereich umfasst warme und kalte Getränke. Apéro: römisch oder modern Das Vindonissa Museum bietet in Kombination mit einer gebuchten Führung Kaffee und Gipfeli (im Café) sowie köstliche Apéros (im römischen Garten oder Obergeschoss des Museums) an. Ob römisch oder eher modern: Wir offerieren auf Anfrage Köstlichkeiten für jeden Geschmack. Einen Hochgenuss versprechen die Weine der Vindonissa-Winzer. Räume mieten Download Bistro-Angebote für Gruppen

 
Legionärspfad Vindonissa

Catering

Übersicht Vertragscaterer Finest AG, Windisch Finest AG Josephine Meier Dohlenzelgstrasse 3 CH-5210 Windisch Tel. +41 56 566 70 50 E-Mail senden Website Güggeli-Sternen, Oberbözberg Güggeli-Sternen Esther & Thomas Schäublin Dorfstrasse 32 CH-5225 Oberbözberg Tel. +41 56 441 24 24 E-Mail senden Website Die Zusammenarbeit mit anderen Caterern sowie eine selbständige Bewirtung sind aus betrieblichen Gründen nicht möglich.

 
Schloss Wildegg

Museumswald: Holznutzung im Wandel der Zeit

Seit Jahrhunderten nutzen Menschen Holz zum Heizen, Kochen und Bauen. Im Mittelalter waren fast alle Häuser aus Holz gebaut. Nur Kirchen, Burgen und nach und nach Stadthäuser bestanden aus Stein. In jüngster Zeit gewinnt Holz als Baumaterial und Werkstoff wieder an Bedeutung. Es wächst nach und Abfallholz liefert Energie. Appenzeller Arbeiter beim Holzrüsten, frühes 20. Jahrhundert. (Heinrich Brockmann-Jerosch, Schweizer Volksleben. Band I: Die Sitten und Bräuche im Jahreslauf (Erlenbach-Zürich: Eugen Rentsch Verlag, 1929), Abb. 58) Auch wenn Schloss Wildegg seit Jahrhunderten ein Steinbau ist, ist Holz im Innern überall präsent. Aus den Quellen ist überliefert, dass die Gemeinde Möriken und die Effinger sich die Rechte über die Bewaldung des Chestenbergs teilten. So konnten grosse Teile als Allmenden von der Gemeinde genutzt werden. Das Junkholz, in dem der heutige Museumswald entsteht, gehörte aber den Effingern allein. Heute gibt es in der Schweiz vor allem Hochwald, der aus vielen hohen Bäumen besteht. In vergangenen Jahrhunderten waren Mittelwälder üblich: Einzelne hohe Bäume, die als Bauholz dienten, standen zwischen niederen Bäumen, die Feuerholz lieferten sowie Laub als Viehfutter.

 
Schloss Wildegg

Museumswald: Waldweide – Tierhaltung im Wald

Tierhaltung im Wald war bis ins 19. Jahrhundert üblich. Die Bauern trieben ihr Vieh in die Wälder, um auf den Äckern Feldfrüchte für die eigene Ernährung anzubauen. Kühe, Schweine, Schafe oder Ziegen frassen im Wald Kräuter, Laub und Eicheln oder Bucheckern. Um 1500 mästeten die Bauern von Möriken ihre Schweine am Chestenberg, obwohl sie dafür kein "Acherum" besassen, keine Erlaubnis zur Tiermast in Buchen- oder Eichenhainen. Beweidung eines Waldbereichs in Küttigen mit Ziegen, 19./20. Jahrhundert. (Foto: Abteilung Wald, Kanton Aargau) Weidehaltung im Wald verhinderte, dass junge Bäume nachwachsen konnten. Der Wald war heller und lichter als heute. Waldweiden trugen neben der Holzwirtschaft dazu bei, dass die Waldflächen im Lauf des 19. Jahrhunderts abnahmen. Seit 1902 sind Waldweiden in der Schweiz verboten. Davon rücken die Behörden zunehmend ab: Lichte Wälder bieten vielen gefährdeten Tier- und Pflanzenarten Lebensraum. Eine Waldweide kann nur mit einer Sonderbewilligung des Kantons eingerichtet werden.

 
Schloss Wildegg

Museumswald: Geschichte der Jagd – Wer im Aargau jagen durfte

Im Alpenraum war das Jagen bis ins 19. Jahrhundert oft allen gestattet. Im Mittelland reglementierte die Obrigkeit die Jagd. Sie unterschied zwischen Hoch- und Niederjagd. Zur Hochjagd gehörten Bären, Hirsche oder Gämsen, während Hasen, Füchse und gewisse Vogelarten zur Niederjagd zählten. Als Bern 1415 den Aargau eroberte, gingen die Jagdrechte an die Stadt. Fortan durften neu auch alle Berner Patrizier in den Aargauer Wälder jagen. Die Landbesitzer mussten die Wälder mit ihnen teilen. Die Miniatur Hasenjagd aus "Das Buch der Jagd" von Gaston III Phoebus, Graf von Foix, Herr von Béarn (1331-1391) Jagdrechte verursachten viele Konflikte: Für Adlige war die Jagd eine Freizeitbeschäftigung. Für die Bevölkerung ergänzte der Wald mit seinen Tieren die Ernährung. Wildern – also unerlaubtes Jagen – war weit verbreitet. Dabei stellten die Menschen Fallen für Kleintiere. Adlige jagten bis ins 17. Jahrhundert mit Spiessen und Armbrusten, später mit Feuerwaffen. Bei der Hetzjagd setzten sie abgerichtete Hunde aufs Wild an, bei der Beizjagd schlugen Falken das Niederwild. Johann Bernhard Effinger, 1701 bis 1772 Herr auf Schloss Wildegg, beschrieb die Vorzüge des Landlebens: "Des Morgens hatt er [der adlige Landmann] niemand nötig, Cour [Hof] zu machen, als seinen Feldern, des Abends aber dienet seine famille ihme zu einer Geselschafft, die Jagd ists, wormit er sich in müessigen Stunden ergötzet und der Fischfang ist offters seine Recreation [Erholung]." Zur Zeit der Helvetischen Republik (1798–1803) wurde das Jagdrecht an alle Kantonsbewohner erteilt. Direkt im Anschluss an diese Zeit führte der Kanton Aargau dann 1803 die Revierjagd ein.

 
Museum Aargau

Rosen richtig schneiden

Zurück zum Blog 01. April 2025 Kategorie Gartentipp aus dem Wildegger Schlossgarten Im April ist der richtige Zeitpunkt, um Rosen zurückzuschneiden. Ein paar einfache Tipps und Tricks garantieren kräftiges Wachstum und eine reiche Blüte im Sommer. Laut einer alten Gärtnerregel sollten Rosen geschnitten werden, sobald die Forsythien blühen. Dies ist – je nach Wetter – ab Mitte März bis Mitte April der Fall. Dann schädigt auch leichter Frost die zarten Austriebe nicht mehr. © Pixabay / kiyu_01 Rosen schneiden: So geht's Bei den Rosen unterscheiden wir verschiedene Gruppen, jedoch gilt für alle: Altes, krankes oder dürres Holz sowie schwache Triebe werden weggeschnitten. Auch sogenannte Wildtriebe, die unterhalb der Veredlungsstelle wachsen, gehören weg – am besten nicht abgeschnitten, sondern direkt abgerissen. Beim Schnitt ist darauf zu achten, dass keine Stummel stehen bleiben. Schneiden Sie zudem unmittelbar oberhalb des Auges (Austrieb). Vergabelungen werden nach Möglichkeit weggeschnitten. Beim Schnitt von Edelrosen, Beetrosen, Miniaturrosen, mehrmals blühenden Strauchrosen und Stammrosen lassen wir vier bis fünf kräftige Triebe stehen, die auf drei bis fünf Augen gekürzt werden. Einmalblühende Kletterrosen werden als einzige Gruppe erst nach der Blüte im Juli/August geschnitten. Alle Triebe, welche geblüht haben, werden auf ca. 20 Zentimeter eingekürzt. Die Haupttriebe bleiben stehen, zwei bis drei alte Triebe dürfen an der Basis entfernt werden. Bodendeckerrosen brauchen nicht jedes Jahr einen Schnitt – es reicht, sie alle zwei bis drei Jahre kräftig zurückzuschneiden, ähnlich wie Beetrosen. Nach dem Schnitt der Dünger Da Rosen starkzehrende Pflanzen sind, sollten diese nach dem Schnitt gedüngt werden. Sie benötigen rund 100 Gramm Rosendünger pro Quadratmeter. Der Boden im Beet sollte vor dem Düngen gelockert werden. Bedecken Sie schliesslich nach dem Düngen den Boden mit ca. einem Zentimeter Kompost. So sind Ihre Rosen bestens gepflegt für die neue Saison! 13. April 2021 Kleine Rosenkunde – Übersicht der Sorten Rosen sind mit ihrer Blütenpracht nicht zu übertrumpfen. Für jeden Geschmack findet sich die passende Sorte. Eine kleine Rosenkunde mit der… 16. März 2022 Kleine Rosenkunde II: Richtig Rosen schneiden "Rosen schneiden oder nicht schneiden?" - Das ist die Frage, die sich so mancher Hobbygärtner jeden Frühling aufs Neue stellt. Doch dieses… 19. Dezember 2023 Die Christrose Die Christrose blüht von Dezember bis März und ist robust gegen Kälte und Schnee. Trotzdem gilt es einiges zu beachten. Der Gartentipp aus… Von Melissa Gögele Von Melissa Gögele Ähnliche Artikel finden Sie hier: Kategorie Gartentipp aus dem Wildegger Schlossgarten Kommentare

 
Schloss Wildegg

Museumswald: Der Wald als Speisekammer

Im Wald sammeln Menschen bis heute Pilze, Nüsse oder Beeren. Während Hungersnöten griff man auch auf Kräuter, Tannzapfen oder Moos zurück. Aus dem Harz von Nadelbäumen liess sich Öl, Teer oder Pech herstellen. Im Herbst strömte die Bevölkerung in die Wälder, um das Laub in Säcken zu sammeln. Damit fütterten sie im Winter das Vieh oder füllten ihre Betten. Zurück blieb ein kahler Waldboden. Das Schlafen auf Laubsäcken blieb gebräuchlich bis weit ins 20. Jahrhundert, vor allem in ärmeren Gegenden der Schweiz. Laubertag in Betlis SG, frühes 20. Jahrhundert. (Heinrich Brockmann-Jerosch, Schweizer Volksleben. Band I: Die Sitten und Bräuche im Jahreslauf (Erlenbach-Zürich: Eugen Rentsch Verlag, 1929), Abb. 42) Auch die Schlossdomäne Wildegg war immer reich an verschiedenen Naturprodukten. Der Weg zum Schloss ist gesäumt von Walnussbäumen. Im Junkholz oberhalb des Schlosses stehen Kornelkirschbäume, deren saure Früchte traditionell zu Konfitüre verarbeitet werden. Buchen, Eichen und Hasel produzieren schmackhafte Nüsse. Pilze, Wurzeln und Waldkräuter ergänzen die Wildegger Wald-Speisekammer.

 
Museum Aargau

Die Rückenspritze "Tip Top" der Birchmeier AG

Zurück zum Blog 01. Mai 2020 Kategorien Schätze aus der Sammlung 20./21. Jh. Die Aargauer Fabrik Birchmeier & Cie. war Pionierin in der Herstellung unterschiedlicher Spritzen. Im Blog präsentieren wir ein Exemplar der Rückenspritze "Tip Top" aus dem Jahr 1959. Die Blechwarenfabrik Birchmeier & Cie. wurde 1876 in Künten im Kanton Aargau gegründet. Das in der Metallwaren- und Lampenproduktion tätige Unternehmen entwickelte 1889 die erste Rebenspritze und verkaufte 1929 die erste Motorspritze. 1936 brachten sie die ersten Rückenspritzen auf den Markt, welche noch heute als "Birchmeierspritzen" bekannt sind. Die Rückenspritze "Tip Top" ist Teil der Sammlung Museum Aargau. © Museum Aargau 1997 wurden der Firmensitz und die Produktion ins benachbarte Stetten verlegt. Das Unternehmen wirtschaftet heute erfolgreich in über 40 Ländern und wurde 2004 mit einem Innovationspreis ausgezeichnet. Der Stempel "P 59" steht für das Baujahr (1959) und den Arbeiter, der die Spritze konfektioniert und montiert hat (in diesem Fall unbekannt). Von Rudolf Velhagen Von Rudolf Velhagen Rudolf Velhagen stellt hier regelmässig Trouvaillen, Raritäten und überraschende Schätze aus der Sammlung von Museum Aargau vor. Diese umfasst rund 50'000 Objekte. Ein grosser Teil davon lagert im Sammlungszentrum Egliswil. Ähnliche Artikel finden Sie hier: Kategorien Schätze aus der Sammlung 20./21. Jh. Kommentare

 
Museum Aargau

Kinderleben in der Römerzeit - Vindonissa | Museum Aargau

Zurück zum Blog 25. März 2025 Kategorien Römerzeit Römische Geschichten aus Vindonissa Funde belegen, dass in Vindonissa im 1. Jahrhundert n. Chr. auch Kinder gelebt haben. Doch wie sah deren Alltag aus? Wie wuchsen sie inmitten tausender Legionäre auf? Und womit spielte man im und um das Legionslager? Im Boden von Vindonissa stiessen Archäologen und Archäologinnen auf faszinierende Funde, die Einblicke in das Leben vor 2000 Jahren im einzigen Legionslager in der heutigen Schweiz geben. Darunter sind mehrere Objekte, die einst Kindern gehörten. Eines der spannendsten Stücke ist eine Tonrassel in Form eines Hahns, die heute im Vindonissa Museum ausgestellt ist. Solche Tonfiguren von Tieren waren im Römischen Reich weit verbreitet. Sie waren mit kleinen Steinchen gefüllt und sollten sowohl beruhigend auf Säuglinge wirken als auch vor bösen Geistern schützen. Diese Tonrassel in Form eines Hahns diente wohl zur Beruhigung des Kindes und sollte gleichzeitig vor bösen Geistern schützen. Ausstellungsobjekt im Vindonissa Museum, Brugg AG. © Kantonsarchäologie Aargau Uneheliche Kinder von Legionären in Vindonissa Dass eine Rassel in einem Legionslager gefunden wurde, mag auf den ersten Blick überraschen. Schliesslich war es den Legionären nach geltendem Recht verboten, während ihrer Dienstzeit eine Ehefrau und Kinder zu haben. Es sei denn, sie gehörten zu den höheren Dienstgraden und genossen besondere Privilegien. Dies hielt die Legionäre jedoch nicht davon ab, während ihrer Dienstzeit Beziehungen zu Frauen ohne römisches Bürgerrecht aus der provinzialen Bevölkerung einzugehen. Aus diesen als Konkubinat ( concubinatus ) bezeichneten Beziehungen gingen häufig Kinder hervor, die rechtlich gesehen als unehelich galten. In Vindonissa lebten die unehelichen Kinder nicht im Legionslager selbst, sondern in der umliegenden Zivilsiedlung. Hohe Offiziere lebten mit der Familie Für höhere Offiziere und den Legionskommandanten galten jedoch andere Regeln. Sie durften rechtsgültige Ehen mit römischen Bürgerinnen eingehen. Die ranghöheren Legionsangehörigen lebten daher mit ihren Familien innerhalb des Legionslagers. Funde aus Vindonissa belegen dies eindrucksvoll: etwa zwei Gräber mit den Überresten von drei Neugeborenen, die 2003 im Haus eines centurio entdeckt wurden. Kindheit im Imperium Romanum Ein Neugeborenes erhielt erst einige Tage nach der Geburt einen Namen. Dies lag vermutlich daran, dass die Kindersterblichkeit hoch war und man zunächst abwarten wollte, ob das Kind überlebensfähig war. Zum Schutz vor Unheil trugen Kinder Amulett-Halsbänder. Diese Grabbeigaben aus dem Grab eines Mädchens stammen aus dem 4. bis 7. Jhd. n. Chr. und stehen sinnbildlich für die hohe Kindersterblichkeit. Immer wieder wurden bei Ausgrabungen Gräber von Kindern gefunden. Ausstellungsobjekte im Vindonissa Museum, Brugg AG. © Kantonsarchäologie Aargau Im Römischen Reich wurden Kinder in der Regel bis zum sechsten oder siebten Lebensjahr von ihrer Mutter, einer Amme oder einer Sklavin aufgezogen. Römische Elementarschule Ab dem siebten und etwa bis zum zwölften Lebensjahr besuchten die Kinder vermögender Eltern eine Art Elementarschule. Dort lernten sie Rechnen, Lesen und Schreiben. Es war nur eine rudimentäre Ausbildung, in der das Nötigste für den Alltag gelernt wurde, um Rechnungen, Belege und kurze Briefe schreiben zu können. Die grosse Mehrheit der Kinder kam nie über die Elementarschule hinaus und viele konnten auch gar nicht lesen und schreiben. Nur den gut situierten Jungen stand im Alter von 13 oder 14 Jahren ein Studium griechischer und lateinischer Literatur offen, wo sie je nachdem auch in die Kunst der Rhetorik eingeführt wurden. Mädchen hingegen wurden meist früh verheiratet und besuchten – wenn überhaupt – nur die Elementarschule. Die Schulbildung damals lässt sich keinesfalls mit heute vergleichen. Eine Schulpflicht existierte nicht. Es gab auch keine staatlichen Schulen oder Schulstoff, der Staat kümmerte sich nicht ums Schulwesen. Eine Schule gründen durfte jeder zum Lehren befähigte Mann. Wie die Schulbildung in Vindonissa konkret organisiert war, ist nicht bekannt. Man kann jedoch davon ausgehen, dass sie ähnlich wie an anderen Orten im Imperium Romanum ablief. Somit dürften die centuriones , die mit ihren Familien im Legionslager lebten, grossen Wert auf eine gute Ausbildung ihrer Söhne gelegt haben. Spiele und Spielzeug zur Römerzeit Dank Ausgrabungen ist es möglich, ein ungefähres Bild der Spielzeuge zu erhalten, mit denen die Kinder in Vindonissa spielten. Beispielsweise fanden Archäologinnen und Archäologen im Boden drei gedrechselte Holzkreisel. Solche waren im römischen Reich ein überaus beliebtes Spielzeug. Kreisel aus Holz waren ein beliebtes Spielzeug bei Kindern und dienten wohl auch den Legionären zum Zeitvertreib. Ausstellungsobjekte im Vindonissa Museum, Brugg AG. © Kantonsarchäologie Aargau Bälle Ebenfalls sehr verbreitet waren Bälle, nicht nur bei Kindern, sondern auch bei Erwachsenen. Bälle waren meist aus Tuch oder Leder genäht und mit Haaren, Federn, Filz oder Ähnlichem befüllt. Anstelle von Bällen spielten Kinder auch gerne mit Reifen aus Holz, die sie durch die Strassen und über freie Plätze trieben. Würfel- und Brettspiele Ein weiteres beliebtes Spielzeug in der Römerzeit waren Würfel- und Brettspiele. Archäologinnen und Archäologen fanden in Vindonissa zahlreiche Spielsteine und Würfel. Schwarze und weisse Glassteine aus dem Vindonissa Museum, Brugg AG. © Kantonsarchäologie Aargau Schwarze und weisse Glassteine wie die abgebildeten aus Vindonissa waren am häufigsten, aber es gab auch farbige. Bei verschiedenen Brettspielen spielte die eine Person mit den hellen, die andere mit dunklen Steinen. Knöchelchen aus Sprunggelenken von Ziegen, Schafen und Rindern, astragali genannt, wurden von Kindern für Geschicklichkeitsspiele verwendet. Die Seiten der astragali hatten nämlich wie bei einem "normalen" Würfel unterschiedliche Werte. Von ihnen gab es Nachbildungen aus Bronze, Ton, Gold und anderen Materialien. Mit Würfeln spielten nicht nur die Kinder gerne, sondern auch die Erwachsenen. Sie dienten ihnen als Würfel für Glückspiele. Ausstellungsobjekte im Vindonissa Museum, Brugg AG. © Kantonsarchäologie Aargau Nüsse wurden ebenfalls häufig zum Spielen verwendet, wie antike Literatur und Funde verdeutlichen. Genauso gut könnten auch – wie bei heutigen Kindern - Äste, Steine, Erde, zerbrochene Gefässe etc. als Spielzeug gedient haben. Als Kind in Vindonissa Wie genau der Alltag und die Schulbildung der Kinder im und ums Legionslager Vindonissa wirklich aussah, kann heute natürlich nicht mehr gesagt werden. Trotzdem ermöglichen Funde teilweise nachzuvollziehen, wie ein Kind aus Vindonissa aufgewachsen ist, womit es gespielt hat und wie es ausgebildet worden ist. Es sind Spuren der Vergangenheit, die uns einen kleinen Einblick in den Alltag eines Kindes im römischen Vindonissa geben. Literaturverzeichnis Bargetzi, Dagmar: Der römische Alltag. In: Jenny, Mirjam T.; Schaffner, Brigitte (Hrsg.): Frauen in Augusta Raurica. Dem römischen Alltag auf der Spur. (Augster Museumshefte Nr. 28, 2001). S. 41-51. Fellmann Brogli, Regine: Spielen in Vindonissa. Spielsteine und Würfel im militärischen Kontext. In: Pace, Alessandro; Penn, Tim; Schädler, Ulrich (Hrsg.): Games in the Ancient World. Places, Spaces, Accessoires. (Monographies Instrument, Bnd. 79). 2024. S. 279-294. Harlow, Mary: Toys, Dolls, and the Material Culture of Childhood. In: Grubbs, Judith Evans; Parkin, Tim (Hrsg.): The Oxford Handbook of Childhood and Education in the Classical World. 2013. S. 322-340. Junkelmann, Marcus: Die Legionen des Augustus. Mainz am Rhein, 2003. Krefeld, Heinrich (Hrsg.): Erziehung und Unterricht. In: ders. (Hrsg.): Res Romanae. Neue Ausgabe. 1. Auflage 2000. S. 138-149. Müller, Katharina: Römische Patchworkfamilien. In: Kinderheim Brugg (Hrsg.): 150 Jahre Kinderheim Brugg. 2016. S. 95-98. Speidel, Michael Alexander: Die Römischen Schreibtafeln von Vindonissa. Lateinische Texte des militärischen Alltags und ihre geschichtliche Bedeutung. Veröffentlichungen der Gesellschaft Pro Vindonissa. Bnd. XII. 1996. Stoll, Oliver: Legionäre, Frauen, Militärfamilien. Untersuchungen zur Bevölkerungsstruktur und Bevölkerungsentwicklung in den Grenzprovinzen des Imperium Romanum. JbRGZM 53, 2006. S.262-286. Weitere Blogbeiträge 07. Juni 2023 Frauen im Legionslager? Wer das Wort "Legionslager" hört, denkt als erstes unweigerlich an eine von Männern geprägte Domäne. Aber auch Frauen haben ihre Spuren in… 05. Mai 2023 Römische Kleidung – Kleidervorschriften und gesellschaftlicher Status Kleidung war auch im Römischen Reich ein wichtiges Mittel der Selbstdarstellung und Inszenierung. Doch was genau trugen die Bewohnerinnen… 05. März 2021 Neue Funde aus Vindonissa: 7 Schätze im Schaufenster Die Kantonsarchäologie zeigt in der Vitrine AKTUELL im Vindonissa Museum Kostbarkeiten aus Grabungen im antiken Vindonissa. Jeder Fund… Von Simona Schraner Von Simona Schraner Simona Schraner ist Praktikantin Museumsarbeit in Vindonissa. Ähnliche Artikel finden Sie hier: Kategorien Römerzeit Römische Geschichten aus Vindonissa Kommentare

Gradian
Aussenansicht Kloster Königsfelden

Kloster Königsfelden

Erinnerungsort der Habsburger

Das Kloster Königsfelden ist international bekannt für seine Glasfenster aus dem Mittelalter. Ausstellungen, Führungen und Veranstaltungen erwecken die über 700-jährige Klosterkirche zu neuem Leben.

PLANEN SIE IHREN BESUCH

 
Produktion "Tor zum Paradies" Kloster Königsfelden: Mehrere Kinder liegen in Farben getaucht auf dem Boden der Klosterkirche.

Veranstaltungen
und Führungen

Veranstaltungskalender  

 
Innenaufnahme vom Kloster Königsfelden

Öffnungszeiten und
Eintrittspreise

Geöffnet von April bis Oktober  

 
Luftaufnahme Kloster Königsfelden mit Windisch

Anreise: So
finden Sie uns

Anfahrt mit Auto und öV  

 
Innenaufnahme Kloster Königsfelden; Blick in den Chor mit den berühmten Glasfenstern aus dem Mittelalter.

Berühmte
Glasfenster

Glasmalerei aus dem Mittelalter  

Tagesprogramm

  • Veranstaltung
  • Öffentliche Führung
  • Ausstellung
  • Selbständiger Rundgang
  • Garten
  • Familien
  • Schulen
  • Gruppen
  • Einzelbesucher

Dies läuft am Tag Ihres Besuches

Die berühmten Glasfenster vom Kloster Königsfelden werden mit Licht durchflutet
10:00 – 17:00 Uhr

Glasfenster-Tour

Wissenswertes zu den Glasfenstern mit Königin Agnes und Baumeister Odo

Selbständiger Rundgang
Innenaufnahme vom Kloster Königsfelden
10:00 – 17:00 Uhr

Baugeschichts-Tour

Wissenswertes zur Baugeschichte mit Königin Agnes und Baumeister Odo

Selbständiger Rundgang
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SCHULEN, FAMILIEN UND GRUPPEN

 
Besucher und Besucherinnen betrachten die berühmten Glasfenstern auf Kloster Königsfelden

Für
Schulen

Führung und selbständiger Workshop  

 
Audioguide-Gerät mit Kopfhörer, im Hintergrund in Unschärfe Schülerinnen und Schüler.

Für
Familien

Staunt über imposante Glasfenster  

 
Eine Gruppenführung im Kloster Königsfelden. Im Hintergrund die berühmten Glasfenster.

Für
Gruppen

Führung und selbständiger Rundgang  

FEIERN UND GENIESSEN

 
Eine Mutter mit fünf Kindern an einem Tisch im römischen Bistro Popina im Legionärspfad Vindonissa.

Essen und
Trinken

Bistro Legionärspfad Vindonissa  

 
Innenraum Kloster Königsfeld mit vielen Gästen, die sitzen. Vorne spricht ein Mann an einem Podium.

Klosterkirche
mieten

Kulturelle Anlässe und Diplomfeiern  

GESCHICHTE UND SAMMLUNG

 
Aussenaufnahme vom Kloster Königsfelden

Geschichte

Königsmord und Klostergründung  

 
Ein gelber Heizlüfter, Objekt im Sammlungszentrum Egliswil

Sammlung

Schatzkammer der Aargauer Geschichte  

 
Grosses Handy in der Hand eines Benutzers, auf dem Bildschirm ist die "Sammlung online" von Museum Aargau dargestellt.

Sammlung online

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