Museum Aargau

Living History im Museum Aargau

Zurück zum Blog 16. Juli 2021 Kategorien Schlossgeschichten Mittelalter Museum Aargau arbeitet seit Jahren mit Living-History-Darstellenden zusammen. Warum wir das tun und was wir daran schätzen? Die Antworten im Blog. Living History oder Reenactment sind Begriffe, welche die Darstellung bestimmter historischer Zustände und Ereignisse wie Schlachten oder bestimmter historischer Persönlichkeiten oder Personengruppen (z.B. Handwerker im süddeutschen Raum und auf dem Gebiet der Schweiz im späten 15. Jahrhundert) umschreiben.* Dabei ist darauf zu achten, dass alle Realien – alle Objekte, Materialien und deren Verarbeitung – möglichst authentisch reproduziert und präsentiert werden. Im besten Falle orientieren sich die Darstellenden an archäologischen Funden, schriftlichen (z.B. dokumentierten Nachlässen, Inventaren, etc.) oder bildlichen Quellen (Bilder oder Skulpturen). Mittelalterliches Heerlager auf Schloss Lenzburg mit Company of Saynt George Grösstenteils wird Reenactment als Hobby betrieben, denn nur die wenigsten Handwerker und Handwerkerinnen können wirklich von ihren Darstellungen leben. Die Darstellenden sind oft Gruppen zugeordnet, die sich einer bestimmten Zeit und einem spezifischen Thema verschrieben haben: beispielsweise burgundische Artillerie aus der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts, wie die Company of St. George oder ein Hospitaliter-Heerlager mit weltlichem Gefolge um 1180, wie die comthurey alpinum. Living-History-Gruppen und Museum Aargau Kernaufgabe eines Museums mit eigener Sammlung ist es, den Sammlungsbestand zu pflegen und ihn der Bevölkerung zugänglich zu machen. Museum Aargau hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Vermittlung des Kulturguts besonders lebendig zu gestalten, wobei die Living History ins Spiel kommt. Wer schon mal in den Genuss unserer Workshops oder Führungen gekommen ist, weiss, dass die Geschichtsvermittelnden von Museum Aargau als historische Personen, in eigens dafür angefertigten Kostümen, auftreten. Frauen bei der Arbeit an "Historischen Erlebnistagen" auf Schloss Lenzburg - Bild: Daniel Severin Es war daher ein logischer Schritt, diesen Gedanken bei Veranstaltungen weiterzuführen. Dabei achten wir darauf, mit qualitativ hochwertigen Gruppen zusammenzuarbeiten. Die Besuchenden erhalten somit eine 'Verlebendigung' einer ansonsten 'nur' über Texte und inszenierten Objekten bestehenden Ausstellung. Manche Repliken, die die Darstellenden benutzen, können als Originale in der Ausstellung betrachtet werden. Reste von Kleidungsteilen können vollständig und 'in Aktion' am Mann oder der Frau beobachtet werden. Das Leben von damals so detailtreu wie möglich Dank der engagierten Living-History-Gruppen ist es einem Museum möglich, einen sehr direkten Eindruck einer bestimmten Zeit auf unterhaltsame Art zu vermitteln. Etwas, dass ein Museum allein so nicht bewältigen könnte. Natürlich ist uns klar, dass wir hier keine Zeit in ihrer Gesamtheit, mit allen positiven wie negativen Seiten zeigen können. Niemand kann das. Es ist auch nicht der Anspruch einer Veranstaltung. Aber Besuchende gewinnen so ein erweitertes Bild von einer bestimmten Region und Zeit mit einem Fokus auf ausgesuchte Aspekte – und hat Spass dabei. Was möchte man als Museum mehr? *Anmerkung: Der Einfachheit halber werden in diesem Artikel Living History und Reenactment synonym verwendet. Färber auf Schloss Lenzburg Ähnliche Artikel finden Sie hier: Kategorien Schlossgeschichten Mittelalter Kommentare

 
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"Damals im Aargau": Aus dem Leben einer 100-Jährigen

Zurück zum Blog 06. August 2021 Kategorie Podcast: Damals im Aargau (Oral History) Marie Ammann aus Staufen kam 1911 als "Frühchen" auf die Welt. Die ersten Wochen wurde sie vom Doktor im Kachelofen warmgehalten – ein turbulenter Start in ein erfülltes, über 100 Jahre langes Leben. 2012, kurz vor ihrem Tod, blickte Marie Ammann im Gespräch mit Museum Aargau auf ihr Leben zurück. Hören Sie in der dritten Folge des Podcasts "Damals im Aargau – Zeitzeugen erzählen", wie sich Ernährung, Mobilität, Erziehung und Konsum in diesen hundert Jahren verändert haben. Von Museum Aargau Von Museum Aargau Das Team von Museum Aargau zeigt an dieser Stelle digitale Einblicke in die Museumsstandorte. Ähnliche Artikel finden Sie hier: Kategorie Podcast: Damals im Aargau (Oral History) Kommentare

 
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Neophyten sind essbar und ideal für in den Salat

Zurück zum Blog 02. April 2020 Kategorie Gartentipp aus dem Wildegger Schlossgarten Invasive Neophyten werden immer mehr zu Plage und haben keinen guten Ruf. Sie verbreiten sich rasant und verdrängen die heimische Flora. Die schönste Blumenwiese verkommt innert weniger Wochen zu einem weissen Meer. Dennoch gibt es auch nützliche Anwendungen für Neophyten: beispielsweise als Heilpflanze oder im Salat. Einjähriges Berufskraut: Ein Neophyt, der auch auf dem Salatteller landen könnte. © pixabay / jhenning Korrekter Umgang mit Neophyten im Garten Neophyten sind auch im heimischen Garten ein Problem. Es ist deshalb wichtig, beim Gärtnern aufmerksam zu sein und Neophyten frühzeitig mit der ganzen Wurzel auszureissen. Machen Sie auch Nachbarn auf mögliche Neophyten im Garten aufmerksam. Ein entdeckter Neophyt muss sofort vernichtet werden. Wichtig: Niemals Neophyten im Kompost oder mit dem Grüngut entsorgen. Die Pflanzen können sich so weiter ausbreiten. Informationen zu Neophyten – vor allem über dessen Aussehen – gibt es bei der Gemeinde oder im Internet. Neophyten haben auch heilende Wirkung Was viele nicht wissen: Viele Neophyten sind essbar, einige haben sogar eine heilende Wirkung. Das einjährige Berufskraut etwa: Die weisse Blume, die man in vielen Gärten und an Waldrändern sieht, hilft gegen Erkältung, Gicht und Ekzeme. Die kanadische Goldrute wirkt bei Blasenschwäche, Nierensteinen oder Gicht. Informieren Sie sich vorgängig, welche Neophyten essbar sind – damit diese im Salat landen statt im Abfallkübel. Von Tanya van der Laan Von Tanya van der Laan Ähnliche Artikel finden Sie hier: Kategorie Gartentipp aus dem Wildegger Schlossgarten Kommentare

 
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Wie kam ein Helm aus dem Orient nach Lenzburg?

Zurück zum Blog 29. Juni 2021 Kategorie Schätze aus der Sammlung Die Sammlung von Museum Aargau enthält einige unerwartete Gegenstände aus aller Welt. Wie das vorliegende Objekte zeigt, sind diese sowohl ein Zeugnis der globalen historischen Vernetzungen des Kantons wie auch ein Porträt der verschiedenen Figuren, die den Inhalt dieser Sammlung nachhaltig geprägt haben. Der schmuckvolle Helm wurde aus Eisen gefertigt und ist dem 18. Jahrhundert zuzurechnen. Die konische Grundform des Helms wird oben von einer vergoldeten Spitze abgeschlossen, während auf der Vorderseite zwei Federfüllen nebst einem schwungvoll gestalteten Nasenschutz angebracht sind, der sich nach oben hin durchzieht. Sowohl um den Nacken als auch die Seiten zu schützen, ist am unteren Rand des Helms ein Kettengeflecht angebracht, welches auf drei Seiten sich nach unten verengend ausläuft. Diese Form von Helm ist aus vielen Gebieten der islamischen Welt bekannt und war vor allem in den Beständen des Osmanischen Reiches oder des Mogulreiches weit verbreitet. Charakteristisch für solche Rüstungen waren nebst der etwas leichteren Gestaltung auch die reichhaltige Dekoration. Nebst goldigen Verzierungen ist dies vor allem in der Form von kunstvoll gestalteten Koranversen zu sehen, welche den Helm wie ein Band umgeben. Solche Verse dienten als ein Ausdruck der Frömmigkeit, als Schutzmechanismus oder auch einfach als Dekoration. Vom Punjab nach Lenzburg Der Helm stammt möglicherweise aus dem Raum des heutigen Iran, könnte aber ebenso zu einer Sammlung weiterer Helme in der Sammlung gehören, die aus dem Punjab in Nordindien stammte. Der Punjab gehörte damals zum Mogulreich. Dieses Reich, welches von etwa 1526 bis 1858 Bestand hatte, war im Norden des heutigen Indiens gegründet worden und umfasste auf dem Höhepunkt seiner Macht im späten 17. Jahrhundert beinahe das gesamte Gebiet des indischen Subkontinents wie auch Teile Afghanistans. Während langer Zeit waren die Beziehungen zwischen den ursprünglich aus dem persischen Raum stammenden muslimischen Herrschern und der grossen hinduistischen Bevölkerung relativ harmonisch. Eine Vielzahl an architektonischen, malerischen und poetischen Werken zeugt noch heute von einer Begegnung der Kulturen des persischen und indischen Raums. Im Verlauf der Geschichte des Reiches kam es jedoch wiederholt zu Spannungen zwischen der muslimischen Herrschaftselite und der hinduistischen Bevölkerung und sowohl innere als auch äussere Spannungen führten schliesslich zum Niedergang des Reichs. Besonders prägend zu der Zeit um 1800 war hier die zunehmende Präsenz und Einflussnahme des Britischen Reichs, welches schlussendlich die Überbleibsel des Mogulreichs 1858 dem Gebiet Britisch-Indiens hinzufügte. Diese Inkursion der europäischen Mächte ermöglichte auch Sammlern die Anlage grosser ethnographischer Kollektionen und so gelangte wohl auch der Helm schlussendlich nach Europa und in die Hände des amerikanischen Unternehmers Augustus Edward Jessup (1861-1925). Ein begeisterter Sammler. Augustus Edward Jessup mit seiner zweiten Frau und Kindern. Inv. Nr. S-3549 Der Sammler auf Schloss Lenzburg Augustus Edward Jessup war der Sohn eines wohlhabenden Papierherstellers der schliesslich aus seinem Privatvermögen für etwa 120'000 Franken das Schloss Lenzburg von den damaligen Besitzern, der Familie Wedekind, übernahm. Er liess das Schloss weitgehend renovieren um es sowohl für ihn als auch für seine Ehefrau, Lady Mildred Marion Bowes-Lyon (1868-1897), bewohnbar zu machen. Lady Mildred, die auch Verbindungen zum englischen Königshaus hatte, starb jedoch schon in jungen Jahren. Nach ihrem Tod heiratete Jessup Hyacinth Mary Cavendish-Bentinck (1864-1916). Jessup war ein begeisterter Antiquitäten- und Kunstsammler und liess das Schloss Lenzburg mit Objekten aus Europa und aller Welt füllen, um dem Schlosss einen historischen und auch einen "exotischen" Hauch der Fremde zu geben. Besonders einflussreich dabei war der Gold- und Silberschmied und Sammler Johann Karl Bossard (1846-1914) der weitreichend für Jessup Objekte erwarb. Dabei handelte es sich mitunter um Originale, aber durchaus auch um Nachbauten historischer Gegenstände. Ein besonderer Schwerpunkt von Jessup waren dabei orientalische Waffen und Rüstungen, von denen er eine Vielzahl erstand. Mitunter handelte es sich manchmal auch um Gegenstände, die wir heutzutage wohl als Touristenware bezeichnen würden. Im Falle des vorliegenden Helms war es jedoch ein originales Objekt, welches so in seinen Besitz kam. Die Sammlung Museum Aargau Das Schloss Lenzburg wurde schliesslich 1911 an einen weiteren amerikanischen Unternehmer, den Kohlemagnaten und Kunstsammler James William Ellsworth (1849-1925), verkauft, bis dessen Familie es schliesslich 1956 mitsamt dem Inventar an die Stiftung Schloss Lenzburg abgab. Damit gelangten sowohl die ausgedehnten Kollektionen der Familien Jessup und Ellsworth schlussendlich in die Obhut der Sammlung von Museum Aargau. Somit ist die Sammlung bis heute nicht nur von der Geschichte und den Objekten des Kantons Aargau geprägt, sondern auch von den Sammlungen von einzelnen Personen wie Jessup. Damit gibt die Sammlung nicht nur einen Einblick in die Objekte verschiedener Kulturen und Zeitalter, sondern auch einen direkten Einblick in die Lebens- und Vorstellungswelten dieser Menschen und ihren Sammeltätigkeiten. Ein kunstvoller Helm. Inv. Nr. S-1724 Von Lukas Becker Von Lukas Becker Lukas Becker ist Historiker und Praktikant der Sammlung von Museum Aargau. Ähnliche Artikel finden Sie hier: Kategorie Schätze aus der Sammlung Kommentare

 
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So bereiten Sie den Garten auf den Winter vor

Zurück zum Blog 03. Oktober 2019 Kategorie Gartentipp aus dem Wildegger Schlossgarten Um den Garten auf den Winter vorzubereiten, wird der Sommerflor abgeräumt und der Herbst- bzw. Frühlingsflor gepflanzt. Dabei sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt: Stiefmütterchen, Gänseblümchen und Vergissmeinnicht können wunderbar mit Gräsern, Heuchera, Erika und vielem mehr kombiniert werden. Im Herbst ist es auch an der Zeit die Blumenzwiebeln zu setzen, welche jeweils zwischen die anderen Pflanzen gelegt werden. Wichtig dabei: Die Zwiebeln müssen doppelt so tief, wie sie dick sind, in den Boden gepflanzt werden. Besonders schön ist es, wenn man die Zwiebeln miteinander kombiniert. Die Blumenzwiebeln können in Gruppen oder auch einfach wild gestreut werden. Es können Tulpen, Narcissen, Traubenhyacinthen, Hyacinthen oder Kaiserkronen ins gleiche Beet pflanzt werden. So kann man frühe und späte Sorten mischen und hat länger blühende Blumenzwiebeln im Garten. Der Herbst eignet sich ausserdem wunderbar um die Stauden zu teilen, da der Boden schön feucht ist und die Pflanzen genügend Zeit haben um anzuwachsen. Die Stauden die schon gelb sind, kann man jetzt zurückschneiden, so können sie im Winter nicht verfaulen. Von Melissa Gögele Von Melissa Gögele Ähnliche Artikel finden Sie hier: Kategorie Gartentipp aus dem Wildegger Schlossgarten Kommentare

 
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Insekten und andere Krabbeltiere: die kleinen Nützlinge im Garten

Zurück zum Blog 23. Juli 2021 Kategorie Gartentipp aus dem Wildegger Schlossgarten Krabbeltiere wie Käfer, Spinnen und Insekten im Allgemeinen werden oft mit gemischten Gefühlen betrachtet. Jedoch sind viele von ihnen als Nützlinge unersetzbar im Garten: Sie sind natürliche Schädlingsbekämpfer und sorgen für ein natürliches Gleichgewicht. Die unterschiedlichen Nützlinge im Garten Marienkäfer zum Beispiel verspeisen eine Riesenmenge an Läusen. Auch die Larven der Florfliege lieben Blattläuse, Thripse und Spinnmilben. Die nachtaktiven Laufkäfer ernähren sich von Schneckeneiern, Drahtwürmern, Läusen und Milben. Die kleinen Raubmilben fressen Thripse, Spinnmilben und Trauermücken. Spinnen und Vögeln lieben die fliegenden Schadinsekten. Alle diese Nützlinge im Garten sind auch wichtig für die Bestäubung, die wiederum gut ist für eine reiche Ernte. Wie man die Nützlinge anlockt Ein paar einfach Dinge tragen dazu bei, dass sich Nützlinge im Garten wohl fühlen. Sei das ein Insektenhotel, ein Vogelhaus oder ein Tontopf mit Stroh. Ebenso kann ein Laub- oder Asthaufen als Versteck für Igel, Blindschleichen oder Kröten dienen. Achten Sie am besten bei der Bepflanzung darauf, dass vor allem einheimische Stauden und Gehölze verwendet werden – und dass von März bis Oktober ein reiches Blütenmeer angeboten wird. Es gibt auch viele Kräuter und einjährige insektenfreundliche Pflanzen. Weniger Chemie im Garten Um möglichst auf chemische Pflanzenschutzmittel zu verzichten, hilft es Raupen oder Schnecken von Hand abzulesen. Läuse können mit Wasser abgespült werden. Je nach Pflanze kann man die befallenen Stellen abschneiden. Sind trotzdem Pflanzenschutzmittel nötig, gibt es biologische, die Nützlinge schonen. Ich wünsche Ihnen eine gute Gartensaison! Von Melissa Gögele Von Melissa Gögele Ähnliche Artikel finden Sie hier: Kategorie Gartentipp aus dem Wildegger Schlossgarten Kommentare

 
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Mulchen und Gründüngung leicht gemacht

Zurück zum Blog 18. Juni 2021 Kategorie Gartentipp aus dem Wildegger Schlossgarten Im Sommer gedeihen Gärten besonders schön. Die Pflanzen benötigen jedoch viel Wasser. Damit dieses bei hohen Temperaturen weniger schnell verdunstet, sollte der Boden grosszügig gemulcht werden. Dabei wird der Boden mit kleingeschnittenem Pflanzenmaterial bedeckt. Eine Mulchschicht hält den Boden feucht und regt gleichzeitig das Leben darin an. Wer etwas Geduld hat, kann zum Beispiel Regenwürmer dabei beobachten, wie sie die Häckselstückchen in den Boden ziehen. Die Qualität des Bodens wird dadurch verbessert. So wird gemulcht Verteilen Sie den Mulch um die Pflanzen, so dass der Boden gut bedeckt ist. Dafür können verschiedenste Pflanzen verwendet werden. Diese sollten eher dürr und getrocknet sein. Auch Heu oder Rasenschnitt kann als Mulch dienen. Bevor Sie Rasenschnitt als Mulch verwenden, sollten Sie diesen an der Sonne trocknen werden. Gut als Mulch eignen sich auch gehacktes Chinaschilf oder Hanfhäcksel. Herbstvorbereitungen: Pflanzen für die Gründüngung ansäen So schön der Sommer ist, bereitet sich manch einer gedanklich vielleicht bereits auf den Herbst vor. Dann sollten Gemüsebeete, die abgeerntet sind und nicht mehr bepflanzt werden, auf keinen Fall leer bleiben. Ansonsten wird der Boden zu stark ausgewaschen oder ausgetrocknet und wichtige Nähstoffe gehen verloren. In dem Fall empfiehlt es sich, Gründüngungspflanzen anzusäen. Dazu gibt es viele Möglichkeiten. Wichtig ist, eine Pflanze zu wählen, die nicht mit den Pflanzen verwandt ist, die zuvor im Beet gewachsen sind. Fast immer möglich sind Spinat, Nüssler, Phacelie, Ringelblume, Tagetes oder Öllein. Im Handel sind auch gute Mischungen erhältlich. Gründüngung als Lösung gegen Bodenmüdigkeit Durch die Gründüngung kann einer gewissen Bodenmüdigkeit vorgebeugt werden. Schädlinge werden reduziert und der Boden wird lockerer. Diese Art von Düngung wird als Gründüngung bezeichnet, weil diese Pflanzen später auch in den Boden eingearbeitet werden können. Sie dienen so der Nährstoffanreicherung. In einem Hausgarten ist es nicht immer einfach, die Pflanzen in den Boden einzuarbeiten. Man kann sie aber auch einfach als Mulch rund um die Pflanzen streuen. Von Lea Walzer Von Lea Walzer Lea Walzer ist Gärtnerin auf Schloss Wildegg. Ähnliche Artikel finden Sie hier: Kategorie Gartentipp aus dem Wildegger Schlossgarten Kommentare

 
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"Damals im Aargau": Jürg Haller über 65 bewegte Jahre im Hotel Lenzburg

Zurück zum Blog 10. Juni 2021 Kategorie Podcast: Damals im Aargau (Oral History) Was bedeutete der Bau der Migros Lenzburg in den 1970er-Jahren für das lokale Bäckergewerbe? Und was verbindet eine Kampfuniform mit dem Bäckergewand? Hören Sie in der zweiten Folge der Podcast-Reihe "Damals im Aargau", wie die Lenzburger Bäcker- und Hotelierfamilie Haller ihr Gast- und Bäckereigewerbe führte. Jürg Haller blickt im Gespräch mit Museum Aargau zurück auf 65 bewegte Jahre im eigenen Hotelbetrieb mit Gastwirtschaft, Bäckerei und Catering. Von Museum Aargau Von Museum Aargau Das Team von Museum Aargau zeigt an dieser Stelle digitale Einblicke in die Museumsstandorte. Ähnliche Artikel finden Sie hier: Kategorie Podcast: Damals im Aargau (Oral History) Kommentare

 
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Bei Wasser und Brot: ein Kupferkrug aus dem Fünfstern Lenzburg

Zurück zum Blog 07. Januar 2022 Kategorien Schätze aus der Sammlung Neuzeit 1864 nahm in Lenzburg eine der damals modernsten und fortschrittlichsten Justizvollzugsanstalten Europas ihren Betrieb auf. Der sogenannte "Fünfstern" besteht bis heute und hat über einen Kupferkrug auch Eingang in die Sammlung Museum Aargau gefunden. Das vorliegende Objekt war relativ günstig im Brockenhaus aufzufinden, wo es lange ein unerkanntes Dasein verbrachte. Ein Stück Luxusdekor aus einem edlen Hotel? Nun, nicht ganz. Denn das Objekt ist ein einfacher Wasserkrug und stammt aus der Strafvollzugsanstalt Lenzburg; ein Beweis für die unsichtbare und doch weitgehende Geschichte, die sich oftmals hinter Alltagsgegenständen verbirgt. Stehendes Wasser Der Krug kommt eher unscheinbar daher. Mit einer Höhe von 17 und einer Breite von 12 Zentimetern kann dieses Kupfergefäss knapp einen Liter Wasser fassen. Datiert werden kann der Krug auf die Zeit zwischen 1920 und 1960 und gehörte zum Standardinventar einer Zelle. Aufgrund des eher kleinen Fassungsvermögens kann man wohl davon ausgehen, dass so in Abwesenheit einer Leitung der Zugang zu Wasser möglich war. Mittlerweile sind solche Krüge aufgrund des eingebauten Anschlusses an die Zellen natürlich überflüssig geworden, doch während langer Zeit war solch ein Objekt ein Zeugnis eines der modernsten Gefängnisse Europas. Wasserkrug, Inv. Nr. K-22031 Das Gefängnis der Moderne Eröffnet wurde die Anstalt 1864 und sollte von Anfang an auch als Prestigegebäude für den noch relativ jungen Kanton Aargau dienen. Bislang waren die Gefangenen in Massenunterbringungen einquartiert und wurden zu harter Arbeit auf Baustellen gezwungen, doch nachdem wegen eines Feuers und einiger Infektionskrankheiten 1855 eine grosse Anzahl Häftlinge starb, setzte ein Umdenken ein. Nach den Plänen des Badener Architekten Robert Moser wollte sich der Kanton mit dem neuen Gefängnis nun als Vorreiter der Moderne präsentieren. Inspiriert war der Bau von anderen bekannten Gefängnissen jener Zeit wie St. Gallen oder Bruchsal in Deutschland, die im sogenannten Radialstil gebaut waren. Entsprechend einer panoptischen (zentralüberwachten) Gestaltung, bestand das Gefängnis so aus einem zentralen Bau mit einer Observationsstation, von dem aus in fünf Richtungen die verschiedenen Trakte des Gefängnisses ausgingen. Daher kommt auch der Name "Fünfstern". Insgesamt war im Gefängnis Platz für 200 Zellen vorgesehen, wobei der Verwaltungs- und Frauentrakt jeweils separat abgetrennt waren. Den damaligen Verhältnissen entsprechend waren die Zellen mit 2.1 Meter Breite luxuriös geräumig und es handelte sich vor allem um Einzelzellen – eine wichtige Neuerung im Strafvollzug. Obwohl der Bau mit Kosten von etwa einer Million Franken deutlich über das Budget hinausging, übertraf er die Erwartungen der Kantonsverwaltung. Für heutige Verhältnisse karg, für damalige modern. Eine Zelle in der Strafanstalt. Quelle: JVA Lenzburg Alltag in der Zelle Die moderne Gestaltung betraf nicht nur den Bau des Gefängnisses, sondern auch den Alltag. So führte der erste Anstaltsdirektor, der Pfarrer Johann Rudolf Müller, ein sogenanntes Progressivsystem ein. Bei diesem konnten sich die Gefangenen mit gutem Benehmen bessere Konditionen erarbeiten. War am Anfang noch strikte Isolationshaft vorgesehen, konnten sich mit der Zeit gemeinsame Arbeitseinsätze mit anderen Gefangenen und Materialvorteile für den Alltag erarbeitet werden. Trotz bestem Benehmen galt damals noch eine harte Schweigepflicht. Der Grundansatz hinter diesem System war, dass eine Kombination aus humaner Behandlung und körperlicher Arbeit die Gefangenen wieder gesellschaftstauglich machen würde. Diesem System entsprechend hatten die Insassen auch einen strikten Tagesablauf zu befolgen. Ebenso galten strenge Hygienevorschriften wie beispielsweise das tägliche Waschen und die pünktliche Entleerung der Nachttöpfe zur Tagwache um 05:45. In Folge guten Benehmens war es den Gefangenen gestattet, ihre Zelle auch selber etwas zu dekorieren. Die Grundausstattung blieb jedoch bei allen dieselbe und so ist auch der Wasserkrug als ein Teil der modernen hygienischen Ausstattung anzusehen, die doch immerhin ein bisschen persönliche Freiheit gewährte. Funde des Alltags Mittlerweile sind solche Krüge natürlich obsolet geworden und auch im Fünfstern, dessen einst moderne und breite Zimmer mittlerweile nicht mehr den heutigen Standards für Komfort entsprechen, verfügen die Zellen nun über einen Wasseranschluss. Doch sowohl der Bau als auch der Krug sind nach wie vor Zeugnisse einer sich wandelnden Infrastruktur und einer sich wandelnden Welt des Strafvollzugs. Auch noch so unscheinbare Gegenstände wie dieser Krug – der ohne den Hinweis eines ehemaligen Gefängnisdirektors wohl weiterhin unerkannt in einem Brockenhaus stehen würde – geben uns wertvollste Einblicke in vergangene Lebenswelten. Übrigens verfügt die Strafanstalt selber über ein herausragendes Online-Archiv, auf dem sowohl photographisches als auch audiovisuelles Material aus der gesamten Zeit des Gefängnisses zu sehen ist. Zu finden ist dieses unter: https://www.archiv1864.ch/ . Der Fünfstern wie er heute noch steht. Quelle: Wikimedia Von Lukas Becker Von Lukas Becker Lukas Becker ist Historiker und Praktikant der Sammlung von Museum Aargau. Ähnliche Artikel finden Sie hier: Kategorien Schätze aus der Sammlung Neuzeit Kommentare

 
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Die Giessfassnische – ein vormoderner Wasserhahn

Zurück zum Blog 29. September 2021 Kategorien Schätze aus der Sammlung Neuzeit Wer heutzutage einen Wasserhahn öffnet, kann diesen ungestört laufen lassen und sogar die Temperatur verändern, ohne zu wissen, durch welche langen Leitungen es gekommen ist. Mit der Giessfassnische aus der Sammlung Museum Aargau betrachten wir eine vormoderne Form des Wasserhahns. Doch auch wenn in vergangenen Zeiten die Wasserbeschaffung oft einen langen Marsch zu einem Brunnen bedeutete, so wurden mitunter keine Mühen geschont, um zumindest die Illusion eines hauseigenen Wasserzugangs zu erzeugen. Auch ein Fass kann luxuriös sein Das Objekt in Frage ist eine sogenannte Giessfassnische, was im Prinzip einfach ein Fass oder eine andere Form von Behälter ist, aus dem Wasser entnommen werden kann. Doch obwohl solche Konstruktionen im Prinzip sehr schlicht und einfach sind, handelt es sich beim vorliegenden Objekt gewiss um nichts Schnödes. Die Nische besteht aus einem rechteckigen Holzkasten, dessen Front mit Zinn ausgestaltet ist. Datiert werden kann das Objekt auf das Ende des 17. Jahrhunderts und ist sehr wahrscheinlich ein Schweizer Fabrikat. Die Nische an sich ist elegant gestaltet und in Form eines romanischen Fensters gehalten. Verziert wird dieses mit Lilien, welche damals in Europa ein sehr weit verbreitetes Symbol waren – man denke an die Fleur de Lys, welche die Französische Krone symbolisierten – um unter anderem auch Wohlstand und Handel darzustellen. Giessfassnische, Inv. Nr. K-20765 Der zentrale Bestandteil ist die Figur eines Delphins, in dessen Kopf ein kleiner Wasserhahn und in dessen Schwanz ein Wasserzulauf eingebaut ist. Insgesamt erinnert die Konstruktion somit an einen Brunnen, wobei das Wasser über den Delphin quasi wie aus einer Leitung zugänglich ist – jedoch in limitierter Menge. Wie Wasser in den Alltag kam Während langer Zeit war, wenn überhaupt, dies die Realität von einem Wasserzugang im Haushalt. Zwar sind direkte Leitungen bis in die Häuser hinein in der europäischen Welt schon aus der griechischen und römischen Antike bekannt, doch war dies vor allem ein Erscheinungsbild der dicht bewohnten Städte. Generell waren Wasserleitungen – im Aargau teils noch römische – auch im Mittelalter noch ein weit verbreitetes Konzept, doch führten diese mittlerweile zu zentral gelegenen Brunnen. Aus diesen oder aus den sogenannten Sodbrunnen (für Grundwasser) wurde dann das Wasser entnommen und in die Haushalte gebracht. In der Tat war dies der Standard bis weit in das 19. und teils sogar das 20. Jahrhundert hinein, bis er langsam, aber sicher von direkten Anschlüssen ersetzt wurde. Dass die "Wasserleitung" im vorliegenden Fall aus Zinn besteht ist natürlich auch kein Zufall, denn dieses Metall war bis zum Siegeszug der Keramik im 19. Jahrhundert das wichtigste Material für Geschirr. Während die Schweiz auch selber über einige Zinngiessereien verfügte, kam das Metall vorwiegend aus der Ferne, teilweise aus Deutschland aber oft auch über lange Handelsketten aus Asien. Das gehört in eine Sammlung Die Präsenz dieses Objekts im Museum Aargau ist der Sammeltätigkeit von Dr. Max Güttinger-Boxler (1912-1988) zu verdanken. Dieser war ein Hausarzt aus Rothrist, der sich nebst seinen umfangreichen beruflichen Tätigkeiten auch noch freiwillig der wohltätigen Arbeit im Bereich der Kirche und im Namen der Samariter widmete und darüber hinaus ein passionierter Antiquitätensammler war. Dr. Güttinger-Boxler, Quelle: Museum Aargau Dr. Güttinger-Boxler hatte sich besonders auf Zinnobjekte aus der Schweiz spezialisiert und so kam im Verlauf seines Lebens eine Kollektion von über 1000 Objekten zusammen. Diese schenkte seine Familie 2014 dem Museum Aargau und ist nun an verschiedenen Standorten zu bewundern. In der Tat ist es sehr oft der Sammeltätigkeit einiger passionierter Personen zu verdanken, dass wertvolle Kulturgüter erhalten blieben. In so manchem Privathaushalt sind wohl noch so einige Schätze erhalten und warten darauf, wieder entdeckt zu werden. Von Lukas Becker Von Lukas Becker Lukas Becker ist Historiker und Praktikant der Sammlung von Museum Aargau. Ähnliche Artikel finden Sie hier: Kategorien Schätze aus der Sammlung Neuzeit Kommentare

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Luftaufnahme Schloss Lenzburg

Schloss Lenzburg

Ritter- und
Drachenschloss

Schloss Lenzburg ist eine der bedeutendsten Höhenburgen der Schweiz. Erleben Sie Ritter, Adlige und Gauner!

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Schlossdrache Fauchi in der Drachenhöhle von Schloss Lenzburg

Fünf
Highlights

Das dürfen Sie nicht verpassen  

 
Ein Gaukler mit brennenden Fackeln vor einer Menschenmenge

Veranstaltungen
und Führungen

Veranstaltungskalender Museum Aargau  

 
Ausstellung Ritter Schloss Lenzburg

Ausstellungen
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Ritter, Gauner und Schlossdrache Fauchi  

 
Zwei historisch gekleidete Freuen stehen vor dem Tor von Schloss Lenzburg und bitten Besucher mit einer einladenden Geste herein.

Öffnungszeiten und
Eintrittspreise

Geöffnet von April bis Oktober  

 
Luftaufnahme Schloss Lenzburg

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finden Sie uns

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Küche mit Besuchern im Schloss Lenzburg Museum
10:00 – 17:00 Uhr

Wohnmuseum und Gefängnis

Entdecken Sie im Wohnmuseum und im Gefängnis zwei Lebenswelten.

Ausstellung
Ausstellung Ritter Schloss Lenzburg
10:00 – 17:00 Uhr

Rittertum und Adel

Die Ausstellung für alle Mittelalterfans!

Ausstellung
Schlossdrache Fauchi in der Drachenhöhle von Schloss Lenzburg
10:00 – 17:00 Uhr

Fauchi und Drachenforschung

Besucht Schlossdrache Fauchi in seiner Höhle!

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Schulen, Familien und Gruppen

 
Workshop mit Schulklasse auf Schloss Lenzburg

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Kinder in Verkleidung (Ritter und Prinzessin) im Kindermuseum von Schloss Lenzburg

Für
Familien

Schlossdrache Fauchi und Kindermuseum  

 
Lady Mildred im Museum auf Schloss Lenzburg (Führung).

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Gruppen

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Schloss Lenzburg in 48 Sekunden

FEIERN UND GENIESSEN

 
Sonneneinfall im Bistro auf Schloss Lenzburg

Essen und
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Angebote im Schlossbistro  

 
Hochzeit auf Schloss Lenzburg: Eine Braut steht an einem festlich gedeckten Tisch mit Gästen im Rittersaal von Schloss Lenzburg.

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Feiern und tagen auf dem Schloss  

GESCHICHTE UND SAMMLUNG

 
Historische Zeichnung/Illustration von Schloss Lenzburg

Geschichte

1000 Jahre Schlossgeschichte  

 
Ein gelber Heizlüfter, Objekt im Sammlungszentrum Egliswil

Sammlung

Schatzkammer der Aargauer Geschichte  

 
Grosses Handy in der Hand eines Benutzers, auf dem Bildschirm ist die "Sammlung online" von Museum Aargau dargestellt.

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