Legionärspfad Vindonissa

Helvetier und Römer

Führung für Gruppen 60 Auf den Spuren der Helvetier in Vindonissa und in der heutigen Schweiz Bevor das römische Legionslager errichtet wurde, stand in Vindonissa eine befestigte Siedlung der Helvetier. Doch wer waren die Helvetier? Wie unterschieden sie sich von den Römern? Und wie lebten die Helvetier mit den römischen Eroberern zusammen? Folgen Sie den Spuren, welche die Helvetier in Vindonissa und in der heutigen Schweiz hinterlassen haben. Buchbare Führung für Gruppen im Legionärspfad Vindonissa: "Helvetier und Römer". Auf den Spuren der Helvetier in Vindonissa und in der heutigen Schweiz

 
Schloss Hallwyl

Wilhelmina, die Sammlerin

Szenische Führung für Gruppen 40 Szenische Führung im Kostüm: Wilhelmina von Hallwyl (1844-1930) Seit rund 100 Jahren ist Schloss Hallwyl ein Museum. Die letzte Schlossbesitzerin, Wilhelmina von Hallwyl (1844-1930), berichtet Ihnen auf einem Rundgang von ihrer speziellen Beziehung zum Schloss. 1874 erwarb Wilhelmina mit ihrem Ehemann Walter von Hallwyl das Schloss und widmete sich leidenschaftlich dessen archäologischer Erforschung und Restaurierung. Als starke und entschlossene Frau brachte sie Schloss Hallwyl zu neuem Glanz. 1925 gründete Wilhelmina eine Stiftung, um das Schloss als Museum der

 
Klosterhalbinsel Wettingen

Diskussionslabor: Fragen von heute ans Kloster von damals

Diskussionslabor für Schulen Geeignet für 4. bis 6. Klasse 90 4. bis 6. Klasse - Gesucht: Antworten auf Lebensfragen Nach einer kurzen Einführung ins Klosterleben dreht sich im Parlatorium – dem "Archiv der Fragen" – alles um die grossen Themen Glaube, Macht und Wissen: Wer sorgt sich um mich? Oder: Was wäre, wenn es keine Regeln und keine Gesetze gäbe? Die Schülerinnen und Schüler wählen Fragen aus, die als Stichworte den weiteren Rundgang durchs Kloster bestimmen. Zurück im Parlatorium tauscht die Klasse ihre Eindrücke aus. Diskussionslabor für Schulen auf der Klosterhalbinsel Wettingen: "Fragen

 
Sammlungszentrum Egliswil

7. Helle Nacht: Vom Reblaus-Schreck zum Akku-Sprühgerät

60 Spezialführungen zum 150-Jahr-Jubiläum der Firma Birchmeier Sprühtechnik AG Museum Aargau lädt anlässlich der 7. Aargauischen Industriekulturnacht "Helle Nacht" zu zwei Spezialführungen durch das Sammlungszentrum Egliswil ein. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung erforderlich. Im Fokus steht die Firma Birchmeier aus Stetten, die seit 150 Jahren innovative Sprühtechnik entwickelt. Ausgehend von den ersten Rückenspritzen zur Bekämpfung der Reblaus entstand ein weltweit tätiges Unternehmen. Anlässlich des Jubiläums präsentiert Museum Aargau ausgewählte Birchmeier-Originalobjekte aus seiner

 
Klosterhalbinsel Wettingen

Diskussionslabor: Philosophieren im Parlatorium

420 Gespräche über Wissen und Glaube Jeweils am Wochenende begrüssen Schülerinnen und Schüler der Kantonsschule Wettingen die Museumsgäste im Parlatorium. Im "Archiv der Fragen" wird über Generationen hinweg lustvoll diskutiert, philosophiert – und vermeintlich Wahres infrage gestellt. Diskussionslabor im Museum der Klosterhalbinsel Wettingen: Philosophieren im Parlatorium. Gespräche über Wissen und Glaube

 
Klosterhalbinsel Wettingen

Diskussionslabor: Frage am Sonntag

60 Gesprächsrunde im "Archiv der Fragen" Im Parlatorium der Klosterhalbinsel Wettingen laden Schülerinnen und Schüler der Kantonsschule Wettingen für eine Stunde zum Diskutieren ein. Sie philosophieren gemeinsam mit Museumsgästen über Fragen, die im "Archiv der Fragen" gesammelt sind: Was wäre, wenn alle Menschen ehrlich wären? Wann weiss man genug? Oder: Wann endet die Welt? Diskutieren Sie mit! Diskussionslabor im Museum der Klosterhalbinsel Wettingen: Frage am Sonntag. Gesprächsrunde im Parlatorium des Klosters

 
Vindonissa Museum

Römertag Vindonissa 2026

420 Wagenrennen, Gladiatoren und viel Spektakel beim Amphitheater Vindonissa Erleben Sie am Römertag Vindonissa rasante Wagenrennen und dramatische Gladiatorenkämpfe: Beim Amphitheater Windisch treten römische Streitwagen mit Pferden gegeneinander an. Gladiatoren kämpfen im Jubel der Zuschauermenge um Ruhm und Ehre – ein antikes Spektakel vor historischer Kulisse! Der Römertag 2026 zeigt auch die Vielfalt des römischen Alltags vor 2000 Jahren: Blicken Sie ins Marschlager der Legionäre und packen Sie selbst als Steinmetz oder Schuhmacherin an. Kinder können sich zu Gladiatoren ausbilden lassen.

 
Kloster Königsfelden

Saisoneröffnung Museum Aargau 2027

120 Eröffnung Gästezentrum und neue Ausstellung Kloster Königsfelden Museum Aargau startet mit einem feierlichen Eröffnungsanlass in die Saison 2027. Schauplatz ist das Kloster Königsfelden, wo gleichzeitig ein Gästezentrum und eine neue Ausstellung eröffnet wird. Nebst Grussworten von Regierungsrat Dieter Egli gibt Museumsdirektor Dr. Marco Sigg Einblick in die Programm-Highlights 2027. Das neue Museumsjahr steht ganz im Zeichen des kantonalen Themenjahres "Klosterjahr 2027": Vielfältige Angebote laden dazu ein, die Welt der Klöster zu entdecken. Der Eintritt zum Eröffnungsanlass mit Apéro ist frei, eine

 
Klosterhalbinsel Wettingen

Heilkräuter-Workshop im Klostergarten

120 Heilpflanzen kennenlernen und einen eigenen Heiltrunk herstellen Erleben Sie mit allen Sinnen die Heilkraft in den historischen Gärten der Klosterhalbinsel Wettingen. Der Workshop beginnt mit einer Führung zum Medizinalgarten und Krankenhaustrakt. Thema sind Heilkräuter damals und heute. Die Naturheilpraktikerin und Phytotherapeutin Jeannine Blum nimmt Sie mit in die Welt der Heilpflanzen. Im Workshop entsteht ein eigener Heiltrunk (Oxymel). Heilkräuter-Workshop im Klostergarten der Klosterhalbinsel Wettingen: Heilpflanzen kennenlernen und einen eigenen Heiltrunk herstellen

 
Klosterhalbinsel Wettingen

Heilpflanzen früher und heute

60 Heilpflanzen im Medizinalgarten entdecken Die Naturheilpraktikerin und Phytotherapeutin Jeannine Blum nimmt Sie mit auf einen sinnlichen Rundgang zum Medizinalgarten und Krankenhaustrakt des Klosters Wettingen. Thema sind Heilpflanzen früher und heute: von der Säftelehre bis zur heutigen traditionellen europäischen Naturheilkunde. Lernen Sie ausgewählte Heilpflanzen sowie deren Wirkung und Anwendung kennen – mit allen Sinnen und an einem Originalschauplatz der Klostermedizin. Öffentliche Führung auf der Klosterhalbinsel Wettingen: "Heilpflanzen früher und heute". Heilpflanzen im Medizinalgarten

Gradian

Museumsblog

Bei Wasser und Brot: ein Kupferkrug aus dem Fünfstern Lenzburg

1864 nahm in Lenzburg eine der damals modernsten und fortschrittlichsten Justizvollzugsanstalten Europas ihren Betrieb auf. Der sogenannte "Fünfstern" besteht bis heute und hat über einen Kupferkrug auch Eingang in die Sammlung Museum Aargau gefunden.

Das vorliegende Objekt war relativ günstig im Brockenhaus aufzufinden, wo es lange ein unerkanntes Dasein verbrachte. Ein Stück Luxusdekor aus einem edlen Hotel?

Nun, nicht ganz. Denn das Objekt ist ein einfacher Wasserkrug und stammt aus der Strafvollzugsanstalt Lenzburg; ein Beweis für die unsichtbare und doch weitgehende Geschichte, die sich oftmals hinter Alltagsgegenständen verbirgt.

Stehendes Wasser

Der Krug kommt eher unscheinbar daher. Mit einer Höhe von 17 und einer Breite von 12 Zentimetern kann dieses Kupfergefäss knapp einen Liter Wasser fassen.

Datiert werden kann der Krug auf die Zeit zwischen 1920 und 1960 und gehörte zum Standardinventar einer Zelle. Aufgrund des eher kleinen Fassungsvermögens kann man wohl davon ausgehen, dass so in Abwesenheit einer Leitung der Zugang zu Wasser möglich war.

Mittlerweile sind solche Krüge aufgrund des eingebauten Anschlusses an die Zellen natürlich überflüssig geworden, doch während langer Zeit war solch ein Objekt ein Zeugnis eines der modernsten Gefängnisse Europas.

Das Gefängnis der Moderne

Eröffnet wurde die Anstalt 1864 und sollte von Anfang an auch als Prestigegebäude für den noch relativ jungen Kanton Aargau dienen. Bislang waren die Gefangenen in Massenunterbringungen einquartiert und wurden zu harter Arbeit auf Baustellen gezwungen, doch nachdem wegen eines Feuers und einiger Infektionskrankheiten 1855 eine grosse Anzahl Häftlinge starb, setzte ein Umdenken ein.

Nach den Plänen des Badener Architekten Robert Moser wollte sich der Kanton mit dem neuen Gefängnis nun als Vorreiter der Moderne präsentieren. Inspiriert war der Bau von anderen bekannten Gefängnissen jener Zeit wie St. Gallen oder Bruchsal in Deutschland, die im sogenannten Radialstil gebaut waren.

Entsprechend einer panoptischen (zentralüberwachten) Gestaltung, bestand das Gefängnis so aus einem zentralen Bau mit einer Observationsstation, von dem aus in fünf Richtungen die verschiedenen Trakte des Gefängnisses ausgingen. Daher kommt auch der Name "Fünfstern".

Insgesamt war im Gefängnis Platz für 200 Zellen vorgesehen, wobei der Verwaltungs- und Frauentrakt jeweils separat abgetrennt waren.

Den damaligen Verhältnissen entsprechend waren die Zellen mit 2.1 Meter Breite luxuriös geräumig und es handelte sich vor allem um Einzelzellen – eine wichtige Neuerung im Strafvollzug. Obwohl der Bau mit Kosten von etwa einer Million Franken deutlich über das Budget hinausging, übertraf er die Erwartungen der Kantonsverwaltung.

Alltag in der Zelle

Die moderne Gestaltung betraf nicht nur den Bau des Gefängnisses, sondern auch den Alltag.

So führte der erste Anstaltsdirektor, der Pfarrer Johann Rudolf Müller, ein sogenanntes Progressivsystem ein. Bei diesem konnten sich die Gefangenen mit gutem Benehmen bessere Konditionen erarbeiten. War am Anfang noch strikte Isolationshaft vorgesehen, konnten sich mit der Zeit gemeinsame Arbeitseinsätze mit anderen Gefangenen und Materialvorteile für den Alltag erarbeitet werden.

Trotz bestem Benehmen galt damals noch eine harte Schweigepflicht. Der Grundansatz hinter diesem System war, dass eine Kombination aus humaner Behandlung und körperlicher Arbeit die Gefangenen wieder gesellschaftstauglich machen würde.

Diesem System entsprechend hatten die Insassen auch einen strikten Tagesablauf zu befolgen. Ebenso galten strenge Hygienevorschriften wie beispielsweise das tägliche Waschen und die pünktliche Entleerung der Nachttöpfe zur Tagwache um 05:45.

In Folge guten Benehmens war es den Gefangenen gestattet, ihre Zelle auch selber etwas zu dekorieren. Die Grundausstattung blieb jedoch bei allen dieselbe und so ist auch der Wasserkrug als ein Teil der modernen hygienischen Ausstattung anzusehen, die doch immerhin ein bisschen persönliche Freiheit gewährte.

Funde des Alltags

Mittlerweile sind solche Krüge natürlich obsolet geworden und auch im Fünfstern, dessen einst moderne und breite Zimmer mittlerweile nicht mehr den heutigen Standards für Komfort entsprechen, verfügen die Zellen nun über einen Wasseranschluss.

Doch sowohl der Bau als auch der Krug sind nach wie vor Zeugnisse einer sich wandelnden Infrastruktur und einer sich wandelnden Welt des Strafvollzugs.

Auch noch so unscheinbare Gegenstände wie dieser Krug – der ohne den Hinweis eines ehemaligen Gefängnisdirektors wohl weiterhin unerkannt in einem Brockenhaus stehen würde – geben uns wertvollste Einblicke in vergangene Lebenswelten.

Übrigens verfügt die Strafanstalt selber über ein herausragendes Online-Archiv, auf dem sowohl photographisches als auch audiovisuelles Material aus der gesamten Zeit des Gefängnisses zu sehen ist. Zu finden ist dieses unter: https://www.archiv1864.ch/.

Von Lukas Becker

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