Schloss Lenzburg

Künstlerinnen, Industrielle und ein Polarforscher

Führung für Gruppen 60 Die illustren Privatbesitzerinnen und -besitzer von Schloss Lenzburg Entdecken Sie auf einer Führung die faszinierenden Geschichten der Privatbesitzerinnen und -besitzer von Schloss Lenzburg. Zwischen 1853 und 1956 war das Schloss in privatem Besitz. Die Wedekinds mit Dichter Frank und Sängerin Erika verbrachten hier ihre Jugend. Später wohnten der amerikanische Industrielle Augustus E. Jessup und seine Frau Lady Mildred Bowes Lyon auf dem Schloss, gefolgt von Polarforscher Lincoln Ellsworth. Die letzte Besitzerin, Pilotin Marie Louise Ellsworth-Ulmer, übergab Schloss

 
Schloss Lenzburg

Hexenwahn und Hagelwetter

Workshop für Schulen Geeignet für 5. bis 9. Klasse 150 5. bis 9. Klasse ‒ Eine Spurensuche zu Macht und Ausgrenzung Im Turm zu Lenzburg war 1612 eine ganze Familie eingesperrt: Die 14-jährige Anna, ihre Mutter Bryda und ihr Vater Ruedi. Der Landvogt verhörte sie und kam zum Schluss, die Frauen seien Hexen. Die Schülerinnen und Schüler untersuchen diesen historischen Fall aus verschiedenen Perspektiven und bekommen dabei Einblicke zum Klima und zu den Machtverhältnissen der damaligen Zeit. Mit Beobachtungsaufgaben in der historisch möblierten Landvogtei lernt die Klasse zudem Stilmerkmale des Barocks

 
Schloss Wildegg

Eröffnung Museumsjahr mit Dreikönigskuchen-Essen

120 Wer wird Aargauer König oder Königin 2027? Museum Aargau lanciert traditionell am Dreikönigstag das neue Museumsjahr. Der Eröffnungsanlass im Schloss Wildegg mit Grossratspräsident Ralf Bucher und Museumsdirektor Dr. Marco Sigg gibt einen Rück- und Ausblick auf die Programm-Highlights 2026 und 2027. Beim anschliessenden Dreikönigskuchen-Essen wird der Aargauer König oder die Aargauer Königin 2027 gekrönt. Wer in das richtige Kuchenstück beisst, geniesst das ganze Jahr freien Eintritt zu allen historischen Schauplätzen von Museum Aargau. Der Eintritt zur Eröffnung ist frei, eine Anmeldung

 
Klosterhalbinsel Wettingen

Diskussionslabor: Nicht normal? Tabus angehen!

Diskussionslabor für Schulen Geeignet für Ab 7. Klasse 90 Ab 7. Klasse – Im Gespräch mit Schülerinnen und Schülern der Kantonsschule Ist der Tod wirklich traurig? Hat man nach dem Tod abgeschlossen? Warum müssen wir sterben? Solche Fragen zu den Themen Glaube, Macht und Wissen stellt das Parlatorium von Museum Aargau in den Raum. Im Diskussionslabor taucht die Klasse in das vermeintlich heikle Thema Tod ein. Bei verschiedenen Aktivitäten – etwa einem Rollenspiel zu Trauerritualen oder im Austausch über Bilder und Fragen zum Tod – erkunden die Schülerinnen und Schüler Wege, dieses tabuisierte

 
Schloss Habsburg

Esstheater: Sisi – eine Kaiserin auf Reisen

Esstheater für Gruppen 30 Gaumenschmaus im Schlossrestaurant mit Anekdoten von Kaiserin Sisi Geniessen Sie im Schlossrestaurant Habsburg ein Mittag- oder Abendessen, garniert mit Anekdoten von Sisi. Die legendäre Kaiserin von Österreich ist zu Gast auf der Burg ihrer Vorfahren. Sisi erzählt in zwei Szenen aus ihrem bewegten Leben, das nicht dem Klischee der Märchenprinzessin entspricht: vom Alltag am Wiener Hof, von ihren Kindern und wie sie Kaiserin wurde. Ein kulinarisch-vergnügliches Esstheater für Gruppen, Firmen, Vereine oder Familienfeiern mit einer emanzipierten und freiheitsliebenden

 
Vindonissa Museum

Die alten Römer und die "Anderen"

60 Spezialführung im Rahmen der "Aktionswoche gegen Rassismus" Region Brugg Das Vindonissa Museum lädt im Rahmen der "Aktionswoche gegen Rassismus" in der Region Brugg zur Spezialführung "Die alten Römer und die 'Anderen'" ein. Rassismus wie wir ihn heute kennen, gab es bei den Römern nicht. Dennoch waren die Römer stark von ihrer kulturellen Überlegenheit überzeugt. Bei einer interaktiven Führung durch das Vindonissa Museum erfahren Sie mehr über den mannigfaltigen Umgang der Römer mit dem Fremden. Öffentliche Spezialführung durch das Vindonissa Museum: Die alten Römer und die "Anderen". Angebot

 
Schloss Wildegg

Schüür-Gspröch mit Nora Meister und Johannes Muntwyler

120 Talk mit Apéro in der historischen Scheune von Schloss Wildegg Möwikultur und Museum Aargau laden zum vierten Schüür-Gspröch auf Schloss Wildegg ein. Gäste des Abends sind Sportlerin Nora Meister und Zirkusdirektor Johannes Muntwyler. Die 23-jährige Paraschwimmerin Nora Meister aus Lenzburg gewann 2021 in Tokio Bronze und 2024 in Paris Silber. Johannes Muntwyler ist Inhaber der Circus Monti AG und leitet das Wohler Unternehmen mit seiner Familie. Er ist seit der Gründung von Circus Monti 1985 dabei. Moderiert wird das Gespräch von Adrian Remund, Journalist beim Regionalsender Tele M1. Museum

 
Legionärspfad Vindonissa

Römisch Übernachten Spezial

Übernachtung für Schulen Geeignet für Ab 3. Klasse Max. Anzahl Personen 2 Schulklassen 300 NICHT LÖSCHEN - dient den Daten auf der Homepage Ab 3. Klasse: Kocht und übernachtet wie die Römer (inkl. Museumseintritte) Verbringt eine unvergessliche Nacht in den originalgetreu nachgebauten Legionärsunterkünften Contubernia! Schülerinnen und Schüler lernen unter Anleitung eines Legionärs oder einer Römerin alles, was ein römischer Legionär wissen und können musste. Nach dem Marschieren kocht die Schulklasse am Feuer die echte Mahlzeit des Legionärs. Danach geht's weiter mit Kämpfen, Spielen und

 
Legionärspfad Vindonissa

Römisch Übernachten Spezial

Übernachtung für Gruppen und Familien (ab 7 Jahre) 300 NICHT LÖSCHEN - dient den Daten auf der Homepage Marschiert, kocht und übernachtet wie die Römer (inkl. Museumseintritte) Verbringen Sie eine unvergessliche Nacht in den originalgetreu nachgebauten Legionärsunterkünften Contubernia. Familien und Gruppen lernen unter Anleitung eines Legionärs oder einer Römerin alles, was ein römischer Legionär wissen und können musste. Nach dem Marschieren wird am Feuer die echte Mahlzeit des Legionärs gekocht. Danach geht's weiter mit Kämpfen, Spielen und Lagerfeuerstimmung. Als Höhepunkt laden Strohmatratzen

 
Legionärspfad Vindonissa

Römisch Übernachten

Übernachtung für Schulen Geeignet für Ab 3. Klasse Max. Anzahl Personen 2 Schulklassen 300 NICHT LÖSCHEN - dient den Daten auf der Homepage Ab 3. Klasse: Kocht und übernachtet wie die Römer Verbringt eine unvergessliche Nacht in den originalgetreu nachgebauten Legionärsunterkünften Contubernia! Schülerinnen und Schüler lernen unter Anleitung eines Legionärs oder einer Römerin alles, was ein römischer Legionär wissen und können musste. Nach dem Marschieren kocht die Schulklasse am Feuer die echte Mahlzeit des Legionärs. Danach geht's weiter mit Kämpfen, Spielen und Lagerfeuerstimmung. Als Höhepunkt

Gradian

Museumsblog

Bei Wasser und Brot: ein Kupferkrug aus dem Fünfstern Lenzburg

1864 nahm in Lenzburg eine der damals modernsten und fortschrittlichsten Justizvollzugsanstalten Europas ihren Betrieb auf. Der sogenannte "Fünfstern" besteht bis heute und hat über einen Kupferkrug auch Eingang in die Sammlung Museum Aargau gefunden.

Das vorliegende Objekt war relativ günstig im Brockenhaus aufzufinden, wo es lange ein unerkanntes Dasein verbrachte. Ein Stück Luxusdekor aus einem edlen Hotel?

Nun, nicht ganz. Denn das Objekt ist ein einfacher Wasserkrug und stammt aus der Strafvollzugsanstalt Lenzburg; ein Beweis für die unsichtbare und doch weitgehende Geschichte, die sich oftmals hinter Alltagsgegenständen verbirgt.

Stehendes Wasser

Der Krug kommt eher unscheinbar daher. Mit einer Höhe von 17 und einer Breite von 12 Zentimetern kann dieses Kupfergefäss knapp einen Liter Wasser fassen.

Datiert werden kann der Krug auf die Zeit zwischen 1920 und 1960 und gehörte zum Standardinventar einer Zelle. Aufgrund des eher kleinen Fassungsvermögens kann man wohl davon ausgehen, dass so in Abwesenheit einer Leitung der Zugang zu Wasser möglich war.

Mittlerweile sind solche Krüge aufgrund des eingebauten Anschlusses an die Zellen natürlich überflüssig geworden, doch während langer Zeit war solch ein Objekt ein Zeugnis eines der modernsten Gefängnisse Europas.

Das Gefängnis der Moderne

Eröffnet wurde die Anstalt 1864 und sollte von Anfang an auch als Prestigegebäude für den noch relativ jungen Kanton Aargau dienen. Bislang waren die Gefangenen in Massenunterbringungen einquartiert und wurden zu harter Arbeit auf Baustellen gezwungen, doch nachdem wegen eines Feuers und einiger Infektionskrankheiten 1855 eine grosse Anzahl Häftlinge starb, setzte ein Umdenken ein.

Nach den Plänen des Badener Architekten Robert Moser wollte sich der Kanton mit dem neuen Gefängnis nun als Vorreiter der Moderne präsentieren. Inspiriert war der Bau von anderen bekannten Gefängnissen jener Zeit wie St. Gallen oder Bruchsal in Deutschland, die im sogenannten Radialstil gebaut waren.

Entsprechend einer panoptischen (zentralüberwachten) Gestaltung, bestand das Gefängnis so aus einem zentralen Bau mit einer Observationsstation, von dem aus in fünf Richtungen die verschiedenen Trakte des Gefängnisses ausgingen. Daher kommt auch der Name "Fünfstern".

Insgesamt war im Gefängnis Platz für 200 Zellen vorgesehen, wobei der Verwaltungs- und Frauentrakt jeweils separat abgetrennt waren.

Den damaligen Verhältnissen entsprechend waren die Zellen mit 2.1 Meter Breite luxuriös geräumig und es handelte sich vor allem um Einzelzellen – eine wichtige Neuerung im Strafvollzug. Obwohl der Bau mit Kosten von etwa einer Million Franken deutlich über das Budget hinausging, übertraf er die Erwartungen der Kantonsverwaltung.

Alltag in der Zelle

Die moderne Gestaltung betraf nicht nur den Bau des Gefängnisses, sondern auch den Alltag.

So führte der erste Anstaltsdirektor, der Pfarrer Johann Rudolf Müller, ein sogenanntes Progressivsystem ein. Bei diesem konnten sich die Gefangenen mit gutem Benehmen bessere Konditionen erarbeiten. War am Anfang noch strikte Isolationshaft vorgesehen, konnten sich mit der Zeit gemeinsame Arbeitseinsätze mit anderen Gefangenen und Materialvorteile für den Alltag erarbeitet werden.

Trotz bestem Benehmen galt damals noch eine harte Schweigepflicht. Der Grundansatz hinter diesem System war, dass eine Kombination aus humaner Behandlung und körperlicher Arbeit die Gefangenen wieder gesellschaftstauglich machen würde.

Diesem System entsprechend hatten die Insassen auch einen strikten Tagesablauf zu befolgen. Ebenso galten strenge Hygienevorschriften wie beispielsweise das tägliche Waschen und die pünktliche Entleerung der Nachttöpfe zur Tagwache um 05:45.

In Folge guten Benehmens war es den Gefangenen gestattet, ihre Zelle auch selber etwas zu dekorieren. Die Grundausstattung blieb jedoch bei allen dieselbe und so ist auch der Wasserkrug als ein Teil der modernen hygienischen Ausstattung anzusehen, die doch immerhin ein bisschen persönliche Freiheit gewährte.

Funde des Alltags

Mittlerweile sind solche Krüge natürlich obsolet geworden und auch im Fünfstern, dessen einst moderne und breite Zimmer mittlerweile nicht mehr den heutigen Standards für Komfort entsprechen, verfügen die Zellen nun über einen Wasseranschluss.

Doch sowohl der Bau als auch der Krug sind nach wie vor Zeugnisse einer sich wandelnden Infrastruktur und einer sich wandelnden Welt des Strafvollzugs.

Auch noch so unscheinbare Gegenstände wie dieser Krug – der ohne den Hinweis eines ehemaligen Gefängnisdirektors wohl weiterhin unerkannt in einem Brockenhaus stehen würde – geben uns wertvollste Einblicke in vergangene Lebenswelten.

Übrigens verfügt die Strafanstalt selber über ein herausragendes Online-Archiv, auf dem sowohl photographisches als auch audiovisuelles Material aus der gesamten Zeit des Gefängnisses zu sehen ist. Zu finden ist dieses unter: https://www.archiv1864.ch/.

Von Lukas Becker

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