Museum Aargau

Kleine Kugel, grosse Welt: Der Globus von Schloss Wildegg

Zurück zum Blog 23. September 2026 Kategorie Neuzeit Hinter den kleinformatigen Welt- und Himmelskugeln stecken sowohl astronomische Vorstellungen wie auch historische Entdeckungen und handwerkliches Knowhow. Aber seit wann gibt es eigentlich Globen? Wie wurden diese hergestellt und was war ihr Verwendungszweck? Der Globus von Schloss Wildegg gibt Anlass, diesen und mehr Fragen auf den Grund zu gehen. Auffällig ist er nicht, der kleine Globus von Schloss Wildegg. Mit einem Durchmesser von lediglich 12,5 cm ist er sogar kleiner als die meisten anderen Globen. Wer das Schloss bereits einmal

 
Museum Aargau

Das tragbare Sommergefühl - Zeitloser Textildruck aus Suhr

Zurück zum Blog 17. Juni 2022 Kategorien Schätze aus der Sammlung Historische Kleidung Neuzeit Sommer: Die helle Jahreszeit steht nicht nur für heisse Tage und ein abkühlendes Bad. Auch im Sammlungszentrum in Egliswil hält der Sommer Einzug. Oder hat eingehalten. Denn in den Regalen und Ablagen schlummern wahre Schätze, die perfekt zu einem schönen Sommertag passen. "Der Sommer, der vergeht, ist wie ein Freund, der uns Lebewohl sagt." - Victor Hugo (1802-1885) Im Sammlungszentrum liegen zwischen diversen Raritäten und Kuriositäten auch Sonnenbrillen, Strohhüte und Kleider, deren Designs auch der

 
Museum Aargau

Licht ins Dunkel: Das farbige Mittelalter

Zurück zum Blog 08. Juli 2026 Kategorien Mittelalter Historische Kleidung Trug man im Mittelalter nur graue und braune Kleidung? Weit gefehlt! Eine Hommage an die Farbigkeit dieser Epoche. Das Klischee des "dunklen Mittelalters" hält sich in der breiten Bevölkerung und in der medialen Kultur hartnäckig – zum Frust von Historikerinnen und Historikern sowie anderen, welche sich mit dieser Epoche differenzierter auseinandersetzen. Wenn man im alltäglichen Kontext etwas als "mittelalterlich" bezeichnet, ist dies negativ geprägt und soll "rückständig" ausdrücken. Allerdings war das Mittelalter

 
Museum Aargau

5 faszinierende Fakten über römische Münzen

Zurück zum Blog 28. August 2026 Kategorien Römerzeit Römische Geschichten aus Vindonissa Münzgeld verliert heutzutage zunehmend an Bedeutung. Römische Münzen waren bei den Römern hingegen das zentrale Zahlungsmittel und ermöglichten Einkäufe und Handel im ganzen Reich. Doch was macht römische Münzen so besonders und wofür wurden sie verwendet? "Pecunia non olet" – Geld stinkt nicht. Diese Redewendung geht auf Kaiser Vespasian zurück, der zur Finanzierung des Staates eine Steuer auf öffentliche Latrinen einführte. Als sein Sohn Titus die Moral dieser Steuer beanstandete, hielt Vespasian ihm Münzen

 
Schloss Lenzburg

Eine Zeitreise: 50 Jahre Geschichtsvermittlung

Sonderausstellung Saison 2025/2026 Preis Im Eintritt inbegriffen 0 Sonderausstellung zur Pionierrolle in der Schweizer Museumspädagogik Schloss Lenzburg beleuchtet 2025/2026 in einer Sonderausstellung seine Pionierrolle in der Geschichtsvermittlung. Vor 50 Jahren arbeiteten hier erstmals Museumspädagoginnen und -pädagogen spielerisch mit Kindern – ein Novum in der Schweiz. In der kleinen Ausstellung "Eine Zeitreise: 50 Jahre Geschichtsvermittlung" erzählen Pionierinnen und Pioniere, wie sie ab 1975 Geschichte zum Erlebnis für alle Sinne machten – mit feuerspeienden Drachen, verkleideten Gräfinnen

 
Schloss Wildegg

Museumswald

Museumswald Preis Eintritt frei Ort Der Museumswald befindet sich oberhalb des Spielplatzes bei Schloss Wildegg 0 Waldnutzung im 18. und frühen 19. Jahrhundert Der Museumswald von Schloss Wildegg zeigt die Waldnutzung im 18. und frühen 19. Jahrhundert: als Speisekammer, Holzlieferant, Weidefläche und Jagdrevier. Kern des Museumswaldes ist die Waldweide. Im Früh- und Spätsommer grasen hier Geissen, wie vor 200 Jahren. Führungen und Workshops lassen diese historische Waldnutzung lebendig werden und beleuchten die heute so aktuellen Themen Biodiversität und Naturschutz. Museumswald auf Schloss

 
Museum Aargau

Schreibmaschine "Swissa Junior" von August Birchmeier's Söhne

Zurück zum Blog 30. März 2020 Kategorien Schätze aus der Sammlung 20./21. Jh. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts spielten Schreibmaschinen als Instrument für die Textverarbeitung eine immer wichtigere Rolle. In der Schweiz und im Kanton Aargau wurde diese Entwicklung von der Schreibmaschinenfabrik August Birchmeier's Söhne entscheidend mitgeprägt. © Museum Aargau Schreibmaschine mit Schutzkoffer Das Metallgehäuse der in der Mitte der 1950er-Jahre hergestellten Schreibmaschine (9 cm x 31 cm x 27 cm) mit gerundeten Ecken ist hellblau lackiert. Die abgeschrägte Abdeckung wird oberhalb der Tasten von

 
Museum Aargau

Gemeinschaft und Identität – Feste in bürgerlichen Kreisen

Zurück zum Blog 03. September 2026 Kategorien Mittelalter Schlossgeschichten Im Mittelalter waren Feste weit mehr als nur Gelegenheiten zum Feiern: Auch abseits der Höfe spielten Feste eine zentrale Rolle im gemeinschaftlichen Leben. In Dörfern und Städten förderten sie das Zugehörigkeitsgefühl, den Austausch und gemeinsame Traditionen. Während sich Obrigkeiten aufgrund ihrer Adelstitel bei Festen zusammenfanden, lag bürgerlichen Festen meist ein gemeinsamer Beruf oder ein geteiltes Interesse zugrunde. Im Spätmittelalter schlossen sich städtische Handwerker vermehrt zu Zünften zusammen, um

 
Museum Aargau

"Walther Bürsten bürsten gut" – Zahnpflege mit dem Chefkurator

Zurück zum Blog 25. Juni 2020 Kategorie Schätze aus der Sammlung Den Werbeslogan "Walther Bürsten bürsten gut, Walther Bürsten bürsten besser" kannte wohl jedes Kind. Chefkurator Rudolf Velhagen präsentiert in der Sammlung von Museum Aargau ein Bürsten-Set der ehemaligen Bürstenfabrik Walther in Oberentfelden AG Dieser Bekanntheitsgrad ist kein Wunder: Beim Besuch des Walther-Museums in der "Alten Bürsti" in Oberentfelden wurde mir bewusst, dass es für fast jede Lebenssituation irgendeine Bürste gibt. Dabei bilden Zahnbürsten (gewöhnliche und elektrische), WC-Bürsten, Schuhbürsten,

 
Museum Aargau

Memory-Spiel: Die Bewohnerinnen und Bewohner von Schloss Lenzburg

Zurück zum Blog 04. August 2026 Kategorien 20./21. Jh. Quiz & Spiele Bevor Schloss Lenzburg in öffentliche Hand überging, lebten dort zahlreiche faszinierende Persönlichkeiten – von Künstlerinnen und Industriellen bis hin zu einem Polarforscher. In unserem Memory-Spiel lernen Sie einige davon kennen. Finden Sie alle Bewohnerinnen und Bewohner? ÖFFENTLICHE FÜHRUNGEN Saison 2026 Künstlerinnen, Industrielle und ein Polarforscher Die illustren Privatbesitzerinnen und -besitzer von Schloss Lenzburg Von Museum Aargau Von Museum Aargau Das Team von Museum Aargau zeigt an dieser Stelle digitale

Gradian
Zeichnung von Schloss Lenzburg zur Zeit der Erziehungsanstalt von Christian Lippe.

Geschichte

Über 1000 Jahre Schlossgeschichte

Über 1000 Jahre Schlossgeschichte

Schloss Lenzburg hat eine über 1000-jährige Geschichte. Die mittelalterliche Burg wandelte sich vom bernischen Verwaltungssitz zum privaten Wohnbau und ist nun seit über 50 Jahren ein Museum.

GESCHICHTE

 
Historische Zeichnung/Illustration von Schloss Lenzburg

Erhabene Festung
für Gutbetuchte

Geschichte Schloss Lenzburg  

 
Historische schwarz-weiss-Aufnahme: Gruppenfoto mit vielen Menschen

Baugeschichte, Bewohner
und Bewohnerinnen

Zeitstrahl Schloss Lenzburg  

8 Fragen zur Geschichte

Die Erbauer von Schloss Lenzburg waren die gleichnamigen Grafen von Lenzburg, ein ostschweizerisches Adelsgeschlecht aus der Region um Schänis.

Das Datum der Grundsteinlegung von Schloss Lenzburg ist nicht bekannt. Ein Chronikeintrag aus dem Jahr 1077 belegt, dass die Lenzburg damals bereits existierte und eine gewisse Wichtigkeit hatte.

Baugeschichte von Schloss Lenzburg

Im Mittelalter gehörte Schloss Lenzburg verschiedenen Adligen. Dazu zählten die Grafen von Lenzburg, die Grafen von Kyburg, die Habsburger und sogar Friedrich I. Barbarossa, Kaiser des Heiligen Römischen Reiches. Zwischen 1415 und 1798 residierten die Bernischen Landvögte als Verwalter des Bernischen Stadtstaates auf dem Schloss.

Einige Bewohnerinnen und Bewohner der Moderne waren Dichter Frank Wedekind, der amerikanische Industrielle Edward Jessup, Lady Mildred Marion Bowes (Urgrosstante von King Charles III.) und Polarforscher Lincoln Ellsworth.

Schlossbewohner und -bewohnerinnen

Im Jahr 1415 eroberten die Eidgenossen den Aargau. Von 1444 bis 1798 nutzten Berner Landvögte Schloss Lenzburg als Verwaltungssitz und sorgten für den Unterhalt. Die Berner bauten neue Gebäude und verstärkten mehrmals die Wehranlagen.

In der Frühzeit bestand Schloss Lenzburg aus zwei Türmen, dem Palas (der heute noch steht) sowie der Burgmauer. Einige Bauten waren damals vermutlich aus Holz. Über die Jahrhunderte wurde Schloss Lenzburg zum Verwaltungssitz ausgebaut und es entstanden neue Befestigungsbauten (Zwinger, Süd- und Ostbastion). Am Ende des 19. Jahrhundert statteten die Privatbesitzer das Schloss mit Strom, einer Zentralheizung und fliessendem Warm- und Kaltwasser aus.

Baugeschichte von Schloss Lenzburg

1956 verkaufte die letzte Besitzerin, Marie-Louise Ellsworth-Ulmer, das Schloss an die dafür geschaffene Stiftung Schloss Lenzburg. Das Schloss gehört damit seither zur Hälfte der Stadt Lenzburg und zur Hälfte dem Kanton Aargau. Seit 2007 führt Museum Aargau ein Museum in den Schlossräumlichkeiten.

Schloss Lenzburg diente der Obrigkeit im Mittelalter und in der Frühen Neuzeit als Untersuchungsgefängnis und Folterkammer. Während der Hexenverfolgung im 16. und 17. Jahrhundert hatte Schloss Lenzburg in dieser Hinsicht ebenfalls eine wichtige Rolle.

Blog-Artikel:Ein Hexenprozess auf Schloss Lenzburg

Museum Aargau präsentiert seine Angebote auf Schloss Lenzburg mit dem Slogan "Ritter- und Drachenschloss". Diese beiden Themen werden bei Veranstaltungen wie dem Fauchifest, dem Mittelaltermarkt oder den Mittelaltertagen auf lebendige Weise vermittelt. 

Ritter und Drachen haben einen engen historischen Bezug zu Schloss Lenzburg: Der Gründungslegende nach besiegten die Ritter Bertram und Guntram auf dem Schlosshügel einen Drachen und erbauten darauf die Lenzburg. Dieser Drache findet sich auch als Bronzeskulptur (aus dem 17. Jh.) auf dem Dach der Landvogtei.

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