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Kochvideo: Eine Rindszunge zuzubereiten - Rezept aus dem 18. Jahrhundert

Zurück zum Blog 26. Mai 2022 Kategorie Kochvideos & historische Rezepte Die Köchin des Landvogtes zeigt euch, wie man eine Rindszunge zubereitet. Ein einfaches Rezept aus dem 18. Jahrhundert! Heute muss man in unseren Breitengraden eine Rinder- oder Kalbszunge beim Metzger rechtzeitig bestellen. Früher – noch vor zwei Generationen – war Zunge ein beliebtes Nahrungsmittel, auch auf kalten Platten, und in jeder Metzgerei in der Auslage zu finden. Freunde von Innereien und anderen aussergewöhnlichen Fleischstücken achten sich daher genau, welches Restaurant noch "Metzgete" macht, und reservieren sich ihre Plätze frühzeitig. Es lohnt sich, diesem Rezept eine Chance zu geben. Wer nie Zunge probiert hat, weiss gar nicht, wie fein die schmeckt! Für 4 Personen Dauer: Vorbereitung 25 Minuten, Kochzeit 3 Stunden Zutaten 1 Rinder- oder Kalbszunge 200 g Rindsgulasch 8 Scheiben weisser Speck Pfeffer Ingwer Nelken Salz 1 grob gehackte Zwiebel 2 Lorbeerblätter 4 Knoblauchzehen 3 dl Weisswein Zubereitung Die Zunge mit dem weissen Speck umwickeln. Den Wein mit Pfeffer, Ingwer, Nelken, Zwiebeln, Lorbeerblätter, zerdrückten Knoblauchzehen und dem Weisswein in eine Pfanne geben. Zunge und Gulaschstücke beigeben. Alles bei mittlerer Hitze ca. 3 Stunden köcheln lassen. Wenn nötig etwas Weisswein nachschütten. Aus dem Sud nach Wunsch eine Sauce machen. Quelle Kochbuch Oder kurze und nützliche Anweisung allerley Speise und Gebackenes Zu machen, vor die ehr- und Tugensame Jungfer Juliana Elisabetha Versivoin, Zweybrücken den 6ten Decembris 1769. Weitere Kochvideos 07. April 2020 Kochvideo: Gebackene Zwiebeln – Rezept aus dem Mittelalter Kochen Sie gebackene Zwiebeln nach einem raffinierten Rezept aus dem Mittelalter. 13. März 2023 Kochvideo: Hühnerleber-Raviol – Rezept aus dem 17. Jahrhundert Kochen Sie Hühnerleber-Raviol nach einem Rezept aus dem 17. Jahrhundert. Unsere Schlossköchin zeigt Ihnen im Video, wie es geht. 26. Januar 2022 Kochvideo: Spanische Äpfel – Rezept aus dem 17. Jahrhundert Kochen Sie spanische Äpfel nach einem Rezept aus dem 17. Jahrhundert. Unser Kochvideo zeigt, wie es geht. Ein einfaches und leckeres Rezept! Von Angela Dettling Von Angela Dettling Angela Dettling ist Leiterin Vermittlung von Museum Aargau. Die Historikerin kocht für ihr Leben gern Gerichte aus 2000 Jahren. Ähnliche Artikel finden Sie hier: Kategorie Kochvideos & historische Rezepte Kommentare

 
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Historische Pläne der Schlossdomäne Wildegg - Blog Museum Aargau

Zurück zum Blog 03. Oktober 2022 Kategorien Schätze aus der Sammlung Schlossgeschichten Anhand historischer Pläne der Schlossdomäne Wildegg reisen wir zurück in der Zeit und erfahren mehr über die eindrückliche Geschichte des Schlosses. Auch die bedeutende Burgchronik von Sophie von Erlach-Effinger (1766-1840) gibt einige spannende Einblicke in vergangene Zeiten. Der erste Plan der Schlossdomäne lässt sich nicht genau eruieren. Das Gut wurde nach der Besitznahme durch die Effinger als ein " mittelgrosse[n] Bauernbetrieb[s] " eingeordnet. Auch in den beiden folgenden Jahrhunderten war eine Einschätzung wegen fehlender Quellen schwierig. Erst Anfangs des 18. Jh. existieren Quellenbelege in denen die Effinger das Gut abrunden konnten. Trotz innerfamiliären Teilungen. Die Schlossdomäne in der Chronik Die grösste Ausdehnung hatte das Gut um 1770 mit 120 Hektaren. Darin eigeschlossen waren Äcker, Wiesland, Rebstöcke sowie die Domänenbetriebe mit Gewerbe. Sophie von Erlach, die Verfasserin der Burgchronik von Schloss Wildegg, widmet den umliegenden Gütern und Gebäuden nur einen kleinen Abschnitt. Dennoch lassen sich daran bildhaft die Umrisse der damaligen Gestaltung herauslesen. So schreibt sie etwas abfällig über die Scheune: Die Scheune, ein Werk von Hans Thüring Effinger (Sophies Ur-Ur-Grossvater väterlicherseits, Anm. d. Verf.) und die Jahreszahl 1661 tragend, ist jetzt alt und baufällig, und da mein Bruder keine Pferdte (sic!) hält, so wird Sie sehr wenig benutzt; Aber nicht nur zum Zustand der Gebäude berichtet die einzige überlebende Tochter von Niklaus Albrecht (1735-1803) in ihrem scharfsinnigen und detailreichen Text. Auch der Gutshof und die Bewirtschaftung der Felder werden kurz angeschnitten. Zur heutigen Lindenterrasse schrieb Sophie: Hier übersieht mein Bruder (Ihr Halbruder Albrecht Ludwig Effinger, genannt Albert, 1773-1853, Anm. d. Verf.) den grössten Theil seiner Güter und beobachtet seine Arbeiter - Sein Auge richtet sich fürnemmlich gerne nach dem Haard, so heisst nämlich eine grosse, etwas entlegene Scheune mit umliegenden Gütern, welche er sehr verbessert hat un im Sommer und Winter einen senn mit 16 Kühen hält. Von Parzellen und Gütern Bei einer so grossen Fläche und Umschwung ist es manchmal schwierig den Überblick zu behalten. Dabei können Pläne helfen. Im Gegensatz zu heute, wo die Pläne Satelliten gestützt und GPS gesteuert erstellt werden, war dies früher noch reine Handarbeit. Zudem waren die Masseinheiten von Ort zu Ort verschieden und das Auge oftmals das beste Vermessungsinstrument. Ein erster Plan der Güter um Schloss Wildegg, mit Bezeichnung der einzelnen Parzellen und Angaben zu deren Flächen, ist uns aus dem Jahre 1790 erhalten. Der oder die Verfassenden dieses künstlerisch wertvoll gestalteten Planes, sind leider nicht bekannt. Bemerkenswert ist aber bereits die Vogelperspektive der Zeichnung. In einer Legende sind die einzelnen Matten und Felder mit Grössenangaben geordnet. Womöglich diente diese Auflistung auch als Berechnungshilfe der Abgaben. Künstlerisch gestalteter Plan der Schlossdomäne aus dem Jahre 1790. Die Schlossgüter mit Bezeichnung der einzelnen Parzellen und Angaben zu deren Flächen. © Museum Aargau Ein weiterer Plan von Johannes Stähli um etwa 1820, zeigt auch die Besitzungen der Effinger im Hardgut und im Schachen, in der Nähe wo heute die Zementfabrik steht. Dieser Plan besitz einen Massstab, dem sogenannten Berner Fuss. Dieser Massstab wurde auch Berner Schuh genannt: 1 Berner Schuh = 130 Pariser Linien = 0,293254 Meter. Detaillierte Tuschfederzeichnung auf Papier, aquarelliert. Zeichner: Johannes Stähli. Datiert 1820. © Museum Aargau Aus der Chronik der Sophie erfahren wir, dass die heutige Gemeinde Wildegg damals nur "Hellmühly" genannt wurde und im 17. Jh. praktisch nur aus einer Mühle bestand. Später kam dann das Wirtshaus hinzu und gegen Ende des 18. Jh. wurden mehrere Wohnhäuser für eine entstandene Druckerei errichtet. Zu guter Letzt existiert noch ein Plan aus dem Jahre 2003 von Betriebsleiter Erland Eichmann. Mit Hilfe des GIS Verfahrens wurde die Landschaft gescannt und in Raster unterteilt, worin mit verschiedenen Farben die Umrandung der Domäne eingezeichnet wurde. Auf diesem Plan kann der Waldbestand der Domäne sehr gut verdeutlicht werden. Die Schlossdomäne blüht wie eh und je Nicht alle Gebäude und Gewerbe haben auf der Schlossdomäne Wildegg überlebt. Der 1500 erbaute Bauernhof wird seit 1999 von Silvia und Alois Huber geführt. Der Familienbetrieb bewirtschaftet den Gutshof nach den Richtlinien der biologischen Landwirtschaft und im Sinn eines Schaubetriebs. Angegliedert ist ein kleiner Hofladen mit Produkten aus dem Gutsbetrieb. Der Gutshof selbst besteht aus einem Wohn- und Wirtschaftshaus, Tierställen, einer Zehntenscheune, Pferdestallungen sowie mehreren Kleinbauten und Unterständen. Luftaufnahme Schloss Wildegg. © Museum Aargau Im historischen Rebberg von Schloss Wildegg wachsen Trauben nach biologischen Grundsätzen heran. Seit mehr als 400 Jahren werden unterhalb des Schlosses Reben bewirtschaftet und daraus Schlosswein gekeltert. Der Weinbau und -verkauf waren für die Familie von Effinger lange Zeit wichtige Einkünfte. Der Wein wurde im von Bernhard Effinger (1658-1725) eigens dafür gebauten Gasthof Bären am Fuss des Schlossbergs ausgeschenkt und verkauft. Die von Effinger hatten in der Region das alleinige Weinausschanks- und Handelsrecht. Seit 2019 ist der historische Rebberg an den diplomierten Önologen Matthias Brunner verpachtet. Die Weinmanufaktur setzt auf eine artenreiche biologische Weingarten-Bewirtschaftung. Literatur Furger, Andres: "Schloss Wildegg. Aussenstelle des Schweizerischen Landesmuseums", Schweizerisches Landesmuseum, Zürich, 1994. Meier, Bruno: "Gott regier mein Leben". Die Effinger von Wildegg. Landadel und ländliche Gesellschaft zwischen Spätmittelalter und Aufklärung. Baden 2000, S. 129. Müller, Felix: [von] Effinger. In HLS. Onlineversion. ( Stand: 12.08.2022, 15.34 Uhr) von Erlach, Sophie: "Kleine Burgchronik des Schlosses Wildegg der Sophie von Erlach-Effinger, in der Abschrift ihres Bruders Ludwig Albrecht", Museum Aargau, 2012. Wagner, Gustav und Strackerjan, Friedrich Anton: Kompendium der Münz-, Mass-, Gewichts- und Wechselkurs-Verhältnisse. Verlag von B. G. Teubner, Leipzig Von Romeo Arquint Von Romeo Arquint Romeo Arquint ist Historiker und war 2022 Praktikant der Sammlung von Museum Aargau. Ähnliche Artikel finden Sie hier: Kategorien Schätze aus der Sammlung Schlossgeschichten Kommentare

 
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Die Falknerei im Mittelalter - Blog von Museum Aargau

Zurück zum Blog 12. Mai 2022 Kategorien Schlossgeschichten Mittelalter Die Falknerei war ein beliebtes Hobby adeliger Männer im Mittelalter. Ihre europäische Blütezeit erlebte sie im Hochmittelalter. Aber war die Falknerei lediglich eine adelige Spielerei – oder doch eine durchdachte Wissenschaft? Die mittelalterliche Jagd war keineswegs nur reiner Zeitvertreib, sondern Symbol für Status, Macht und Männlichkeit. Stets den adeligen Männern vorbehalten, verkörperte das Jagen eine Tugend, welche die Beherrschung der Natur und die männliche Stärke in den Fokus stellte. Der Adelige Heinrich Hetzbold von Weißensee bei der Wildschweinjagd im Codex Manesse, erste Hälfte des 14. Jahrhunderts. (Wikimedia Commons) Eine äusserst prestigeträchtige Ergänzung zur gängigen Jagdmethode mit Hunden stellte die Falknerei dar. Dabei handelt es sich sowohl um das Abrichten von Greifvögeln sowie auch die Jagd mit ihnen. Bei der sogenannten Beizjagd wurden nicht nur Tiere an Land, sondern auch Vögel in der Luft gejagt. Für mittelalterliche Verhältnisse eine Sensation! Bereits die Abrichtung der wilden Greifvögel stellte eine grosse Errungenschaft dar. Dass die Vögel anschliessend im Auftrag der Menschen andere Tiere jagten, war ein Inbegriff menschlicher Zähmung der Natur. Die Beizjadg wurde in die Reihe der höchsten Jagdkünste eingegliedert. Konradin, der Enkel Friedrichs II., bei der Beizjagd im Codex Manesse, erste Hälfte des 14. Jahrhunderts. (Wikimedia Commons) Friedrich II.: Kaiser, Wissenschaftler und Falkner Der wohl berühmteste Falkner des Hochmittelalters war der Staufer Friedrich II., ein Enkel des famosen Kaisers Friedrich "Barbarossa". Friedrich II. war ebenfalls römisch-deutscher Kaiser und stand seinem Grossvater in nichts nach. Im Gegenteil! Er soll seine Zeitgenossen in grosses Stauen versetzt haben – sowohl im positiven als auch in negativen Sinne. Friedrich II. lebte den Grossteil seiner Zeit im heutigen Italien, damals Teil des römisch-deutschen Reiches. Er legte sich in seinem Leben gleich mit mehreren Päpsten an – was zweimal in einer Exkommunikation endete. Ein Skandal für einen Kaiser, dem die Kaiserwürde vom Papst verliehen wurde! Die Augustalis ("Die Kaiserliche") Friedrichs II. zeigt auf der Vorderseite den Kaiser selbst und auf der Hinterseite das staufische Wappentier: einen Adler. (Wikimedia commons) Nebst einem aufsehenerregenden Kaiser war Friedrich II. auch ein aktiver Förderer der Wissenschaft. Beispielsweise liess er viele arabische Gelehrte an seinem Hof in Palermo forschen und begünstigte so den wissenschaftlichen Austausch. Weiter gründete er die Universität Neapel. Nebst einem machtvollen Herrscher und Förderer der Wissenschaft war Friedrich II. auch ein äusserst passionierter Falkner. Diese Kombination aus Reichtum, wissenschaftlicher Begeisterung und Faszination für Vögel war wegweisend dafür, dass er zum berühmtesten Falkner des Hochmittelalters werden sollte. Friedrich II. mit seinem Falken im Falkenbuch, Manfred-Handschrift (Biblioteca Vaticana, Pal. lat 1071 zweite Hälfte des 13. Jahrhunderts). (Wikimedia Commons) Wissenschaft im Mittelalter? Fragt man nach der Wissenschaft im Mittelalter, sollte man zwei Dinge bedenken: Die wissenschaftliche Ausbildung orientierte sich am antiken Vorbild der artes ("Künste"). Dabei bildete ein Kanon aus sieben freien Künsten (Grammatik, Rhetorik, Dialektik bzw. Logik sowie Arithmetik, Geometrie, Musik und Astronomie) das Grundgerüst der höheren Bildung, welche grösstenteils adeligen Männern und Klerikern vorbehalten war. Die wissenschaftliche Diskussion veränderte sich im Laufe der Jahrhunderte. Im früheren Mittelalter stand die Wissenschaft fast ausschliesslich im Dienste eines besseren Verständnisses der Bibel. Im 12. Jahrhundert war ein Wandel spürbar: Wissenschaften differenzierten sich aus. Im Zuge dessen wurden vom 11. bis 13. Jahrhundert die ersten Universitäten in Europa gegründet. Von links nach rechts die sieben freien Künste: Geometrie, Logik, Arithmetik, Grammatik, Musik, Physik und Rhetorik. (Tübinger Hausbuch, Universitätsbibliothek Tübingen, ca. Mitte des 15. Jahrhunderts) (Wikimedia Commons) Friedrich II. und die Falknerei: Wissenschaft und Faszination Zu Lebzeiten Friedrichs II. befand sich die Wissenschaft also in einer Umbruchsphase. Daran knüpfte der Kaiser nicht nur an, sondern förderte den Umbruch auch aktiv: Er begann selbst eine intensive Studie der Falknerei und wurde zu einem Wissenschaftler. Vogelstudie im Falkenbuch: accipiter (Sperber). (Wikimedia Commons) Friedrich II. nahm sich vor, die Falknerei zu einer Kunst zu machen. So verfasste er zwischen 1241 und 1248 eine ausführliche vogelkundliche Schrift. Im Fokus der Schrift standen das Abrichten und die Jagd mit Greifvögeln: De arte venandi cum avibus ("Über die Kunst, mit Vögeln zu jagen") – das Falkenbuch. Das Falkenbuch wurde bis weit in die Neuzeit zum Standardwerk für die Beizjagd. Dies liegt nicht zuletzt an der systematischen Vorgehensweise und der naturwissenschaftlichen Genauigkeit: Er arbeitete bereits mit empirischen Methoden und war vielen seiner Zeitgenossen weit voraus. Im Falkenbuch finden sich nebst Greifvögeln auch andere vogelkundliche Studien, hier: zu den Zugvögeln. (Wikimedia Commons) Die Handschrift des Falkenbuchs, welche uns heute überliefert ist, ist eine Kopie des Originals und wird Manfred-Handschrift genannt. Sie stammt von Manfred, einem illegitim-geborenen Sohn Friedrichs II., der mit seinem Vater die Leidenschaft für die Falknerei teilte. Das Manuskript enthält prachtvolle Bilder und weist diverse Anmerkungen von Manfred selbst auf. Abbildung Manfreds in der Manfred-Handschrift. (Wikimedia Commons) In Prolog seines Falkenbuches bezeichnet sich Friedrich II. als "Verfasser, Forscher und Liebhaber der Weisheit" ("Auctor est vir inquisitor et sapientie amator") . Sein Wissensgegenstand war die Vogelkunde – im Speziellen die Falknerei. Seine Forschungsabsicht umschreibt Friedrich II. wie folgt: "Wir beabsichtigen in diesem Werke über die Beize die Dinge, die so sind, wie sie sind, darzustellen und dem Range einer Kunst zu sichern, wovon keiner bisher Wissen besass und was noch keiner als Kunst angesehen hat." ( Quelle aus dem Lateinischen übersetzt ). Schlussendlich gelang es Friedrich II. seine Faszination für die Falknerei mit seiner Leidenschaft für die Wissenschaft zu vereinen: Er hob die Falknerei in den Rang einer Wissenschaft und verfasste ein fundiertes Werk, dessen Glanz noch heute spürbar ist. Die Abrichtung eines Greifvogels braucht Zeit und Geduld: Will der Vogel nicht zum Falkner, so muss der Falkner halt zum Vogel. Abbildung einer Übungseinheit im Falkenbuch. (Wikimedia Commons) Schon Gewusst? Der Gründungslegende der Habsburg zu Folge soll gar ein Greifvogel, genauer ein Habicht, die entscheidende Rolle gespielt haben. Was ein Greifvogel mit den Habsburgern verbindet In der ersten Hälft des 11. Jahrhunderts soll der Habicht des Grafen Radbot entflogen sein, woraufhin ihn sein Besitzer verzweifelt gesucht habe. Schliesslich war der Vogel nicht nur irgendein Vogel, sondern eine jahrelang abgerichtete Wertanlage! Der Habicht hingegen schien wenig beeindruckt und soll sich in aller Ruhe auf einem Hügel mit herrlicher Sicht niedergelassen haben. Ebenda, auf dem Wülpelsberg, soll ihn sein Besitzer schliesslich überglücklich wiedergefunden haben. Die Freude über den wiedergefundenen Vogel und die weitreichende Sicht von besagtem Hügel aus sollen Radbot dazu veranlasst haben, an dieser Stelle eine Burg zu bauen. Zu Ehren des Entdeckers, seinem Habicht, soll er sie "Habichtsburg" getauft haben – was im Verlaufe der Zeit zur "Habsburg" wurde". Weitere Blogbeiträge 21. Mai 2023 Das Einhorn als christliches Symboltier im Mittelalter Bis heute steht die Taube symbolisch für den heiligen Geist und das Lamm für Christus. Im Mittelalter gehörte aber auch das Einhorn zu den… 23. August 2023 Spielleute im Mittelalter Spielleute waren die Unterhaltungskünstlerinnen und -künstler des Mittelalters schlechthin. Kein Fest oder Jahrmarkt fand ohne sie statt.… 30. Juni 2023 Quiz: Welcher Mittelalterberuf passt zu Ihnen? Wären Sie Bauer, Bäuerin oder Ritter? Oder würden Sie eher ins Kloster gehen? Von Valerie Lüthi Von Valerie Lüthi Valerie Lüthi ist Historikerin und Praktikantin im Team Ausstellungen von Museum Aargau. Ähnliche Artikel finden Sie hier: Kategorien Schlossgeschichten Mittelalter Kommentare

 
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Bier im römischen Reich

Zurück zum Blog 10. Oktober 2022 Kategorien Römische Geschichten aus Vindonissa Römerzeit Die Römer, auch jene in den Provinzen, bevorzugten Wein statt Bier. Dies ist durch den massiven Import von Wein im ganzen Römischen Reich belegt. Es gibt aber archäologische Quellen für die Herstellung von Bier in den nördlichen Provinzen. Wieweit die römischen Bewohner dieser Gegend selbst zum Bierkrug statt zum Weinpokal griffen, bleibt allerdings Spekulation. Auch darüber, ob Bier in den nördlichen Provinzen Teil der Militärrationen war (wie etwa in Ägypten), kann nur spekuliert werden, weil kaum schriftliche Quellen darüber bekannt sind – eine Ausnahme ist ein Schreibtäfelchen aus Vindolanda, das eine Nachschublieferung an Bier fordert. Bier, der Wein der Armen Überliefert ist auch, dass der Preis von Bier in unterschiedlichen Provinzen und zu unterschiedlichen Zeiten stark variierte. So konnte man im 1. Jh. n. Chr. in Vindolanda für einen Sesterz 27.5 Liter, in Hermopolites 72 Liter, in Tebtynis aber nur 8.7 Liter Bier kaufen. Dennoch war der Preis von Bier generell eher niedrig – nämlich zwei- bis viermal niedriger als jener von Wein der schlechtesten Qualität. Deshalb wird Bier oft auch als Wein der Armen bezeichnet. In flavischer Zeit kam der Import von Weinamphoren ins Rheinland fast zum Erliegen. Dies könnte damit zusammenhängen, dass die Militäreinheiten am Rhein sukzessive aus nichtrömischen Mannschaften bestanden und so der Markt für Wein infolge einer rückläufigen Nachfrage schrumpfte. Wurde der Wein etwa durch das lokale Bier ersetzt? Der Archäologe Clive Bridger meint dazu, es sei auch wahrscheinlich, dass nicht die einheimische Bevölkerung ein beliebtes Nahrungsmittel der Besatzungsmacht angenommen hat (Wein), sondern dass die Besatzungsmacht ein lokales Getränk übernahm (Bier). Die Römer kannten verschiedene Arten von Bier: ägyptisches (zythum) Gerstenbier spanisches (caelia, cerea) Weizenbier dalmatisches (camum), Gerstenbier sabaia, Gersten- oder Weizenbier gallisches (cervesa) Bridger nennt für das römische Germanien folgende relevanten Begriffe: cerves(i)a / cervis(i)a, camum. Gerste In Spanien, Gallien und Norditalien (keltisch) wurde Bier in verschiedenen Sorten gebraut und nahm vermutlich die Stelle des Weins ein. Das Bier wurde ohne Hopfen gebraut. Vor der Entdeckung der Eigenschaften von Hopfen als Konservierungsmittel und als Geschmackszutat für Bier, war es schwierig, Bier lange frisch zu halten, da es normalerweise einen weit niedrigeren Alkoholgehalt als Wein hatte. Plinius der Ältere berichtet, dass die Spanier eine Methode gehabt hätten, Bier länger haltbar zu machen, er erwähnt aber nicht welche. Kräuter-Zusätze Ohne Hopfen hatte das Bier einen muffigen, säuerlichen oder schlicht uninteressanten Geschmack, weshalb verschiedene Zusätze verwendet wurden. Botanische Nachweise solcher Kräuter gibt es von der niederländischen Küste aus der frühen römischen Periode: Gagel (Myrica gale) ist auf einigen römerzeitlichen Plätzen nachgewiesen worden, sowohl innerhalb als auch ausserhalb des Limes. Aber auch durch Gagel konnte nicht auf lange Zeit konserviert werden. Man muss also davon ausgehen, dass Bier vor Ort hergestellt und getrunken wurde. Gagelstrauch (Myrica gale). (CC Public Domain) Andere Zusätze sind Eichenrinde, Myrte, Mädesüss und Johanniskraut. Es ist davon auszugehen, dass Bier häufig in Eigenproduktion hergestellt wurde. Das am meisten verwendete Getreide war zuerst Gerste, aber man brauchte auch die Nacktweizenart triticum , Hirse, Vogelhirse, Hafer und das Einkorn ( olyra ). Für die Provinzen wird zudem ein Bier erwähnt, das aus Brot hergestellt wurde, also aus Gersten- oder Weizenfladen. Dieser Befund entspricht etwa den Gegebenheiten des alten Ägyptens. Man darf davon ausgehen, dass in den weinarmen Provinzen bedeutend mehr Bier getrunken wurde, als die wenigen archäologischen Nachweise glauben lassen. Echtes Mädesüss. (CC Public Domain) Johanniskraut. (CC Public Domain) Herstellung des Biers in der Römerzeit Man lässt das Getreide (u.a. Weizen, Gerste, Hirse, Hafer oder Einkorn) keimen. Durch die Umwandlung der Stärke des ausgekeimten Getreides in Dextrin, danach in Zucker, entsteht eine Gärung. Die Vergärung des Zuckers unter der Beteiligung von Hefen erzeugt das alkoholische Gebräu. Da bisher Hopfen im Bier der Antike nicht nachgewiesen werden konnte, geht man von obergäriger Brautechnik aus. Die Biere blieben dadurch ohne bitteren Geschmack, jedoch auch wenig stabil. Darren : Der Keimvorgang wird durch schonendes Erhitzen in einer Darre (Vorrichtung zum Dörren) unterbrochen; geht dabei etwas schief, erhält man anstatt des erwünschten Malzes nur verkohlte Getreidekörner. Mehrere Autoren erwähnen, dass das Bierbrauen wie auch das Brotbacken in den ersten Jahrhunderten n. Chr. zu den Aufgaben der Frau gehörte. Weitere Blogbeiträge 10. Mai 2021 Schweizer Biergeschichte: Druckplatte von Feldschlösschen Der Aargau ist ein Schlösserland. Welches Schloss das schönste ist, war wohl schon der Anstoss für so manche Diskussion. Das Prädikat des… 04. Oktober 2023 Frisches Bier im passenden Bierhumpen Mit den ersten frischeren Tagen im Herbst beginnen zahlreiche Volksfeste. Seien dies Erntedankfeste, Winzerfeste oder andere Anlässe wie das… 08. Oktober 2021 Mulsum – so haben sich die Römer den Wein versüsst Schon zur Zeit der Römer wurde der Wein als Genussmittel geschätzt. Eine besondere Zubereitungsart war der mulsum , eine Art Honigwein. Im… Von Claudia Löckher und Roger Pfyl Von Claudia Löckher und Roger Pfyl Claudia Löckher und Roger Pfyl sind Geschichtsvermittler/innen in Vindonissa. Ähnliche Artikel finden Sie hier: Kategorien Römische Geschichten aus Vindonissa Römerzeit Kommentare 15.11.2024 Matthijs van der Veer Dear Museum Aargau, I'm writing this commentary in English as my Germany proficiency does not go far beyond simply reading. I am currently writing my MA thesis on the consumption of beer vs. that of wine in the Northwestern Roman Empire and came across your article which I found very helpful. Especially the part were you describe the differing herbal additives to beer has been very useful, however I am left wondering what this information is based on. Do you maybe have an indication of how and were you obtained this information? Through literature, pollen research or some other source? If you would have this information and be willing to share this I would be very grateful. Sincerely, Matthijs van der Veer MA student, Leiden University

 
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Popcorn-Duft im eigenen Garten

Zurück zum Blog 13. Juni 2014 Kategorie Gartentipp aus dem Wildegger Schlossgarten Fein duftende Pflanzen sind eine Bereicherung für Garten und Balkon. Die Düfte entstehen vor allem in den Blüten und Blättern durch eine hohe Konzentration an ätherischen Ölen. Bei einigen Pflanzen duftet auch die Rinde, zum Beispiel beim Sassafrasbaum. Pflanzen verströmen Düfte, um Insekten zur Bestäubung anzulocken. Gleichzeitig schützen Düfte vor Schädlingen: Sie wirken abschreckend oder locken Nützlinge an. Die herrlichen Düfte verschwinden jedoch ab und zu: Es gibt Pflanzen, die ständig duften, andere tun dies während bestimmter Jahreszeiten – und wiederum andere sogar nur zu gewissen Uhrzeiten. © Museum Aargau Haben Sie Lust auf solche Dufterlebnisse im eigenen Garten? Dann empfehle ich Ihnen folgende duftende Pflanzen: Popcornpflanze (Senna didymobotrya): Die gelben Blüten duften nicht, sehr wohl aber die Blätter – und wie! Die Blätter duften stark nach Popcorn. Die Popcornpflanze ist zudem eine sehr dekorative Kübelpflanze und blüht während des ganzen Sommers. Schokoladenpflanze (Cosmos atrosanguineus): Die Blüten verströmen den verlockenden Duft von Schokolade. Diese Pflanze eignet sich für Rabatten und Töpfe. Sie ist zudem auch als Schnittblume ein Hingucker. Colastrauch (Artemisia abrotanum): Die Blätter des Colastrauches duften stark nach Cola. Die Pflanze wurde schon im Mittelalter in den Klostergärten angepflanzt und als Heilpflanze gegen Magenbeschwerden genutzt. Die feinen gelben Blüten blühen von Juli bis Oktober. Duftgeranien (Pelargonium Hybriden): Die verschiedenen Sorten duften nach Rose, Kiefer, Ingwer, Cola oder Schokolade. Die Blüten in Lila-, Rosa oder Weisstönen sind eher unscheinbar. Duftgeranien eignen sich gut für Pflanzgefässe und Rabatten. Sie können zudem an einem kühlen Ort überwintert werden. Titanwurz (Amorphopphallus titanum): Mein Tipp für hartgesottene Duftnasen. Die aus Sumatra stammende Titanwurz blüht nur etwa alle drei Jahre und dies während rund drei Tagen. Die Blüte verbreitet einen stark nach Ass stinkenden Geruch. Sie benötigt zur Bestäubung Käfer, die sich von Aas ernähren. Ich wünsche Ihnen ein duftendes Erlebnis und viel Vergnügen! Von Melissa Gögele Von Melissa Gögele Ähnliche Artikel finden Sie hier: Kategorie Gartentipp aus dem Wildegger Schlossgarten Kommentare

 
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Quiz: Was wissen Sie über den Alltag der Legionäre?

Zurück zum Blog 04. Oktober 2022 Kategorien Römische Geschichten aus Vindonissa Quiz & Spiele Römerzeit Waren Sie vielleicht im früheren Leben Legionär? Testen Sie in diesem Quiz Ihr Wissen über den Alltag der Legionäre im alten Rom. Wie gut kennen Sie die Geschichte der römischen Legionäre? Wissen Sie zum Beispiel, was Legionäre am Abend assen? Wie viel Gepäck trugen sie auf einem Marsch? Was ist clavarium ? Quiz: Was wissen über den Alltag der Legionäre? Testen Sie Ihr Wissen über den Alltag der Legionäre im alten Rom. :crossed_swords: Welche Voraussetzungen musste man erfüllen, um Legionär zu werden? Wie viel Gepäck trug ein Legionär auf einem Marsch? Was beinhaltete ein herkömmliches Abendessen eines Legionärs? Was war keine Sonderzahlung, die die Legionäre neben ihrem Sold erhalten konnten? Mit welchen Angriffswaffen musste ein Legionär umgehen können? Was passierte, wenn ein Legionär krank wurde? Wie hiess das Grundgewand des Legionärs und aus welchem Material bestand es? Welche Instrumente gab es im Legionslager? Ihr braucht eine Ausbildung zum Legionär! Wir empfehlen Ihnen unbedingt einen Besuch im Legionärspfad Vindonissa, damit ihr euer Wissen über die Legionäre festigt! :classical_building: :point_right: Mehr Infos zum Besuch des Römerlagers Vindonissa Unser Tipp: Die Ausbildung zum Legionär ist perfekt für Sie! Lassen Sie sich von einem Legionär in die Kampftechniken der römischen Armee einweisen, marschieren Sie im Kettenhemd und mit den Waffen der Legionäre durch einen authentischen Parcours. :point_right: Ausbildung zum Legionär Lust auf monatliche News und Verlosungen? Wow! Sind Sie Archäologin bzw. Archäologe? Sie wissen (fast) alles über den Alltag der Legionäre! :raised_hands: Sie sind entweder Archäologin bzw. Archäologe oder die Reinkarnation eines römischen Legionärs! Unser Ausflugstipp für alle Römer-Fans: Verbringen Sie eine Nacht in der originalgetreu nachgebauten Legionärsunterkunft Contubernia. Sie marschieren, kochen und übernachten wie die Legionäre im antikes Vindonissa. :point_right: Römisch Übernachten Lust auf monatliche News und Verlosungen? Weitere Quiz 20. Februar 2024 Quiz zur römischen Mythologie Testen Sie Ihr Mythologie-Wissen in diesem Quiz! 30. Juni 2023 Quiz: Welcher Mittelalterberuf passt zu Ihnen? Wären Sie Bauer, Bäuerin oder Ritter? Oder würden Sie eher ins Kloster gehen? 19. Mai 2026 Quiz: Wie gut kennen Sie Gladiatoren? Testen Sie in diesem Quiz Ihr Wissen über die Gladiatoren im alten Rom. Von Tabea Edelmann und Roger Pfyl Von Tabea Edelmann und Roger Pfyl Tabea Edelmann ist Praktikantin und Roger Pfyl ist Geschichtsvermittler in Vindonissa. Ähnliche Artikel finden Sie hier: Kategorien Römische Geschichten aus Vindonissa Quiz & Spiele Römerzeit Kommentare

 
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Im Herbst pflanzen, was im Frühling farbenfroh blüht

Zurück zum Blog 01. November 2022 Kategorie Gartentipp aus dem Wildegger Schlossgarten Sobald die Bäume im goldenen Herbst ihr Blätterkleid verlieren, ist Gartenputz angesagt: Rasen, Hecken und Bodendeckerbeete müssen vom Laub befreit werden. Ansonsten werden diese Flächen modrig und beginnen zu faulen. Das eingesammelte Laub kann gut als Mulch unter Sträuchern und in Staudenbeeten verstreut werden. Eine Schicht Mulch schützt den Boden vor dem Austrocknen und hemmt das Unkrautwachstum. Für Igel schichte ich gerne Laub in einer ruhigen Ecke des Gartens zu einem Haufen auf. Dieser bietet als Winterquartier einen natürlichen Schutz vor eisiger Kälte. Im Herbst für den Frühling pflanzen Im Herbst wird es auch Zeit, die Sommerbepflanzung abzuräumen und – je nach Pflanze – zu überwintern. Stattdessen schlägt jetzt die Stunde der zweijährigen Pflanzen, zum Beispiel von Stiefmütterchen, Vergissmeinnicht oder Bellis. Diese lassen sich wunderbar mit schönen Herbstpflanzen wie Erika, Calluna, Chrysanthemen, Purpurglöcken oder Gräser kombiniert. Mein Tipp: Pflanzen Sie dazwischen auch verschiedene Tulpen, Narzissen, Hyazinthen und andere Zwiebelpflanzen. Im Frühjahr erwartet Sie dann eine wahre Farbenpracht im Garten! Auch Stauden und Gehölz werden idealerweise im Oktober gepflanzt. Der Boden ist noch warm und benötigt nicht mehr so viel Wasser wie im Sommer. So haben die Pflanzen bereits kräftig Wurzeln geschlagen, wenn der kalte Winter einbricht – und haben so im Frühjahr gegenüber anderen Pflanzen einen Vorsprung im Wachstum. Ebenso lohnt es sich, im Herbst den ganzen Garten nochmals gründlich zu jäten. Denn: Je sauberer der Garten in den Winter geht, desto weniger Unkraut spriesst direkt im Frühling. Von Melissa Gögele Von Melissa Gögele Ähnliche Artikel finden Sie hier: Kategorie Gartentipp aus dem Wildegger Schlossgarten Kommentare

 
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Blick hinter die Kulissen der Ausstellung "Blütenduft und Pulverdampf"

Zurück zum Blog 19. Oktober 2022 Kategorie Schlossgeschichten Gönnen Sie sich einen Blick hinter die Kulissen der Sonderausstellung "Blütenduft und Pulverdampf". Museum Aargau besucht die Parfumeurin Bibi Bigler in ihrem Duft-Labor im Aatal. Auf Schloss Hallwyl duftete es 2022 bis 2025 nach Pulverdampf, Meeresbrise, Blütenduft und Weihrauch: Je zwei Frauen und Männer der Familie von Hallwyl erinnerten sich in der Sonderausstellung "Blütenduft und Pulverdampf – vier Leben, vier Düfte" an einen entscheidenden Moment in ihrem Leben. Parfumeurin Bibi Bigler hatte für jede Geschichte einen speziellen Duft kreiert. Museum Aargau besuchte die Parfumeurin in ihrem Duft-Labor "Parfum Bar" im Aatal. Erfahren Sie von Bibi Bigler und Geschichtsvermittlerin Brigitte Poffa, wie aus ganz individuellen Lebensgeschichten spannende Duft-Kreationen kreiert wurden. Sonderausstellung beendet Die Sonderausstellung “Blütenduft und Pulverdampf” lief 2022 bis 2025 und ist inzwischen beendet. Von Museum Aargau Von Museum Aargau Das Team von Museum Aargau zeigt an dieser Stelle digitale Einblicke in die Museumsstandorte. Ähnliche Artikel finden Sie hier: Kategorie Schlossgeschichten Kommentare

 
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Kochvideo: Petersilienstrauben – Rezept aus dem Mittelalter

Zurück zum Blog 24. Juli 2020 Kategorien Mittelalter Kochvideos & historische Rezepte Kochen Sie Peterlistrauben wie im Mittelalter! Unser Kochvideo zeigt, wie's geht! Die Petersilienstrauben sind ein einfaches Rezept mit Zutaten, die sich jeder leisten konnte. Dennoch sind sie für unseren Geschmack heute in der Zusammensetzung speziell und erfreuen den Gaumen auch nach dem 100-sten Mal essen immer von neuem! Rezept für: 6 Personen (als Vorspeise) Dauer: 50 Minuten (30 Minuten Vorbereitung, 20 Minuten ausbacken) Zutaten Teig 90 g Mehl 0,75 dl Weisswein 3 TL Öl 1 Eigelb 1 Eiweiss Salz Petersilienmischung 2 Bund Petersilie 1 Zwiebel 1 Brötchen, zerkleinert 3 EL Weisswein 3 EL Wasser Pfeffer Salz Öl zum Ausbacken Zubereitung Für den Teig alle Zutaten ausser das Eiweiss in einer Schüssel vermengen und zu einem homogenen, flüssigen Teig verarbeiten. Das Eiweiss steif schlagen und den Eischnee vorsichtig unter den Teig heben. Die Petersilie hacken und die Zwiebel fein schneiden, unterdessen das zerkleinerte Brot in der Wein-Wasser-Mischung einweichen. Das weiche Brot auspressen, zur Petersilie und zu den Zwiebeln geben und von Hand gut vermischen, würzen. Die Petersilienmischung sorgfältig unter den Teig heben. Das Öl in einer Bratpfanne erhitzen und die Masse in Portionen zu kleinen Fladen ausbacken. Zusatzinformationen Im Originalrezept wird auf den Weisswein und die Zwiebel verzichtet. Die Erfahrung zeigte aber, dass sich der Geschmack durch die Zugabe verbessert. Weitere Kochvideos 07. April 2020 Kochvideo: Gebackene Zwiebeln – Rezept aus dem Mittelalter Kochen Sie gebackene Zwiebeln nach einem raffinierten Rezept aus dem Mittelalter. 04. Mai 2020 Kochvideo: Huhn an Zitrone – Rezept aus dem Mittelalter Huhn an Zitrone: ein raffiniertes Rezept aus dem Mittelalter. Im Kochvideo zeigen wir, wie's geht! 23. Juni 2020 Kochvideo: Safran-Sahne-Torte – Rezept aus dem Mittelalter Im Kochvideo zeigen wir Ihnen, wie sie eine Safran-Sahne-Torte zubereiten – ein mittelalterliches Rezept aus der Sammlung "Two… Von Museum Aargau Von Museum Aargau Das Team von Museum Aargau zeigt an dieser Stelle digitale Einblicke in die Museumsstandorte. Ähnliche Artikel finden Sie hier: Kategorien Mittelalter Kochvideos & historische Rezepte Kommentare 10.02.2025 Axel Pietsch Leider keine neuen Rezepte

 
Museum Aargau

Swingin' Aargau: eine Schallplatte und ihre Geschichte

Zurück zum Blog 11. März 2022 Kategorien Schätze aus der Sammlung 20./21. Jh. Der Kanton Aargau hat in seiner Geschichte schon einige Grössen der Kulturszene hervorgebracht. Eine davon ist Pepe Lienhard. Im vergangenen Jahr feierte er sein 75. Jubiläum und ist mit einem Objekt auch in der Sammlung Museum Aargau präsent. Das Objekt in der Obhut der Sammlung ist eine Schallplatte aus dem Jahr 1973. Diese wurde im Rahmen einer Promotion mit dem Getränk Appenzeller Alpenbitter herausgegeben und beim Kauf einer Literflasche gratis verteilt. Die daraus resultierende Mischung aus guter Musik und Trank dürfte gewiss für einige Schwingungen gesorgt haben und so passen auch die beiden Titel auf der Platte: So enthält die A-Seite das Stück "Happy People" und die B-Seite das Lied "You and Me". Produziert wurde die Platte von Michael Lion. Sie stammt aus einer Zeit, als bei Lienhard schon bald der grosse Aufstieg zur Berühmtheit bevorstand. Schallplatte, Inv. Nr. K-19866 Musik aus Lenzburg Geboren wurde Pepe Lienhard 1946 in Lenzburg. Seine erste Gruppe, The College Stompers Lenzburg, gründete Lienhard im bereits Alter von 12 Jahren. Mit 17 Jahren gründete er dann an der Kantonsschule Aarau seine erste Big Band. Mit dieser gewann er auch schon erste Preise am Zürcher Jazz Festival. Nach einem kurzen Intermezzo an einer Universität, wo Lienhard einige Semester Jura studierte, stieg er dann endgültig mit seinem Sextett in das Profigeschäft ein. Schon bald wurde er mit Liedern wie "Piccolo Man" oder "Swiss Lady" bekannt. Letzteres wurde auch international ein grosser Erfolg am Eurovision Song Contest 1977. Ab 1980 war Lienhard dann vor Allem mit seiner Grossformation unterwegs. Er begleitete Grössen wie Udo Jürgens, Frank Sinatra, Shirley Bassey und Samy Davis Jr. und konnte im Jahr 2011 eine Zusammenarbeit mit seinem grossen Idol Quincy Jones erleben. Aargauer Jazz Die Erfolgsgeschichte von Pepe Lienhard ist jedoch noch keineswegs vorbei. Nach wie vor tourt Lienhard mit seiner Big Band erfolgreich durch die Welt und er konnte sich nachhaltig als einer der meistbekannten Schweizer Musiker in der internationalen Jazzszene etablieren. Die letztjährigen Feierlichkeiten zu seinem 75. Jubiläum fanden zwar pandemiebedingt nur als Livestream statt, doch weltweit konnten seine Fans eine Show mit den Musikern seiner Band, mit Sängerinnen und Sängern und prominenten musikalischen Gästen wie Tanja Dankner, Marc Sway und Christian Jott Jenny verfolgen. Das legendäre Pepe Lienhard Sextett, Inv. Nr. K-19866 Happy People Die Platte, welche an die langjährige Geschichte des Musikers erinnert, war lange im Besitz eines Aarauer Privathaushalts und wurde dem Museum Aargau zur Ergänzung der Sammlung geschenkt. Zweifelsohne dürfte dies nicht das letzte Zeugnis des bekannten Musikers sein, welches der Sammlung hinterlassen wird und auch die Geschichte von Pepe Lienhard ist noch keineswegs vorbei. Denn auch nach seinem 75. Jubiläum zeigt dieser noch keine Anzeichen von Müdigkeit und so wird die Geschichte hinter diesem Objekt noch rege weitergeschrieben. Von Lukas Becker Von Lukas Becker Lukas Becker ist Historiker und Praktikant der Sammlung von Museum Aargau. Ähnliche Artikel finden Sie hier: Kategorien Schätze aus der Sammlung 20./21. Jh. Kommentare

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Luftaufnahme vom Schloss Habsburg von Michel Jaussi

Schloss Habsburg

Stammschloss der Habsburger

Auf Schloss Habsburg wurde um 1030 der Grundstein der Habsburger-Dynastie gelegt. Ausstellungen, Führungen und Veranstaltungen zeigen die Geschichte der sagenumwobenen Burg und deren Adelsfamilie.

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Verkleideter Museumsführer erzählt im Esstheater den dinierenden Gästen Anekdoten auf Schloss Habsburg

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Mädchen bastelt am Familiensonntag am Schloss Habsburg

Veranstaltungen
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Besucher in der Dauerausstellung Schloss Habsburg

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Eine mittelalterlich gekleidete Magd steht im Tor von Schloss Habsburg und winkt hinein..

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Schloss Habsburg ist ganzjährig geöffnet  

 
Wanderer auf dem Weg zum Schloss Habsburg

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Eine Schulklasse sitzt im Kreis im Innern von Schloss Habsburg; am Boden liegen Blätter mit Texten.

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Zwei Schüler unter dem Dach von Schloss Habsburg; ein Bub blickt durch ein Fernrohr ins Weite.

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Verkleideter Museumsführer erzählt im Esstheater den dinierenden Gästen am Esstisch Anekdoten auf Schloss Habsburg

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Gotische Stube Schloss Habsburg: Rustikaler Raum mit viel Holz und schön gedeckten Tischen.

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Ein Hochzeitspaar auf Schloss Habsburg: Ein Mann und eine Frau schreitet durch spalierstehende Gäste. Seifenblasen fliegen in der Luft.

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Der Aufstieg zur Weltmacht  

 
Ein gelber Heizlüfter, Objekt im Sammlungszentrum Egliswil

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Grosses Handy in der Hand eines Benutzers, auf dem Bildschirm ist die "Sammlung online" von Museum Aargau dargestellt.

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Aussenaufnahme mit mächtigen Wolken über Schloss Habsburg
Besucher in der Dauerausstellung Schloss Habsburg
Mädchen bastelt am Familiensonntag am Schloss Habsburg
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Besucherinnen und Besucher auf dem Königsweg mit dem Schloss Habsburg im Hintergrund
Eine als Kaiserin Sisi gekleidete Museumsführerin führt eine Gruppe Besucherinnen und Besucher durch das Schloss Habsburg.