Museum Aargau

Objekt-Quiz: "Was ist das?" | Blog von Museum Aargau

Zurück zum Blog 04. Juni 2025 Im Objekt-Quiz "Was ist das?" tauchen Sie ein in die materielle Geschichte des Kantons Aargau. Entdecken Sie ausgewählte Objekte aus der Sammlung von Museum Aargau – und testen Sie Ihr Wissen! Was ist das? Destillierapparat Filtrationseinheit Vakuum-Kaffeemaschine Duftstoff-Dispenser Was wurde mit dieser Waage gewogen? Mehl Briefe Tabletten Münzen Was genau ist dieser Gegenstand aus Holz und Metall? Medizinisches Lehrinstrument Sparkasse Weinfässchen Blasinstrument Womit heizte man dieses Bügeleisen auf? Strom Brennsprit Kohle Dunkle Materie Wozu diente dieses Hausgerät? Heizen Musik hören Beleuchtung Haustiere hypnotisieren Was soll dieses Lederobjekt sein? ein Geldbeutel ein Kinderspielzeug (eine Art von Bumerang) ein Folterinstrument Handschuhe Dieses Gerät ist... eine Spule für fotografischen Film ein Krawattenroller eine Zigarrenschneider ein Behälter für Münzen Als was diente diese Holzkonstruktion? Futtertrog Kasten zur Lagerung von Getreide Lastschlitten Gemeindesarg Was war der Nutzen dieser Bürste? Reinigung von Schreibmaschinen-Tastaturen. Einpinseln von Feingebäck Mini-Besen für Puppenhaus-Bewohner Pflege von Schnurrbärten DIE SAMMLUNG Die Sammlung 50'000 Objekte zur Aargauer Geschichte Sammlung online Entdecken Sie ausgewählte Objekte digital Weitere Quiz 19. April 2024 Quiz: Welche Epoche passt zu Ihnen? Lösen Sie das Quiz und finden Sie heraus, welche Epoche am besten zu Ihnen passt! 09. Oktober 2024 Quiz: Wie gut kennen Sie die Habsburger? Glauben Sie, dass Sie mit der Geschichte der Habsburger vertraut sind? Testen Sie Ihr Wissen in unserem Quiz zu den Habsburgern und finden… 20. Februar 2024 Quiz zur römischen Mythologie Testen Sie Ihr Mythologie-Wissen in diesem Quiz! Von Nicolas Käser Von Nicolas Käser Nicolas Käser ist Praktikant im Team Marketing & Kommunikation von Museum Aargau. Ähnliche Artikel finden Sie hier: Kommentare

 
Museum Aargau

Johannes von Hallwyl: ein Aargauer Adliger in der Karibik

Zurück zum Blog 19. Mai 2025 Kategorie Neuzeit Johannes von Hallwyl lebte in den 1720er- und 1730er-Jahren auf Martinique und in Saint-Domingue, dem heutigen Haiti. Was trieb ihn über den Atlantik? Und was – oder wen – brachte er von dort zurück in die Heimat? Johannes wurde 1688 geboren und wuchs in einer Zeit auf, in der seine Familie nur noch einen kleinen Anteil am Stammsitz, dem Schloss Hallwyl, besass. Sein Vater war mittellos, seine Mutter eine Bauerntochter. Die einzige Aufstiegsmöglichkeit für Johannes war eine Militärlaufbahn in Fremden Diensten. So begab er sich als junger Mann nach Holland. Später liess er sich von Frankreich anwerben und kommandierte als Offizier eine Kompanie von 200 Soldaten in dessen Kolonien. Martinique gehört noch heute zu Frankreich, Saint-Domingue war nach den USA die erste Kolonie, die 1804 ihre Unabhängigkeit erkämpfte. Soldaten des Regiments Karrer, in dem auch Johannes von Hallwyl diente. Aquarell von Albert von Escher, 1741. (Bibliothek am Guisanplatz, Bern) Mit einem Schweizer Regiment in Übersee Johannes von Hallwyl diente unter dem Solothurner Franz Adam Karrer. Dieser hatte für den französischen Marineminister ein Regiment mit Söldnern aus der Eidgenossenschaft und angrenzenden Regionen aufgestellt. Das Regiment schützte Frankreichs Übersee-Kolonien und seine Handelsschiffe gegen andere europäische Mächte. In den Kolonien selbst setzte es die Unterdrückung der versklavten Menschen durch. Über neunzig Prozent der damaligen Bevölkerung von Saint-Domingue war aus Westafrika verschleppt worden und leistete Zwangsarbeit auf den Plantagen. Hinweise auf die Aufgaben von Hallwyls Soldaten in Saint-Domingue fehlen in den erhaltenen Quellen. Überliefert ist, dass das Regiment 1758 die Hinrichtung von Franswa Makandal sicherte, dem Anführer des ersten grossen Aufstands der versklavten Bevölkerung in Saint-Domingue. Zu dieser Zeit lebte Johannes bereits nicht mehr. Versklavte Menschen verarbeiten Baumwolle in Saint-Domingue. Kupferstich aus der Enzyklopädie von Denis Diderot, graviert von A. Provost, 1751. (© Alamy) Transatlantischer Handel: Kolonialwaren und Luxusgüter Als Offizier war Johannes von Hallwyl auch Unternehmer; Militär und Handel gingen Hand in Hand. Er musste seine Soldaten verpflegen und ausstatten. Daneben handelte er mit verschiedenen Waren auf eigene Rechnung. Im Lauf der Jahre hatte er sich ein Handelsnetzwerk aufgebaut, dass von der Karibik über Frankreich bis in die Eidgenossenschaft reichte. Sein wichtigster Handelspartner, der Berner Johannes Jenner, koordinierte die Geschäfte in La Rochelle an der französischen Atlantikküste. Aus den Kolonien liess Hallwyl folgende Rohstoffe verschiffen: Tabak Zucker Kaffee Baumwolle Indigo (ein blauer Farbstoff) Kakao Schildpatt von Karettschildkröten Chinarinde (ein Heilmittel gegen Malaria) Dieses Necessaire aus Schildpatt gehörte Johannes‘ Sohn Albrecht Gabriel. (Schweizerisches Nationalmuseum, SH-210.15a-15f) Aus Frankreich und aus der Eidgenossenschaft bestellte Hallwyl Konsumgüter für die Oberschicht in Saint-Domingue: Tuch und verschiedene Stoffe aus Leinen und Baumwolle Tischtücher, Servietten, Taschentücher Schuhe, Strümpfe, Hemden, Hauben Broschen und Manschettenknöpfe ein Säbel Greyerzer- und Parmesankäse, Schabziger Kandierte Früchte und Süssigkeiten Kirsch und Liköre Medizinische Essenzen Gewürze, z.B. Kümmel Kerzen Korkenzieher Schrank- und Kommodenschlösser Der Kapitän des Schiffs «Le Fier» transportiert im Auftrag Hallwyls unter anderem Tischwäsche und Käse. (Staatsarchiv Bern, Familienarchiv von Hallwyl, A 110, Nr. 15. © Museum Aargau) Zurück in der Heimat – Wiedererlangung der Familienehre 1737 verliess Johannes von Hallwyl Saint-Domingue, um das Familienerbe anzutreten. Als Soldoffizier hatte er in der Kolonie zur Oberschicht gehört. In der Heimat musste er sich diese Stellung erarbeiten – mit seinem Vermögen aus dem Kolonialhandel und dem Aufbau neuer Beziehungen. Vor Gericht erstritt er das Schloss Hallwyl zurück und heiratete danach in die mächtige Berner Patrizierfamilie von Diesbach ein. Er unterstützte die Militärkarriere seines Verwandten Franz Josef von Hallwyl. Diesem gelang es 1752, kurz vor Johannes‘ Tod, das Regiment Karrer zu übernehmen. Es bestand als Regiment Hallwyl bis 1763. Johannes von Hallwyl und seine vierzig Jahre jüngere Ehefrau, Bernhardine Elisabeth von Diesbach, gemalt von einem unbekannten Künstler nach der Hochzeit 1743. (Schweizerisches Nationalmuseum, SH-183 und SH-179) Mutmassliche Sklaven auf Schloss Hallwyl? Als Hallwyl zurückkehrte, brachte er nicht nur Muscheln, Pelzkleider und Papageien mit, sondern liess auch seinen Diener Joseph und einen Schwarzen Jungen nachkommen. Beide waren höchstwahrscheinlich versklavt. Möglicherweise verbrachte das Kind sein Leben auf Schloss Hallwyl: Ein Enkel von Johannes von Hallwyl erwähnt in einem Brief im Jahr 1800 einen «Schwarzen Mann», den er mit einer Einladung für Heinrich Pestalozzi nach Burgdorf geschickt habe. Der Junge, den Johannes 1737 aus Saint-Domingue mitgenommen hatte, wäre zu diesem Zeitpunkt ein alter Mann gewesen. Womöglich befinden sich im umfangreichen Archiv der Familie von Hallwyl weitere Hinweise auf das Schicksal der beiden Menschen aus Saint-Domingue. An seinem Lebensende 1753 hatte Johannes sein Vermögen aufgebraucht, aber die Ehre der Familie war wieder hergestellt. NEUES BUCH Zwischen der Karibik und dem Aargau Johannes von Hallwyl (1688-1753) in den französischen Kolonien Weitere Beiträge 03. März 2025 Vom Adelssitz zum Museum: Schloss Hallwyl und Wilhelminas Vermächtnis Dass Schloss Hallwyl archäologisch erforscht und für die Öffentlichkeit zugänglich ist, verdanken wir Wilhelmina. Doch wer war diese Frau?… 29. Juni 2021 Wie kam ein Helm aus dem Orient nach Lenzburg? Die Sammlung Museum Aargau enthält wertvolle Gegenstände aus aller Welt. Wie kam, dass dieser kunstvolle orientalische Helm nach Schloss… 02. September 2021 Einblick ins Familienarchiv Hallwyl: Ein Pachtvertrag und haufenweise Mist Ein Pachtvertrag aus dem Familienarchiv Hallwyl gibt Einblick in die Landwirtschaft des Schlosshofs am Ende 18. Jahrhundert und in die… Von Sarah Caspers Von Sarah Caspers Sarah Caspers ist Geschichtsvermittlerin im Museum Aargau. Ähnliche Artikel finden Sie hier: Kategorie Neuzeit Kommentare

 
Klosterhalbinsel Wettingen

Räume mieten: Pfauensaal Löwenscheune

Die Genossenschaft Mensa Kanti Wettingen vermietet den Pfauensaal im Erdgeschoss der Löwenscheune für Feiern, Bankette, Apéro oder Business-Events mit 60 bis 200 Personen. Der lichtdurchflutete Pfauensaal besticht durch ein besonderes Ambiente mit verglasten alten Toren und "Pfauenrädern" im Rundbogen. Im Pfauensaal sind verschiedene Bestuhlungsvarianten möglich. Für weitere Informationen und Buchungen kontaktieren Sie direkt die Genossenschaft Mensa Kanti Wettingen. Genossenschaft Mensa Kanti Wettingen Gut zu wissen Wichtige Hinweise zur Buchung Die Löwenscheune kann wegen des Schulbetriebs nur an ausgewählten Terminen gemietet werden. Selbst-Catering ist nicht möglich, die Verpflegung muss über einen vorgegebenen Catering-Partner erfolgen. Hochzeitszeremonien sind nach Absprache möglich (Kosten für allfällige Umbauten werden verrechnet). Vor Ort stehen keine Parkplätze zur Verfügung. Das Team der Löwenscheune ist während der Schulferien im Kanton Aargau nur eingeschränkt erreichbar. Das Wichtigste in Kürze Standort Klosterhalbinsel Wettingen Saisonalität Ganzjährig buchbar Kapazität 60 bis 200 Personen Anzahl Räume 1 Raum (Total 288 m 2 ) Buchung Dieser Raum ist buchbar über die Genossenschaft Mensa Kanti Wettingen. Infos & Buchung

 
Museum Aargau

Rhabarber im Garten: Anbau, Pflege und Ernte richtig gemacht

Zurück zum Blog 06. Juni 2025 Kategorie Gartentipp aus dem Wildegger Schlossgarten Rhabarber ist reich an Vitamin C und Mineralstoffen – und lässt sich einfach im Garten anbauen. Im Gartentipp erklärt die Schlossgärtnerin, was bei Anbau und Pflege der Stängelpflanze zu beachten ist, und wie eine reiche Ernte gelingt. © Pixabay / Eiston Anpflanzen am richtigen Standort Rhabarber ist sehr gesund, die roten Stängel enthalten unter anderem viel Vitamin C und Mineralstoffe. Das Gemüse wächst gerne in nährstoffreichem, humosem, tiefgründigem Boden – idealerweise in der Nähe des Kompostes. Rhabarber benötigt viel Platz, pro Pflanze am besten rund zwei Quadratmeter. Wichtig ist ein sonniger bis halbschattiger Standort sowie ausreichend Wasser. Staunässe sollte jedoch vermieden werden. Pflege und Ernte In den ersten zwei bis drei Jahren sollten noch auf die Ernte verzichten werden, damit die Rhabarber genügend Kraft für ein gesundes Wachstum aufbauen kann. Auch danach sollte jeweils nur etwa die Hälfte der Stiele geerntet werden. So bleibt der Pflanze genügend Kraft für die nächste Saison. © Pixabay / Couleur Bei der Ernte werden die Stiele der aus dem Himalaya stammenden Rhabarber vorsichtig an der Basis herausgebrochen. Blütenstände sollten früh ausgebrochen werden, damit die Pflanze die Kraft in die Stiele stecken kann. Geerntet wird Rhabarber bis zum Johannitag am 24. Juni. Ab dann steigt der Oxalsäure-Gehalt. Wegen dieser Säure sollten die Stiele nicht roh gegessen werden, beim Kochen reduziert die Hitze den Oxalsäure-Gehalt. En Guete! Weitere Gartentipps 15. Mai 2023 Gemüsegarten auf dem Balkon Wer gerne sein eigenes Gemüse zieht, braucht dafür nicht zwingend einen Garten. Dies funktioniert auch sehr gut auf dem Balkon oder der… 14. April 2022 Die Minze: Alleskönnerin im heimischen Garten Minzen faszinieren die Wildegger Schlossgärtnerinnen seit vielen Jahren. Egal, ob Zitronen-, Schokoladen-, Orangen- und Pfefferminze: Für… 17. Juni 2024 Tomaten: die richtige Pflege So gelingen Tomaten perfekt: der Gartentipp aus dem Wildegger Schlossgarten. Von Melissa Gögele Von Melissa Gögele Ähnliche Artikel finden Sie hier: Kategorie Gartentipp aus dem Wildegger Schlossgarten Kommentare

 
Vindonissa Museum

Räume mieten

Räume buchen Datum wählen Ab dem 1. Januar des aktuellen Jahres sind Buchungsanfragen für das darauffolgende Jahr möglich. Ihre Auswahl Übersicht schliessen Buchungsliste Sie können bis zu drei Angebote gleichzeitig anfragen. Weiter Veranstaltungsart Trauung Ziviltrauung Freie Trauung Kirchliche Trauung Business-Anlass Kulturelle Veranstaltung Feier Steh-Apéro Bankett Kapazität Filter entfernen Für diese Filterkriterien konnten leider keine Angebote gefunden werden. Vindonissa Museum Ganzjährig buchbar Maximal 25 Personen Café Kaffee, Tee und Gipfeli in Kombination mit gebuchter Führung Zur Liste hinzufügen Maximal 25 Personen Römischer Garten Apéro in Kombination mit gebuchter Führung Zur Liste hinzufügen Maximal 25 Personen Museum Obergeschoss Apéro in Kombination mit gebuchter Führung Zur Liste hinzufügen

 
Vindonissa Museum

Führungen für Gruppen

Das Vindonissa Museum bietet für Gruppen buchbare Führungen an. Auf selbständigen Touren entdecken Sie zudem das Museum auf eigene Faust. Tauchen Sie in die Zeit der Römer ein oder unternehmen Sie eine Erlebnistour durch die Archäologie: Das Vindonissa Museum bietet für Gruppen buchbare Führungen an. Sie können das Vindonissa Museum sowie den römischen Garten (nur Sommerhalbjahr) zudem auf selbständigen Touren entdecken. Diese Angebote sind teilweise auch in anderen Sprachen buchbar (auf Anfrage). Vergünstigungen für Gruppen Gedruckte Broschüren für Gruppen bestellen Kontakt Beratung & Verkauf +41 (0)848 871 200 E-Mail senden Telefonische Erreichbarkeit Dienstag bis Freitag 9-12 Uhr / 13-16:30 Uhr November bis März nur vormittags WEITERE ANGEBOTE UND TIPPS Apéro im Museum Essen und Trinken Häufig gestellte Fragen FAQ Download Broschüre "Angebote für Gruppen" Impressionen

 
Klosterhalbinsel Wettingen

Catering

Übersicht Vertragscaterer Genossenschaft Mensa Kanti Wettingen Genossenschaft Mensa Kanti Wettingen (Löwenscheune) Klosterstrasse 22 CH-5430 Wettingen Tel. +41 56 437 24 35 E-Mail senden Website Gasthof Sternen Kloster Wettingen Gasthof Sternen Kloster Wettingen Klosterstrasse 9 CH-5430 Wettingen Tel. +41 56 427 14 61 E-Mail senden Website Die Zusammenarbeit mit anderen Caterern sowie eine selbständige Bewirtung sind aus betrieblichen Gründen nicht möglich.

 
Museum Aargau

Römer-Quiz: Welche Rolle in der römischen Legion passt zu Ihnen?

Zurück zum Blog 13. Mai 2025 Kategorien Römerzeit Quiz & Spiele Römische Geschichten aus Vindonissa Sind Sie eher ein entschlossener Centurio – oder ein tapferer Legionär in der ersten Reihe? Lösen Sie das Quiz und finden Sie heraus, welche Rolle Sie in der römischen Legion spielen würden! Personalities Fusssoldat miles gregarius centurio medicus signifer Weitere Quiz 23. März 2023 Quiz: Haben Sie das Potential zum Legionär? Nicht jeder Dahergelaufene konnte römischer Legionär werden. Was denken Sie? Haben Sie das Potential zum römischen Legionär? Machen Sie den… 04. Oktober 2022 Quiz: Was wissen Sie über den Alltag der Legionäre? Waren Sie vielleicht im früheren Leben Legionär? Testen Sie in diesem Quiz Ihr Wissen über den Alltag der Legionäre im alten Rom. 20. Februar 2024 Quiz zur römischen Mythologie Testen Sie Ihr Mythologie-Wissen in diesem Quiz! Von Museum Aargau Von Museum Aargau Das Team von Museum Aargau zeigt an dieser Stelle digitale Einblicke in die Museumsstandorte. Ähnliche Artikel finden Sie hier: Kategorien Römerzeit Quiz & Spiele Römische Geschichten aus Vindonissa Kommentare

 
Museum Aargau

Diplomat des Kaisers: Graf Ulrich IV. von Lenzburg

Zurück zum Blog 14. April 2025 Kategorien Mittelalter Schlossgeschichten Graf Ulrich IV. von Lenzburg war ein Spitzendiplomat des Mittelalters. Im Namen von Königen und Kaisern reiste er durchs Land, handelte Verträge aus und nahm an Kriegen teil. Eine Aufsteigergeschichte des 12. Jahrhunderts. Game of Thrones ganz real: die Kaiserkrone des römisch-deutschen Reiches. Bildnachweis: Reichskrone CSvBibra, Weltliche Schatzkammer Wien (190)2, CC-PDM 1.0. Ulrich IV., Graf zu Lenzburg, bewegte sich zeitlebens in der Nähe deutscher Könige und Kaiser. Die Lenzburger Grafen waren dem Geschlecht der Staufer loyal ergeben und bildeten ein Gegengewicht zu vielen aufstrebenden Geschlechtern (wie etwa den papstnahen Zähringern), die ebenfalls die Macht im Land anstrebten. Erster Aufstieg zur Macht: König Konrad III., an dessen Hof Ulrich schon eine bedeutende Rolle spielte. Bildnachweis: König Konrad III. Miniatur aus der Kölner Königschronik (13. Jahrhundert), Brüssel, Königliche Bibliothek, Ms. 467, fol. 64v. Von Hof zu Hof: der Aufstieg von Graf Ulrich IV. Ulrichs Geburt ist nicht datiert, sie muss aber irgendwann vor 1125 gewesen sein. Zehn Jahre später taucht sein Name bereits in einem königlichen Umfeld auf: 1136‒37 nahm er teil am Italienfeldzug von Kaiser Lothar III., wobei er den Staufer Konrad kennenlernte. Als Konrad später König wurde (Konrad III.), nahm Ulrich an seinem Hof erstmals eine hervorgehobene Stellung ein. Vermutlich waren die beiden sogar befreundet. Zur Familie des Königs gehörte auch dessen Neffe, Friedrich. Mit diesem pflegte Ulrich eine enge Freundschaft, die sein weiteres Leben massgeblich prägte. Ein Kaiser zum Freund: Friedrich I., besser bekannt als Barbarossa, in vollem Ornat mit Kaiserkrone. Bildnachweis: Miniatur aus der Welfenchronik (Kloster Weingarten, 1179‒1191). Heute Landesbibliothek Fulda. Im Zenit der Macht: Dienst unter Friedrich I. Barbarossa Friedrich trat schliesslich die Nachfolge als König an und Ulrich wurde einer seiner engsten Ratgeber. Als Vertrauter des Königs wurde er mit Kriegszügen sowie speziellen diplomatischen Diensten beauftragt. Einer dieser Dienste beinhaltete zum Beispiel die Aushandlungen mit dem Papst über die Bedingungen zur Kaiserkrönung von Friedrich. 1145/55 war es dann so weit: Ulrich begleitete Friedrich zu seiner Kaiserkrönung nach Rom, für die er im Vorfeld alle diplomatischen Register gezogen hatte. Von da an lenkte dieser als Kaiser Friedrich I. (besser bekannt als "Barbarossa") die Geschicke des Reiches – mit Ulrich an seiner Seite. Somit war der Lenzburger im Zentrum der Macht des Reiches angekommen. Rückzug aus dem Kaiserdienst In den 1160er-Jahren verliert sich Ulrichs Spur in den schriftlichen Zeugnissen. Er scheint sich vom Hof zurückgezogen zu haben und konzentrierte sich mehr auf die Verwaltung und juristischen Belange der Besitztümer seiner eigenen Familie. Die letzte erhaltende Urkunde, die Ulrich unterzeichnete, wurde 1170 ausgestellt. Die neuen Aufsteiger auch Dank des Erbes Ulrichs: die Habsburger. Bildnachweis: Ausschnitt aus der Digitalisierung der Züricher Wappenrolle (Original), abrufbar auf der Webseite des Schweizer Projektes e-codices. Tod und Vermächtnis: Das Ende der Grafen von Lenzburg Am 5. Januar 1173 starb Ulrich IV. von Lenzburg. Mit ihm endete das Geschlecht der Grafen von Lenzburg. Er vermachte sein gesamtes Vermögen und seinen Besitz an seinen Freund, den Kaiser. Sechs Wochen nach Ulrichs Tod, um den 20.2.1173, traf Friedrich I. Barbarossa zusammen mit einem grösseren Tross an Fürsten, Bischöfen und Herzögen auf Schloss Lenzburg ein, um über die Erbschaft zu verfügen und Abschied von seinem Freund zu nehmen. Grosse Teile des Besitzes sowie das Schloss Lenzburg gingen an Friedrichs Sohn Otto über, der ab 1180 den Titel ‘Graf von Lenzburg’ trug. Den Rest der Ländereien übergab der Kaiser an das aufstrebende Haus der Habsburger, die damit ihren Machtbereich erheblich erweitern konnten. Aber das ist eine andere Geschichte … Weitere Blogbeiträge 12. Mai 2022 Die Falknerei im Mittelalter Die Falknerei war im Mittelalter ein beliebtes Hobby adeliger Männer. Aber war die Falknerei lediglich eine adelige Spielerei – oder eben… 30. Juni 2023 Quiz: Welcher Mittelalterberuf passt zu Ihnen? Wären Sie Bauer, Bäuerin oder Ritter? Oder würden Sie eher ins Kloster gehen? 23. August 2023 Spielleute im Mittelalter Spielleute waren die Unterhaltungskünstlerinnen und -künstler des Mittelalters schlechthin. Kein Fest oder Jahrmarkt fand ohne sie statt.… Von Lea Schieback Von Lea Schieback Lea Schieback ist Kuratorin im Team Ausstellungen von Museum Aargau. Ähnliche Artikel finden Sie hier: Kategorien Mittelalter Schlossgeschichten Kommentare

 
Legionärspfad Vindonissa

Catering

Übersicht Vertragscaterer Finest AG, Windisch Finest AG Josephine Meier Dohlenzelgstrasse 3 CH-5210 Windisch Tel. +41 56 566 70 50 E-Mail senden Website Güggeli-Sternen, Oberbözberg Güggeli-Sternen Esther & Thomas Schäublin Dorfstrasse 32 CH-5225 Oberbözberg Tel. +41 56 441 24 24 E-Mail senden Website Die Zusammenarbeit mit anderen Caterern sowie eine selbständige Bewirtung sind aus betrieblichen Gründen nicht möglich.

Gradian
Kinder schreiten wie kleine Römer über das Areal vom Legionärspfad Vindonissa

Legionärspfad Vindonissa

Römer-
Erlebnispark

Tauchen Sie im Legionärspfad Vindonissa in die Welt des einzigen römischen Legionslagers der Schweiz ein! Der Römer-Erlebnispark bietet Touren, römische Übernachtungen, Führungen, Events und vieles mehr.

PLANEN SIE IHREN BESUCH

 
Das Amphitheater Legionärspfad im Sonnenlicht mit viel Grün

Fünf
Highlights

Das dürfen Sie nicht verpassen  

 
Legionäre in Rüstungen, im Hintergrund das Kloster Königsfelden

Veranstaltungen
und Führungen

Veranstaltungskalender  

 
Eine Schulklasse unterwegs auf einem Kiesweg; im Hintergrund die rekonstruierte Unterkunft von Legionären.

Selbständige Touren
im Legionärspfad

Rundgänge zu römischen Schauplätzen  

 
Ein mystischer dunkler Raum mit grossen Pfeilen; im Hintergrund Kinder.

Öffnungszeiten und
Eintrittspreise

Geöffnet von April bis Oktober  

 
Die Klosterscheune der Klosterkirche beim Legionärspfad

Anreise: So
finden Sie uns

Anfahrt mit Auto und öV  

Angebot wählen
  • Veranstaltung
  • Öffentliche Führung
  • Ausstellung
  • Selbständiger Rundgang
  • Garten
Geeignet für
  • Familien
  • Schulen
  • Gruppen
  • Einzelbesucher

Schulen, Familien und Gruppen

 
Eine Schulklasse in römischer Formation Schildkröte, rechts davon gibt ein Legionär Anweisungen.

Für
Schulen

Römische Übernachtung, Spiel-Touren und Workshops  

 
Eine Familie in einem dunklen Raum; die Displays der Audiogeräte um den Hals leuchten mystisch im Dunkeln. An der Rückwand Silhouetten von Legionären.

Für
Familien

Römische Übernachtung, Spiel-Touren und Familiensonntag  

 
Römisch gekleidete Männer und Frauen nachts an einem Lagerfeuer in historischer Kulisse

Für
Gruppen

Römische Übernachtung, Themen-Touren, Führungen und Workshops  

Vindonissa in 78 Sekunden

RÖMISCHE SCHAUPLÄTZE UND GESCHICHTE

 
Das Amphitheater Legionärspfad im Sonnenlicht mit viel Grün

Römische Schauplätze

Die 11 Stationen im Legionärspfad  

 
Visualisierung/Animation Antikes Vindonissa

Geschichte

Das Legionslager Vindonissa in Kürze  

 
Erhaltene Wasserleitungen im Legionärspfad Vindonissa

Archäologische Forschung

Immer wieder spektakuläre Funde