Museum Aargau

360-Grad-Video: Die Magd pflegt ihren Herrn

Zurück zum Blog 22. April 2020 Kategorie Schlossgeschichten Die Magd von Schloss Hallwyl sorgt sich um ihren Herrn, Burkhard III. von Hallwyl (1535-1598). Er, der selbst ein Arztneimittelbuch geschrieben hat, liegt krank im Bett. "Sieht nicht gut aus", sagt die Magd vor dem Schlafgemach – und Sie können hier hautnah mit dabei sein! Tauchen Sie mit der Magd im 360-Grad-Video in die Räumlichkeiten von Schloss Hallwyl ein. Von Museum Aargau Von Museum Aargau Das Team von Museum Aargau zeigt an dieser Stelle digitale Einblicke in die Museumsstandorte. Ähnliche Artikel finden Sie hier: Kategorie Schlossgeschichten Kommentare

 
Schloss Wildegg

Catering

Übersicht Vertragscaterer Chikkeria Catering, Unterkulm Chikkeria Catering Priska und Jean Pierre Aeschbach Gerbergasse 10 CH-5726 Unterkulm Tel. +41 79 682 75 15 E-Mail senden Website Galloping Gourmet, Rupperswil Galloping Gourmet Bruggerstrasse 31 CH-5102 Rupperswil Tel. +41 62 897 04 32 E-Mail senden Website Ristorante Sale e Pepe, Wildegg Ristorante Sale e Pepe Franco Madea Bahnhofstrasse 2 5103 Wildegg Tel. +41 62 893 21 22 E-Mail senden Website Metzgerei/Catering Gebrüder Strässle AG, Suhr Metzgerei/Catering Gebrüder Strässle AG Tramstrasse 31 CH-5034 Suhr Tel. +41 62 855 90 80 E-Mail senden Website Mercure Lenzburg Krone, Lenzburg Mercure Lenzburg Krone Kronenplatz 20 CH-5600 Lenzburg Tel. +41 62 886 65 65 E-Mail senden Website Gasthof zum Schützen AG, Aarau Gasthof zum Schützen AG Schachenallee 39 CH-5000 Aarau Tel. +41 62 823 01 24 E-Mail senden Website Die Zusammenarbeit mit anderen Caterern sowie eine selbständige Bewirtung sind aus betrieblichen Gründen nicht möglich.

 
Museum Aargau

Die Eibe: einheimisch, schön – und nicht ganz ungefährlich

Zurück zum Blog 01. April 2020 Kategorie Gartentipp aus dem Wildegger Schlossgarten Die rund 30 kegelförmigen Eiben auf Schloss Wildegg gehören für uns zu den schönsten Bäumen der Schlossanlage. Sie bilden eine romantische kleine Allee entlang der Treppe vom Schloss in unser Gartenparadies. Wir benötigen jeweils etwa zwei volle Tage, die vier Meter hohen Bäume zu schneiden – viel Arbeit, die sich lohnt: Eiben sind nebst ihrer Schönheit einheimisch, immergrün und ein guter Buchsersatz. Vor allem im Winter bietet die Eibe mit ihren dunkelgrünen Nadeln einen schönen Sichtschutz – sei es als geschnittene Hecke oder freiwachsend in Strauchform. Das Schneiden der Eiben auf Schloss Wildegg beschäftigt die Gärtnerinnen jeweils zwei volle Tage – beachtliche Arbeit, die sich aber lohnt. © Museum Aargau Die Pflege von Eiben: wann und wie schneiden? Eiben sind zudem äusserst pflegeleicht. Einmal schneiden pro Jahr genügt. Der August ist die beste Zeit dafür: Die Temperaturen sollten jedoch nicht zu hoch sein. Wir empfehlen, die Eiben oben stärker zu schneiden als unten. So fällt mehr Licht in die Pflanze. Plastik oder Tücher auslegen, damit das Schnittholz schnell eingesammelt werden kann. Weibliche Eibe mit roten Beeren ist giftig Und nicht zu vergessen: Bei der weiblichen Pflanze mit den roten Beeren ist Vorsicht geboten. Diese ist giftig. Wer Kinder hat, sollte deshalb auf Eiben im Garten – trotz ihrer Schönheit – sicherheitshalber verzichten. Von Melissa Gögele & Tanya van der Laan Von Melissa Gögele & Tanya van der Laan Ähnliche Artikel finden Sie hier: Kategorie Gartentipp aus dem Wildegger Schlossgarten Kommentare

 
Museum Aargau

Mulchen und Gründüngung leicht gemacht

Zurück zum Blog 18. Juni 2021 Kategorie Gartentipp aus dem Wildegger Schlossgarten Im Sommer gedeihen Gärten besonders schön. Die Pflanzen benötigen jedoch viel Wasser. Damit dieses bei hohen Temperaturen weniger schnell verdunstet, sollte der Boden grosszügig gemulcht werden. Dabei wird der Boden mit kleingeschnittenem Pflanzenmaterial bedeckt. Eine Mulchschicht hält den Boden feucht und regt gleichzeitig das Leben darin an. Wer etwas Geduld hat, kann zum Beispiel Regenwürmer dabei beobachten, wie sie die Häckselstückchen in den Boden ziehen. Die Qualität des Bodens wird dadurch verbessert. So wird gemulcht Verteilen Sie den Mulch um die Pflanzen, so dass der Boden gut bedeckt ist. Dafür können verschiedenste Pflanzen verwendet werden. Diese sollten eher dürr und getrocknet sein. Auch Heu oder Rasenschnitt kann als Mulch dienen. Bevor Sie Rasenschnitt als Mulch verwenden, sollten Sie diesen an der Sonne trocknen werden. Gut als Mulch eignen sich auch gehacktes Chinaschilf oder Hanfhäcksel. Herbstvorbereitungen: Pflanzen für die Gründüngung ansäen So schön der Sommer ist, bereitet sich manch einer gedanklich vielleicht bereits auf den Herbst vor. Dann sollten Gemüsebeete, die abgeerntet sind und nicht mehr bepflanzt werden, auf keinen Fall leer bleiben. Ansonsten wird der Boden zu stark ausgewaschen oder ausgetrocknet und wichtige Nähstoffe gehen verloren. In dem Fall empfiehlt es sich, Gründüngungspflanzen anzusäen. Dazu gibt es viele Möglichkeiten. Wichtig ist, eine Pflanze zu wählen, die nicht mit den Pflanzen verwandt ist, die zuvor im Beet gewachsen sind. Fast immer möglich sind Spinat, Nüssler, Phacelie, Ringelblume, Tagetes oder Öllein. Im Handel sind auch gute Mischungen erhältlich. Gründüngung als Lösung gegen Bodenmüdigkeit Durch die Gründüngung kann einer gewissen Bodenmüdigkeit vorgebeugt werden. Schädlinge werden reduziert und der Boden wird lockerer. Diese Art von Düngung wird als Gründüngung bezeichnet, weil diese Pflanzen später auch in den Boden eingearbeitet werden können. Sie dienen so der Nährstoffanreicherung. In einem Hausgarten ist es nicht immer einfach, die Pflanzen in den Boden einzuarbeiten. Man kann sie aber auch einfach als Mulch rund um die Pflanzen streuen. Von Lea Walzer Von Lea Walzer Lea Walzer ist Gärtnerin auf Schloss Wildegg. Ähnliche Artikel finden Sie hier: Kategorie Gartentipp aus dem Wildegger Schlossgarten Kommentare

 
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"Damals im Aargau": Jürg Haller über 65 bewegte Jahre im Hotel Lenzburg

Zurück zum Blog 10. Juni 2021 Kategorie Podcast: Damals im Aargau (Oral History) Was bedeutete der Bau der Migros Lenzburg in den 1970er-Jahren für das lokale Bäckergewerbe? Und was verbindet eine Kampfuniform mit dem Bäckergewand? Hören Sie in der zweiten Folge der Podcast-Reihe "Damals im Aargau", wie die Lenzburger Bäcker- und Hotelierfamilie Haller ihr Gast- und Bäckereigewerbe führte. Jürg Haller blickt im Gespräch mit Museum Aargau zurück auf 65 bewegte Jahre im eigenen Hotelbetrieb mit Gastwirtschaft, Bäckerei und Catering. Von Museum Aargau Von Museum Aargau Das Team von Museum Aargau zeigt an dieser Stelle digitale Einblicke in die Museumsstandorte. Ähnliche Artikel finden Sie hier: Kategorie Podcast: Damals im Aargau (Oral History) Kommentare

 
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Dinosaurier der Industriegeschichte: Bandsäge der A. Müller& Cie.

Zurück zum Blog 01. Oktober 2019 Kategorien Schätze aus der Sammlung 20./21. Jh. Das Sammlungszentrum Egliswil verwahrt nicht nur Tausende von "Kleinobjekten", sondern ebenfalls "Grossobjekte" wie die imposante Bandsäge der 1893 in Brugg gegründeten Maschinenfabrik A. Müller & Cie. Wie ein Dinosaurier der Industriegeschichte steht sie als technische Manifestation des Maschinenzeitalters im Raum – Digitalisierung und Miniaturisierung sind noch Zukunftsmusik. Die 1906 datierte Bandsäge ist auch sprechendes Beispiel für die damals sich verbreitende Maschinenästhetik: Die beiden geschwungenen Füsse erinnern an die organischen Formen des damals aufkommenden Jugendstils. Das blütenartige Rad wiederum verweist auf die Formenwelt mittelalterlicher Glasfenster. Wer hätte gedacht, dass auch eine Bandsäge eine Schönheit sein kann? Von Rudolf Velhagen Von Rudolf Velhagen Rudolf Velhagen stellt hier regelmässig Trouvaillen, Raritäten und überraschende Schätze aus der Sammlung von Museum Aargau vor. Diese umfasst rund 50'000 Objekte. Ein grosser Teil davon lagert im Sammlungszentrum Egliswil. Ähnliche Artikel finden Sie hier: Kategorien Schätze aus der Sammlung 20./21. Jh. Kommentare

 
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"Made in Aargau" – die coolen Heizungslüfter der REXTHERM AG

Zurück zum Blog 27. März 2020 Kategorien Schätze aus der Sammlung 20./21. Jh. Die Heizlüfter des Aarauer Kleinbetriebs REXTHERM AG (ehemals Schiesser und Lüthy), der elektrothermische Apparate wie Reisebügeleisen herstellte, bestechen durch Farbe und Form: Sie versprühen durch ihre Farbigkeit Optimismus und Aufbruchstimmung und ihre kurvige Form entspricht unserer Vorstellung der 50er- und frühen 60er-Jahre. © Museum Aargau Als ich die Heizlüfter im Sammlungszentrum Egliswil entdeckte, fragte ich mich kurz, ob es schon damals eine Globalisierung der Formen gab und wer sich damals diese Heizlüfter kaufte, die das Ende der dunkelbraunen, noch ofenartig aussehenden Heizlüfter einläutete. Es mag erstaunen, aber es sind zuweilen Objekte wie ein banaler Heizlüfter, die uns eine längst vergangene Welt zurückbringen. Wer kann heute nicht Optimismus und Aufbruchstimmung gebrauchen? Von Rudolf Velhagen Von Rudolf Velhagen Rudolf Velhagen stellt hier regelmässig Trouvaillen, Raritäten und überraschende Schätze aus der Sammlung von Museum Aargau vor. Diese umfasst rund 50'000 Objekte. Ein grosser Teil davon lagert im Sammlungszentrum Egliswil. Ähnliche Artikel finden Sie hier: Kategorien Schätze aus der Sammlung 20./21. Jh. Kommentare

 
Museum Aargau

Neophyten sind essbar und ideal für in den Salat

Zurück zum Blog 02. April 2020 Kategorie Gartentipp aus dem Wildegger Schlossgarten Invasive Neophyten werden immer mehr zu Plage und haben keinen guten Ruf. Sie verbreiten sich rasant und verdrängen die heimische Flora. Die schönste Blumenwiese verkommt innert weniger Wochen zu einem weissen Meer. Dennoch gibt es auch nützliche Anwendungen für Neophyten: beispielsweise als Heilpflanze oder im Salat. Einjähriges Berufskraut: Ein Neophyt, der auch auf dem Salatteller landen könnte. © pixabay / jhenning Korrekter Umgang mit Neophyten im Garten Neophyten sind auch im heimischen Garten ein Problem. Es ist deshalb wichtig, beim Gärtnern aufmerksam zu sein und Neophyten frühzeitig mit der ganzen Wurzel auszureissen. Machen Sie auch Nachbarn auf mögliche Neophyten im Garten aufmerksam. Ein entdeckter Neophyt muss sofort vernichtet werden. Wichtig: Niemals Neophyten im Kompost oder mit dem Grüngut entsorgen. Die Pflanzen können sich so weiter ausbreiten. Informationen zu Neophyten – vor allem über dessen Aussehen – gibt es bei der Gemeinde oder im Internet. Neophyten haben auch heilende Wirkung Was viele nicht wissen: Viele Neophyten sind essbar, einige haben sogar eine heilende Wirkung. Das einjährige Berufskraut etwa: Die weisse Blume, die man in vielen Gärten und an Waldrändern sieht, hilft gegen Erkältung, Gicht und Ekzeme. Die kanadische Goldrute wirkt bei Blasenschwäche, Nierensteinen oder Gicht. Informieren Sie sich vorgängig, welche Neophyten essbar sind – damit diese im Salat landen statt im Abfallkübel. Von Tanya van der Laan Von Tanya van der Laan Ähnliche Artikel finden Sie hier: Kategorie Gartentipp aus dem Wildegger Schlossgarten Kommentare

 
Museum Aargau

So bereiten Sie den Garten auf den Winter vor

Zurück zum Blog 03. Oktober 2019 Kategorie Gartentipp aus dem Wildegger Schlossgarten Um den Garten auf den Winter vorzubereiten, wird der Sommerflor abgeräumt und der Herbst- bzw. Frühlingsflor gepflanzt. Dabei sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt: Stiefmütterchen, Gänseblümchen und Vergissmeinnicht können wunderbar mit Gräsern, Heuchera, Erika und vielem mehr kombiniert werden. Im Herbst ist es auch an der Zeit die Blumenzwiebeln zu setzen, welche jeweils zwischen die anderen Pflanzen gelegt werden. Wichtig dabei: Die Zwiebeln müssen doppelt so tief, wie sie dick sind, in den Boden gepflanzt werden. Besonders schön ist es, wenn man die Zwiebeln miteinander kombiniert. Die Blumenzwiebeln können in Gruppen oder auch einfach wild gestreut werden. Es können Tulpen, Narcissen, Traubenhyacinthen, Hyacinthen oder Kaiserkronen ins gleiche Beet pflanzt werden. So kann man frühe und späte Sorten mischen und hat länger blühende Blumenzwiebeln im Garten. Der Herbst eignet sich ausserdem wunderbar um die Stauden zu teilen, da der Boden schön feucht ist und die Pflanzen genügend Zeit haben um anzuwachsen. Die Stauden die schon gelb sind, kann man jetzt zurückschneiden, so können sie im Winter nicht verfaulen. Von Melissa Gögele Von Melissa Gögele Ähnliche Artikel finden Sie hier: Kategorie Gartentipp aus dem Wildegger Schlossgarten Kommentare

 
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Einblick ins Familienarchiv Hallwyl: Ein Pachtvertrag und haufenweise Mist

Zurück zum Blog 02. September 2021 Kategorie Schlossgeschichten In den Dokumenten aus dem Familienarchiv Hallwyl stösst unser freiwilliges Transkriptions-Team immer wieder auf kleine Trouvaillen, die vergangene Zeiten aufleben lassen.* Ein Pachtvertrag führt uns ausführlich in die Landwirtschaft des Schlosshofs am Ende des 18. Jahrhunderts ein. Abb. 1: Der «Lehenbrief» befindet sich im Familienarchiv Hallwyl im Staatsarchiv Bern. Die Geschichte des Pachtvertrages von Hallwyl Der Schlossverwalter Johann Kaspar Fischer setzte den Vertrag am 21. September 1797 im Namen der Freiherrin Franziska Romana von Hallwyl auf. Der Lehenbauer, Jakob Hauri «Lienis» aus Seengen, trat die Pacht am 2. Februar 1798 an. Die Herrschaft erwartete vom Pächter, dass er «in guten Treuen» alles leistet, «was ein rechtschaffener Lehenmann gegen seine Lehenherrschaft zu thun schuldig ist». Mit Hauris Vorgänger hatte sich die Freiherrin hoffnungslos zerstritten. Gegenüber ihrem Verwalter beschimpfte sie ihn als Schurken. Sie warf dem Bauern Diebstahl vor und war froh, ihn loszuwerden. Umso präziser wollte sie jetzt das Verhältnis zum neuen Pächter geregelt haben. Tatsächlich war Franziska Romana von Hallwyl mit dem neuen Lehenbauern so zufrieden, dass sie den Pachtvertrag nach Ablauf der sechs Jahre verlängerte und dazu einen neuen Hof bauen liess. Der Bündner Landammann Johannes Salzgeber hielt das neue Bauernhaus auf seiner Durchreise im Bild fest. ( Siehe dazu auch Blog vom 23. Mai 2021 ) Das Gebäude sei recht schön und bequem, bemerkt er. Stall, Scheune und Wohnhaus lagen unter einem Dach. Eine Rampe führte in den Heustock hinauf, so dass der Bauer mit dem Wagen hineinfahren konnte. Der Stall war gross, denn der Bauer hielt das Vieh auch im Sommer drinnen. Abb. 2: Skizze aus dem Reisejournal von Johannes Salzgeber von Seewis im Prättigau, 1804 (Staatsarchiv Graubünden). Der Schlosshof um 1800 Der Schlosshof lag zwischen dem Schloss Hallwyl und dem Dorf Seengen. Dazu gehörten gut vierzig Hektaren Land. Damit war der Hof selbst für heutige Verhältnisse gross: Ein durchschnittlicher Schweizer Betrieb bewirtschaftet heute etwa eine halb so grosse Fläche. Um 1800 waren die meisten Höfe keine fünf Hektaren gross. Abb. 3: Johann Martin Usteri zeichnete um 1800 die Herrschaft Hallwyl und bezeichnete den Schlosshof als «Peyerhof» (Zentralbibliothek Zürich). Der Lehenbauer bewirtschaftete das Land mit sechs bis acht Arbeitern und bezahlte jährlich 900 Gulden Pachtzins. Er hielt Kühe und 12 Schweine, die er im nahen Schlattwald weiden lassen durfte. Der Betrieb arbeitete in Kreisläufen, wie es die Landwirtschaft seit jeher tat – eine Wirtschaftsweise, die heute angesichts übernutzter Ressourcen neue Wertschätzung erfährt. So war es dem Pächter verboten, auf dem Hof produziertes Futter, Stroh oder gar Mist abzuführen, «unter Bedrohung des plötzlichen Verlusts des Lehens und gebührender Schadensersetzung nebst 20 Pfund Buss». Mist war kostbarer Dünger. Bevor die Landwirtschaft im 20. Jahrhundert begann, Kunstdünger einzusetzen, hätte sich niemand träumen lassen, dass der Hallwilersee dereinst künstlich belüftet werden muss, weil der Düngereintrag zu hoch ist. Eine neue Landwirtschaft Fortschrittliche Landwirte experimentierten im 18. Jahrhundert mit Gründungung. Auch Bauer Hauri «blümte» seine Äcker künstlich an: Er pflanzte Klee auf die Brache, um den Boden mit Stickstoff anzureichern. Die Kühe hielt er im Stall und sammelte ihren Mist in drei hölzernen, «vortrefflich erbauten Güllenkästen». Diesen Dünger konnte er anders als bei der Weidehaltung gezielt ausbringen. Er beschüttete Kartoffeln, Kürbisse und «alle Arten von Gartenfrüchten», was ihr Wachstum befördere. Abb. 4: Aargauer Bauernhaus mit Strohdach, Fotographie von Jean Gabarell, um 1930 (ETH-Bibliothek Zürich, Bildarchiv) Deine Freunde sind meine Freunde Johannes Salzgeber besichtigte den Schlosshof auf seiner Reise nach Bern, wo er den einstigen Hauslehrer von Hallwyl besuchen wollte. Jeremias L’Orsa stammte ebenfalls aus dem Bündnerland; beide waren mit dem Pädagogen Heinrich Pestalozzi befreundet. Die gebildete Elite pflegte um 1800 ihre Beziehungen schweizweit. Salzgeber stattete auch dem Musterhof von Philipp Emanuel von Fellenberg in Münchenbuchsee Visite ab. Besonders beeindruckt war er von den Abtritten, die Fellenberg auf den Feldern aufgestellt hatte: So hätten es die Taglöhner nicht weit und verteuerten die Arbeit nicht durchs Weglaufen, zudem könne man den Dung gleich auf dem Feld ausbringen. Fellenberg habe ihm «vortreffliche Aufschlüsse» über den Dung gegeben. Salzgeber konstatierte, dass die Landwirtschaft in den bereisten eidgenössischen Orten gegenüber Graubünden voraus sei, obwohl «der gemeine Mann in der Schweiz» punkto Aufklärung noch weit zurückstehe. Einzig in der Bienenzucht seien die Bündner fortschrittlicher. Anfangs des 20. Jahrhunderts wurde der Schlosshof von Hallwyl abgerissen; wohl um den Bau der neuen Kantonsstrasse vorzubereiten. Abb. 5: Bei der archäologischen Untersuchung von Schloss Hallwyl liess der Archäologe Nils Lithberg 1916 auch die Profilsteine zeichnen, die beim Abbruch des Bauernhofes gefunden wurden. (Familienarchiv Hallwyl) *Herzlichen Dank an die Museumsfreiwilligen für die Transkription der Handschriften: Irene Kirchmeier für den Pachtvertrag A 733c aus dem Familienarchiv Hallwyl, Rahel Büchli für den Brief von Franziska Romana von Hallwyl an Johann Kaspar Fischer vom 18. Januar 1798 A 311 und Jürg Müller für den Reisebericht von Johannes Salzgeber B 349 aus dem Staatsarchiv Graubünden. Von Sarah Caspers Von Sarah Caspers Sarah Caspers ist Geschichtsvermittlerin im Museum Aargau. Ähnliche Artikel finden Sie hier: Kategorie Schlossgeschichten Kommentare

Gradian
Luftaufnahme Klosterhalbinsel Wettingen im Gegenlicht mit dramatischen Wolken über dem Kloster.

Klosterhalbinsel Wettingen

Glaube, Macht,
Wissen

Die Klosterhalbinsel Wettingen ist ein Kulturgut von internationalem Rang. Am Kraftort an der Limmat verschmelzen Kultur, Bildung, Geschichte und Gastfreundschaft zu einem Erlebnis!

HINWEIS: BESUCH AM 5. SEPTEMBER 2026

Am Samstag, 5. September 2026 findet auf der Klosterhalbinsel Wettingen eine grössere Veranstaltung der Kantonsschule statt. Das Museum inkl. Klosterkirche kann regulär besucht werden, es ist jedoch mit Einschränkungen zu rechnen.

PLANEN SIE IHREN BESUCH

 
Blick in den Ausstellungsraum "Parlatorium" auf der Klosterhalbinsel Wettingen. Im Vordergrund ein Schild mit dem Text "Archiv der Fragen", im Hintergrund sitzen Schülerinnen und Schüler diskutierend beeinander.

Sechs
Highlights

Das dürfen Sie nicht verpassen  

 
Eine Gästegruppe mit einer Museumsführerin steht vor der Kirche der Klosterhalbinsel Wettingen.

Veranstaltungen
und Führungen

Veranstaltungskalender Museum Aargau  

 
Ausstellung in der Mönchskirche Kloster Wettingen: Verschiedene Objekte in einer Vitrine, u.a. ein grosses Altarkreuz

Ausstellungen
und Rundgänge

Museum der Klosterhalbinsel  

 
Aussenaufnahme Gästezentrum Klosterhalbinsel Wettingen mit Informationsbildschrim links

Öffnungszeiten und
Eintrittspreise

Geöffnet von April bis Oktober  

 
Luftaufnahme Kloster Wettingen mit Klosterpark im Vordergrund

Anreise: So
finden Sie uns

Anfahrt mit Auto und öV  

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  • Veranstaltung
  • Öffentliche Führung
  • Ausstellung
  • Selbständiger Rundgang
  • Garten
Geeignet für
  • Familien
  • Schulen
  • Gruppen
  • Einzelbesucher

Schulen, Familien und Gruppen

 
Eine Schulklasse beim Schreiben mit Tinte und Federkiel.

Für
Schulen

Buchbare Führungen und Workshops  

 
Zwei Mädchen und ein Bub stehen gemeinsam vor dem Kloster Wettingen und blicken direkt in die Kamera. Sie halten eine Landkarte, Broschüre sowie eine Pyramide in den Händen.

Für
Familien

Rätseltour durch die Klosterhalbinsel  

 
Eine Frau und ein Mann schreiten in Freizeitbekleidung durch den Garten der Klosterhalbinsel Wettingen (Foxtrail).

Für
Gruppen

Buchbare Führungen und Workshops  

Die Klosterhalbinsel in 54 Sekunden

DIE KLOSTERHALBINSEL WETTINGEN

 
Luftaufnahme Klosterhalbinsel Wettingen mit dramatischen Wolken über dem Kloster

Klosterhalbinsel
und Geschichte

800 Jahre Klostergeschichte  

 
Luftaufnahme Konventgarten und Abtgarten auf der Klosterhalbinsel Wettingen mit Limmat

Klosterpark
und Gärten

Entdecken Sie historische Gartenanlagen  

FEIERN UND GENIESSEN

 
Weiss gedeckte Stehtische mit Häppchen: Apéro auf der Klosterhalbinsel Wettingen

Essen und
Trinken

Restaurants auf der Klosterhalbinsel  

 
Lindenterrasse Schloss Wildegg: Ein schön gedeckter Tisch mit Apéro

Räume
mieten

Feiern und tagen  

SAMMLUNG

 
Ein gelber Heizlüfter, Objekt im Sammlungszentrum Egliswil

Sammlung

Schatzkammer der Aargauer Geschichte  

 
Grosses Handy in der Hand eines Benutzers, auf dem Bildschirm ist die "Sammlung online" von Museum Aargau dargestellt.

Sammlung online

Objekte digital entdecken