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Sommer- und Herbsthimbeeren

Zurück zum Blog 20. Juli 2023 Kategorie Gartentipp aus dem Wildegger Schlossgarten Himbeeren im Garten sind pflegeleicht. Wichtig ist die Unterscheidung zwischen zwei Arten: Sommerhimbeeren und Herbsthimbeeren. Der Gartentipp aus dem Schlossgarten Wildegg. Die Unterscheidung zwischen Sommerhimbeeren und Herbsthimbeeren ist wichtig, denn die beiden Arten werden nach der Ernte (oder spätestens im Herbst) unterschiedlich bodeneben abgeschnitten. Sommerhimbeeren Die Sommerhimbeeren bilden durch das Jahr bereits neue Triebe, die aber stehengelassen werden. Denn diese tragen erst im nächsten Jahr Früchte. Die neuen Triebe erkennt man gut: Sie sind heller und noch nicht verzweigt. Achten Sie darauf, pro Laufmeter etwa 10 kräftige Ruten stehen zu lassen. Herbsthimbeeren Die Herbsthimbeeren bilden ihre frischen Triebe erst im neuen Jahr und tragen an diesen dann die Früchte. Bei diesen Beeren können Sie bis zu 20 kräftige Ruten stehen lassen. Die richtige Pflege beider Himbeeren-Arten Was alle Himbeeren gemeinsam haben: Sie lieben einen humosen, lockeren, tiefgründigen Boden. Da Himbeeren Flachwurzler sind, ist eine gleichmassige Wasserversorgung wichtig. Mulchen hilft gegen das Austrocknen. Im Frühling werden Himbeeren mit einem Beerendünger gedüngt. Übrigens: Anders als der Name vermuten lässt ist die Himbeere kein Beeri, sondern eine Sammelfrucht. Sie ist einheimisch, die wilde Himbeere findet man bis in 1400 Metern Höhe. Himbeeren sind sehr gesund, da sie viele Vitamine und Mineralstoffe enthalten und werden auch als Heilpflanze verwendet. Foto: Katharina N. / Pixabay Weitere Blogbeiträge 11. August 2023 Tipps für das perfekte Erdbeer-Beet Im August ist ein guter Zeitpunkt, um ein neues Beet mit Erdbeeren anzulegen. Der Gartentipp aus dem Wildegger Schlossgarten. 09. August 2022 Effizient Pflanzen bewässern: Wenig Wasser im heissen Sommer Gartenarbeit besteht im Sommer vor allem aus Giessen. Bei Wasserknappheit sollten durstige Pflanzen möglichst effizient mit Feuchtigkeit… 31. März 2020 Rasenrenovation: So erholt sich Ihr Rasen vom heissen Sommer Trockene Sommer setzen dem Rasen stark zu. Oft sind noch Monate später braune Stellen und Lücken zu sehen. Die Lösung: eine Rasenrenovation. Von Melissa Gögele Von Melissa Gögele Ähnliche Artikel finden Sie hier: Kategorie Gartentipp aus dem Wildegger Schlossgarten Kommentare

 
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Der Gutshof – Ein Zentrum der mittelalterlichen Herrschaft

Zurück zum Blog 23. Juni 2023 Kategorie Mittelalter Im Juli 2023 wird vor den Schlosstoren von Hallwyl ein mittelalterlicher Bauernhof errichtet. Eine Gruppe Siedler zeigt authentisch den Bauernalltag auf einem Gutshof im 12. Jahrhundert. Ein Gutshof ist nun aber kein herkömmlicher Bauernhof. Er war in direktem Besitz des lokalen Fürsten und war ein Knotenpunkt in der Verwaltung seines Territoriums. Es war ein Verwaltungssystem, an das auch heute noch die Familiennamen Meier und Keller erinnern. Höfe als Verwaltungszentren Wenn man an die Zentren fürstlicher Herrschaft denkt, kommt einem zuerst die Burg in den Sinn. Der Gutshof dagegen ist weitgehend unbekannt, obwohl er im mittelalterlichen Verwaltungsapparat eine wichtige Rolle einnahm. Im 7. Jahrhundert begann sich in Frankreich eine neue Verwaltungsstruktur auszubilden. Mehrere Bauernhöfe wurden zu einem Hofverband zusammengeschlossen, in dessen Zentrum ein herrschaftlicher Gutshof stand. In der Schweiz sind solche Hofverbände ab dem 8. Jahrhundert nachweisbar und hielten sich bis ins 14. Jahrhundert. Während dieser Zeit bildeten Gutshöfe und Hofverbände nicht nur die Verwaltung fürstlicher, sondern auch kirchlicher Ländereien. Der herrschaftliche Gutshof Gutshöfe werden auch immer wieder Fronhöfe genannt. Sie waren in sehr unterschiedlichen Formen angelegt. Wichtig war ihre Verwaltungsposition, die Form hingegen war von der Grösse des Hofverbandes sowie den Bedürfnissen und Mitteln des Herren abhängig. So konnte ein Gutshof durchaus wie ein normaler Bauernhof aussehen. Andererseits gab es auch weitläufige Hofkomplexe mit Herrenhaus und mehreren Wirtschaftsgebäuden. Oft waren an solche Anlagen Kirchen angeschlossen, welche das Zentrum des religiösen Lebens des Hofverbandes waren. Zudem konnten grösserer Gutshöfe auch befestigt sein. Umgeben war der Gutshof vom sogenannten Solland. Dabei handelte es sich um landwirtschaftliche Nutzflächen, die sich im direkten Besitz des lokalen Herren befanden und von diesem bewirtschaftet wurden. Ein Gutshof in Hundsheim in Österreich, umgeben von modernen Wohnhäusern. (Autor: Benko1971, Lizenz: Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Austria). Der Hofverband Rund um den Gutshof gliederten sich die Bauernhöfe des Hofverbandes. Sie wurden von Bauern bewirtschaftet, die zum lokalen Grundherren in einem Abhängigkeitsverhältnis standen. Sie waren ihrem Herren gegenüber zu Abgaben und Frondiensten verpflichtet. Bei Letzteren handelt es sich um obligatorische Arbeitseinsätze, welche die Bauern ihrem Herren schuldig waren. Dabei mussten sie auf dem Solland des Herrn arbeiten oder sonstige Dienste verrichten. Die meisten Abgaben der Bauern waren landwirtschaftliche Erzeugnisse. Der Handel mit Geld existierte zwar zu jener Zeit bereits, auf lokaler Ebene herrschte aber noch der Austausch von Gütern und Dienstleistungen vor. Der Geldhandel gewann jedoch zunehmen an Bedeutung. Im 13. Und 14. Jahrhundert begann er dann die Attraktivität des Hofverbandes zu untergraben. Grundherren bevorzugten es nun, die Abgaben der Bauern in Geld und nicht mehr in Gütern und Arbeit zu beziehen. So zogen sich die Herren zunehmend aus den Gutshöfen zurück, während die Hofverbände zu Dörfern zusammenwuchsen. Gruppe mittelalterlicher Bauern auf dem Weg zum Gutshof. Darstellerinnen und Darsteller der Gruppe "abenteuer-zeitreise" (© abenteuer-zeitreise). Meier und Keller Auf den Gutshöfen beschäftigten die Grundherren eine Vielzahl an Personal, um den täglichen Betrieb des Hofes zu regeln. Dieses befand sich genau wie die Bauern in einem Abhängigkeitsverhältnis zu ihrem Herren. Kernpositionen unter diesen Bediensteten nahmen der Meiger und der Cellerar ein. Der Meiger war der Leiter des Hofbetriebes, während der Cellerar für die Lagerung und Verteilung der landwirtschaftlichen Erzeugnisse zuständig war. Von diesen Positionen im Hofverband leiten sich die heutigen Familiennamen Meier und Keller ab. Der Gutshof war ein wichtiger Knotenpunkt in der mittelalterlichen Grundherrschaft. Er war der persönliche Hof des Grundbesitzers und war im Zentrum eines Hofverbandes. Die Bauern aus den umliegenden Höfen waren zu Abgaben und Fronarbeit auf den Feldern des Herren verpflichtet. Das Verwaltungssystem der Gutshöfe existierte in der Schweiz in dieser Form ab dem 8. Jahrhundert. Über die nachfolgenden Jahrhunderte war es ein integraler Bestandteil des mittelalterlichen Alltags. Erst im 13. und 14. Jahrhundert wurde der Fronhof und der Hofverband durch die zunehmende Geldwirtschaft verdrängt. Weitere Blogbeiträge 30. Juni 2023 Quiz: Welcher Mittelalterberuf passt zu Ihnen? Wären Sie Bauer, Bäuerin oder Ritter? Oder würden Sie eher ins Kloster gehen? 12. Mai 2022 Die Falknerei im Mittelalter Die Falknerei war im Mittelalter ein beliebtes Hobby adeliger Männer. Aber war die Falknerei lediglich eine adelige Spielerei – oder eben… 21. Mai 2023 Das Einhorn als christliches Symboltier im Mittelalter Bis heute steht die Taube symbolisch für den heiligen Geist und das Lamm für Christus. Im Mittelalter gehörte aber auch das Einhorn zu den… Von Andreas Mäder-Esteves Von Andreas Mäder-Esteves Andreas Mäder-Esteves ist Historiker und Praktikant im Team Ausstellungen von Museum Aargau. Ähnliche Artikel finden Sie hier: Kategorie Mittelalter Kommentare

 
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Wie kommt die Meerjungfrau ins Kloster Wettingen?

Zurück zum Blog 14. August 2023 Kategorien Märchen & Mythen Klosterleben Auf der Klosterhalbinsel Wettingen findet sich an Gebäuden, in Gemälden und im Wappen des Klosters selbst eine Meerjungfrau mit zwei Schwanzflossen. Was hat dieses Wesen mit dem Kloster Wettingen, weit weg vom Meer, zu tun? Geschichten von Frauen, welche halb Mensch halb Fisch sind, gehen zurück bis in die Antike. Es ist deshalb schwierig, klare Unterscheidungen zu treffen zwischen Begriffen wie Sirenen, Meerjungfrau und Melusine. Sie haben jedoch ganz unterschiedliche Hintergründe. Woher kommt der Mythos der Meerjungfrau? Meerjungfrauen sind laut den Legenden hilflose Gestalten, verdammte Wesen, welche nur durch die Liebe eines Mannes befreit werden können. Die Version der Meerjungfrau, die heute am weitesten verbreitet ist, stammt aus dem Märchen von Hans Christian Andersen "Die kleine Meerjungfrau", welches 1837 erschienen ist. In Andersens Version, ist die Meerjungfrau unschuldig, etwas naiv und möchte gerne mit dem Prinzen auf dem Land leben. Auch in neuen Adaptionen des Meerjungfrauenmythos sind diese Elemente oft vorhanden. Im Gegenteil zu den unschuldigen Meerjungfrauen stehen Sirenen und Nixen. Sie entstammen der griechischen Mythologie und sind Todesdämoninnen. Durch betörenden Gesang, locken sie Schiffsleute an, um sie zu töten. Sie galten deshalb im Christentum als Symbol der weltlichen Verführung. Dem mittelalterlichen Westeuropa entspringt noch eine weitere mythische Gestalt, die Melusine. Melusine ist der Name der Nixe in der Geschichte, welche niemandem verraten darf, was sie für ein Wesen ist. Als ihr Mann sie beim Baden sieht und ihr Geheimnis erfährt, ergeben sich verschiedene Verstrickungen. Eine weit verbreitete deutsche Übersetzung der Geschichte aus dem Französischen stammt von Thüring von Ringoltingen aus Bern und erschien 1456. Ältere Quellen reichen jedoch bis ins 12. Jahrhundert zurück. Melusines Geheimnis enthüllt, aus Le Roman de Mélusine. Eines von sechzehn Bildern des Guillebert de Mets, etwa 1410. Original im Besitz der Bibliothèque nationale de France. Im Verlauf des Mittelalters durchmischten sich die Mythen der Meerjungfrauen, Sirenen und Melusinen. Bei Wappen, in denen Meerjungfrau-ähnliche Wesen dargestellt werden, ist oftmals unklar auf welche der verschiedenen Mythen genau Bezug genommen wird. Symbolisch stehen die Meerjungfrauen auf Wappen meist für eine Verbindung zu Gewässer. Wie gelang die Meerjungfrau aufs Wappen des Klosters Wettingen? Im Wappen des Klosters Wettingen erschien die Meerjungfrau erstmals im 16. Jahrhundert, rund 300 Jahre nach der Gründung des Klosters. Das Kloster ist der heiligen Maria gewidmet. Sie gilt als Schutzpatronin der Seeleute und wird in dieser Anrufung Maris Stella (lateinisch für "Stern des Meeres") genannt. Laut der Gründungslegende ist Maria als Stern dem späteren Gründer des Klosters, Freiherr Heinrich II., erschienen, als dieser in Seenot war. Er versprach daraufhin Maria ein Kloster zu widmen. Die Meerjungfrau auf dem Wappen kann entsprechend als symbolische Darstellung von Maris Stella verstanden werden. Blog zur Gründungslegende des Klosters Wettingen Es ist jedoch nicht auf allen Wappen die zweischwänzige Meerjungfrau zu sehen – auf einigen handelt es sich um eine Frau, die zwei Fische hält. Diese Figur findet sich auf verschiedenen Wappen, es ist jedoch unklar, ob ihr eine spezielle Bedeutung zukommt. Wappen des Klosters Wettingen. Abthof des Klosters (innen). Hat das Wappen des Klosters Wettingen etwas mit dem Starbucks-Logo zu tun? Beim Spazieren über die Klosterhalbinsel fragen sich Besuchende oftmals, weshalb sie das Bild der Meerjungfrau, welches weltweit auf Kaffeebechern zu sehen ist, auch im Kloster Wettingen wiederfinden. Als Logo des Unternehmens Starbucks dient nämlich ebenfalls eine zweischwänzige Meerjungfrau. Die optische Ähnlichkeit zwischen dem Starbucks-Logo und der Meerjungfrau auf dem Wappen des Klosters Wettingen zeigt die starke Durchmischung der verschiedenen Mythen. So basiert das Starbucks-Logo auf einer Sirene – eine gefährliche und verführerische Gestalt. Im Gegensatz dazu steht das Meerjungfrauensymbol im Wappen des Klosters für Maris Stella, eine Anrufung der heiligen Maria, das christliche Bild der Unschuld. Meerjungfrau in der Sommerabtei des Klosters Wettingen. Wer genau hinschaut, entdeckt auch im Kloster Wettingen Darstellungen, in welchen eine Frau zwei Fische hält. Wappen des Klosters. Mediothek (aussen). Weitere Blogbeiträge 05. Juli 2023 Glaubensfragen und Machtkämpfe: So entstand das Kloster Wettingen Das Kloster Wettingen wurde 1227 von Heinrich II. von Rapperswil gestiftet. Eine Legende will, dass er in Seenot Maria, die Mutter Gottes,… 23. August 2022 Heilkunde im Kloster Seit jeher befassen sich Klöster mit Heilkunde, da die Fürsorge für die Armen und Kranken tief in ihrer Tradition verankert ist. Auch beim… 23. Mai 2022 Schweigend Sprechen: die Zeichensprache der Mönche Um im Klosteralltag die Stille zu wahren, verwendeten Mönchsorden wie die Zisterziensier eine monastische Gebärdensprache. Von Joana Meier Von Joana Meier Joana Meier ist Praktikantin in der Vermittlung beim Standort Klosterhalbinsel Wettingen. Ähnliche Artikel finden Sie hier: Kategorien Märchen & Mythen Klosterleben Kommentare

 
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Tipps für das perfekte Erdbeer-Beet

Zurück zum Blog 11. August 2023 Kategorie Gartentipp aus dem Wildegger Schlossgarten Im August ist ein guter Zeitpunkt, um ein neues Beet mit Erdbeeren anzulegen. Der Gartentipp aus dem Wildegger Schlossgarten. Ein Erdbeer-Feld ist rasch mit Jungpflanzen aus dem Handel angelegt. Alternativ können die Ableger von bestehenden Erdbeer-Pflanzen in das neue Beet gepflanzt werden. Die Ableger, sogenannte Kindel, sollten generell von den Erdbeer-Pflanzen abgeschnitten werden. Ansonsten verliert die Pflanze wertvolle Kraft. Für das neue Erdbeer-Beet sollten nur die kräftigsten Ableger verwendet werden. Tipp: Ergänzen Sie die Ableger im neuen Erdbeer-Beet immer mit einigen dazugekauften Jungpflanzen. Sonst werden die Früchte immer kleiner und entwickeln sich wieder hin zur Urform, der Walderdbeere. In tief gelockerten Boden einpflanzen Wählen Sie für das neue Erdbeer-Feld einen vollsonnigen Standort. Wichtig ist ein tief gelockerter Boden. Erdbeeren haben es in unseren lehmigen Böden schwer. Hier helfen etwas daruntergemischter Sand und Kompost. Oder Sie pflanzen als Vorkultur Gründünger-Pflanzen, die den Boden tiefgründig lockern und so für die Erdbeeren vorbereiten. Handelsüblicher Beerendünger geben den kleinen Pflanzen die richtige Menge an Nährstoffen, die jetzt wichtig sind. Gepflanzt wird dann mit einem Reihenabstand von rund 60 Zentimetern. Der optimale Abstand zwischen den Erdbeerpflanzen in einer Reihe beträgt rund 25 Zentimeter. Achtung: Das Herz der Pflänzchen sollte nicht unter der Erde liegen. Halten Sie das bepflanzte Beet gut feucht, giessen Sie aber das Wasser nicht direkt über die Pflänzchen. Die Erdbeeren sind anfällig für Pilzkrankheiten. Ernte und Ruhephase Die grösste Erdbeer-Ernte dürfen Sie im zweiten und dritten Jahr erwarten. Danach werden die Früchte kleiner und die Qualität nimmt ab. Es lohnt sich deshalb, das Beet nach drei Jahren komplett abzuräumen. Setzen Sie danach während vier Jahren keine Erdbeeren in dieses Beet. Erdbeeren gehören zur Familie der Rosengewächse und sind daher auch nachbauempfindlich. Als mögliche Zwischenkultur eignen sich Studentenblumen, diese regenerieren den Boden und wirken reinigend. Weitere Blogbeiträge 13. August 2020 Das Erdbeer-Einmaleins: Tipps zur Sortenpflege Monats-, Hänge- oder Klettererdbeeren: Die vielen Erdbeer-Sorten benötigen unterschiedliche Pflege. Der Gartentipp von Melissa Gögele,… 07. Juli 2020 Tipps für schöne Blumensträusse Wie gelingt ein schöner Blumenstrauss? Wie bleiben Blumen lange frisch? Der Gartentipp aus dem Wildegger Schlossgarten. 14. November 2022 Die perfekte Kaki: Bei der Ernte zählt das Timing Die Götterfrucht – oder bei uns bekannter als Kaki – ist ein Hochgenuss. Die Ernte zur richtigen Zeit ist jedoch eine Herausforderung. Lesen… Von Tanya van der Laan Von Tanya van der Laan Ähnliche Artikel finden Sie hier: Kategorie Gartentipp aus dem Wildegger Schlossgarten Kommentare

 
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Bijou aus Aarau: Pendule der Gebrüder Hagnauer

Zurück zum Blog 23. Februar 2021 Kategorie Schätze aus der Sammlung Im 18. und 19. Jahrhundert waren in Aarau 25 Uhrmacher und insgesamt 35 Personen in der Uhrenherstellung tätig. Eine Pendule der Gebrüder Hagnauer ist Teil der Sammlung Museum Aargau. Auf der Rückseite des Uhrwerks aus Messing ist graviert: "Frères Hagnaur AARAU". Trotz (oder wegen) der Signatur ist unklar: Stammt das Uhrwerk mit dem Ziffernblatt tatsächlich von den Gebrüder Hagnauer? Oder haben diese das Uhrwerk wie damals üblich in Frankreich gekauft? Die nicht ganz korrekten Gravierungen könnten darauf hindeuten. Man sollte aber gleichzeitig in Betracht ziehen, dass individuelle und aus heutiger Sicht "falsche" Schreibweisen zu dieser Zeit nichts Unübliches waren. Unter den Uhrmacher war es damals jedoch verbreitet, ganze, bereits verzierte Pendulengehäuse und eben auch andere Teile in Frankreich, von wo die Pendulen ursprünglich stammen, zu kaufen. © Museum Aargau 25 Uhrmacher im 18./19. Jahrhundert in Aarau In den Aarauer Neujahrblättern 1994 untersucht Peter Kleiner die Aarauer Besteuerungslisten und kommt zum Schluss: Im 18. und 19. Jahrhundert waren in Aarau 25 Uhrmacher und insgesamt 35 Personen in der Uhrenherstellung tätig. Es lässt sich nicht genau nachweisen, welches Bruderpaar der vier Hagnauer-Söhne diese Pendule herstellte, bzw. zusammensetzte: Entweder waren es die beiden Uhrmacher Johann Friedrich und Johann Jakob. Oder der Uhrmacher Johann Beat, der mit seinem Bruder Jakob, der als Schreiner somit für das Gehäuse zuständig gewesen wäre, im selben Haus lebte. Sicher scheint auf jeden Fall, dass das Handwerk nicht in die nächste Generation überging. Johann Beats Witwe suchte 1829 per Inserat nach einem Käufer für das komplette Uhrmacherwerkzeug ihres verstorbenen Mannes. Von Rudolf Velhagen Von Rudolf Velhagen Rudolf Velhagen stellt hier regelmässig Trouvaillen, Raritäten und überraschende Schätze aus der Sammlung von Museum Aargau vor. Diese umfasst rund 50'000 Objekte. Ein grosser Teil davon lagert im Sammlungszentrum Egliswil. Ähnliche Artikel finden Sie hier: Kategorie Schätze aus der Sammlung Kommentare

 
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So wird ein Marienkleid aus dem 18. Jh. konserviert

Zurück zum Blog 20. September 2023 Kategorien Schätze aus der Sammlung Historische Kleidung Neuzeit Leider nagt der Zahn der Zeit an allen historischen Objekten unserer Sammlung. Wie ein wertvolles Marienkleid aus dem 18. Jh. konserviert wurde, erfahren Sie in diesem Blogbeitrag. Schäden können an historischen Objekten entstehen, weshalb eine Restaurierung oder eine Konservierung nötig wird. Dies geschah auch mit den Marienkleidern, die auf Schloss Hallwy l zu besichtigen sind. Konservierung und Restaurierung sind nicht dasselbe Unter Konservierung und Restaurierung wird grundsätzlich das Dokumentieren, Erhalten, Präservieren und Wiederherstellen verstanden. Dies trifft sowohl auf materielle als auch immaterielle Kunst- und Kulturgüter zu. Beim Restaurieren wird ein Objekt bearbeitet, mit dem Ziel, eine deutlichere kulturelle "Lesbarkeit" des Objektes herzustellen. Dabei werden die historischen und physischen Eigenschaften des Objektes so weit wie möglich respektiert. Restaurieren kann auch das Ergänzen und Rekonstruieren bedeuten, während bei der Konservierung nur erhaltende Massnahmen durchgeführt werden. Das heisst, dass eine Konservierung direkte Eingriffe an einem Objekt umfasst mit dem Ziel, den Zustand eines Objektes zu stabilisieren und weiteren Verfall aufzuhalten oder zumindest zu verlangsamen. Ein goldenes Marienkleid aus dem 18. Jh. Das Goldbrokatkleid der Marienfigur ist auf das Ende des 18. Jahrhundert zu datieren. Die Sammlung Museum Aargau kaufte dieses Kleid zusammen mit anderen Marienkleidern als Konvolut im Jahr 1969. Zum Konvolut gehörte auch die Maria- und Jesuskind-Puppe, welche die verschiedenen Kleider sowie eine Krone und ein Zepter tragen. Dabei spricht man auch von einer Einkleide-Madonna. Das goldene Marienkleid besteht aus Brokat und Taft, die aus Seide und Baumwolle sind. Genauer gesagt ist es Seidenbrokat mit einer floralen Musterung und gewebten Goldborten. Das Futter ist violetter Seidentaft. Die Marienfigur trägt daneben noch einen brokatenen Schleier. Goldbrokat Marienschleier nach der Konservierung, Fotografie: (Inv. Nr. K-5421), Ina von Woyski Niedermann, Textilkonservierung SKR. Das Bekleiden von Bildwerken wie dieser Einkleide-Madonna lässt sich anhand von Denkmälern und Urkunden bis in das spätere Mittelalter zurückverfolgen. Grundsätzlich ist diese Sitte an die Entstehung des Andachtsbildes gebunden, wobei vor allem "Gnadenbilder" bekleidet wurden. In der Barockzeit bekleidete man vornehmlich gotische oder romanische Skulpturen. Auch beschränkt sich das Bekleiden nicht mehr hauptsächlich auf Marienbilder, Statuen aller Heiligen wurden nun mit Gewändern versehen. Die Kleider der Einkleide-Madonna wurden dabei oft von reicheren Frauen gespendet. Die Einkleide-Madonna auf Schloss Hallwyl vor ihrer Konservierung (Bild: Museum Aargau). Textilkonservierung Das Goldbrokatkleid der Marienfigur wurde nicht restauriert, sondern konserviert. Das heisst, es gab keine grösseren Veränderungen am Kleid. Die Konservatorin Woyski Niedermann führte nur erhaltende und reinigende Massnahmen durch. Es wurde aber nicht nur das goldene Brokatkleid und der Schleier konserviert. Zu dieser Konservierung gehörten auch Arbeiten an den Holzpuppen, zwei Unterröcken, einem Umhang, einem bestickten Seidensatingürtel sowie roten und weissen Damastkleidern für die Maria- und Jesuspuppe. Goldbrokat Marienkleid, vor und nach der Konservierung, Fotografie: (Inv. Nr. K-5420), Ina von Woyski Niedermann, Textilkonservierung SKR. In der Dokumentation zur Konservierung des Kleides wurde auch der Zustand des Kleides vor der Konservierung beschrieben. Beschrieben wird, dass es zahlreiche neue lose flottierende Metallschussfäden gab. Interessant dabei ist, dass es bereits Spannstiche für das Fixieren der losen Metallfäden gab, die selbst nicht mehr hielten. Daneben waren zahlreiche alte Restaurierungen beschädigt und es gab einige dunkle Flecken sowie eine alte Stopfstelle der Oberkante. Bei der Konservierung selbst war das Ziel, die langfristige Erhaltung und optische Verbesserung des Kleides zu erreichen. Dafür hat die Konservatorin das Kleid sorgfältig abgesaugt und mittels Goretexmembran befeuchtet. Danach wurde das Kleid zum Trocknen glatt ausgesteckt. Anschliessend ersetzte und ergänzte die Konservatorin die fehlerhaften Spannstiche. Goldbrokat Marienkleid, Spannstiche einer früheren Restaurierung halten nicht mehr vollständig, weshalb bei der Konservierung zusätzliche Spannstiche eingefügt wurden, die die losen Metallfäden fixieren. Fotografie: (Inv. Nr. K-5420), Ina von Woyski Niedermann, Textilkonservierung SKR. Bei den anderen brokatenen Kleidungsstücken führte die Konservatorin dieselben Arbeiten durch. Beim Schleier versuchte sie zusätzlich die ausgeblutete Farbe durch lokales Benetzen und Absaugen zu reduzieren, doch die grüne Farbe blutete so stark aus, dass die Gefahr neuer Flecken zu gross war. Nachdem die Konservatorin ihre Arbeit durchgeführt hatte, kam das Kleid wieder ins Schloss Hallwyl. Die Einkleide-Madonna ist nun wieder schön eingekleidet und wartet jetzt auf einen Besuch der Leserinnen und Leser. Goldbrokat Marienschleier, vor und nach der Konservierung, Fotografie: (Inv. Nr. K-5421), Ina von Woyski Niedermann, Textilkonservierung SKR. Weitere Blogbeiträge 19. April 2023 Das erweitere Sammlungszentrum Egliswil von Museum Aargau Museum Aargau hat am 1. April 2023 das erweiterte Sammlungszentrum Egliswil eröffnet. Nach dem aktuellen Ausbau bietet das Sammlungszentrum… 19. Dezember 2023 Uniformierter Frisch-Service von Zweifel Pomy-Chips AG Museum Aargau hat ein Buch zur Geschichte der Zweifel Pomy-Chips AG veröffentlicht. Anlässlich dieser Publikation schenkte Zweifel der… 06. April 2023 Christliche Geschichten als Comic verpackt: Glasmalereien in der Kirche Königsfelden Die prächtigen Glasfenster der Klosterkirche Königsfelden beeindrucken seit dem 14. Jahrhundert. Die Glasmalereien erzählen die wichtigsten… Von Cedric Zbinden Von Cedric Zbinden Cedric Zbinden ist Historiker und Praktikant der Sammlung von Museum Aargau. Ähnliche Artikel finden Sie hier: Kategorien Schätze aus der Sammlung Historische Kleidung Neuzeit Kommentare

 
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Alternative Haushaltsgeräte ohne Strom

Zurück zum Blog 17. Oktober 2023 Kategorien Schätze aus der Sammlung 20./21. Jh. Heutzutage sind strom- und batteriebetriebene Geräte aus unserem Alltag nicht mehr weg zu denken. Angesichts steigender Stromkosten und einem wachsenden Umweltbewusstsein drängt sie jedoch die Frage nach Alternativen auf. Inspirierende Lösungen sind nicht nur in den modernen Technologien zu finden, sondern auch in den stromlosen Haushaltsgeräten unserer Vorfahren. In diesem Blogbeitrag laden wir Sie zu einer Reise in die Vergangenheit ein und gewähren Ihnen Einblicke in die bedeutsamen, stromfreien Haushaltsgeräte dieser Zeit. Ob diese dann tatsächlich nachhaltiger sind als einige stromsparende Geräte der Gegenwart, darüber lässt sich debattieren. Aber eins ist sicher: Sie bieten eine faszinierende Perspektive auf die Art und Weise, wie unsere Vorfahren ihren Haushalt geführt haben. Die Waschmaschine von früher bis heute Um Wäsche zu waschen, braucht es nicht unbedingt Strom. Dabei müssen die Kleider nicht einmal mühsam von Hand gewaschen werden. Ab dem 17. Jahrhundert kam das Interesse an Waschmaschinen auf, bei denen durch mechanische Kraft das anstrengende Handwaschen ersetzt oder zumindest erleichtert werden sollte. In den Jahrhunderten danach gab es verschiedenste Waschmaschinenkonstruktionen, die mehr oder weniger erfolgreich waren. Schliesslich waren im 19. Jahrhundert Waschmaschinen grösstenteils in öffentlichen und gewerblichen Wäschereien verbreitet und erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts vermehrt auch in privaten Haushalten. Mit Strom betriebene Waschmaschinen wurden dabei immer erfolgreicher. Waschmaschine mit Scheidepresse, Rural Electrification Administration, USA, um 1930, Quelle: Franklin D. Roosevelt Presidential Library and Museum, Public Domain. Der wasserbetriebene Waschautomat von Schwan Mit dem Waschautomaten von Schwan funktionierte das Waschen über Wasserdruck. Der Wassermotor wurde über den Gummischlauch mit einem Wasseranschluss am Haus verbunden und der Wasserdruck sorgte für den Antrieb. Die Flügel der Schraube im Innern der Maschine bewegten sich nicht durchgehend im Kreis, sondern drehten sich hin und her, um die Wäsche zu schütteln. Der Nachteil zu anderen älteren Waschhilfen war, dass für diese Maschine ein Wasseranschluss mit Druck nötig war und dieser nicht immer gewährleistet werden konnte. Der grosse Wasserverbrauch war meistens jedoch kein schwerwiegender Nachteil. So musste das Wasser keine Trinkqualität haben und war somit meistens vorhanden und zudem auch noch relativ günstig. Das „Antriebswasser“ wurde bei sparsameren Haushalten oft auch noch anderweitig verwendet. Erfolgreich eingesetzt wurden Waschmaschinen mit Wassermotor bereits ab 1914, so zum Beispiel durch den Hersteller Miele . Waschautomat von Schwan in der Sammlung Museum Aargau Der Waschautomat des Herstellers Schwan wurde im Jahr 1940 von einer Privatperson als eine Occasion-Waschmaschine erworben. Das genaue Herstellungsjahr ist leider nicht bekannt. Solche Waschmaschinen waren aber noch bis in die 1960er-Jahre gebräuchlich. Die Waschmaschine kam 2016 durch einen Ankauf in die Sammlung Museum Aargau. Waschautomat von Schwan, Grösse: 80 x 79 x 96 cm (Inv. Nr. K-21711), Quelle: © Museum Aargau Bügeln ohne Strom Auch das Bügeln war ohne teuren Strom möglich. Das Einzige, was dafür benötig wurde, war ein Bügeleisen und ein Feuer, aus dem entweder glühende Kohle entfernt oder ein Eisenbolzen erhitzt werden konnte. Solche wärmespeichernden Elemente wurden anschliessend in das Bügeleisen eingeführt, wodurch dieses erwärmt und damit das Bügeln ermöglicht wurde. Teilweise gab es sogar Versuche, bestimmte Bügeleisen mit Spiritus oder Benzin zu beheizen. Die Bügeleisen wurden dann dementsprechend Bolzen- und Kasteneisen oder Kohleeisen sowie Spirituseisen genannt. Die mit Kohle geheizten Bügeleisen hatten schon manche Büglerinnen und Bügler zur Verzweiflung gebracht, denn Russ und Asche sorgten dafür, dass manches Wäschestück erneut gewaschen werden musste. Innovation durch das Kamineisen Mit den Kamineisen sollte dem Einhalt geboten werden. Der verbesserte Rauchabzug in der Spitze des Eisens konnte den beissenden Qualm von der bügelnden Person abwenden und die Luftzufuhr konnte reguliert durch eine Öffnung erfolgen. Doch das Bügeln mit diesem Bügeleisen benötigte viel Kraft. Es diente daher eher Schneidern bei ihrer Arbeit und wurde weniger in den privaten Haushalten verwendet. Die Kamineisen für Schneider wurden für Links- und Rechtshänder konstruiert und in verschiedenen Grössen hergestellt. Doch nachhaltig waren solche Kohleverbrauchenden Bügeleisen nicht. Kamineisen von Union Cerrajera de Arrasate-Mondragon in der Sammlung Museum Aargau Das gezeigte Kamineisen gehört zu einer umfangreichen Bügeleisensammlung, die 2004 Museum Aargau geschenkt wurde und ist zwischen 1920 und 1940 zu datieren. Es wurde von der Firma Union Cerrajera de Arrasate-Mondragon hergestellt. Kamineisen von Union Cerrajera de Arrasate-Mondragon, Grösse: 21.6 x 18 cm x 10.9 cm (Inv. Nr. K-17622), Quelle: © Museum Aargau Batteriefreie Gewichtsmessung Bereits Jahrhunderte bevor es elektronische Waagen gab, wurde das Gewicht von Objekten mit Waagen gemessen. Eine der ältesten Arten der Gewichtsmessung geschah mit den sogenannten Balkenwaagen , bei der zwei Schalen über einen Balken verbunden waren und das Gewicht durch den Massenvergleich gemessen wurde. Eine ähnliche Art Waage war die Laufgewichtswaage , bei der ein Gewicht an einem markierten Arm verschoben wurde, bis ein Gleichgewicht entstand. Anhand der Markierungen konnte das Gewicht bestimmt werden. Laufgewichtswaagen gab es bereits im antiken Rom und werden bis heute verwendet. Die "INCA de Luxe T" Waage in der Sammlung Museum Aargau Unter den Waagen der Sammlung Museum Aargau befindet sich eine "INCA de Luxe T" Laufgewichtswaage, die von der Injecta AG zwischen 1965 und 1975 hergestellt wurde. Die 1920 gegründete Injecta AG betrieb in Teufenthal, Kanton Aargau, Spritzgusswerke und eine Apparatefabrik. Die aus Aluminium, Eisen und Chromstahl bestehende Waage kam 2002 in die Sammlung, als sie vom damaligen Konservator-Restaurator Peter Brack im Brockenhaus Gränichen erworben und anschliessend der Sammlung geschenkt wurde. Bei dieser Waage gab es zwei Gewichte, die verschoben werden konnten. Auf der oberen Schiene mit dem grösseren Gewicht konnten die Kilogramme abgelesen werden, auf der unteren die Gramm. Das maximale messbare Gewicht dieser Waage beträgt 11 kg. Haushaltswaage von Injecta AG, Grösse: 11 x 34 x 23 cm (Inv. Nr. K-2168), Quelle: © Museum Aargau Stromlose Geräte: Erhalt und Erinnerung im Sammlungszentrum Egliswil Einige stromlose Geräte könnten aufgrund ihrer Nachhaltigkeit gut als Alternative dienen, andere wären eher wieder ein Schritt zurück. Was aber wichtig ist - die Geräte der Vergangenheit dürfen nicht vergessen gehen. Deshalb lohnt es sich das Sammlungszentrum Egliswil zu besuchen. Dieses steht Besucher und Besucherinnen jeden ersten Dienstag des Monats offen. Eine online Anmeldung ist dabei erforderlich. Monatliche Führung durchs Sammlungszentrum Egliswil Weitere Blogbeiträge 04. Oktober 2023 Frisches Bier im passenden Bierhumpen Mit den ersten frischeren Tagen im Herbst beginnen zahlreiche Volksfeste. Seien dies Erntedankfeste, Winzerfeste oder andere Anlässe wie das… 19. Dezember 2023 Uniformierter Frisch-Service von Zweifel Pomy-Chips AG Museum Aargau hat ein Buch zur Geschichte der Zweifel Pomy-Chips AG veröffentlicht. Anlässlich dieser Publikation schenkte Zweifel der… 11. Juli 2023 Sommer-Accessoires im 19. Jahrhundert Museum Aargau präsentiert eine Auswahl von Accessoires, welche die Damen und Herren des 19. Jahrhunderts im Sommer trugen. Diese Objekte… Von Cedric Zbinden Von Cedric Zbinden Cedric Zbinden ist Historiker und Praktikant der Sammlung von Museum Aargau. Ähnliche Artikel finden Sie hier: Kategorien Schätze aus der Sammlung 20./21. Jh. Kommentare

 
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Tresor der Hutflechtfabrik Jacob Isler & Co.

Zurück zum Blog 19. Januar 2021 Kategorie Schätze aus der Sammlung Die vorliegende Tresorkiste stammt aus dem Nachlass der Hutflechtfabrik Jacob Isler & Co., die ihn von der Firma Bruggisser und Co. als Geschenk erhalten hatte. Der Zeitpunkt dieser Schenkung ist leider nicht überliefert. Der Tresor befand sich in der Villa Isler, als diese von ihrem letzten Bewohner J. Rudolf Isler an die Gemeinde Wohlen überging. Das Strohmuseum im Park schenkte ihn seinerseits 2010 dem Museum Aargau für seine Sammlung aargauischer Industriekultur und Geschichte der aargauischen Strohindustrie. © Museum Aargau Die Strohflechtfirma Bruggisser und Co. Die Strohflechtfirma Bruggisser und Co. war eine der grossen Aargauer Handelsfirmen, welche sich im 19. Jh. auf den Handel mit Strohgeflecht und Hüten spezialisiert hatte. Die Firma exportierte in die ganze Welt und unterhielt ein eigenes Lager in New York. Das Flechthandwerk hatte im Kanton Aargau eine lange und sehr wichtige Tradition. Bereits im 17. Jahrhundert erwähnen Quellen den Handel mit aargauischen Strohhüten und im 19. Jahrhundert entwickelte sich die Strohflechterei zu einem eigenen Industriezweig, welcher zeitweise über 50'000 Heim- und Fabrikarbeitende beschäftigte. Von Rudolf Velhagen Von Rudolf Velhagen Rudolf Velhagen stellt hier regelmässig Trouvaillen, Raritäten und überraschende Schätze aus der Sammlung von Museum Aargau vor. Diese umfasst rund 50'000 Objekte. Ein grosser Teil davon lagert im Sammlungszentrum Egliswil. Ähnliche Artikel finden Sie hier: Kategorie Schätze aus der Sammlung Kommentare

 
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Nach dem grossen Schnee: Hilfe für beschädigte Pflanzen

Zurück zum Blog 11. Februar 2021 Kategorie Gartentipp aus dem Wildegger Schlossgarten Grosse Schneemengen sind für viele Sträucher und Bäume ein Problem, oft kommt es zum Schneebruch. Beschädigte Pflanzen sollten deshalb gepflegt werden. Der Gartentipp aus dem Wildegger Schlossgarten. © Museum Aargau Grundsätzlich sind Bäume und Sträucher darauf ausgelegt, Schnee und auch starken Wind zu ertragen: Nadelbäume zum Beispiel sind biegsam. Laubbäume haben durch ihre nackten Äste eine geringe Auflagefläche für Schnee und Wind. Zudem wachsen ihre Äste in einem Winkel aus dem Stamm, der es ihnen ermöglicht, Lasten und starke Winde auszuhalten. Doch bei grossen Mengen an schwerem Nassschnee kommt es auch bei vielen gesunden Bäumen und Sträuchern zu Schneebruch. Vom Schnee beschädigte Stellen abschneiden Es ist deshalb wichtig, Pflanzen nach viel Schnee zu pflegen: Vor allem müssen die kaputten Stellen sauber abgeschnitten werden. Denn die Bruchstelle ist ein guter Nährboden für Pilze und Bakterien. Dazu nimmt man eine saubere und desinfizierte Säge oder eine Rebschere, je nach Dicke der Äste. Wie stark diese zurückgeschnitten werden, hängt von der Wuchsform und der Optik des Gehölzes ab. Bei Büschen ist es ratsam, ganze Triebe abzuschneiden. So können sie wieder von unten austreiben und es gibt keinen Besenschnitt. Handelt es sich jedoch um einen schwach wachsenden Strauch, kürzt man den Trieb auf die nächste Knospe oder den nächsten Astansatz. Dicke Äste sollten auf den sogenannten Astring geschnitten werden – das ist die Verdickung am Astansatz –, denn so verheilt die Wunde besser. Egal, um welche Art von Gehölz es sich handelt: Um wieder eine schöne Form zu erhalten, müssen auch gesunde Triebe geschnitten werden. So lässt sich ein einseitiger Wuchs vermeiden. Den Pflanzen schadet ein solcher Rückschnitt nicht. Er ist von Zeit zu Zeit sogar wichtig, um gesunde, kräftige Pflanzen zu erhalten. Haben Sträuche oder Bäume einen Riss in der Rinde, lässt sich dieser mit schwarzer Folie umwickeln, damit er schneller zuwächst. Die Folie kann nach einer Vegetationsperiode wieder entfernt werden. Von Melissa Gögele Von Melissa Gögele Ähnliche Artikel finden Sie hier: Kategorie Gartentipp aus dem Wildegger Schlossgarten Kommentare

 
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Legendärer Aargauer Schlitten: Der Küttiger "Frosch"

Zurück zum Blog 09. Februar 2021 Kategorie Schätze aus der Sammlung Der Winterzauber verwandelte auch dieses Jahr das Flachland in eine weiss bedeckte Schneelandschaft. Ausgerüstet mit einem guten Schlitten verlockt da so mancher Hügel und Berg mit einer rasenden Abfahrt. Obwohl viele zum modernen Bob oder zum berühmten Davoser greifen werden: Einige dürften vielleicht doch den legendären Schlitten nutzen, den der Aargau hervorgebracht hat: den sogenannten "Küttiger Frosch". Der originale Frosch aus dem 19. Jahrhundert In der Sammlung des Museums Aargau ruht ein originaler "Frosch" aus dem 19. Jahrhundert, für dessen Herstellung die Gemeinde Küttigen bekannt war. Es handelt sich dabei um einen relativ einfach gestalteten Schlitten. Dieser wurde wohl vor allem von Kindern benutzt. Am unteren Rand der beiden nach vorne geschwungenen Holzstützen sind eiserne Kufen angebracht. Die Sitzfläche aus Holz weist derweil einen charakteristischen Schwung auf. Beim Material handelt es sich sehr wahrscheinlich um stabiles Buchenholz. Küttiger Frosch: Das Original Wieso dieser Schlitten den Namen Frosch bekam, ist nicht genau bekannt. Möglicherweise liegt dies daran: Aufgrund der Bauweise bei der Abfahrt mit solch einem Schlitten mussten die Beine ausgestreckt nach oben gehalten werden. Dadurch bekam die darauf sitzende Person quasi Froschbeine. Der Name des "Froschs" ist auf jeden Fall über Küttigen hinaus bekannt und ist spätestens seit der 1846 von Andreas Dietsch geschriebenen Mundart-Version der Bachfischet-Verse überliefert. Dabei handelte es sich in seiner ursprünglichen Form wohl um eine Art Spottvers der Aarauer Bevölkerung gegenüber den Nachbarn aus Küttigen. Doch, ob etwas abwertend gemeint oder nicht, durch die Verse wurde der Schlitten in der Feier des Bachfischet bis heute verewigt. Der neue "Frosch" von Christina Rüetschi Lange Zeit wurde der Schlitten dann nicht mehr hergestellt und konnte nur noch in Sammlungen und versteckt in Privatbesitzen überdauern. Doch in jüngster Zeit wurde dem "Frosch" auch ausserhalb der Versform zu einem zweiten Leben verholfen. Die studierte Produkte- und Industriedesignerin Christa Rüetschi, deren Urgrossvater einst die originalen Frösche herstelle, schuf nämlich im Jahr 2013 eine moderne Variante des Traditionsschlittens. Das Modell entstand im Verlaufe ihres Studiums und besteht wie das Original im Wesentlichen aus Holz mit Kufen aus Metall. Mit dem leichteren, aber trotzdem strapazierfähigen Eschenholz gelang es ihr, den Schlitten im Vergleich zum Original handlicher zu machen. Die Freiräume zwischen den Streben geben ihm zudem ein luftiges Aussehen. Die neuen "Frösche" wurden dann in einer kleinen Serie in einer Schreinerei in Schaffhausen sorgfältig von Hand hergestellt. Der Frosch des 21. Jahrhunderts. Aargauer Tradition und Innovation Solch ein bedeutendes Werk konnte sich natürlich die Sammlung von Museum Aargau nicht entgehen lassen. Deshalb erwarb das Museum Aargau ein Exemplar des modernen Schlittens, um dem altehrwürdigen Frosch Gesellschaft zu leisten. Denn als ein Zeugnis des aargauischen Traditionshandwerks und Designs stehen beide Schlitten für die überraschende Vielfalt des Kantons Aargau und dessen weitreichende Geschichte von Handwerk, Kreativität und Industrie. Um dies zu würdigen sind beide Schlitten 2021 in der Sonderausstellung "Von Menschen und Maschinen" in Windisch zu sehen. Zu sehen sind sie in der Spiegelhalle inmitten von über 150 anderen Aargauer Erzeugnissen aus der Industriegeschichte. Wie auch die Ausstellung selbst widerspiegeln die beiden "Frösche" das interessante Zusammenspiel zwischen Tradition und Innovation des zwar kleinen, doch dynamischen Kantons und Industriestandorts Aargau. Von Lukas Becker Von Lukas Becker Lukas Becker ist Historiker und Praktikant der Sammlung von Museum Aargau. Ähnliche Artikel finden Sie hier: Kategorie Schätze aus der Sammlung Kommentare

Gradian
Luftaufnahme Klosterhalbinsel Wettingen im Gegenlicht mit dramatischen Wolken über dem Kloster.

Klosterhalbinsel Wettingen

Glaube, Macht,
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Die Klosterhalbinsel Wettingen ist ein Kulturgut von internationalem Rang. Am Kraftort an der Limmat verschmelzen Kultur, Bildung, Geschichte und Gastfreundschaft zu einem Erlebnis!

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Blick in den Ausstellungsraum "Parlatorium" auf der Klosterhalbinsel Wettingen. Im Vordergrund ein Schild mit dem Text "Archiv der Fragen", im Hintergrund sitzen Schülerinnen und Schüler diskutierend beeinander.

Sechs
Highlights

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Eine Gästegruppe mit einer Museumsführerin steht vor der Kirche der Klosterhalbinsel Wettingen.

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Veranstaltungskalender Museum Aargau  

 
Ausstellung in der Mönchskirche Kloster Wettingen: Verschiedene Objekte in einer Vitrine, u.a. ein grosses Altarkreuz

Ausstellungen
und Rundgänge

Museum der Klosterhalbinsel  

 
Aussenaufnahme Gästezentrum Klosterhalbinsel Wettingen mit Informationsbildschrim links

Öffnungszeiten und
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Geöffnet von April bis Oktober  

 
Luftaufnahme Kloster Wettingen mit Klosterpark im Vordergrund

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Eine Schulklasse beim Schreiben mit Tinte und Federkiel.

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Zwei Mädchen und ein Bub stehen gemeinsam vor dem Kloster Wettingen und blicken direkt in die Kamera. Sie halten eine Landkarte, Broschüre sowie eine Pyramide in den Händen.

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Rätseltour durch die Klosterhalbinsel  

 
Eine Frau und ein Mann schreiten in Freizeitbekleidung durch den Garten der Klosterhalbinsel Wettingen (Foxtrail).

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Die Klosterhalbinsel in 54 Sekunden

DIE KLOSTERHALBINSEL WETTINGEN

 
Luftaufnahme Klosterhalbinsel Wettingen mit dramatischen Wolken über dem Kloster

Klosterhalbinsel
und Geschichte

800 Jahre Klostergeschichte  

 
Luftaufnahme Konventgarten und Abtgarten auf der Klosterhalbinsel Wettingen mit Limmat

Klosterpark
und Gärten

Entdecken Sie historische Gartenanlagen  

FEIERN UND GENIESSEN

 
Weiss gedeckte Stehtische mit Häppchen: Apéro auf der Klosterhalbinsel Wettingen

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Restaurants auf der Klosterhalbinsel  

 
Lindenterrasse Schloss Wildegg: Ein schön gedeckter Tisch mit Apéro

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Ein gelber Heizlüfter, Objekt im Sammlungszentrum Egliswil

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Schatzkammer der Aargauer Geschichte  

 
Grosses Handy in der Hand eines Benutzers, auf dem Bildschirm ist die "Sammlung online" von Museum Aargau dargestellt.

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