Schloss Lenzburg

Räume mieten: Grosser Rittersaal

Die Stiftung Schloss Lenzburg vermietet den grossen Rittersaal für Hochzeiten, Business-Events, kulturelle Veranstaltungen und weitere Anlässe mit maximal 500 Personen. Im grossen Rittersaal von Schloss Lenzburg sind verschiedene Bestuhlungsvarianten möglich. Für weitere Informationen und Buchungen kontaktieren Sie direkt die Stiftung Schloss Lenzburg: Stiftung Schloss Lenzburg Das Wichtigste in Kürze Standort Schloss Lenzburg Saisonalität Buchbar von April bis Oktober Kapazität Maximal 500 Personen Anzahl Räume 1 Raum (Total 270 m 2 ) Buchung Dieser Raum ist über die Stiftung Schloss Lenzburg buchbar Infos & Buchung

 
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Gartentipp: Hecken schneiden

Zurück zum Blog 05. August 2024 Kategorie Gartentipp aus dem Wildegger Schlossgarten Hecken sind ein guter Sicht- und Windschutz und haben zudem eine grosse ökologische Bedeutung. Sie bieten einen geschützten Unterschlupf für viele Tiere wie Igel, Siebenschläfer und am Boden brütende Vögel. Die Pflege von Hecken ist einfach: Eine Faustregel besagt, dass immergrüne Hecken in den Monaten ohne "R" – das heisst von Mai bis August – geschnitten werden. Dann ist die grösste Wachstumsphase abgeschlossen, die Hecken haben jedoch noch genügend Kraft, um sich vom Schnitt zu erholen. Wichtig: Schneiden Sie nicht in brütender Hitze. Zu viel Sonne und Wärme ist ein grosser Stress für die Pflanzen und die Schnittstelle könnte Verbrennungen davontragen. Besser ist ein bedeckter Himmel. Hecke (Pixabay/Kranich17) Das Schnittwerkzeug muss gut geschliffen sein, um einen sauberen Schnitt zu gewährleisten. In der Regel wird der Neuzuschnitt abgeschnitten. Ist die Hecke jedoch schon zu gross, kann zum Verkleinern auch ins alte Holz geschnitten werden. Dort befinden sich viele schlafende Augen, welche sich innerhalb von ein bis zwei Jahren gut entwickeln. Die gängigen Heckenpflanzen sind sehr gut schnittverträglich. Bei der Form ist darauf zu achten, dass die Pflanzen unten ein wenig breiter sind als oben, damit auch der untere Teil genügend Licht bekommt. Ansonsten können Sie Ihrer Kreativität freien Lauf lassen (wellenförmig, abgestuft, gerade, Kugel, etc.). Als Alternative zu formierten Hecken sind freiwachsende Blütenhecken auch sehr schön. Diese müssen nicht regelmässig geschnitten werden. Von Zeit zu Zeit reicht ein Auslichtungsschnitt, damit die Pflanzen nicht überaltern. Weitere Blogbeiträge 17. Juni 2024 Tomaten: die richtige Pflege So gelingen Tomaten perfekt: der Gartentipp aus dem Wildegger Schlossgarten. 15. Mai 2023 Gemüsegarten auf dem Balkon Wer gerne sein eigenes Gemüse zieht, braucht dafür nicht zwingend einen Garten. Dies funktioniert auch sehr gut auf dem Balkon oder der… 14. April 2022 Die Minze: Alleskönnerin im heimischen Garten Minzen faszinieren die Wildegger Schlossgärtnerinnen seit vielen Jahren. Egal, ob Zitronen-, Schokoladen-, Orangen- und Pfefferminze: Für… Von Melissa Gögele Von Melissa Gögele Ähnliche Artikel finden Sie hier: Kategorie Gartentipp aus dem Wildegger Schlossgarten Kommentare

 
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Erinnerungen an früher: Die Velonummer

Zurück zum Blog 05. April 2020 Kategorien 20./21. Jh. Schätze aus der Sammlung Vielleicht kennen Sie diese Momente? Zu den klassischen Kult-Objekten mit "Flashback-Effekt" gehören beispielsweise Musik-Kassetten oder das "antike" Telefon mit Wählscheibe, dessen Bedienung inzwischen wohl auch älteren Semestern fremd vorkommen mag. Auch die legendäre "Velonummer" darf sich zu dieser Objekt-Gruppe zählen: Ab 1890 gaben die ersten Kantone Veloschilder aus. Als Material wurde zunächst vorwiegend Eisenblech, ab etwa 1920 Aluminium verwendet. Aluminium geht auf den Erfindergeist eines Aargauers zurück: Am 15. April 1905 liess sich der aus Menziken stammende Heinrich Alfred Gautschi seine Errungenschaft patentieren, nachdem er in seiner Aluminiumgiesserei in Gontenschwil erfolgreich die weltweit erste Aluminiumfolie herstellte. © Museum Aargau Jede Velonummer ist ein Original und trägt drei Informationen: Jahrgang (einige Ausnahmen vor 1935), Kanton (in der Regel als Initialen) und Seriennummer (macht jede Velonummer zum Unikat). Aus Kostengründen wurden 1987 die letzten Veloschilder ausgestanzt und die Velovignetten ab 1988 als Selbstklebe-Etiketten verkauft. Diesem System setzten die Eidgenössischen Räte trotz Protest von Pro Velo 2010 ein Ende. Von Rudolf Velhagen Von Rudolf Velhagen Rudolf Velhagen stellt hier regelmässig Trouvaillen, Raritäten und überraschende Schätze aus der Sammlung von Museum Aargau vor. Diese umfasst rund 50'000 Objekte. Ein grosser Teil davon lagert im Sammlungszentrum Egliswil. Ähnliche Artikel finden Sie hier: Kategorien 20./21. Jh. Schätze aus der Sammlung Kommentare

 
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Quiz: Wie gut kennen Sie die römischen Handwerke?

Zurück zum Blog 17. Juli 2024 Kategorien Römerzeit Quiz & Spiele Römische Geschichten aus Vindonissa Testen Sie Ihr Wissen über die römischen Handwerke! Die römischen Schmiede (ferrarii) waren talentierte Handwerker, die viele unterschiedliche Objekte herstellten. In die folgende Auswahl hat sich jedoch ein neuzeitliches Objekt eingeschlichen. Welches? Messer Gabeln Schwerter Skalpelle Die römische Bildhauer (sculptores) verzierten die Steine mit Reliefs. Dabei standen verschiedene Gesteine zur Verfügung. Welche Art war in Vindonissa wohl die teuerste? Marmor Sandstein Kalkstein In Vindonissa haben sich einige Malereien aus der Antike erhalten, die man heute noch bestaunen kann. Wissen Sie, wo? Im römischen Bad (balneum) In der Offiziersküche (cucina) In den Legionärsunterkünften (contubernia) Das Tongeschirr wurde in der Römerzeit massenhaft produziert. Wissen Sie, wie man die grossen Lagergefässe für Olivenöl, Wein oder Fischsauce nennt? Terra Sigillata Balsamarien Amphoren Die Römer verwenden verschiedene Schreibunterlagen. Was ist das Pergament? Das Papier, welches mit der Faser der Papyrus-Pflanze hergestellt wurde Das Fremdwort für eine Schriftrolle Die bearbeitete Haut von Nutztieren Letzte Frage: Raten Sie mal, worauf ein Legionär von Vindonissa diese Botschaft schrieb: <p><span style="font-size: 16px">"Denke an deine Wirtin in Hausnummer 12! So sollst du erfahren, wo ich das Gastmahl bereite sowie verschiedene Spiele und ein prächtiges Trinkgelage. Morgen, bei den mächtigen Schutzgeistern des Spiels, werde ich den Würfelbecher wie ein Schwert schwingen. Lebe wohl, teurer Bruder."</p> Auf einem Fluchtäfelchen Einem Wachstäfelchen Einer Hauswand Weitere Quiz 20. Februar 2024 Quiz zur römischen Mythologie Testen Sie Ihr Mythologie-Wissen in diesem Quiz! 04. Oktober 2022 Quiz: Was wissen Sie über den Alltag der Legionäre? Waren Sie vielleicht im früheren Leben Legionär? Testen Sie in diesem Quiz Ihr Wissen über den Alltag der Legionäre im alten Rom. 19. April 2024 Quiz: Welche Epoche passt zu Ihnen? Lösen Sie das Quiz und finden Sie heraus, welche Epoche am besten zu Ihnen passt! Von Luca Grünig Von Luca Grünig Luca Grünig ist Praktikant in Vindonissa. Ähnliche Artikel finden Sie hier: Kategorien Römerzeit Quiz & Spiele Römische Geschichten aus Vindonissa Kommentare

 
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Tulpenfieber! Wie die Tulpe nach Europa kam

Zurück zum Blog 03. September 2024 Kategorie Gartentipp aus dem Wildegger Schlossgarten Am 21./22. September 2024 sind wir auf Schloss Wildegg wieder im Tulpenfieber. Gegen 20'000 Tulpenzwiebeln können Sie am Tulpenzwiebel- und Genussmarkt kaufen. Doch was war die Herkunft der Tulpe, bevor sie in Europa derart verbreitet war? Am Anfang des Tulpenfiebers soll unter anderem ein Tuchhändler aus Antwerpen stehen. Dieser entdeckte 1562 in einer Stofflieferung aus Istanbul ein rätselhaftes Päckchen mit Tulpenzwiebeln; vielleicht die ersten Exemplare, die in diesem Teil Nordeuropas gesehen wurden. Tulpenzwiebeln auf dem Tulpenzwiebel- und Genussmarkt auf Schloss Wildegg (Museum Aargau) Der flämische Händler verputzte die Zwiebeln sogleich zum Znacht, gewürzt mit Essig und Öl – in der Meinung, eine seltene türkische Sorte auf dem Teller zu haben. Den Rest pflanzte er im Garten. Im kommenden Frühling dann die Überraschung: Bunte Tulpen streckten ihre Köpfe aus dem Küchengarten. Diese Tulpen könnten zu den ersten Exemplaren gehören, die in den Niederlanden blühten. Auch im eigenen Garten sind Tulpen eine Augenweide. Setzen Sie die Zwiebeln noch vor dem ersten Frost, dies doppelt so tief wie sie dick sind. Weitere Tipps und Geschichten finden Sie entlang des "Tulpenwegs" am Tulpenzwiebel- und Genussmarkt auf Schloss Wildegg. Weitere Blogbeiträge 18. September 2021 Herbst-Vorbereitungen für die Tulpenpracht im Frühling Die Tage werden kürzer und der Morgen riecht nach Herbst? Zeit, sich Gedanken über die Tulpenplanung zu machen. Der Gartentipp aus Schloss… 01. November 2022 Im Herbst pflanzen, was im Frühling farbenfroh blüht Sobald die Bäume im goldenen Herbst ihr Blätterkleid verlieren, ist Gartenputz angesagt: Rasen, Hecken und Bodendeckerbeete müssen vom Laub… 01. Juni 2021 So pflanzen Sie Tulpen im Frühling um Kennen Sie das? Sie haben einen Garten voll schön blühender Tulpen. Doch diese passen farblich nicht so recht zueinander. Dafür gibt es eine… Von Melissa Gögele & Tanya van der Laan Von Melissa Gögele & Tanya van der Laan Ähnliche Artikel finden Sie hier: Kategorie Gartentipp aus dem Wildegger Schlossgarten Kommentare

 
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Die vielseitige Geschichte der Geldkatzen

Zurück zum Blog 08. Oktober 2024 Kategorie Schätze aus der Sammlung Schlagwort Sammlung Was sind Geldkatzen und wie hängen diese mit der Redewendung "Rubbel die Katz" zusammen? Die Antworten dazu im Blog von Museum Aargau. Das heute noch geläufige Sprichwort "rubbel die Katz" stammt aus dem Mittelalter und hatte damals eine praktische Bedeutung. Eine Geldkatze war ein kleiner Beutel, den man benutzte, um Münzen oder kleine Wertsachen wie Edelsteine sicher zu verstauen. Eine Manuskript-Illustration aus dem 15. Jahrhundert. Sie zeigt eine mittelalterliche Marktszene und eine Person mit einer Geldkatze. Unbekannter Künstler, Quelle: World History Encyclopedia. Die Redeweise wurde oft verwendet, wenn auf dem Markt verhandelt wurde. War sich der Käufer unsicher, ob seine Goldmünzen für den Kauf ausreichen, ertastete er die restlichen Münzen in der Geldkatze. Der Käufer konnte dabei mit «Rubbel die Katz» aufgefordert werden, schnell eine Kaufentscheidung zu treffen. Wenn andererseits die Geschäfte gut liefen, rubbelte der Verkäufer die Katz. Heute hat das Sprichwort eine ähnliche Bedeutung, auch wenn der Bezug zur Geldkatze nicht mehr offensichtlich ist – es wird nun als Aufforderung verwendet, dass sich jemand beeilen soll. Geldkatzen im Mittelalter Der Name “Geldkatze” leitet sich davon ab, dass die Beutel in früher auch aus Katzenfell angefertigt wurden. Die am Gürtel oder am Schürzenband befestigten Geldkatzen waren ab dem Mittelalter ein beliebtes Accessoire, um Münzen und Wertsachen aufzubewahren und zu transportieren. Besonders Händler und Reisende nutzten sie häufig. Die Geldkatzen des Mittelalters bestanden meist aus Leder und waren in der Regel schlicht und funktional gehalten. Sie wurden eng am Körper getragen, um Diebstahl vorzubeugen. Moderne Repliken spätmittelalterlicher Geldkatzen in unterschiedlichen Farben © Tempora Historica Eine Geldkatze zu tragen war aber nicht nur praktisch, sondern erfüllte auch eine soziale Rolle: Sie galt als Symbol für Wohlstand und den gesellschaftlichen Status des Trägers. Besonders wohlhabende Personen trugen kunstvoll verzierte Geldkatzen, die mit feinen Mustern oder Perlen bestickt waren. Solche dekorativen Elemente machten die Geldkatze bereits zu dieser Zeit auch zu einem modischen Accessoire. Das Fehlen einer Geldkatze hingegen konnte auf Armut hinweisen. Geldkatzen in der Moderne: Herstellung, Materialität und Modevorstellungen Auch im 16. bis zum frühen 19. Jahrhundert waren Geldkatzen in Mitteleuropa rege in Gebrauch. Im 19. Jahrhundert waren Geldkatzen schlauchartige Beutel, die oft mit Stickereien und Perlen verziert wurden. Diese aufwendig gefertigten Accessoires wurden vor allem während der Biedermeierzeit von bürgerlichen Frauen durch Handarbeit (Stricken oder Häkeln) hergestellt. Die Geldkatzen wurden sowohl für den Eigenbedarf wie auch als Geschenk angefertigt. Detail aus drei verschiedenen Geldkatzen aus der Sammlung Museum Aargau. © Museum Aargau Geldkatzen sind als Quelle auch spannend, weil sie einen Einblick in die Mode und Konsumgewohnheiten des 19. Jahrhunderts geben. Die Art und Weise, wie eine Geldkatze angefertigt ist, erlaubt oft Rückschlüsse zur Mode des Trägers oder der Trägerin, da Geldkatzen im 19. Jahrhundert der Kleidung angepasst oder als dekoratives Accessoire getragen wurden. Die Geldkatzen des 19. Jahrhunderts sind stets nach einem einheitlichen Prinzip mit einer typischen Grundform gefertigt. Ein längliches Stück Stoff (Gewebe, Maschenware oder Vliesstoff) wird entweder längs zusammengenäht oder als Schlauch rundgehäkelt respektive -gestrickt. In der Mitte der Längsseite bleibt ein Teil der Naht offen oder der gehäkelte/gestrickte Schlauch wird an dieser Stelle nicht komplett geschlossen. Dieser offene Bereich ermöglichte es, einen Schlitz zu integrieren, durch den Münzen und andere wertvolle Gegenstände entnommen oder gezählt werden konnten. Trug man die Geldkatze am Gürtel, bildeten sich zwei Säckchen, in denen man Geld und Wertvolles sicher verstauen konnte. Zum Öffnen und Schliessen dienten meist zwei Metallringe, die für zusätzliche Sicherheit sorgten. Detail: Schlitz Geldkatze, 19. Jahrhundert, Länge 60 cm, Baumwolle, Metall. Sammlung Museum Aargau, Inv.Nr- K-3190. © Museum Aargau Geldkatzen aus der Sammlung Auch die Sammlung Museum Aargau beherbergt einige bemerkenswerte Exemplare von Geldkatzen, die aus dem 19. Jahrhundert stammen. Diese waren nicht nur praktische Behältnisse für Münzen, sondern auch dekorative Accessoires, welche die Handwerkskunst ihrer Zeit widerspiegeln. Die Beispiele aus dem Sammlungszentrum beeindrucken vor allem durch ihre Materialwahl und die dekorative Gestaltung. Geldkatze, 19. Jahrhundert, Länge 60 cm, Baumwolle, Metall. Sammlung Museum Aargau, Inv.Nr- K-3190. © Museum Aargau Diese Geldkatze ist aus grünem und rotem Baumwollgarn gefertigt. Sie besitzt eine grüne und eine rote Seite und weist ein detailliertes Muster auf. Das eine Ende der Geldkatze ist mit Zotteln verziert, welche einen dekorativen Abschluss bilden. Zwei Ringe sind an den Verbindungsstellen zu sehen, die mit Garn umwickelt wurden und die beiden Enden zusammenhalten. Geldkatze, 19. Jh., Länge 30 cm, Baumwolle, Metall, Horn, Sammlung Museum Aargau, Inv.Nr- K-3192. © Museum Aargau Diese gehäkelte Geldkatze besteht aus beigem und schwarzem Garn. Zwei Ringe aus Horn dienen als Verschluss und verbinden die beiden Enden des Beutels. Die Geldkatze ist mit kleinen Metallperlen bestickt, die ein dekoratives Muster längsseits der Tasche bilden. Die Enden der Tasche sind mit Metallketten und Perlen verziert, welche zusätzliche Eleganz verleihen. Geldkatze, 19. Jh., Länge 32 cm, Seide, Glas, Sammlung Museum Aargau, Inv.Nr- K-3194. © Museum Aargau Diese Geldkatze besticht durch die aufwendige Handarbeit, die dahintersteckt. Das Objekt ist in ein handgefertigtes Netz aus braunem Garn gehüllt, das mit eingearbeiteten Glasperlen verziert ist. Das Netz umschliesst ein Futter aus rosafarbener Seide, welches von Hand genäht wurde und einen eleganten Kontrast zum äusseren Netz bildet. Zwei Ringe aus Holz, die mit Perlenschnüren umwickelt sind, dienen als funktionale und dekorative Elemente, welche beide Enden des Beutels zusammenhalten. Dieses filigrane Accessoire wurde nicht nur zur Aufbewahrung von Münzen verwendet, sondern diente auch als modisches Element, welches zu festlichen Anlässen getragen wurde. Geldkatze, 19. Jh., Länge 34 cm, Material: Baumwolle, Metall, Sammlung Museum Aargau, Inv.Nr- K-3195. © Museum Aargau Diese Geldkatze besteht aus grünem Baumwollgarn und ist mit eingearbeiteten Metallperlen verziert. Entlang des gehäkelten Musters bilden die Perlen dekorative Streifen, die das Gesamtbild des Objekts prägen. Am Ende der Tasche sind zusätzliche Perlen und Metallverzierungen angebracht, die in kleinen Ketten münden und der Geldkatze ein elegantes Aussehen verleihen. Zwei Metallringe in der Mitte des Objekts wiederum dienen dazu, die beiden Enden zusammenzuhalten und die Beutelhälften zu verschliessen. Detail: Geldkatze, Sammlung Museum Aargau, Inv.Nr- K-3190. © Museum Aargau Geldkatze, 19.. Jh., Länge 40 cm Material: Kalbsleder, Messing, Metall Sammlung Museum Aargau, Inv.Nr- K-3185. © Museum Aargau Diese Geldkatze aus braunem Kalbsleder besticht durch ihre schlichte Gestaltung. Die Enden sind mit dekorativen Messing-Eicheln versehen. Zwei Metallringe sorgen für einen festen Verschluss und ermöglichen das sichere Zusammenziehen der Tasche. Schlusswort Die Geldkatze war bis ins 19. Jahrhundert hinein ein unverzichtbares Accessoire der Mittel- und Oberschicht. Sie bot nicht nur eine sichere Möglichkeit, Münzen aufzubewahren, sondern diente auch als Statussymbol. Mit dem Aufkommen des Papiergeldes, das sich in Europa ab dem 17. Jahrhundert verbreitete und im 19. Jahrhundert den Alltag eroberte, verlor die Geldkatze jedoch nach und nach ihren Gebrauchswert. An ihre Stelle traten die heute vertrauten Portemonnaies, die sich als geeignete Behältnisse für das neue Zahlungsmittel durchsetzten. Doch wer weiss, vielleicht gehören sogar Geldscheine und Portemonnaies bald der Vergangenheit an? In einer Zukunft, in der digitale Zahlungsmethoden dominieren, kann man möglicherweise nur noch mit dem Handy oder anderen digitalen Geräten bezahlen. Doch ganz verschwunden ist die Geldkatze noch nicht. Besonders in traditionellen Trachten wie dem Dirndl ist die gehäkelte Geldkatze noch heute ein beliebtes Accessoire, welches oft an der Schürze befestigt wird. Sie bleibt ein liebevoll gepflegtes Erbe, welches auf historischen Traditionen beruht. Weitere Blogbeiträge 11. Juli 2023 Sommer-Accessoires im 19. Jahrhundert Museum Aargau präsentiert eine Auswahl von Accessoires, welche die Damen und Herren des 19. Jahrhunderts im Sommer trugen. Diese Objekte… 17. Dezember 2020 Schnürleib, Strümpfe, Strohhut – die Damenmode um 1780 Margaretha Mutach weilte um 1780 als Frau des Landvogts auf Schloss Lenzburg. Was trugen die Damen zu jener Zeit? Eine Reise in die… 07. November 2022 Bluffen für Vornehme – Ein Poch-Spielbrett von 1760 Spielen ist eine der universalen menschlichen Aktivitäten. Schon vor einem Vierteljahrtausend waren die Menschen für Spiele zu begeistern.… Von Patricia Striebel Von Patricia Striebel Patricia Striebel ist Praktikantin der Sammlung von Museum Aargau. 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Welche Rolle spielt die Liebe? Antworten von der Klosterhalbinsel Wettingen

Zurück zum Blog 30. September 2024 Kategorie Klosterleben Im Museum der Klosterhalbinsel Wettingen befindet sich ein Archiv der Fragen, von denen viele sich um das Thema Liebe drehen. Doch welche Antworten geben Museumsbesuchende auf diese und was kann uns die Geschichte zu ihnen berichten? Verortet ist das Archiv der Fragen im Parlatorium , welches in Co-Autorschaft mit Schülerinnen und Schülern der Kantonsschule Wettingen konzipiert wurde. Neben Themen wie der Suche nach Glück oder der Bedeutung des Todes, scheinen die Schülerinnen und Schüler vor allem Fragen zur Liebe zu beschäftigen. Damit sind sie nicht die einzigen. Fragearchiv im Parlatorium auf der Klosterhalbinsel Wettingen. © Museum Aargau, Foto: Pascal Meier. Kommentarstation im Parlatorium auf der Klosterhalbinsel Wettingen. "Was ist gesünder: durchgehende Zweisamkeit oder durchgehende Einsamkeit?" An der Station "Kommentare" können Museumsbesuchende im Parlatorium ihren persönlichen Eindruck zu ausgewählten Fragen hinterlassen. Auf die oben gestellte Frage hatte eine Person eine deutliche Antwort: "Zweisamkeit! Jeder braucht jemanden, der einem Liebe gibt". Auch heute gehört es für die meisten Menschen zur persönlichen Glückserfüllung, eine romantische Beziehung mit einer Person zu führen. Doch woher kommt dieser tief verwurzelte Wunsch nach Zweisamkeit? Ein Blick in die antike griechische Philosophie gibt dazu eine mögliche Antwort. Der Philosoph Platon hat sich in seinen Werken viele Gedanken zur Anziehungskraft zwischen den Menschen gemacht. In einem seiner Werke beschreibt er das tragische Schicksal der Kugelmenschen. Diese seien eine Vorstufe der heutigen Menschen mit einem kugelförmigen Rumpf mit vier Beinen, vier Armen, zwei Geschlechtsteilen sowie einem Kopf. Mit diesem Körperbau waren sie äusserst stark und schnell und bedrohten sogar den göttlichen Olymp. Künstlerische Interpretation des Kugelmenschen von Peter Römpert. Holzschnitt, 1986. © Wikimedia Commons (CC BY 3.0). Zeus beschloss deshalb, die Kugelmenschen zu schwächen. Er trennte sie in zwei Hälften mit jeweils zwei Beinen, zwei Armen, einem Kopf und einem Geschlechtsteil. Die Schnittwunde verlief auf der vorderen Seite des Körpers. Der Kopf wurde ebenfalls auf die vordere Seite gedreht. Dadurch sollten die Menschen, wenn sie sich anschauten, immer an ihre schmerzhafte Trennung erinnert werden. Die Menschheit trug das tiefsitzende Gefühl davon, eine Hälfte verloren zu haben. Deshalb verlangte es sie auf der Suche nach Vollkommenheit immer wieder nach der Umarmung anderer Menschen. Dieser Mythos mag eine etwas kuriose, aber dennoch eingängige Erklärung für unseren Wunsch nach Zweisamkeit sein. Dazu passt auch eine andere Frage aus dem Parlatorium: "Kann man an zu wenig Liebe verdursten?". Eine Antwort darauf zeigt, wie sehr das Thema beschäftigt: "Kann man. Manchmal fühlt man sich schon einsam. Ich weiss nicht, wann meine letzte Umarmung war". Frage: "Was würde Gott uns nicht verzeihen?" – Antwort: "Ihn nicht zu lieben" Auch die Mönche des Zisterzienserordens im Mittelalter machten sich Gedanken zum Thema Liebe. Einer war Abt Bernhard von Clairvaux (1090-1153). Mit seinen Schriften prägte er die Ordensideale der Zisterzienser und war mitverantwortlich für die erfolgreiche Ausbreitung des Ordens in Europa. Entsprechend finden sich auch viele Abbildungen von ihm auf der Klosterhalbinsel Wettingen. Bernhard von Clairvaux mit Marterwerkezeugen, Hochaltar im Mönchschor der Klosterkirche. Eine seiner bedeutendsten Schriften beinhaltet seine Predigten über das Hohelied in der Bibel. Das Hohelied handelt davon, wie Braut und Bräutigam nach der Hochzeit zueinander finden. Bernhard von Clairvaux nutzt diese Liebesdarstellungen als Metapher für die Liebe zwischen den Menschen und Gott. So interpretiert er den Kuss zwischen Braut und Bräutigam um in die heilige Begegnung mit Gott im Gebet: "Oft treten wir mit lauem und trockenem Herzen an den Altar und bemühen uns zu beten. Wenn wir aber darin verharren, ergiesst sich plötzlich Gnade über uns, das Herz schwillt, und ein Strom der Liebe füllt die Brust, […]". Die Liebe, welche zwischen dem Abt und seinen Mitbrüdern herrschen sollte, vergleicht Bernhard mit der Liebe zwischen Mutter und Kind. Wie die Mutter, soll auch der Abt seine Mitbrüder mit der Milch seiner Brust lieben und erziehen. Bernhard von Clairvaux bei der Lactatio, abgebildet auf einer Glasscheibe aus dem Wettinger Kreuzgang. Er empfängt die nährende Milch aus der Brust Marias. Glasscheibe Kreuzgang Kloster Wettingen (Nord X IIb nach Hoegger 2002), gestiftet von Äbtissin Anna von Wellenberg in Tännikon. Die Kreuzgangscheiben sind wegen Bauarbeiten bis 2026/27 nicht einsehbar. "Wie sollen wir lieben?" Diese Frage stellt sich die Menschheit bereits seit Jahrhunderten. Eine abschliessende Antwort ist nicht möglich. Wichtig ist, dass wir darüber diskutieren und den vielfältigen Vorstellungen über Liebe Raum geben. Einen solchen Raum bietet das Parlatorium auf der Klosterhalbinsel Wettingen, in dem sich das Fragearchiv befindet. In der schönen Atmosphäre des Klosters können nicht nur die grossen Fragen des Lebens, sondern auch (vermeintlich) alltägliche Fragen diskutiert werden. Kommen Sie vorbei und hinterlassen auch Sie einen Beitrag zu dieser vielseitigen Diskussion! Museumsbesuchende im Forum des Parlatoriums. © Museum Aargau, Foto: Pascal Meier. JETZT ENTDECKEN Ausstellung: Parlatorium Im Gespräch über Wissen und Glaube Weitere Beiträge 05. Juli 2023 Glaubensfragen und Machtkämpfe: So entstand das Kloster Wettingen Das Kloster Wettingen wurde 1227 von Heinrich II. von Rapperswil gestiftet. Eine Legende will, dass er in Seenot Maria, die Mutter Gottes,… 14. August 2023 Wie kommt die Meerjungfrau ins Kloster Wettingen? Auf der Klosterhalbinsel Wettingen findet sich an Gebäuden, in Gemälden und im Wappen des Klosters selbst eine Meerjungfrau mit zwei… 06. Mai 2022 Quiz: Wie gut kennt ihr die Zeichensprache der Mönche? Wie gut könnt ihr die Zeichensprache der Mönche verstehen? Testet euch in diesem Quiz! Von Salome Bender Von Salome Bender Salome Bender ist Praktikantin Geschichtsvermittlung auf der Klosterhalbinsel Wettingen. Ähnliche Artikel finden Sie hier: Kategorie Klosterleben Kommentare

 
Schloss Habsburg

Räume mieten: Weinkeller

Das Schlossrestaurant Habsburg vermietet den Weinkeller für Anlässe mit maximal 80 Personen. Der historische Weinkeller eignet sich für Apéros in besonderer Atmosphäre. Für weitere Informationen und Buchungen kontaktieren Sie direkt das Schlossrestaurant Habsburg: Schlossrestaurant Habsburg Das Wichtigste in Kürze Standort Schloss Habsburg Saisonalität Ganzjährig buchbar Kapazität Maximal 80 Personen Anzahl Räume 1 Raum (Total 86 m 2 ) Buchung Dieser Raum ist über das Schlossrestaurant Habsburg buchbar Infos & Buchung

 
Schloss Habsburg

Räume mieten: Schlossterrasse

Das Schlossrestaurant Habsburg vermietet die Schlossterrasse für Apéros mit maximal 300 Personen. Geniessen Sie auf der Schlossterrasse die atemberaubende Aussicht über den Kanton Aargau. Die Terrasse wird vom Schlossrestaurant Habsburg vermietet: Schlossrestaurant Habsburg Virtueller Rundgang Das Wichtigste in Kürze Standort Schloss Habsburg Saisonalität Ganzjährig buchbar Kapazität Maximal 300 Personen Anzahl Räume 1 Aussenbereich (Total 375 m 2 ) Buchung Dieser Raum ist über das Schlossrestaurant Habsburg buchbar Infos & Buchung

 
Museum Aargau

So raffiniert war die Mode im Spätmittelalter

Zurück zum Blog 02. Oktober 2020 Kategorien Schlossgeschichten Historische Kleidung Welche Kleidung trugen die Leute im späten Mittelalter? Etwas Sackartiges und Einfaches in Braun? Weit gefehlt! Gerade im ausgehenden Mittelalter wurden die Schnitte immer körperbetonter und raffinierter. Und eine ganze Reihe leuchtender Farben konnte auch mit einigermassen erschwinglichen Naturfärbemitteln wie Krapp oder Färberwaid hergestellt werden. Die Frau des Landvogts macht sich morgens zurecht Um die Vielfalt des ausgehenden 15. Jahrhunderts in der Schweiz und im süddeutschen Raum darzustellen, reicht ein einzelner Blogbeitrag natürlich nicht aus. Aber wir werfen einen kleinen Blick darauf, was die fiktive Frau von Landvogt Jörg Freiburger bei Antritt seiner zweiten Amtszeit als Landvogt auf der Lenzburg um 1485 getragen haben könnte. Haartracht und Unterwäsche Als respektable und verheiratete Frau trägt Frau Freiburger ihre Haare nicht offen, sondern geflochten und unter einer Haube. Ein wenig vom Haar lässt sie aber mit den Haarschnecken hervorblitzen. Als unterste Schicht, quasi als Unterwäsche direkt am Körper, wird ein weisses Leinenhemd getragen. Das Hemd kann einfach oder gefältelt sein und reicht ungefähr bis zum Knöchel. Darunter trägt Frau Freiburger Strümpfe aus Wollstoff. Um diese vom Rutschen abzuhalten, konnten Lederriemen oder Bänder zum Fixieren getragen werden. Dies war meist schon die gesamte Unterwäsche der Frau. Es gibt zwar Funde und Quellenhinweise auf "tuttenseck" – was so viel heisst wie "Brustsäcke" – also eine Art BH aus Leinen, aber solche sind vermutlich nicht in jedem Fall getragen worden. Dame im Unterkleid, Ausschnitt aus "Le livre appellé Decameron […]", 15. Jh., Digitalisat der Bibliothèque Nationale de France, 387r. Schuhe: Material und Fertigung Die Schuhe waren aus Leder gefertigt und nicht etwa wie heute rahmengenäht, sondern wendegenäht. Das bedeutet, dass die Schuhe mit der Innenseite nach aussen zusammengenäht und danach umgestülpt, also gewendet wurden. Bei schlechter Witterung oder morastiger Strasse konnte Frau Freiburger zusätzlich Trippen tragen. Trippen sind Unterschuhe aus Holz oder Leder, welche die Schuhe vor Nässe und Dreck schützen. Kleid mit angesetztem Rockteil und Nestelschnur Als nächste Schicht kommt das Kleid. Das Kleid von Frau Freiburger ist aus zweifach krappgefärbtem rotem Wollstoff gefertigt und hat einen angesetzten Rockteil. Die Variante mit angesetztem Rockteil anstelle von durchgehenden Bahnen mit eingesetzten Geren kam ab dem 15. Jahrhundert auf. Geschlossen wird das Kleid vorne mit einer Nestelschnur, die durch eine Reihe von angenähten Messingringen gezogen wird. Es gab aber auch andere Verschlussmöglichkeiten, beispielsweise Haken und Ösen oder Nestellöcher. Ausschnitt aus der "Kreuzabnahme" von Rogier van der Weyden, 1430-1435. Deutlich zu sehen ist die Naht in der Taille, wo der Rockteil angesetzt ist. Die hinten geschlitzten und durch Nestelschnüre zusammengehaltenen Ärmel waren in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts in der Schweiz und auch im süddeutschen Raum sehr modisch. Über dem Kleid wurde oft ein Gürtel getragen. Daran konnte der Almosenbeutel befestigt werden. Barbara von Erlach, Amtliche Berner Chronik von Diebold Schilling, 1484-1485, Digitalisat E-Codices. Haube: Vielerlei Varianten Als nächstes folgt die Haube. Diese kann gerade im 15. Jahrhundert in vielen Formen und Variationen daherkommen. Wichtig ist hierbei, dass jede respektable Frau ab einem gewissen Alter – nicht nur die verheirateten! – ihre Haare mindestens teilweise bedeckte. Die manchmal voluminösen Haubengebilde konnten in verschiedenen Varianten gewickelt, gelegt und konstruiert werden. Vielfach verwendete man ein langes, rechteckiges Tuck, ein so genanntes "Steuchlein". Dieses war meist aus gebleichtem Leinen, konnte bei wohlhabenderen Trägerinnen aber auch aus feinem Wollstoff oder sogar Seide gefertigt sein. Festgesteckt wurden die Stoffschichten mit Nadeln. Ob die Hauben jeweils neu gewickelt oder einmal gewickelt mit Nähten fixiert und wieder so aufgesetzt wurden, lässt sich nur vermuten. Anonym, Portrait einer jungen Frau, um 1480. Portrait einer jungen Frau, Martin Schongauer, um 1480 Überkleid und Umhänge Über dem Kleid wurde, bei kälteren Temperaturen oder allgemein beim Ausgehen ausser Haus, ein Überkleid getragen. Frau Freiburgers Überkleid ist aus waidgefärbter Wolle mit gelbem Leinenfutter. Im 15. Jahrhundert kam auch die so genannte Schaube auf, eine Art Mantel mit Ärmeln. Diese wurde von Männern und Frauen getragen. Frau in einem roten Überkleid, Ausschnitt aus Albrecht Dürers "Wunderbare Errettung eines ertrunkenen Knaben aus Bregenz", 1490-1493. Sitzende Frau von hinten gesehen, sie trägt eine Schaube. Zeichnung von Hans Holbeim dem Älteren, Studie um 1500. Umhänge wurden im 15. Jahrhundert von Frauen offenbar seltener getragen, jedoch gibt es in der Chronik des Diebold Schilling eine Darstellung von "pfaffendirnen", welche eben solche kurzen Umhänge tragen. Pfaffendirnen, die festgenommen werden. Zwei von ihnen tragen kurze Mäntel. Amtliche Berner Chronik von Diebold Schilling, 1484-1485, Digitalisat E-Codices. Um das Überkleid zusammenzuhalten trägt Frau Freiburg einen bestickten Gürtel – es könnte aber auch ein Ledergürtel sein. Die Stickerei hier ist einem Original aus dem Victoria and Albert Museum in London nachempfunden, die aus Deutschland stammt und auf das 14. oder 15. Jahrhundert datiert ist. So gekleidet ist Frau Landvogt nun bereit für einen Gang auf den Markt! Und wie gehen sie an einem kühleren Tag aus dem Haus? Verwendete und weiterführende Literatur (z.T aus anderen geographischen Räumen): Cowfoot, E.; Pritchard, F.; Staniland, K.: Textiles and Clothing 1150 – 1450 , London, 2001. Geppert, Silke: Mode unter dem Kreuz. Kleiderkommunikation im christlichen Kult , Salzburg, 2013. Harlaut, Mathieu: Company of Saynt George – Clothing Guide Men , Bern, 2o10. Holenstein et al.: Zweite Haut. Zur Kulturgeschichte der Kleidung , Bern, Stuttgart, Wien, 2010 IG Gewand: Um 1504 – Die Grundausstattung , Karlsruhe, Bretten, 2017. Kania, Katrin: Kleidung im Mittelalter. Materialein – Konstruktion – Nähtechnik. Ein Handbuch , Köln, Weimar, Wien, 2010. Nutz, Beatrix; Stadler, Harald: How to pleat a shirt in the 15th century, Eastop, 2007. Ostergaard, Else: Woven into the Earth: Textile Finds from North Greenland, Aarhus, 2004. Thursfield, Sarah: The Medieval Tailor's Assistant, Ramsbury, 2018. Zander-Seidel, Jutta: "Haubendämmerung: Frauenkopfbedeckungen zwischen Spätmittelalter und Früher Neuzeit" , in : Schwinges, Rainer C.; Schorta, Regula (Hrsg.): Fashion and clothing in late Medieval Europe, Basel, 2010, S. 37-43. Weitere Blogbeiträge 17. Dezember 2020 Schnürleib, Strümpfe, Strohhut – die Damenmode um 1780 Margaretha Mutach weilte um 1780 als Frau des Landvogts auf Schloss Lenzburg. Was trugen die Damen zu jener Zeit? Eine Reise in die… 11. Juli 2023 Sommer-Accessoires im 19. Jahrhundert Museum Aargau präsentiert eine Auswahl von Accessoires, welche die Damen und Herren des 19. Jahrhunderts im Sommer trugen. Diese Objekte… 05. Mai 2023 Römische Kleidung – Kleidervorschriften und gesellschaftlicher Status Kleidung war auch im Römischen Reich ein wichtiges Mittel der Selbstdarstellung und Inszenierung. Doch was genau trugen die Bewohnerinnen… Von Gabriela Gehrig Von Gabriela Gehrig Gabriela Gehrig leitet das Freiwilligenprogramm von Museum Aargau und ist als Geschichtsvermittlerin tätig. Als Historikerin interessiert sie sich besonders für Sozial- und Kostümgeschichte und schneidert wann immer möglich auch selber. Ähnliche Artikel finden Sie hier: Kategorien Schlossgeschichten Historische Kleidung Kommentare

Gradian
Aussenansicht Kloster Königsfelden

Kloster Königsfelden

Erinnerungsort der Habsburger

Das Kloster Königsfelden ist international bekannt für seine Glasfenster aus dem Mittelalter. Ausstellungen, Führungen und Veranstaltungen erwecken die über 700-jährige Klosterkirche zu neuem Leben.

PLANEN SIE IHREN BESUCH

 
Produktion "Tor zum Paradies" Kloster Königsfelden: Mehrere Kinder liegen in Farben getaucht auf dem Boden der Klosterkirche.

Veranstaltungen
und Führungen

Veranstaltungskalender  

 
Innenaufnahme vom Kloster Königsfelden

Öffnungszeiten und
Eintrittspreise

Geöffnet von April bis Oktober  

 
Luftaufnahme Kloster Königsfelden mit Windisch

Anreise: So
finden Sie uns

Anfahrt mit Auto und öV  

 
Innenaufnahme Kloster Königsfelden; Blick in den Chor mit den berühmten Glasfenstern aus dem Mittelalter.

Berühmte
Glasfenster

Glasmalerei aus dem Mittelalter  

Tagesprogramm

  • Veranstaltung
  • Öffentliche Führung
  • Ausstellung
  • Selbständiger Rundgang
  • Garten
  • Familien
  • Schulen
  • Gruppen
  • Einzelbesucher

Dies läuft am Tag Ihres Besuches

Die berühmten Glasfenster vom Kloster Königsfelden werden mit Licht durchflutet
10:00 – 17:00 Uhr

Glasfenster-Tour

Wissenswertes zu den Glasfenstern mit Königin Agnes und Baumeister Odo

Selbständiger Rundgang
Innenaufnahme vom Kloster Königsfelden
10:00 – 17:00 Uhr

Baugeschichts-Tour

Wissenswertes zur Baugeschichte mit Königin Agnes und Baumeister Odo

Selbständiger Rundgang
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SCHULEN, FAMILIEN UND GRUPPEN

 
Besucher und Besucherinnen betrachten die berühmten Glasfenstern auf Kloster Königsfelden

Für
Schulen

Führung und selbständiger Workshop  

 
Audioguide-Gerät mit Kopfhörer, im Hintergrund in Unschärfe Schülerinnen und Schüler.

Für
Familien

Staunt über imposante Glasfenster  

 
Eine Gruppenführung im Kloster Königsfelden. Im Hintergrund die berühmten Glasfenster.

Für
Gruppen

Führung und selbständiger Rundgang  

FEIERN UND GENIESSEN

 
Eine Mutter mit fünf Kindern an einem Tisch im römischen Bistro Popina im Legionärspfad Vindonissa.

Essen und
Trinken

Bistro Legionärspfad Vindonissa  

 
Innenraum Kloster Königsfeld mit vielen Gästen, die sitzen. Vorne spricht ein Mann an einem Podium.

Klosterkirche
mieten

Kulturelle Anlässe und Diplomfeiern  

GESCHICHTE UND SAMMLUNG

 
Aussenaufnahme vom Kloster Königsfelden

Geschichte

Königsmord und Klostergründung  

 
Ein gelber Heizlüfter, Objekt im Sammlungszentrum Egliswil

Sammlung

Schatzkammer der Aargauer Geschichte  

 
Grosses Handy in der Hand eines Benutzers, auf dem Bildschirm ist die "Sammlung online" von Museum Aargau dargestellt.

Sammlung online

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