Museum Aargau

Feste im Mittelalter: Höfische Festkultur und Tafelfreuden

Zurück zum Blog 29. Mai 2026 Kategorien Mittelalter Schlossgeschichten Im Mittelalter waren Feste weit mehr als nur Gelegenheiten zum Feiern: Vor allem die höfische Festkultur bot Raum für prunkvolle Inszenierungen und soziale Begegnungen. Zu feierlichen Hoftagen am königlichen Hof wurden ausschliesslich geladene Gäste empfangen, die wichtige Ämter innehatten. Schon die Einladungen konnten die königliche Repräsentation sichtbar machen: So thront König Rudolf I. von Habsburg mit Zepter und Reichsapfel auf seinem Königssiegel, wie ein Siegelabguss aus dem 13. Jh. belegt. Obwohl Siegel erst

 
Museum Aargau

Quiz: Wären Sie ein Showtalent des Mittelalters?

Zurück zum Blog 09. Oktober 2026 Kategorien Mittelalter Quiz & Spiele Das Leben der Spielleute im Mittelalter war frei, unstet, laut, klangvoll und voller Begegnungen. Doch hätten Sie sich in dieser Welt wohlgefühlt? Machen Sie den Test und finden Sie heraus, ob das Leben der Spielleute zu Ihnen gepasst hätte. Am Ende des Quiz haben Sie die Möglichkeit, an unserer Verlosung teilzunehmen. Zu gewinnen gibt es 1 × 2 Tickets für die Veranstaltung " Trümpi-Festival: Mautrommel-Konzert " am 24. Oktober 2026 auf Schloss Hallwyl. Personalities Ja, ziemlich sicher Vielleicht Eher nicht Trümpi-Festival

 
Museum Aargau

Highlights aus der Aargauer Möbelgeschichte

Zurück zum Blog 16. Juni 2026 Kategorien 20./21. Jh. Schätze aus der Sammlung Mit dem dritten Band seiner Reihe "Aargauer Industriegeschichten" rückt Museum Aargau ein bislang wenig beachtetes Kapitel in den Mittelpunkt: die Möbelbranche des Kantons. Entdecken Sie in diesem Blogbeitrag fünf ausgewählte Highlights aus der Aargauer Möbelgeschichte. Der Kanton Aargau gehört unbestritten zu den bedeutendsten Industriekantonen der Schweiz. Neben Maschinen‑, Metall‑, Elektro‑, Textil‑ und Schuhindustrie zählen auch Nahrungs‑, Getränke‑ und Tabakproduktion zu seinen wichtigen Wirtschaftszweigen

 
Schloss Wildegg

Vortrag: Reisen in der Belle Époque

Preis Im Museumseintritt inbegriffen Anmeldung Nicht erforderlich 0 Spannende Reise durch eine Zeit des Aufbruchs Schloss Wildegg bietet im Rahmen des Schweizer Schlössertages 2026 mit dem Vortrag "Reisen in der Belle Époque" spannende Einblicke in eine Zeit des Aufbruchs, als Dampfschiffe, Eisenbahnen, Kutschen, frühe Automobile und auch das Fahrrad neue Freiheiten eröffneten. Der Vortrag von Gabriela Gehrig, Historikerin und Geschichtsvermittlerin Museum Aargau, wird begleitet mit zeitgenössischen Fotografien und Reiseberichten aus den Jahren zwischen 1880 und 1914. Um 13 und 15 Uhr finden

 
Museum Aargau

Das tragbare Sommergefühl - Zeitloser Textildruck aus Suhr

Zurück zum Blog 17. Juni 2022 Kategorien Schätze aus der Sammlung Historische Kleidung Neuzeit Sommer: Die helle Jahreszeit steht nicht nur für heisse Tage und ein abkühlendes Bad. Auch im Sammlungszentrum in Egliswil hält der Sommer Einzug. Oder hat eingehalten. Denn in den Regalen und Ablagen schlummern wahre Schätze, die perfekt zu einem schönen Sommertag passen. "Der Sommer, der vergeht, ist wie ein Freund, der uns Lebewohl sagt." - Victor Hugo (1802-1885) Im Sammlungszentrum liegen zwischen diversen Raritäten und Kuriositäten auch Sonnenbrillen, Strohhüte und Kleider, deren Designs auch der

 
Museum Aargau

Kleine Kugel, grosse Welt: Der Globus von Schloss Wildegg

Zurück zum Blog 23. September 2026 Kategorie Neuzeit Hinter den kleinformatigen Welt- und Himmelskugeln stecken sowohl astronomische Vorstellungen wie auch historische Entdeckungen und handwerkliches Knowhow. Aber seit wann gibt es eigentlich Globen? Wie wurden diese hergestellt und was war ihr Verwendungszweck? Der Globus von Schloss Wildegg gibt Anlass, diesen und mehr Fragen auf den Grund zu gehen. Auffällig ist er nicht, der kleine Globus von Schloss Wildegg. Mit einem Durchmesser von lediglich 12,5 cm ist er sogar kleiner als die meisten anderen Globen. Wer das Schloss bereits einmal

 
Museum Aargau

"Walther Bürsten bürsten gut" – Zahnpflege mit dem Chefkurator

Zurück zum Blog 25. Juni 2020 Kategorie Schätze aus der Sammlung Den Werbeslogan "Walther Bürsten bürsten gut, Walther Bürsten bürsten besser" kannte wohl jedes Kind. Chefkurator Rudolf Velhagen präsentiert in der Sammlung von Museum Aargau ein Bürsten-Set der ehemaligen Bürstenfabrik Walther in Oberentfelden AG Dieser Bekanntheitsgrad ist kein Wunder: Beim Besuch des Walther-Museums in der "Alten Bürsti" in Oberentfelden wurde mir bewusst, dass es für fast jede Lebenssituation irgendeine Bürste gibt. Dabei bilden Zahnbürsten (gewöhnliche und elektrische), WC-Bürsten, Schuhbürsten,

 
Museum Aargau

Angebote Klosterjahr 2027

Erleben Sie im Museum Aargau vielfältige Angebote zum kantonalen Klosterjahr 2027. Museum Aargau entführt gleich an mehreren Museumsstandorten in die faszinierende Welt der Klöster. Thematische Angebote finden auf der Klosterhalbinsel Wettingen, im Kloster Königsfelden sowie auf Schloss Lenzburg statt. Auf dem Programm stehen neue Ausstellungen, Vortragsreihen, Konzerte und Talks mit spannenden Persönlichkeiten. Klosterjahr 2027 Der Kanton Aargau feiert 2027 zwei Jubiläen: 1000 Jahre Kloster Muri, 800 Jahre Kloster Wettingen. Das Klosterjahr 2027 lädt dazu ein, in die klösterliche Welt im

 
Museum Aargau

Licht ins Dunkel: Das farbige Mittelalter

Zurück zum Blog 08. Juli 2026 Kategorien Mittelalter Historische Kleidung Trug man im Mittelalter nur graue und braune Kleidung? Weit gefehlt! Eine Hommage an die Farbigkeit dieser Epoche. Das Klischee des "dunklen Mittelalters" hält sich in der breiten Bevölkerung und in der medialen Kultur hartnäckig – zum Frust von Historikerinnen und Historikern sowie anderen, welche sich mit dieser Epoche differenzierter auseinandersetzen. Wenn man im alltäglichen Kontext etwas als "mittelalterlich" bezeichnet, ist dies negativ geprägt und soll "rückständig" ausdrücken. Allerdings war das Mittelalter

 
Museum Aargau

5 faszinierende Fakten über römische Münzen

Zurück zum Blog 28. August 2026 Kategorien Römerzeit Römische Geschichten aus Vindonissa Münzgeld verliert heutzutage zunehmend an Bedeutung. Römische Münzen waren bei den Römern hingegen das zentrale Zahlungsmittel und ermöglichten Einkäufe und Handel im ganzen Reich. Doch was macht römische Münzen so besonders und wofür wurden sie verwendet? "Pecunia non olet" – Geld stinkt nicht. Diese Redewendung geht auf Kaiser Vespasian zurück, der zur Finanzierung des Staates eine Steuer auf öffentliche Latrinen einführte. Als sein Sohn Titus die Moral dieser Steuer beanstandete, hielt Vespasian ihm Münzen

Gradian

Museumsblog

Welche Rolle spielt die Liebe? Antworten von der Klosterhalbinsel Wettingen

Im Museum der Klosterhalbinsel Wettingen befindet sich ein Archiv der Fragen, von denen viele sich um das Thema Liebe drehen. Doch welche Antworten geben Museumsbesuchende auf diese und was kann uns die Geschichte zu ihnen berichten? 

Verortet ist das Archiv der Fragen im Parlatorium, welches in Co-Autorschaft mit Schülerinnen und Schülern der Kantonsschule Wettingen konzipiert wurde. Neben Themen wie der Suche nach Glück oder der Bedeutung des Todes, scheinen die Schülerinnen und Schüler vor allem Fragen zur Liebe zu beschäftigen. Damit sind sie nicht die einzigen.

"Was ist gesünder: durchgehende Zweisamkeit oder durchgehende Einsamkeit?"

An der Station "Kommentare" können Museumsbesuchende im Parlatorium ihren persönlichen Eindruck zu ausgewählten Fragen hinterlassen. Auf die oben gestellte Frage hatte eine Person eine deutliche Antwort: "Zweisamkeit! Jeder braucht jemanden, der einem Liebe gibt". Auch heute gehört es für die meisten Menschen zur persönlichen Glückserfüllung, eine romantische Beziehung mit einer Person zu führen. Doch woher kommt dieser tief verwurzelte Wunsch nach Zweisamkeit? Ein Blick in die antike griechische Philosophie gibt dazu eine mögliche Antwort.

Der Philosoph Platon hat sich in seinen Werken viele Gedanken zur Anziehungskraft zwischen den Menschen gemacht. In einem seiner Werke beschreibt er das tragische Schicksal der Kugelmenschen. Diese seien eine Vorstufe der heutigen Menschen mit einem kugelförmigen Rumpf mit vier Beinen, vier Armen, zwei Geschlechtsteilen sowie einem Kopf. Mit diesem Körperbau waren sie äusserst stark und schnell und bedrohten sogar den göttlichen Olymp.

Zeus beschloss deshalb, die Kugelmenschen zu schwächen. Er trennte sie in zwei Hälften mit jeweils zwei Beinen, zwei Armen, einem Kopf und einem Geschlechtsteil. Die Schnittwunde verlief auf der vorderen Seite des Körpers. Der Kopf wurde ebenfalls auf die vordere Seite gedreht. Dadurch sollten die Menschen, wenn sie sich anschauten, immer an ihre schmerzhafte Trennung erinnert werden. Die Menschheit trug das tiefsitzende Gefühl davon, eine Hälfte verloren zu haben. Deshalb verlangte es sie auf der Suche nach Vollkommenheit immer wieder nach der Umarmung anderer Menschen.

Dieser Mythos mag eine etwas kuriose, aber dennoch eingängige Erklärung für unseren Wunsch nach Zweisamkeit sein. Dazu passt auch eine andere Frage aus dem Parlatorium: "Kann man an zu wenig Liebe verdursten?". Eine Antwort darauf zeigt, wie sehr das Thema beschäftigt: "Kann man. Manchmal fühlt man sich schon einsam. Ich weiss nicht, wann meine letzte Umarmung war".

Frage: "Was würde Gott uns nicht verzeihen?" – Antwort: "Ihn nicht zu lieben"

Auch die Mönche des Zisterzienserordens im Mittelalter machten sich Gedanken zum Thema Liebe. Einer war Abt Bernhard von Clairvaux (1090-1153). Mit seinen Schriften prägte er die Ordensideale der Zisterzienser und war mitverantwortlich für die erfolgreiche Ausbreitung des Ordens in Europa. Entsprechend finden sich auch viele Abbildungen von ihm auf der Klosterhalbinsel Wettingen.

Eine seiner bedeutendsten Schriften beinhaltet seine Predigten über das Hohelied in der Bibel. Das Hohelied handelt davon, wie Braut und Bräutigam nach der Hochzeit zueinander finden. Bernhard von Clairvaux nutzt diese Liebesdarstellungen als Metapher für die Liebe zwischen den Menschen und Gott. So interpretiert er den Kuss zwischen Braut und Bräutigam um in die heilige Begegnung mit Gott im Gebet: "Oft treten wir mit lauem und trockenem Herzen an den Altar und bemühen uns zu beten. Wenn wir aber darin verharren, ergiesst sich plötzlich Gnade über uns, das Herz schwillt, und ein Strom der Liebe füllt die Brust, […]". Die Liebe, welche zwischen dem Abt und seinen Mitbrüdern herrschen sollte, vergleicht Bernhard mit der Liebe zwischen Mutter und Kind. Wie die Mutter, soll auch der Abt seine Mitbrüder mit der Milch seiner Brust lieben und erziehen.

"Wie sollen wir lieben?"

Diese Frage stellt sich die Menschheit bereits seit Jahrhunderten. Eine abschliessende Antwort ist nicht möglich. Wichtig ist, dass wir darüber diskutieren und den vielfältigen Vorstellungen über Liebe Raum geben. Einen solchen Raum bietet das Parlatorium auf der Klosterhalbinsel Wettingen, in dem sich das Fragearchiv befindet. In der schönen Atmosphäre des Klosters können nicht nur die grossen Fragen des Lebens, sondern auch (vermeintlich) alltägliche Fragen diskutiert werden. Kommen Sie vorbei und hinterlassen auch Sie einen Beitrag zu dieser vielseitigen Diskussion!

JETZT ENTDECKEN

 
Mehrere Personen stehen und sitzen im Archiv der Fragen im Parlatorium auf der Klosterhalbinsel wettingen

Ausstellung: Parlatorium

Im Gespräch über Wissen und Glaube  

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Von Salome Bender

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