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Vor 100 Jahren: Lenzburger Schlossbesitzer Lincoln Ellsworth überfliegt erstmals den Nordpol

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Museumswald Preis Eintritt frei Ort Der Museumswald befindet sich oberhalb des Spielplatzes bei Schloss Wildegg 0 Waldnutzung im 18. und frühen 19. Jahrhundert Der Museumswald von Schloss Wildegg zeig

 
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Alte Pflanzen neu entdeckt

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Rosalia signorum: Frühlingsfest in den römischen Legionen

Zurück zum Blog 31. März 2026 Categories Römerzeit Römische Geschichten aus Vindonissa Am 12. April 2026 feiert der Legionärspfad Vindonissa sein Eröffnungsfest . Im Fokus steht die rosalia signorum ,

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Rubbel die Katz! – die vielseitige Geschichte der Geldkatzen

Was sind Geldkatzen und wie hängen diese mit der Redewendung "Rubbel die Katz" zusammen? Die Antworten dazu im Blog von Museum Aargau.

Das heute noch geläufige Sprichwort "rubbel die Katz" stammt aus dem Mittelalter und hatte damals eine praktische Bedeutung. Eine Geldkatze war ein kleiner Beutel, den man benutzte, um Münzen oder kleine Wertsachen wie Edelsteine sicher zu verstauen.

Die Redeweise wurde oft verwendet, wenn auf dem Markt verhandelt wurde. War sich der Käufer unsicher, ob seine Goldmünzen für den Kauf ausreichen, ertastete er die restlichen Münzen in der Geldkatze. Der Käufer konnte dabei mit «Rubbel die Katz» aufgefordert werden, schnell eine Kaufentscheidung zu treffen. Wenn andererseits die Geschäfte gut liefen, rubbelte der Verkäufer die Katz.

Heute hat das Sprichwort eine ähnliche Bedeutung, auch wenn der Bezug zur Geldkatze nicht mehr offensichtlich ist – es wird nun als Aufforderung verwendet, dass sich jemand beeilen soll.

Geldkatzen im Mittelalter

Der Name “Geldkatze” leitet sich davon ab, dass die Beutel in früher auch aus Katzenfell angefertigt wurden. Die am Gürtel oder am Schürzenband befestigten Geldkatzen waren ab dem Mittelalter ein beliebtes Accessoire, um Münzen und Wertsachen aufzubewahren und zu transportieren. Besonders Händler und Reisende nutzten sie häufig. Die Geldkatzen des Mittelalters bestanden meist aus Leder und waren in der Regel schlicht und funktional gehalten. Sie wurden eng am Körper getragen, um Diebstahl vorzubeugen.

 

Eine Geldkatze zu tragen war aber nicht nur praktisch, sondern erfüllte auch eine soziale Rolle: Sie galt als Symbol für Wohlstand und den gesellschaftlichen Status des Trägers. Besonders wohlhabende Personen trugen kunstvoll verzierte Geldkatzen, die mit feinen Mustern oder Perlen bestickt waren. Solche dekorativen Elemente machten die Geldkatze bereits zu dieser Zeit auch zu einem modischen Accessoire. Das Fehlen einer Geldkatze hingegen konnte auf Armut hinweisen.

Geldkatzen in der Moderne: Herstellung, Materialität und Modevorstellungen 

Auch im 16. bis zum frühen 19. Jahrhundert waren Geldkatzen in Mitteleuropa rege in Gebrauch. Im 19. Jahrhundert waren Geldkatzen schlauchartige Beutel, die oft mit Stickereien und Perlen verziert wurden. Diese aufwendig gefertigten Accessoires wurden vor allem während der Biedermeierzeit von bürgerlichen Frauen durch Handarbeit (Stricken oder Häkeln) hergestellt. Die Geldkatzen wurden sowohl für den Eigenbedarf wie auch als Geschenk angefertigt.

Geldkatzen sind als Quelle auch spannend, weil sie einen Einblick in die Mode und Konsumgewohnheiten des 19. Jahrhunderts geben. Die Art und Weise, wie eine Geldkatze angefertigt ist, erlaubt oft Rückschlüsse zur Mode des Trägers oder der Trägerin, da Geldkatzen im 19. Jahrhundert der Kleidung angepasst oder als dekoratives Accessoire getragen wurden.

Die Geldkatzen des 19. Jahrhunderts sind stets nach einem einheitlichen Prinzip mit einer typischen Grundform gefertigt. Ein längliches Stück Stoff (Gewebe, Maschenware oder Vliesstoff) wird entweder längs zusammengenäht oder als Schlauch rundgehäkelt respektive -gestrickt. In der Mitte der Längsseite bleibt ein Teil der Naht offen oder der gehäkelte/gestrickte Schlauch wird an dieser Stelle nicht komplett geschlossen. Dieser offene Bereich ermöglichte es, einen Schlitz zu integrieren, durch den Münzen und andere wertvolle Gegenstände entnommen oder gezählt werden konnten. Trug man die Geldkatze am Gürtel, bildeten sich zwei Säckchen, in denen man Geld und Wertvolles sicher verstauen konnte. Zum Öffnen und Schliessen dienten meist zwei Metallringe, die für zusätzliche Sicherheit sorgten.

Geldkatzen aus der Sammlung

Auch die Sammlung Museum Aargau beherbergt einige bemerkenswerte Exemplare von Geldkatzen, die aus dem 19. Jahrhundert stammen. Diese waren nicht nur praktische Behältnisse für Münzen, sondern auch dekorative Accessoires, welche die Handwerkskunst ihrer Zeit widerspiegeln. Die Beispiele aus dem Sammlungszentrum beeindrucken vor allem durch ihre Materialwahl und die dekorative Gestaltung.

Diese Geldkatze ist aus grünem und rotem Baumwollgarn gefertigt. Sie besitzt eine grüne und eine rote Seite und weist ein detailliertes Muster auf. Das eine Ende der Geldkatze ist mit Zotteln verziert, welche einen dekorativen Abschluss bilden. Zwei Ringe sind an den Verbindungsstellen zu sehen, die mit Garn umwickelt wurden und die beiden Enden zusammenhalten.

Diese gehäkelte Geldkatze besteht aus beigem und schwarzem Garn. Zwei Ringe aus Horn dienen als Verschluss und verbinden die beiden Enden des Beutels. Die Geldkatze ist mit kleinen Metallperlen bestickt, die ein dekoratives Muster längsseits der Tasche bilden. Die Enden der Tasche sind mit Metallketten und Perlen verziert, welche zusätzliche Eleganz verleihen.

Diese Geldkatze besticht durch die aufwendige Handarbeit, die dahintersteckt. Das Objekt ist in ein handgefertigtes Netz aus braunem Garn gehüllt, das mit eingearbeiteten Glasperlen verziert ist. Das Netz umschliesst ein Futter aus rosafarbener Seide, welches von Hand genäht wurde und einen eleganten Kontrast zum äusseren Netz bildet. Zwei Ringe aus Holz, die mit Perlenschnüren umwickelt sind, dienen als funktionale und dekorative Elemente, welche beide Enden des Beutels zusammenhalten.

Dieses filigrane Accessoire wurde nicht nur zur Aufbewahrung von Münzen verwendet, sondern diente auch als modisches Element, welches zu festlichen Anlässen getragen wurde.

Diese Geldkatze besteht aus grünem Baumwollgarn und ist mit eingearbeiteten Metallperlen verziert. Entlang des gehäkelten Musters bilden die Perlen dekorative Streifen, die das Gesamtbild des Objekts prägen. Am Ende der Tasche sind zusätzliche Perlen und Metallverzierungen angebracht, die in kleinen Ketten münden und der Geldkatze ein elegantes Aussehen verleihen. Zwei Metallringe in der Mitte des Objekts wiederum dienen dazu, die beiden Enden zusammenzuhalten und die Beutelhälften zu verschliessen.

Diese Geldkatze aus braunem Kalbsleder besticht durch ihre schlichte Gestaltung. Die Enden sind mit dekorativen Messing-Eicheln versehen. Zwei Metallringe sorgen für einen festen Verschluss und ermöglichen das sichere Zusammenziehen der Tasche.

Schlusswort

Die Geldkatze war bis ins 19. Jahrhundert hinein ein unverzichtbares Accessoire der Mittel- und Oberschicht. Sie bot nicht nur eine sichere Möglichkeit, Münzen aufzubewahren, sondern diente auch als Statussymbol. Mit dem Aufkommen des Papiergeldes, das sich in Europa ab dem 17. Jahrhundert verbreitete und im 19. Jahrhundert den Alltag eroberte, verlor die Geldkatze jedoch nach und nach ihren Gebrauchswert. An ihre Stelle traten die heute vertrauten Portemonnaies, die sich als geeignete Behältnisse für das neue Zahlungsmittel durchsetzten.

Doch wer weiss, vielleicht gehören sogar Geldscheine und Portemonnaies bald der Vergangenheit an? In einer Zukunft, in der digitale Zahlungsmethoden dominieren, kann man möglicherweise nur noch mit dem Handy oder anderen digitalen Geräten bezahlen.

Doch ganz verschwunden ist die Geldkatze noch nicht. Besonders in traditionellen Trachten wie dem Dirndl ist die gehäkelte Geldkatze noch heute ein beliebtes Accessoire, welches oft an der Schürze befestigt wird. Sie bleibt ein liebevoll gepflegtes Erbe, welches auf historischen Traditionen beruht.

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Von Patricia Striebel

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