Museum Aargau

Fingerloop: Anleitung zum Fingerschlaufen flechten

Zurück zum Blog 06. November 2020 Kategorie Schlossgeschichten Fingerschlaufenflechten (Fingerloop) ist eine uralte Technik, die im Mittelalter sehr verbreitet war. Bei den Ausgrabungen in Hallstatt (Österreich) wurden Textilien gefunden, die möglicherweise mit Fingerschlaufenflechten hergestellt wurden. Die Möglichkeit, nur mit Faden und Händen kleine Kunstwerke zu schaffen, ist faszinierend. Mit unserer Anleitung werdet ihr schnell zum Fingerloop-Profi! Nachfolgend zeigt das Museum Aargau die Grundtechnik des Fingerschlaufenflechtens. Flechten mit 7 Schlaufen Vorbereitung 7 ca. 70-80cm lange Woll- oder Garnfäden in der Mitte umlegen, so dass 7 Schlaufen entstehen. Mit diesen wird geflochten. Die unteren losen Schlaufen werden in einem Knoten gefasst. Ist man zu zweit, kann das Gegenüber den Knoten halten, damit man leichter flechten kann. Man kann aber auch alleine flechten, wenn man oberhalb des Knotens eine Schlaufe befestigst und diese an einem Haken, Stuhl oder sonst wo anhängst. Ausgangsposition Linke Hand: 4 Schlaufen je auf Zeig-, Mittel-, Ring- und Kleinfinger Rechte Hand: 3 Schlaufen je auf Zeig-, Mittel- und Ringfinger Flechten 1. Der rechte Kleinfinger holt den äusseren Faden des linken Zeigfingers, indem er von oben in die Schlaufe greift. 2. Die Schlaufen der linken Hand wandern eine Position nach, so dass der kleine Finger frei ist. 3. Die Arme spreizen, um den "Knoten" anzuziehen. 4. Nun dasselbe spiegelbildlich: Der linke Kleinfinger holt den äusseren Faden des rechten Zeigfingers, indem er von oben in die Schlaufe greift. 5. Die Schlaufen der rechten Hand wandern eine Position aufwärts. 6. Die Arme spreizen, um den „Knoten“ anzuziehen. 7. Und wieder von vorne, bis das Bändeli fertig ist. 8. Am Schluss das Ende des Bändelis verknoten. Flechten mit Unterquerungen Unterquert der Kleinfinger die Fäden von Klein-, Ring- und/oder Mittelfinger bevor er die Schlaufe des Zeigfingers holt, entstehen verschiedene Muster. Inneren Faden unterqueren Äusseren Faden unterqueren Es gibt viele Möglichkeiten und Kombinationen, die Fäden zu unterqueren. Bei einem Bändeli mit 7 Schlaufen sind dies: Querung Möglichkeiten (Total 63) 1 6 2 15 3 20 4 15 5 6 6 1 Hat es dich gepackt? Es gibt eine Vielzahl von weiteren, teilweise kniffligen Mustern mit bis zu 13 Schlaufen, die alleine ohne Hilfsmittel geflochten werden können. Es können auch zwei Personen zusammen mit 15 und mehr Schlaufen flechten. Je nach Farbzusammenstellung entstehen interessante Effekte. Hier einige Anwendungsbeispiele: Von Françoise Bernhard Von Françoise Bernhard Françoise Bernhard ist im Gästeservice von Schloss Hallwyl tätig. Die Leidenschaft für das Fingerschlaufen-Flechten hatte sich an einem Mittelaltermarkt entfacht. Seither liebt sie diese kreative und zugleich meditative Freizeitbeschäftigung. Ähnliche Artikel finden Sie hier: Kategorie Schlossgeschichten Kommentare

 
Museum Aargau

Wie ein Maultier Rom zum Weltreich machte

Zurück zum Blog 25. März 2024 Kategorien Römerzeit Römische Geschichten aus Vindonissa Den meisten zwar bekannt, führt das Maultier eher ein Schattendasein: Es ist weder Pferd noch Esel und begegnet uns im heutigen Alltag nur selten. Ganz anders sahen es die römischen Legionäre, die ohne diese unscheinbaren aber kräftigen Tiere vielleicht nie bis nach Vindonissa gekommen wären. "Und wie mühsam es ist, die endlosen Züge der Maultiere, die du Massen an Marmor ziehen siehst, zu passieren." So echauffiert sich der römische Dichter Martial in einem seiner Gedichte – und beweist damit, dass es in der zweiten Hälfte des 1. Jahrhunderts n. Chr. gang und gäbe war, Maultiere als Zugtiere zu verwenden. Dies belegen auch Funde von römischen Grabsteinen und Bronzemünzen. So auf einem Sesterz des Kaisers Tiberius, den er zu Ehren seiner Mutter Livia herausgeben liess: Sesterz des Tiberius, 22-23 n. Chr.; heute im British Museum. © Trustees of the British Museum Das Maultier – Lastwagen, Hybrid oder Edellimousine? Maultiere sind keine eigene Art, da es sich um eine Kreuzung von Pferd und Esel handelt und sie sich nicht untereinander fortpflanzen können. Im Vergleich zu ihren Elternteilen sind sie sehr robust und genügsam, weswegen sie sich einer grossen Beliebtheit erfreuten und schnell zum Zug- und Lasttier par excellence wurden. Zahlreiche römische Grabsteine zeigen eine von Maultieren gezogene Kutsche. Das Reisen in einer Kutsche war weitaus angenehmer als zu Pferde und bot ausserdem die Möglichkeit der Zurschaustellung des eigenen Reichtums, wozu entsprechend erstklassige und schön geschmückte Maultierstuten zählten. Die literarischen Quellen machen deutlich, dass die weiblichen Tiere (lat. mula ) aufgrund ihrer grösseren Vitalität vornehmlich als Zugtiere genutzt wurden. Die kastrierten männlichen Exemplare (lat. mulus ) wurden hingegen als Lasttiere genutzt, da sie einen kräftigeren Körperbau besitzen. Ein Maultier kann bei ebenem Terrain bis zu 150 kg tragen und dabei bis zu 40 km am Tag zurücklegen – und kommt dabei mit weit weniger Futter aus als ein Pferd. Das Maultier in der römischen Legion Als Lastenträger fand das Maultier schnell seinen Weg in die Legion. Da eine Legion möglichst mobil und autonom sein musste, wurde auf den Transport in Wagen möglichst verzichtet. Stattdessen bepackte man Hunderte von Maultieren, die von Maultier-Treibern (lat. mulio bzw. mularii ) versorgt und geführt wurden. Der freundliche und intelligente Charakter der Tiere erleichterte das ganze Unterfangen. Einen Eindruck des Geschehens vermittelt die in Rom stehende Trajanssäule, auf der die Feldzüge Kaiser Trajans gegen die Daker gezeigt werden. Legionäre beim Bepacken der Maultiere mit dem von den Dakern erbeuteten Schatz. Ausschnitt der Trajanssäule, Rom; heute im National History Museum of Romania. © Kenneth Garrett. Der Grossteil der in einer Legion eingesetzten Maultiere war jedoch zuständig für das Tragen von: Zelten Mühlsteinen und Bottichen Grösseren Kochutensilien Nahrungsmitteln Schanzwerkzeugen Auf jede Zeltgemeinschaft (lat. contubernium ), bestehend aus 8 Legionären, kamen zwei Maultiere, da eines allein nicht das ganze Material tragen konnte. Dazu kamen weitere Exemplare für den Transport von leichten Geschützen, Ersatzmaterial sowie der Ausrüstung höherer Offiziere und anderen Begleitpersonals. Schliesslich darf auch der Futterbedarf der Maultiere selbst nicht vergessen werden, wodurch auf eine Legion von 6000 Legionären gut und gerne 1200-1500 Tiere kamen. Wer sich nun denkt, dass die Legionäre ohne Gepäck marschierten, täuscht sich gewaltig. Nicht umsonst erhielt der Fusssoldat den charmanten Titel mulus marianus , also marianisches Maultier, benannt nach einem berühmten römischen Feldherren. Die bis zu 45 kg beladenen Legionäre hatten damit mitunter mehr als die Hälfte des eigenen Körpergewichtes zu tragen. Mit dem Maultier nach Vindonissa Die wissenschaftliche Forschung zur Logistik einer römischen Legion kämpft bis heute mit offenen Fragen. So fanden sich immer wieder Forscher, die ihre Thesen anhand von Experimenten überprüfen wollten. 1985 begab sich der deutsche Archäologe Marcus Junkelmann zusammen mit Freunden und Maultieren auf einen Probemarsch von Italien über die Alpen bis nach Deutschland – auf einer Route, die auch für römische Legionäre belegt ist. Marschkolonne von Legionären mit Maultieren; Alpenüberquerung unter der Führung von M. Junkelmann, 1985. © Dieter Storz Nicht wegzudenken Damit dürfte klar sein, wie essenziell das Maultier für die römischen Legionen und den römischen Alltag überhaupt war. Es erlaubte es den Legionen, ihr Gepäck durch unwegsame Gegenden sicher zu transportieren und die Zulieferungen von Material und Nahrung über das gesamte römische Reich sicherzustellen. Ohne das Maultier hätte die Infrastruktur des römischen Reiches ganz anders ausgesehen und es wäre fraglich, ob es je zum Bau des Legionslagers Vindonissa hätte kommen können. So könnte ein Maultier in einer römischen Legion bepackt worden sein; Kooperationsprojekt zw. D. Schweizer und der Legio XI. © Daniel Schweizer Weitere Beiträge 20. Februar 2024 Quiz zur römischen Mythologie Testen Sie Ihr Mythologie-Wissen in diesem Quiz! 11. Oktober 2023 Die Waffen der römischen Legionäre Was ist ein "pugio"? Was machten die Legionäre mit einem "pilum"? Über wie viele Geschütze verfügte eine Legion? In diesem Blogbeitrag… 02. Oktober 2023 Das römische Bad: Wellness-Oase und Freizeitzentrum der Antike Das römische Bad war eine Wellness-Oase für Geist und Körper. Viele Römerinnen und Römer verbrachten ihre Freizeit mit Vorliebe in den… Von Luca Grünig Von Luca Grünig Luca Grünig ist Praktikant in Vindonissa. Ähnliche Artikel finden Sie hier: Kategorien Römerzeit Römische Geschichten aus Vindonissa Kommentare

 
Museum Aargau

Quiz zur römischen Mythologie

Zurück zum Blog 20. Februar 2024 Kategorien Römerzeit Quiz & Spiele Römische Geschichten aus Vindonissa Testen Sie Ihr Mythologie-Wissen in diesem Quiz. Wie hiess die römische Gottheit der Jagd? Welche Frucht ass Proserpina in der Unterwelt? Testen Sie Ihr Wissen über die römische Mythologie. Wie hiess die römische Gottheit der Jagd? Ceres Diana Juno Remus Wogegen schützten sich die Römer mit Amuletten? Gegen Krankheiten und Unfälle Gegen Diebstahl und Geldverlust Gegen Mückenstiche Gegen Dämonen und andere negative Kräfte wie dem bösen Blick Welches wilde Tier zog laut Entstehungsmythos die Brüder Romulus und Remus auf? Eine Wölfin Eine Löwin Ein Erdmännchen und ein Warzenschwein Eine Bärin Was sind Attribute des Göttervaters Jupiter? Heroldsstab und Geldbeutel Dreizack Zepter und Blitzbündel Grillzange und Schürze Welche Frucht ass die Frühlingsgöttin Proserpina (griechisch Persephone) in der Unterwelt? Einen Granatapfel Eine Birne Einen Pfirsich Einen faulen Apfel Welche Aufgaben hatten die sogenannten Laren? Sie sorgten für eine gute Ernte. Sie waren die Bademeister im Palast von Neptun. Sie schützten das Haus und seine Bewohner und Bewohnerinnen. Sie brachten Reichtum und Glück. Welche Tat wurde Asklepius - dem späteren römischen Gott der Heilkunst - zum Verhängnis? Er lehnte es ab, Jupiter ein Rezept gegen Magenschmerzen zu verschreiben. Er brachte einen Toten zurück ins Leben. Er begab sich in einen musikalischen Wettstreit mit Apollo. Er sah die liebliche Göttin Venus unbekleidet. Auf Geheiss von Jupiter floh Aeneas aus der brennenden Stadt Troja, um eine neue grosse Stadt (Rom) zu gründen. Wen oder was konnte Aeneas bei seiner Flucht ausserdem noch retten? Seine Lieblingskuh Ida Den Schatz von König Priamus Seinen Sohn und seinen alten Vater Seine Frau Weitere Quiz 04. Oktober 2022 Quiz: Was wissen Sie über den Alltag der Legionäre? Waren Sie vielleicht im früheren Leben Legionär? Testen Sie in diesem Quiz Ihr Wissen über den Alltag der Legionäre im alten Rom. 19. Mai 2026 Quiz: Wie gut kennen Sie Gladiatoren? Testen Sie in diesem Quiz Ihr Wissen über die Gladiatoren im alten Rom. 30. Juni 2023 Quiz: Welcher Mittelalterberuf passt zu Ihnen? Wären Sie Bauer, Bäuerin oder Ritter? Oder würden Sie eher ins Kloster gehen? Von Alisha Keller Von Alisha Keller Alisha Keller war 2023 Praktikantin in Vindonissa. Ähnliche Artikel finden Sie hier: Kategorien Römerzeit Quiz & Spiele Römische Geschichten aus Vindonissa Kommentare

 
Museum Aargau

Reisekultur und Reiseliteratur im 18. und 19. Jahrhundert

Zurück zum Blog 08. Mai 2024 Kategorien Neuzeit Schlossgeschichten Die Wildegger Schlossbibliothek birgt zahlreiche Reisebücher aus dem 18. und 19. Jahrhundert. Anhand dieser Schriften lässt sich wunderbar verfolgen, wie sich die Reisekultur und die Reiseliteratur über die Zeit verändert haben. 2024 stand auf Schloss Wildegg Reiseliteratur im Fokus. Eine kleine Sonderausstellung in der Bibliothek beleuchtete Italienreisen im Rahmen der sogenannten Grand Tour oder Kavalierstour und den frühen Schweizer Tourismus; dies anhand ausgewählter Werke aus der Bibliothek der Familie von Effinger. Die adligen Effinger waren über Jahrhunderte die Besitzer des Schlosses Wildegg. In ihrer Schlossbibliothek sammelten sich vom 17. bis zum 19. Jahrhundert über 5'300 Bücher an. Neben belletristischen und historischen Werken bilden Schriften zu geografischen Themen wie Reiseführer, Reiseberichte und Karten die drittgrösste Gruppe unter den Büchern auf Schloss Wildegg. Älteste Aufnahme der Schlossbibliothek Wildegg von 1913 (Schweizerisches Nationalmuseum). Reisende Bücher und Reisebücher Verschiedene männliche Mitglieder der Effinger-Familie unternahmen im 18. Jahrhundert sogenannte Kavalierstouren. Für junge männliche Adelige bildete eine Kavalierstour oft den Abschluss ihrer Ausbildung. Sie reisten während Monaten, wenn nicht sogar Jahren, durch Europa. Auf diesen Bildungsreisen sollten die adligen Knaben das kulturelle Wissen, den gängigen Gesprächsstoff und das soziale Verhalten der Oberschicht erlernen. Johann Bernhard Effingers Kavalierstour von 1717 bis 1719 führte ihn nach Deutschland, Frankreich, in die Niederlande und nach England. Mit Büchern im Gepäck kehrte er wieder nach Hause zurück: Verschiedene Wörterbücher, eine englische Bibel oder eine Abhandlung zu Versailles fanden so Eingang in die Wildegger Schlossbibliothek. Mehrere in der Bibliothek auffindbare Ausgaben des Buches "Nouveau voyage d'Italie" von Maximilien Misson zeigen, wie die Effinger ihre Kavalierstouren planten. Missons Bericht über seine eigene Reise nach Italien als Lehrer junger Adeliger wurde zur beispielhaften Anleitung für Touren durch das beliebte mediterrane Reiseland. Zwei Enkel des Johann Bernhard Effinger, Sigmund und Rudolf Emanuel Effinger, bereisten schliesslich im Winter 1794/95 Italien. Die Schweiz als Reiseziel Nach dem Abflauen der klassischen adeligen Kavalierstour zum Ende des 18. Jahrhunderts entwickelte sich ein breiterer Tourismus. Dabei wurde die Schweiz mit ihren Alpen von einem beschwerlichen Durchreiseland zu einem touristischen Ziel. Der vom preussischen Arzt Johann Gottfried Ebel verfasste erste grosse Reiseführer für die Schweiz beschleunigte diesen Wandel. Von dieser 1793 publizierten "Anleitung auf die nützlichste und genussvollste Art die Schweiz zu bereisen" findet man ebenfalls ein Exemplar in der Wildegger Schlossbibliothek. Auch ein Jahrhundert nach ihrer Erscheinung galt Ebels "Anleitung" noch als wichtiger Grund für den touristischen Erfolg der Schweiz. Titelseite mit Bild des Rhonegletschers des zweiten Bandes der französischen Übersetzung des Reiseführers von J. G. Ebel, 1805 (Schweizerische Nationalbibliothek, Bern). Moderne Folklore Zur wachsenden Bedeutung der Schweiz als Tourismusdestination hat auch die aufkommende moderne Naturwissenschaft beigetragen. Sie wollte beweisen, dass Gott die Welt sinnvoll gestaltet hatte. Die Alpen erschienen nun nicht mehr furchterregend, sondern als erhabenes Naturschauspiel und galten als Wasser-, Wolken-, und Windversorger für das gesamte Europa. Aber auch die Lobeshymnen, die von der Aufklärung inspirierte Autoren wie Ebel oder auch Rousseau über die Schweiz schrieben, trugen zum neuen touristischen Erfolg bei. Die Schweiz wurde zum Symbol einer genügsamen, freiheitlichen und demokratischen Insel inmitten einer dekadenten Welt. Und in der Schweiz verstand man, dass sich lohnte zu inszenieren, wonach die Fremden so eifrig suchten. Da die fremden Reisenden auf ihrer Suche nach der ländlichen Idylle aber nicht auf ihren bürgerlichen Wohlstand verzichten wollten, entstand neben der folkloristischen Inszenierung eine auf den Tourismus abgestimmte Infrastruktur. Es wurden Wegschneisen geschlagen, moderne Transportmittel wie Dampfschifflinien und Eisenbahnverbindungen bereitgestellt, Aussichtsplattformen und Hotels errichtet. Aussichtsterrasse "Rigi Känzli", Luzern, ca. 1879 (Schweizerisches Nationalmuseum). Brünigstrasse bei der "gesprengten Fluh" mit Touristen, Bern, ca. 1860-1885 (Schweizerisches Nationalmuseum). Die Industrie der Idylle Im 19. Jahrhundert entwickelte sich das Reisen von einem Privileg des Adels zu einem Massenphänomen. Dieser Wandel schlug sich auch in der Reiseliteratur nieder. Persönliche Berichte wurden von allgemeineren Kulturreiseführern verdrängt. Ein gutes Beispiel hierfür sind die auch heute noch existierenden Baedeker-Reiseführer. Auch veränderte sich das Interesse an den Reisen. Die Kavalierstouren der Effinger dienten zur Bildung und zur Pflege der Familienpolitik mit der gezielten Platzierung des Nachwuchses in der höfischen Gesellschaft. Die Reisen in die Schweiz ab Ende des 18. Jahrhunderts hingegen wurden von der bürgerlichen Wunschfantasie nach einer Flucht in die Idylle motiviert. Nachwirkungen hat dies bis heute. Das schweizerische Selbstverständnis ist eng mit der touristischen Werbesprache über die Schweiz verbunden. Aber auch die Suche nach der Idylle bleibt bestimmend für unsere heutige Art des Reisens. Dass sich die Erfahrung der Idylle in der Schweiz als wichtiger Wirtschaftszweig etabliert hat, macht den Tourismus bis heute zu einer widersprüchlichen Angelegenheit. Im Jahr 2022 generierte der Tourismus in der Schweiz 43 Milliarden Franken Umsatz. In einer industriellen Welt hat sich die Befreiung von dieser industriellen Welt selbst zur Industrie entwickelt. Folkloristische Darstellung einer Schweizerin aus Rudolf Gerber: Interlaken. Mit 14 Illustrationen und einer Karte. Zürich, 1878. Weitere Beiträge 11. Juli 2023 Sommer-Accessoires im 19. Jahrhundert Museum Aargau präsentiert eine Auswahl von Accessoires, welche die Damen und Herren des 19. Jahrhunderts im Sommer trugen. Diese Objekte… 29. Oktober 2021 Die Geschichte des Rauchens – Tabakkonsum im Wandel der Zeit Die Tabakkultur hat heutzutage unterschiedliche Formen und Farben. Doch wann und wie wurde das Rauchen überhaupt "in"? Die Antworten im Blog… 26. Juli 2023 Fotoalbum der ersten Bundesfeier 1891 in Lenzburg 1891 feierte die Schweiz erstmals am 1. August ihren Nationalfeiertag. Ein Fotoalbum aus der Sammlung Museum Aargau gibt Einblick in die… Von Mara Jenni Von Mara Jenni Mara Jenni ist Praktikantin im Team Ausstellungen von Museum Aargau. Ähnliche Artikel finden Sie hier: Kategorien Neuzeit Schlossgeschichten Kommentare

 
Museum Aargau

Kompost, nein danke!

Zurück zum Blog 30. April 2024 Kategorie Gartentipp aus dem Wildegger Schlossgarten Kompost gilt als "schwarzes Gold" im Garten. In einigen Fällen jedoch ist Kompost das falsche Mittel. Der Gartentipp aus dem Wildegger Schlossgarten. Kompost ist im Garten oftmals die richtige Wahl. Ein gesunder, ausgewogener und reifer Kompost enthält viele Nährstoffe und Spurenelemente. Bei stark zehrenden Pflanzen wie Tomaten, Kartoffeln oder Kürbis kann Kompost zusätzlich mit Hornspänen oder einer anderen Form von Stickstoff angereichert werden. Kompost gilt deshalb als natürliches Wundermittel. Doch nicht alle Pflanzen freuen sich über dieses "Schwarze Gold", wie Kompost unter Gärtnerinnen und Gärtnern auch genannt wird. In folgenden Fällen ist Kompost das falsche Mittel: Kübelpflanzen Pflanzen, die in Töpfen und anderen Gefässen stecken, können Kompost nicht verwerten. Dazu braucht es in der Erde Lebewesen, die das organisches Material zersetzen und so für die Pflanze verfügbar machen. Kurz gesagt: Es muss zuerst durch den Wurm! Pflanzen in Gefässen sollten stattdessen mit fertigem, bereits verfügbarem Dünger (z.B. in Form von Kügelchen, Stäben oder Flüssigdünger) ernährt werden. Blumenwiesen Kompost sollte nicht auf Blumenwiesen ausgebracht werden. Einheimische Blumen wie Leinkraut, Klappertopf oder Wiesensalbei mögen magere, nährstoffarme Böden. Gelangen mit Kompost zu viele Nährstoffe auf die Wiese, entwickeln sich zudem andere Pflanzen – vor allem Gras – zu stark. Feine Blümchen haben dagegen kaum eine Chance. Küchenkräuter Diverse gängige Küchenkräuter wie Rosmarin, Thymian oder Salbei stammen ursprünglich aus kargen Umgebungen. Diese Kräuter vertragen deshalb kaum Dünger. Moorbeetpflanzen Auch Moorbeetpflanzen wie Heidelbeeren, Azaleen, Rhododendren oder Erika sollten nicht mit Kompost gedüngt werden. Moorbeeterde ist leicht sauer und weist einen niedrigen pH-Wert auf – Kompost dagegen ist alkalisch und hat einen höheren pH-Wert, was diese Pflanzen nicht mögen. Weitere Beiträge 23. Juli 2021 Insekten und andere Krabbeltiere: die kleinen Nützlinge im Garten Käfer, Spinnen und Insekten im Allgemeinen werden oft mit gemischten Gefühlen betrachtet. Jedoch sind viele von ihnen als Nützlinge… 18. Juni 2021 Mulchen und Gründüngung leicht gemacht Damit Wasser im Sommer weniger schnell verdunstet, sollte der Boden gemulcht werden. Im Blog zeigen wir zudem, was es bei der Gründüngung zu… 18. Januar 2023 Schadet Efeu Bäumen? Efeu ist ein dekorativer Bodendecker und ein wahrer Kletterkünstler. An Bäumen erklimmt die Pflanze in kürzester Zeit Höhen von über 20… Von Tanya van der Laan Von Tanya van der Laan Ähnliche Artikel finden Sie hier: Kategorie Gartentipp aus dem Wildegger Schlossgarten Kommentare

 
Museum Aargau

Prominenz auf Schloss Lenzburg: Geschichten aus dem Gästebuch

Zurück zum Blog 19. Oktober 2020 Kategorie Schätze aus der Sammlung Auf Schloss Lenzburg war früher Prominenz aus aller Welt zu Gast. Nachzulesen ist dies im Gästebuch der Familie Ellsworth, den letzten privaten Besitzern der Lenzburg. Der amerikanische Grossindustrielle James Ellsworth gab das Gästebuch 1911 im Zuge des Erwerbs von Schloss Lenzburg bei der Firma "Michallet" in Frankreich in Auftrag. Sein Sohn Lincoln sorgte mit pionierhaften Polarexpeditionen für grosses Aufsehen. © Museum Aargau Das in der Sammlung Museum Aargau aufbewahrte Gästebuch ist in Ziegenleder eingefasst und weist auf dem Deckel die Einprägung "SCHLOSS LENZBURG" auf. Der Buchdeckel ist mit blindgeprägten Stempeln und Streicheisenverzierungen versehen. Die im Gästebuch enthaltenen unbeschnittenen Büttenpapierblätter entsprechen mit einem 37 cm hohen Buchrücken dem Format "Gross-Quart". Bundesräte auf Schloss Lenzburg Die Familie Ellsworth erhielt Besuch aus aller Welt: Ins Gästebuch eingetragen haben sich etwa George Ellery Hale, amerikanischer Astronom, und die deutsche Opernsängerin Erika Wedekind, die selbst auf Schloss Lenzburg aufgewachsen ist. Nachgewiesen ist ebenfalls ein Eintrag eines Besuches von fünf Bundesräten (Edmund Schulthess, Robert Haab, Heinrich Häberlin, Giuseppe Motta, Karl Scheurer), wichtigen eidgenössischen Diplomaten und hohen Bundesbeamten im Rahmen eines "Bundesratsreisli" am 1. September 1928. Vermögende Schlossbewohner-Familie Das Gästebuch ist für die Sammlung Museum Aargau von grösster Bedeutung, weil es vom Leben der letzten privaten Besitzer der Lenzburg zeugt. Denn Schlossgeschichte ist immer auch Familiengeschichte: James Ellsworth, der mit Kohleminen und im Bankgeschäft reich geworden war, kaufte Schloss Lenzburg 1911 für 550'000 Schweizer Franken, was heute rund fünf Millionen Franken entspricht. Er erwarb in ganz Europa Antiquitäten und stellte sie in den Räumlichkeiten aus, so etwa im "Amundsen-Zimmer" im Südturm. Sein Sohn Lincoln, der das Schloss 1925 geerbt hatte, plante dort zusammen mit dem Norweger Roald Amundsen zahlreiche Polarexpeditionen. Im gleichen Jahr hatten sie in zwei Dornier-Wal-Flugbooten einige Kilometer vor Erreichen des Nordpols im Eis notlanden müssen. Sein zweiter Versuch 1926 von Spitzbergen her kommend mit der Landung in Teller (Alaska) gilt als erstes zweifelsfreies Überfliegen des Nordpols. Von Rudolf Velhagen Von Rudolf Velhagen Rudolf Velhagen stellt hier regelmässig Trouvaillen, Raritäten und überraschende Schätze aus der Sammlung von Museum Aargau vor. Diese umfasst rund 50'000 Objekte. Ein grosser Teil davon lagert im Sammlungszentrum Egliswil. Ähnliche Artikel finden Sie hier: Kategorie Schätze aus der Sammlung Kommentare

 
Museum Aargau

Quiz: Was wissen Sie über alte Heilpflanzen?

Zurück zum Blog 07. Juni 2024 Kategorien Klosterleben Quiz & Spiele Woher kommt die Bezeichnung für Basilikum? Welche Blumen werden bei Verdauungsbeschwerden angewendet? Testen Sie Ihr Wissen in diesem Quiz! Woher kommt die Bezeichnung für Basilikum? Das Kraut heisst so, weil es gegen den gefährlichen Basilisken schützen soll. Das Kraut wurde in der Stadt Basel besonders gerne gegessen. Die Bezeichnung leitet sich vom Titel "Basileus" der byzantinischen Herrscher ab, weil das Kraut ebenso geschätzt wurde, wie die Herrscher. Der Autor, der das Kraut als erster beschrieb, hiess Basil, und es war sein Lieblingsgewürz. Bei welchen Beschwerden wird auch heute noch gern Lavendel angewendet? Lavendelöl hilft gegen Ohrenschmerzen. Lavendeltee soll die Haut reiner machen. Eine heilende Wirkung des Lavendels ist heute eigentlich nicht bekannt. Lavendel beruhigt: Bei Stress, Einschlafproblemen oder Unruhe kann dessen zarter Duft entspannen. Salbei wird bereits seit langem als Heilmittel eingesetzt. Eine antike Verwendungsweise konnte durch moderne Studien bestätigt werden, nämlich: Das ätherische Öl stärkt die Gedächtnisleistung. Salbei hilft nachweislich gegen Fusspilz. Als Pulver nützt er gegen Haarausfall. Salbei verbessert die Sehleistung. Welche seit der Antike genutzte Heilpflanze kommt häufig in Hustentees und Hustensäften vor? Koriander Schwertlilie Fenchel Minze Welche Heilwirkungen werden heute der Rose zugeschrieben? Rosenkompressen helfen bei Augenentzündungen. Eigentlich keine, die Heilwirkung der Rose ist umstritten. Rosenpuder lindert Verbrennungswunden. Wenn Rosenöl als Mundspülung verwendet wird, soll es gegen Zahnschmerzen helfen. Welche kleinen Blumen werden gerne bei Verdauungsbeschwerden angewendet? Krokus Vergissmeinnicht Kamille Maiglöckchen Was rät Hildegard von Bingen bei Beschwerden durch schuppige Haut? Regenwürmer und Moos sollen zu einem Brei gemischt werden, der auf die Haut aufgetragen wird. Ringelblumen sollen mit einer harten Speckschwarte im Mörser zerstossen und auf die Haut aufgetragen werden. Radieschen sollen bei Vollmond geerntet und in feinen Scheiben auf die betroffenen Hautstellen gelegt werden. Der Morgentau von Frauenmäntelchen soll eingesammelt und aufgetragen werden. Welche Heilpflanze, um die wir lieber oft einen Bogen machen, hilft nachweislich gegen Arthrose und Arthritis? Tollkirsche Fingerhut Brennnessel Riesenbärenklau ENTDECKEN SIE HISTORISCHE GÄRTEN Rundgang durch die Klostergärten Jetzt entdecken Führung "Heilpflanzen früher und heute" Jetzt entdecken Weitere Beiträge 23. August 2022 Heilkunde im Kloster Seit jeher befassen sich Klöster mit Heilkunde, da die Fürsorge für die Armen und Kranken tief in ihrer Tradition verankert ist. Auch beim… 07. Juli 2021 Antike Heilkunde: Wie die Römer Pflanzen als Medizin nutzten Wie heilten die Römer? Und wieso spielten Pflanzen und Kräuter dabei eine wichtige Rolle? Erfahren sie, wie die medizinische Versorgung der… 06. Mai 2022 Quiz: Wie gut kennt ihr die Zeichensprache der Mönche? Wie gut könnt ihr die Zeichensprache der Mönche verstehen? Testet euch in diesem Quiz! Von Salome Bender Von Salome Bender Salome Bender ist Praktikantin Geschichtsvermittlung auf der Klosterhalbinsel Wettingen. Ähnliche Artikel finden Sie hier: Kategorien Klosterleben Quiz & Spiele Kommentare

 
Museum Aargau

Gladiatoren im Ruhestand

Zurück zum Blog 27. Mai 2024 Kategorien Römerzeit Römische Geschichten aus Vindonissa Viele Gladiatoren starben in der Arena, was geschah aber mit den anderen? Und was verraten die Grabstelen der Gladiatoren über ihren gesellschaftlichen Status? Duell bei einem Leichenbegängnis, Nekropole von Gaudo, Paestum, Kampanien; 1. Hälfte 4. Jh. v. Chr.; heute im Museo Archaeologico, Paestum. © Pontrandolfo/Rouveret 1998. Die meisten Gladiatoren waren Sklaven Gladiatorenkämpfe gab es im Römischen Reich von 264 v. Chr. bis Anfang des 5. Jahrhunderts n. Chr. Aus verständlichen Gründen waren die meisten Gladiatoren keine Freiwilligen, sondern Sklaven, hatten also von Grund auf kaum eigene Rechte. Sie wurden vom lanista , einem Gladiatorenmeister, ausgewählt und gekauft. Daraufhin wurden sie in seine Gladiatorenschule gebracht, wo sie einen Eid auf ihren dominus und ihre Zukunft als Gladiator leisten mussten. Entfremdet von der eigenen Familie und ihrer Heimat, bekamen sie hier einen neuen Namen und wurden Teil einer neuen Familie. Miteinander teilten sie dieselbe Ausbildung, dasselbe Essen und dieselbe medizinische Versorgung. Nun begann der Drill: Hieb um Hieb und Stich um Stich mussten sie sich ihren Weg nach oben erkämpfen – oder sterben. Waren sie erfolgreich, winkte ihnen bald die Anerkennung des Publikums und die Hoffnung, sich freikaufen zu können. Doch der Gladiator wusste um die Zerbrechlichkeit dieser Hoffnung – schmerzlich wurde sie ihm bewusst, wenn er einmal mehr im blutgetränkten Sand der Arena vor seinem Gegner auf die Knie musste und das Urteil des Publikums erwartete. Wenn es denn so weit kam: Nicht selten fand er bereits während des Kampfes den Tod. Ein knieender retiarius erwartet den Todesstreich des über ihm stehenden murmillo. Spätes 2. Jh. n. Chr.; Insula 30, Augusta Raurica. © Heinz Grauwiler. Kampfmaschinen im Ruhestand Doch wie gestaltete ein libertus , ein Freigelassener, sein weiteres Leben? Die angesparten Sesterzen dürften kaum dafür gereicht haben, sich in den Ruhestand zu begeben, zumal es das Konzept des Ruhestandes im heutigen Sinne noch nicht gab. Lediglich die Legionäre, nachdem sie 25 Jahre gedient hatten, konnten sich auf eine Pension in Form von Land oder Geld freuen. Doch während jene das römische Bürgerrecht genossen, waren die Rechte und Perspektiven der Gladiatoren eingeschränkt. Dank ihres Ruhmes als erfolgreiche Kämpfer war es ihm möglich, sich entweder als Ausbildner anderer Gladiatoren oder als Bodyguard reicher Bürgerinnen und Bürger seinen Lebensunterhalt zu verdienen. Nicht zuletzt mag ein Gladiator den Ruhm der Arena vermisst haben und freiwillig seine Karriere in der Arena fortgesetzt haben. Was die Gräber der Gladiatoren über sie verraten Vergeblich sucht man ihre Gräber in den Nekropolen der römischen Bürgerschaft. Frei oder unfrei – sosehr der entpersonalisierte Gladiator in der Arena verehrt wurde, sosehr wurde die Person hinter dem Helm verachtet. Mit der infamia belegt, zählte er – wie auch Schauspieler und Prostituierte – zu den Geächteten der Gesellschaft. Man musste sie daher auf separaten Friedhöfen begraben, wollte man nicht das Risiko eingehen, die Totenruhe edler Bürgerinnen und Bürger zu stören. Und dies wollte man auf gar keinen Fall. Um ganz sicher zu sein, dass ein rastloser Gladiator nicht etwa als Totengeist zurückkehrte, enthauptete man post mortem auch gerne den einen oder anderen von ihnen. Auf den Grabstelen präsentieren sich die meisten Gladiatoren als mehrfacher und triumphierender Sieger, während andere den Moment des Kampfes abbilden. Und nicht wenige freuen sich darüber, "viele Leben gerettet" zu haben: Denn wen mag es erstaunen, wenn Gladiatoren unter sich Abmachungen getroffen haben, wie ein Kampf verlaufen sollte und dass man sich gegenseitig schonen wolle. Steckte vielleicht sogar der lanista hinter der Abmachung, weil er nicht wollte, dass sich seine besten Kämpfer gegenseitig töteten. Oder wollte der Gladiator bloss bluffen, indem er impliziert, dass er die Leben ebenso gut hätte nehmen können? Und schliesslich finden sich Grabstelen wie jene des als Thraker kämpfenden Danaos aus Cyzikus: Sein Wunsch war es, sich zusammen mit seiner Familie verewigen lassen. Die Inschrift lautet: "Heorte, seine Frau, und Asklepiados, sein Sohn, haben dem Danaos, secundus palus der thraces , dies zu seinem Gedächtnis errichtet. Siegreich ging der Gladiator in den Hades ein." Grabstele des Thrakers Danaos aus Cyzikus (Kleinasien); 2. Jh. n. Chr.; © Kunsthistorischen Museum Wien. Bei der Betrachtung der Grabstelen wird schnell vergessen, dass die Mehrheit der Gladiatoren nicht das Glück hatte, ihren ersten Kampf zu überleben. Sie fanden ihre Ruhe weder in der Ehrung durch das Publikum noch in einer – für die Römer und Römerinnen so wichtigen – anständigen Bestattung. Weitere Blogbeiträge 19. Mai 2026 Quiz: Wie gut kennen Sie Gladiatoren? Testen Sie in diesem Quiz Ihr Wissen über die Gladiatoren im alten Rom. 25. März 2024 Wie ein Maultier Rom zum Weltreich machte Den meisten zwar bekannt, führt das Maultier eher ein Schattendasein: Es ist weder Pferd noch Esel und begegnet uns im heutigen Alltag nur… 10. Oktober 2025 Der römische Legionär und seine Ausrüstung Was gehört zur Kleidung und Ausrüstung eines römischen Legionärs? Marius aus dem Legionslager Vindonissa zeigt Ihnen, wie sich ein römischer… Von Luca Grünig Von Luca Grünig Luca Grünig ist Praktikant in Vindonissa. Ähnliche Artikel finden Sie hier: Kategorien Römerzeit Römische Geschichten aus Vindonissa Kommentare

 
Museum Aargau

Tomaten: die richtige Pflege

Zurück zum Blog 17. Juni 2024 Kategorie Gartentipp aus dem Wildegger Schlossgarten So gelingen Tomaten perfekt: der Gartentipp aus dem Wildegger Schlossgarten. Tomaten kamen bereits im 16. Jahrhundert zu uns und erfreuen sich seither immer grösserer Beliebtheit. Mittlerweile findet man im Handel über 100 verschiedene Sorten. Neben den roten Früchten gibt es auch gelbe, violette oder grüne. Standortwahl und Pflanzung von Tomaten Die Pflanzen lieben einen sonnigen, warmen und wettergeschützten Standort. Haben Sie keinen schützenden Standort, empfiehlt es sich, ein Tomatenhaus zu bauen. Achten Sie darauf, dass eine Seite – die vom Wetter abgewandte – offen ist. Tomaten können im Beet oder in Gefässen gepflanzt werden – wobei Gefässe mindestens 10 Liter gross sein müssen, da Tomaten im Sommer einen hohen Wasserbedarf haben. Weil Tomaten überdies Starkzehrer sind, bevorzugen sie nährstoffreiche Erde und eine gute Gründüngung. Während dem Sommer freuen sich die Pflanzen auch über Flüssigdünger (es gibt speziellen Tomatendünger) und danken es Ihnen mit feinen aromatischen Früchten. Tomaten im Garten (Pixabay/CB_Droneography) Pflege und Ernte Achten Sie beim Giessen auf eine gleichmässige Feuchtigkeit. Während dem Wachstum werden regelmässig die Seitentriebe ausgebrochen, dies fördert die Fruchtbildung. Ab etwa Ende Juli kann man den Kopf der Pflanze abschneiden, ebenso Blätter, welche die noch unreifen Früchte bedecken. Dies unterstützt den Reifeprozess. Hat man im Herbst noch grüne Früchte und die Sonne scheint nicht mehr so oft, können diese geerntet werden und reifen so doch noch nach. Wenn der Reifeprozess beschleunigt werden soll, können Äpfel dazu gelegt werden. Weitere Blogbeiträge 30. April 2024 Kompost, nein danke! Kompost gilt als "schwarzes Gold" im Garten. In einigen Fällen jedoch ist Kompost das falsche Mittel. Der Gartentipp aus dem Wildegger… 07. Juni 2024 Quiz: Was wissen Sie über alte Heilpflanzen? Woher kommt die Bezeichnung für Basilikum? Welche Blumen werden bei Verdauungsbeschwerden angewendet? Testen Sie Ihr Wissen in diesem Quiz! 04. März 2024 Fitmacher Johannisbeeren Tauchen Sie ein in die Welt der Johannisbeeren. Von Sorten und Schnitt bis zur Pflege: Der Gartentipp aus dem Wildegger Schlossgarten. Von Melissa Gögele Von Melissa Gögele Ähnliche Artikel finden Sie hier: Kategorie Gartentipp aus dem Wildegger Schlossgarten Kommentare

 
Museum Aargau

Die Äbtissin führt zum Klarafenster im Kloster Königsfelden

Zurück zum Blog 14. Oktober 2020 Kategorie Klosterleben Die berühmten Glasfenster der Klosterkirche Königsfelden sind Symbole der herausragenden Stellung der Habsburger im 14. Jahrhundert. Begleiten Sie Äbtissin Udelhild von Hallwyl (1391) durch die Klosterkirche und zum faszinierenden Klarafenster. Von Museum Aargau Von Museum Aargau Das Team von Museum Aargau zeigt an dieser Stelle digitale Einblicke in die Museumsstandorte. Ähnliche Artikel finden Sie hier: Kategorie Klosterleben Kommentare

Gradian
Luftaufnahme vom Schloss Habsburg von Michel Jaussi

Schloss Habsburg

Stammschloss der Habsburger

Auf Schloss Habsburg wurde um 1030 der Grundstein der Habsburger-Dynastie gelegt. Ausstellungen, Führungen und Veranstaltungen zeigen die Geschichte der sagenumwobenen Burg und deren Adelsfamilie.

PLANEN SIE IHREN BESUCH

 
Verkleideter Museumsführer erzählt im Esstheater den dinierenden Gästen Anekdoten auf Schloss Habsburg

Vier
Highlights

Das dürfen Sie nicht verpassen  

 
Mädchen bastelt am Familiensonntag am Schloss Habsburg

Veranstaltungen
und Führungen

Veranstaltungskalender Museum Aargau  

 
Besucher in der Dauerausstellung Schloss Habsburg

Ausstellungen
und Rundgänge

Erleben Sie die Burg  

 
Eine mittelalterlich gekleidete Magd steht im Tor von Schloss Habsburg und winkt hinein..

Öffnungszeiten und
Eintrittspreise

Schloss Habsburg ist ganzjährig geöffnet  

 
Wanderer auf dem Weg zum Schloss Habsburg

Anreise: So
finden Sie uns

Anfahrt mit Auto und öV  

Angebot wählen
  • Veranstaltung
  • Öffentliche Führung
  • Ausstellung
  • Selbständiger Rundgang
  • Garten
Geeignet für
  • Familien
  • Schulen
  • Gruppen
  • Einzelbesucher

Schulen, Familien und Gruppen

 
Eine Schulklasse sitzt im Kreis im Innern von Schloss Habsburg; am Boden liegen Blätter mit Texten.

Für
Schulen

Buchbare Führungen und Workshops  

 
Zwei Schüler unter dem Dach von Schloss Habsburg; ein Bub blickt durch ein Fernrohr ins Weite.

Für
Familien

Geheime Ecken und Königsweg  

 
Verkleideter Museumsführer erzählt im Esstheater den dinierenden Gästen am Esstisch Anekdoten auf Schloss Habsburg

Für
Gruppen

Buchbare Führungen und Esstheater  

FEIERN UND GENIESSEN

 
Gotische Stube Schloss Habsburg: Rustikaler Raum mit viel Holz und schön gedeckten Tischen.

Essen und
Trinken

Schlossrestaurant Habsburg  

 
Ein Hochzeitspaar auf Schloss Habsburg: Ein Mann und eine Frau schreitet durch spalierstehende Gäste. Seifenblasen fliegen in der Luft.

Räume
mieten

Feiern und tagen auf dem Schloss  

GESCHICHTE UND SAMMLUNG

 
Virtuelles Schloss Habsburg

Geschichte

Der Aufstieg zur Weltmacht  

 
Ein gelber Heizlüfter, Objekt im Sammlungszentrum Egliswil

Sammlung

Schatzkammer der Aargauer Geschichte  

 
Grosses Handy in der Hand eines Benutzers, auf dem Bildschirm ist die "Sammlung online" von Museum Aargau dargestellt.

Sammlung online

Objekte digital entdecken  

Impressionen

Aussenaufnahme mit mächtigen Wolken über Schloss Habsburg
Besucher in der Dauerausstellung Schloss Habsburg
Mädchen bastelt am Familiensonntag am Schloss Habsburg
Verkleideter Museumsführer erzählt im Esstheater den dinierenden Gästen Anekdoten auf Schloss Habsburg
Besucherinnen und Besucher auf dem Königsweg mit dem Schloss Habsburg im Hintergrund
Eine als Kaiserin Sisi gekleidete Museumsführerin führt eine Gruppe Besucherinnen und Besucher durch das Schloss Habsburg.