Museum Aargau

Die Eibe: einheimisch, schön – und nicht ganz ungefährlich

Zurück zum Blog 01. April 2020 Kategorie Gartentipp aus dem Wildegger Schlossgarten Die rund 30 kegelförmigen Eiben auf Schloss Wildegg gehören für uns zu den schönsten Bäumen der Schlossanlage. Sie bilden eine romantische kleine Allee entlang der Treppe vom Schloss in unser Gartenparadies. Wir benötigen jeweils etwa zwei volle Tage, die vier Meter hohen Bäume zu schneiden – viel Arbeit, die sich lohnt: Eiben sind nebst ihrer Schönheit einheimisch, immergrün und ein guter Buchsersatz. Vor allem im Winter bietet die Eibe mit ihren dunkelgrünen Nadeln einen schönen Sichtschutz – sei es als geschnittene Hecke oder freiwachsend in Strauchform. Das Schneiden der Eiben auf Schloss Wildegg beschäftigt die Gärtnerinnen jeweils zwei volle Tage – beachtliche Arbeit, die sich aber lohnt. © Museum Aargau Die Pflege von Eiben: wann und wie schneiden? Eiben sind zudem äusserst pflegeleicht. Einmal schneiden pro Jahr genügt. Der August ist die beste Zeit dafür: Die Temperaturen sollten jedoch nicht zu hoch sein. Wir empfehlen, die Eiben oben stärker zu schneiden als unten. So fällt mehr Licht in die Pflanze. Plastik oder Tücher auslegen, damit das Schnittholz schnell eingesammelt werden kann. Weibliche Eibe mit roten Beeren ist giftig Und nicht zu vergessen: Bei der weiblichen Pflanze mit den roten Beeren ist Vorsicht geboten. Diese ist giftig. Wer Kinder hat, sollte deshalb auf Eiben im Garten – trotz ihrer Schönheit – sicherheitshalber verzichten. Von Melissa Gögele & Tanya van der Laan Von Melissa Gögele & Tanya van der Laan Ähnliche Artikel finden Sie hier: Kategorie Gartentipp aus dem Wildegger Schlossgarten Kommentare

 
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"Made in Aargau" – die coolen Heizungslüfter der REXTHERM AG

Zurück zum Blog 27. März 2020 Kategorien Schätze aus der Sammlung 20./21. Jh. Die Heizlüfter des Aarauer Kleinbetriebs REXTHERM AG (ehemals Schiesser und Lüthy), der elektrothermische Apparate wie Reisebügeleisen herstellte, bestechen durch Farbe und Form: Sie versprühen durch ihre Farbigkeit Optimismus und Aufbruchstimmung und ihre kurvige Form entspricht unserer Vorstellung der 50er- und frühen 60er-Jahre. © Museum Aargau Als ich die Heizlüfter im Sammlungszentrum Egliswil entdeckte, fragte ich mich kurz, ob es schon damals eine Globalisierung der Formen gab und wer sich damals diese Heizlüfter kaufte, die das Ende der dunkelbraunen, noch ofenartig aussehenden Heizlüfter einläutete. Es mag erstaunen, aber es sind zuweilen Objekte wie ein banaler Heizlüfter, die uns eine längst vergangene Welt zurückbringen. Wer kann heute nicht Optimismus und Aufbruchstimmung gebrauchen? Von Rudolf Velhagen Von Rudolf Velhagen Rudolf Velhagen stellt hier regelmässig Trouvaillen, Raritäten und überraschende Schätze aus der Sammlung von Museum Aargau vor. Diese umfasst rund 50'000 Objekte. Ein grosser Teil davon lagert im Sammlungszentrum Egliswil. Ähnliche Artikel finden Sie hier: Kategorien Schätze aus der Sammlung 20./21. Jh. Kommentare

 
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Rasenrenovation: So erholt sich Ihr Rasen vom heissen Sommer

Zurück zum Blog 31. März 2020 Kategorie Gartentipp aus dem Wildegger Schlossgarten Trockene Sommer wie jeder von 2018 setzen dem Rasen stark zu. Oft sind noch Monate später braune Stellen und Lücken zu sehen. Ich empfehle deshalb eine Rasenrenovation. Diese ist einfach durchzuführen – am besten, wenn die Narzissen blühen. Dann beginnt der Rasen wieder zu wachsen. © Museum Aargau Anleitung zur Rasenrenovation Mähen Sie diesen auf die übliche Schnitthöhe von 4 Zentimeter und gönnen Sie den Gräsern anschliessend wichtige Nährstoffe vom handelsüblichen Dünger. Nach zwei Wochen wird der Rasen dann ein zweites Mal etwas tiefer gemäht. Jetzt folgt das Vertikutieren: Abgestorbenes und überflüssiges Material zwischen den Gräsern wird entfernt und der Rasen so entfilzt. Ein solches Gartengerät – genannt Vertikutierer – kann auch gemietet werden. Als nächstes füllen Sie die kahlen Stellen mit Rasenerde auf und sähen hier Nachsaatrasen. Gut festdrücken! Nun muss der Rasen während zwei Wochen konsequent gewässert werden, damit der Boden feucht bleibt. Sobald der neu angesäte Rasen bei den kaputten Stellen 6 bis 8 Zentimeter hoch ist, kann der ganze Rasen auf 4cm geschnitten werden. Achtung, nicht zu früh mähen! Es besteht die Gefahr, dass die zarten Gräschen ausreissen. Nicht nur nach trockenen Perioden ist eine Gartenrenovation sinnvoll. Es empfiehlt sich, diese grundsätzlich von Zeit zu Zeit durchzuführen. Von Tanya van der Laan Von Tanya van der Laan Ähnliche Artikel finden Sie hier: Kategorie Gartentipp aus dem Wildegger Schlossgarten Kommentare

 
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Kochvideo: Gebackene Zwiebeln – Rezept aus dem Mittelalter

Zurück zum Blog 07. April 2020 Kategorien Mittelalter Kochvideos & historische Rezepte Kochen Sie gebackene Zwiebeln nach einem Rezept aus dem Mittelalter. Dieses Rezept ist raffiniert, denn es verbindet verschiedene Geschmacksrichtungen! Die scharfen Zwiebeln karamellisieren im Honig-Weisswein-Gemisch und erhalten so eine feine Süsse, die durch die Crème fraîche noch abgerundet wird. Das Rezept findet sich im Tegernseern Kochbuch wieder und ist damit ein Rezept aus dem Kloster. Zwiebelgewächse sind genügsam im Garten und daher gerne gesehen. Rezept für: 4 Personen Dauer: 40 Minuten (10 Minuten Arbeit, 30 Minuten über dem Feuer) Zutaten 600 g Zwiebeln 40 g Butter 5–6 EL Honig 2,5 dl Weisswein Salz 4 EL Crème fraîche 2 EL frische Küchenkräuter, gehackt Zubereitung Die Zwiebeln schälen und in dünne Scheiben schneiden. Die Butter in einer Pfanne schmelzen, den Honig darin auflösen und die Zwiebelscheiben hinzugeben. Kurz andünsten, den Wein hinzugiessen und so lange schmoren, bis die Zwiebeln weich sind. Salzen, mit der Crème fraîche binden und mit den Kräutern abschmecken. Wer es gerne süsser hat, kann die Menge Honig verdoppeln oder verdreifachen. Weitere Kochvideos 23. Juni 2020 Kochvideo: Safran-Sahne-Torte – Rezept aus dem Mittelalter Im Kochvideo zeigen wir Ihnen, wie sie eine Safran-Sahne-Torte zubereiten – ein mittelalterliches Rezept aus der Sammlung "Two… 18. Februar 2021 Kochvideo: Linsen mit Kastanien – Rezept aus der römischen Antike Kochen Sie Linsen mit Kastanien nach römischem Rezept – unser Kochvideo zeigt, wie's geht! 24. Juli 2020 Kochvideo: Petersilienstrauben – Rezept aus dem Mittelalter Kochen Sie Peterlistrauben wie im Mittelalter! Unser Kochvideo zeigt, wie's geht! Von Museum Aargau Von Museum Aargau Das Team von Museum Aargau zeigt an dieser Stelle digitale Einblicke in die Museumsstandorte. Ähnliche Artikel finden Sie hier: Kategorien Mittelalter Kochvideos & historische Rezepte Kommentare

 
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So pflegen Sie den Buchsbaum

Zurück zum Blog 06. April 2020 Kategorie Gartentipp aus dem Wildegger Schlossgarten Ob als einzelner Baum, schön geschnittene Hecke oder Beet-Einfassung: Der Buchsbaum ist eine beliebte, immergrüne Pflanze. Mit der richtigen Pflege macht er jahrelang Freude. Der Gartentipp aus dem Wildegger Schlossgarten. © Museum Aargau Tipps zum Wachstum Am liebsten wächst der Buchsbaum in lockeren, humosen Böden. Es lohnt sich, ihn einmal jährlich mit organischem Material wie Hornspänen oder Kompost zu düngen. Dies verbessert den Boden, gibt dem Buchs ausreichend Nährstoffe und sorgt für ein gesundes Wachstum. Bei Trockenheit im Sommer sollte man ihn zweimal pro Woche wässern. Wann den Buchs schneiden? Geschnitten werden kann der Buchs von März bis September. Eine alte Gärtnerregel besagt: Schneide ihn nur in den Monaten ohne R schneiden. Ich empfehle, den Schnitt im Mai vorzunehmen. Am besten nicht bei prallem Sonnenschein, da die Sonne die Schnittstelle verbrennen kann. Für den Formschnitt schneidet man etwa zwei Drittel der neuen Austriebe ab. Ist die Pflanze schon sehr gross, kann man ohne Bedenken bis ins alte Holz schneiden. Der Buchs wird auch dann wieder schön austreiben. Vorbeugung vor Pilzbefall Neben dem Zünsler leiden Buchspflanzen leider auch am Buchsbaum-Triebsterben. Bei dieser Krankheit handelt es sich um einen Pilz. Ist eine Pflanze befallen, ist dies nicht zu übersehen. Ganze Triebe trocken aus, werden braun bis schwarz und sterben ab. Dem Pilz lässt sich vorbeugen, indem man gut düngt und befallene Pflanzen wegnimmt und entsorgt. Von Melissa Gögele Von Melissa Gögele Ähnliche Artikel finden Sie hier: Kategorie Gartentipp aus dem Wildegger Schlossgarten Kommentare

 
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Strohhut Canotier – Die "Kreissäge" der Hipster

Zurück zum Blog 08. April 2020 Kategorien Schätze aus der Sammlung Historische Kleidung 20./21. Jh. Die sich zu Beginn des 21. Jahrhunderts weltweit verbreitende Hipsterbewegung brachte nicht nur Vollbärte, Holzfällerhemden und Tätowierungen zurück, sondern auch coole Strickmützen und Strohhüte. Bei den Strohhüten sind insbesondere die Canotiers, liebevoll auch “Kreissägen” genannt, beliebt, von denen die Sammlung Museum Aargau ein schönes Exemplar besitzt – an Flüssen und Seen wähnt man sich somit seit einigen Jahren während der Sommermonate plötzlich wieder wie im weltberühmten Bild "Das Frühstück der Ruderer" (1880/81) des Impressionisten Pierre-Auguste Renoir (Phillips Collection, Washington D.C.). Ein Stück Freiämter Strohindustrie Die Kreissäge erinnert ebenfalls an die Erfolgsgeschichte der Strohindustrie im aargauischen Freiamt, wo um das Strohzentrum Wohlen u.a. in Dottikon, Fahrwangen und Meisterschwanden zahlreiche Strohfabriken entstanden. Ein Besuch des Strohmuseums in Wohlen lohnt sich: Rasch wird deutlich, dass Strohbarone wie beispielsweise Isler Handelsverbindungen und Verkaufsstellen in ganz Europa hatten. © Museum Aargau Mitte des 19. Jahrhunderts waren im Aargau allein 24'000 Heimarbeiterinnen beschäftigt. Die Freiämter Strohindustrie, die teilweise 98% ihrer Ware exportierte, blieb allerdings nicht verschont von der Weltwirtschaftskrise der 1930er-Jahre sowie von den Launen der Mode – mag die Bezeichnung "Hipster" heute meist spöttisch verwendet werden, ihr ist zweifellos zu verdanken, dass die 1919 gegründete Aargauer Hutwerkstatt Risa in Hägglingen mit ihren Hutkollektionen weltweit Beachtung findet. Die Basic Collection enthält sogar Zylinder. Jetzt fehlt nur noch der Gehstock mit einem schönen Handknauf aus Silber! Von Rudolf Velhagen Von Rudolf Velhagen Rudolf Velhagen stellt hier regelmässig Trouvaillen, Raritäten und überraschende Schätze aus der Sammlung von Museum Aargau vor. Diese umfasst rund 50'000 Objekte. Ein grosser Teil davon lagert im Sammlungszentrum Egliswil. Ähnliche Artikel finden Sie hier: Kategorien Schätze aus der Sammlung Historische Kleidung 20./21. Jh. Kommentare

 
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Neophyten sind essbar und ideal für in den Salat

Zurück zum Blog 02. April 2020 Kategorie Gartentipp aus dem Wildegger Schlossgarten Invasive Neophyten werden immer mehr zu Plage und haben keinen guten Ruf. Sie verbreiten sich rasant und verdrängen die heimische Flora. Die schönste Blumenwiese verkommt innert weniger Wochen zu einem weissen Meer. Dennoch gibt es auch nützliche Anwendungen für Neophyten: beispielsweise als Heilpflanze oder im Salat. Einjähriges Berufskraut: Ein Neophyt, der auch auf dem Salatteller landen könnte. © pixabay / jhenning Korrekter Umgang mit Neophyten im Garten Neophyten sind auch im heimischen Garten ein Problem. Es ist deshalb wichtig, beim Gärtnern aufmerksam zu sein und Neophyten frühzeitig mit der ganzen Wurzel auszureissen. Machen Sie auch Nachbarn auf mögliche Neophyten im Garten aufmerksam. Ein entdeckter Neophyt muss sofort vernichtet werden. Wichtig: Niemals Neophyten im Kompost oder mit dem Grüngut entsorgen. Die Pflanzen können sich so weiter ausbreiten. Informationen zu Neophyten – vor allem über dessen Aussehen – gibt es bei der Gemeinde oder im Internet. Neophyten haben auch heilende Wirkung Was viele nicht wissen: Viele Neophyten sind essbar, einige haben sogar eine heilende Wirkung. Das einjährige Berufskraut etwa: Die weisse Blume, die man in vielen Gärten und an Waldrändern sieht, hilft gegen Erkältung, Gicht und Ekzeme. Die kanadische Goldrute wirkt bei Blasenschwäche, Nierensteinen oder Gicht. Informieren Sie sich vorgängig, welche Neophyten essbar sind – damit diese im Salat landen statt im Abfallkübel. Von Tanya van der Laan Von Tanya van der Laan Ähnliche Artikel finden Sie hier: Kategorie Gartentipp aus dem Wildegger Schlossgarten Kommentare

 
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Wie kam ein Helm aus dem Orient nach Lenzburg?

Zurück zum Blog 29. Juni 2021 Kategorie Schätze aus der Sammlung Die Sammlung von Museum Aargau enthält einige unerwartete Gegenstände aus aller Welt. Wie das vorliegende Objekte zeigt, sind diese sowohl ein Zeugnis der globalen historischen Vernetzungen des Kantons wie auch ein Porträt der verschiedenen Figuren, die den Inhalt dieser Sammlung nachhaltig geprägt haben. Der schmuckvolle Helm wurde aus Eisen gefertigt und ist dem 18. Jahrhundert zuzurechnen. Die konische Grundform des Helms wird oben von einer vergoldeten Spitze abgeschlossen, während auf der Vorderseite zwei Federfüllen nebst einem schwungvoll gestalteten Nasenschutz angebracht sind, der sich nach oben hin durchzieht. Sowohl um den Nacken als auch die Seiten zu schützen, ist am unteren Rand des Helms ein Kettengeflecht angebracht, welches auf drei Seiten sich nach unten verengend ausläuft. Diese Form von Helm ist aus vielen Gebieten der islamischen Welt bekannt und war vor allem in den Beständen des Osmanischen Reiches oder des Mogulreiches weit verbreitet. Charakteristisch für solche Rüstungen waren nebst der etwas leichteren Gestaltung auch die reichhaltige Dekoration. Nebst goldigen Verzierungen ist dies vor allem in der Form von kunstvoll gestalteten Koranversen zu sehen, welche den Helm wie ein Band umgeben. Solche Verse dienten als ein Ausdruck der Frömmigkeit, als Schutzmechanismus oder auch einfach als Dekoration. Vom Punjab nach Lenzburg Der Helm stammt möglicherweise aus dem Raum des heutigen Iran, könnte aber ebenso zu einer Sammlung weiterer Helme in der Sammlung gehören, die aus dem Punjab in Nordindien stammte. Der Punjab gehörte damals zum Mogulreich. Dieses Reich, welches von etwa 1526 bis 1858 Bestand hatte, war im Norden des heutigen Indiens gegründet worden und umfasste auf dem Höhepunkt seiner Macht im späten 17. Jahrhundert beinahe das gesamte Gebiet des indischen Subkontinents wie auch Teile Afghanistans. Während langer Zeit waren die Beziehungen zwischen den ursprünglich aus dem persischen Raum stammenden muslimischen Herrschern und der grossen hinduistischen Bevölkerung relativ harmonisch. Eine Vielzahl an architektonischen, malerischen und poetischen Werken zeugt noch heute von einer Begegnung der Kulturen des persischen und indischen Raums. Im Verlauf der Geschichte des Reiches kam es jedoch wiederholt zu Spannungen zwischen der muslimischen Herrschaftselite und der hinduistischen Bevölkerung und sowohl innere als auch äussere Spannungen führten schliesslich zum Niedergang des Reichs. Besonders prägend zu der Zeit um 1800 war hier die zunehmende Präsenz und Einflussnahme des Britischen Reichs, welches schlussendlich die Überbleibsel des Mogulreichs 1858 dem Gebiet Britisch-Indiens hinzufügte. Diese Inkursion der europäischen Mächte ermöglichte auch Sammlern die Anlage grosser ethnographischer Kollektionen und so gelangte wohl auch der Helm schlussendlich nach Europa und in die Hände des amerikanischen Unternehmers Augustus Edward Jessup (1861-1925). Ein begeisterter Sammler. Augustus Edward Jessup mit seiner zweiten Frau und Kindern. Inv. Nr. S-3549 Der Sammler auf Schloss Lenzburg Augustus Edward Jessup war der Sohn eines wohlhabenden Papierherstellers der schliesslich aus seinem Privatvermögen für etwa 120'000 Franken das Schloss Lenzburg von den damaligen Besitzern, der Familie Wedekind, übernahm. Er liess das Schloss weitgehend renovieren um es sowohl für ihn als auch für seine Ehefrau, Lady Mildred Marion Bowes-Lyon (1868-1897), bewohnbar zu machen. Lady Mildred, die auch Verbindungen zum englischen Königshaus hatte, starb jedoch schon in jungen Jahren. Nach ihrem Tod heiratete Jessup Hyacinth Mary Cavendish-Bentinck (1864-1916). Jessup war ein begeisterter Antiquitäten- und Kunstsammler und liess das Schloss Lenzburg mit Objekten aus Europa und aller Welt füllen, um dem Schlosss einen historischen und auch einen "exotischen" Hauch der Fremde zu geben. Besonders einflussreich dabei war der Gold- und Silberschmied und Sammler Johann Karl Bossard (1846-1914) der weitreichend für Jessup Objekte erwarb. Dabei handelte es sich mitunter um Originale, aber durchaus auch um Nachbauten historischer Gegenstände. Ein besonderer Schwerpunkt von Jessup waren dabei orientalische Waffen und Rüstungen, von denen er eine Vielzahl erstand. Mitunter handelte es sich manchmal auch um Gegenstände, die wir heutzutage wohl als Touristenware bezeichnen würden. Im Falle des vorliegenden Helms war es jedoch ein originales Objekt, welches so in seinen Besitz kam. Die Sammlung Museum Aargau Das Schloss Lenzburg wurde schliesslich 1911 an einen weiteren amerikanischen Unternehmer, den Kohlemagnaten und Kunstsammler James William Ellsworth (1849-1925), verkauft, bis dessen Familie es schliesslich 1956 mitsamt dem Inventar an die Stiftung Schloss Lenzburg abgab. Damit gelangten sowohl die ausgedehnten Kollektionen der Familien Jessup und Ellsworth schlussendlich in die Obhut der Sammlung von Museum Aargau. Somit ist die Sammlung bis heute nicht nur von der Geschichte und den Objekten des Kantons Aargau geprägt, sondern auch von den Sammlungen von einzelnen Personen wie Jessup. Damit gibt die Sammlung nicht nur einen Einblick in die Objekte verschiedener Kulturen und Zeitalter, sondern auch einen direkten Einblick in die Lebens- und Vorstellungswelten dieser Menschen und ihren Sammeltätigkeiten. Ein kunstvoller Helm. Inv. Nr. S-1724 Von Lukas Becker Von Lukas Becker Lukas Becker ist Historiker und Praktikant der Sammlung von Museum Aargau. 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Insekten und andere Krabbeltiere: die kleinen Nützlinge im Garten

Zurück zum Blog 23. Juli 2021 Kategorie Gartentipp aus dem Wildegger Schlossgarten Krabbeltiere wie Käfer, Spinnen und Insekten im Allgemeinen werden oft mit gemischten Gefühlen betrachtet. Jedoch sind viele von ihnen als Nützlinge unersetzbar im Garten: Sie sind natürliche Schädlingsbekämpfer und sorgen für ein natürliches Gleichgewicht. Die unterschiedlichen Nützlinge im Garten Marienkäfer zum Beispiel verspeisen eine Riesenmenge an Läusen. Auch die Larven der Florfliege lieben Blattläuse, Thripse und Spinnmilben. Die nachtaktiven Laufkäfer ernähren sich von Schneckeneiern, Drahtwürmern, Läusen und Milben. Die kleinen Raubmilben fressen Thripse, Spinnmilben und Trauermücken. Spinnen und Vögeln lieben die fliegenden Schadinsekten. Alle diese Nützlinge im Garten sind auch wichtig für die Bestäubung, die wiederum gut ist für eine reiche Ernte. Wie man die Nützlinge anlockt Ein paar einfach Dinge tragen dazu bei, dass sich Nützlinge im Garten wohl fühlen. Sei das ein Insektenhotel, ein Vogelhaus oder ein Tontopf mit Stroh. Ebenso kann ein Laub- oder Asthaufen als Versteck für Igel, Blindschleichen oder Kröten dienen. Achten Sie am besten bei der Bepflanzung darauf, dass vor allem einheimische Stauden und Gehölze verwendet werden – und dass von März bis Oktober ein reiches Blütenmeer angeboten wird. Es gibt auch viele Kräuter und einjährige insektenfreundliche Pflanzen. Weniger Chemie im Garten Um möglichst auf chemische Pflanzenschutzmittel zu verzichten, hilft es Raupen oder Schnecken von Hand abzulesen. Läuse können mit Wasser abgespült werden. Je nach Pflanze kann man die befallenen Stellen abschneiden. Sind trotzdem Pflanzenschutzmittel nötig, gibt es biologische, die Nützlinge schonen. Ich wünsche Ihnen eine gute Gartensaison! Von Melissa Gögele Von Melissa Gögele Ähnliche Artikel finden Sie hier: Kategorie Gartentipp aus dem Wildegger Schlossgarten Kommentare

 
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Mulchen und Gründüngung leicht gemacht

Zurück zum Blog 18. Juni 2021 Kategorie Gartentipp aus dem Wildegger Schlossgarten Im Sommer gedeihen Gärten besonders schön. Die Pflanzen benötigen jedoch viel Wasser. Damit dieses bei hohen Temperaturen weniger schnell verdunstet, sollte der Boden grosszügig gemulcht werden. Dabei wird der Boden mit kleingeschnittenem Pflanzenmaterial bedeckt. Eine Mulchschicht hält den Boden feucht und regt gleichzeitig das Leben darin an. Wer etwas Geduld hat, kann zum Beispiel Regenwürmer dabei beobachten, wie sie die Häckselstückchen in den Boden ziehen. Die Qualität des Bodens wird dadurch verbessert. So wird gemulcht Verteilen Sie den Mulch um die Pflanzen, so dass der Boden gut bedeckt ist. Dafür können verschiedenste Pflanzen verwendet werden. Diese sollten eher dürr und getrocknet sein. Auch Heu oder Rasenschnitt kann als Mulch dienen. Bevor Sie Rasenschnitt als Mulch verwenden, sollten Sie diesen an der Sonne trocknen werden. Gut als Mulch eignen sich auch gehacktes Chinaschilf oder Hanfhäcksel. Herbstvorbereitungen: Pflanzen für die Gründüngung ansäen So schön der Sommer ist, bereitet sich manch einer gedanklich vielleicht bereits auf den Herbst vor. Dann sollten Gemüsebeete, die abgeerntet sind und nicht mehr bepflanzt werden, auf keinen Fall leer bleiben. Ansonsten wird der Boden zu stark ausgewaschen oder ausgetrocknet und wichtige Nähstoffe gehen verloren. In dem Fall empfiehlt es sich, Gründüngungspflanzen anzusäen. Dazu gibt es viele Möglichkeiten. Wichtig ist, eine Pflanze zu wählen, die nicht mit den Pflanzen verwandt ist, die zuvor im Beet gewachsen sind. Fast immer möglich sind Spinat, Nüssler, Phacelie, Ringelblume, Tagetes oder Öllein. Im Handel sind auch gute Mischungen erhältlich. Gründüngung als Lösung gegen Bodenmüdigkeit Durch die Gründüngung kann einer gewissen Bodenmüdigkeit vorgebeugt werden. Schädlinge werden reduziert und der Boden wird lockerer. Diese Art von Düngung wird als Gründüngung bezeichnet, weil diese Pflanzen später auch in den Boden eingearbeitet werden können. Sie dienen so der Nährstoffanreicherung. In einem Hausgarten ist es nicht immer einfach, die Pflanzen in den Boden einzuarbeiten. Man kann sie aber auch einfach als Mulch rund um die Pflanzen streuen. Von Lea Walzer Von Lea Walzer Lea Walzer ist Gärtnerin auf Schloss Wildegg. Ähnliche Artikel finden Sie hier: Kategorie Gartentipp aus dem Wildegger Schlossgarten Kommentare

Gradian
Luftaufnahme Schloss Lenzburg

Schloss Lenzburg

Ritter- und
Drachenschloss

Schloss Lenzburg ist eine der bedeutendsten Höhenburgen der Schweiz. Erleben Sie Ritter, Adlige und Gauner!

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Schlossdrache Fauchi in der Drachenhöhle von Schloss Lenzburg

Fünf
Highlights

Das dürfen Sie nicht verpassen  

 
Ein Gaukler mit brennenden Fackeln vor einer Menschenmenge

Veranstaltungen
und Führungen

Veranstaltungskalender Museum Aargau  

 
Ausstellung Ritter Schloss Lenzburg

Ausstellungen
und Rundgänge

Ritter, Gauner und Schlossdrache Fauchi  

 
Zwei historisch gekleidete Freuen stehen vor dem Tor von Schloss Lenzburg und bitten Besucher mit einer einladenden Geste herein.

Öffnungszeiten und
Eintrittspreise

Geöffnet von April bis Oktober  

 
Luftaufnahme Schloss Lenzburg

Anreise: So
finden Sie uns

Anfahrt mit Auto und öV  

Tagesprogramm

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Dies läuft am Tag Ihres Besuches

Küche mit Besuchern im Schloss Lenzburg Museum
10:00 – 17:00 Uhr

Wohnmuseum und Gefängnis

Entdecken Sie im Wohnmuseum und im Gefängnis zwei Lebenswelten.

Ausstellung
Ausstellung Ritter Schloss Lenzburg
10:00 – 17:00 Uhr

Rittertum und Adel

Die Ausstellung für alle Mittelalterfans!

Ausstellung
Schlossdrache Fauchi in der Drachenhöhle von Schloss Lenzburg
10:00 – 17:00 Uhr

Fauchi und Drachenforschung

Besucht Schlossdrache Fauchi in seiner Höhle!

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Schulen, Familien und Gruppen

 
Workshop mit Schulklasse auf Schloss Lenzburg

Für
Schulen

Buchbare Führungen und Workshops  

 
Kinder in Verkleidung (Ritter und Prinzessin) im Kindermuseum von Schloss Lenzburg

Für
Familien

Schlossdrache Fauchi und Kindermuseum  

 
Lady Mildred im Museum auf Schloss Lenzburg (Führung).

Für
Gruppen

Buchbare Führungen  

Schloss Lenzburg in 48 Sekunden

FEIERN UND GENIESSEN

 
Sonneneinfall im Bistro auf Schloss Lenzburg

Essen und
Trinken

Angebote im Schlossbistro  

 
Hochzeit auf Schloss Lenzburg: Eine Braut steht an einem festlich gedeckten Tisch mit Gästen im Rittersaal von Schloss Lenzburg.

Räume
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Feiern und tagen auf dem Schloss  

GESCHICHTE UND SAMMLUNG

 
Historische Zeichnung/Illustration von Schloss Lenzburg

Geschichte

1000 Jahre Schlossgeschichte  

 
Ein gelber Heizlüfter, Objekt im Sammlungszentrum Egliswil

Sammlung

Schatzkammer der Aargauer Geschichte  

 
Grosses Handy in der Hand eines Benutzers, auf dem Bildschirm ist die "Sammlung online" von Museum Aargau dargestellt.

Sammlung online

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