Schloss Lenzburg

Kindermuseum

Kindermuseum und PLIRRK Preis Museumseintritt Öffnungszeiten Bastelbereich Dienstag bis Sonntag: 10.00 Uhr bis 16.30 Uhr Hinweis Kinder müssen beaufsichtigt werden. Geheime Ecken entdecken! Kindermuseum Im Dachstock von Schloss Lenzburg ist das Kindermuseum untergebracht. Hier dreht sich alles ums Mittelalter: Kinder können nach Lust und Laune spielen, sich verkleiden und basteln. Das grosse Spielschloss, das Turmzimmer und die Mittelalterküche laden zum Rollenspiel ein. Begleitpersonen stehen Bilder- und Vorlesebücher zur Verfügung. Kinderausstellung PLIRRK! In der Kinderausstellung PLIRRK! tauchen Mädchen und Buben in die Welt der Entdecker ein. Vom letzten Bewohner der Lenzburg, dem Polarforscher Lincoln Ellsworth, erfahren sie, welche Strapazen er 1925 auf seiner Nordpolexpedition auf sich nehmen musste. Sie lernen, was auf hoher See gegen Vitaminmangel hilft und wie es sich auf dem offenen Meer navigiert. Die Ausstellung PLIRRK! ist von Kindern für Kinder gemacht. Der Verein " Freunde der Lenzburg " hat diese finanziell unterstützt. Kindermuseum auf Schloss Lenzburg: Basteln, spielen und geheime Ecken entdecken!

 
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Eine feurige Geschichte – Kachelöfen auf Schloss Hallwyl

Zurück zum Blog 02. Juni 2026 Kategorien Mittelalter Schlossgeschichten Auf Schloss Hallwyl stehen heute acht verschiedene Kachelöfen, die uns alle eine Geschichte erzählen. Was hat der Ofen im Salon mit Fabelgeschichten zu tun und was verrät uns der Bauschutt aus dem Schlossgraben über frühere Öfen? Wenn man alle Kachelöfen auf Schloss Hallwyl sehen möchte, hat man einiges vor sich: Allein im vorderen Schloss sind heutzutage vier Öfen ausgestellt, im hinteren Schloss befinden sich nochmals vier. Damit ist die Tour aber noch nicht abgeschlossen, denn auch einzelne Kachelfunde verstecken sich in der Ausstellung. Ofenkacheln im Bauschutt Wir beginnen unseren Rundgang noch etwas abstrakt. Denn der älteste Ofen, der vermutlich im ursprünglichen Wohnturm stand, ist schon lange nicht mehr in seiner eigentlichen Form erhalten. Erst bei archäologischen Grabungen zwischen 1995 und 2003 hat man Bauschutt gefunden, in dem sich Kacheln befanden. Diese Kacheln sehen aber ganz anders aus, als wir es uns gewohnt sind. Es handelt sich nämlich um einfache Tonbecher. Die Becher wurden in die Ofenkuppel eingesetzt, um das Gewicht der Konstruktion zu verringern und die Wärme besser zu speichern. Eine solche mittelalterliche Konstruktion bezeichnet man als Gupfofen. Rekonstruktion eines Gupfofens auf Schloss Lenzburg. © Museum Aargau Schon ab dem 13. Jahrhundert liessen die Schlossherren verschiedene Kachelöfen einbauen und vermutlich auch immer wieder umbauen und ersetzen. Davon erzählen unzählige Kacheln, die man bei Ausgrabungen gefunden hat. Die meisten Kacheln sind grün glasiert und teilweise in ausgefallenen Formen gestaltet. Einen solchen Fund kann man beispielsweise in einer Truhe im hinteren Schloss besichtigen. Diese Kachel zeigt eine Frau in höfischer Tracht über einem Jäger mit Lanze. Reliefierte Kranzkachel, Schloss Hallwyl. © Museum Aargau Regionale Handwerkskunst auf Schloss Hallwyl Für die nächste Station bleiben wir gleich im hinteren Schloss. Hier steht nämlich auch die älteste erhaltene Komplettkomposition eines Ofens. Dieser grüne Turmofen stammt aus dem Jahr 1612 und wurde von Hans Jörg Sinlinger aus Aarau gebaut. Um den Ofen abzustufen und ein Türmchen aufzusetzen, musste Sinlinger verschieden Kachelformen kunstvoll zusammensetzen und aneinander anpassen. Auch die Verzierungen, welche mit einer Schablone übertragen wurden, musste er genau an die benachbarten Kacheln anpassen. Auf der Frontseite des Ofens prangen die Wappen der Auftragsgeber: Hartmann von Hallwyl und Anna von Ulm. Turmofen auf Schloss Hallwyl. © Museum Aargau Unser Rundgang führt uns weiter ins vordere Schloss. Hier stechen sofort die zwei grösseren Kachelöfen ins Auge und man merkt, dass sie ganz anders gestaltet sind: Blaue Malereien verzieren die weiss grundierten Kacheln. Im Unterschied zum hinteren Schloss erwärmten hier die Öfen einst nicht nur die Zimmer, sie schmückten auch die Innenräume. Das ist insbesondere beim Fayence-Ofen im Salon spürbar. Statt Ornamente und Wappen der Familienmitglieder zeigen uns die einzelnen Kacheln verschiedene Szenen aus Fabeln: In einer romantischen Landschaft sehen wir Hund und Katze, Fuchs und Löwe, Schwan und Reiher, Hase und Pferd und vieles mehr. Beide Steckborner Fayence-Öfen wurden 1865 von Hans von Hallwyl als Antiquität in Baden gekauft. Zu dieser Zeit galt Steckborn als absolute Metropole der Kachelofenproduktion. Hans von Hallwyl erwarb also ein der Zeit entsprechendes Luxusgut. Dass der Ofen im Salon mit Fabelmotiven verziert sind, dürfte ebenfalls kein Zufall sein. Hans' Vater Theodor von Hallwyl beschäftigte sich nämlich ausführlich mit Fabeln. In seinem Werk La morale chrétienne sammelte er circa 400 Fabeln und verfasste einen eigenständigen Kommentar dazu. Eigentlich wollte er diese Fabelsammlung für die Erziehung seiner Söhne Hans und Walther verwenden, allerdings veröffentlichte er das Buch erst 1865. Beide Söhne waren zu diesem Zeitpunkt bereits im Studium, dennoch dürfte es kein Zufall sein, dass Hans die beiden Öfen im gleichen Jahr kaufte, wie das Buch seines Vaters gedruckt wurde. Es ist sehr gut möglich, dass Theodor seinen Söhnen bereits vor dem Druck Fabeln erzählte und Hans somit mit den auf dem Ofen abgebildeten Geschichten aufgewachsen ist. Salon im vorderen Schloss, Schloss Hallwyl. © Museum Aargau Fazit Die Ausstellung im Schloss Hallwyl hat uns anhand einzelner Kachelfunde und ganzer Kachelöfen fast durch die ganze Geschichte des Schlosses geführt. Wer sich jetzt noch weiter für das Feuer im Schloss interessiert, hat aber noch einiges zu erforschen. Wer entdeckt, wo die Öfen befeuert wurden? Wie sehen die restlichen fünf Öfen aus? Und welche Ofenbank ist wohl die bequemste? NÄCHSTE VERANSTALTUNG Saison 2026 Ateliernachmittag: Kacheln bemalen Kunstvolle Kacheln gestalten und Kachelöfen im Schloss entdecken Weitere Blogbeiträge 03. März 2025 Vom Adelssitz zum Museum: Schloss Hallwyl und Wilhelminas Vermächtnis Dass Schloss Hallwyl archäologisch erforscht und für die Öffentlichkeit zugänglich ist, verdanken wir Wilhelmina. Doch wer war diese Frau?… 10. September 2022 So bauen Sie einen mittelalterlichen Backofen Auf Schloss Lenzburg wurde einen mittelalterlichen Backofen rekonstruiert. In diesem Beitrag zeigen wir Ihnen, wie Sie auch in Ihrem Garten… 21. August 2020 Der Lastkahn aus dem Wassergraben von Schloss Hallwyl Der Weidling aus dem 16. Jahrhundert ist vor langer Zeit im Schlossgraben gesunken. Heute ist das Schiff in einem Nebengebäude des Schlosses… Von Simon Frederik Piringer Von Simon Frederik Piringer Simon Frederik Piringer ist Praktikant Geschichtsvermittlung & Freiwilligenprogramm. 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Feste und Feiern im Römischen Reich

Zurück zum Blog 13. Mai 2026 Kategorien Römerzeit Römische Geschichten aus Vindonissa Die Römer liebten es zu feiern – das zeigt sich besonders an der grossen Zahl an Festtagen. Einen Einblick in die Freizeit der römischen Bevölkerung bietet die folgende Übersicht an öffentlichen und militärischen Festen und Feiern. Bei den Römern wurden Feste ( fasti ) in öffentliche, vom Staat festgelegte, und private, von Einzelpersonen oder Familien veranstaltete Feiern unterschieden. Einige Festtage waren ausschliesslich dem römischen Militär vorbehalten, während andere nur im privaten Rahmen stattfanden. Private Feste ähnelten zum Teil heutigen Feierlichkeiten: So wurde etwa der Geburtstag ( dies natalis ) gefeiert oder das erste Bartscheren eines jungen Mannes mit einem besonderen Fest zelebriert. Die Vorliebe der Römer für Feste zeigt sich auch an deren grosser Zahl. So gab es am Ende der augusteischen Zeit ca. 130 und im Jahr 354 n. Chr. ca. 176 offizielle Festtage. An diesen war nicht automatisch schul- und arbeitsfrei, sondern die meisten Geschäfte waren offen. Dennoch hatten die Feiertage einen besonderen Charakter, da es aus religiösen Gründen an diesen Tagen nicht erlaubt war, "irgendjemandem Gewalt zu tun". Deshalb fanden an diesen Tagen auch keine Gerichtsverhandlungen statt. Fragmentierter Festtagskalender aus Dura Europos, 225–235 n. Chr. © Yale University Library Januar ( januaris ) 1. kalendae lanuariae (Neujahrsfest): Seit 153 v. Chr. wurde an diesem Tag der Beginn des bürgerlichen Jahres gefeiert. Man tauschte ursprünglich Geschenke ( strenae ) wie Palmzweige, Datteln, Feigen und Honig aus. In der Kaiserzeit kamen dann zunehmend kostbarere Sachen wie Geldstücke, Lampen und Spardosen dazu. Bereits am Abend zuvor herrschte buntes Treiben und auch am Neujahrstag selbst wurde mit Würfelspielen, Essen und Wein ausgiebig gefeiert. Februar ( februarius ) 13. – 21. parentalia (Fest zu Ehren der verstorbenen Vorfahren): Während des neuntägigen Festes blieben alle Tempel geschlossen und es durften keine Feiern mit glückbringendem Vorzeichen wie zum Beispiel Hochzeiten abgehalten werden. Die Gräber der Angehörigen wurden geschmückt und die Geister der Verstorbenen mit Opfern geehrt. Man speiste auch auf den Gräbern, um das Essen mit den Ahnen zu teilen. Ein Römer opfert für seine Ahnen. © Museum Aargau März ( martius ) 1. feriae marti / dies natalis mars pater victor (Tag der Geburt des Mars): Mars war neben Jupiter der wichtigste römische Gott und spielte als Vater der Zwillinge Romulus und Remus (den Gründern Roms) eine wichtige Rolle. Für den Geburtstag des Mars wurde an öffentlichen Gebäuden Lorbeer angebracht. Aber nicht nur an diesem Tag wurde Mars gefeiert, sondern auch jeden Dienstag. Dies spiegelt sich noch heute in der Sprache wider, so zum Beispiel im französischen "mardi" oder im italienischen "martedì" abgeleitet von dies martis (Tag des Mars). Marsstatue gefunden in Vindonissa. Fotografie: Kantonsarchäologie Aargau. © Kanton Aargau April ( aprilis ) 21. natalis urbis (Geburtstag der Stadt Rom): Zum Geburtstagsfest der Stadt Rom gab es ein grosses öffentliches Ritual und es wurden Spiele im Amphitheater abgehalten. Mai (maius) 9., 11. und 13. lemuria (Fest der Lemuria): Dabei vollzog der Hausvater um Mitternacht ein unheilabwehrendes Ritual, um die lemures (potenziell bösartige, spukende Totenseelen) aus dem Haus zu vertreiben. 9. – 11. (genauer Tag nicht bekannt) und 31. rosalia signorum (Fest der Rosen und Standarten): Frühlingsfest zu Ehren der Feldzeichen, bei dem die Standarten der Legionen mit Rosenkränzen geschmückt wurden. Dieses Fest wurde als rosalia auch von der nichtmilitärischen Bevölkerung gefeiert, wobei es dort eher um das Gedenken an die Verstorbenen ging und Gräber mit Rosen geschmückt wurden. Römische Opferszene mit den militärischen Feldzeichen. © Museum Aargau Juni ( iunius ) 9. vestalia (Fest zu Ehren der Vesta): Die Vestalinnen bewachten das ewige Feuer und ihnen waren eigene Tempel geweiht. Am Haupttag der vestalia waren ihre Heiligtümer auch für weibliche Gläubige geöffnet, nicht nur für Vestalinnen und Priester. Juli ( iulius ) 23. neptunalia (Fest zu Ehren des Neptuns): Neptun war der Gott des Meeres. Bei diesem Fest ging es vermutlich darum, Neptun zu ehren und ihn um einen genügend grossen Wasservorrat in dieser eher trockenen Jahreszeit zu bitten. August ( agustus ) 23. volcanalia (Fest zu Ehren des Vulcanus): Vulcanus war der Gott des Feuers. Da ihm zerstörerische Kräfte nachgesagt wurden, musste sein Tempel immer ausserhalb der Städte liegen. Der Mythologie nach wurden ihm sehr gerne Fische geopfert, da er als Feuergott, solange die Fische im Wasser schwammen, keinen Zugriff auf sie hatte. Statuette des Vulcanus mit Hammer und nicht mehr erhaltener Zange (2. Jh. n. Chr.). © Augusta Raurica September ( september ) 5. – 19. ludi romani (Römische Spiele): Waren ein Festival zu Ehren des obersten römischen Gottes Jupiter Optimus Maximus. Das Festival in Rom beinhaltete eine Vielzahl von Aktivitäten, beginnend mit einem grossen Umzug zur grossen Pferderennbahn ( circus maximus ) . Weiter gab es Pferderennen, Schaukämpfe, Gladiatorenkämpfe, Theaterstücke und vieles mehr. October ( october ) 18. armilustrium (Fest zu Ehren des Mars): War ein dem Kriegsgott Mars gewidmetes Fest der jährlichen Waffenschau. Es war der Tag, an dem die römischen Armeen von ihren jährlichen Militärkampagnen heimkehrten. Die Waffen der Soldaten wurden an diesem Tag rituell gereinigt, um sie von ihren Sünden reinzuwaschen. Bild von einem Legionär, Fotografie: Römertag Vindonissa. © Kanton Aargau November ( november ) 24. brumalien (Fest zu Ehren des Bacchus): Diese Festlichkeiten gingen 30 Tage und wurden ursprünglich von Romulus eingesetzt. Es war ein Fest zu Ehren des Bacchus, des Gottes des Weines, weshalb es nicht verwunderlich war, dass Trinken ein Teil der Festlichkeiten war. Dezember ( december ) 17. – 23. satunalien (Fest zu Ehren des Saturn): Saturn war der Gott der Landwirtschaft. Nicht nur Saturn, sondern auch der Abschluss der Winteraussaat wurde bei den Saturnalien gefeiert. Das Fest dauerte in augusteischer Zeit drei Tage und Ende des 1. Jh. n. Chr. sogar sieben Tage. Es war eines der wenigen schulfreien Feste. Das Fest begann vermutlich mit einem Opfer und einem grossen Gelage. Speziell an den saturnalien war die Möglichkeit zum Ausbrechen aus der Normalität. Denn die Sklaven hatten an den saturnalien Redefreiheit und durften ihrem Herrn einmal unbestraft die Meinung sagen. Manchmal bedienten die Herren sogar ihre Sklaven. Weiter durfte Glücksspiel betrieben werden, was sonst verboten war. Diese vorübergehende Freiheit diente wohl als Ventil für Unmut und Frustration. Ein weiteres Highlight des Festes war das sich gegenseitige Beschenken, welches ins heutige Weihnachtsfest übergegangen ist. Bildnis Saturns, mit Sichel und über den Kopf gezogener Toga, aus dem Haus der Dioskuren in Pompeji, 1. Jh. n. Chr. © Carole Raddato Fazit Die Liste der römischen Feste ist noch viel länger. Dennoch gibt bereits diese Übersicht einen eindrücklichen Einblick in die Vielfalt der römischen Feste. Ob im kleinen Rahmen oder im ganzen Römischen Reich: Feste waren für alle da und schafften es manchmal sogar, bestehende gesellschaftliche Strukturen für einen Moment aufzulösen. Weitere Blogbeiträge 09. Dezember 2024 Saturnalia: das wichtigste römische Fest am Jahresende Im alten Rom feierte man gegen Jahresende im Zeichen Saturns und anderer Agrar-Gottheiten. Doch was genau hat es mit dem Fest der… 31. März 2026 Rosalia signorum: Frühlingsfest in den römischen Legionen Der Alltag der römischen Soldaten war geprägt von extremer Disziplin, harter körperliche Arbeit, Training und Routine. Hin und wieder wurde… 19. Mai 2026 Quiz: Wie gut kennen Sie Gladiatoren? Testen Sie in diesem Quiz Ihr Wissen über die Gladiatoren im alten Rom. Von Chiara Huwiler Von Chiara Huwiler Chiara Huwiler ist Praktikantin Museumsarbeit in Vindonissa Ähnliche Artikel finden Sie hier: Kategorien Römerzeit Römische Geschichten aus Vindonissa Kommentare

 
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Feste im Mittelalter: Höfische Festkultur und Tafelfreuden

Zurück zum Blog 29. Mai 2026 Kategorien Mittelalter Schlossgeschichten Im Mittelalter waren Feste weit mehr als nur Gelegenheiten zum Feiern: Vor allem die höfische Festkultur bot Raum für prunkvolle Inszenierungen und soziale Begegnungen. Zu feierlichen Hoftagen am königlichen Hof wurden ausschliesslich geladene Gäste empfangen, die wichtige Ämter innehatten. Schon die Einladungen konnten die königliche Repräsentation sichtbar machen: So thront König Rudolf I. von Habsburg mit Zepter und Reichsapfel auf seinem Königssiegel, wie ein Siegelabguss aus dem 13. Jh. belegt. Obwohl Siegel erst gegen Ende des Spätmittelalters und in der frühen Neuzeit als Briefverschluss dienten, verdeutlicht der Abguss, wie königliche Macht durch bildliche Inszenierungen nach aussen getragen werden konnte. Siegelabguss König Rudolf I., Original 2. H. 13. Jh., Abguss 19. Jh., Durchmesser: 9,8 cm, Gips, Sammlung Museum Aargau, Inv.-Nr. K-1949. © Museum Aargau Die herrschaftlichen Feste ermöglichten es den Königsfamilien, ihre Macht zu legitimieren und sich selbst in Szene zu setzen. Das galt auch für die Gäste, die den politischen Charakter der Veranstaltung nutzten, um ihren Einfluss zu erweitern. Mit diesem Ziel erschienen Fürsten, Grafen und Herzöge prächtig gekleidet und verhielten sich am königlichen Hof besonders vornehm. Ebenso präsentierte sich der König von seiner besten Seite: An einer prunkvollen Tafel wurde ein üppiges Festmahl serviert, wobei die Sitzordnung der Gäste vielfach die herrschenden Machtverhältnisse widerspiegelte. Nicht selten folgte auf die ausgiebige Tafelrunde eine Ritterweihe, bei welcher ein Gefolgsmann des Königs mit dem Rittertitel ausgezeichnet wurde. Das berühmte Ritual des Ritterschlags – sprich: der Schlag mit der flachen Schwertklinge auf den Nacken oder die linke Schulter – diente dem Herrscher als Mittel zur Beförderung seiner Untertanen und zugleich als eindrucksvolle Machtdemonstration. Mindestens ebenso wichtig wie die direkte Demonstration von Macht war die Sichtbarkeit des herrschaftlichen Reichtums, denn dieser war ein zentrales Mittel, um Macht auf subtilere Weise zu unterstreichen. Der Reichtum zeigte sich einerseits am Überfluss an Speisen und Getränken, andererseits wurden die Gäste mit Luxusgütern beschenkt – etwa mit Pferden, kostbaren Gewändern, Gold und Silber. Tafelfreuden – Essen und Trinken als höfische Zeremonie Essen und Trinken gehören bis heute zum Kern vieler europäischen Feste. Die hohe Kunst der höfischen Tafel, die sich seit dem Mittelalter ausprägte, entwickelte sich aufgrund ihrer präzisen Organisation und der genauen Abläufe zu einer regelrechten Zeremonie. Das Festmahl begann mit der Handwaschung, die mit Kannen und Becken oder nassen Servietten vollzogen wurde. Danach war es die Aufgabe des Mundschenks die vorbereiteten Speisen vorzukosten, um eine Vergiftung auszuschliessen. Beim darauffolgenden Vorschneiden wurde das Essen in mundgerechte Stücke zerteilt und den Herrschaften vorgelegt. Damit stand dem Genuss nichts mehr im Wege. Bis ins Spätmittelalter ass man auch am Hof noch mit den Fingern und verwendete kaum Besteck. Auch Teller wurden am mittelalterlichen Hof kaum verwendet. Stattdessen kamen Ablagebrettchen aus Holz oder Zinn zum Einsatz. Ebenso konnten Brotscheiben als Unterlage für bestimmte Speisen dienen. Trotzdem liessen es sich die Obrigkeiten nicht nehmen, ihre teuren Gerätschaften zu präsentieren. Hierzu gehörten Silber- und Goldbesteck, insbesondere aufwendig verzierte Löffel und Messer, sowie silberne Trinkbecher, prunkvolle Tafelaufsätze und filigrane Glaskelche . Wie letztere ausgesehen haben, zeigt ein Beispiel aus der Sammlung von Museum Aargau. Kelchglas aus dem Jahr 1550, Höhe 17 cm, Sammlung Museum Aargau, Inv.-Nr. K-16958. © Museum Aargau Das Festmahl am mittelalterlichen Hof bestand aus einer Vielfalt an Speisen und Getränken. Nebst dem Brot als Basis wurden verschiedene Sorten Fleisch (Geflügel, Schwein, Lamm, Fisch und Wild), Getreidebrei, Gemüsesuppen und Früchte serviert. Während Importgewürze wie Zimt und Muskatnuss den Speisen Würze verliehen, wurde Honig als Süssungsmittel für Nachspeisen verwendet. Wein und Bier rundeten das Festmahl schliesslich ab. Die Getränke wurden gerne in sogenannten Schnabelstitzen aus Zinn kühl gehalten. Ein solches Exemplar aus dem 15. Jh. ist derzeit in der Essstube auf Schloss Lenzburg ausgestellt. Schnabelstitze aus der 2. Hälfte des 15. Jahrhunderts, Höhe 25,5 cm, Messing, Schloss Lenzburg, Inv.-Nr. K-12602. © Museum Aargau Unterhaltung und Etikette Die zeremoniellen Mahlzeiten wurden durch musikalische Darbietungen auf Harfen, Lauten oder Flöten begleitet. Zur Unterhaltung konnten auch Geschichtenerzähler oder Gaukler dienen. Trotz Vergnügen gab es eine klare Verhaltensetikette und strenge Tischsitten. Auch die Konversationen während des Essens unterlagen Regeln: Nur Themen, die als angemessen erachtet wurden, durften diskutiert werden. Zum kultivierten Auftreten gehörte auch der Tanz: Wer sich elegant zur Musik bewegen konnte, galt als anmutig und gebildet. Im Spätmittelalter war es nicht mehr nur wichtig, wie getanzt wurde, sondern auch, wer mit wem und in welcher Reihenfolge tanzte. An den verschiedenen Tanzpaaren konnten sowohl Bündnisse als auch Rangordnungen und Machtansprüche ersichtlich werden. Nebst Musik und Tanz standen vor allem die Jagd und die ritterlichen Turniere im Mittelpunkt der höfischen Festfreuden. Für die teilnehmenden Ritter waren die gefährlichen Zweikämpfe zu Pferd eine willkommene Möglichkeit zur Selbstinszenierung. Wer siegreich aus dem Duell hervorging, durfte mit Ruhm, Ehre und einem ordentlichen Gewinn in Form von Rüstungen, Waffen, Pferden und Geld rechnen. Aufmerksame Besucherinnen und Besucher von Schloss Wildegg können eine solche Turnierszene in einem Glasgemälde im ersten Obergeschoss entdecken. Glasgemälde mit Turnierszene von 1626, Durchmesser 25 cm, Schloss Wildegg, Inv.-Nr. SW-880. © Museum Aargau Fazit Die höfische Festkultur des Mittelalters war weit mehr als blosses Feiern: Feste dienten der Legitimation von Herrschaft, der Inszenierung von Macht und der Demonstration von Reichtum. Durch prunkvolle Tafeln, zeremonielle Abläufe, musikalische Darbietungen und Tänze wurden soziale Hierarchien sichtbar gemacht und politische Beziehungen gepflegt. Heute feiern wir freier und ungezwungener, aber das Grundprinzip bleibt gleich: Feste verbinden Menschen und schaffen besondere Momente. Weitere Blogbeiträge 21. April 2026 Festessen im Spätmittelalter Das Spätmittelalter kannte eine ausgeprägte Fest- und Tischkultur. Von rauschenden Festen, luxuriöser Tafeln, guten Manieren… und… 13. Mai 2026 Feste und Feiern im Römischen Reich Die Römer liebten es zu feiern – das zeigt sich besonders an der grossen Zahl an Festtagen. Einen Einblick in die Freizeit der römischen… 14. Januar 2026 Winter auf Kufen: Historische Schlitten aus der Sammlung Museum Aargau Schlitten waren im 18. und 19. Jahrhundert weit mehr als einfache Fahrzeuge. Kinder nutzten sie zum Spass, Familien für den winterlichen… Von Seraina Zorli Von Seraina Zorli Seraina Zorli ist Praktikantin der Sammlung von Museum Aargau. Ähnliche Artikel finden Sie hier: Kategorien Mittelalter Schlossgeschichten Kommentare

 
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Quiz: Wie gut kennt ihr Gladiatoren?

Zurück zum Blog 19. Mai 2026 Kategorien Römische Geschichten aus Vindonissa Quiz & Spiele Römerzeit Testen Sie in diesem Quiz Ihr Wissen über die Gladiatoren im alten Rom. Wie gut kennen Sie die Geschichte der Gladiatorenspiele im Römischen Reich? Testen Sie Ihr Wissen mit dem folgenden Quiz. Quiz: Gladiatoren im alten Rom Testet euer Wissen über die Gladiatoren im alten Rom. :crossed_swords: Was ist kein Gladiatorentyp? Wie wurden die Gladiatoren ausgebildet? Was bedeutete es, wenn einem Gladiator ein Holzstab (lat. rudis ) überreicht wurde? Womit zeigten die Römerinnen und Römer gerne ihre Bewunderung für einen Gladiator? Gab es weibliche Gladiatoren? Wie viele Amphitheater sind heute bekannt? Welche Waffe wurde dem Retiarius in gewissen Fällen zusätzlich erlaubt? Welcher römische Kaiser ist für seine Leidenschaft für Gladiatorenkämpfen bekannt? Ihr braucht ein Gladiatoren-Training! Wir empfehlen euch unbedingt einen Besuch im Legionärspfad Vindonissa, damit ihr euer Wissen über das Römische Reich festigt! :classical_building: Unser Tipp: Erlebt am Römertag Vindonissa dramatische Gladiatorenkämpfe live: Im Amphitheater Windisch kämpfen Gladiatoren am 12. Juni 2022 im Jubel der Zuschauermenge um Ruhm und Ehre – ein antikes Spektakel vor historischer Kulisse! :point_right: Erfahrt mehr über den Römertag Vindonissa 2022 Lust auf monatliche News und Verlosungen? Weltklasse! Euer Wissen über die Gladiatoren ist beindrückend! :raised_hands: Seid ihr Archäologinnen bzw. Archäologen? Unser Ausflugstipp für alle Gladiatoren-Fans: Erlebt am Römertag Vindonissa dramatische Gladiatorenkämpfe live: Im Amphitheater Windisch kämpfen eindrückliche Gladiatoren am 12. Juni 2022 im Jubel der Zuschauermenge um Ruhm und Ehre – ein antikes Spektakel vor historischer Kulisse! :point_right: Erfahrt mehr über den Römertag Vindonissa 2022 Lust auf monatliche News und Verlosungen? Weitere Quiz 20. Februar 2024 Quiz zur römischen Mythologie Testen Sie Ihr Mythologie-Wissen in diesem Quiz! 30. Juni 2023 Quiz: Welcher Mittelalterberuf passt zu Ihnen? Wären Sie Bauer, Bäuerin oder Ritter? Oder würden Sie eher ins Kloster gehen? 04. Oktober 2022 Quiz: Was wissen Sie über den Alltag der Legionäre? Waren Sie vielleicht im früheren Leben Legionär? Testen Sie in diesem Quiz Ihr Wissen über den Alltag der Legionäre im alten Rom. Von Tabea Edelmann Von Tabea Edelmann Ähnliche Artikel finden Sie hier: Kategorien Römische Geschichten aus Vindonissa Quiz & Spiele Römerzeit Kommentare

 
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Das (Fladen-)Brot des römischen Legionärs – Rezept

Zurück zum Blog 23. März 2022 Kategorien Römische Geschichten aus Vindonissa Römerzeit Panis militaris gehörte zur alltäglichen Kost des miles gregarius , des einfachen römischen Soldaten. Der Legionär und passionierte Bäcker Marius Norbanius Cunniculus aus Vindonissa verrät uns sein Rezept für das perfekte Fladenbrot. Wie jeder Legionär in Vindonissa erhält auch Marius pro Tag eine Ration von ca. 1kg Getreide – Dinkel, Gerste oder Hirse sind möglich. Dieses Korn muss er zunächst in seiner Handmühle, mola manuaria , verschroten. Mit dem entstandenen Schrot oder Mehl kann er anschliessend die beiden Grundspeisen der Legionäre kochen: Eine Art Getreidebrei, puls genannt, oder das militärische Fladenbrot, das panis militaris . Letzteres ist nahrhaft, schmackhaft und kann um einiges länger aufbewahrt werden als Brei. Marius zeigt uns, wie es geht. Zutaten (für ca. 10 Fladenbrote) 1kg Vollkornmehl Ca. 5 dl Wasser Etwas Salz; die Legionäre benutzten auch Fischsauce, garum , als Salzersatz – alternativ kann heute Fischsauce aus dem Asia-Laden verwendet werden Zubereitung 1. Mehl, Wasser und Salz / Fischsauce zu einem Teig vermischen. 2. Teig zu handtellergrossen Fladen formen, ca. 1 cm dick. 3. Fladen in einer Tonform aufs Feuer stellen und pro Seite ca. 6 Minuten backen, bis sie "hohl" tönen und auf beiden Seiten knusprig braun gebacken sind. 4. Geniessen – Bene sapiat (Guten Appetit)! Ein abschliessender Tipp: Das panis militaris kann ein zweites Mal gebacken werden und wird so zum langhaltbaren Marschproviant. Es handelt sich folglich um die römische Variante des uns heute bekannten "Zwiebacks". Von Tabea Edelmann Von Tabea Edelmann Ähnliche Artikel finden Sie hier: Kategorien Römische Geschichten aus Vindonissa Römerzeit Kommentare

 
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Das römische Bad: Wellness- und Freizeitzentrum der Antike

Zurück zum Blog 02. Oktober 2023 Kategorien Römische Geschichten aus Vindonissa Römerzeit Das römische Bad war eine Wellness-Oase für Geist und Körper. Viele Römerinnen und Römer verbrachten ihre Freizeit mit Vorliebe in den öffentlichen Bädern, wo es weit mehr zu erleben und geniessen gab, als nur das Baden selbst. Die meisten Römerinnen und Römer besuchten täglich eines der nahegelegenen Bäder. Baden und Körperpflege waren im Allgemeinen bei den Römern sehr beliebt. Hinzu kam, dass die Bäder und Thermen für alle Gäste erschwinglich waren, meistens waren sie sogar kostenlos. So konnte sich jeder für ein paar Stunden das Gefühl von Luxus leisten, egal aus welcher gesellschaftlichen Schicht er oder sie kam. Die meisten Bäder waren üppig mit Statuen, Mosaiken, Deckenschmuck und Säulen ausgestattet und bildeten allein dadurch eine Oase für Körper und Geist. Aufbau und Nutzung der römischen Bäder Im Wesentlichen unterscheidet man zwischen thermae , den grossen imperialen Badeanstalten und balneae den kleineren privaten oder öffentlichen Bädern, die man überall im Römischen Reich in grosser Zahl vorfand. Der Aufbau der Bäder und Thermen war aber immer mehr oder weniger gleich. Heiss, warm, kalt, so lautete die medizinische Formel, die beim Baden eingehalten werden sollte. Man geht davon aus, dass daher die meisten Gäste nach den Garderoben direkt im caldarium (Wärmebad) starteten, von da aus ins tepidarium (eine lauwarme Zone) und schliesslich ins frigidarium (Kältebad) gingen. Einige Bäder besassen zudem noch ein laconicum oder sudatorium , ein Schwitzbad mit trockener Hitze ohne Becken, das durch einen Holzkohleofen beheizt wurde und deshalb noch einmal um einiges heißer wurde als das caldarium. Öffentliches Bad der Zivilsiedlung von Vindonissa, Fotografie: Römische Schauplätze "Bad-Balneum" im Legionärspfad Vindonissa, © Museum Aargau Hitze im caldarium Direkt am Boden war die Temperatur im caldarium am höchsten, nämlich ungefähr 50 – 60 Grad Celsius. Daher trugen die Besuchenden dort Holzpantoffeln oder Sandalen. Das caldarium war mit Heisswasserwannen ausgestattet, in denen man badete. Alternativ konnte man sich auch auf Stufen sitzend mit heissem Wasser übergiessen lassen. Gegenüber den Heisswasserwannen gab es Waschbecken mit kaltem Wasser, an denen sich die Badenden abkühlen konnten. Erholung im frigidarium Das frigidarium war der grösste Raum der Bäder und Thermen. Daher wird es als Hauptaufenthaltsraum interpretiert. Es war mit Kaltwasserbädern ausgestattet und diente vor allem der Revitalisierung nach einem längeren Aufenthalt im caldarium. Schönheitspflege im tepidarium Gab es in einem Bad keinen gesonderten Salbenraum – ein sogenanntes unctuarium – diente das tepidarium als solcher. Dort liess man sich mit allerlei wohlriechenden Salben und Ölen einreiben und massieren. Das Salben und Ölen diente dazu, die Haut nach dem Baden wieder geschmeidig zu machen. Mit Hilfe eines strigilis , einem Schabeisen, wurde das Öl, Schmutz und Schweiss – beispielsweise nach dem Sport – wieder von der Haut abgeschabt. Der Besuch in den Bädern und Thermen wurde ausserdem zur Entfernung sämtlicher Körperhaare genutzt. Dies geschah zum Beispiel mit einer Pinzette und war entsprechend schmerzhaft. Das Enthaaren entsprach aber dem aktuellen Schönheitsideal, sowohl für Frauen als auch für Männer, der Schmerz wurde deshalb gern in Kauf genommen. In sogenannten Balsamarien wurden unter anderem Öle zur Hautpflege aufbewahrt, Fotografie: Kantonsarchäologie Aargau, © Kanton Aargau Wassertherapie und medizinische Versorgung in Heilbädern Wer sich noch intensiver behandeln lassen wollte, fand in den Heilbädern sogenannte "Balneologen" vor. Diese hatten sich auf die Behandlung und Vorbeugung diverser Leiden durch Wasseranwendungen, also mit heissem respektive kaltem Wasser, spezialisiert. Es gibt allerdings auch Hinweise dafür, dass diese Ärzte in den Bädern zudem auch für allgemeine medizinische Betreuung sorgten. In einem Nebenraum der Xantener Therme wurde beispielsweise ein Chirurgen-Besteck gefunden. Dieser Fund könnte auf einen Operationsraum in den Thermen hinweisen. Tatsächlich gehen Wissenschaftler davon aus, dass Bäder und Thermen besonders geeignete Stätten für Ärzte aller Fachrichtungen gewesen sein mussten. Chirurgen-Besteck wie dieses wurde in den Xantener Thermen gefunden, Fotografie: Kantonsarchäologie Aargau, © Kanton Aargau Freizeitangebote in den Römischen Bädern Neben dem eigentlichen Baden und der Körperpflege gab es in den Bädern und Thermen des römischen Reichs ebenfalls ein vielseitiges Freizeitangebot. Dass einige sich aber auch an dem fröhlichen Treiben in den Bädern störten, ist aus der Beschwerde des Philosophen Seneca bekannt. Er klagt beispielsweise über das laute Stöhnen der "Kraftprotze" während sie ihre "mit Blei beschwerten Hände" schwingen. Auch das Ballspiel anderer Badbesucher stösst ihm unangenehm auf. Fitness in der palaestrae Sport wurde in vielen Bädern und Thermen grossgeschrieben. Sportplätze, sogenannte palaestrae , und Gymnastikhallen standen für alle Fitnessbegeisterten bereit. Neben dem sehr populären Ballspiel konnte man auch Weit- und Hochsprung, Diskuswerfen und Fünfkampf trainieren. Mosaik der Mädchen im Bikini in der Villa del Casale (Sizilien). © Wikimedia Commons (CC BY-SA 2.5), User: Waterborough. Parks und Bibliotheken Weniger Sportbegeisterte konnten in den dazugehörigen Parks spazieren gehen und sich mit alten oder neuen Bekannten unterhalten. In manchen Bädern und Thermen konnten sogar Bibliotheken nachgewiesen werden. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler vermuten, dass diese keine Ausnahme darstellten. In diesen Bibliotheken konnte man sich etwas vorlesen lassen, philosophische Diskussionen führen oder sogar Musik geniessen. Kulinarik Auch für Verpflegung war gesorgt. Speise- und Getränkeverkäuferinnen und Verkäufer bevölkerten die Baderäume und priesen lautstark Würstchen, Gebäck und Wein an. Etwas gehobenere Restaurants gab es oftmals ebenfalls innerhalb der Bade- und Thermenanlagen, oder ansonsten ganz in der Nähe. Römische Bäder und Thermen waren kurz gesagt Wellness- und Kosmetiksalons, Kommunikations- und Freizeitzentren mit vielseitigem Angebot und Orte sozialer Kontakte. Man kam ungezwungen mit anderen Besuchenden ins Gespräch, liess sowohl Körper als auch Geist verwöhnen und verbrachte unbeschwert ein paar Stunden in purem Luxus und Genuss. Das "Baden" war so zusagen für die Römer der Inbegriff von Lebensqualität. Weitere Blogbeiträge 04. Oktober 2022 Quiz: Was wissen Sie über den Alltag der Legionäre? Waren Sie vielleicht im früheren Leben Legionär? Testen Sie in diesem Quiz Ihr Wissen über den Alltag der Legionäre im alten Rom. 20. Februar 2024 Quiz zur römischen Mythologie Testen Sie Ihr Mythologie-Wissen in diesem Quiz! 08. Oktober 2021 Mulsum – so haben sich die Römer den Wein versüsst Schon zur Zeit der Römer wurde der Wein als Genussmittel geschätzt. Eine besondere Zubereitungsart war der mulsum , eine Art Honigwein. Im… Von Alisha Keller Von Alisha Keller Alisha Keller war 2023 Praktikantin in Vindonissa. Ähnliche Artikel finden Sie hier: Kategorien Römische Geschichten aus Vindonissa Römerzeit Kommentare

 
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Festessen im Spätmittelalter

Zurück zum Blog 21. April 2026 Kategorie Mittelalter Das Spätmittelalter kannte eine ausgeprägte Fest- und Tischkultur. Von rauschenden Festen, luxuriöser Tafeln, guten Manieren… und Fehlschlägen. In der höfischen Kultur des Spätmittelalters waren Festessen die Gelegenheit sich gut in Szene zu setzen. Man zeigte seinen Stand in der Gesellschaft durch Kleidung, Benehmen, Grosszügigkeit und Unterhaltung. Man konnte sich aber auch blamieren. Der Herzog von Lancaster speist mit dem König von Portugal, Johann I. - Bankett am Hofe Karl V. Chronique d'Angleterre um 1470. BL Royal MS 14 E IV, fol 244 Gutes Benehmen ist Pflicht! Der Anlass von Festessen konnte unterschiedlicher Natur sein. Sie alle waren aber eine anspruchsvolle Angelegenheit, da sie sowohl der Repräsentation des Gastgebers als auch politischen Zielen dienen mussten. Generell galt, sich von der besten Seite zu zeigen. Dazu gehörte es, in Tanz, Gesang, Tischsitten und Konversation ausgebildet zu sein. Aspekte, die bei der Erziehung des Adels sehr genau behandelt wurden. Tanz und Musik waren ein wichtiges Element bei grossen Anlässen. - Chronique d'Angleterre, um 1470. ÖNB Cod.2534. fol 17r Benimmregeln wurden verschriftlicht und hiessen Tischzuchten. In deutscher Sprache gab es sie seit dem 13. Jahrhundert und sie setzen die Standards für den Umgang am Tisch: Übermass im Essen und Trinken sollten vermieden werden. Übergriffiges Auftreten gegenüber seinem männlichen oder weiblichen Sitznachbarn waren absolut unerwünscht, sowie jegliche unkontrollierten Köpergeräusche. Massvolles Verhalten in Tat und Wort war das Ideal. Vorbildliches Verhalten am oberen Tisch, No-Gos am unteren Tisch. Aus: Facta et dicta memorabilia des Valerius Maximus, einer 1470/1480 angefertigten Handschrift aus Flandern. Leipzig, Universitätsbibliothek, Ms. Rep. I.11b, Bd. 1, fol. 137v 'Legendäre' Festessen Die vornehme Zurückhaltung hatte bisweilen wenig Bedeutung, was die Ausstattung eines Festes angeht. Ein berühmtes Beispiel ist das 'Fasanenfest' des burgundischen Herzogs Philipps des Guten 1454 in Lille. Ziel war es, die Gäste auf einen neuerlichen Kreuzzug einzuschwören und Konstantinopel (heute Istanbul) zurückzuerobern. Mittelpunkt des Festes war ein lebender Fasan, der eine schwere Kette aus Gold und Edelsteinen um den Hals trug, sowie ein allegorisches Schauspiel, in dem die Figur der Kirche über den Fall Konstantinopels klagte. Auf den Tischen standen Bratenbehälter aus Gold. Feinstes Kristallgefässe, Gold- und Silbergeschirr waren zur Schau gestellt. Auf einem anderen Tisch war eine riesige Pastete, die Platz für 20 Musiker bot, die während des Essens aufspielten. Darf es noch etwas mehr sein? Hier ein Beispiel ca. 130 Jahre später von einer reinen Schautafel: Wälder, Berge, Meere mit Tieren und einem Schloss sind hier kunstvoll in Zucker auf der Tafel aufgebaut. Hochzeit Johann Wilhelm von Jülich-Kleve-Berg 1585 © Bayerische Staatsbibliothek München Weiterhin gab es als Tafelaufsatz ein kleines Schloss, aus dessen Türmen Orangenwasser in einen künstlichen Graben floss. Allein ein Gang enthielt 48 verschiedene Speisen. Eine besondere Form der Unterhaltung war es, Elstern (vermutlich künstliche) mit kleinen Armbrüsten von Tafelaufsätzen zu schiessen. Die Gäste waren entzückt, das Fest ein voller Erfolg. Am Ende schworen alle Anwesenden einen feierlichen Eid, an dem neuen Kreuzzug teilzunehmen. Das Fest galt als gelungen, wenngleich der Kreuzzug nie stattfinden sollte… Zu dick aufgetragen? Die zur Schaustellung von Reichtum musste aber wohlbedacht sein, besonders im Hinblick auf den Gastgeber und sein Gefolge. Das schien bei einem politischen Treffen in Trier 1473 nicht der Fall gewesen zu sein. Es war eine Zusammenkunft von Kaiser Friedrich III und dem burgundischen Herzog Karl dem Kühnen. Hauptziele waren, die Kinder der beiden Potentaten zu vermählen und den Herzog durch den Kaiser zum König zu krönen. Beide Seiten kamen in grossem und politisch wichtigem Gefolge. Es fiel dabei auf, dass sich die Burgundische Seite weitaus grandioser zeigte, als es den Kurfürsten und womöglich dem Kaiser selbst lieb war. Die Kurfürsten verweigerten die Einwilligung zur Krönung. Der Kaiser cancelte kurzerhand Krönung und Hochzeit und reiste unerwartet ab. Hatte es Karl mit seinem Auftritt übertrieben? Der Kaiser sitzt mit einigen Kurfürsten am Tisch rechts oben und erhebt sein Glas. Ein Page eilt herbei. Gegenüber in Schwarz sitzt Karl der Kühne. An den Wänden sind kostbare Wandbehänge zu sehen. Aus: 'Zürcher Schilling', zwischen 1480 und 1484, Zürich, Zentralbibliothek, Ms. A5, S. 121 Fazit Eigentlich hat sich am Prinzip des Festessens bis heute wenig geändert: es gilt noch immer, sich möglichst gut zu präsentieren und nicht ins Fettnäpfchen zu treten. Falls es doch mal passiert: ärgern Sie sich nicht, schon Grössere sind daran gescheitert. Von Lea Schieback Von Lea Schieback Lea Schieback ist Kuratorin im Team Ausstellungen von Museum Aargau. Ähnliche Artikel finden Sie hier: Kategorie Mittelalter Kommentare

 
Schloss Wildegg

Alte Pflanzen neu entdeckt

0 Spezialführung im Rahmen des Europäischen Tages der historischen Gärten Der barocke Schlossgarten lädt zum Flanieren ein: Schlossherr Bernhard Effinger legte ihn um 1700 als "Lust- und Nutzgarten" an, ganz nach dem Vorbild der Gärten von Versailles. Hier wachsen Gemüse, Blumen, Kräuter, Getreide, Öl-und Färberpflanzen. Die Stiftung Pro Specie Rara sorgt dafür, dass die alten Sorten überleben. Lassen Sie sich von der Vielfalt an Farben, Düften und Verwendungsmöglichkeiten überraschen.

 
Museum Aargau

Rosalia signorum: Frühlingsfest in den römischen Legionen

Zurück zum Blog 31. März 2026 Kategorien Römerzeit Römische Geschichten aus Vindonissa Am 12. April 2026 feiert der Legionärspfad Vindonissa sein Eröffnungsfest . Im Fokus steht die rosalia signorum , ein Frühlingsfest, das die römischen Soldaten im Mai jeweils zweimal begingen. In diesem Blogbeitrag erfahren Sie, was dahintersteckt. Der Alltag der römischen Soldaten war geprägt von extremer Disziplin, harter körperliche Arbeit, Training und Routine. Hin und wieder wurde jedoch auch gefeiert. Zeremonien mit weltlichem Charakter oder religiöse Rituale stärkten den Korpsgeist. Römischer Festtagskalender Einige für das römische Militär geltende Festtage sind dank eines unvollständig erhaltenen Festtagskalenders überliefert. Dieses sogenannte feriale duranum wurde auf einer Papyrusrolle in Dura Europos (heutiges Syrien) entdeckt und stammt aus der Zeit des Kaisers Severus Alexander (222 bis 235 n. Chr). Aus diesem Kalender erfahren wir beispielsweise, dass das römische Militär jeweils am 3. Januar ein Opfer darbrachte, um den Eid auf das Wohl des Kaisers und des Römischen Reiches zu erneuern. Ebenfalls belegt ist, dass die rosalia signorum im Mai zweimal stattfand. Fragmentierter Festtagskalender aus Dura Europos, 225–235 n. Chr. © Yale University Library Frühlingsfest rosalia signorum Ausserhalb des Militärs war die rosalia ein Fest im Mai zum Gedenken an die Verstorbenen – eine Deutung, die auch für den militärischen Kontext naheliegt. Dabei schmückte man die Gräber mit Rosen und anderen Blumen. Gemäss einer weiteren Interpretation handelte es sich jedoch um ein Frühlingsfest, mit dem die Freude über die Rückkehr der warmen Jahreszeit ausgedrückt wurde. Auch die römischen Legionen feierten die rosalia signorum , die oft als römisches Frühlingsfest verstanden wird. Rosalia verweist auf Rosen, während signorum die signa militaria , also die militärischen Standarten, bezeichnet. Rosen galten als Sinnbild des Frühlings und wurden auch sonst als kultische Gaben verwendet. Archäologinnen und Archäologen gehen darum davon aus, dass es bei der rosalia signorum unter anderem um die Verehrung der Standarten ging. Man schmückte sie mit Rosenkränzen. Weiter ist es denkbar, dass die Standarten an diesem Fest auch gesalbt und gepflegt wurden. Ein Fahnenträger (signifer) mit einer geschmückten Standarte. © Museum Aargau Standarten im römischen Militär Die Standarten – wie das signorum – spielten eine wichtige Rolle im militärischen Leben. Sie waren ein Symbol für die kollektive Identität und die Gemeinschaft und standen im Mittelpunkt zahlreicher Feste und Opferrituale. Es gab verschiedene Standarten, alle mit anderen Bedeutungen und Zugehörigkeiten. Für alle gültig war aber, dass der Verlust einer oder mehrerer Standarten ein grosser materieller und immaterieller Schaden bedeutete, da man glaubte, den Segen der Götter verloren zu haben. Entsprechend war die Rückgewinnung äusserst wichtig und bei Gelingen eine grosse Genugtuung. Damit die Standarten nicht gestohlen wurden, wurden diese im Fahnenheiligtum ( aedes ) aufbewahrt und bewacht. Dies war der am besten bewachte Ort in einem Legionslager und war daher wohl auch der Aufbewahrungsort der Legionskasse. Standartenrepliken im Fahnenheiligtum (aedes) des Legionärspfad Vindonissa. Von links nach rechts: Wappentierstandarte der 21. Legion, signum, aquila, imago, signum und vexillum mit Victoria. © Museum Aargau Aus dem 1. Jh. n. Chr., also der Zeit des Legionslagers Vindonissa, sind unter anderem die nachfolgenden Standarten aus dem Römischen Reich bekannt: aquila : Ist die Darstellung eines Adlers, der häufig ein Blitzbündel in den Fängen hält. Die aquila war die wichtigste Standarte der Legionäre, denn der Legionsadler galt als Symbol des obersten Staatgottes Iupiter und war ein Symbol für Rom und die ganze römische Armee, weshalb alle Legionen eine aquila mit sich führten. imago: Zeigt das Abbild des aktuellen Kaisers, wodurch dieser symbolisch immer anwesend war. Wappentierstandarte: Zeigt ein für eine Einheit spezifisches Tier. Für die legio XXI rapax , welche auch in Vindonissa stationiert war, war dies der Steinbock. vexillum : Hatten verschiedene Bedeutungen. Beispielsweise waren sie Standarten für Hilfs- oder Reitereinheiten, für Veteranen oder Marineeinheiten. signum (Stangenfeldzeichen): War üblicherweise eine Lanze oder eine lange Stange mit aufgesetzter Schwurhand, an der eine Tafel mit dem Namen der zugehörigen Einheit befestigt war. Manchmal ist um die Hand ein Siegeskranz angebracht. Im Vergleich zu den vorher genannten Standarten sind diese nicht hauptsächlich identitätsstiftend, sondern auch taktische Feldzeichen. Das heisst, sie wurden auf dem Schlachtfeld zur Zeichengabe oder als Orientierungshilfe genutzt. Weitere Feste im römischen Heer Standarten waren auch zentral für weitere Feste. Der sogenannte "Jahrestag der Feldzeichen" wurde beispielsweise genutzt, um der Gründung der jeweiligen Einheit zu gedenken. Dies geschah auch für die aquila, wo dann der Gründung der gesamten Legion gedacht wurde. Andere vereinzelte Ereignisse, wie die Gründung eines Lagers, der Aufbruch in den Krieg oder die Heimkehr von einem siegreichen Feldzug wurden ebenfalls durch rituelle Feiern geehrt. Rituale beinhalteten Tieropfer und die Gaben von Wein und Weihrauch. Opferhandlung an einem Fest des römischen Militärs mit Standarten und deren Trägern. © Museum Aargau Weitere Blogbeiträge 23. März 2022 Das (Fladen-)Brot des römischen Legionärs – Rezept für panis militaris Panis militaris gehörte zur alltäglichen Kost des miles gregarius, des einfachen römischen Soldaten. Der Legionär und passionierte Bäcker… 10. Oktober 2025 Der römische Legionär und seine Ausrüstung Was gehört zur Kleidung und Ausrüstung eines römischen Legionärs? Marius aus dem Legionslager Vindonissa zeigt Ihnen, wie sich ein römischer… 11. Oktober 2023 Die Waffen der römischen Legionäre Was ist ein "pugio"? Was machten die Legionäre mit einem "pilum"? Über wie viele Geschütze verfügte eine Legion? In diesem Blogbeitrag… Von Chiara Huwiler Von Chiara Huwiler Chiara Huwiler ist Praktikantin Museumsarbeit in Vindonissa Ähnliche Artikel finden Sie hier: Kategorien Römerzeit Römische Geschichten aus Vindonissa Kommentare

Gradian
Luftaufnahme vom Schloss Habsburg von Michel Jaussi

Schloss Habsburg

Stammschloss der Habsburger

Auf Schloss Habsburg wurde um 1030 der Grundstein der Habsburger-Dynastie gelegt. Ausstellungen, Führungen und Veranstaltungen zeigen die Geschichte der sagenumwobenen Burg und deren Adelsfamilie.

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Verkleideter Museumsführer erzählt im Esstheater den dinierenden Gästen Anekdoten auf Schloss Habsburg

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Mädchen bastelt am Familiensonntag am Schloss Habsburg

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Eine mittelalterlich gekleidete Magd steht im Tor von Schloss Habsburg und winkt hinein..

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Eine Schulklasse sitzt im Kreis im Innern von Schloss Habsburg; am Boden liegen Blätter mit Texten.

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Zwei Schüler unter dem Dach von Schloss Habsburg; ein Bub blickt durch ein Fernrohr ins Weite.

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Verkleideter Museumsführer erzählt im Esstheater den dinierenden Gästen am Esstisch Anekdoten auf Schloss Habsburg

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Gotische Stube Schloss Habsburg: Rustikaler Raum mit viel Holz und schön gedeckten Tischen.

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Ein Hochzeitspaar auf Schloss Habsburg: Ein Mann und eine Frau schreitet durch spalierstehende Gäste. Seifenblasen fliegen in der Luft.

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Der Aufstieg zur Weltmacht  

 
Ein gelber Heizlüfter, Objekt im Sammlungszentrum Egliswil

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Aussenaufnahme mit mächtigen Wolken über Schloss Habsburg
Besucher in der Dauerausstellung Schloss Habsburg
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Besucherinnen und Besucher auf dem Königsweg mit dem Schloss Habsburg im Hintergrund
Eine als Kaiserin Sisi gekleidete Museumsführerin führt eine Gruppe Besucherinnen und Besucher durch das Schloss Habsburg.