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Frauen im Legionslager?

Zurück zum Blog 07. Juni 2023 Kategorien Römische Geschichten aus Vindonissa Römerzeit Wer das Wort "Legionslager" hört, denkt als erstes unweigerlich an eine von Männern geprägte Domäne. Aber auch Frauen haben ihre Spuren in Vindonissa hinterlassen. Was für Frauen waren das und wie sah ihr Leben in und um das Legionslager Vindonissa aus? Die Anwesenheit von Frauen in Legionslagern war lange Zeit umstritten. Grund dafür war, dass es nach römischem Gesetz den Legionären nicht gestattet war, während ihrer Amtszeit eine Ehe einzugehen. Tatsächlich war das von Kaiser Augustus verfasste Gesetz mitunter so streng, dass es selbst höheren Offizieren wie den Lagerkommandanten verboten war, ihre Frauen ins Legionslager mit zu bringen. Das Gesetz wurde von den meisten Legionären umgangen. Fast alle lebten in einer eheähnlichen Verbindung, dem Konkubinat, mit einer Frau. Eine Vielzahl an archäologischen Funden, ebenso wie schriftliche Quellen berichten von zahlreichen Frauen, die sich in und um das Legionslager aufgehalten haben. Die Schreibtäfelchen von Vindonissa erzählen beispielsweise von einer „Wirtin in Hausnummer 12“, einer „Belica gegenüber dem Bade“, einer „Vindoinsa“ oder einer „Secundina“. Ein ähnliches Bild vermittelt auch ein Schreibtäfelchen aus Vindolanda, einem Hilfstruppenkastell am Hadrianswall in England. Die Korrespondenz zweier Ehefrauen von höheren Offizieren die sich offensichtlich in den Kastellen aufgehalten haben ist ein weiterer Hinweis darauf, dass die Anwesenheit von Frauen in römischen Militärstrukturen nichts Ungewöhnliches war. Centurionengattin Helvia mit Krug Schreibtäfelchen, Frauenkleidung und andere archäologische Funde Des Weiteren sprechen auch zahlreiche Fundstücke aus dem Schutthügel von Vindonissa – wo auch die Schreibtäfelchen gefunden wurden – ein deutliches Bild. Es handelt sich dabei um Objekte, die Frauen zwar nicht direkt benennen, aber eindeutig mit ihnen in Verbindung gebracht werden können: Lederschuhe, Spindeln, Haarnadeln und Haarnetze. Bei den Lederschuhen legen besonders die Form (Zehensandalen) und die Grösse nahe, dass es sich dabei um Frauen- und Kinderschuhe handelt. Sie sind ein deutlicher Hinweis auf die Anwesenheit von Frauen und auch Kindern im Legionslager. Ebenfalls mit Frauen in Verbindung gebracht werden Funde, die zu einem typischen Frauenhandwerk gehören, dem Textilhandwerk: Spindeln, Rocken, Woll- oder Webkämme sowie Nähnadeln aus Holz oder Knochen. Zu beachten ist dabei besonders, dass der Abfall aus dem Schutthügel nicht etwa von der Zivilsiedlung ausserhalb des Lagers stammte, sondern von den Bewohnern des Lagers selbst. Fibeln, die paarweise getragen wurden und sicher zur Frauenkleidung gehörten, sowie Haarnadeln, welche nur von Frauen getragen wurden, stammen aber nicht ausschliesslich vom Schutthügel, sondern wurden auch innerhalb des Lagers gefunden. Ein weiterer Hinweis auf die Anwesenheit von Frauen im Legionslager liefert ein Fund, der in seiner Art einzigartig ist. Im Haus eines Centurio, entlang der Aussenmauer, fand man Überreste von Neugeborenen, die dort bestattet worden war. Ausgräber gehen davon aus, dass es sich bei den Bestattungen um früh verstorbene oder totgeborene Kinder eines Centurio handelt, der zusammen mit seiner Frau im Legionslager gelebt hat. Centurionengattin Valeria mit Kochlöffel Was uns die Quellen über das Leben der Frauen im Legionslager berichten Doch wie sah das Leben der Frauen in und um ein Legionslager aus? Die Schreibtäfelchen erzählen von der Keltin Belica, die vermutlich als Schankwirtin in einer Taverne gearbeitet hat. Es ist sogar möglich, dass ihr das Gasthaus selber gehört hat. Belica ist nicht die einzige Wirtin, die in den Schreibtäfelchen von Vindonissa Erwähnung findet. Dass Römerinnen Gaststätten besassen ist nicht ungewöhnlich, diverse Quellen aus dem Römischen Reich sprechen dafür, dass die Frauen sowohl mit Ehemann als auch alleine einen Betrieb führen konnten. Oftmals herrschte in einer solchen Gaststätte auch Bordellbetrieb. Legionslager zogen natürlicherweise Prostituierte in grosser Zahl an. Die meisten Prostituierten waren Sklavinnen, die von ihren Besitzern zur Prostitution genötigt wurden und Freigelassene, die so ihren Lebensunterhalt verdienten. Freigeborene Römerinnen, die der Prostitution nachgingen, gab es aber auch: Materielle Not war in der Regel der Hauptgrund, als Prostituierte zu arbeiten. Obwohl die Prostitution in der römischen Kaiserzeit allgegenwärtig war, waren Prostituierte gesellschaftlich geächtet. Frauen aus niedrigeren Schichten lernten oft einen Beruf, arbeiteten als Hebamme, in Gastwirtschaften oder in Handwerksbetrieben und Textilmanufakturen. Es gibt sogar Hinweise dafür, dass eine Medizinerin mit griechischen Wurzeln in Vindonissa lebte. Ärztin Cornelia mit Schröpfkopf Die Rechte der Frauen in der Römerzeit Für Frauen aus höheren Schichten sah das Leben ganz anders aus. Sie lebten gemeinsam mit ihren Ehemännern oder Vätern innerhalb der Lagermauern und nahmen auch an den gesellschaftlichen Anlässen wie beispielsweise Gastmählern teil. Allerdings legten sie sich nicht zu den Männern dazu, sondern sassen auf einem Stuhl und zogen sich zu angemessener Zeit zurück. Beim an das Gastmahl anschliessenden Trinkgelage waren sie nicht dabei. Auch vom politischen Leben waren Frauen ausgeschlossen. Sie konnten weder wählen noch für ein politisches Amt gewählt werden. Das gebären und erziehen von Kindern war die Hauptaufgabe und der grösste Wert einer Frau in der römischen Gesellschaft. Zudem waren ausgewählte priesterliche Funktionen auch möglich. Politisch Einfluss nehmen konnten die Frauen nur indirekt über ihre Männer. Mädchen wurden häufig schon mit 12 Jahren verheiratet und waren dabei oftmals Spielball der politischen Interessen der Familie. Die Meinung der Frau zur Hochzeit war dabei nicht gefragt. Dennoch hatten Römerinnen, im Vergleich zu Frauen aus anderen antiken Kulturen, relativ viele Rechte. Sie durften, wie bereits erwähnt, an Gastmählern teilnehmen und auch selber als Gastgeberin auftreten, das Theater oder Amphitheater besuchen und sich sogar jederzeit scheiden lassen. Dazu mussten sie lediglich eine Scheidungsformel aufsagen, um dann mit ihren Habseligkeiten das Haus des Mannes verlassen zu können. Gemeinsame Kinder blieben allerdings in der Obhut des Vaters. Anhand der diversen archäologischen Funde lässt sich das Leben der Frauen in und um das Legionslager von Vindonissa erahnen. Frauen aus verschiedensten Gesellschafts- und Kulturschichten haben ihre Spuren hinterlassen. Aus diesen lässt sich ein buntes und vielseitiges Bild ableiten, das einmal mehr zeigt, wie divers und vielschichtig die römische Gesellschaft auch in einem Legionslager war. Weitere Blogbeiträge 04. Oktober 2022 Quiz: Was wissen Sie über den Alltag der Legionäre? Waren Sie vielleicht im früheren Leben Legionär? Testen Sie in diesem Quiz Ihr Wissen über den Alltag der Legionäre im alten Rom. 16. September 2020 Unsittlich? Das Fahrrad als Symbol für die Emanzipation der Frau Woher kommt die Unterscheidung zwischen Frauen- und Männerräder und wieso war das frühe Fahrrad äusserst politisch? Antworten auf diese… 23. März 2022 Das (Fladen-)Brot des römischen Legionärs – Rezept für panis militaris Panis militaris gehörte zur alltäglichen Kost des miles gregarius, des einfachen römischen Soldaten. Der Legionär und passionierte Bäcker… Von Alisha Keller Von Alisha Keller Alisha Keller war 2023 Praktikantin in Vindonissa. Ähnliche Artikel finden Sie hier: Kategorien Römische Geschichten aus Vindonissa Römerzeit Kommentare

 
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Das Einhorn als christliches Symboltier im Mittelalter

Zurück zum Blog 21. Mai 2023 Kategorie Mittelalter Hat das Einhorn heute unterschiedlichste Bedeutungen, so war es im Mittelalter unter anderem ein christliches Symboltier. Wie das Lamm verkörperte es Jesus Christus und trat oftmals in religiösen Kontexten auf. Ein fester Bestandteil der frühchristlichen Literatur waren sogenannte Bestiarien . Dabei handelt es sich um Nachschlagewerke, die verschiedene Tiere auflisteten und beschrieben. Diese Beschreibungen beschränkten sich aber nicht auf nüchterne Fakten. Vielmehr wurden allen Tieren mittels Bibelzitaten symbolische Bedeutungen zugeschrieben. Die Eule galt zum Beispiel als ein Sinnbild für Menschen, die das Christentum ablehnten, da sie es vorzog im Dunkeln zu leben. Ein Gemälde mit einem Einhorn und der Jungfrau Maria in der Sonderausstellung «Einhorn – eine fabelhafte Geschichte» auf Schloss Lenzburg. ©Museum Aargau Diese – heute seltsam wirkende – Verbindung von Naturkunde und religiöser Symbolik war für antike und mittelalterliche Christen gang und gäbe. Sie kam aus dem Glauben zustande, dass alle Aspekte der Natur Ausdruck von Gottes Willen waren. Dabei wurde die Natur oft als das zweite Buch Gottes bezeichnet, das man ebenso lesen und interpretieren konnte wie die Bibel. Das Einhorn im Bestiarium Physiologus Schon Aristoteles hatte von einer pferdeartigen Kreatur mit einem einzelnen Horn berichtet, welches angeblich in Indien leben sollte. Dank solchen Erzählungen fand das Einhorn auch seinen Weg in den Physiologus , dem wohl bekanntesten Bestiarium der Spätantike und des Mittelalters. Nur die Bibel überflügelte den Physiologus an Popularität. Im Physiologus wird das Einhorn als kleines, dafür umso stärkeres Tier beschrieben. Tatsächlich soll es so wehrhaft gewesen sein, dass ihm kein Jäger Herr werden konnte. In Gegenwart einer Jungfrau sei es dagegen ganz zutraulich und zahm, weshalb es nur diese einfangen könnten. Illustrationen einer Einhorn-Jagd begleiten oft die Einträge zum Einhorn in den Bestiarien. Dabei wird meistens gezeigt, wie das von der Jungfrau bezauberte Einhorn von einem Jäger erlegt wird. Erlegung eines Einhorns aus dem Harley Bestiarium aus dem 13. Jahrhundert. (Wikimedia Commons) Christliche Symbolsprache: Einhorn, Jesus und Maria In seiner biblischen Auslegung steht das Einhorn als Sinnbild für Jesus. Seine kleine Gestalt sei Ausdruck für die Demut Christi. Seine Stärke solle die Stärke von Christus darstellen, der den Tod selbst besiegte. Aber am wichtigsten, das Einfangen des Einhorns durch eine Jungfrau wurde mit der Menschwerdung Christi gleichgesetzt. Dabei steht die Jungfrau für Maria, die nur wegen ihrer Jungfräulichkeit zur Mutter Gottes werden konnte. Das Einhorn fand, wie viele andere Tiere aus dem Physiologus, Eingang in die allgemeinbekannte Symbolsprache des Christentums. Es kam in christlicher Kunst und Literatur immer wieder als Platzhalter für Christus vor. Dabei erscheint es jedoch fast ausschliesslich zusammen mit Maria und nur selten allein. In Lobpreisungen Marias wird sie immer wieder als Zuflucht oder Fängerin des himmlischen Einhorns gepriesen. Dabei wird sie sogar als Einhornjägerin stilisiert, die mit ihrer Keuschheit das himmlische Einhorn einzufangen vermag. Erfurter Einhornaltar aus der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts. Während sich das Einhorn in den Schoss Marias schmiegt, sendet Gottvater von oben links das Jesuskind zu ihr herunter (hier mit rot hervorgehoben). ©Wikimedia Commons Die christlichen Bedeutungen der Tötung des Einhorns In den Bestiarien endete die Einhornjagd stets mit der Erlegung des Einhornes im Schoss der Jungfrau. Auch dieser Punkt wurde in christlichen Darstellungen immer wieder aufgegriffen. Die Tötung des Einhorns steht dabei für den Opfertod Christi. Wandteppich eines «Hortus conclusus» (Geschlossener Garten) von 1554 aus Basel. (Wikimedia Commons) In der obigen Darstellung erlegen Adam und Eva das Einhorn (hier mit gelb hervorgehoben). Da Jesus starb, um die von ihnen verursachte Erbsünde zu sühnen, treten sie hier als Töter des Einhornes auf. In anderen Bildern und Texten fiel die Rolle der Einhorntöter oft Juden zu. Viele Christen warfen ihnen in der Spätantike und dem Mittelalter die Schuld an Jesus Tod vor. Eine Haltung, die viel zur Judenfeindlichkeit des Mittelalters beitrug. Wieso das Einhorn aus dem Christentum verschwand Das Einhorn verschwand erst im Laufe der Gegenreformation im 16. Jh. aus dem christlichen Repertoire. Reformatoren wie Martin Luther und Huldrich Zwingli kritisierten den Gebrauch von Bildern in der katholischen Kirche. Um besser vor dieser Kritik gewappnet zu sein, arbeiteten die Katholiken klare Regeln aus, wie religiöse Bilder verwendet werden sollten und was sie darstellen durften. Im Zuge dieser Neuausrichtung verbot die Katholische Kirche unter anderem Bilder mit anzüglichen Darstellungen. Das Einhorn überstand diese Bereinigung nicht. Sein Horn wurde immer wieder als Symbol für ein männliches Glied gedeutet, was seiner Vorliebe für Jungrauen einen anzüglichen Unterton verlieh. So verschwand das Einhorn zunehmend aus der katholischen Symbolsprache. Seine anrüchigen Untertöne hätten der reformierten Kritik schlicht zu viel Angriffsfläche geboten. Weitere Blogbeiträge 26. September 2023 Das Einhorn – ein Wesen mit vielen Bedeutungen Das Einhorn trug im Lauf der Geschichte viele Bedeutungen. Heute ist es ein Symbol für Verschiedenes, darunter Weiblichkeit, Kindheit und… 26. April 2023 Quiz: Welches Fabelwesen sind Sie? Drache, Einhorn oder etwas anderes? Erfahren Sie, welches Fabelwesen am besten zu Ihnen passt! 12. Mai 2022 Die Falknerei im Mittelalter Die Falknerei war im Mittelalter ein beliebtes Hobby adeliger Männer. Aber war die Falknerei lediglich eine adelige Spielerei – oder eben… Von Andreas Mäder-Esteves Von Andreas Mäder-Esteves Andreas Mäder-Esteves ist Historiker und Praktikant im Team Ausstellungen von Museum Aargau. Ähnliche Artikel finden Sie hier: Kategorie Mittelalter Kommentare

 
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5 Fragen zu den Klosterspielen Wettingen

Zurück zum Blog 31. Mai 2023 Kategorie Klosterleben Brigitta Luisa Merki, Choreographin Klosterspiele Wettingen, erzählt über den geschichtlichen Hintergrund der Inszenierung und woher sie ihre Inspiration nimmt. Die Klosterspiele Wettingen zelebrieren 2023 mit AVE MARIS STELLA ein poetisches Zusammenspiel von Tanz, Musik und Raum in der einmaligen Atmosphäre des Klosters. Wir haben der Choreografin Brigitta Luisa Merki 5 Fragen zu den Klosterspielen Wettingen gestellt. 1. Wie haben Sie in der Choreographie die Örtlichkeit der Klosterhalbinsel Wettingen eingebunden? Brigitta Luisa Merki: Ich konzentriere mich auf Innenräume, die mich durch ihre Atmosphäre inspirieren und für die ich tänzerische und musikalische Szenarien entwickelt habe. Wir bewegen uns sowohl in den kirchlichen Räumen – in der Marienkapelle, der Mönchs- und der Laienkirche – als auch in Räumen der Kantonsschule, in der ursprünglichen Sommerresidenz, in der Bibliothek. 2. Was ist der geschichtliche Hintergrund der Inszenierung? Brigitta Luisa Merki: Der geschichtliche Hintergrund widerspiegelt sich in den Räumlichkeiten selbst. Er findet in der Inszenierung in Form von Emotionen, Klängen und tänzerischen Bildern eine eigene Resonanz. Dabei spielt die Musik eine entscheidende Rolle. Wir bewegen uns unter anderem in der Klangwelt der Matthäuspassion von Bach, im Stabat Mater von Pergolesi und im gregorianischen Gesang. Die Klänge in diesen Räumen versetzen uns in eine andere Zeit und wirken doch so gegenwärtig auf uns ein. Die Schutzpatronin Stella Maris, die Mönche oder die Meerjungfrau treten in Erscheinung. Brigitta Luisa Merki ist Choreografin, Gründerin und Künstlerische Leiterin von Tanz & Kunst Königsfelden. Sie engagiert sich seit 40 Jahren für den Tanz im Aargau und schweizweit. (Bild: Alex Spichale) 3. Wie viel Zeit haben Sie in die Inszenierung investiert? Brigitta Luisa Merki: Ich bin seit mehr als einem Jahr mit den Vorbereitungen beschäftigt. Die technische Planung sowie die Koordination von Tänzerinnen und Tänzern sowie Musikerinnen und Musikern, Vorgaben vom Denkmalschutz sind eine Herausforderung. Skizzen für Bilder und Räume habe ich laufend neu überarbeitet und den gegebenen Sanierungsarbeiten, die zurzeit im Gange sind, angepasst. Die konkreten Proben mit den Tänzerinnen und Tänzern ziehen sich über zwei Monate hin. In der Schlussphase proben wir zusammen mit den Musikerinnen und Musikern sowie den Sängerinnen und Sängern vor Ort. 4. Welche Herausforderungen ergaben sich für die Choreographie durch die verschiedenen Stationen? Brigitta Luisa Merki: Die Tänzerinnen und Tänzer sind in unterschiedlichen Szenarien und immer wieder neuen Kostümen «unterwegs» in dieser Inszenierung. Dadurch ist eine präzise Zeitplanung und die Koordination von Musik und Tanz eine grosse Herausforderung. Tänzerinnen und Tänzer sowie die Musikerinnen und Musiker bewegen sich wie in einem Rondo zusammen mit dem Publikum durch Räume, Klänge und Bilder. 5. Woher nehmen Sie jeweils Ihre Inspiration für die jeweilige Choreo­graphie? Brigitta Luisa Merki: In der Konstellation dieses Projekts gab es von Anfang an einen inhaltlichen Rahmen, der durch den Ort und seine Räume gegeben ist. Am Anfang lasse ich meiner Fantasie möglichst freien Lauf und schreibe alle aufkommenden Ideen auf. Die Inspiration erfasst mich meistens in der Nacht. In der konkreten Arbeit definiere ich dann die einzelnen Teile der Choreografie in Bezug zur ausgewählten Musik. Von Museum Aargau Von Museum Aargau Das Team von Museum Aargau zeigt an dieser Stelle digitale Einblicke in die Museumsstandorte. Ähnliche Artikel finden Sie hier: Kategorie Klosterleben Kommentare

 
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Gemüsegarten auf dem Balkon

Zurück zum Blog 15. Mai 2023 Kategorie Gartentipp aus dem Wildegger Schlossgarten Wer gerne sein eigenes Gemüse zieht, braucht dafür nicht zwingend einen Garten. Dies funktioniert auch sehr gut auf dem Balkon oder der Terrasse. Voraussetzung dafür sind geeignete Gefässe. Bei der Auswahl gibt es keine Grenzen, es können einzelne Töpfe, Balkonkistli, Tröge oder Holzharassen sein. Wichtig ist, dass diese im Boden Löcher haben und somit der Wasserabfluss gewährleistet ist. Als Standort für diesen kleinen Gemüsegarten eignet sich ein sonniger bis halbschattiger Platz. Salaten und Stielmangold Gepflanzt werden kann alles was einem schmeckt! Bei den Salaten würde ich mich für einen Schnittsalat entscheiden, da dieser immer wieder geerntet werden kann. Auch Stielmangold wächst während der ganzen Saison wieder schön nach. Tipp: Mischen Sie verschiedene Gemüse, zum Beispiel Salat und Kohlrabi. Mit dieser Mischkultur schützen sich Pflanzen gegenseitig vor Krankheiten und Schädlingen – und der kleine Gemüsegarten wird zum Hinkucker! Kartoffeln auf dem Balkon ziehen Auch Kartoffeln kann man sehr gut auf dem Balkon ziehen. Das Gefäss dafür sollte etwa 40 Zentimeter hoch sein. Füllen Sie dieses 10 Zentimeter mit Erde und legen Sie die Kartoffelknollen darauf. Dann werden diese mit Erde zugedeckt und angegossen. Bedecken Sie neue Austriebe fortlaufend mit weiterer Erde, bis der Topf voll ist. Dies fördert die Bildung neuer Knollen. Wenn das Laub anfängt zu welken können die Kartoffeln geerntet werden. Weitere Blogbeiträge 18. Juni 2021 Mulchen und Gründüngung leicht gemacht Damit Wasser im Sommer weniger schnell verdunstet, sollte der Boden gemulcht werden. Im Blog zeigen wir zudem, was es bei der Gründüngung zu… 14. November 2022 Die perfekte Kaki: Bei der Ernte zählt das Timing Die Götterfrucht – oder bei uns bekannter als Kaki – ist ein Hochgenuss. Die Ernte zur richtigen Zeit ist jedoch eine Herausforderung. Lesen… 11. August 2023 Tipps für das perfekte Erdbeer-Beet Im August ist ein guter Zeitpunkt, um ein neues Beet mit Erdbeeren anzulegen. Der Gartentipp aus dem Wildegger Schlossgarten. Von Melissa Gögele Von Melissa Gögele Ähnliche Artikel finden Sie hier: Kategorie Gartentipp aus dem Wildegger Schlossgarten Kommentare

 
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Eine Handcreme von 1805 – mit Tutorial

Zurück zum Blog 26. Mai 2023 Kategorien Schlossgeschichten Neuzeit Salben, Pomaden und Cremen sind schon seit Jahrtausenden bekannt – und zwar sowohl für medizinische Zwecke als auch als Kosmetik. Bereits aus dem alten Ägypten kennt man Salben und Cremes. Unter anderem dienten diese mit Ölen in Gefässen als Grabbeigaben. Eines der frühesten bekannten Rezepte einer Creme stammt vom griechischstämmigen Arzt und Anatom Galen. Galen praktizierte von 158 bis 161 in Pergamon als Gladiatorenarzt, später dann in Rom als Leibarzt von Marcus Aurelius. Cremen bestehen fast immer aus Fett, Wasser und einem Emulgator, der die beiden anderen Komponenten bindet. In römischen Cremes war das oft ein tierisches Fett. Der Unterschied zwischen Salben und Cremen ist übrigens derjenige, dass eine Salbe zur Creme wird, wenn man noch zusätzlich Wasser einrührt – mit Hilfe des Emulgators. Eine Creme ist eigentlich nichts anderes als eine wasserhaltige Salbe. Eine Pommade wiederum ist eine Creme, die einen relativ hohen Öl- und Wachsanteil hat und somit eine etwas festere Konsistenz aufweist. Galens "Kalte Creme" und ein Sensationsfund aus London In seinem umfangreichen Werk beschreibt der vorwiegend in Rom tätige griechische Arzt und Anatom Galen unter anderem auch ein Rezept für eine Creme. Das Rezept beinhaltet Öl, Bienenwachs und Rosenwasser. Die Creme kommt mit recht wenig Wachs aus, dafür mehr Rosenwasser, da sie auch zur Kühlung von Muskelkater und Zerrungen gedacht war. Galen war einige Zeit als Gladiatorenarzt tätig – darüber, ob er Muskelzerrungen bei Gladiatoren mit Hilfe dieser Creme gekühlt hat, kann an dieser Stelle nur spekuliert werden, aber denkbar wäre es. Beim Auftragen verdunstet das in der Creme enthaltene Rosenwasser auf der Haut und führt dadurch zu einem kühlenden Effekt. Dieser Effekt war es auch, der der Creme ihren Namen gab. Noch heute wird im angelsächsischen Raum von "Cold Cream" gesprochen. Auch die Grundrezeptur einer Creme aus Ölen, Wachs und Rosenwasser wird auch noch heute angewendet. Im Jahr 2003 wurde bei einer baubegleitenden archäologischen Ausgrabung in Southwark, London ein kleiner Sensationsfund gemacht: ein verschlossenes rundes Zinntöpfchen mit 6 cm Durchmesser und 5.2 cm Höhe mit einer Creme darin. Die Creme wird um die Mitte des 2. Jahrhunderts n.Chr. datiert und gilt als bisher älteste aus Europa erhaltene kosmetische Creme. Römischer Cremetopf aus Southwark, London, datiert Mitte 2. Jh. n.Chr. Die biochemischen Analysen von Richard Evershed und seinem Team ergaben, dass die Creme zu rund 40% aus tierischem Fett (vermutlich vom Rind oder Schaf), zu rund 15% aus Zinnoxid (Kassiterit) sowie aus Stärke bestand. Römische Gesichtscremen enthielten zum Abdecken und Aufhellen oft giftiges Bleiacetat (cerussa), in der gefundenen Salbe wurde dies offenbar mit Zinnoxid ersetzt, was angesichts der Verfügbarkeit in Grossbritannien ein naheliegender Ersatz war. Das Team um Evershed hat basierend auf der Analyse versucht, die Creme zu reproduzieren. Das Resultat war eine weissliche, deckende Creme. Gleich nach dem Auftragen sei sie eher fettig, durch die enthaltene Stärke und das Zinnoxid jedoch blieb ein pudriges Finish, nachdem das Fett eingezogen war. Körperpflege und Kosmetik im 18. und 19. Jahrhundert Im 18. und 19. Jahrhundert gab es eine Vielzahl von Schriften zu Gesundheit und Kosmetik, die Rezepte zur Herstellung von Cremes, Salben, Pomaden, Schminke, Parfums, Wässerchen und so weiter beinhalteten. Die Traktate deckten alles möglich ab: von der Salbe gegen Warzen übers Zahnpulver, duftenden Waschbällen und Haarpuder bis hin zu "roter Schminke" für Lippen und Wangen. An dieser Stelle entkräften wir gerne noch einmal das gängige Klischee, dass sich die Menschen im 17. und 18. Jahrhundert nicht wuschen und die Körperpflege einzig darin bestanden haben soll, sich einzuparfümieren. Man hat sich durchaus gepflegt und ebenso Wert auf eine gepflegte Erscheinung gelegt – einzig sah diese Pflege in manchen Aspekten etwas anders aus, als heute. Statt der täglichen Dusche oder dem Vollbad wusch man sich mit Hilfe von Waschschüssel und Schwamm und hielt sich überdies mit dem regelmässigen Wechseln der leinenen Unterwäsche sauber. Und: Viele der historischen Rezepte ergeben auch heute noch wunderbare Körperpflegemittel oder Duftwässerchen! Mit Hilfe des Bidets wie auf dem Bild oder mit Waschschüssel und Schwamm: Körperpflege wurde auch im 18. Jahrhundert betrieben. La Toilette intime ou la Rose effeuillée von Louis-Léopold Boilly, Ende 18. Jh. Handcreme-Rezept von 1805 Ein Beispiel für eine solche Schrift für die Herstellung von kosmetischen Mittelchen ist das Büchlein "Kallopistria oder die Kunst der Toilette für die elegante Welt" von 1805. Verfasst wurde es vom deutschen Apotheker und Chemiker Johann Bartholomäus Trommsdorff. Auf Seite 169 von Trommsdorffs Büchlein finden wir eine "Pommade, welche den Teint erhält" und mit der man "des Nachts das Gesicht und die Hände" überstreichen soll. Titelblatt des Büchleins von Johann Bartholomäus Trommsdorf, Wien, 1805. Das Grundprinzip einer Creme oder Pommade ist seit Galen gleichgeblieben: Auch die besagte Pommade bei Trommsdorff besteht aus einem Fett- oder Öl-Anteil, Wasser sowie einem Emulgator, der die beiden Komponenten miteinander verbindet. Das Originalrezept lautet folgendermassen: "Man lasse in einer zinnernen Pfanne eine Drachme weises Wachs, 2 ½ Drachme Wallrath und zwei Unzen frisches Mandelöl bei gelinden Feuer schmelzen, entferne das Gefäss von dem Feuer und rühre es stark durcheinander, bis es zu erkalten anfängt, dann setze man tropfenweise eine Unze Rosenwasser hinzu, welches man durch ein starkes Durcheinander-Reiben damit zu vereinigen sucht. Mit dieser Pommade überstreicht man des Nachts das Gesicht und die Hände. So dienet es auch zur Auftragung der Schminke." Die Gewichtseinheiten lassen den modernen Lesenden stutzen: Drachmen und Unzen sind heute nicht mehr geläufig. Bis zur Einführung des metrischen Systems waren solche Apothekergewichte in Deutschland als obrigkeitlich festgelegte Masseinheiten bis ins 19. Jahrhundert hinein gang und gäbe. Umgerechnet entspricht eine Drachme einem metrischen Wert von ungefähr 3.5 bis 4 Gramm. Wir rechnen hier mit 3.5 Gramm weiter. Eine Unze wiederum entspricht knapp 30 Gramm. Auch die Ingredienz "Walrath" sorgt für Stirnrunzeln. Es handelt sich hierbei um eine fett- und wachshaltige Substanz aus dem Kopf des Pottwals. Dieses Öl wurde für alles Mögliche verwendet: als Lampenöl, Schmiermittel, Imprägniermittel und eben auch in Cremen und Salben. Heutzutage findet man glücklicherweise in der Drogerie synthetisch hergestellten Walrat-Ersatz oder man kann Jojobaöl als Substitut verwenden. Es müssen also keine Pottwale für unsere Pommade respektive Creme dran glauben. Das Rezept für den modernen Lesenden Die Zutatenliste lautet also: 3.5 Gramm Bienenwachs 8.5 Gramm Walrat-Ersatz 30 Gramm Mandelöl 30 Gramm Rosenwasser Anstelle der zinnernen Pfanne kann man das Wachs, den Walrat-Ersatz und das Mandelöl in einem Glas im Wasserbad langsam erwärmen und zum Schmelzen bringen. Ist alles geschmolzen und hat sich zu einer homogenen Flüssigkeit vermengt, kann man die Mischung kurz ein wenig abkühlen lassen. Danach tröpfelt man das Rosenwasser unter ständigem Rühren in die Mischung, bis sie sich langsam verdickt. Wenn die Mischung ungefähr die Konsistenz von Mayonnaise erreicht hat, füllt man sie in ein entsprechendes Behältnis. Die Pommade respektive Creme wird beim Abkühlen noch etwas fester. Und fertig ist die "Pommade, welche den Teint erhält"! Für Personen mit empfindlicher Haut empfiehlt es sich, die Creme ausschliesslich als Handcreme zu benutzen. Da sie keine künstlichen Konservierungsstoffe enthält, bewahrt man sie am besten im Kühlschrank auf und verwendet sie möglichst bald nach der Herstellung. Gutes Gelingen! Literatur Sherrow, Victoria: For Appearance' Sake. The Historical Encyclopedia of Good Looks, Beauty and Grooming, Westport, 2001. Evershed, R. P., et al.: "Archaeology: Formulation of a Roman cosmetic." Nature, vol. 432, 2004. Mansell, Katherine: Recreating a 2000-year-old-cosmetic, in: Nature. International weekly journal of science, 2004, https://www.nature.com/news/2004/041101/full/news041101-8.html Weitere Blogbeiträge 11. Juli 2023 Sommer-Accessoires im 19. Jahrhundert Museum Aargau präsentiert eine Auswahl von Accessoires, welche die Damen und Herren des 19. Jahrhunderts im Sommer trugen. Diese Objekte… 23. August 2022 Heilkunde im Kloster Seit jeher befassen sich Klöster mit Heilkunde, da die Fürsorge für die Armen und Kranken tief in ihrer Tradition verankert ist. Auch beim… 17. Dezember 2020 Schnürleib, Strümpfe, Strohhut – die Damenmode um 1780 Margaretha Mutach weilte um 1780 als Frau des Landvogts auf Schloss Lenzburg. Was trugen die Damen zu jener Zeit? Eine Reise in die… Von Gabriela Gehrig Von Gabriela Gehrig Gabriela Gehrig leitet das Freiwilligenprogramm von Museum Aargau und ist als Geschichtsvermittlerin tätig. Als Historikerin interessiert sie sich besonders für Sozial- und Kostümgeschichte und schneidert wann immer möglich auch selber. Ähnliche Artikel finden Sie hier: Kategorien Schlossgeschichten Neuzeit Kommentare

 
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Gartentipp: Mit Dahlien in den Frühling

Zurück zum Blog 14. April 2023 Kategorie Gartentipp aus dem Wildegger Schlossgarten Dahlien sind eine Augenweide. Sie blühen immer wieder und verzaubern mit ihren Formen und Farben auch die Gärten von Schloss Wildegg – bis im Herbst Frostnächte der Blütenpracht ein Ende setzen. Im Frühling werden dann die Dahlienknollen nach dem Überwintern wieder in den Boden gepflanzt. Es ist möglich, die überwinterte Knolle vor dem Einpflanzen einige Wochen in einem Topf vorzutreiben. Voraussetzung dafür ist eine helle, rund 10 Grad kühle Umgebung. Nehmen Sie dazu die Dahlienknolle im März aus ihrem Winterquartier und prüfen Sie diese auf Schäden. Trockene Knollen eine Stunde in Wasser einlegen Trockene Knollen sollten eine Stunde in Wasser eingelegt werden, faule Stellen werden herausgeschnitten. Sind die Knollen sehr gross, können Sie diese vorsichtig von Hand oder mit einer Säge teilen. Schneiden Sie anschliessend verletzte Stellen heraus und lassen Sie Schnittflächen zwei Tage antrocknen. Die Schlossgärtnerin Tanya van der Laan mit Dahlienknollen. Die Knollen werden dann fünf Zentimeter tief in einen mit Universalerde gefüllten Topf gesetzt, angegossen und dann eher trocken gehalten. Pflanzen Sie die vorgetriebenen Dahlien dann ab Mitte Mai im Abstand von 50 Zentimetern in ihren Garten. Dahlien mögen sonnige Plätze in gut gelockerter, mit organischem Dünger angereicherter Erde. Tipp: Stecken Sie beim Einpflanzen gleich eine Stützhilfe ins Pflanzloch, um die Dahlie später hochbinden zu können. Knollen ab Mitte April auspflanzen Treibt die Dahlie dann kräftig aus, können Triebspitzen oberhalb des vierten Blattpaares geschnitten werden. Sie wird dadurch buschiger und wächst stabiler. Achtung bei spätem Frost: Bedecken Sie die Pflanze mit Erde, einem Fliess oder Blumentopf. Verfügen Sie nicht über einen kühlen, hellen Raum, können Sie die Knollen auch ab Mitte April direkt auspflanzen. Ohne Vortreiben sind Dahlien jedoch anfälliger für Schnecken, welche die zarten Austriebe lieben. Weitere Blogbeiträge 11. September 2020 Dahlien: Die Königin unter den Knollen Dahlien haben im 18. Jahrhundert über die Seefahrer ihren Weg aus der "neuen Welt" nach Europa gefunden. Die exotische Pflanze blüht in ganz… 18. November 2021 Dahlien überwintern: So geht’s! Dahlien blühen unermüdlich bis in den Spätherbst und sollten vor den ersten frostigen Nächten aus der Erde geholt werden. Unsere Gärtnerin… 13. April 2021 Kleine Rosenkunde – Übersicht der Sorten Rosen sind mit ihrer Blütenpracht nicht zu übertrumpfen. Für jeden Geschmack findet sich die passende Sorte. Eine kleine Rosenkunde mit der… Von Tanya van der Laan Von Tanya van der Laan Ähnliche Artikel finden Sie hier: Kategorie Gartentipp aus dem Wildegger Schlossgarten Kommentare

 
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Flower-Power aus der Sammlung

Zurück zum Blog 13. Juni 2023 Kategorien Schätze aus der Sammlung 20./21. Jh. Der Sommer naht und die Pflanzenwelt erblüht in voller Pracht. Um die farbenfrohe Blütezeit gebührend zu feiern, wird hier eine kleine Auswahl von "blumigen" Objekten aus der Sammlung von Museum Aargau präsentiert. Blumen sind seit jeher ein Motiv, welches die Menschen fasziniert. Blumen stehen für das aufkommende Leben und so auch für den Frühling. Doch gleichzeitig sind Blumen auch sehr vergänglich. Diese Dichotomie des Lebens ist Teil der Anziehungskraft der Blumen auf den Menschen. Blumen bzw. Pflanzenbilder lassen sich bis in die Urzeit nachweisen. In der Geschichte der Ornamente sind Blumenmotive mit Abstand die häufigsten Verzierungsmotive und dies in sehr vielen Kulturen der ganzen Welt. Mit Blumenmotiven geschmückte Objekte wurden dank der Handelswege schon in der Antike verbreitet. So bewunderten bereits die Römer chinesisches Porzellan, das mit abgebildeten Pfingstrosen geschmückt wurde. Da jede Blumenart seinen eigenen Reiz hat, wurde ihnen auch bestimmte symbolische Bedeutungen gegeben, die aber je nach Mode, Ort und Zeit stark variieren konnten. Diese Blumensprache wird noch heute in der Floristik verwendet. Das Verlangen der Menschen, Objekte mit Blumenmotiven zu schmücken, ist auch bei Objekten der Sammlung von Museum Aargau zu sehen. Diese schönen Objekte helfen einem auch im "abgeschottet" wirkenden Sammlungszentrum Frühlingsgefühle zu bekommen. Blumenquartett Niederländisches Blumen-Quartettspiel (Inv. Nr. K-12908) © Museum Aargau Ein interessantes "blumiges" Objekt aus der Sammlung ist dieses alte Quartettkartenspiel mit Blumenmotiven. Dieses niederländische Quartettspiel kam 1991 als Schenkung zusammen mit anderen Quartettspielen in die Sammlung. Es besteht aus 32 Karten und stammt von der Firma "Spears Spelen", die früher unter ihrem deutschen Gründungsnamen J. W. Spear & Söhne bekannt war. Die Abbildungen der Blumen dieses Quartettspiels stammen von den Aquarellen der Malerin Catharina Klein, worauf auch in der Verpackung hingewiesen wird. Der Ursprung des Spiels Quartett liegt in Lernkarten. So sollte die Idee vom Franziskanermönch Thomas Murner stammen, der seinen Schülern mit solchen Karten spielerisch Grammatik und Jura vermitteln wollte. Dafür erfand er anfangs des 16. Jahrhunderts zwei Kartenspiele. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts wurde das Spiel Quartett allgemein bekannt. Neben Dichter- und Schriftstellerquartetts gab es Spiele, die sich mit Themen wie Benimmregeln, Schlachten, fremden Ländern, Kräuterkunde und eben auch mit Blumen beschäftigten. Blumenzeichnung Bunte Zeichnung von Blumen (Inv. Nr. K-22811) © Museum Aargau Blumen sind ein beliebtes Zeichnungssujet. Das sieht man auch anhand dieses Objektes aus der Sammlung. Diese Zeichnung stammt aus dem Nachlass von Adelheid Katharina Elisabeth v. Effinger und aus dem Nachlass von Franz Viktor Effinger und seiner Tochter Maria Susanna. Die Sammlung kaufte diese Zeichnung als Teil eines Konvoluts mit anderen Objekte in 2019. Es ist eine Aquarellzeichnung basierend auf Bleistift-Skizzen, mit mehreren offenen roten Blüten und geschlossenen gelben Blüten, dazu grünlich-graue Blätter. Rechts unterhalb von der Zeichnung ist handschriftlich und teilweise verdeckt geschrieben: "L d'E. fecit. dédié à sa soeur bien aimée Sophie (le 6 aoùt 1849)." Das Bild ist somit auf das Jahr 1849 zu datieren. Die Identität des Zeichners/der Zeichnerin ist unklar. Angesichts anderer Skizzen im selben Konvolut von einem "Ludwig/L. von Effinger", könnte die Signatur auf dem Bild "L d'E." von Karl Albrecht Ludwig von Effinger (1832-1853) gewesen sein. Dies, da er eine Schwester namens Marie Sophie Bertha hatte. Ein anderer möglicher Zeichner ist Ludwig Rudolf von Effinger (1803-1872). Kuchenmodel Blumen Geschnitztes Kuchenmodel mit Blumenmotiven (Inv. Nr. K-895) © Museum Aargau Auch bei Lebensmittel und deren Produktion sind Blumen beliebte Motive. So auch bei diesem aus Holz geschnitzten Kuchenmodel mit 12 cm Durchmesser aus den 1660er-Jahren. Dieses Kuchenmodel kam als Schenkung in die Sammlung. Ein sehr ähnliches Model befindet sich im Landesmuseum in Zürich. Das Model der Sammlung ist vermutlich ein Fragment, das offensichtlich bearbeitet wurde. Diese Kuchenmodel dienten zur Formung bzw. der Verzierung von Teig oder Zierzucker. Die geschnitzten Elemente wurden als negativ auf den Teig übertragen. In der Barockzeit wurden Darstellungen aus der biblischen Geschichte auf Model immer beliebter. Bekannte Episoden aus dem Alten oder Neuen Testament wurden in Holz geschnitzt. Die Bibel wurde essbar. Dies sieht man auch anhand der Symbolik dieses Kuchenmodels. Die Erde erhebt sich als Weltenberg in die Höhe. Von der Bergspitze ergiessen sich die vier Wasserströme ins Meer. Der Berg bringt den Lebensbaum hervor, gekrönt mit einer blühenden, offenen Rose, die für Lebensfreude steht. In seinen Zweigen sitzen der Papagei bzw. der Kranich und der Pfau, was Symbole des Paradieses und der Unsterblichkeit sind. Die Wiege und der Sarg werden aus dem Holz des Lebensbaumes gezimmert. Die Darstellung offenbart noch das alte vertikale Weltbild des Menschen von damals. Blumiges 60er-Jahre Damenkleid Kleid der Firmeninhaberin der Textildruckerei Suhr, (Inv. Nr. K-18374.17) © Museum Aargau Nicht zu vergessen sind natürlich die 1960er Jahre und ihre Flower-Power-Bewegung, die den Stil dieses Jahrzehnts prägte. So befindet sich auch ein mit Blumenmotiven geschmücktes Damenkleid in der Sammlung. Das ärmellose Kleid mit Rundhalsausschnitt hat ein Blumenmuster in weiss, hellblau und braun auf orangem Fond. Das Kleid stammt aus der Garderobe der Tochter und Erbin des Firmeninhabers Hans G. Müller der Textildruckerei Suhr AG. Die Tochter fertigte das Kleid aus Stoff der Druckproduktion der Firma. Als die Textildruckerei Suhr AG im Jahr 2010 Konkurs ging, kam dieses Kleid zusammen mit vielen anderen Kleidern des Konvoluts in die Sammlung. Wie es anhand des Namens der Flower-Power-Bewegung erkennbar ist, waren Blumen eines der wichtigsten Zeichen für die Hippie-Bewegung. Dies, weil sie "Love and Peace" symbolisierten. Blumen waren in dieser Bewegung überall zu sehen. Sei dies gemalt oder gefärbt auf Jeans, Röcken und Kleidern oder als echte Blumen in den Haaren. Blumenförmige Brosche Blumenförmige Brosche, die als Trauerschmuck getragen wurde, (Inv. Nr. K-19823) © Museum Aargau Gleich wie Blumen verblühen, ist der Frühling leider auch schon bald vorbei. Diese Verbindung zwischen Blumen und dem Vergänglichen ist bei diesem Objekt besonders zu sehen. Diese blumenförmige Brosche besteht aus Bakelit. Die Brosche hat eine Nadel aus Messing zum Fixieren an die Kleider. Als Motiv dieser Brosche dienen drei nebeneinanderliegende Blumen mitsamt Stängel. Sie sind Schwarz bemalt, da die Farbe Schwarz in der westlichen Welt den Tod symbolisiert. Es handelt sich deshalb hier um Trauerschmuck, welcher während und eine gewisse Zeit nach der Bestattung getragen wurde. Diese Blumenbrosche ist in die Mitte des 20. Jahrhunderts zu datieren und kam als Schenkung 2013 zusammen mit weiterem Trauerschmuck in die Sammlung. Blumen spielen seit langer Zeit eine wichtige Rolle bei Beerdigungen und der Bewältigung von Trauer. Dabei symbolisieren sie je nach Art und Farbe der Blumen verschiedene Themen und Gefühle wie Vergänglichkeit oder Verbundenheit und dienen als Trost für die Hinterbliebenen. Alle blumigen Objekte? Nun sind wir am Ende unseres blumigen Ausflugs in die Sammlung angelangt. Selbstverständlich gibt es noch weitere Objekte, die in einer solchen Auflistung vorkommen könnten. Falls Sie gerne unsere weiteren blumigen Objekte im Sammlungszentrums in Egliswil besuchen möchten, laden wir Sie dazu gerne ein. Jeden ersten Dienstag des Monats gibt es eine öffentliche Monatsführung im Sammlungszentrum Egliswil. Melden Sie sich dafür bei der Website von Museum Aargau an. Weitere Blogbeiträge 17. Juni 2022 Das tragbare Sommergefühl - Zeitloser Textildruck aus Suhr Sommer: Die helle Jahreszeit steht nicht nur für heisse Tage und ein abkühlendes Bad. Auch im Sammlungszentrum in Egliswil hält der Sommer… 02. Oktober 2020 So raffiniert war die Mode im Spätmittelalter Welche Kleidung trugen die Männer und Frauen im Spätmittelalter? Etwas Sackartiges oder Einfaches in Braun? Weit gefehlt! Erleben Sie im… 19. Dezember 2023 Uniformierter Frisch-Service von Zweifel Pomy-Chips AG Museum Aargau hat ein Buch zur Geschichte der Zweifel Pomy-Chips AG veröffentlicht. Anlässlich dieser Publikation schenkte Zweifel der… Von Cedric Zbinden Von Cedric Zbinden Cedric Zbinden ist Historiker und Praktikant der Sammlung von Museum Aargau. Ähnliche Artikel finden Sie hier: Kategorien Schätze aus der Sammlung 20./21. Jh. Kommentare

 
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Sommer-Accessoires im 19. Jahrhundert

Zurück zum Blog 11. Juli 2023 Kategorien Schätze aus der Sammlung Historische Kleidung Neuzeit Museum Aargau präsentiert eine Auswahl von Accessoires, welche die Damen und Herren des 19. Jahrhunderts im Sommer trugen. Diese Objekte sind im Sammlungszentrum Egliswil aufbewahrt. Zum heutigen Sommer sind Accessoires wie Sonnenbrille oder Sonnenhut kaum mehr wegzudenken. Auch für die Damen und Herren des 19. Jahrhunderts war es selbstverständlich, bestimmte Accessoires im Sommer zu tragen. Der Strohhut Der Strohhut bewahrt nicht nur den Kopf vor der heissen Sonne und ergänzt das Outfit, sondern er verkörpert mit der Strohindustrie auch einen wichtigen Aargauer Wirtschaftszweig. Bereits vor der Industrialisierung flochten und verkauften Freiämter Bauern Strohhüte. Im 19. Jahrhundert entwickelte sich dieser Industriezweig weiter zu einem Kunsthandwerk. Freiämter Produzenten exportierten ihre Strohkunstwerke auch ins Ausland. Der Strohhut war sowohl bei Damen als auch bei Herren ein beliebtes Accessoire für den Sommer. Die Strohhüte hatten für Damen und Herren in der Regel unterschiedlichen Formen, konnten sich aber auch ähneln. Die Mode der Strohhüte war nicht statisch und veränderte sich im Laufe der Zeit. Bei den Männern wurde gegen Ende des 19. Jahrhunderts die Hutmode durch die sogenannte "Kreissäge" ergänzt. Dies ist ein semi-formaler, runder Strohhut, der auch "Canotier" und im englischen "Boater" genannt wird. Es war genau vorgeschrieben, wie man ihn tragen musste: leicht nach vorne neigend und über das Ohr fallend. Besonders Sportler und später auch Frauen schätzten diesen Hut. Frauen verstanden ihn als Symbol von Emanzipation. Sie trugen ihn zur Jagd, zum Reiten und zum Fahrrad fahren. Bevor und nachdem die "Kreissäge" bei Frauen beliebt wurde, trugen sie auch andere Strohhüte. Darunter den schon im 18. Jahrhundert beliebten Schwefelhut. Dieser sehr flache Strohhut wurde durch Schwefel gebleicht und kam ursprünglich aus Frankreich. In der Schweiz ist der Schwefelhut oft auch Teil einer Tracht. Ein weiterer von Frauen getragener Strohhut war der Mitte des 19. Jahrhunderts beliebt gewordene Florentinerhut. Dies ist ein flacher, breitkrempiger, mit Blumen oder einem Schleier verzierter Strohhut. Strohhut, Canotier (Inv. Nr. K-17430) © Museum Aargau Die Sammlung von Museum Aargau hat viele Objekte aus der Aargauer Strohindustrie. Darunter auch diverse Strohhüte wie dieser "Canotier" für Herren, welcher auf die Jahre 1890 bis 1920 zu datieren ist. Dieser ovale Strohhut ist mit einem schwarzen Baumwollband geschmückt. Im Inneren auf einem seidenen Boden steht die Aufschrift: " Th. Sperlich Aarau", was ein Aarauer Hutmachergeschäft war. Zusätzlich hat der Strohhut im Innern auch ein Lederband mit der Prägung: "SUPERIOR MAKE LONDON" und der Lochprägung: "F ROHR". Letztere weist auf den ehemaligen Besitzer dieses Strohhutes hin. Schwefelhut (Inv. Nr. K-6331) © Museum Aargau Dieser Schwefelhut aus der 1. Hälfte des 19. Jahrhunderts hat eine Grösse von 49 cm. Er stammt ursprünglich aus einer grossen Strohartikelsammlung, die 1966 vom Museum angekauft wurde. Er ist gebleicht und farbig lackiert. Zudem wurde er mit Schwefel behandelt, um in seiner überdimensionierten Form stabil zu bleiben und ist mit zwei grünen Satinschleifen garniert. Damit der Schwefelhut auf dem Kopf bleibt, hat er ein Kinnband aus schwarzem Samt. Der Sonnenschirm und der Spazierstock Bereits im 17. Jahrhundert kam es in den höheren sozialen Schichten - vor allem in Mitteleuropa - in Mode, kleine Sonnenschirme zu tragen. Besonders war, dass diese nun von den Adligen und Reichen selbst und nicht mehr vom Personal getragen wurden. Die Sonnenschirme waren in erster Linie ein Mode-Utensil und Adelssymbol. Sie waren aber nur für schönes Wetter vorgesehen, da sie absolut nicht wetterfest waren. Für Frauen war der Sonnenschirm ein sehr wichtiges Accessoire. Denn blasse Haut galt bis Ende des 19. Jahrhunderts als besonders attraktiv. Sie war ein Statussymbol und stand für eine soziale Schicht, die nicht auf dem Feld arbeiten musste. Mit Sonnenschirmen schützte sie sich daher vor der bräunenden Sonne. Abknickbarer Sonnenschirm (Inv. Nr. K-9478) © Museum Aargau Dieser Sonnenschirm aus der Sammlung von Museum Aargau mit einem Durchmesser von 50 cm wurde zwischen 1880 und 1900 hergestellt. Der Sonnenschirm ist mit dunkelblauer Seide bespannt und hat umlaufende Zierstickereien und ist mit Fransen besetzt. Der Holzstab ist abknickbar und gedreht. Dieser Sonnenschirm kam 1982 als Schenkung in die Sammlung. Herren trugen im 19. Jahrhundert keinen Sonnenschirm mit sich. Vielmehr war der Spazierstock für sie ein typisches Accessoire, das aber nicht nur auf den Sommer begrenzt war. Vornehme Herren aus Adel und Bürgertum wurden in der Öffentlichkeit selten ohne einen Spazierstock in der Hand gesehen. Die industrielle Revolution verstärkte die Beliebtheit des Stocks, da aufgrund von maschinellen Fertigungsmethoden ein Spazierstock nun auch für einen Normalbürger bezahlbar war. Stöcke dienten nicht in erster Linie als Gehhilfe, oder um eine gerade Körperhaltung zu gewährleisten. Hauptzweck war es, die optische Erscheinung des Spaziergängers zu unterstreichen. Spazierstock von Gottfried von Mülinen (Inv. Nr. K-18981) © Museum Aargau Dieser Spazierstock aus der Sammlung wurde zwischen 1810 und 1840 hergestellt und ist aus Holz und hat einen goldenen Knauf und ein metallenes Fussstück. Auf dem Knauf ist das Monogramm "GM" eingetrieben. Dies weist darauf hin, dass der Stock Graf Gottfried (II.) von Mülinen (1790 - 1840) gehörte. Er war Major im Eidgenössischen Generalstab, bernischer Grossrat, Oberamtmann von Nidau und Historiker. Der Stock wurde dem Museum Aargau 2009 zusammen mit einem Konvolut von Gemälden und weiteren Gegenständen geschenkt. Der Fächer und die Sonnenbrille Fächer waren schon vor dem 19. Jahrhundert ein beliebtes Accessoire der Damen. Besonders im Sommer konnten sich die Damen mit dem Fächer abkühlen. Da Fächer durch die verbesserten und vielfältigeren Herstellungsmöglichkeiten, die die industrielle Revolution mit sich brachte, praktisch für jeden kaufbar wurden, mussten die Damen nun besonders darauf achten, dass ihre Fächer ihre Position in der Gesellschaft hervorhoben. So gab es Holz-, Elfenbein- oder Perlmuttfächer, die mit bemaltem Papier, Seide oder Stoff bespannt waren. Bestimmte Fächer waren auch ein Produkt der im 19. Jahrhundert aufkommenden Tourismusindustrie und wurden als Souvenirs für Reisende hergestellt. Souvenir-Fächer mit Schachtel (Inv. Nr. K-18188) © Museum Aargau Dieser Fächer mit 10 Stäben, die mit durchbrochenen Voluten und mit eingelegten, gravierten Metallblättchen geschmückt sind, ist auf die 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts zu datieren. Der obere Teil der Stäbe liegt zwischen zwei blauen Kartonseiten. Die Kartons haben silbernes, florales Dekor und zeigen je eine typische Schweizer Sehenswürdigkeit. Darunter sind Sehenswürdigkeiten wie das Löwenmonument, die Teufelsbrücke und die Tellskapelle. Dieser Fächer stammt aus einem Haushalt in Lenzburg. Er kam 2007 als Teil eines Konvoluts in die Sammlung von Museum Aargau. Für Herren kam der Fächer im 19. Jahrhundert als Accessoire nicht wirklich in Frage. Sie trugen eher eine Sonnenbrille. Bereits im 15. Jahrhundert wurden Brillen gegen das Blenden der Sonne mit farbigen Brillengläsern versehen. Dies entwickelte sich immer weiter. So hatten viele Brillen aus dem 18. Jahrhundert qualitativ hochwertigere gelbe, grüne, blaue oder rote Gläsern. Der französische Arzt Jean-Marie-Théodore Fieuzal (1836 - 1888) wies schliesslich auf die schädlichen UV-Strahlen hin und empfahl gelbe statt blaue Gläser als Schutz zu verwenden. Obwohl es im 19. Jahrhundert bereits Bügelbrillen gab, verwendeten Männer des gehobenen Bürgertums und der Oberschicht oft lieber Zwicker. Zwicker, Sonnenbrille mit Etui (Inv. Nr. K-21701) © Museum Aargau. Die Sonnenbrille aus der Sammlung von Museum Aargau lässt sich grob auf das 19. Jahrhundert datieren. Die ovalen grün-gelblich getönten Brillengläser sind über den Steg aus vergoldetem Buntmetall miteinander verbunden. Die Sonnenbrillengläser haben keinen Korrekturschliff. Das an einem Glas befestigte goldfarbene Kettchen endet in einem filigranen Trageelement. Die Sonnenbrille ist 14.9 cm breit und stammt aus Niederlenz. Diese Sonnenbrille kam 2016 als Schenkung in die Sammlung von Museum Aargau. Weitere Blogbeiträge 17. Juni 2022 Das tragbare Sommergefühl - Zeitloser Textildruck aus Suhr Sommer: Die helle Jahreszeit steht nicht nur für heisse Tage und ein abkühlendes Bad. Auch im Sammlungszentrum in Egliswil hält der Sommer… 13. Juni 2023 Flower-Power aus der Sammlung Der Sommer naht und die Pflanzenwelt erblüht in voller Pracht. Um die farbenfrohe Blütezeit gebührend zu feiern, wird hier eine kleine… 19. Dezember 2023 Uniformierter Frisch-Service von Zweifel Pomy-Chips AG Museum Aargau hat ein Buch zur Geschichte der Zweifel Pomy-Chips AG veröffentlicht. Anlässlich dieser Publikation schenkte Zweifel der… Von Cedric Zbinden Von Cedric Zbinden Cedric Zbinden ist Historiker und Praktikant der Sammlung von Museum Aargau. Ähnliche Artikel finden Sie hier: Kategorien Schätze aus der Sammlung Historische Kleidung Neuzeit Kommentare

 
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Glaubensfragen und Machtkämpfe: So entstand das Kloster Wettingen

Zurück zum Blog 05. Juli 2023 Kategorie Klosterleben Das Kloster Wettingen wurde 1227 von Heinrich II. von Rapperswil gestiftet. Eine Legende will, dass er in Seenot Maria, die Mutter Gottes, um Hilfe anrief und ihr bei Rettung ein Kloster versprach. Doch was steht wirklich hinter der Gründungslegende? Heutzutage gibt es immer weniger aktive Klöster in der Schweiz, doch in der Zeit des Spätmittelalters gab es einen regelrechten Kloster-Boom. Damals entstand das Kloster Wettingen mit dem Namen "Stella Maris", gestiftet von Ritter Heinrich II. um 1227. Hinter der dramatischen Gründungslegende stecken auch Machtspiele. Eine dramatische Gründungslegende Ein Ritter gerät auf hoher See in einen Sturm. In der Seenot sieht er nur eine Rettungsmöglichkeit: Er kniet nieder und betet. Er verspricht, der heiligen Maria ein Kloster zu widmen, sollte sie ihn retten. Daraufhin erscheint ein heller Stern am Himmel, die Wogen glätten sich, der Ritter überlebt und lässt in Wettingen ein Kloster bauen. Es trägt den Namen "Stella Maris", Stern des Meeres. Die Gründungslegende des Klosters Wettingen ist seit dem Jahr 1500 – also 280 Jahre nach der Gründung des Klosters – schriftlich dokumentiert. Doch was steht wirklich hinter dieser Legende? Abbildung der sagenumwobenen Gründungslegende Stella Maris – Für den Glauben auf hoher See Als "Stella Maris" ist die heilige Maria die Schutzpatronin für alle Seefahrenden. Dieser Name war bereits im 9. Jahrhundert verbreitet. Die Hymne "Ave Stella Maris" war ein beliebtes Lied in der Kirche und wurde aus dem Lateinischen auch auf Deutsch übersetzt. Auch zahlreiche andere Hymnen und Gedichte der christlichen Kirche beinhalten die Anrufung Marias als Stella Maris. Bernhard von Clairvaux, der Begründer des Zisterzienserordens, sah die heilige Maria als eine der wichtigsten Figuren im Christentum. Die Verehrung Marias ist daher ein Merkmal des Zisterzienserordens und zeigt sich in den vielen Mariendarstellungen, welche ihre Klöster zieren. Es passt, dass sich Heinrich II. von Rapperswil bei der Gründung des Klosters in Wettingen für den Namen Stella Maris entschied. Als Motto wählte er passend dazu "Non mergor", lateinisch für "Ich gehe nicht unter". Dieser Leitspruch nimmt Bezug auf die schwere Seenot, welche Heinrich II. laut der Legende mit Marias Hilfe überstanden hatte. In diese geriet er auf dem Heimweg von einem Kreuzzug oder einer Pilgerreise. Ab 1100 begannen die sogenannten Kreuzzüge: Der Papst hatte dazu aufgerufen, das "Heilige Land" (das heutige Gebiet von Israel, Palästina und Jordanien) für die Christen in Besitz zu nehmen. Es waren Machtkämpfe, getrieben durch verschiedene religiöse Glaubensansätze. Die christlichen Kreuzfahrer wollten die muslimische Bevölkerung vertreiben. Graf Heinrich von Rapperswil, Nachzeichnung eines verlorenen Wandbilds des 17. Jahrhunderts im Kreuzgang des Klosters Wettingen. (Zentralbibliothek Zürich) Heinrich II. von Rapperswil begab sich vor 1223 auf einen Kreuzzug oder eine Pilgerfahrt nach Jerusalem. Seine Frau und sein Kind verstarben während ihres Aufenthaltes in Jerusalem. Alleine kehrte er in die heutige Schweiz zurück mit der Absicht, ein Zisterzienserkloster zu gründen. Die Zisterzienser verstanden sich als ein Orden, der wieder zur Benediktinerregel zurückkehren wollte. Sie strebten ein einfaches Leben an und wollten von der Arbeit der eigenen Hände leben. In Widerspruch zu diesen Grundsätzen warb aber auch bereits Bernhard von Clairvaux, der Begründer des Zisterzienserordens, für Kreuzzüge: Er rief im Auftrag des Papsts zum Zweiten Kreuzzug auf. Standort Wettingen – Schlichtweg gutes Investment? Laut der Gründungslegende habe Heinrich II. bei einem Ritt auf der Suche nach der geeigneten Stelle für das versprochene Kloster einen funkelnden Stern über Wettingen erblickt. Er deutete ihn als göttliches Zeichen, dass er das Kloster an eben der Stelle, gerade neben der Limmat, stiften sollte. Es gab jedoch auch andere Gründe, wieso er sich dazu entschied, das Kloster auf der Wettinger Halbinsel zu gründen. Damals gab es in der Schweiz einen regelrechten Flickteppich an verschiedenen Adelsherrschaften. Unter diesen kam es immer wieder zu Konflikten, vor allem, wenn es um Ämter und Grundbesitz ging. Dies war auch in der Region Wettingen nicht anders. Der Kaiser des Heiligen Römischen Reichs, Friedrich I. Barbarossa, teilte die Hoheitsrechte zwischen den Habsburgern und den Kyburgern auf. Somit hatten diese beiden Adelsgeschlechter das Recht, ihre jeweiligen Gebiete zu verwalten. Im Gebiet von Wettingen regierten die Kyburger. Die Herren von Rapperswil wollten in diesem Gebiet ihren Einfluss ausweiten. Sie waren damals Vögte in Einsiedeln. Dabei vertraten sie den Kaiser und verwalteten das Land in seinem Namen. Mit dem Amt gingen auch verschiedene Privilegien einher. So besassen die Rapperswiler die "niedere Gerichtbarkeit", das heisst, sie durften für kleinere Verbrechen Strafen und Bussen sprechen. Als nun die Kyburger die Vogteirechte über das Gebiet von Einsiedeln übernehmen wollten, bot ihnen Heinrich von Rapperswil einen Kompromiss an, um seine Privilegien nicht zu verlieren. Er schlug vor, ein Zisterzienserkloster in Wettingen zu bauen. Über dieses sollten die Kyburger die Vogteirechte erhalten und im Gegenzug ihre Ansprüche auf das Gebiet von Einsiedeln fallen lassen. Mit diesem Kompromiss gaben sich die Kyburger zufrieden. Das Kloster nach der Entstehung. Die letzten Schritte zum Kloster Nun galt es noch, die Erlaubnis vom Generalkapitel der Zisterzienser in Cîteaux zu erhalten. Nach zwei gescheiterten Versuchen im Jahr 1220 und 1223 gelang es Heinrich schliesslich 1226, mit Hilfe eines befreundeten Bischofs eine Bewilligung aus Cîteaux zu erhalten. Im Frühjahr 1227 kaufte Heinrich von Rapperswil schliesslich den Grundbesitz und das Patronatsrecht über die Kirche in Wettingen dem Grafen von Dilligen (eines Verwandten der Kyburger) ab. Noch im selben Jahr begaben sich zwölf Mönche aus Salem, im heutigen Deutschland, auf den Weg in das neu gegründete Kloster nach Wettingen. Heinrichs Projekt war somit geglückt und er trat kurz vor seinem Lebensende als Mönch selber dem Kloster bei. Hinter der Gründung des Klosters stecken also verschiedene Motive. So nutzte Heinrich II. die Stiftung des Kloster Wettingens auch dafür, um den Einfluss der Rapperswiler in der Innerschweiz langfristig zu sichern. Die Legende zur Klostergründung war identitätsstiftend für das Kloster Wettingen. "Stella Maris" ist in Form einer Meerjungfrau im Wappen des Klosters zu sehen und prägt bis heute das Bild der Klosterhalbinsel. Das Wappen des Klosters. "Stella Maris" ist darauf als Meerjungfrau zu erkennen. Literatur Hoegger, Peter: Das ehemalige Zisterzienserkloster Wettingen, Kanton Aargau, GSK Band 604/605, Bern 1997. Kottmann A., Hämmerle M.: Die Zisterzienserabtei Wettingen, 1996. Meng, Heinrich: 750 Jahre Kloster Wettingen 1227-1977: Festschrift zum Klosterjubiläum, 1977. Görg, Manfred: "Mirjam", in: Manfred Görg, Bernhard Lang (Hrsg.): Neues Bibel-Lexikon. Band 2: H – N. Zürich 1995. Eugster, Erwin. Adlige Territorialpolitik in der Ostschweiz: kirchliche Stiftungen im Spannungsfeld früher landesherrlicher Verdrängungspolitik. Chronos, 1991. Eugster, Erwin: " Rapperswil, Heinrich II. von ", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 16.12.2011. Online, konsultiert am 26.05.2023. Tremp, Ernst: " Kreuzzüge ", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 21.11.2007. Online, konsultiert am 26.05.2023. Holenstein, André: " Vogteien ", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 04.11.2014. Online, konsultiert am 24.05.2023. Weitere Blogbeiträge 14. August 2023 Wie kommt die Meerjungfrau ins Kloster Wettingen? Auf der Klosterhalbinsel Wettingen findet sich an Gebäuden, in Gemälden und im Wappen des Klosters selbst eine Meerjungfrau mit zwei… 23. August 2022 Heilkunde im Kloster Seit jeher befassen sich Klöster mit Heilkunde, da die Fürsorge für die Armen und Kranken tief in ihrer Tradition verankert ist. Auch beim… 14. Oktober 2020 Die Äbtissin führt zum Klarafenster im Kloster Königsfelden Die berühmten Glasfenster der Klosterkirche Königsfelden sind Symbole der herausragenden Stellung der Habsburger im 14. Jahrhundert.… Von Joana Meier Von Joana Meier Joana Meier ist Praktikantin in der Vermittlung beim Standort Klosterhalbinsel Wettingen. Ähnliche Artikel finden Sie hier: Kategorie Klosterleben Kommentare

 
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Tipps für das perfekte Erdbeer-Beet

Zurück zum Blog 11. August 2023 Kategorie Gartentipp aus dem Wildegger Schlossgarten Im August ist ein guter Zeitpunkt, um ein neues Beet mit Erdbeeren anzulegen. Der Gartentipp aus dem Wildegger Schlossgarten. Ein Erdbeer-Feld ist rasch mit Jungpflanzen aus dem Handel angelegt. Alternativ können die Ableger von bestehenden Erdbeer-Pflanzen in das neue Beet gepflanzt werden. Die Ableger, sogenannte Kindel, sollten generell von den Erdbeer-Pflanzen abgeschnitten werden. Ansonsten verliert die Pflanze wertvolle Kraft. Für das neue Erdbeer-Beet sollten nur die kräftigsten Ableger verwendet werden. Tipp: Ergänzen Sie die Ableger im neuen Erdbeer-Beet immer mit einigen dazugekauften Jungpflanzen. Sonst werden die Früchte immer kleiner und entwickeln sich wieder hin zur Urform, der Walderdbeere. In tief gelockerten Boden einpflanzen Wählen Sie für das neue Erdbeer-Feld einen vollsonnigen Standort. Wichtig ist ein tief gelockerter Boden. Erdbeeren haben es in unseren lehmigen Böden schwer. Hier helfen etwas daruntergemischter Sand und Kompost. Oder Sie pflanzen als Vorkultur Gründünger-Pflanzen, die den Boden tiefgründig lockern und so für die Erdbeeren vorbereiten. Handelsüblicher Beerendünger geben den kleinen Pflanzen die richtige Menge an Nährstoffen, die jetzt wichtig sind. Gepflanzt wird dann mit einem Reihenabstand von rund 60 Zentimetern. Der optimale Abstand zwischen den Erdbeerpflanzen in einer Reihe beträgt rund 25 Zentimeter. Achtung: Das Herz der Pflänzchen sollte nicht unter der Erde liegen. Halten Sie das bepflanzte Beet gut feucht, giessen Sie aber das Wasser nicht direkt über die Pflänzchen. Die Erdbeeren sind anfällig für Pilzkrankheiten. Ernte und Ruhephase Die grösste Erdbeer-Ernte dürfen Sie im zweiten und dritten Jahr erwarten. Danach werden die Früchte kleiner und die Qualität nimmt ab. Es lohnt sich deshalb, das Beet nach drei Jahren komplett abzuräumen. Setzen Sie danach während vier Jahren keine Erdbeeren in dieses Beet. Erdbeeren gehören zur Familie der Rosengewächse und sind daher auch nachbauempfindlich. Als mögliche Zwischenkultur eignen sich Studentenblumen, diese regenerieren den Boden und wirken reinigend. Weitere Blogbeiträge 13. August 2020 Das Erdbeer-Einmaleins: Tipps zur Sortenpflege Monats-, Hänge- oder Klettererdbeeren: Die vielen Erdbeer-Sorten benötigen unterschiedliche Pflege. Der Gartentipp von Melissa Gögele,… 07. Juli 2020 Tipps für schöne Blumensträusse Wie gelingt ein schöner Blumenstrauss? Wie bleiben Blumen lange frisch? Der Gartentipp aus dem Wildegger Schlossgarten. 14. November 2022 Die perfekte Kaki: Bei der Ernte zählt das Timing Die Götterfrucht – oder bei uns bekannter als Kaki – ist ein Hochgenuss. Die Ernte zur richtigen Zeit ist jedoch eine Herausforderung. Lesen… Von Tanya van der Laan Von Tanya van der Laan Ähnliche Artikel finden Sie hier: Kategorie Gartentipp aus dem Wildegger Schlossgarten Kommentare

Gradian
Kinder schreiten wie kleine Römer über das Areal vom Legionärspfad Vindonissa

Legionärspfad Vindonissa

Römer-
Erlebnispark

Tauchen Sie im Legionärspfad Vindonissa in die Welt des einzigen römischen Legionslagers der Schweiz ein! Der Römer-Erlebnispark bietet Touren, römische Übernachtungen, Führungen, Events und vieles mehr.

PLANEN SIE IHREN BESUCH

 
Das Amphitheater Legionärspfad im Sonnenlicht mit viel Grün

Fünf
Highlights

Das dürfen Sie nicht verpassen  

 
Legionäre in Rüstungen, im Hintergrund das Kloster Königsfelden

Veranstaltungen
und Führungen

Veranstaltungskalender  

 
Eine Schulklasse unterwegs auf einem Kiesweg; im Hintergrund die rekonstruierte Unterkunft von Legionären.

Selbständige Touren
im Legionärspfad

Rundgänge zu römischen Schauplätzen  

 
Ein mystischer dunkler Raum mit grossen Pfeilen; im Hintergrund Kinder.

Öffnungszeiten und
Eintrittspreise

Geöffnet von April bis Oktober  

 
Die Klosterscheune der Klosterkirche beim Legionärspfad

Anreise: So
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Schulen, Familien und Gruppen

 
Eine Schulklasse in römischer Formation Schildkröte, rechts davon gibt ein Legionär Anweisungen.

Für
Schulen

Römische Übernachtung, Spiel-Touren und Workshops  

 
Eine Familie in einem dunklen Raum; die Displays der Audiogeräte um den Hals leuchten mystisch im Dunkeln. An der Rückwand Silhouetten von Legionären.

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Familien

Römische Übernachtung, Spiel-Touren und Familiensonntag  

 
Römisch gekleidete Männer und Frauen nachts an einem Lagerfeuer in historischer Kulisse

Für
Gruppen

Römische Übernachtung, Themen-Touren, Führungen und Workshops  

Vindonissa in 78 Sekunden

RÖMISCHE SCHAUPLÄTZE UND GESCHICHTE

 
Das Amphitheater Legionärspfad im Sonnenlicht mit viel Grün

Römische Schauplätze

Die 11 Stationen im Legionärspfad  

 
Visualisierung/Animation Antikes Vindonissa

Geschichte

Das Legionslager Vindonissa in Kürze  

 
Erhaltene Wasserleitungen im Legionärspfad Vindonissa

Archäologische Forschung

Immer wieder spektakuläre Funde