Museum Aargau

Historische Schlitten aus der Sammlung Museum Aargau

Zurück zum Blog 14. Januar 2026 Kategorien Neuzeit Schätze aus der Sammlung Schlitten waren im 18. und 19. Jahrhundert weit mehr als einfache Fahrzeuge. Kinder nutzten sie zum Spass, Familien für den winterlichen Alltag, und in wohlhabenden Haushalten dienten sie als repräsentative Schaustücke. Die Sammlung des Museum Aargau zeigt mit bemalten Kinderschlitten, eleganten Rennmodellen und schlichten Dorfschlitten die ganze Vielfalt früher Winterkultur. Jules Léonard, Spielende und Schlitten fahrende Kinder auf der tief verschneiten Dorfstrasse, 22.5 x 27.5 cm, 19. Jh., Öl auf Holz, © Wikimedia Commons Wenn der Winter die Landschaft in Weiss tauchte, gehörten Schlitten vielerorts zum täglichen Leben – als praktisches Transportmittel, als Vergnügen auf Abfahrten und als Ausdruck sozialer Stellung. Drei historische Schlitten aus der Sammlung verdeutlichen diese Bandbreite und erzählen von internationaler Sammelleidenschaft, lokalem Handwerk und frühen Formen des Wintersports. Der Kinderschlitten Dieser Kinderschlitten aus dem 18. Jahrhundert besticht durch seine beidseitig leuchtend rote Grundbemalung und die reich verzierten Seitenflächen. Farbige Ranken und geschnitzte Details schmücken den Schlitten. Auf der linken Seite erscheint die Figur einer sitzenden Frau, eingefasst von lebhaften Blumen- und Rank Motiven. Auf der Vorderseite der Rückenlehne befinden sich die Initialen „M. H.“, die vermutlich auf die Besitzerin oder Auftraggeberin hinweisen. Kinderschlitten, 18. Jh., 92 x 27 cm, Holz, Eisen, Inv.-Nr.-S-124, © Museum Aargau Die Rückseite der Rücklehne zeigt eine feine Flachschnitzerei, die eine Mutter mit ihren drei Kindern darstellt. Die Szene wird zu beiden Seiten von zwei Papageien flankiert, die als farbig gefasste Zierfiguren in das ornamentale Umfeld eingebettet sind. Rücklehne (Detail), Kinderschlitten, 18. Jh., 92 x 27 cm, Holz, Eisen, Inv.-Nr.-S-124, © Museum Aargau Dass der Schlitten heute in der kantonalen Sammlung steht, verdankt sich August Edward Jessup Leidenschaft für Antiquitäten. Der Amerikaner bewohnte mit seiner Frau 1893 Schloss Lenzburg, wo er seine Antiquitäten sammelte. Rennschlitten und «russische Berge» Auch dieser Rennschlitten gelangte durch den Schlossbewohner A. E. Jessup in die Sammlung. Das Modell aus dem 18. Jahrhundert zeigt die aufwendig gestalteten Formen repräsentativer Schlittentypen jener Zeit. Das Objekt besteht aus geschnitztem und bemaltem Holz, einzelne Partien sind gar vergoldet. Auffällig sind die hohen, geschwungenen Kufen und die reich dekorierten Seitenflächen. Am Bug und am Heck befinden sich geschnitzte Tierfiguren, die den Schlitten abschliessen und seinen repräsentativen Charakter unterstreichen. Vermutlich handelt es sich um einen Rennschlitten; er dürfte jedoch ebenso als elegantes Vergnügungsfahrzeug genutzt worden sein, das sozialen Status sichtbar machte. Gestaltung und Ausführung verweisen auf frühe Formen des Schlittensports in Europa und auf Schlitten, die funktionale Nutzung mit dekorativer Wirkung verbanden. Rennschlitten (Modell), 18. Jh., 46 x 62 x 18.5 cm, Holz, Eisen, Inv.-Nr.-S-757, © Museum Aargau Im Winter errichteten Menschen in Russland hohe Holzrampen – die sogenannten «russischen Berge» –, welche vereist wurden. Mutige rasten darauf mit Schlitten hinunter. Solche Vergnügungen fanden bald Nachahmung in verschiedenen Bergregionen Europas. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts begann sich der Wintersport zu entwickeln; 1883 fand in Davos das erste dokumentierte Rodelrennen statt. Giulio Ferrario, Russische Berge: Schlitten und Eisbahn in Russland, undatiert, 19. Jh., © 2025 meisterdrucke.com Der «Frosch» aus Küttigen Dieser Schlitten stammt aus Küttigen und ist dort seit Generationen unter verschiedenen Bezeichnungen bekannt:"Chrucke", "Chrockle", "Chomele" oder einfach "Frosch". Das im 19. Jahrhundert entstandene Modell ist schlicht gebaut, robust und eindeutig auf die praktische Nutzung ausgelegt. Schlitten, 19. Jh., 50 x 35 cm, Holz, Eisen, Inv.-Nr.-S-1499, © Museum Aargau Im Aarauer Bachfischet-Lied findet sich die Zeile: «… d’Küttiger, d’Küttiger rite uf de Frösche». Sie verweist auf eine lokale Schlittenform, mit der die Kinder den Hang hinunterfuhren. Die dabei charakteristische Haltung – mit angehobenen, nach vorne gestreckten Beinen – könnte den Vergleich mit einem Frosch geprägt haben. Der Begriff Frosch ist seit 1846 dokumentiert, als Andreas Dietsch die mundartliche Fassung der Bachfischet-Verse aufzeichnete. Die möglicherweise als spöttische Anspielung der Aarauer auf die Bevölkerung von Küttigen gemeint, blieb als Bezeichnung über das Bachfischet bis heute erhalten. Dieser Schlitten gelangte 1956 mit Schloss Lenzburg in den Besitz des Kantons und steht heute exemplarisch für die lokale Tradition des Holzhandwerks. Von Patricia Striebel Von Patricia Striebel Patricia Striebel ist Praktikantin der Sammlung von Museum Aargau. Ähnliche Artikel finden Sie hier: Kategorien Neuzeit Schätze aus der Sammlung Kommentare

 
Schloss Lenzburg

Führungen und Workshops für Gruppen

Schloss Lenzburg bietet für Gruppen buchbare Führungen an. Schwerpunkte sind das Mittelalter und die Frühe Neuzeit. Die Führungen auf Schloss Lenzburg ermöglichen Gruppen spannende Einblicke in 1000 Jahre Schlossgeschichte. Die Gruppenangebote sind zwischen April und Oktober buchbar, auf Anfrage auch in anderen Sprachen. Vergünstigungen für Gruppen Gedruckte Broschüren für Gruppen bestellen Kontakt Beratung & Verkauf +41 (0)848 871 200 E-Mail senden Telefonische Erreichbarkeit Dienstag bis Freitag 9-12 Uhr / 13-16:30 Uhr November bis März nur vormittags WEITERE ANGEBOTE UND TIPPS Schloss-Foxtrail Lenzburg Fuchsjagd im Schloss Angebote im Schlossbistro Essen und Trinken Räume mieten Feiern und tagen auf dem Schloss Download Broschüre "Angebote für Gruppen" Impressionen

 
IndustriekulTour Aabach

Broschüren für Familien, Gruppen und Schulen bestellen

Bestellformular Organisation/Firma Vorname * Nachname * E-Mail Adresse * Adresse * PLZ * Ort * Ich möchte Infos per Post: Veranstaltungsmagazin (3x jährlich) Familienmagazin CHUMM (2x jährlich) Schulklassenprogramm (2x jährlich) Gruppenprogramm (1x jährlich) Ich möchte den E-Mail-Newsletter abonnieren für: Erwachsene (1x monatlich) Familien (3x jährlich) Lehrpersonen (3x jährlich) Bemerkungen Absenden

 
Vindonissa Museum

Schulreise nach Vindonissa: Vorschläge für den perfekten Tag

Allgemeine Hinweise Vindonissa umfasst den Legionärspfad Vindonissa in Windisch und das Vindonissa Museum in Brugg. Die beiden Museumsstandorte liegen einen kurzen Fussmarsch auseinander und lassen sich gut kombinieren. Wir empfehlen einen ganzen Tag für den Besuch in Vindonissa. Programm-Vorschlag 1 Workshop und Spiel-Tour im Legionärspfad Vindonissa Anreise Der Legionärspfad Vindonissa liegt in Windisch, nur wenige Gehminuten von Bahnhof Brugg entfernt. Das Gästezentrum befinden sich auf dem Areal der Psychiatrischen Dienste Aargau / Königsfelden. Anreise Ab 9.30 Uhr: Workshop Der Legionärspfad Vindonissa bietet für Schulen Workshops wie Münzen giessen, Brückenbögen bauen oder römisches Kochen an. Workshops für Schulen Mittagspause Im Legionärspfad Vindonissa gibt es mehrere Picknickplätze. Schulen können zudem beim Gästezentrum zwei Feuerstellen reservieren. Picknick und Feuerstellen Nachmittag Auf einer interaktiven Spiel-Tour (Anmeldung erforderlich) entdecken die Schülerinnen und Schüler selbständig die römischen Schauplätze von Vindonissa, unter anderem das Amphitheater Vindonissa oder die Offiziersküche. Die Spiel-Touren sind im Eintrittspreis des Workshops vom Vormittag inbegriffen. Spiel-Touren für Schulen Schlechtwetter-Variante: Besuch im Vindonissa Museum . Programm-Vorschlag 2 Vindonissa Museum und Legionärspfad Vindonissa Anreise Das Vindonissa Museum liegt in der Altstadt von Brugg. Vom Bahnhof Brugg ist das Museum zu Fuss in ca. 10 Minuten erreichbar. Anreise Ab 10 Uhr: Spiel-Tour oder Führung im Museum Das Vindonissa Museum bietet für Schulen mehrere selbständige Spiel-Touren an, unter anderem die interaktive Schatzsuche “Schätze aus Vindonissa – Werde Archäologe”. Diese Touren sind im Eintritt inbegriffen. Alternativ kann das Museum auf einer Führung entdeckt werden. Spiel-Touren und Führungen Mittagspause Ein kurzer Spaziergang führt vom Vindonissa Museum zum Legionärspfad Vindonissa in Windisch. Hier gibt es mehrere Picknickplätze. Schulen können zudem beim Gästezentrum des Legionärspfad zwei Feuerstellen reservieren. Picknick und Feuerstellen Früher Nachmittag Auf einer interaktiven Spiel-Tour (Anmeldung erforderlich) entdecken die Schülerinnen und Schüler selbständig die römischen Schauplätze von Vindonissa, unter anderem das Amphitheater Vindonissa oder die Offiziersküche. Spiel-Touren für Schulen Römische Übernachtung Um 16.45 Uhr startet beim Gästezentrum das römische Übernachtungserlebnis. Schulklassen verbringen eine unvergessliche Nacht in der originalgetreu nachgebauten Legionärsunterkunft Contubernia. Vorher wir gemeinsam gekocht und marschiert. Der neue Tag beginnt mit einem selbst zubereiteten Römer-Frühstück. Römisch Übernachten

 
Sammlungszentrum Egliswil

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IndustriekulTour Aabach

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Legionärspfad Vindonissa

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IndustriekulTour Aabach

Industrieller Wandel in Wildegg

Preis Kostenlos Start Schloss Wildegg (Eingang) Ende Flussmündung Aabach-Aare (Nähe Bahnhof Wildegg) Länge 2 Kilometer Dauer 60 bis 90 Minuten Die Adlige Sophie von Erlach-Effinger erzählt Begleiten Sie Sophie von Erlach-Effinger auf dem Weg nach Wildegg. Auf dem Weg erfahren Sie, wie Politiker und Fabrikbesitzer Wildegg als Industriestandort prägten. Die Tour führt auf 2 Kilometern vom Schloss den Schlossweg entlang, über die Lauéstrasse und den Wehrkanal zur Bruggerstrasse. Von dort geht es zur Mündung des Aabachs in die Aare. Die Tour dauert je nach Lauftempo 60 bis 90 Minuten. IndustriekulTOUR Aabach: Tour "Industrieller Wandel in Wildegg". Die Adlige Sophie von Erlach-Effinger erzählt. Jetzt App downloaden!

 
IndustriekulTour Aabach

Industrie-Alltag in Niederlenz

Preis Kostenlos Start Niederlenz, Wildeggerstrasse 14 (gegenüber beim Aabach) Ende Niederlenz, Dorfrain 19 Länge 1 Kilometer Dauer 50 bis 70 Minuten Johann erzählt Begleiten Sie den 12-jährigen Johann, ein Kind aus der Arbeiterschicht, durch Niederlenz. Auf dem Weg gibt Johann Einblick in seinen Alltag, der geprägt war von der Industrialisierung. Die Tour führt auf 1 Kilometer dem Aabach entlang, über das ehemalige Fabrikgelände von Johann Caspar Brunner und den alten Dorfkern bis zu einem alten Wohnhaus aus dem 19. Jahrhundert. Je nach Lauftempo dauert die Tour 50 bis 70 Minuten. IndustriekulTOUR Aabach: Tour "Industrie-Alltag in Niederlenz". Johann erzählt. Jetzt App downloaden.

 
IndustriekulTour Aabach

Eine Industrie-Dynastie aus Lenzburg

Preis Kostenlos Start Müllerhaus Lenzburg, Bleicherain 7 Ende Stadtkirche Lenzburg Länge 2 Kilometer Dauer 60 bis 90 Minuten Gottlieb Hünerwadel erzählt Begleiten Sie den Geschäftsmann und Politiker Gottlieb Hünerwadel durch seine Heimatstadt Lenzburg. Auf dem Weg erfahren Sie, wie die Familie Hünerwadel das Zeitalter der Industrialisierung in Lenzburg prägte. Die Tour führt auf 2 Kilometern von seinem Wohnhaus – dem heutigen Müllerhaus – am Aabach entlang, über den Hünerwadelplatz und das Rathaus bis zur Stadtkirche Lenzburg. Je nach Lauftempo dauert die Tour 60 bis 90 Minuten. IndustriekulTOUR Aabach: Tour "Eine Industrie-Dynastie aus Lenzburg". Geschäftsmann und Politiker Gottlieb Hünerwadel erzählt. Jetzt App downloaden.

Gradian
Luftaufnahme Klosterhalbinsel Wettingen im Gegenlicht mit dramatischen Wolken über dem Kloster.

Klosterhalbinsel Wettingen

Glaube, Macht,
Wissen

Die Klosterhalbinsel Wettingen ist ein Kulturgut von internationalem Rang. Am Kraftort an der Limmat verschmelzen Kultur, Bildung, Geschichte und Gastfreundschaft zu einem Erlebnis!

PLANEN SIE IHREN BESUCH

 
Blick in den Ausstellungsraum "Parlatorium" auf der Klosterhalbinsel Wettingen. Im Vordergrund ein Schild mit dem Text "Archiv der Fragen", im Hintergrund sitzen Schülerinnen und Schüler diskutierend beeinander.

Sechs
Highlights

Das dürfen Sie nicht verpassen  

 
Eine Gästegruppe mit einer Museumsführerin steht vor der Kirche der Klosterhalbinsel Wettingen.

Veranstaltungen
und Führungen

Veranstaltungskalender Museum Aargau  

 
Ausstellung in der Mönchskirche Kloster Wettingen: Verschiedene Objekte in einer Vitrine, u.a. ein grosses Altarkreuz

Ausstellungen
und Rundgänge

Museum der Klosterhalbinsel  

 
Aussenaufnahme Gästezentrum Klosterhalbinsel Wettingen mit Informationsbildschrim links

Öffnungszeiten und
Eintrittspreise

Geöffnet von April bis Oktober  

 
Luftaufnahme Kloster Wettingen mit Klosterpark im Vordergrund

Anreise: So
finden Sie uns

Anfahrt mit Auto und öV  

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  • Schulen
  • Gruppen
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Schulen, Familien und Gruppen

 
Eine Schulklasse beim Schreiben mit Tinte und Federkiel.

Für
Schulen

Buchbare Führungen und Workshops  

 
Zwei Mädchen und ein Bub stehen gemeinsam vor dem Kloster Wettingen und blicken direkt in die Kamera. Sie halten eine Landkarte, Broschüre sowie eine Pyramide in den Händen.

Für
Familien

Rätseltour durch die Klosterhalbinsel  

 
Eine Frau und ein Mann schreiten in Freizeitbekleidung durch den Garten der Klosterhalbinsel Wettingen (Foxtrail).

Für
Gruppen

Buchbare Führungen und Workshops  

Die Klosterhalbinsel in 54 Sekunden

DIE KLOSTERHALBINSEL WETTINGEN

 
Luftaufnahme Klosterhalbinsel Wettingen mit dramatischen Wolken über dem Kloster

Klosterhalbinsel
und Geschichte

800 Jahre Klostergeschichte  

 
Luftaufnahme Konventgarten und Abtgarten auf der Klosterhalbinsel Wettingen mit Limmat

Klosterpark
und Gärten

Entdecken Sie historische Gartenanlagen  

FEIERN UND GENIESSEN

 
Weiss gedeckte Stehtische mit Häppchen: Apéro auf der Klosterhalbinsel Wettingen

Essen und
Trinken

Restaurants auf der Klosterhalbinsel  

 
Lindenterrasse Schloss Wildegg: Ein schön gedeckter Tisch mit Apéro

Räume
mieten

Feiern und tagen  

SAMMLUNG

 
Ein gelber Heizlüfter, Objekt im Sammlungszentrum Egliswil

Sammlung

Schatzkammer der Aargauer Geschichte  

 
Grosses Handy in der Hand eines Benutzers, auf dem Bildschirm ist die "Sammlung online" von Museum Aargau dargestellt.

Sammlung online

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