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Jetzt an der Verlosung teilnehmen Welches Handwerk gab es im Mittelalter noch nicht? * Schmieden Gerben Feinmechanik Vor- und Nachname Email-Adresse Abschicken WEITERE INFOS 11. bis 13. September 2026 Mittelaltermarkt Historische Marktstände, Handwerk und viele weitere Highlights auf der Burg Teilnahmebedingungen Die Verlosung wird durch Museum Aargau durchgeführt. Teilnahmeschluss: Mittwoch, 2. September 2026 Die Gewinnerinnen oder Gewinner werden per E-Mail benachrichtigt. Teilnahmeberechtigt sind alle handlungsfähigen Personen, ausgenommen Mitarbeitende von Museum Aargau sowie deren Angehörige. Die von Ihnen angegebenen Daten werden ausschliesslich in Zusammenhang mit diesem Wettbewerb verwendet, anschliessend gelöscht und nicht an Dritte weitergegeben. Keine Barauszahlung der Preise. Über den Wettbewerb wird keine Korrespondenz geführt, der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

 
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Verlosung abgelaufen Sie haben den Teilnahmeschluss für die Verlosung leider verpasst. 30. AUGUST 2026 Fauchifest: Spielen wie zu alten Zeiten Programm und Tickets

 
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Die Schweiz in römischer Zeit

Zurück zum Blog 26. November 2025 Kategorien Römerzeit Römische Geschichten aus Vindonissa Vindonissa (Windisch), Augusta Raurica (Augst), Aventicum (Avenches), Salodurum (Solothurn). Diese und viele weitere Orte in der Schweiz waren einst römische Siedlungen. Noch heute zeugen ihre Namen vom römischen Erbe. Doch wann kamen die Römer in die heutige Schweiz, wie lange blieben sie, und welche Regionen wurden zuerst Teil des Römischen Reiches? Das Legionslager Vindonissa lag im 1. Jahrhundert n. Chr. auf dem Gebiet der heutigen Aargauer Gemeinden Windisch, Brugg, Hausen und Gebenstorf. Lebensbild von Vindonissa, ikonaut © Kanton Aargau Die Schweiz – circa 800 Jahre Teil des Römischen Reiches Das Gebiet der heutigen Schweiz wurde vom 2. Jh. v. Chr. bis 13 v. Chr. etappenweise ins Römische Reich eingegliedert und verblieb bis ins 6. Jh. n. Chr. im Römischen Reich. Bereits während der römischen Republik, also noch vor der römischen Kaiserzeit, wurden erste Gebiete der heutigen Schweiz erobert. Das Gebiet der heutigen Schweiz stellte unter römischer Herrschaft nie eine geschlossene Verwaltungseinheit dar, sondern die einzelnen Teile gehörten zu jeweils anderen Provinzen. Zwei Fibeln aus Brandgräbern der spätkeltischen Siedlung von Vindonissa. Ausstellungsobjekte im Vindonissa Museum, Brugg AG. Fotografie: Kantonsarchäologie Aargau © Kanton Aargau Die Anfänge – Zeitalter der Eroberungen und erste Kolonien Einer der ersten Orte der heutigen Schweiz, der unterworfen wurde, war Sottoceneri, im Süden des Tessins, zugehörig zum Siedlungsgebiet des gallischen Stammes der "Insuberer". Diese wurden anfangs 2. Jh. v. Chr. unterworfen und erhielten nach mehreren Zwischenetappen 49. v. Chr. das römische Bürgerrecht. Ebenfalls recht früh, gegen Ende des 2. Jh. v. Chr., wurde das Gebiet der "Allobroger" erobert, ihr nördlichstes oppidum war das heutige Genf. Cäsars Gallienfeldzüge waren der Beginn von Roms Expansion in den Norden. Cäsar besiegte die "Helvetier" 58. v. Chr. bei Bibracte , als diese versuchten, ihr Siedlungsgebiet (das gemäss Cäsar durch den Rhein, den Jura, den Genfersee und durch die Rhone begrenzt war) zu verlassen und drängte sie in ihr Gebiet zurück. 45/44 v. Chr. errichtete Cäsar für ausgediente Kavalleristen eine Kolonie südlich des Gebietes der "Helvetier", die Colonia Iulia Equestris , das heutige Nyon. Gefässe aus der spätkeltischen Siedlung von Vindonissa. Typisch für keltische Keramik waren bunt bemalte Gefässe. Ausstellungsobjekt im Vindonissa Museum, Brugg AG. Fotografie: Kantonsarchäologie Aargau © Kanton Aargau 44 v. Chr. gründete wohl der General Lucius Munatius Plancus am Ufer des Rheins die Kolonie Raurica , die später unter Kaiser Augustus neu organisiert wurde und fortan Augusta Raurica hiess. Augusta Raurica und die Colonia Iulia Equestris waren zentral für die Romanisierung der Schweiz. Durch die augusteischen Alpenfeldzüge (25. bis 13. v. Chr.) gerieten die Gebiete der heutigen Schweiz, die bis dahin noch nicht Teil des Römischen Reiches waren, unter römische Herrschaft. Nach dem Sieg wurden bis in die Nordostschweiz vici (Kleinstädte) angelegt und erste Verwaltungsstrukturen eingeführt. Die Schweiz wird romanisiert – frühe und hohe Kaiserzeit Nach der Niederlage des Römischen Reiches im Jahre 9 n. Chr. bei der Schlacht im Teutoburger Wald, errichtete das Römische Reich zum Grenzschutz 14. n. Chr. das Legionslager Vindonissa . Der Bau des Lagers belebte die Wirtschaft im 1. Jh. n. Chr. und war wichtig für die immer weiter fortschreitende Romanisierung der Provinzen, deren Unterteilung sich im Verlauf der Zeit immer wieder änderte. Die keltischen Stämme im eroberten Gebiet wurden immer weiter ins Reich integriert. Entlassungsurkunde eines römischen Legionärs. Durch Wachstäfelchen, die bei Ausgrabungen in Vindonissa gefunden wurden, ist heute relativ viel über den Alltag im Legionslager Vindonissa bekannt. Ausstellungsobjekt (Kopie des Originals) im Vindonissa Museum, Brugg AG. Fotografie: Kantonsarchäologie Aargau © Kanton Aargau 69. n. Chr. gab es einen Bürgerkrieg, der jedoch nicht, wie gerne erzählt wird, ein letztes Aufbäumen der “Helvetier” gegen das römische Joch war. Der Grund war das Vierkaiserjahr, in welchem vier verschiedene Kaiser darum kämpften, wer nun der rechtmässige Nachfolger von Kaiser Nero war. Der Stamm der "Helvetier" schloss sich dabei den Unterstützern Galbas an, was zwangsläufig zu militärischen Zusammenstössen mit den Unterstützern von Vitellius , ein weiterer möglicher Kaiser, führte. Als Sieger aus dem Konflikt ging schlussendlich Vespasian hervor. Dass er persönliche Beziehungen zu den “Helvetiern” hatte, war gut für die Helvetier. Er erhob ihr Gebiet zu einer latinischen Kolonie. Das Römische Reich eroberte im Norden weitere Gebiete, was schliesslich dazu führte, dass 101 n. Chr. die 11. Legion als letzte Legion aus dem Gebiet der heutigen Schweiz weiter nach Norden verlegt wurde, das Schweizer Mittelland mit Vindonissa und die übrigen Regionen wurden zum Hinterland abseits der Front. Das 2. Jh. n. Chr. war für die Bewohnerinnen und Bewohner des Römischen Reiches ein Zeitalter des Friedens. Der Fernhandel erlebte einen Aufschwung und die städtischen Zentren und Landregionen genossen einen zunehmenden Wohlstand. 212 n. Chr. erhielten alle freien Bewohnerinnen und Bewohner des Römischen Reiches das Bürgerrecht. Dieser Gladius wurde in einer Legionärsunterkunft in Vindonissa ausgegraben. Fotografie: Kantonsarchäologie Aargau, © Kanton Aargau Nicht nur römisch – Reichskrise des 3. Jh. n. Chr. und Spätantike Gegen Ende des 2. Jh. n. Chr. kam es zu einem weiteren Bürgerkrieg, doch die Situation normalisierte sich danach wieder. 213 n. Chr. wurde zum ersten Mal über einen Einfall der "Alemannen" in der Mainregion berichtet (Stichwort Völkerwanderung). Die Reichskrise erreichte in der Mitte des 3. Jh. n. Chr. ihren Höhenpunkt, das Römische Reich war im Norden und Osten bedroht. Zudem war es auch im Innern aufgrund wiederholter Usurpationen instabil. Das Römische Reich wurde wiederholt in militärischen Auseinandersetzungen unter anderem mit den "Alemannen" verwickelt, die immer wieder in die germanischen Provinzen und Rätien einfielen. Die Grenze des Reiches wurde wieder weiter in den Süden verlegt, der Rhein bildete abermals die Reichsgrenze und Vindonissa wurde erneut befestigt. Zudem griffen auch die "Westgoten" das Römische Reich an, was dazu führte, dass die Truppen 400 n.Chr. von der Rheinfront abgezogen wurden. Das Gebiet an der Rheinfront wurde schliesslich bestimmten Volksstämmen anvertraut, die sich im Gegenzug vertraglich dazu verpflichteten, das imperium gegen Eindringlinge zu verteidigen. Dieser Helm vom Typ "Weisenau" war von Mitte des 1. Jh. n. Chr. bis ans Ende des 2. Jh. n. Chr. der Standardhelm der römischen Armee. Ausstellungsobjekt im Vindonissa Museum, Brugg AG. Fotografie: Kantonsarchäologie Aargau © Kanton Aargau Der letzte weströmische Kaiser wurde 467 n.Chr. abgesetzt und seine Macht ging an den oströmischen Kaiser in Konstantinopel über. Das Gebiet des Römischen Reiches, das nördlich der Alpen lag, war nun sich selbst überlassen und "Alemannen" und "Franken" wanderten nach und nach ins Gebiet der heutigen Deutschschweiz ein. Allerdings lösten sich die nördlichen Provinzen erst gegen Ende des 6. Jh. n. Chr. endgültig vom Römischen Reich. Die Schweiz war nicht "Helvetien" - Schlusswort Dieser historische Abriss über die Schweiz zur Zeit des Römischen Reiches macht mehrere Aspekte deutlich: Gebiete der heutigen Schweiz waren relativ früh Teil des Römischen Reiches. Kolonien wie Augusta Raurica , aber auch das Legionslager Vindonissa , waren Triebfedern der Romanisierung. Die Unterteilung zwischen der deutschsprachigen Schweiz und den romanischen Sprachgebieten (italienisch, französisch, rätoromanisch) geht ebenfalls auf das Römische Reich zurück. Die romanischen Sprachen kamen mit den römischen Eroberungsfeldzügen in die Schweiz. Die germanischen Stämme der "Alemannen" und "Franken" siedelten sich nördlich der Alpen an, als das Gebiet mit dem Untergang Westroms sich selbst überlassen wurde. Auf die "Alemannen" geht (Schweizer)deutsch zurück. Die "Helvetierinnen" und "Helvetier" sind nicht die alleinigen Vorfahren der heutigen Schweizerinnen und Schweizer. Denn das Gebiet der heutigen Schweiz war auch Siedlungsgebiet römischer Bürgerinnen und Bürger, der "Rauriker", der "Allobroger", der "Franken", der "Alemannen" etc. Helvetier und Römer Auf den Spuren der Helvetier in Vindonissa und in der heutigen Schweiz Literaturverzeichnis Frei-Stolba, Regula: Römisches Reich. In: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 04.02.2015, übersetzt aus dem Französischen. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/008248/2015-02-04/ . Letzter Zugriff: 04.09.2025. Hartmann, Martin; Weber, Hans: Die Römer im Aargau. Aarau/ Frankfurt am Main/Salzburg 1985. Hintermann, Dorothea (Hrsg.): Vindonissa Museum Brugg. Ein Ausstellungsführer. Brugg 2021. Irmscher, Johannes (Hrsg.): Lexikon der Antike. Reproduktion der 10. Auflage, Köln 2013. Kaenel, Gilbert: Kelten. In: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 30.07.2007, übersetzt aus dem Französischen. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/008016/2007-07-30/ . Letzter Zugriff am: 13.10.2025. Kaenel, Gilbert: Helvetier. In: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 08.04.2008, übersetzt aus dem Französischen. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/008017/2008-04-08/ . Letzter Zugriff: 13.10.2025. Müller, Felix; Lüscher, Geneviève: Die Kelten in der Schweiz. Stuttgart 2004. Rageth, Jürg: Räter. In: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 12.01.2012. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/008019/2012-01-12/ . Letzter Zugriff: 13.10.2025. Schucany, Caty: Die Helvetier und das Jahr 69 n. Chr. In: Jahresbericht GPV 2015. S. 53-58. Schucany, Caty: Die Helvetier in römischer Zeit. Zürich 2025. Trumm, Jürgen: Vindonissa. In: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 22.04.2015. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/012287/2015-04-22/ . Letzter Zugriff am: 13.10.2025. Weitere Blogbeiträge 16. Juni 2023 Pax Romana – Der römische Frieden? Als Pax Romana wird eine etwa 200 bis 250 Jahre andauernde Periode des Friedens zur Zeit des Römischen Imperiums bezeichnet. Doch was hat es… 10. Oktober 2025 Der römische Legionär und seine Ausrüstung Was gehört zur Kleidung und Ausrüstung eines römischen Legionärs? Marius aus dem Legionslager Vindonissa zeigt Ihnen, wie sich ein römischer… 12. August 2025 Canis lupus: Der Wolf im Römischen Reich Wer kennt sie nicht, die Gründungssage von Rom, in der eine Wölfin eine wichtige Rolle spielt? Doch der Wolf war auch an anderer Stelle im… Von Simona Schraner Von Simona Schraner Simona Schraner ist Praktikantin Museumsarbeit in Vindonissa. Ähnliche Artikel finden Sie hier: Kategorien Römerzeit Römische Geschichten aus Vindonissa Kommentare

 
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Die Baugeschichte von Schloss Lenzburg

Zurück zum Blog 08. Februar 2026 Kategorien 20./21. Jh. Mittelalter Neuzeit Schlossgeschichten Die Mauern von Schloss Lenzburg sind rund 900 Jahre alt. Das Schloss hatte unzählige Bewohnerinnen und Bewohner mit unterschiedlichen Ansprüchen und Bedürfnissen, die es geformt und verändert haben. Was waren diese Veränderungen und wie sah das Schloss früher aus? Die Grundsteine der Lenzburg Die “Lenz-Burg” wird 1077 das erste Mal erwähnt, als Wehrbau zum Schutz seiner Bewohner. Benannt war die Burg nach der Lenz, dem mittelalterliche Name des Aabach's. Zu dieser Zeit waren die ersten Türme und Mauern auf dem Schlosshügel noch aus Holz. Das erste Gebäude aus Stein wurde 1100 erbaut und steht noch heute: der Palas. 70 Jahre später sollte die Burg um den Süd- und Nordturm erweitert werden. Die Bauarbeiten an beiden Türmen blieben jedoch unvollendet, da Ulrich IV. im Jahr 1173 verstarb. So blieb der Südturm nur eingeschossig. Ob die Mauern der Lenzburg zu diesem Zeitpunkt den ganzen Schlossberg umschlossen oder nicht, ist umstritten. Die Entwicklung der Lenzburg, nach einem Vorschlag von Walther Merz mit Ergänzungen von F. Eberhardt (Schraffiert). Links: 1173-1330; Mitte 14.-15. Jh.; Rechts: 16.-17. Jh. © Museumsführer Historisches Museum Aargau 1974 Im 14. Jahrhundert bauten die Habsburger die Lenzburg weiter aus, um die Burg zum Herrschaftssitz von Friedrich II. von Habsburg zu machen. Dafür wurde die Toranlage erweitert, die Mauern um den ganzen Schlosshügel gezogen und ein Wohn- und Herrschaftshaus, einem Herzog würdig, gebaut: das Herzogenhaus. Zu diesem neuen Haus gehörten ein Saaltrakt und eine kleine Kapelle, die dem heiligen Fortunatus gewidmet war. Auch dieser Bau wurde nicht vollständig abgeschlossen, da Friedrich II. 1344 verstarb. Von der Burg zu einer Festung Nachdem die Berner 1415 grosse Teile des Aargaus eingenommen hatten, richteten sie 1444 auf der Lenzburg den Sitz des Landvogts ein, der bis 1798 bestand. Die reformierten Berner entfernten jeden Prunk von den alten Bauten der Habsburger. Fortan erfüllte jedes Gebäude einen einen wirtschaftlichen oder militärischen Zweck. Die Burg wurde zu einer Festung ausgebaut: Mauern wurden verdickt, Kanonenstellungen eingerichtet und Bastionen aufgebaut. Die Lenzburg im Zustand von 1809 in einem Modell aus derselben Zeit. (S-162) © Museum Aargau Den wirtschaftlichen Zweck erfüllte die Lenzburg in erster Linie, indem sie zu einem riesigen Kornlager aus- und umgebaut wurde. Hierfür wurde alle Räume oberhalb des Gefängnisses beim Südturm abgerissen und zu einem grossen Kornlager umgebaut. Das Korn konnte in der festungseigenen Mühle direkt weiter zu Mehl und in der eigenen Bäckerei zu Brot verarbeitet werden. Ein Modell zeigt eindrücklich, wie das Schloss nach all den Veränderungen aussah. Von der Festung zum Schloss Nachdem die Festung 1789 an den Aargau übergegangen war, wurde sie kurz als Krankenhaus und als Schule genutzt und ging 1853 in Privatbesitz über. In dieser Zeit wurde die Lenzburg teilweise dem Verfall und Erosion überlassen. Der Unterhalt war kostspielig und nicht alle Räume wurden genutzt. Dabei gingen das Zeughaus sowie das westliche Wächterhaus verloren. Ein Wendepunkt folgte 1892 mit dem Verkauf an Augustus Edward Jessup. Der amerikanische Unternehmer und Kunstsammler begann sofort mit dem Umbau der Festung zu einem Schloss, das seiner Gattin, Lady Mildred Marion Jessup Bowes-Lyon, aus königlichem Hause würdig sein sollte. Das Kornhaus wurde teilweise abgerissen und man versuchte den alten Südturm wiederherzustellen. Die Ostbastion wurde um vier Meter abgetragen, um einen Rosengarten mit Zugang zur Landvogtei anzulegen. Diese erhielt eine neugotische Hoffassade. Rosengarten von Schloss Lenzburg Alte Kanonenscharten wurden zugemauert und grosse helle Fenster wiederhergestellt. Sämtliche Räume wurden saniert und anschliessend durch den Kunsthändler Johann Karl Silvan Bossard mit stilgerechten Möbeln bestückt. Jessup wollte – wie es Ende 19. Jahrhundert in Mode war – hier ein Schloss erbauen, dass den damaligen romantischen Vorstellungen des Mittelalters entsprach. Er schenkte der Lenzburg sein heutiges Aussehen. Während dieser Arbeiten wurden im unteren Saal drei zugemauerte Fenster aus der Zeit der Habsburger gefunden und wieder geöffnet. Es handelt sich dabei um die drei westlichen Fenster, wie sie in Bild 3 zu sehen sind. Zudem wurden alle 10 Fenster des oberen Saals rekonstruiert. Die Masswerke entsprechen jenen aus dem Kloster Königsfelden, welche zur selben Zeit restauriert wurde. Der untere Saal des Ritterhauses unter Jessup (K-21630-K-21632) Ein Museum in einem Schloss Der letzte Bauherr der Lenzburg war der ehemalige Direktor des Historischen Museums Aargau, Hans Dürst. Um aus dem Schloss ein Museum zu machen, ging auch das Bauprojekt in den 1980er Jahren nicht besonders zimperlich mit der historischen Bausubstanz um: Der Palas und Südturm wurden vollständig ausgeschachtet, Wände neu durchbrochen und neue Böden eingezogen. Die Fensterwand des Rittersaals wurde wiederhergestellt, getreu den drei erhaltenen und von Jessup gefundenen Fenstern. Hierfür wurden die alten Fenster aus der Zeit der Berner zerstört. Die Landvogtei, die bisher einem gewöhnlichen Herrenhaus aus dem 20. Jahrhunderts glich, erhielt unter Dürst ihr heutiges Erscheinungsbild. Jedes Stockwerk wurde bewusst unterschiedlich gestaltet, um die jeweils dargestellten Epochen widerzuspiegeln. Gleichzeitig versuchte man, frühere Bauzustände sichtbar zu machen. Die Fensterwand des Herzogenhauses vor den Umbau- und Sanierungsarbeiten 1983/84. Foto Castor Huser. Die Fensterwand des Herzogenhauses nach den Umbau- und Sanierungsarbeiten 1983/84. Foto Castor Huser. Die Lenzburg ist ein einzigartiges Beispiel für die Veränderungen eines historischen Gebäudes über die Jahrhunderte hinweg. Von einer einfachen Burg zu einer Festung und schließlich zu einem Museum, die Geschichte der Lenzburg ist ein faszinierendes Kapitel in der Schweizer Geschichte. Jede Epoche hat ihre Spuren hinterlassen, und heute kann die Lenzburg als ein lebendiges Denkmal für die Vergangenheit betrachtet werden. ÖFFENTLICHE FÜHRUNG 27.09.2026, 11:30 - 12:30 Stein für Stein: 900 Jahre Baugeschichte Von der Adelsburg zum Museum Von Frederick G. W. Eberhardt Von Frederick G. W. Eberhardt Historiker und Altphilologe; Praktikant Geschichtsvermittlung und Freiwilligenprogramm. Ähnliche Artikel finden Sie hier: Kategorien 20./21. Jh. 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Essen und Trinken im Kloster - Klosterhalbinsel Wettingen

Zurück zum Blog 23. Februar 2026 Kategorien Mittelalter Klosterleben Die Benediktsregel umfasst zahlreiche Kapitel zum Zusammenleben der Mönchsgemeinschaft. Dazu gehören auch Abschnitte zu den Speisen. Ein Küchenbesuch bei Abt Ulrich Meyer im Kloster Wettingen. Im Sommer- (grün) und Winterrefektorium (rot) nahmen die Mönche von Wettingen ihre Mahlzeiten zu sich. Bild: Kloster Wettingen, Johann Franz Strickler, um 1720. Zentralbibliothek Zürich, Graphische Sammlung. (Ausschnitt) Im Jahr 1687 liess der damalige Abt des Klosters Wettingen Ulrich Meyer (Abt von Wettingen 1686–1694) eine Abschrift einer Regel zu Pergament bringen. Es war eine Benediktsregel – also das zentrale Regelwerk für das Zusammenleben der Mönche, dem sich auch die Zisterzienser in Wettingen verschrieben hatten. Die Benediktsregel enthält neben ganz vielen anderen Vorschriften auch Regeln zum Essen und Trinken der Mönche. Abt Ulrich Meyer (Abt des Klosters Wettingen 1686–1694) stammte aus Mellingen. Bild: Mellingen, Fotoarchiv Mellingen, Porträt von Ulrich Meyer (1647–1694). In der Klosterküche Beginnen wir ein kleines Gedankenexperiment: Stellen Sie sich vor, Sie seien im Kloster Wettingen des 17. Jahrhunderts für die Verpflegung zuständig. Neben der Benediktsregel gibt es natürlich noch andere Verhaltensregeln – wir orientieren uns heute aber an der “Regula Benedicti”, wie die Regel auf Latein heisst. Ausserdem sind wir uns bewusst, dass die Zisterzienser im 17. Jahrhundert die Benediktsregel teilweise nicht ganz strikt befolgten. Wir reisen nun in die Küche des Klosters Wettingen im Jahr 1690 und sollen die wichtigsten Regeln zum Essen und Trinken der Mönche kennenlernen, um diese für einige Zeit zu verpflegen. An einem sonnigen Tag stehen wir vor dem Kloster. Wir sind mit Abt Ulrich Meyer verabredet und melden uns beim Pförtner. Dieser führt uns in das kühle Klosterinnere, wo wir uns setzen. Nach einer kurzen Wartezeit begrüsst uns der Abt und führt uns durch die Gänge des Klosters zur Küche. Unter dem Arm trägt er seine persönliche Benediktsregel, in der auf Pergament alle wichtigen Vorschriften für das Alltagsleben der Mönche festgehalten sind. In der Küche angekommen, öffnet der Abt sein Buch und blättert bis zu einer Seite, auf der bei Nummer 39 die Überschrift “De mensura ciborum” in schwarzer Schrift zu erkennen ist. Dies bedeutet “Über das Mass der Speisen”. Ein Pfund Brot pro Tag Nun beginnt der Abt zu erklären. Aus Rücksicht auf die Schwäche der Brüder seien für die tägliche Hauptmahlzeit für jeden Tisch zwei gekochte Speisen genug. Wer von einer dieser Speisen nicht essen könne, solle sich mit der anderen sättigen. Zu diesen zwei gekochten Speisen könne frisches Gemüse oder Obst hinzugefügt werden. Und der Abt fährt fort: “Ein gut gewogenes Pfund Brot soll pro Tag genügen, ob es nun nur eine Mahlzeit wie an Fasttagen oder ein Mittag- und ein Abendessen gibt. Wenn die Brüder auch ein Abendessen einnehmen, soll der Cellerar ein Drittel von diesem Pfund aufbewahren, um es ihnen am Abend zu geben.” Der Cellerar kümmerte sich um die wirtschaftlichen Belange des Klosters. Zwei Regeln für das Essen der Mönche: Verbot vierfüssiger Tiere und Beschränkung auf ein Pfund Brot pro Tag. Grafik: Julian Bretschger. Keine vierfüssigen Tiere – und keine Unmässigkeit Abt Ulrich kommt anschliessend auf eine Regel zu sprechen, die ihn als Abt selbst betrifft: Sei die Arbeit anstrengender gewesen, so könne der Abt entscheiden, ob er etwas mehr geben wolle, falls es nützlich sei. Darauf liest er noch die Regel zum Fleischkonsum vor: “Auf den Verzehr von Fleisch vierfüssiger Tiere aber sollen alle gänzlich verzichten, ausgenommen die ganz schwachen Kranken.” Schliesslich kommt Abt Ulrich auf die Unmässigkeit zu sprechen: “Doch gilt es vor allem, Unmässigkeit hintanzuhalten, und nie darf sich beim Mönch Übersättigung einstellen, weil sich für einen Christen nichts weniger ziemt als Unmässigkeit.” Diese Mässigung liege denn auch der nächsten Regel zugrunde, sagt er weiter: Knaben in jüngerem Alter sollten weniger als Erwachsene erhalten, wobei man überall auf Mässigung achten solle. Eine Hemina Wein pro Tag Abt Ulrich blättert eine Seite weiter in seiner Benediktsregel bis zum Kapitel 40 “De mensura potus”, “Über das Mass des Trinkens”. Er erklärt zunächst, die Benediktsregel sei ziemlich zurückhaltend bei der Bestimmung der exakten Mengen. Allerdings schreibe sie in Anbetracht der Unzulänglichkeit der Schwachen vor, dass für einen jeden eine Hemina Wein pro Tag genug sei. Eine Hemina? Dabei handelt es sich um etwa 0.27 Liter. Der Abt holt ein entsprechend grosses Gefäss hervor und drückt es uns in die Hand. Es stehe aber weiter in der Regel, betont er, wer dank Gott imstande sei, Enthaltsamkeit zu ertragen, der solle wissen, dass er besonders entlöhnt werde. Ob mehr erforderlich sei, etwa wegen schlechter Ortsverhältnisse, Arbeit oder Hitze im Sommer, entscheide jeweils der Obere (wohl generell Mönche mit höheren Ämtern). Dieser achte aber bei allen darauf, dass keine Übersättigung oder Trunkenheit auftrete. Die Mönche sollten nicht zu viel trinken. Sie sollten aber auch das Murren unterlassen, sollte einmal weniger als eine Hemina Wein aufzutreiben sein, sagt Abt Ulrich zum Schluss betont. Einblick in das Kapitel 40 der Benediktsregel mit dem Titel "Über das Mass des Trinkens" von Abt Ulrich Meyer. Bild: AKB, MsWettQ 1, Julian Bretschger. Meyer klappt sein Buch zu und fragt: “Haben Sie alles verstanden?” “Ja”, sagen wir. Er nickt und fordert uns dazu auf, mit den Vorbereitungen für die Verpflegung zu beginnen. “Die Brüder arbeiten momentan hart im Garten.” Nach der Mittagshore müsse das Essen bereit sein. Dieser Blogbeitrag ist eine Zweitpublikation der Neuen Klostergeschichte Wettingen . Er entstand im Rahmen des Kolloquiums “Geschichte in der Praxis: kommunizieren und vermitteln” im Frühjahrssemester 2025 am Historischen Seminar der Universität Zürich. Von Julian Bretschger Von Julian Bretschger Julian Bretschger studiert im Bachelor Geschichte und Soziologie. Schwerpunkte seines Studiums liegen in den Bereichen Geschlechter- und Schweizer Geschichte sowie Geschichte der Antike. Ähnliche Artikel finden Sie hier: Kategorien Mittelalter Klosterleben Kommentare

 
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Das erweitere Sammlungszentrum Egliswil von Museum Aargau

Zurück zum Blog 19. April 2023 Kategorie Schätze aus der Sammlung Museum Aargau hat am 1. April 2023 das erweiterte Sammlungszentrum Egliswil eröffnet. Nach dem aktuellen Ausbau bietet das Sammlungszentrum zusätzliche 1400 Quadratmeter Aufbewahrungsfläche für die über 50'000 Objekte. Geplant war daher ein Umbau mit der Erweiterung um ein Stockwerk und somit eine Verdoppelung der Fläche des Sammlungszentrums auf rund 2800 Quadratmeter. Geschichte der Sammlung Museum Aargau Die Sammlung von Museum Aargau kann auf eine über 150-jährige Geschichte zurückblicken. Der Grundstein der Sammlung bildet das 1852 in Königsfelden gegründete «Kantonale Antiquitätenkabinett». Es gab schon vorher Bemühungen einzelner Personen, diverse Münzen zu sammeln, doch konkrete Schritte zu einer kantonalen Sammlung kamen erst mit dem Antiquitätenkabinett zustande. Die Frage des Aufbewahrungsortes und der Zugänglichkeit der Sammlung wurde schon zu dieser Zeit debattiert. 1859 wurde die Historische Gesellschaft des Kantons Aargau mit Unterstützung des Regierungsrates gegründet. Diese Gesellschaft sammelte vor allem römische Bodenfunde und überreichte sie dem «Kantonalen Antiquarium». Im Kloster Königsfelden konnte das «Kantonale Antiquarium» nicht ewig bleiben, auch weil die Historische Gesellschaft den dürftigen Zustand des Königsfelder Antiquariums beklagte. Die heutige Klosterkirche Königsfelden @Museum Aargau Deswegen zog der grösste Teil der Sammlung 1868 in einen Schauraum im Schlössliturm in Aarau. Die Münzsammlung war hingegen seit 1850 bei der Staatskasse untergebracht. Doch auch der Aufenthalt im Schlössliturm war nur vorübergehend. Von 1877 bis 1895 war die Sammlung als «Kantonales Antiquarium» im Salzmagazin von Aarau und wurde dort in vier Sälen öffentlich präsentiert. Der Historischen Gesellschaft gefielen diese Räumlichkeiten aber auch nicht und sie drängten für neue. So bezog 1895 das «Antiquarium» Räume in der in ein Gewerbemuseum umgebauten Villa Feer in Aarau. Als der Kanton und die Stadt Lenzburg das Schloss Lenzburg 1958 von den damaligen Privatbesitzern erworben hatten, wurden die Sammlungsbestände auf dem Schloss in Wechselausstellungen und einer kleinen Dauerausstellung der Öffentlichkeit präsentiert. Aufgrund von erneutem Platzmangel wurde die Sammlung Mitte der 1980er-Jahre in einer Liegenschaft in Untermuhen untergebracht. Nach Wasserschäden wurde sie 1997 in das heute noch verwendete Aussendepot Egliswil umgelagert. Das Gebäude des heutigen Sammlungszentrums wurde aber bereits Ende der 1980er-Jahre gebaut und bis vor der Übernahme des EG durch die Sammlung von Museum Aargau noch industriell genutzt. Bedeutung des Sammlungszentrums Zu den Kernaufgaben von Museum Aargau gehört das Sammeln, Bewahren, Erforschen und Vermitteln von Objekten. Diese Kernaufgaben sind auch gesetzlich festgehalten. Dabei gibt es ein Sammlungskonzept, das jeweils vorschreibt, nach welchen Kriterien gesammelt wird. Für die Sammlung von Museum Aargau ist es wichtig, dass Objekte gesammelt werden, welche die Aargauer Geschichte und Kultur bezeugen. Diese Objekte können aus Schenkungen, aus anderen Sammlungen, aus Firmenarchiven sowie aus gezielten Ankäufen kommen. Wird ein Objekt in die Sammlung aufgenommen, muss es von Fachpersonen inventarisiert, dokumentiert und für die Lagerung konserviert werden. Die Sammlung umfasst rund 50'000 Objekte und ist in Sachgruppen unterteilt (Unter anderem Geräte, Haushalt, Möbel, Textilien, Waffen, Keramik, Edelmetall, Ethnografica, Schmiedeeisen, Stroh, Münzen und Medaillen). In letzter Zeit lag der Fokus besonders bei der Industriegeschichte des Aargaus. Gelagerte Möbel im UG des Sammlungszentrums @ Museum Aargau Diese vielen Objekte ermöglichen es, dass in Ausstellungen die Vergangenheit erlebbar gemacht wird. Es werden aber nicht alle Objekte gleichzeitig ausgestellt. Denn was in den Dauer- und Sonderausstellungen von Museum Aargau zu sehen ist, ist nur ein kleiner Teil von dem, was im Sammlungszentrum Egliswil aufbewahrt wird. Umbau des Sammlungszentrums Egliswil Der jetzige Umbau des Sammlungszentrums wurde bereits 2019 mit einem Antrag in die Wege gelegt. Wichtig war es, die Depotfläche zu erweitern und somit Platz für Objekte, die nicht langfristig eingelagert werden konnten und für künftige Neueingänge und genügend Reservefläche zu schaffen. Der Antrag von Museum Aargau, das Sammlungszentrum zu erweitern, wurde schliesslich angenommen. Danach gab es viele gewinnbringende Gespräche zwischen dem Museum Aargau, der IMAG und dem Architekten, um eine optimale Lösung für die verschiedenen Ansprüche der Sammlung zu finden. Es musste entschieden werden, ob dieser Umbau mehr oder weniger umfangreich sein soll. Rund eine halbe Million Franken wurde in diesen Ausbau investiert. Damit überhaupt mit dem Bau begonnen werden konnte, mussten im Depot einige Vorsichtsmassnahmen und Umstellungen durchgeführt werden. So mussten einige Objekte umgestellt und zum Schutz vor dem Baustaub eine Staubschutzwand aus Plastik aufgebaut werden. Einbau einer Staubschutzwand mit Schleuse im UG des Sammlungszentrums. @Museum Aargau Neu sind nun auch die Mehrheit Büroräume der Sammlung im Sammlungszentrum. Vorher waren sie alle auf Schloss Lenzburg. Der Konservator-Restaurator von Museum Aargau hat nun auch sein Atelier zum Behandeln der Objekte im Sammlungszentrum. Das Sammlungszentrum hat jetzt auch einen eigenen Quarantäneraum für Neuzugänge. So kann sichergestellt werden, dass mögliche Schädlinge und Pilzbefall behandelt werden kann, bevor sie sich im allgemeinen Depot verbreiten andere Objekte beschädigen würden. Für die Sammlung war der Einbau eines Warenliftes auch sehr wichtig, da dieser den vereinfachten Transport grösserer Objekte vom EG ins UG ermöglicht. Für die Gemälde der Sammlung gab es auch ein neues ausziehbares Gemälderegal mit bedeutend mehr Fläche für Neuzugänge. Neues ausziehbares Gemälderegal im UG des Sammlungszentrums @ Museum Aargau Mit diesem Umbau des Sammlungszentrums wurden viele Wünsche der Sammlung von Museum Aargau erfüllt und so auch die Zukunft der Sammlung garantiert. Aufgrund des immer wachsenden Charakters der Sammlung ist es aber sicher, dass das Sammlungszentrum weitere Veränderungen erleben wird. Von Cedric Zbinden Von Cedric Zbinden Cedric Zbinden ist Historiker und Praktikant der Sammlung von Museum Aargau. Ähnliche Artikel finden Sie hier: Kategorie Schätze aus der Sammlung Kommentare

 
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Historische Schlitten aus der Sammlung Museum Aargau

Zurück zum Blog 14. Januar 2026 Kategorien Neuzeit Schätze aus der Sammlung Schlitten waren im 18. und 19. Jahrhundert weit mehr als einfache Fahrzeuge. Kinder nutzten sie zum Spass, Familien für den winterlichen Alltag, und in wohlhabenden Haushalten dienten sie als repräsentative Schaustücke. Die Sammlung des Museum Aargau zeigt mit bemalten Kinderschlitten, eleganten Rennmodellen und schlichten Dorfschlitten die ganze Vielfalt früher Winterkultur. Jules Léonard, Spielende und Schlitten fahrende Kinder auf der tief verschneiten Dorfstrasse, 22.5 x 27.5 cm, 19. Jh., Öl auf Holz, © Wikimedia Commons Wenn der Winter die Landschaft in Weiss tauchte, gehörten Schlitten vielerorts zum täglichen Leben – als praktisches Transportmittel, als Vergnügen auf Abfahrten und als Ausdruck sozialer Stellung. Drei historische Schlitten aus der Sammlung verdeutlichen diese Bandbreite und erzählen von internationaler Sammelleidenschaft, lokalem Handwerk und frühen Formen des Wintersports. Der Kinderschlitten Dieser Kinderschlitten aus dem 18. Jahrhundert besticht durch seine beidseitig leuchtend rote Grundbemalung und die reich verzierten Seitenflächen. Farbige Ranken und geschnitzte Details schmücken den Schlitten. Auf der linken Seite erscheint die Figur einer sitzenden Frau, eingefasst von lebhaften Blumen- und Rank Motiven. Auf der Vorderseite der Rückenlehne befinden sich die Initialen „M. H.“, die vermutlich auf die Besitzerin oder Auftraggeberin hinweisen. Kinderschlitten, 18. Jh., 92 x 27 cm, Holz, Eisen, Inv.-Nr.-S-124, © Museum Aargau Die Rückseite der Rücklehne zeigt eine feine Flachschnitzerei, die eine Mutter mit ihren drei Kindern darstellt. Die Szene wird zu beiden Seiten von zwei Papageien flankiert, die als farbig gefasste Zierfiguren in das ornamentale Umfeld eingebettet sind. Rücklehne (Detail), Kinderschlitten, 18. Jh., 92 x 27 cm, Holz, Eisen, Inv.-Nr.-S-124, © Museum Aargau Dass der Schlitten heute in der kantonalen Sammlung steht, verdankt sich August Edward Jessup Leidenschaft für Antiquitäten. Der Amerikaner bewohnte mit seiner Frau 1893 Schloss Lenzburg, wo er seine Antiquitäten sammelte. Rennschlitten und «russische Berge» Auch dieser Rennschlitten gelangte durch den Schlossbewohner A. E. Jessup in die Sammlung. Das Modell aus dem 18. Jahrhundert zeigt die aufwendig gestalteten Formen repräsentativer Schlittentypen jener Zeit. Das Objekt besteht aus geschnitztem und bemaltem Holz, einzelne Partien sind gar vergoldet. Auffällig sind die hohen, geschwungenen Kufen und die reich dekorierten Seitenflächen. Am Bug und am Heck befinden sich geschnitzte Tierfiguren, die den Schlitten abschliessen und seinen repräsentativen Charakter unterstreichen. Vermutlich handelt es sich um einen Rennschlitten; er dürfte jedoch ebenso als elegantes Vergnügungsfahrzeug genutzt worden sein, das sozialen Status sichtbar machte. Gestaltung und Ausführung verweisen auf frühe Formen des Schlittensports in Europa und auf Schlitten, die funktionale Nutzung mit dekorativer Wirkung verbanden. Rennschlitten (Modell), 18. Jh., 46 x 62 x 18.5 cm, Holz, Eisen, Inv.-Nr.-S-757, © Museum Aargau Im Winter errichteten Menschen in Russland hohe Holzrampen – die sogenannten «russischen Berge» –, welche vereist wurden. Mutige rasten darauf mit Schlitten hinunter. Solche Vergnügungen fanden bald Nachahmung in verschiedenen Bergregionen Europas. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts begann sich der Wintersport zu entwickeln; 1883 fand in Davos das erste dokumentierte Rodelrennen statt. Giulio Ferrario, Russische Berge: Schlitten und Eisbahn in Russland, undatiert, 19. Jh., © 2025 meisterdrucke.com Der «Frosch» aus Küttigen Dieser Schlitten stammt aus Küttigen und ist dort seit Generationen unter verschiedenen Bezeichnungen bekannt:"Chrucke", "Chrockle", "Chomele" oder einfach "Frosch". Das im 19. Jahrhundert entstandene Modell ist schlicht gebaut, robust und eindeutig auf die praktische Nutzung ausgelegt. Schlitten, 19. Jh., 50 x 35 cm, Holz, Eisen, Inv.-Nr.-S-1499, © Museum Aargau Im Aarauer Bachfischet-Lied findet sich die Zeile: «… d’Küttiger, d’Küttiger rite uf de Frösche». Sie verweist auf eine lokale Schlittenform, mit der die Kinder den Hang hinunterfuhren. Die dabei charakteristische Haltung – mit angehobenen, nach vorne gestreckten Beinen – könnte den Vergleich mit einem Frosch geprägt haben. Der Begriff Frosch ist seit 1846 dokumentiert, als Andreas Dietsch die mundartliche Fassung der Bachfischet-Verse aufzeichnete. Die möglicherweise als spöttische Anspielung der Aarauer auf die Bevölkerung von Küttigen gemeint, blieb als Bezeichnung über das Bachfischet bis heute erhalten. Dieser Schlitten gelangte 1956 mit Schloss Lenzburg in den Besitz des Kantons und steht heute exemplarisch für die lokale Tradition des Holzhandwerks. Von Patricia Striebel Von Patricia Striebel Patricia Striebel ist Praktikantin der Sammlung von Museum Aargau. Ähnliche Artikel finden Sie hier: Kategorien Neuzeit Schätze aus der Sammlung Kommentare

 
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Kasperli: Die Kultfigur des Puppentheaters

Zurück zum Blog 13. November 2024 Kategorie Schätze aus der Sammlung Der Kasper, Kasperle oder auch Kasperli begeistert seit Jahrhunderten Jung und Alt. Er ist der Held des Puppentheaters und ein fester Bestandteil der Volkskultur. Doch was steckt hinter dieser kultigen Figur? Eine Kasperfigur aus einem Puppentheater mit typischer roter Mütze und karierter Kleidung. © Pixabay Die Ursprünge der Kasperlefigur Kasperle ist die zentrale Figur des traditionellen Puppentheaters, das seit dem späten 18. Jahrhundert die Menschen im deutschsprachigen Raum begeistert. Die Figur geht vermutlich auf den Hanswurst des Wiener Volkstheaters zurück und hat viele Verwandte in anderen Ländern, wie Mr. Punch in Grossbritannien oder Pulcinella in Italien. Kasperle war stets eine volkstümliche Figur, die sich über Autoritäten lustig macht und die Menschen mit seinen humorvollen Geschichten zum Lachen bringt. Punch and Judy – Punch doctors the Doctor, Artist George Cruickshank, 1870. © Wikimedia Commons Ab dem 19. Jahrhundert wurden auch kleine Kasperlitheater in bürgerlichen Kinderzimmern populär. Der Name "Kasper" ist eine Abwandlung von "Kaspar", welche auf die mittellateinische Form "Casparus" zurückgeht. Dabei handelt es sich um den überlieferten Namen eines der Heiligen Drei Könige aus dem Morgenland. In mittelalterlichen Dreikönigsspielen wurde Kaspar gemäss der kirchlichen Tradition oft als «Mohr» gezeigt und nahm ab dem 15. Jahrhundert zunehmend die Rolle einer spassigen Figur an. Typische Merkmale der Kasperlefigur Das Erscheinungsbild des Kasperles ist sofort erkennbar: Er trägt eine lange, oft rote Zipfelmütze, ein buntes, harlekinartiges Kostüm und hat stets eine Pritsche (einen kleinen Schlagstock) bei sich. Mit dieser Pritsche verprügelt er seine Widersacher – ein Markenzeichen, das dem Komödiengenre "Slapstick" dessen Namen gab. Sein markantes Gesicht mit der auffälligen Nase erinnert an traditionelle Fastnachtsmasken und macht ihn auch maskiert sofort erkennbar. Kasperle, 19. Jahrhundert, Höhe 40 cm, Textilien, Papiermaché, Sammlung Museum Aargau, Inv.-Nr.-K-492. © Museum Aargau Puppenfigur und Volksheld Historisch betrachtet war das Kaspertheater ein fester Bestandteil der Volkskultur, es fand oft auf Jahrmärkten und anderen öffentlichen Veranstaltungen statt. Dabei war es ursprünglich – und im Gegensatz zu heute – eher für Erwachsene und Jugendliche gedacht, da die Inhalte oft derb und brutal waren. Kasper tritt darin als cleverer Anti-Held auf, der immer wieder mächtige Gegner wie Polizisten, Räuber oder den Tod selbst austrickst und besiegt. Solche Geschichten boten dem Publikum nicht nur Unterhaltung, sondern auch eine Möglichkeit, unterdrückte Aggressionen gegen die Obrigkeit symbolisch auszuleben. Lothar Meggendorfer, Münchener Kasperl-Theater, 1879, Braun & Schneider, München. Handpuppenspieler – Die Menschen hinter den Figuren Handpuppenspieler lebten oft am Rande der Gesellschaft und ihr Alltag war von Armut und Unsicherheit geprägt. Sie waren nicht sehr angesehen und wurden für ihre Kunst häufig verachtet oder sogar verfolgt. Viele von ihnen waren von den Launen der Mächtigen abhängig und wurden für deren politische Zwecke missbraucht.Doch trotz dieser schwierigen Umstände spielten sie für die Menschen eine wichtige Rolle. Als beliebte Form der Unterhaltung bot das Puppentheater den Zuschauerinnen und Zuschauern eine kurze Flucht aus dem Alltag. Der Spieler selbst blieb unsichtbar hinter den Figuren und liess diese den Ruhm ernten. Auch wenn sein Spiel bewundert wurde, haftete ihm oft etwas Gefährliches an, das vor allem wegen der politischen Brisanz bei der Obrigkeit Misstrauen weckte. Les Marionettes, Lithographie von Adolphe Midy (1979–1874) nach einem Gemälde von Hortense Haudebourt-Lescot. © Wikimedia Commons. Dennoch fand das Kaspertheater auch in adeligen Kreisen Anklang. Manchmal führten Mitglieder des Adels im Rahmen höfischer Feste sogar selbst Kasperstücke auf. Das Puppentheater war eine eigene kleine Welt, ähnlich einem Märchen, in der einfache Strukturen und klare Rollen herrschten. Doch unter dieser märchenhaften Oberfläche steckten sehr oft scharfe Satire und Humor, womit die Puppenspieler den Finger in die Wunden der Gesellschaft legten. Hauptfiguren des Kasperlitheaters und Exemplare aus der Sammlung Das Kasperlitheater lebt von charakterstarken Figuren, von denen in der Aufführung jede ihren festen Platz hat. Sie sorgen für Spannung, Komik und Moral in den Geschichten. Im Folgenden werden einige der Hauptfiguren zusammen mit Exemplaren aus der Sammlung Museum Aargau präsentiert. Eine Aufstellung unterschiedlicher Figuren aus dem Kaspertheater. In der Mitte: der Protagonist Kasper © pixabay / mainblick Die «Guten» Kasperle, Seppel (Kaspers treuer Freund, der oft für Ehrlichkeit steht, aber auch manchmal etwas einfältig ist), Gretel (die Stimme der Vernunft), die Grossmutter und die Fee. Alte Frau oder Grossmutter, 19. Jahrhundert, Höhe 43 cm, Textilien, Papiemarché, Sammlung Museum Aargau, Inv.-Nr- K-496. © Museum Aargau. Die Grossmutter verkörpert Weisheit, Fürsorge und moralische Stärke. Sie hilft Kasperle und seinen Freunden mit Rat und Unterstützung, wenn diese in Schwierigkeiten geraten. Sierepräsentiert das Gute und Richtige und wird oft von Bösewichten bedroht, was Kasperle dazu motiviert, sie zu retten. Als Symbol für Tradition und Familie bringt sie Ruhe und Schutz in die Geschichten. Die Vertreter von Ordnung und Obrigkeit Prinzessin, Prinz, König und der Wachtmeister. Die «Bösewichte» Hexe, Zauberer, Teufel, Räuber, Türke (oder Türkin) und das Krokodil (anstelle des Drachen). Der Teufel ist eine der bedrohlichsten Figuren, die Kasper und seine Freunde in Versuchung führen möchte: Teufel, 19. Jahrhundert, Höhe 41 cm, Textilien, Papiermaché, Sammlung Museum Aargau, Inv.-Nr K-493. © Museum Aargau. Der Räuber oder Dieb sorgt regelmässig für Aufregung im Kaspertheater. Mit seinen Raubzügen verbreitet er Angst und Schrecken. Oft zeigt sich am Ende jedoch, dass er gar nicht so böse ist, wie es zunächst scheint. Trotz seiner Taten wird er schliesslich zu den Festlichkeiten eingeladen und fügt sich in die Gemeinschaft ein. Räuber (?), 19. Jahrhundert, Höhe 41 cm, Textilien, Papiermaché, Sammlung Museum Aargau, Inv.-Nr K-459, © Museum Aargau. Der „ Türke “ wurde oft als Vertreter des Fremden und Unbekannten dargestellt, weshalb man ihn in die Kategorie der Bösewichte einordnen kann. Diese Figur konnte als mächtiger Feind oder manchmal auch als komischer Charakter eingesetzt werden. Vielmals war der Türke eine autoritäre oder furchteinflössende Figur, die Kasperle und dessen Freunde herausfordert. Solche Charaktere widerspiegeln die damaligen Klischees und Vorurteile, die Teil vieler volkstümlicher Theaterstücke waren. «Türke», 19. Jahrhundert, Höhe 36 cm, Textilien, Papiermaché, Sammlung Museum Aargau, Inv.-Nr. K-500, © Museum Aargau. Die Rolle der " Türkin ” war seltener und konnte entweder die Frau oder Gefährtin des „Türken“ darstellen. Im Charakter ähnelte sie dem Türken, war aber weniger aggressiv oder bedrohlich als ihre männliche Entsprechung. Sie konnte jedoch auch als exotische und faszinierende Figur auftreten, mit stereotypischen Attributen wie einem Turban oder exotischer Kleidung. «Türkin», 19. Jahrhundert, Höhe 36 cm, Textilien, Papiermaché, Sammlung Museum Aargau, Inv.-Nr. K-497, © Museum Aargau. Es ist wichtig, diese Figuren im historischen Kontext zu sehen. Im Kasperlitheater dienten sie der Unterhaltung und Karikatur, basierend auf den damaligen europäischen Vorstellungen von „dem Fremden“. Aus heutiger Sicht sind solche Darstellungen problematisch, da sie rassistische und xenophobe Züge aufweisen. Politische Instrumentalisierung des Kasperlitheaters im 20. Jahrhundert Auch in der Moderne war das Kaspertheater war nicht immer nur ein harmloses Kindervergnügen. Während des Ersten Weltkriegs wurde das Kaspertheater beispielsweise von den Behörden genutzt, um die Bevölkerung zu beeinflussen. Mit patriotischen Stücken wie „Kasperl und die Franzosen“ versuchte man, den Kriegseinsatz zu unterstützen und Kriegsgegner lächerlich zu machen. Im Nationalsozialismus wurde das Kaspertheater ebenfalls instrumentalisiert. Der Kasper verbreitete dabei jedoch keine offen nationalsozialistischen Parolen, sondern diente den Zuschauern durch sein Verhalten als „richtiger Kerl“ als Vorbild. Insgesamt wandelte sich das Kaspertheater und die Kasperfigur im 20. Jahrhundert aber stark. Max Jacob, der Begründer der Hohnsteiner Puppenspiele, führte einen pädagogischen Kasper ein, der Kinder zum richtigen Verhalten anleiten sollte. Somit wandelte sich der einst derbe und grobe Kasper zu einer beliebten Kinderfigur. Neben seiner Popularität im Puppentheater hielt der Kasper zudem Einzug in die Welt der Kunst und inspirierte zahlreiche Künstler wie etwa den deutschen Maler Paul Klee, der diverse Handpuppen aus Alltagsmaterialien fertigte. Paul Klee, Puppe ohne Titel (Zündholzschachtelgeist), 1925, Höhe 57 cm, Zentrum Paul Klee, Bern, Schenkung Livia Klee, Wikimedia Commons. Fazit Das Kasperlitheater ist heute noch aktuell und für viele eine wunderbare Erinnerung. In Basel hat es eine lange Tradition und wird auf Herbstmesse immer noch durch eine laut rufende Person („Kasperlitheateeer!“) und eine Glocke angekündigt. In diesem Moment fühlt man sich direkt in die Vergangenheit zurückversetzt. Zwar finden unterdesse auch moderne Themen ins Puppentheater, doch die Grundstruktur der Stücke bleibt immer gleich: Kasperle überlistet seine Gegner und sorgt für ein Happy End. Kasperle ist mehr als nur eine Figur des Puppentheaters. Er steht für Humor, Satire und die Stimme des Volkes. Durch seine Wandlung von einer groben, oft brutalen Figur zu einem pädagogischen Helden hat er sich im Laufe der Jahrhunderte einen festen Platz in der Volkskultur erarbeitet. Egal, ob auf der Bühne oder in der Kunst – Kasperle bleibt eine Figur, die Menschen aller Altersgruppen fasziniert. Literatur Als der Kasperl noch nicht harmlos war - science.ORF.at (archive.org) Kultfigur Kasperl – König der Narren. Dokumentarfilm (52 Min.), A/D 2022, Buch und Regie: Christian Hager. Kasperletheater: Diese Figuren dürfen nicht fehlen | FOCUS.de Kasperltheater – Wien Geschichte Wiki Schnitzer Magdalena, Die Entwicklungsgeschichte des Kasperls und seine Bedeutung im gesellschaftspolitischen Kontext“, 2013. Weitere Blogbeiträge 23. August 2023 Spielleute im Mittelalter Spielleute waren die Unterhaltungskünstlerinnen und -künstler des Mittelalters schlechthin. Kein Fest oder Jahrmarkt fand ohne sie statt.… 21. Dezember 2022 Tradition und Geschichte der Weihnachtskrippen Woher kommt die langlebige Tradition der Weihnachtskrippen und wie wurde sie über die Zeit verändert? Anhand ausgewählter Objekte aus der… 03. Februar 2023 "Sei doch kein Narr!" Historische Deutung der Narrenfigur "Sei doch kein Narr!" Das geflügelte Wort taucht in der Literatur sowie der Alltagssprache auf. Gerade auch jetzt – wo die Fasnächtler durch… Von Patricia Striebel Von Patricia Striebel Patricia Striebel ist Praktikantin der Sammlung von Museum Aargau. 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Führungen und Workshops für Gruppen

Schloss Lenzburg bietet für Gruppen buchbare Führungen an. Schwerpunkte sind das Mittelalter und die Frühe Neuzeit. Die Führungen auf Schloss Lenzburg ermöglichen Gruppen spannende Einblicke in 1000 Jahre Schlossgeschichte. Die Gruppenangebote sind zwischen April und Oktober buchbar, auf Anfrage auch in anderen Sprachen. Vergünstigungen für Gruppen Gedruckte Broschüren für Gruppen bestellen Kontakt Beratung & Verkauf +41 (0)848 871 200 E-Mail senden Telefonische Erreichbarkeit Dienstag bis Freitag 9-12 Uhr / 13-16:30 Uhr November bis März nur vormittags WEITERE ANGEBOTE UND TIPPS Schloss-Foxtrail Lenzburg Fuchsjagd im Schloss Angebote im Schlossbistro Essen und Trinken Räume mieten Feiern und tagen auf dem Schloss Download Broschüre "Angebote für Gruppen" Impressionen

Gradian
Luftaufnahme Klosterhalbinsel Wettingen im Gegenlicht mit dramatischen Wolken über dem Kloster.

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Glaube, Macht,
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Die Klosterhalbinsel Wettingen ist ein Kulturgut von internationalem Rang. Am Kraftort an der Limmat verschmelzen Kultur, Bildung, Geschichte und Gastfreundschaft zu einem Erlebnis!

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Blick in den Ausstellungsraum "Parlatorium" auf der Klosterhalbinsel Wettingen. Im Vordergrund ein Schild mit dem Text "Archiv der Fragen", im Hintergrund sitzen Schülerinnen und Schüler diskutierend beeinander.

Sechs
Highlights

Das dürfen Sie nicht verpassen  

 
Eine Gästegruppe mit einer Museumsführerin steht vor der Kirche der Klosterhalbinsel Wettingen.

Veranstaltungen
und Führungen

Veranstaltungskalender Museum Aargau  

 
Ausstellung in der Mönchskirche Kloster Wettingen: Verschiedene Objekte in einer Vitrine, u.a. ein grosses Altarkreuz

Ausstellungen
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Museum der Klosterhalbinsel  

 
Aussenaufnahme Gästezentrum Klosterhalbinsel Wettingen mit Informationsbildschrim links

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Geöffnet von April bis Oktober  

 
Luftaufnahme Kloster Wettingen mit Klosterpark im Vordergrund

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Eine Schulklasse beim Schreiben mit Tinte und Federkiel.

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Zwei Mädchen und ein Bub stehen gemeinsam vor dem Kloster Wettingen und blicken direkt in die Kamera. Sie halten eine Landkarte, Broschüre sowie eine Pyramide in den Händen.

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Eine Frau und ein Mann schreiten in Freizeitbekleidung durch den Garten der Klosterhalbinsel Wettingen (Foxtrail).

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Die Klosterhalbinsel in 54 Sekunden

DIE KLOSTERHALBINSEL WETTINGEN

 
Luftaufnahme Klosterhalbinsel Wettingen mit dramatischen Wolken über dem Kloster

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und Geschichte

800 Jahre Klostergeschichte  

 
Luftaufnahme Konventgarten und Abtgarten auf der Klosterhalbinsel Wettingen mit Limmat

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Weiss gedeckte Stehtische mit Häppchen: Apéro auf der Klosterhalbinsel Wettingen

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Restaurants auf der Klosterhalbinsel  

 
Lindenterrasse Schloss Wildegg: Ein schön gedeckter Tisch mit Apéro

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Ein gelber Heizlüfter, Objekt im Sammlungszentrum Egliswil

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Grosses Handy in der Hand eines Benutzers, auf dem Bildschirm ist die "Sammlung online" von Museum Aargau dargestellt.

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