Klosterhalbinsel Wettingen

Kloster und Geschichte

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Museum Aargau

Rosalia signorum: Frühlingsfest in den römischen Legionen

Zurück zum Blog 31. März 2026 Categories Römerzeit Römische Geschichten aus Vindonissa Am 12. April 2026 feiert der Legionärspfad Vindonissa sein Eröffnungsfest . Im Fokus steht die rosalia signorum ,

 
Klosterhalbinsel Wettingen

Mönchskirche

Dauerausstellung Preis Museumseintritt 0 Imposantes Chorgestühl mit Holzschnitzereien Die Mönchskirche ist Teil der Klosterkirche und war früher nur Mönchen und Geistlichen zugänglich. Bekannt ist das

 
Klosterhalbinsel Wettingen

Garten-Tour

Preis Der Eintritt in die Gärten ist kostenlos 0 Fünf Stationen mit Wissenswertem aus Vergangenheit und Gegenwart Die Klostergärten waren früher wichtige Lebensräume. Erfahren Sie auf diesem Rundgang

 
Klosterhalbinsel Wettingen

Klosterkirche

Preis Eintritt frei 0 Imposante Kirche aus dem 13. Jahrhundert Die Klosterkirche Wettingen wurde 1256 geweiht und mehrfach umgebaut. Sie gehört zu den wenigen früh- und hochmittelalterlichen Klosterki

 
Museum Aargau

"Damals im Aargau": Alexander Barth, Verwaltungsratspräsident der Rivella AG in Rothrist

Zurück zum Blog 28. Juni 2023 Category Podcast: Damals im Aargau (Oral History) Bei steigenden Temperaturen erfrischt Sie Museum Aargau mit einem Podcast-Beitrag zur Firmengeschichte der Rivella AG Al

 
Klosterhalbinsel Wettingen

Historia

Audio-Tour Preis Museumseintritt Dauer der ganzen Tour ca. 75 Minuten 0 Eine Reise durch das Kloster mit 21 Stationen Entdecken Sie das Kloster Wettingen auf der Audiotour “Historia”. 21 Stationen füh

 
Klosterhalbinsel Wettingen

Ausstellungen und Rundgänge

Erleben Sie auf der Klosterhalbinsel Wettingen interaktive Ausstellungen und Touren. Die Angebote eignen sich für Erwachsene, Familien und Schulen. Ob mit Kopfhörer, auf einer Rätseltour oder mit der

 
Vindonissa Museum

Vitrine AKTUELL

Preis: Im Museumseintritt inbegriffen Anmeldung: Nicht erforderlich 30 Grabsteine aus Vindonissa: Sprechende Steine und ihre Schicksale Die Kantonsarchäologie Aargau gestaltet die "Vitrine AKTUELL" im

 
Vindonissa Museum

Spurensuche - Auf der Fährte von Lupina und Anissa

Spiel-Tour für Kinder Geeignet für Ab 5 Jahre Preis Im Museumseintritt inbegriffen Dauer 45 Minuten Anmeldung Nicht erforderlich 0 Ab 5 Jahre – Folgt den Fussspuren von Lupina und Anissa Die Wölfin Lu

Gradian

Museumsblog

Julie von Effinger – Engagierte Wohltäterin und Schlossverwalterin

Julie von Effinger war die letzte Besitzerin von Schloss Wildegg. Als unverheiratete Frau entwickelte sie sich zu einer grossen Wohltäterin, verwaltete das Schloss und schrieb gemeinsam mit ihrer Gesellschafterin eine Chronik der Familie.

Geboren wurde Julie als Pauline Adelheid Julia von Effinger am 28. Mai 1837 in Bern. Ihre Eltern waren Rudolf Effinger von Wildegg und Juliette von May von Schöftland. Als Tochter eines alten Patriziergeschlechts wurden Julie und ihre ältere Schwester Julia Sophie Pauline durch Hauslehrerinnen erzogen und gebildet. Den letzten Schliff ihrer Erziehung erhielten die Schwestern bei einem zweijährigen Pensions-Aufenthalt in Genf.

Eine selbstbewusste und unverheiratete Frau

Julie blieb ihr Leben lang unverheiratet. Über die Gründe kann nur spekuliert werden. Dass eine Ehe, die wenigen Freiheiten, die Frauen Ende 19. Jahrhundert zugestandenen wurden, noch mehr einschränkte, dürfte sie in ihrem Umfeld miterlebt haben. Ob auch ihre Gotte, die Frauenrechtlerin Julie von May von Rued, Einfluss auf sie hatte, ist unklar.

Zwar blieb Julie unverheiratet, aber sie war nicht einsam. Wie andere Frauen der oberen Schicht engagierte sie eine Gesellschafterin. Während 31 Jahren lebte und arbeitete Pauline von Peyer aus Schaffhausen (1851-1943) an ihrer Seite. Zwischen den beiden entwickelten sich eine enge Freundschaft. In ihrem Testament sicherte Julie ihr ein lebenslanges Wohnrecht auf Schloss Wildegg zu sowie eine monatliche Rente.

Glaube & karitatives Engagement

Einen tiefen Eindruck hinterliess bei Julie von Effinger die Begegnung mit dem Erweckungsprediger Samuel Hebich, einem Missionar der Basler Mission, im Jahr 1860. Inspiriert vom Glauben fand Julie – wie viele anderen Frauen aus den oberen Gesellschaftsschichten auch – im Kontext der Erweckungsbewegung eine Möglichkeit sich sozial-karitativ zu engagieren: Auf Schloss Wildegg eröffnete sie eine Sonntagsschule, an der sie und Pauline von Peyer Unterricht erteilten. Sie leiteten einen Jungfrauenverein und besuchte Alte und Kranke. Zudem organisierte Julie im Schloss eine Weihnachtsfeier, zu der die Kinder der Umgebung eingeladen wurden.

Kampf gegen den Alkoholismus

Ausserdem engagierte sich Julie für die Bekämpfung der Trunksucht. Dabei war sie selber keine Abstinenzlerin und auch ihren Gästen liess sie Wein ausschenken. Im Verzicht auf Alkohol sah die sogenannte Abstinenzbewegung nicht nur die Heilung von Trinkern, sondern auch einen wichtigen Beitrag zur Sittlichkeit. Der übermässige Alkoholkonsum war vor allem in Folge der Industrialisierung zu einem gesellschaftlichen Problem unter der Arbeiterschaft geworden. Julie unterstützte das in diesem Kontext gegründete Blaue Kreuz finanziell und gründete 1911 die Effinger-Stiftung auf dem Kernenberg, um "Trunksucht zu steuern" und zur "sozialen Erhebung der Betroffenen beitragen. Noch heute engagiert sich die Von Effinger Stiftung um die Heilung und Resozialisierung suchtkranker Menschen.

Schlossherrin & Nachlassverwalterin

Neben ihrem karitativen Engagement unterstützte sie ihren Vater bei der Verwaltung der Schlossdomäne, die sie zusammen mit ihrer Schwester erbte. Sie galt als gute, aber auch strenge Schlossherrin, die manchmal auch mal mit dem Fernglas prüfte, ob die Gärtner zu lange Pausen einlegten. Die Schlossdomäne vermachte sie nach ihrem Tod der Schweizerischen Eidgenossenschaft. 1917 wurde das Schloss als Teil des Nationalmuseums für die Öffentlichkeit zugänglich. Seit 2011 ist das Schloss Wildegg Teil von Museum Aargau.

Gemeinsam mit Pauline von Peyer trug Julie die Geschichten der Familie von Effinger zusammen und veröffentlichte sie als "Chronik der Burg Wildegg von 1584 bis 1684". Zudem verwaltete sie das Familienarchiv und bestimmte dabei, was die Nachwelt über sie erfahren soll. Ihr Leben lang schrieb Julie Tagebuch und stand im regelmässigen Austausch mit einem weiten Freundes- und Bekanntenkreis. Diese Briefe liegen im Staatsarchiv Aargau und geben einen spannenden Einblick in ihr Leben. Die Briefe zu transkribieren und der Öffentlichkeit digital zugänglich zu machen, hat sich aktuell eine Gruppe von Freiwilligen vom Museum Aargau und Bibliothek & Archiv zum Ziel gesetzt.

Weitere Blogbeiträge

Von Dorothee Rempfer

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