Schloss Wildegg

Vortrag: Reisen in der Belle Époque

Preis Im Museumseintritt inbegriffen Anmeldung Nicht erforderlich 0 Spannende Reise durch eine Zeit des Aufbruchs Schloss Wildegg bietet im Rahmen des Schweizer Schlössertages 2026 mit dem Vortrag "Reisen in der Belle Époque" spannende Einblicke in eine Zeit des Aufbruchs, als Dampfschiffe, Eisenbahnen, Kutschen, frühe Automobile und auch das Fahrrad neue Freiheiten eröffneten. Der Vortrag von Gabriela Gehrig, Historikerin und Geschichtsvermittlerin Museum Aargau, wird begleitet mit zeitgenössischen Fotografien und Reiseberichten aus den Jahren zwischen 1880 und 1914. Um 13 und 15 Uhr finden

 
Museum Aargau

5 faszinierende Fakten über römische Münzen

Zurück zum Blog 28. August 2026 Kategorien Römerzeit Römische Geschichten aus Vindonissa Münzgeld verliert heutzutage zunehmend an Bedeutung. Römische Münzen waren bei den Römern hingegen das zentrale Zahlungsmittel und ermöglichten Einkäufe und Handel im ganzen Reich. Doch was macht römische Münzen so besonders und wofür wurden sie verwendet? "Pecunia non olet" – Geld stinkt nicht. Diese Redewendung geht auf Kaiser Vespasian zurück, der zur Finanzierung des Staates eine Steuer auf öffentliche Latrinen einführte. Als sein Sohn Titus die Moral dieser Steuer beanstandete, hielt Vespasian ihm Münzen

 
Schloss Lenzburg

Eine Zeitreise: 50 Jahre Geschichtsvermittlung

Sonderausstellung Saison 2025/2026 Preis Im Eintritt inbegriffen 0 Sonderausstellung zur Pionierrolle in der Schweizer Museumspädagogik Schloss Lenzburg beleuchtet 2025/2026 in einer Sonderausstellung seine Pionierrolle in der Geschichtsvermittlung. Vor 50 Jahren arbeiteten hier erstmals Museumspädagoginnen und -pädagogen spielerisch mit Kindern – ein Novum in der Schweiz. In der kleinen Ausstellung "Eine Zeitreise: 50 Jahre Geschichtsvermittlung" erzählen Pionierinnen und Pioniere, wie sie ab 1975 Geschichte zum Erlebnis für alle Sinne machten – mit feuerspeienden Drachen, verkleideten Gräfinnen

 
Schloss Wildegg

Museumswald

Museumswald Preis Eintritt frei Ort Der Museumswald befindet sich oberhalb des Spielplatzes bei Schloss Wildegg 0 Waldnutzung im 18. und frühen 19. Jahrhundert Der Museumswald von Schloss Wildegg zeigt die Waldnutzung im 18. und frühen 19. Jahrhundert: als Speisekammer, Holzlieferant, Weidefläche und Jagdrevier. Kern des Museumswaldes ist die Waldweide. Im Früh- und Spätsommer grasen hier Geissen, wie vor 200 Jahren. Führungen und Workshops lassen diese historische Waldnutzung lebendig werden und beleuchten die heute so aktuellen Themen Biodiversität und Naturschutz. Museumswald auf Schloss

 
Museum Aargau

"Walther Bürsten bürsten gut" – Zahnpflege mit dem Chefkurator

Zurück zum Blog 25. Juni 2020 Kategorie Schätze aus der Sammlung Den Werbeslogan "Walther Bürsten bürsten gut, Walther Bürsten bürsten besser" kannte wohl jedes Kind. Chefkurator Rudolf Velhagen präsentiert in der Sammlung von Museum Aargau ein Bürsten-Set der ehemaligen Bürstenfabrik Walther in Oberentfelden AG Dieser Bekanntheitsgrad ist kein Wunder: Beim Besuch des Walther-Museums in der "Alten Bürsti" in Oberentfelden wurde mir bewusst, dass es für fast jede Lebenssituation irgendeine Bürste gibt. Dabei bilden Zahnbürsten (gewöhnliche und elektrische), WC-Bürsten, Schuhbürsten,

 
Museum Aargau

Schreibmaschine "Swissa Junior" von August Birchmeier's Söhne

Zurück zum Blog 30. März 2020 Kategorien Schätze aus der Sammlung 20./21. Jh. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts spielten Schreibmaschinen als Instrument für die Textverarbeitung eine immer wichtigere Rolle. In der Schweiz und im Kanton Aargau wurde diese Entwicklung von der Schreibmaschinenfabrik August Birchmeier's Söhne entscheidend mitgeprägt. © Museum Aargau Schreibmaschine mit Schutzkoffer Das Metallgehäuse der in der Mitte der 1950er-Jahre hergestellten Schreibmaschine (9 cm x 31 cm x 27 cm) mit gerundeten Ecken ist hellblau lackiert. Die abgeschrägte Abdeckung wird oberhalb der Tasten von

 
Museum Aargau

Das tragbare Sommergefühl - Zeitloser Textildruck aus Suhr

Zurück zum Blog 17. Juni 2022 Kategorien Schätze aus der Sammlung Historische Kleidung Neuzeit Sommer: Die helle Jahreszeit steht nicht nur für heisse Tage und ein abkühlendes Bad. Auch im Sammlungszentrum in Egliswil hält der Sommer Einzug. Oder hat eingehalten. Denn in den Regalen und Ablagen schlummern wahre Schätze, die perfekt zu einem schönen Sommertag passen. "Der Sommer, der vergeht, ist wie ein Freund, der uns Lebewohl sagt." - Victor Hugo (1802-1885) Im Sammlungszentrum liegen zwischen diversen Raritäten und Kuriositäten auch Sonnenbrillen, Strohhüte und Kleider, deren Designs auch der

 
Museum Aargau

Kleine Kugel, grosse Welt: Der Globus von Schloss Wildegg

Zurück zum Blog 23. September 2026 Kategorie Neuzeit Hinter den kleinformatigen Welt- und Himmelskugeln stecken sowohl astronomische Vorstellungen wie auch historische Entdeckungen und handwerkliches Knowhow. Aber seit wann gibt es eigentlich Globen? Wie wurden diese hergestellt und was war ihr Verwendungszweck? Der Globus von Schloss Wildegg gibt Anlass, diesen und mehr Fragen auf den Grund zu gehen. Auffällig ist er nicht, der kleine Globus von Schloss Wildegg. Mit einem Durchmesser von lediglich 12,5 cm ist er sogar kleiner als die meisten anderen Globen. Wer das Schloss bereits einmal

 
Museum Aargau

Gemeinschaft und Identität – Feste in bürgerlichen Kreisen

Zurück zum Blog 03. September 2026 Kategorien Mittelalter Schlossgeschichten Im Mittelalter waren Feste weit mehr als nur Gelegenheiten zum Feiern: Auch abseits der Höfe spielten Feste eine zentrale Rolle im gemeinschaftlichen Leben. In Dörfern und Städten förderten sie das Zugehörigkeitsgefühl, den Austausch und gemeinsame Traditionen. Während sich Obrigkeiten aufgrund ihrer Adelstitel bei Festen zusammenfanden, lag bürgerlichen Festen meist ein gemeinsamer Beruf oder ein geteiltes Interesse zugrunde. Im Spätmittelalter schlossen sich städtische Handwerker vermehrt zu Zünften zusammen, um

 
Museum Aargau

Licht ins Dunkel: Das farbige Mittelalter

Zurück zum Blog 08. Juli 2026 Kategorien Mittelalter Historische Kleidung Trug man im Mittelalter nur graue und braune Kleidung? Weit gefehlt! Eine Hommage an die Farbigkeit dieser Epoche. Das Klischee des "dunklen Mittelalters" hält sich in der breiten Bevölkerung und in der medialen Kultur hartnäckig – zum Frust von Historikerinnen und Historikern sowie anderen, welche sich mit dieser Epoche differenzierter auseinandersetzen. Wenn man im alltäglichen Kontext etwas als "mittelalterlich" bezeichnet, ist dies negativ geprägt und soll "rückständig" ausdrücken. Allerdings war das Mittelalter

Gradian

Museumsblog

Feste und Feiern im Römischen Reich

Die Römer liebten es zu feiern – das zeigt sich besonders an der grossen Zahl an Festtagen. Einen Einblick in die Freizeit der römischen Bevölkerung bietet die folgende Übersicht an öffentlichen und militärischen Festen und Feiern. 

Bei den Römern wurden Feste (fasti) in öffentliche, vom Staat festgelegte, und private, von Einzelpersonen oder Familien veranstaltete Feiern unterschieden. Einige Festtage waren ausschliesslich dem römischen Militär vorbehalten, während andere nur im privaten Rahmen stattfanden. Private Feste ähnelten zum Teil heutigen Feierlichkeiten: So wurde etwa der Geburtstag (dies natalis) gefeiert oder das erste Bartscheren eines jungen Mannes mit einem besonderen Fest zelebriert.

Die Vorliebe der Römer für Feste zeigt sich auch an deren grosser Zahl. So gab es am Ende der augusteischen Zeit ca. 130 und im Jahr 354 n. Chr. ca. 176 offizielle Festtage. An diesen war nicht automatisch schul- und arbeitsfrei, sondern die meisten Geschäfte waren offen. Dennoch hatten die Feiertage einen besonderen Charakter, da es aus religiösen Gründen an diesen Tagen nicht erlaubt war, "irgendjemandem Gewalt zu tun". Deshalb fanden an diesen Tagen auch keine Gerichtsverhandlungen statt. 

Januar (januaris)

1. kalendae lanuariae (Neujahrsfest): Seit 153 v. Chr. wurde an diesem Tag der Beginn des bürgerlichen Jahres gefeiert. Man tauschte ursprünglich Geschenke (strenae) wie Palmzweige, Datteln, Feigen und Honig aus. In der Kaiserzeit kamen dann zunehmend kostbarere Sachen wie Geldstücke, Lampen und Spardosen dazu. Bereits am Abend zuvor herrschte buntes Treiben und auch am Neujahrstag selbst wurde mit Würfelspielen, Essen und Wein ausgiebig gefeiert.

Februar (februarius)

13. – 21. parentalia (Fest zu Ehren der verstorbenen Vorfahren): Während des neuntägigen Festes blieben alle Tempel geschlossen und es durften keine Feiern mit glückbringendem Vorzeichen wie zum Beispiel Hochzeiten abgehalten werden. Die Gräber der Angehörigen wurden geschmückt und die Geister der Verstorbenen mit Opfern geehrt. Man speiste auch auf den Gräbern, um das Essen mit den Ahnen zu teilen.

März (martius)

1. feriae marti / dies natalis mars pater victor (Tag der Geburt des Mars): Mars war neben Jupiter der wichtigste römische Gott und spielte als Vater der Zwillinge Romulus und Remus (den Gründern Roms) eine wichtige Rolle. Für den Geburtstag des Mars wurde an öffentlichen Gebäuden Lorbeer angebracht. Aber nicht nur an diesem Tag wurde Mars gefeiert, sondern auch jeden Dienstag. Dies spiegelt sich noch heute in der Sprache wider, so zum Beispiel im französischen "mardi" oder im italienischen "martedì" abgeleitet von dies martis (Tag des Mars).

April (aprilis)

21. natalis urbis (Geburtstag der Stadt Rom): Zum Geburtstagsfest der Stadt Rom gab es ein grosses öffentliches Ritual und es wurden Spiele im Amphitheater abgehalten.

Mai (maius)

9., 11. und 13. lemuria (Fest der Lemuria): Dabei vollzog der Hausvater um Mitternacht ein unheilabwehrendes Ritual, um die lemures (potenziell bösartige, spukende Totenseelen) aus dem Haus zu vertreiben.

9. – 11. (genauer Tag nicht bekannt) und 31. rosalia signorum (Fest der Rosen und Standarten): Frühlingsfest zu Ehren der Feldzeichen, bei dem die Standarten der Legionen mit Rosenkränzen geschmückt wurden. Dieses Fest wurde als rosalia auch von der nichtmilitärischen Bevölkerung gefeiert, wobei es dort eher um das Gedenken an die Verstorbenen ging und Gräber mit Rosen geschmückt wurden.

Juni (iunius)

9. vestalia (Fest zu Ehren der Vesta): Die Vestalinnen bewachten das ewige Feuer und ihnen waren eigene Tempel geweiht. Am Haupttag der vestalia waren ihre Heiligtümer auch für weibliche Gläubige geöffnet, nicht nur für Vestalinnen und Priester. 

Juli (iulius)

23. neptunalia (Fest zu Ehren des Neptuns): Neptun war der Gott des Meeres. Bei diesem Fest ging es vermutlich darum, Neptun zu ehren und ihn um einen genügend grossen Wasservorrat in dieser eher trockenen Jahreszeit zu bitten.

August (agustus)

23. volcanalia (Fest zu Ehren des Vulcanus): Vulcanus war der Gott des Feuers. Da ihm zerstörerische Kräfte nachgesagt wurden, musste sein Tempel immer ausserhalb der Städte liegen. Der Mythologie nach wurden ihm sehr gerne Fische geopfert, da er als Feuergott, solange die Fische im Wasser schwammen, keinen Zugriff auf sie hatte.

September (september)

5. – 19. ludi romani (Römische Spiele): Waren ein Festival zu Ehren des obersten römischen Gottes Jupiter Optimus Maximus. Das Festival in Rom beinhaltete eine Vielzahl von Aktivitäten, beginnend mit einem grossen Umzug zur grossen Pferderennbahn (circus maximus). Weiter gab es Pferderennen, Schaukämpfe, Gladiatorenkämpfe, Theaterstücke und vieles mehr.

October (october)

18. armilustrium (Fest zu Ehren des Mars): War ein dem Kriegsgott Mars gewidmetes Fest der jährlichen Waffenschau. Es war der Tag, an dem die römischen Armeen von ihren jährlichen Militärkampagnen heimkehrten. Die Waffen der Soldaten wurden an diesem Tag rituell gereinigt, um sie von ihren Sünden reinzuwaschen. 

November (november)

24. brumalien (Fest zu Ehren des Bacchus): Diese Festlichkeiten gingen 30 Tage und wurden ursprünglich von Romulus eingesetzt. Es war ein Fest zu Ehren des Bacchus, des Gottes des Weines, weshalb es nicht verwunderlich war, dass Trinken ein Teil der Festlichkeiten war.

Dezember (december)

17. – 23. satunalien (Fest zu Ehren des Saturn): Saturn war der Gott der Landwirtschaft. Nicht nur Saturn, sondern auch der Abschluss der Winteraussaat wurde bei den Saturnalien gefeiert. Das Fest dauerte in augusteischer Zeit drei Tage und Ende des 1. Jh. n. Chr. sogar sieben Tage. Es war eines der wenigen schulfreien Feste. Das Fest begann vermutlich mit einem Opfer und einem grossen Gelage.

Speziell an den saturnalien war die Möglichkeit zum Ausbrechen aus der Normalität. Denn die Sklaven hatten an den saturnalien Redefreiheit und durften ihrem Herrn einmal unbestraft die Meinung sagen. Manchmal bedienten die Herren sogar ihre Sklaven. Weiter durfte Glücksspiel betrieben werden, was sonst verboten war. Diese vorübergehende Freiheit diente wohl als Ventil für Unmut und Frustration. Ein weiteres Highlight des Festes war das sich gegenseitige Beschenken, welches ins heutige Weihnachtsfest übergegangen ist.

Fazit

Die Liste der römischen Feste ist noch viel länger. Dennoch gibt bereits diese Übersicht einen eindrücklichen Einblick in die Vielfalt der römischen Feste. Ob im kleinen Rahmen oder im ganzen Römischen Reich: Feste waren für alle da und schafften es manchmal sogar, bestehende gesellschaftliche Strukturen für einen Moment aufzulösen.

Weitere Blogbeiträge

Von Chiara Huwiler

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