Vindonissa Museum

Unterwegs in Vindonissa

Führung für Gruppen 90 Rundgang durch das Museum und römische Schauplätze Die Führung beginnt mit einem Besuch im Museum (30 Minuten). Danach werden archäologische Stationen im Gelände mit Abschluss bei den "Töpferöfen" erkundet. Führung für Gruppen im Vindonissa Museum: "Unterwegs in Vindonissa" (90 Minuten). Rundgang durch das Museum und römische Schauplätze

 
Vindonissa Museum

Unterwegs in Vindonissa

Führung für Gruppen 150 Rundgang durch das Museum und römische Schauplätze Die Führung beginnt mit einem Besuch im Museum (30 Minuten). Danach werden archäologische Stationen im Gelände mit Abschluss bei den "Töpferöfen" erkundet. Führung für Gruppen im Vindonissa Museum: "Unterwegs in Vindonissa" (150 Minuten). Rundgang durch das Museum und römische Schauplätze

 
Vindonissa Museum

Unterwegs in Vindonissa

Führung für Gruppen 120 Rundgang durch das Museum und römische Schauplätze Die Führung beginnt mit einem Besuch im Museum (30 Minuten). Danach werden archäologische Stationen im Gelände mit Abschluss bei den "Töpferöfen" erkundet. Führung für Gruppen im Vindonissa Museum: "Unterwegs in Vindonissa" (120 Minuten). Rundgang durch das Museum und römische Schauplätze

 
Legionärspfad Vindonissa

Luxus und Genuss – Wellness im Machtzentrum Roms

Selbständige Themen-Tour für Schulen Geeignet für Ab 16 Jahre 70 Ab 16 Jahre – Das Leben der römischen Oberschicht Was und wie speiste die römische Oberschicht? Welchen Luxus konnten die Gäste bei einem Gastmahl erwarten? Spannende Antworten erfahren Sie beim Besuch von Originalschauplätzen, zum Beispiel dem römischen Bad und der Offiziersküche. Themen-Tour für Schulen im Legionärspfad Vindonissa: "Luxus und Genuss – Wellness im Machtzentrum Roms". Geeignet für: Ab 16 Jahre

 
Legionärspfad Vindonissa

Der Medicus – Römische Heilkunst in Vindonissa

Selbständige Themen-Tour für Schulen Geeignet für Ab 16 Jahre 70 Ab 16 Jahre – Reise durch die Medizingeschichte Das erste Spital der Schweiz stand vor 2000 Jahren in Vindonissa. In seinen 60 Krankenzimmern wurden bis zu 300 Legionäre behandelt. Möchten Sie wissen, welche Substanzen die Römer zur Schmerzlinderung verwendeten? Welche Rolle die Götter dabei spielten? Oder wie die Kenntnisse der antiken Heilkunde ins Mittelalter und bis in die heutige Zeit überliefert wurden? Kommen Sie mit auf eine Reise in die Medizingeschichte! Themen-Tour für Schulen im Legionärspfad Vindonissa: "Der Medicus –

 
Legionärspfad Vindonissa

Der Legionär – Im Kampf und Dienst für Rom

Selbständige Themen-Tour für Schulen Geeignet für Ab 16 Jahre 70 Ab 16 Jahre – Kampfkraft und Alltagsleben in der Legion Zur Zeit von Vindonissa stand das römische Reich auf dem Gipfel seiner Macht. Niemals war ein Reich mächtiger und bei seinen Feinden gefürchteter. Die spannende Audiotour in einem der Machtzentren der Römer erzählt an den originalen Schauplätzen von der Kampfkraft der Legionäre und dem pulsierenden Alltagsleben in einem Legionslager. Themen-Tour für Schulen im Legionärspfad Vindonissa: "Der Legionär – Im Kampf und Dienst für Rom". Geeignet für: Ab 16 Jahre

 
Legionärspfad Vindonissa

Luxus und Genuss – Wellness im Machtzentrum Roms

Themen-Tour für Erwachsene Preis Im Museumseintritt inbegriffen Dauer 60 Minuten Anmeldung Nicht erforderlich (für Gruppen empfohlen) 70 Der prunkvolle Alltag der römischen Oberschicht Was und wie speiste die römische Oberschicht? Welchen Luxus konnten die Gäste bei einem Gastmahl erwarten? Spannende Antworten erfahren Sie beim Besuch von Originalschauplätzen, zum Beispiel dem römischen Bad und der Offiziersküche. Themen-Tour für Erwachsene und Gruppen im Legionärspfad Vindonissa: "Luxus und Genuss – Wellness im Machtzentrum Roms". Der prunktvolle Alltag der römischen Oberschicht

 
Legionärspfad Vindonissa

Der Medicus – Römische Heilkunst in Vindonissa

Themen-Tour für Erwachsene Preis Im Museumseintritt inbegriffen Dauer 60 Minuten Anmeldung Nicht erforderlich (für Gruppen empfohlen) 70 Reise durch die Medizingeschichte im ersten Spital der Schweiz Das erste Spital der Schweiz stand vor 2000 Jahren in Vindonissa. In seinen 60 Krankenzimmern wurden bis zu 300 Legionäre behandelt. Möchten Sie wissen, welche Substanzen die Römer zur Schmerzlinderung verwendeten? Welche Rolle die Götter dabei spielten? Oder wie die Kenntnisse der antiken Heilkunde ins Mittelalter und bis in die heutige Zeit überliefert wurden? Kommen Sie mit auf eine Reise in die

 
Schloss Wildegg

Wiehnachtsmärt Schloss Wildegg

240 Weihnachtsmarkt in einzigartiger Schlossatmosphäre Der traditionelle Wiehnachtsmärt auf Schloss Wildegg gehört zu den schönsten Weihnachtsmärkten der Schweiz. Es locken über 50 Marktstände, dampfende Kochtöpfe, Glühwein, Musik und viele weitere Attraktionen in romantischer Schlossatmosphäre. Vor dem Schloss dreht sich ein altes Karussell und natürlich kommt auch der Samichlaus zu Besuch. Kinder und Erwachsene können in der Schlossscheune basteln. Am Weihnachtsmarkt entdecken Besucherinnen und Besucher zudem das Schloss mit der Taschenlampe. Wiehnachtsmärt Schloss Wildegg: Einer der schönsten

 
Legionärspfad Vindonissa

Medicus Legionis – Gesund und fit für den Kaiser

Workshop für Schulen Geeignet für 2. bis 6. Klasse 150 nicht parallel buchbar 2. bis 6. Klasse – Von Wehwehchen und Ärzten Was hat eine Waage mit der Gesundheit der Legionäre zu tun? Wie konnte ein Speckstein vor Blindheit schützen? Wie sieht ein römisches Feldlazarett aus und warum musste ein römischer Arzt auch mal Schreie ertragen können? Lasst euch in die Geheimnisse eines römischen Militärarztes entführen. Seht, hört und fühlt, wie der Medicus am Ort des ältesten Spitals der Schweiz um das Leben der Legionäre und Offiziere kämpfte. Findet heraus, welche Heilmittel dabei hilfreich sein konnten

Gradian

Museumsblog

Saturnalia: das wichtigste römische Fest am Jahresende

Im alten Rom feierte man gegen Jahresende im Zeichen Saturns und anderer Agrar-Gottheiten. Doch was genau hat es mit dem Fest der saturnalia auf sich?

Die saturnalia – zu Deutsch Saturnalien – waren ein römisches Fest, das am 17. Dezember anlässlich des Jahresendes gefeiert wurde. Ursprünglich dauerte es wohl nur einen Tag, über die Jahrhunderte verlängerten sich die Feierlichkeiten aber bis auf fünf Tage unter Kaiser Caracalla (188-217 n. Chr.). Der Blogbeitrag behandelt die Rolle der unterschiedlichen Gottheiten bei den Saturnalien, die soziale Funktion der Festivitäten und wie an unterschiedlichen Orten gefeiert wurde.

Die Rolle Saturns und anderer Agrar-Gottheiten

Wie bei jedem Fest der Antike waren nicht nur die Menschen zugegen, sondern auch die Götter – allen voran der namensgebende Saturn, Vater Jupiters und mythischer König aus Roms Vorgeschichte. Die Sichel, die Saturn in den Händen hält, weist ihn als Agrar-Gottheit aus. Unter ihm, so dachte man, herrschten paradiesische Zustände: Frei von Neid und Missgunst gehörte alles allen und auch geackert werden musste nicht: Die Früchte des Feldes und der Bäume gediehen von selbst. Es war ein Zeitalter der Fülle, ein goldenes Zeitalter.

Am Ende des landwirtschaftlichen Jahres, nach der erfolgreichen Aussaat und Einlagerung des Getreides, scheint der Zeitpunkt für die saturnalia nur logisch. Wie das Land über den Winter ruht, so darf auch der Bauer von seiner Feldarbeit ruhen. 

Waren die Vorratskammern gefüllt, gebührte es sich, den dafür verantwortlichen Gottheiten zu danken. Nebst Saturn waren dies weitere Agrar-Gottheiten wie seine Gemahlin Ops (von lat. opus = Werk) und Consus (Etymologie unsicher). Ihnen zu Ehren opferte man, veranstaltete Esel-Rennen und liess die landwirtschaftlich wichtigen Zugtiere schön geschmückt durch die Stadt ziehen. Die Dekorationen im und um die Häuser würden uns nicht ungewöhnlich vorkommen: Nach wie vor sind Kerzen, Stechpalmen und rote Beeren eng mit dem Weihnachtsfest verknüpft.

Die Saturnalien als Umkehrung der sozialen Ordnung 

In einem Brief an einen Freund kommentiert der Stoiker Seneca der Jüngere das Verhalten der Stadtmenschen in Hinblick auf die Festivitäten: 

„Es ist Dezember und der Grossteil der Stadt ist in Aufruhr. Den Leuten werden die Leinen gelockert. Überall ertönen die Geräusche grosser Vorbereitungen, gerade so als ob es einen echten Unterschied gebe zwischen den dem Saturn geweihten Tagen und den gewöhnlichen Werktagen. […] Ob wir uns wie gewöhnlich in die Stadt begeben sollten. Oder ist es besser – um nicht aufzufallen –, wenn wir uns der abendlichen Schlemmerei hingeben und die Toga abwerfen?”

Epistulae 18.1-2

Diese Überlegungen widerspiegeln den Stellenwert der Festlichkeiten und tönen auch die soziale Funktion der saturnalia an. Nebst der Pflichterfüllung gegenüber den Gottheiten zelebrierte man die einstweilige Fülle durch die Aufhebung der normalen gesellschaftlichen Zustände. Alle, die das Fest begingen, setzten sich einen pileus auf, eine konische Filzkappe, die ansonsten nur Freigelassene (ehemalige Gefangene oder Sklaven) trugen.

Unter dem Filzhut der Freiheit waren sich alle gleich. Wer war Herr, wer Sklave? Diese Frage war nun scheinbar bedeutungslos. Sklaven durften ihren Herren beim gemeinsamen Mahl ungestraft die Meinung sagen und wer keinen Rausch hatte, fiel auf. Die Schulen und Gerichte blieben an diesen Tagen geschlossen und sogar das ansonsten untersagte Glücksspiel war erlaubt. Der besonders übermütige dominus schlüpfte gar in die Rolle seiner Sklaven und servierte ihnen beim Gastmahl die Speisen.

Doch wie Seneca an anderer Stelle bemerkt: „Non semper saturnalia erunt”: „Die Saturnalien werden nicht ewig dauern.” Das Fest bot den Sklaven eine Möglichkeit, Unmut und Frustration zu kompensieren, stellte im Grunde aber ein stabilisierendes Moment für die Institution der Sklaverei dar. Soweit das Treiben in Metropolen wie Rom oder Athen. Doch tauschte ein im fernen germania superior stationierter Zenturio seinen mit Helmbusch dekorierten Helm ebenfalls gegen einen Filzhut ein, um sich mit seinen Untergebenen närrischen und zügellosen Aktivitäten hinzugeben?

Die Feier der Saturnalien im römischen Heer

Die Forschung weiss um den immensen Kulturaustausch, der durch die Anwesenheit römischer Legionen in den entferntesten Winkeln des Reiches entstand. Eine Quelle dafür ist das feriale duranum, der Festtagskalender einer in Dura Europos (Syrien) stationierten römischen Auxiliar-Einheit aus dem 3. Jahrhundert. Für die Monate Januar bis September finden sich darauf 41 Festtage, die übrigen Monate sind nicht erhalten. Abgesehen von seinem Schwerpunkt auf kaiserlichen Feierlichkeiten (Thronbesteigungen, Geburtstage, Siege, etc.) zeigt sich eine starke Übereinstimmung mit den stadt-römischen Festtagskalendern. Dies verwundert kaum, waren Armee und Zivilgesellschaft doch in vielerlei Hinsicht analog gestaltet. Es zeigt zudem die Wichtigkeit religiöser Pflichten gegenüber allem Göttlichen, gerade für die Armee. Nicht zuletzt wurde damit eine Integration der multikulturellen Legionen wie auch der Lokalbevölkerung angestrebt.

Obschon in Vindonissa zahlreiche Funde und Befunde zutage kamen, die Licht auf die religiösen Gepflogenheiten in und um das Legionslager werfen, lässt sich nichts Spezifisches über die örtlichen Feste am Jahresende aussagen. Abhilfe schafft ein kleiner Fund aus Vindolanda (Northumberland, England), einem Hilfstruppen-Kastell am nördlichsten Rand des Imperiums. Wie Vindonissa zeichnet es sich durch zahlreiche Funde von Wachstäfelchen aus, mit denen die Legionäre und die schreibkundige Lokalbevölkerung korrespondierten. 

Auf einem Exemplar (Nr. 301) fordert ein Sklave namens Severus einen anderen Sklaven namens Candidus auf, ihm Rettiche für die Saturnalien zu besorgen. Sicherlich keine leichte Aufgabe, wo Rettich doch im milden Mittelmeer-Klima beheimatet ist. Ohne hier näher auf die Motive des Severus eingehen zu können, zeigt das Wachstäfelchen, dass die Saturnalien innerhalb des römischen Heeres durchaus verbreitet sein konnten.

Zahlreiche Beispiele der römischen Geschichte betonen zudem die Wichtigkeit, eine Legion bei Laune zu halten, wollte man keinen Aufstand riskieren. Nun konnte sich nicht die komplette Einheit eines Kastells besaufen, geschweige denn eine ganze Legion. Gleichzeitig steht ausser Frage, dass die Legionäre einem Unterbruch des Wachdiensts oder des Drills nicht abgeneigt waren und ihre Freizeit teilweise mit Nachdruck einforderten. Wie sehr sich Legionäre darauf freuten, zeigen nicht nur die Vielzahl an in Legionslagern gefundenen Spielsteinen und Würfeln, sondern auch ein Brief aus Vindonissa:

„So sollst du erfahren, wo ich das Gastmahl bereite sowie verschiedene Spiele und ein prächtiges Trinkgelage. Morgen, bei den mächtigsten Schutzgeistern des Spiels, werde ich den Würfelbecher wie ein Schwert schwingen. Lebe wohl, treuer Bruder.” (M.A. Speidel, Die röm. Schreibtafeln von Vindonissa, Brugg 1996, Nr. 45)

Ob bei der Familie, bei Freunden, im Bad oder in der Schenke – Möglichkeiten zur Entspannung boten sich den Legionären zur Genüge. Nehmen wir uns an ihnen ein Vorbild und gönnen uns zuweilen eine Ruhepause vom oftmals hektischen Alltag.

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Von Luca Grünig

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