Museum Aargau

Quiz: Wären Sie ein Showtalent des Mittelalters?

Zurück zum Blog 09. Oktober 2026 Kategorien Mittelalter Quiz & Spiele Das Leben der Spielleute im Mittelalter war frei, unstet, laut, klangvoll und voller Begegnungen. Doch hätten Sie sich in dieser Welt wohlgefühlt? Machen Sie den Test und finden Sie heraus, ob das Leben der Spielleute zu Ihnen gepasst hätte. Am Ende des Quiz haben Sie die Möglichkeit, an unserer Verlosung teilzunehmen. Zu gewinnen gibt es 1 × 2 Tickets für die Veranstaltung " Trümpi-Festival: Mautrommel-Konzert " am 24. Oktober 2026 auf Schloss Hallwyl. Personalities Ja, ziemlich sicher Vielleicht Eher nicht Trümpi-Festival

 
Museum Aargau

Highlights aus der Aargauer Möbelgeschichte

Zurück zum Blog 16. Juni 2026 Kategorien 20./21. Jh. Schätze aus der Sammlung Mit dem dritten Band seiner Reihe "Aargauer Industriegeschichten" rückt Museum Aargau ein bislang wenig beachtetes Kapitel in den Mittelpunkt: die Möbelbranche des Kantons. Entdecken Sie in diesem Blogbeitrag fünf ausgewählte Highlights aus der Aargauer Möbelgeschichte. Der Kanton Aargau gehört unbestritten zu den bedeutendsten Industriekantonen der Schweiz. Neben Maschinen‑, Metall‑, Elektro‑, Textil‑ und Schuhindustrie zählen auch Nahrungs‑, Getränke‑ und Tabakproduktion zu seinen wichtigen Wirtschaftszweigen

 
Schloss Wildegg

Vortrag: Reisen in der Belle Époque

Preis Im Museumseintritt inbegriffen Anmeldung Nicht erforderlich 0 Spannende Reise durch eine Zeit des Aufbruchs Schloss Wildegg bietet im Rahmen des Schweizer Schlössertages 2026 mit dem Vortrag "Reisen in der Belle Époque" spannende Einblicke in eine Zeit des Aufbruchs, als Dampfschiffe, Eisenbahnen, Kutschen, frühe Automobile und auch das Fahrrad neue Freiheiten eröffneten. Der Vortrag von Gabriela Gehrig, Historikerin und Geschichtsvermittlerin Museum Aargau, wird begleitet mit zeitgenössischen Fotografien und Reiseberichten aus den Jahren zwischen 1880 und 1914. Um 13 und 15 Uhr finden

 
Museum Aargau

Feste im Mittelalter: Höfische Festkultur und Tafelfreuden

Zurück zum Blog 29. Mai 2026 Kategorien Mittelalter Schlossgeschichten Im Mittelalter waren Feste weit mehr als nur Gelegenheiten zum Feiern: Vor allem die höfische Festkultur bot Raum für prunkvolle Inszenierungen und soziale Begegnungen. Zu feierlichen Hoftagen am königlichen Hof wurden ausschliesslich geladene Gäste empfangen, die wichtige Ämter innehatten. Schon die Einladungen konnten die königliche Repräsentation sichtbar machen: So thront König Rudolf I. von Habsburg mit Zepter und Reichsapfel auf seinem Königssiegel, wie ein Siegelabguss aus dem 13. Jh. belegt. Obwohl Siegel erst

 
Museum Aargau

Angebote Klosterjahr 2027

Erleben Sie im Museum Aargau vielfältige Angebote zum kantonalen Klosterjahr 2027. Museum Aargau entführt gleich an mehreren Museumsstandorten in die faszinierende Welt der Klöster. Thematische Angebote finden auf der Klosterhalbinsel Wettingen, im Kloster Königsfelden sowie auf Schloss Lenzburg statt. Auf dem Programm stehen neue Ausstellungen, Vortragsreihen, Konzerte und Talks mit spannenden Persönlichkeiten. Klosterjahr 2027 Der Kanton Aargau feiert 2027 zwei Jubiläen: 1000 Jahre Kloster Muri, 800 Jahre Kloster Wettingen. Das Klosterjahr 2027 lädt dazu ein, in die klösterliche Welt im

 
Museum Aargau

Kleine Kugel, grosse Welt: Der Globus von Schloss Wildegg

Zurück zum Blog 23. September 2026 Kategorie Neuzeit Hinter den kleinformatigen Welt- und Himmelskugeln stecken sowohl astronomische Vorstellungen wie auch historische Entdeckungen und handwerkliches Knowhow. Aber seit wann gibt es eigentlich Globen? Wie wurden diese hergestellt und was war ihr Verwendungszweck? Der Globus von Schloss Wildegg gibt Anlass, diesen und mehr Fragen auf den Grund zu gehen. Auffällig ist er nicht, der kleine Globus von Schloss Wildegg. Mit einem Durchmesser von lediglich 12,5 cm ist er sogar kleiner als die meisten anderen Globen. Wer das Schloss bereits einmal

 
Museum Aargau

Das (Fladen-)Brot des römischen Legionärs – Rezept

Zurück zum Blog 23. März 2022 Kategorien Römische Geschichten aus Vindonissa Römerzeit Panis militaris gehörte zur alltäglichen Kost des miles gregarius , des einfachen römischen Soldaten. Der Legionär und passionierte Bäcker Marius Norbanius Cunniculus aus Vindonissa verrät uns sein Rezept für das perfekte Fladenbrot. Wie jeder Legionär in Vindonissa erhält auch Marius pro Tag eine Ration von ca. 1kg Getreide – Dinkel, Gerste oder Hirse sind möglich. Dieses Korn muss er zunächst in seiner Handmühle, mola manuaria , verschroten. Mit dem entstandenen Schrot oder Mehl kann er anschliessend die

 
Museum Aargau

Licht ins Dunkel: Das farbige Mittelalter

Zurück zum Blog 08. Juli 2026 Kategorien Mittelalter Historische Kleidung Trug man im Mittelalter nur graue und braune Kleidung? Weit gefehlt! Eine Hommage an die Farbigkeit dieser Epoche. Das Klischee des "dunklen Mittelalters" hält sich in der breiten Bevölkerung und in der medialen Kultur hartnäckig – zum Frust von Historikerinnen und Historikern sowie anderen, welche sich mit dieser Epoche differenzierter auseinandersetzen. Wenn man im alltäglichen Kontext etwas als "mittelalterlich" bezeichnet, ist dies negativ geprägt und soll "rückständig" ausdrücken. Allerdings war das Mittelalter

 
Museum Aargau

5 faszinierende Fakten über römische Münzen

Zurück zum Blog 28. August 2026 Kategorien Römerzeit Römische Geschichten aus Vindonissa Münzgeld verliert heutzutage zunehmend an Bedeutung. Römische Münzen waren bei den Römern hingegen das zentrale Zahlungsmittel und ermöglichten Einkäufe und Handel im ganzen Reich. Doch was macht römische Münzen so besonders und wofür wurden sie verwendet? "Pecunia non olet" – Geld stinkt nicht. Diese Redewendung geht auf Kaiser Vespasian zurück, der zur Finanzierung des Staates eine Steuer auf öffentliche Latrinen einführte. Als sein Sohn Titus die Moral dieser Steuer beanstandete, hielt Vespasian ihm Münzen

 
Museum Aargau

Das tragbare Sommergefühl - Zeitloser Textildruck aus Suhr

Zurück zum Blog 17. Juni 2022 Kategorien Schätze aus der Sammlung Historische Kleidung Neuzeit Sommer: Die helle Jahreszeit steht nicht nur für heisse Tage und ein abkühlendes Bad. Auch im Sammlungszentrum in Egliswil hält der Sommer Einzug. Oder hat eingehalten. Denn in den Regalen und Ablagen schlummern wahre Schätze, die perfekt zu einem schönen Sommertag passen. "Der Sommer, der vergeht, ist wie ein Freund, der uns Lebewohl sagt." - Victor Hugo (1802-1885) Im Sammlungszentrum liegen zwischen diversen Raritäten und Kuriositäten auch Sonnenbrillen, Strohhüte und Kleider, deren Designs auch der

Gradian

Museumsblog

Festessen im Spätmittelalter

Das Spätmittelalter kannte eine ausgeprägte Fest- und Tischkultur. Von rauschenden Festen, luxuriöser Tafeln, guten Manieren… und Fehlschlägen. 

In der höfischen Kultur des Spätmittelalters waren Festessen die Gelegenheit sich gut in Szene zu setzen. Man zeigte seinen Stand in der Gesellschaft durch Kleidung, Benehmen, Grosszügigkeit und Unterhaltung. Man konnte sich aber auch blamieren.

Gutes Benehmen ist Pflicht!

Der Anlass von Festessen konnte unterschiedlicher Natur sein. Sie alle waren aber eine anspruchsvolle Angelegenheit, da sie sowohl der Repräsentation des Gastgebers als auch politischen Zielen dienen mussten. Generell galt, sich von der besten Seite zu zeigen. Dazu gehörte es, in Tanz, Gesang, Tischsitten und Konversation ausgebildet zu sein. Aspekte, die bei der Erziehung des Adels sehr genau behandelt wurden. 

Benimmregeln wurden verschriftlicht und hiessen Tischzuchten. In deutscher Sprache gab es sie seit dem 13. Jahrhundert und sie setzen die Standards für den Umgang am Tisch: Übermass im Essen und Trinken sollten vermieden werden. Übergriffiges Auftreten gegenüber seinem männlichen oder weiblichen Sitznachbarn waren absolut unerwünscht, sowie jegliche unkontrollierten Köpergeräusche. Massvolles Verhalten in Tat und Wort war das Ideal.

'Legendäre' Festessen

Die vornehme Zurückhaltung hatte bisweilen wenig Bedeutung, was die Ausstattung eines Festes angeht. Ein berühmtes Beispiel ist das 'Fasanenfest' des burgundischen Herzogs Philipps des Guten 1454 in Lille. Ziel war es, die Gäste auf einen neuerlichen Kreuzzug einzuschwören und Konstantinopel (heute Istanbul) zurückzuerobern.

Mittelpunkt des Festes war ein lebender Fasan, der eine schwere Kette aus Gold und Edelsteinen um den Hals trug, sowie ein allegorisches Schauspiel, in dem die Figur der Kirche über den Fall Konstantinopels klagte.

Auf den Tischen standen Bratenbehälter aus Gold. Feinstes Kristallgefässe, Gold- und Silbergeschirr waren zur Schau gestellt. Auf einem anderen Tisch war eine riesige Pastete, die Platz für 20 Musiker bot, die während des Essens aufspielten.

Weiterhin gab es als Tafelaufsatz ein kleines Schloss, aus dessen Türmen Orangenwasser in einen künstlichen Graben floss. Allein ein Gang enthielt 48 verschiedene Speisen. Eine besondere Form der Unterhaltung war es, Elstern (vermutlich künstliche) mit kleinen Armbrüsten von Tafelaufsätzen zu schiessen. Die Gäste waren entzückt, das Fest ein voller Erfolg. Am Ende schworen alle Anwesenden einen feierlichen Eid, an dem neuen Kreuzzug teilzunehmen. Das Fest galt als gelungen, wenngleich der Kreuzzug nie stattfinden sollte…

Zu dick aufgetragen?

Die zur Schaustellung von Reichtum musste aber wohlbedacht sein, besonders im Hinblick auf den Gastgeber und sein Gefolge. Das schien bei einem politischen Treffen in Trier 1473 nicht der Fall gewesen zu sein. 

Es war eine Zusammenkunft von Kaiser Friedrich III und dem burgundischen Herzog Karl dem Kühnen. Hauptziele waren, die Kinder der beiden Potentaten zu vermählen und den Herzog durch den Kaiser zum König zu krönen. Beide Seiten kamen in grossem und politisch wichtigem Gefolge. Es fiel dabei auf, dass sich die Burgundische Seite weitaus grandioser zeigte, als es den Kurfürsten und womöglich dem Kaiser selbst lieb war. Die Kurfürsten verweigerten die Einwilligung zur Krönung. Der Kaiser cancelte kurzerhand Krönung und Hochzeit und reiste unerwartet ab. Hatte es Karl mit seinem Auftritt übertrieben?

Fazit

Eigentlich hat sich am Prinzip des Festessens bis heute wenig geändert: es gilt noch immer, sich möglichst gut zu präsentieren und nicht ins Fettnäpfchen zu treten. Falls es doch mal passiert: ärgern Sie sich nicht, schon Grössere sind daran gescheitert.

Von Lea Schieback

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