Schloss Hallwyl

Mühle

Dauerausstellung Preis Museumseintritt 0 Mühleninsel mit Kornmühle und Garten Die Mühleinsel neben dem Schloss ermöglicht Einblick in die Kornmühle, die früher für die Menschen überlebenswichtig war. Die Kontrolle über Mühle und Transportwege zu haben, bedeutete für die Herren von Hallwyl Macht und Einkommen. Mühle Schloss Hallwyl: Dauererausstellung auf der Mühleninsel.

 
Schloss Hallwyl

Kornhaus

Dauerausstellung Preis Museumseintritt Erleben Sie Brauchtum und Gewerbe aus dem Seetal. Als Referenz an Hansjakob Suter, den legendären Kuratoren von Schloss Hallwyl der 1970er-Jahre, sind im Kornhaus die wichtigsten Objekte aus seiner Ausstellung zu Brauchtum und Gewerbe im Seetal zu sehen. Im Kornhaus dreht sich zudem alles um die Tabak- und Strohproduktion im Seetal, die Ende des 19. Jahrhunderts eine Hochblüte erlebte. Die Strohhüte waren derart im Trend, dass sie weltweite Bekanntheit erlangten und es bis nach New York schafften. Einen weiteren Schwerpunkt in der Ausstellung bilden Mittwinter-Bräuche aus dem Dorf Hallwil und Trachten aus dem Seetal. Monatlich sind Zigarren-Dreherinnen bei der Arbeit zu beobachten: Sie drehen echte Hallwiler Stumpen "Flor de Hallwyl". Ausstellung im Kornhaus von Schloss Hallwyl. Erleben Sie Brauchtum und Gewerbe aus dem Seetal.

 
Schloss Hallwyl

Kinder-Tour

Audio-Tour für Kinder Preis Museumseintritt 0 Entdecke Schloss Hallwyl auf eigene Faust! Entdeckt das Schloss Hallwyl auf eigene Faust: Ein Grossvater und seine Enkelin begleiten euch auf einer erlebnisreichen Audio-Tour durchs Schloss. Die beiden plaudern über vergangene Zeiten und die Gegenwart – und führen euch zu versteckten Ecken!

 
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Schlösser-Quiz: Gewinnen Sie ein Essen auf Schloss Habsburg

Erkennen Sie dieses Badezimmer? Das Badezimmer von Julie von Effinger auf Schloss Wildegg Das Badezimmer von Lady Mildred auf Schloss Lenzburg Das Badezimmer von Franziska Romana auf Schloss Hallwyl Die WC des Schlossrestaurants Habsburg Welches Schloss besuchte Kaiser Friedrich I. Barbarossa um den 20. Februar 1173? Schloss Hallwyl Schloss Habsburg Schloss Lenzburg Schloss Wildegg Was war für die Familie Effinger auf Schloss Wildegg lange Zeit die wichtigste Einnahmequelle? Weinverkauf Zucht und Verkauf von Tulpen Verkauf von Ziegenkäse Produktion von Holz und Kohle Bei Ausgrabungen in der mittelalterlichen Latrine von Schloss Habsburg wurden zahlreiche Tierknochen gefunden. Welche Tierart wurde am meisten gegessen? Huhn Wild Ziege Schwein Rind Welche Art von Buch schrieb Burkhard III. von Hallwyl um 1580 auf seinem Schloss? Einen Bericht über seine Reise in die Karibik Ein Arzneibuch mit fast 3000 Rezepten Den ersten Kriminalroman der Geschichte mit dem Titel "Die Brautfahrt am Hallwilersee" Ein Traktat über die Fische und die Fischerei im Hallwilersee Preis 5-mal einen Gutschein im Wert von 200 Franken für das Schlossrestaurant Habsburg Teilnahmebedingungen Die Verlosung wird durch Museum Aargau durchgeführt. Teilnahmeschluss: 1. November 2026 Die Gewinnerinnen oder Gewinner werden per E-Mail benachrichtigt. Teilnahmeberechtigt sind alle handlungsfähigen Personen, ausgenommen Mitarbeitende von Museum Aargau sowie deren Angehörige. Keine Barauszahlung der Preise. Über den Wettbewerb wird keine Korrespondenz geführt, der Rechtsweg ist ausgeschlossen. AARGAUER SCHLÖSSER Ritter- und Drachenschloss Schloss Lenzburg Kultur- und Naturerlebnis Schloss Hallwyl Stammschloss der Habsburger Schloss Habsburg Barockes Schloss- und Gartenerlebnis Schloss Wildegg

 
Schloss Hallwyl

Ausstellungen und Rundgänge

Tauchen Sie im Museum von Schloss Hallwyl in die eindrückliche Geschichte der Familie von Hallwyl ein. Die einstige Besitzerfamilie von Hallwyl hat sich in seiner über 800-jährigen Geschichte vielfältig hervorgetan: auf eidgenössischen Schlachtfeldern, an europäischen Höfen, in Wissenschaft, Politik und Handel sowie in der Finanzwelt. Beim Rundgang mit Audioguide erzählen Familienmitglieder über ihr Leben. Auch einfache Leute wie die Bauern und Untertanen der Herrschaft Hallwyl kommen zu Wort. Im Verliesturm erklingen heute noch die schaurigen Klagen der Gefangenen. Für Kinder bietet Museum Aargau eine spezielle Audiotour sowie eine Entdeckungstour durchs Schloss an. Öffnungszeiten 1. April bis 1. November 2026 Dienstag bis Sonntag, Feiertage 10 – 17 Uhr Montag geschlossen SAMMLUNG Porträt Sammlung Museum Aargau Digital entdecken Sammlung online Sammlungszentrum Egliswil Sammlung besuchen Impressionen

 
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Wettbewerb

Jetzt an der Verlosung teilnehmen Welches Handwerk gab es im Mittelalter noch nicht? * Schmieden Gerben Feinmechanik Vor- und Nachname Email-Adresse Abschicken WEITERE INFOS 11. bis 13. September 2026 Mittelaltermarkt Historische Marktstände, Handwerk und viele weitere Highlights auf der Burg Teilnahmebedingungen Die Verlosung wird durch Museum Aargau durchgeführt. Teilnahmeschluss: Mittwoch, 2. September 2026 Die Gewinnerinnen oder Gewinner werden per E-Mail benachrichtigt. Teilnahmeberechtigt sind alle handlungsfähigen Personen, ausgenommen Mitarbeitende von Museum Aargau sowie deren Angehörige. Die von Ihnen angegebenen Daten werden ausschliesslich in Zusammenhang mit diesem Wettbewerb verwendet, anschliessend gelöscht und nicht an Dritte weitergegeben. Keine Barauszahlung der Preise. Über den Wettbewerb wird keine Korrespondenz geführt, der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

 
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Wettbewerb

Verlosung abgelaufen Sie haben den Teilnahmeschluss für die Verlosung leider verpasst. 30. AUGUST 2026 Fauchifest: Spielen wie zu alten Zeiten Programm und Tickets

 
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Veranstaltungen

 
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Die Baugeschichte von Schloss Lenzburg

Zurück zum Blog 08. Februar 2026 Kategorien 20./21. Jh. Mittelalter Neuzeit Schlossgeschichten Die Mauern von Schloss Lenzburg sind rund 900 Jahre alt. Das Schloss hatte unzählige Bewohnerinnen und Bewohner mit unterschiedlichen Ansprüchen und Bedürfnissen, die es geformt und verändert haben. Was waren diese Veränderungen und wie sah das Schloss früher aus? Die Grundsteine der Lenzburg Die “Lenz-Burg” wird 1077 das erste Mal erwähnt, als Wehrbau zum Schutz seiner Bewohner. Benannt war die Burg nach der Lenz, dem mittelalterliche Name des Aabach's. Zu dieser Zeit waren die ersten Türme und Mauern auf dem Schlosshügel noch aus Holz. Das erste Gebäude aus Stein wurde 1100 erbaut und steht noch heute: der Palas. 70 Jahre später sollte die Burg um den Süd- und Nordturm erweitert werden. Die Bauarbeiten an beiden Türmen blieben jedoch unvollendet, da Ulrich IV. im Jahr 1173 verstarb. So blieb der Südturm nur eingeschossig. Ob die Mauern der Lenzburg zu diesem Zeitpunkt den ganzen Schlossberg umschlossen oder nicht, ist umstritten. Die Entwicklung der Lenzburg, nach einem Vorschlag von Walther Merz mit Ergänzungen von F. Eberhardt (Schraffiert). Links: 1173-1330; Mitte 14.-15. Jh.; Rechts: 16.-17. Jh. © Museumsführer Historisches Museum Aargau 1974 Im 14. Jahrhundert bauten die Habsburger die Lenzburg weiter aus, um die Burg zum Herrschaftssitz von Friedrich II. von Habsburg zu machen. Dafür wurde die Toranlage erweitert, die Mauern um den ganzen Schlosshügel gezogen und ein Wohn- und Herrschaftshaus, einem Herzog würdig, gebaut: das Herzogenhaus. Zu diesem neuen Haus gehörten ein Saaltrakt und eine kleine Kapelle, die dem heiligen Fortunatus gewidmet war. Auch dieser Bau wurde nicht vollständig abgeschlossen, da Friedrich II. 1344 verstarb. Von der Burg zu einer Festung Nachdem die Berner 1415 grosse Teile des Aargaus eingenommen hatten, richteten sie 1444 auf der Lenzburg den Sitz des Landvogts ein, der bis 1798 bestand. Die reformierten Berner entfernten jeden Prunk von den alten Bauten der Habsburger. Fortan erfüllte jedes Gebäude einen einen wirtschaftlichen oder militärischen Zweck. Die Burg wurde zu einer Festung ausgebaut: Mauern wurden verdickt, Kanonenstellungen eingerichtet und Bastionen aufgebaut. Die Lenzburg im Zustand von 1809 in einem Modell aus derselben Zeit. (S-162) © Museum Aargau Den wirtschaftlichen Zweck erfüllte die Lenzburg in erster Linie, indem sie zu einem riesigen Kornlager aus- und umgebaut wurde. Hierfür wurde alle Räume oberhalb des Gefängnisses beim Südturm abgerissen und zu einem grossen Kornlager umgebaut. Das Korn konnte in der festungseigenen Mühle direkt weiter zu Mehl und in der eigenen Bäckerei zu Brot verarbeitet werden. Ein Modell zeigt eindrücklich, wie das Schloss nach all den Veränderungen aussah. Von der Festung zum Schloss Nachdem die Festung 1789 an den Aargau übergegangen war, wurde sie kurz als Krankenhaus und als Schule genutzt und ging 1853 in Privatbesitz über. In dieser Zeit wurde die Lenzburg teilweise dem Verfall und Erosion überlassen. Der Unterhalt war kostspielig und nicht alle Räume wurden genutzt. Dabei gingen das Zeughaus sowie das westliche Wächterhaus verloren. Ein Wendepunkt folgte 1892 mit dem Verkauf an Augustus Edward Jessup. Der amerikanische Unternehmer und Kunstsammler begann sofort mit dem Umbau der Festung zu einem Schloss, das seiner Gattin, Lady Mildred Marion Jessup Bowes-Lyon, aus königlichem Hause würdig sein sollte. Das Kornhaus wurde teilweise abgerissen und man versuchte den alten Südturm wiederherzustellen. Die Ostbastion wurde um vier Meter abgetragen, um einen Rosengarten mit Zugang zur Landvogtei anzulegen. Diese erhielt eine neugotische Hoffassade. Rosengarten von Schloss Lenzburg Alte Kanonenscharten wurden zugemauert und grosse helle Fenster wiederhergestellt. Sämtliche Räume wurden saniert und anschliessend durch den Kunsthändler Johann Karl Silvan Bossard mit stilgerechten Möbeln bestückt. Jessup wollte – wie es Ende 19. Jahrhundert in Mode war – hier ein Schloss erbauen, dass den damaligen romantischen Vorstellungen des Mittelalters entsprach. Er schenkte der Lenzburg sein heutiges Aussehen. Während dieser Arbeiten wurden im unteren Saal drei zugemauerte Fenster aus der Zeit der Habsburger gefunden und wieder geöffnet. Es handelt sich dabei um die drei westlichen Fenster, wie sie in Bild 3 zu sehen sind. Zudem wurden alle 10 Fenster des oberen Saals rekonstruiert. Die Masswerke entsprechen jenen aus dem Kloster Königsfelden, welche zur selben Zeit restauriert wurde. Der untere Saal des Ritterhauses unter Jessup (K-21630-K-21632) Ein Museum in einem Schloss Der letzte Bauherr der Lenzburg war der ehemalige Direktor des Historischen Museums Aargau, Hans Dürst. Um aus dem Schloss ein Museum zu machen, ging auch das Bauprojekt in den 1980er Jahren nicht besonders zimperlich mit der historischen Bausubstanz um: Der Palas und Südturm wurden vollständig ausgeschachtet, Wände neu durchbrochen und neue Böden eingezogen. Die Fensterwand des Rittersaals wurde wiederhergestellt, getreu den drei erhaltenen und von Jessup gefundenen Fenstern. Hierfür wurden die alten Fenster aus der Zeit der Berner zerstört. Die Landvogtei, die bisher einem gewöhnlichen Herrenhaus aus dem 20. Jahrhunderts glich, erhielt unter Dürst ihr heutiges Erscheinungsbild. Jedes Stockwerk wurde bewusst unterschiedlich gestaltet, um die jeweils dargestellten Epochen widerzuspiegeln. Gleichzeitig versuchte man, frühere Bauzustände sichtbar zu machen. Die Fensterwand des Herzogenhauses vor den Umbau- und Sanierungsarbeiten 1983/84. Foto Castor Huser. Die Fensterwand des Herzogenhauses nach den Umbau- und Sanierungsarbeiten 1983/84. Foto Castor Huser. Die Lenzburg ist ein einzigartiges Beispiel für die Veränderungen eines historischen Gebäudes über die Jahrhunderte hinweg. Von einer einfachen Burg zu einer Festung und schließlich zu einem Museum, die Geschichte der Lenzburg ist ein faszinierendes Kapitel in der Schweizer Geschichte. Jede Epoche hat ihre Spuren hinterlassen, und heute kann die Lenzburg als ein lebendiges Denkmal für die Vergangenheit betrachtet werden. ÖFFENTLICHE FÜHRUNG 27.09.2026, 11:30 - 12:30 Stein für Stein: 900 Jahre Baugeschichte Von der Adelsburg zum Museum Von Frederick G. W. Eberhardt Von Frederick G. W. Eberhardt Historiker und Altphilologe; Praktikant Geschichtsvermittlung und Freiwilligenprogramm. Ähnliche Artikel finden Sie hier: Kategorien 20./21. Jh. Mittelalter Neuzeit Schlossgeschichten Kommentare

 
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Essen und Trinken im Kloster - Klosterhalbinsel Wettingen

Zurück zum Blog 23. Februar 2026 Kategorien Mittelalter Klosterleben Die Benediktsregel umfasst zahlreiche Kapitel zum Zusammenleben der Mönchsgemeinschaft. Dazu gehören auch Abschnitte zu den Speisen. Ein Küchenbesuch bei Abt Ulrich Meyer im Kloster Wettingen. Im Sommer- (grün) und Winterrefektorium (rot) nahmen die Mönche von Wettingen ihre Mahlzeiten zu sich. Bild: Kloster Wettingen, Johann Franz Strickler, um 1720. Zentralbibliothek Zürich, Graphische Sammlung. (Ausschnitt) Im Jahr 1687 liess der damalige Abt des Klosters Wettingen Ulrich Meyer (Abt von Wettingen 1686–1694) eine Abschrift einer Regel zu Pergament bringen. Es war eine Benediktsregel – also das zentrale Regelwerk für das Zusammenleben der Mönche, dem sich auch die Zisterzienser in Wettingen verschrieben hatten. Die Benediktsregel enthält neben ganz vielen anderen Vorschriften auch Regeln zum Essen und Trinken der Mönche. Abt Ulrich Meyer (Abt des Klosters Wettingen 1686–1694) stammte aus Mellingen. Bild: Mellingen, Fotoarchiv Mellingen, Porträt von Ulrich Meyer (1647–1694). In der Klosterküche Beginnen wir ein kleines Gedankenexperiment: Stellen Sie sich vor, Sie seien im Kloster Wettingen des 17. Jahrhunderts für die Verpflegung zuständig. Neben der Benediktsregel gibt es natürlich noch andere Verhaltensregeln – wir orientieren uns heute aber an der “Regula Benedicti”, wie die Regel auf Latein heisst. Ausserdem sind wir uns bewusst, dass die Zisterzienser im 17. Jahrhundert die Benediktsregel teilweise nicht ganz strikt befolgten. Wir reisen nun in die Küche des Klosters Wettingen im Jahr 1690 und sollen die wichtigsten Regeln zum Essen und Trinken der Mönche kennenlernen, um diese für einige Zeit zu verpflegen. An einem sonnigen Tag stehen wir vor dem Kloster. Wir sind mit Abt Ulrich Meyer verabredet und melden uns beim Pförtner. Dieser führt uns in das kühle Klosterinnere, wo wir uns setzen. Nach einer kurzen Wartezeit begrüsst uns der Abt und führt uns durch die Gänge des Klosters zur Küche. Unter dem Arm trägt er seine persönliche Benediktsregel, in der auf Pergament alle wichtigen Vorschriften für das Alltagsleben der Mönche festgehalten sind. In der Küche angekommen, öffnet der Abt sein Buch und blättert bis zu einer Seite, auf der bei Nummer 39 die Überschrift “De mensura ciborum” in schwarzer Schrift zu erkennen ist. Dies bedeutet “Über das Mass der Speisen”. Ein Pfund Brot pro Tag Nun beginnt der Abt zu erklären. Aus Rücksicht auf die Schwäche der Brüder seien für die tägliche Hauptmahlzeit für jeden Tisch zwei gekochte Speisen genug. Wer von einer dieser Speisen nicht essen könne, solle sich mit der anderen sättigen. Zu diesen zwei gekochten Speisen könne frisches Gemüse oder Obst hinzugefügt werden. Und der Abt fährt fort: “Ein gut gewogenes Pfund Brot soll pro Tag genügen, ob es nun nur eine Mahlzeit wie an Fasttagen oder ein Mittag- und ein Abendessen gibt. Wenn die Brüder auch ein Abendessen einnehmen, soll der Cellerar ein Drittel von diesem Pfund aufbewahren, um es ihnen am Abend zu geben.” Der Cellerar kümmerte sich um die wirtschaftlichen Belange des Klosters. Zwei Regeln für das Essen der Mönche: Verbot vierfüssiger Tiere und Beschränkung auf ein Pfund Brot pro Tag. Grafik: Julian Bretschger. Keine vierfüssigen Tiere – und keine Unmässigkeit Abt Ulrich kommt anschliessend auf eine Regel zu sprechen, die ihn als Abt selbst betrifft: Sei die Arbeit anstrengender gewesen, so könne der Abt entscheiden, ob er etwas mehr geben wolle, falls es nützlich sei. Darauf liest er noch die Regel zum Fleischkonsum vor: “Auf den Verzehr von Fleisch vierfüssiger Tiere aber sollen alle gänzlich verzichten, ausgenommen die ganz schwachen Kranken.” Schliesslich kommt Abt Ulrich auf die Unmässigkeit zu sprechen: “Doch gilt es vor allem, Unmässigkeit hintanzuhalten, und nie darf sich beim Mönch Übersättigung einstellen, weil sich für einen Christen nichts weniger ziemt als Unmässigkeit.” Diese Mässigung liege denn auch der nächsten Regel zugrunde, sagt er weiter: Knaben in jüngerem Alter sollten weniger als Erwachsene erhalten, wobei man überall auf Mässigung achten solle. Eine Hemina Wein pro Tag Abt Ulrich blättert eine Seite weiter in seiner Benediktsregel bis zum Kapitel 40 “De mensura potus”, “Über das Mass des Trinkens”. Er erklärt zunächst, die Benediktsregel sei ziemlich zurückhaltend bei der Bestimmung der exakten Mengen. Allerdings schreibe sie in Anbetracht der Unzulänglichkeit der Schwachen vor, dass für einen jeden eine Hemina Wein pro Tag genug sei. Eine Hemina? Dabei handelt es sich um etwa 0.27 Liter. Der Abt holt ein entsprechend grosses Gefäss hervor und drückt es uns in die Hand. Es stehe aber weiter in der Regel, betont er, wer dank Gott imstande sei, Enthaltsamkeit zu ertragen, der solle wissen, dass er besonders entlöhnt werde. Ob mehr erforderlich sei, etwa wegen schlechter Ortsverhältnisse, Arbeit oder Hitze im Sommer, entscheide jeweils der Obere (wohl generell Mönche mit höheren Ämtern). Dieser achte aber bei allen darauf, dass keine Übersättigung oder Trunkenheit auftrete. Die Mönche sollten nicht zu viel trinken. Sie sollten aber auch das Murren unterlassen, sollte einmal weniger als eine Hemina Wein aufzutreiben sein, sagt Abt Ulrich zum Schluss betont. Einblick in das Kapitel 40 der Benediktsregel mit dem Titel "Über das Mass des Trinkens" von Abt Ulrich Meyer. Bild: AKB, MsWettQ 1, Julian Bretschger. Meyer klappt sein Buch zu und fragt: “Haben Sie alles verstanden?” “Ja”, sagen wir. Er nickt und fordert uns dazu auf, mit den Vorbereitungen für die Verpflegung zu beginnen. “Die Brüder arbeiten momentan hart im Garten.” Nach der Mittagshore müsse das Essen bereit sein. Dieser Blogbeitrag ist eine Zweitpublikation der Neuen Klostergeschichte Wettingen . Er entstand im Rahmen des Kolloquiums “Geschichte in der Praxis: kommunizieren und vermitteln” im Frühjahrssemester 2025 am Historischen Seminar der Universität Zürich. Von Julian Bretschger Von Julian Bretschger Julian Bretschger studiert im Bachelor Geschichte und Soziologie. Schwerpunkte seines Studiums liegen in den Bereichen Geschlechter- und Schweizer Geschichte sowie Geschichte der Antike. Ähnliche Artikel finden Sie hier: Kategorien Mittelalter Klosterleben Kommentare

Gradian
Luftaufnahme Klosterhalbinsel Wettingen im Gegenlicht mit dramatischen Wolken über dem Kloster.

Klosterhalbinsel Wettingen

Glaube, Macht,
Wissen

Die Klosterhalbinsel Wettingen ist ein Kulturgut von internationalem Rang. Am Kraftort an der Limmat verschmelzen Kultur, Bildung, Geschichte und Gastfreundschaft zu einem Erlebnis!

PLANEN SIE IHREN BESUCH

 
Blick in den Ausstellungsraum "Parlatorium" auf der Klosterhalbinsel Wettingen. Im Vordergrund ein Schild mit dem Text "Archiv der Fragen", im Hintergrund sitzen Schülerinnen und Schüler diskutierend beeinander.

Sechs
Highlights

Das dürfen Sie nicht verpassen  

 
Eine Gästegruppe mit einer Museumsführerin steht vor der Kirche der Klosterhalbinsel Wettingen.

Veranstaltungen
und Führungen

Veranstaltungskalender Museum Aargau  

 
Ausstellung in der Mönchskirche Kloster Wettingen: Verschiedene Objekte in einer Vitrine, u.a. ein grosses Altarkreuz

Ausstellungen
und Rundgänge

Museum der Klosterhalbinsel  

 
Aussenaufnahme Gästezentrum Klosterhalbinsel Wettingen mit Informationsbildschrim links

Öffnungszeiten und
Eintrittspreise

Geöffnet von April bis Oktober  

 
Luftaufnahme Kloster Wettingen mit Klosterpark im Vordergrund

Anreise: So
finden Sie uns

Anfahrt mit Auto und öV  

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  • Veranstaltung
  • Öffentliche Führung
  • Ausstellung
  • Selbständiger Rundgang
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Geeignet für
  • Familien
  • Schulen
  • Gruppen
  • Einzelbesucher

Schulen, Familien und Gruppen

 
Eine Schulklasse beim Schreiben mit Tinte und Federkiel.

Für
Schulen

Buchbare Führungen und Workshops  

 
Zwei Mädchen und ein Bub stehen gemeinsam vor dem Kloster Wettingen und blicken direkt in die Kamera. Sie halten eine Landkarte, Broschüre sowie eine Pyramide in den Händen.

Für
Familien

Rätseltour durch die Klosterhalbinsel  

 
Eine Frau und ein Mann schreiten in Freizeitbekleidung durch den Garten der Klosterhalbinsel Wettingen (Foxtrail).

Für
Gruppen

Buchbare Führungen und Workshops  

Die Klosterhalbinsel in 54 Sekunden

DIE KLOSTERHALBINSEL WETTINGEN

 
Luftaufnahme Klosterhalbinsel Wettingen mit dramatischen Wolken über dem Kloster

Klosterhalbinsel
und Geschichte

800 Jahre Klostergeschichte  

 
Luftaufnahme Konventgarten und Abtgarten auf der Klosterhalbinsel Wettingen mit Limmat

Klosterpark
und Gärten

Entdecken Sie historische Gartenanlagen  

FEIERN UND GENIESSEN

 
Weiss gedeckte Stehtische mit Häppchen: Apéro auf der Klosterhalbinsel Wettingen

Essen und
Trinken

Restaurants auf der Klosterhalbinsel  

 
Lindenterrasse Schloss Wildegg: Ein schön gedeckter Tisch mit Apéro

Räume
mieten

Feiern und tagen  

SAMMLUNG

 
Ein gelber Heizlüfter, Objekt im Sammlungszentrum Egliswil

Sammlung

Schatzkammer der Aargauer Geschichte  

 
Grosses Handy in der Hand eines Benutzers, auf dem Bildschirm ist die "Sammlung online" von Museum Aargau dargestellt.

Sammlung online

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