Butlerin Zita Langenstein ist zu Gast beim 28. Objekt-Talk auf Schloss Wildegg. Die Nidwaldnerin dient seit Jahrzehnten den Reichen und Vornehmen dieser Welt. Rund 20 Jahre lang arbeitete sie regelmässig für die königliche Familie im Buckingham Palace.
Im Gespräch mit Rudolf Velhagen, Leiter Sammlung & Konservierung Museum Aargau, gewährt "Zita The Butler" inspirierende Einblicke in die Welt des Dienens – sei es am britischen Königshof oder in anderen Häusern mit Service-Excellence. Zita Langenstein ist zutiefst überzeugt: Dienen macht glücklich!
Für das Gespräch mit anschliessendem Apéro hat Zita Langenstein ein passendes Objekt aus der Sammlung Museum Aargau ausgewählt: ein Teeservice von Royal Worcester, einer der bedeutendsten Porzellanmanufakturen Englands. Es öffnet den Blick auf historische Formen der Gastlichkeit und verbindet diese mit heutigen Fragen nach Stil, Haltung und Aufmerksamkeit.
Zita Langenstein ist Expertin für Servicekultur und Gastlichkeit sowie diplomierte Butleresse. Ihre Ausbildung absolvierte sie an der renommierten Ivor Spencer Butler School in London, wo sie für ihre Abschlussarbeit ausgezeichnet wurde und diese vor der britischen Königsfamilie präsentieren durfte.
Unter dem Namen "Zita The Butler" vermittelt Zita Langenstein heute ihr Wissen in Kursen, Beratungen und Veranstaltungen – stets mit dem Anspruch, Service als Haltung zu verstehen: aufmerksam, vorausschauend und von echter Wertschätzung geprägt.
Das Teeservice stammt vermutlich aus den 1920er-Jahren. Es wurde von Royal Worcester hergestellt, einer der ältesten und bedeutendsten Porzellanmanufakturen Englands.
Das 1751 gegründete Unternehmen machte sich schon früh einen Namen. Es entwickelte ein Porzellan, das auch heissem Wasser standhielt. Im Lauf des 18. und 19. Jahrhunderts stieg die Manufaktur zu einem international geschätzten Hersteller auf.
Heute erscheint das Service als Zeugnis einer Epoche, in der Porzellan weit mehr war als ein Gebrauchsgegenstand. Es verkörpert Geschmack, Status und kultivierte Lebensform – und zugleich die Geschichte einer Manufaktur, die seit 1751 die englische Porzellankunst wesentlich mitprägte.
