Schloss Hallwyl

Strohflechten live!

120 Altes Handwerk auf dem Seetaler Wasserschloss "Heimarbeiterin" Ottilia Leemann präsentiert auf Schloss Hallwyl ein uraltes Handwerk: Aus Stroh dreht und flicht sie Agreements (Verzierungen) für di

 
Schloss Hallwyl

Durchs Schloss mit Stibitz, der Turmdohle (60 Min.)

Führung für Schulen Geeignet für Kindergarten bis 2. Klasse 60 Nicht parallel buchbar und nicht mit Erw. Aktiv "Süsses aus der Schlossküche", F "Von zu Hause abgehauen" , szen. F Cécile. Hochzeiten be

 
Schloss Habsburg

Sisi besucht Schloss Habsburg

30 Szenische Führung im Kostüm: Besuch der legendären Kaiserin von Österreich Elisabeth, Kaiserin von Österreich, reist durch die Schweiz und besucht die Stammburg der Habsburger. Sie erzählt über das

 
Schloss Habsburg

Sisi besucht Schloss Habsburg (45 Min.)

Szenische Führung für Gruppen 45 Szenische Führung im Kostüm: Besuch der legendären Kaiserin von Österreich Elisabeth, Kaiserin von Österreich, reist durch die Schweiz und besucht die Stammburg der Ha

 
Schloss Wildegg

Setzlingsmarkt ProSpecieRara

480 Grosser Markt mit hunderten raren Pflanzen Die Mutter aller Setzlingsmärkte öffnet Anfang Mai ihre (Schloss-)Tore: Am grossen ProSpecieRara-Setzlingsmarkt auf Schloss Wildegg bieten rund 20 Biogär

 
Schloss Wildegg

Schloss Wildegg kurz und bündig (20 Min.)

Führung für Gruppen 20 Einführung in die Schlossgeschichte mit selbständiger Besichtigung Von Habsburgern und Hallwylern über die Effinger zum Bund und schliesslich zum Kanton: Im Schlosshof erhalten

 
Schloss Lenzburg

Schloss Lenzburg kurz und bündig (20 Min.)

Führung für Gruppen 20 Einführung in die Schlossgeschichte mit selbständiger Besichtigung Tausend Jahre ziehen im Zeitraffer an Ihnen vorbei: Auf Rittergeschlechter folgen Berner Landvögte, Abenteurer

 
Schloss Hallwyl

Schloss Hallwyl kurz und bündig (20 Min.)

Führung für Gruppen 20 Einführung in die Schlossgeschichte mit selbständiger Besichtigung 800 Jahre lang gehörte das Schloss der Familie von Hallwyl. Im Schlosshof erhalten Sie einen Überblick zur Bau

 
Schloss Lenzburg

Ritterleben (90 Min.)

Führung für Schulen Geeignet für 3. bis 9. Klasse 90 3. bis 9. Klasse – Ausbildung, Waffen und Leben auf der Burg Wer kein Junge ist und nicht adlig, muss es gar nicht erst versuchen: Die lange Ausbil

 
Schloss Lenzburg

Ritterleben (60 Min.)

Führung für Schulen Geeignet für 3. bis 9. Klasse 60 3. bis 9. Klasse – Ausbildung, Waffen und Leben auf der Burg Wer kein Junge ist und nicht adlig, muss es gar nicht erst versuchen: Die lange Ausbil

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Museumsblog

So wird ein Marienkleid aus dem 18. Jh. konserviert

Leider nagt der Zahn der Zeit an allen historischen Objekten unserer Sammlung. Wie ein wertvolles Marienkleid aus dem 18. Jh. konserviert wurde, erfahren Sie in diesem Blogbeitrag.

Schäden können an historischen Objekten entstehen, weshalb eine Restaurierung oder eine Konservierung nötig wird. Dies geschah auch mit den Marienkleidern, die auf Schloss Hallwyl zu besichtigen sind.

Konservierung und Restaurierung sind nicht dasselbe

Unter Konservierung und Restaurierung wird grundsätzlich das Dokumentieren, Erhalten, Präservieren und Wiederherstellen verstanden. Dies trifft sowohl auf  materielle als auch immaterielle Kunst- und Kulturgüter zu. Beim Restaurieren wird ein Objekt bearbeitet, mit dem Ziel, eine deutlichere kulturelle "Lesbarkeit" des Objektes herzustellen. Dabei werden die historischen und physischen Eigenschaften des Objektes so weit wie möglich respektiert.

Restaurieren kann auch das Ergänzen und Rekonstruieren bedeuten, während bei der Konservierung nur erhaltende Massnahmen durchgeführt werden. Das heisst, dass eine Konservierung direkte Eingriffe an einem Objekt umfasst mit dem Ziel, den Zustand eines Objektes zu stabilisieren und weiteren Verfall aufzuhalten oder zumindest zu verlangsamen.

Ein goldenes Marienkleid aus dem 18. Jh.

Das Goldbrokatkleid der Marienfigur ist auf das Ende des 18. Jahrhundert zu datieren. Die Sammlung Museum Aargau kaufte dieses Kleid zusammen mit anderen Marienkleidern als Konvolut im Jahr 1969. Zum Konvolut gehörte auch die Maria- und Jesuskind-Puppe, welche die verschiedenen Kleider sowie eine Krone und ein Zepter tragen. Dabei spricht man auch von einer Einkleide-Madonna.

Das goldene Marienkleid besteht aus Brokat und Taft, die aus Seide und Baumwolle sind. Genauer gesagt ist es Seidenbrokat mit einer floralen Musterung und gewebten Goldborten. Das Futter ist violetter Seidentaft. Die Marienfigur trägt daneben noch einen brokatenen Schleier.

Das Bekleiden von Bildwerken wie dieser Einkleide-Madonna lässt sich anhand von Denkmälern und Urkunden bis in das spätere Mittelalter zurückverfolgen. Grundsätzlich ist diese Sitte an die Entstehung des Andachtsbildes gebunden, wobei vor allem "Gnadenbilder" bekleidet wurden.

In der Barockzeit bekleidete man vornehmlich gotische oder romanische Skulpturen. Auch beschränkt sich das Bekleiden nicht mehr hauptsächlich auf Marienbilder, Statuen aller Heiligen wurden nun mit Gewändern versehen. Die Kleider der Einkleide-Madonna wurden dabei oft von reicheren Frauen gespendet.

Textilkonservierung

Das Goldbrokatkleid der Marienfigur wurde nicht restauriert, sondern konserviert. Das heisst, es gab keine grösseren Veränderungen am Kleid. Die Konservatorin Woyski Niedermann führte nur erhaltende und reinigende Massnahmen durch. Es wurde aber nicht nur das goldene Brokatkleid und der Schleier konserviert. Zu dieser Konservierung gehörten auch Arbeiten an den Holzpuppen, zwei Unterröcken, einem Umhang, einem bestickten Seidensatingürtel sowie roten und weissen Damastkleidern für die Maria- und Jesuspuppe.

In der Dokumentation zur Konservierung des Kleides wurde auch der Zustand des Kleides vor der Konservierung beschrieben. Beschrieben wird, dass es zahlreiche neue lose flottierende Metallschussfäden gab. Interessant dabei ist, dass es bereits Spannstiche für das Fixieren der losen Metallfäden gab, die selbst nicht mehr hielten. Daneben waren zahlreiche alte Restaurierungen beschädigt und es gab einige dunkle Flecken sowie eine alte Stopfstelle der Oberkante.

Bei der Konservierung selbst war das Ziel, die langfristige Erhaltung und optische Verbesserung des Kleides zu erreichen. Dafür hat die Konservatorin das Kleid sorgfältig abgesaugt und mittels Goretexmembran befeuchtet. Danach wurde das Kleid zum Trocknen glatt ausgesteckt. Anschliessend ersetzte und ergänzte die Konservatorin die fehlerhaften Spannstiche.

Bei den anderen brokatenen Kleidungsstücken führte die Konservatorin dieselben Arbeiten durch. Beim Schleier versuchte sie zusätzlich die ausgeblutete Farbe durch lokales Benetzen und Absaugen zu reduzieren, doch die grüne Farbe blutete so stark aus, dass die Gefahr neuer Flecken zu gross war. 

Nachdem die Konservatorin ihre Arbeit durchgeführt hatte, kam das Kleid wieder ins Schloss Hallwyl. Die Einkleide-Madonna ist nun wieder schön eingekleidet und wartet jetzt auf einen Besuch der Leserinnen und Leser.

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Von Cedric Zbinden

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