Der 27. Objekt-Talk auf Schloss Hallwyl entführt in die mondäne Welt des Grand Hotels. Gast des Talks mit Apéro ist Leonie Moana Schönleber, Assistant Guest Relation Manager im Hotel Les Trois Rois in Basel – einem der traditionsreichsten Hotels Europas.
Die ausgebildete Sommelière betreut hier unter anderem anspruchsvolle VIP-Gäste. Ihre Arbeit beginnt dort, wo Standards enden: in der leisen Kunst, auch aussergewöhnliche Gästewünsche zu erkennen und unvergessliche Hotelerlebnisse zu schaffen. Im Gespräch mit Rudolf Velhagen, Leiter Sammlung & Konservierung bei Museum Aargau, gibt Leonie Moana Schönleber faszinierende Einblicke in den Zauber eines Grand Hotels.
Für das Gespräch hat Leonie Moana Schönleber ein passendes Objekt aus der Sammlung Museum Aargau ausgewählt: ein venezianisches Trinkglas aus dem 16. Jahrhundert – ein wahres Meisterstück der Glasbläserkunst, das Eleganz und Gastlichkeit vereint.
Leonie Moana Schönleber ist Assistant Guest Relation Manager im Grand Hotel Trois Rois in Basel. Das rund 350 Jahre alte Grand Hotel zählt zu den traditionsreichsten Hotels Europas. Mitten in diesem feinen Zusammenspiel aus Geschichte, unbeschwerter Eleganz und modernem Komfort gestaltet Leonie Moana Schönleber jeden Aufenthalt mit spürbarer Leidenschaft.
Die ausgebildete Sommelière ist unter anderem für anspruchsvolle VIP-Gäste zuständig. Mit liebevoll ausgewählten Aufmerksamkeiten, diskreter Organisation und einem aufrichtigen Interesse am Menschen schafft sie jene Momente, die aus einer Reise ein persönliches Erlebnis machen.
Dieses filigrane Trinkglas aus der Sammlung Museum Aargau (Inv.-Nr. K-16959) gehört zu jener berühmten Glastradition, die im 16. Jahrhundert auf der Insel Murano – unweit von Venedig – ihren Höhepunkt erreichte.
Murano war damals ein Ort strenger Geheimhaltung: Die Glasbläserfamilien durften die Insel kaum verlassen, denn ihre technischen Fertigkeiten galten als Staatsgeheimnis der Serenissima. Zugleich wurden sie hochgeschätzt, denn ihre Produkte waren in ganz Europa begehrte Luxusgüter.
Das Trinkglas ist ein hervorragendes Beispiel für die sogenannte "vetro a filigrana"–Technik, die im 16. Jahrhundert entwickelt und virtuos perfektioniert wurde. Die gedrehten weissen Fäden im Stiel entstehen, indem dünne Glasstäbe mit eingeschmolzenen farbigen Fäden erhitzt, miteinander verdreht und dann in das Gefäss integriert werden.
Die kunstvoll eingearbeitete Nodus-Kugel im Stiel zeigt, wie weit die venezianischen Werkstätten die Grenzen des Materials ausloteten: Leichtigkeit, Transparenz und technische Raffinesse verschmelzen hier zu einer regelrechten Demonstration von Prestige.