Museum Aargau

Licht ins Dunkel: Das farbige Mittelalter

Zurück zum Blog 08. Juli 2026 Kategorien Mittelalter Historische Kleidung Trug man im Mittelalter nur graue und braune Kleidung? Weit gefehlt! Eine Hommage an die Farbigkeit dieser Epoche. Das Klischee des "dunklen Mittelalters" hält sich in der breiten Bevölkerung und in der medialen Kultur hartnäckig – zum Frust von Historikerinnen und Historikern sowie anderen, welche sich mit dieser Epoche differenzierter auseinandersetzen. Wenn man im alltäglichen Kontext etwas als "mittelalterlich" bezeichnet, ist dies negativ geprägt und soll "rückständig" ausdrücken. Allerdings war das Mittelalter

 
Museum Aargau

5 faszinierende Fakten über römische Münzen

Zurück zum Blog 28. August 2026 Kategorien Römerzeit Römische Geschichten aus Vindonissa Münzgeld verliert heutzutage zunehmend an Bedeutung. Römische Münzen waren bei den Römern hingegen das zentrale Zahlungsmittel und ermöglichten Einkäufe und Handel im ganzen Reich. Doch was macht römische Münzen so besonders und wofür wurden sie verwendet? "Pecunia non olet" – Geld stinkt nicht. Diese Redewendung geht auf Kaiser Vespasian zurück, der zur Finanzierung des Staates eine Steuer auf öffentliche Latrinen einführte. Als sein Sohn Titus die Moral dieser Steuer beanstandete, hielt Vespasian ihm Münzen

 
Schloss Lenzburg

Eine Zeitreise: 50 Jahre Geschichtsvermittlung

Sonderausstellung Saison 2025/2026 Preis Im Eintritt inbegriffen 0 Sonderausstellung zur Pionierrolle in der Schweizer Museumspädagogik Schloss Lenzburg beleuchtet 2025/2026 in einer Sonderausstellung seine Pionierrolle in der Geschichtsvermittlung. Vor 50 Jahren arbeiteten hier erstmals Museumspädagoginnen und -pädagogen spielerisch mit Kindern – ein Novum in der Schweiz. In der kleinen Ausstellung "Eine Zeitreise: 50 Jahre Geschichtsvermittlung" erzählen Pionierinnen und Pioniere, wie sie ab 1975 Geschichte zum Erlebnis für alle Sinne machten – mit feuerspeienden Drachen, verkleideten Gräfinnen

 
Schloss Wildegg

Museumswald

Museumswald Preis Eintritt frei Ort Der Museumswald befindet sich oberhalb des Spielplatzes bei Schloss Wildegg 0 Waldnutzung im 18. und frühen 19. Jahrhundert Der Museumswald von Schloss Wildegg zeigt die Waldnutzung im 18. und frühen 19. Jahrhundert: als Speisekammer, Holzlieferant, Weidefläche und Jagdrevier. Kern des Museumswaldes ist die Waldweide. Im Früh- und Spätsommer grasen hier Geissen, wie vor 200 Jahren. Führungen und Workshops lassen diese historische Waldnutzung lebendig werden und beleuchten die heute so aktuellen Themen Biodiversität und Naturschutz. Museumswald auf Schloss

 
Museum Aargau

Das tragbare Sommergefühl - Zeitloser Textildruck aus Suhr

Zurück zum Blog 17. Juni 2022 Kategorien Schätze aus der Sammlung Historische Kleidung Neuzeit Sommer: Die helle Jahreszeit steht nicht nur für heisse Tage und ein abkühlendes Bad. Auch im Sammlungszentrum in Egliswil hält der Sommer Einzug. Oder hat eingehalten. Denn in den Regalen und Ablagen schlummern wahre Schätze, die perfekt zu einem schönen Sommertag passen. "Der Sommer, der vergeht, ist wie ein Freund, der uns Lebewohl sagt." - Victor Hugo (1802-1885) Im Sammlungszentrum liegen zwischen diversen Raritäten und Kuriositäten auch Sonnenbrillen, Strohhüte und Kleider, deren Designs auch der

 
Museum Aargau

Kleine Kugel, grosse Welt: Der Globus von Schloss Wildegg

Zurück zum Blog 23. September 2026 Kategorie Neuzeit Hinter den kleinformatigen Welt- und Himmelskugeln stecken sowohl astronomische Vorstellungen wie auch historische Entdeckungen und handwerkliches Knowhow. Aber seit wann gibt es eigentlich Globen? Wie wurden diese hergestellt und was war ihr Verwendungszweck? Der Globus von Schloss Wildegg gibt Anlass, diesen und mehr Fragen auf den Grund zu gehen. Auffällig ist er nicht, der kleine Globus von Schloss Wildegg. Mit einem Durchmesser von lediglich 12,5 cm ist er sogar kleiner als die meisten anderen Globen. Wer das Schloss bereits einmal

 
Museum Aargau

So machten es die Römer: Toga binden – mit Video

Zurück zum Blog 24. August 2026 Kategorien Römerzeit Römische Geschichten aus Vindonissa Der Legionskommandant von Vindonissa zeigt euch im Video, wie die Römer eine toga drapieren. Die toga Das wichtigste Kleidungsstück im Römischen Reich war die toga , die üblicherweise weiss war. Getragen wurde sie von allen Männern, die das römische Bürgerrecht besassen. Das unterscheidet römische Bürger klar von Sklaven, Verbannten und Barbaren. Das Tuch war etwa 5 bis 6 Meter breit. Da der Legionskommandant legatus legionis , kurz Legat, dem Senatorenstand angehörte, trug er eine toga , die mit einem Purpurstreifen

 
Schloss Hallwyl

Dauerausstellung

Dauerausstellung Preis Museumseintritt Bau- und Familiengeschichte des Adelsgeschlechts von Hallwyl Wer hat auf Schloss Hallwyl gelebt? Wie haben die Herren von Hallwyl für Recht und Ordnung gesorgt? Und wie haben die Bediensteten gelebt und gearbeitet? Die Dauerausstellung im Schloss gibt Einblick in die Bau- und Familiengeschichte sowie in die verschiedensten Lebensbereiche von Adel und Untertanen. Die Themenbereiche reichen von der Landwirtschaft und der Fischerei über mittelalterliche Arzneimittel bis hin zum damaligen, auf der Religion basierenden Weltbild. Audiovisuelle Shows, ein Audioführer

 
Museum Aargau

Schreibmaschine "Swissa Junior" von August Birchmeier's Söhne

Zurück zum Blog 30. März 2020 Kategorien Schätze aus der Sammlung 20./21. Jh. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts spielten Schreibmaschinen als Instrument für die Textverarbeitung eine immer wichtigere Rolle. In der Schweiz und im Kanton Aargau wurde diese Entwicklung von der Schreibmaschinenfabrik August Birchmeier's Söhne entscheidend mitgeprägt. © Museum Aargau Schreibmaschine mit Schutzkoffer Das Metallgehäuse der in der Mitte der 1950er-Jahre hergestellten Schreibmaschine (9 cm x 31 cm x 27 cm) mit gerundeten Ecken ist hellblau lackiert. Die abgeschrägte Abdeckung wird oberhalb der Tasten von

 
Museum Aargau

Gemeinschaft und Identität – Feste in bürgerlichen Kreisen

Zurück zum Blog 03. September 2026 Kategorien Mittelalter Schlossgeschichten Im Mittelalter waren Feste weit mehr als nur Gelegenheiten zum Feiern: Auch abseits der Höfe spielten Feste eine zentrale Rolle im gemeinschaftlichen Leben. In Dörfern und Städten förderten sie das Zugehörigkeitsgefühl, den Austausch und gemeinsame Traditionen. Während sich Obrigkeiten aufgrund ihrer Adelstitel bei Festen zusammenfanden, lag bürgerlichen Festen meist ein gemeinsamer Beruf oder ein geteiltes Interesse zugrunde. Im Spätmittelalter schlossen sich städtische Handwerker vermehrt zu Zünften zusammen, um

Gradian
Eine elegant gekleidete Frau schreitet mit einem Blumenstrauss durch den Aufenthaltsraum eines Hotels.
Eine elegant gekleidete Frau schreitet mit einem Blumenstrauss durch den Aufenthaltsraum eines Hotels.

Veranstaltung

Objekt-Talk: Die Magie des Grand Hotels

Der 27. Objekt-Talk auf Schloss Hallwyl entführt in die mondäne Welt des Grand Hotels. Gast des Talks mit Apéro ist Leonie Moana Schönleber, Assistant Guest Relation Manager im Hotel Les Trois Rois in Basel – einem der traditionsreichsten Hotels Europas.

Die ausgebildete Sommelière betreut hier unter anderem anspruchsvolle VIP-Gäste. Ihre Arbeit beginnt dort, wo Standards enden: in der leisen Kunst, auch aussergewöhnliche Gästewünsche zu erkennen und unvergessliche Hotelerlebnisse zu schaffen. Im Gespräch mit Rudolf Velhagen, Leiter Sammlung & Konservierung bei Museum Aargau, gibt Leonie Moana Schönleber faszinierende Einblicke in den Zauber eines Grand Hotels. 

Für das Gespräch hat Leonie Moana Schönleber ein passendes Objekt aus der Sammlung Museum Aargau ausgewählt: ein venezianisches Trinkglas aus dem 16. Jahrhundert – ein wahres Meisterstück der Glasbläserkunst, das Eleganz und Gastlichkeit vereint.

Detailinformationen

  • Preis: CHF 25.– (inkl. Apéro)
  • Anmeldung: Platzzahl beschränkt, Online-Anmeldung erforderlich

Leonie Moana Schönleber ist Assistant Guest Relation Manager im Grand Hotel Trois Rois in Basel. Das rund 350 Jahre alte Grand Hotel zählt  zu den traditionsreichsten Hotels Europas. Mitten in diesem feinen Zusammenspiel aus Geschichte, unbeschwerter Eleganz und modernem Komfort gestaltet Leonie Moana Schönleber jeden Aufenthalt mit spürbarer Leidenschaft. 

Die ausgebildete Sommelière ist unter anderem für anspruchsvolle VIP-Gäste zuständig. Mit liebevoll ausgewählten Aufmerksamkeiten, diskreter Organisation und einem aufrichtigen Interesse am Menschen schafft sie jene Momente, die aus einer Reise ein persönliches Erlebnis machen.

Dieses filigrane Trinkglas aus der Sammlung Museum Aargau (Inv.-Nr. K-16959) gehört zu jener berühmten Glastradition, die im 16. Jahrhundert auf der Insel Murano – unweit von Venedig – ihren Höhepunkt erreichte. 

Murano war damals ein Ort strenger Geheimhaltung: Die Glasbläserfamilien durften die Insel kaum verlassen, denn ihre technischen Fertigkeiten galten als Staatsgeheimnis der Serenissima. Zugleich wurden sie hochgeschätzt, denn ihre Produkte waren in ganz Europa begehrte Luxusgüter.

Das Trinkglas ist ein hervorragendes Beispiel für die sogenannte "vetro a filigrana"–Technik, die im 16. Jahrhundert entwickelt und virtuos perfektioniert wurde. Die gedrehten weissen Fäden im Stiel entstehen, indem dünne Glasstäbe mit eingeschmolzenen farbigen Fäden erhitzt, miteinander verdreht und dann in das Gefäss integriert werden. 

Die kunstvoll eingearbeitete Nodus-Kugel im Stiel zeigt, wie weit die venezianischen Werkstätten die Grenzen des Materials ausloteten: Leichtigkeit, Transparenz und technische Raffinesse verschmelzen hier zu einer regelrechten Demonstration von Prestige.

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