Schloss Hallwyl

Unser täglich Brot – Ernährung im Mittelalter

Workshop für Schulen Geeignet für 3. bis 9. Klasse 150 nicht parallel buchbar 3. bis 9. Klasse – Brot backen und dabei Getreidebau und Mühle kennenlernen Im Schloss Hallwyl ist noch heute sichtbar, wie wichtig einst Getreide war: Der Vorrat im Kornhaus sollte vor Hunger bewahren, auf dem Herd köchelte das Mus und in der Mühle mahlte der Müller das Korn. Die Kinder bereiten einen Brotteig zu, dreschen und mahlen Getreide und vergleichen dabei die eigene Ernährung mit früheren Zeiten. Der Müller zeigt den Kindern die Mühle. Mit Spielen rund um die Mühle und einem knusprigen Brötchen endet der Workshop

 
Schloss Habsburg

Türme, Latrinen und ein Habicht

Workshop für Schulen Geeignet für: 4. bis 6. Klasse 150 ohne Wanderung 4. bis 6. Klasse – Burg und Adelsgeschlecht der Habsburger erkunden Auf der Habsburg erfahren die Kinder, wie die Menschen im Mittelalter hier lebten. Die Vordere Burg ist längst zur Ruine verfallen. Es braucht also Phantasie, um sich die einst imposante Burganlage vorzustellen. Daran mangelte es in vergangenen Zeiten nicht: Ein Habicht habe dem Gründer den Bauplatz gezeigt… So erzählt es die Sage. Die Kinder stellen eine Beizjagd nach, umwandern die Burg, steigen auf den Westturm und erfahren, wie es den Habsburgern

 
Schloss Wildegg

Tulpenzwiebel- und Genussmarkt

420 Herbstmarkt mit Tulpenzwiebeln und nachhaltigen Produkten Der Tulpenzwiebel- und Genussmarkt auf Schloss Wildegg bietet seltene Tulpenzwiebeln für Frühlingsblüher in allen Formen und Farben sowie handwerklich hergestellte, regionale und saisonale Produkte. An den Genussständen können Köstlichkeiten degustiert und gekauft werden: Gewürze, Trockenfleisch, Wein, Kaffee, Süsses, Essig, Öle und vieles mehr. Die Produkte erfüllen die Standards für nachhaltig und fair hergestellte Nahrungsmittel, ganz im Sinne der Partner Slow Food und ProSpecieRara. Kräuterspaziergänge führen in den Wildegger

 
Schloss Lenzburg

Tapfer und edel

Workshop für Schulen Geeignet für: 3. bis 6. Klasse 150 3. bis 6. Klasse – Ritterprüfungen für künftige Burgherren (und Burgdamen!) Dem letzten Grafen von Lenzburg fehlt der Nachwuchs. Höchste Zeit, junge Ritter auszubilden! In hartem Training lernen sie, Pferd und Schwert zu führen. Auch Minnesang und höfisches Benehmen wollen geübt sein. Nicht nur die Burg, sondern auch das Herz der Burgherrin gilt es zu erobern. Wer sich bewährt, darf Ulrich IV. im Tross des Kaisers begleiten und erbt vielleicht gar die Grafschaft Lenzburg. Workshop für Schulen auf Schloss Lenzburg: "Tapfer und Edel" (2.5

 
Schloss Hallwyl

Strohflechten live

120 Lebendiges Handwerk im Seetal "Heimarbeiterinnen" präsentieren auf Schloss Hallwyl ein uraltes Handwerk: Aus Stroh werden Agreements (Verzierungen) für die weltberühmten Wohler Strohhüte gedreht und geflochten. Wie ein solcher Röhrlihut aus ganzen Halmen zusammengenäht wird, kann ebenfalls im Detail mitverfolgt werden.

 
Schloss Hallwyl

Durchs Schloss mit Stibitz, der Turmdohle

Führung für Schulen Geeignet für Kindergarten bis 1. Klasse 60 Nicht parallel buchbar und nicht mit Erw. Aktiv "Süsses aus der Schlossküche", F "Von zu Hause abgehauen" , szen. F Cécile. Hochzeiten beachten Kindergarten bis 1. Klasse – Entdeckungsrundgang mit Rabenvogel-Beobachtung Aufregung im Schloss: Der Rabenvogel Stibitz stiehlt alles, was glitzert und glänzt. Wer hilft, die Kostbarkeiten wieder an ihren Platz zu bringen? Die Kinder besuchen mit Stibitz und der Schlossmagd Küche, Salon und Rittersaal. Zum Schluss gibt's ein Murmelspiel und für Stibitz ein Nest voller farbiger Glaskugeln

 
Schloss Habsburg

Sisi besucht Schloss Habsburg

45 Szenische Führung mit der legendären Kaiserin von Österreich Elisabeth, Kaiserin von Österreich, reist durch die Schweiz und besucht die Stammburg der Habsburger. Sisi erzählt über das Leben am Wiener Hof. Schonungslos blickt sie auf ihr eigenes Leben: ihre unglückliche Ehe, ihre Rolle als Königin von Ungarn, ihre Liebe zur Natur. Sie begegnen einer Frau, die alles hat – ausser Freiheit. Öffentliche Führung auf Schloss Habsburg: "Sisi besucht Schloss Habsburg". Szenische Führung mit der legendären Kaiserin von Österreich

 
Schloss Habsburg

Sisi besucht Schloss Habsburg

Szenische Führung für Gruppen 45 Szenische Führung im Kostüm: Besuch der legendären Kaiserin von Österreich Elisabeth, Kaiserin von Österreich, reist durch die Schweiz und besucht die Stammburg der Habsburger. Sisi erzählt über das Leben am Wiener Hof. Schonungslos blickt sie auf ihr eigenes Leben: ihre unglückliche Ehe, ihre Rolle als Königin von Ungarn, ihre Liebe zur Natur. Sie begegnen einer Frau, die alles hat – ausser Freiheit. Führung für Gruppen auf Schloss Habsburg: "Sisi besucht Schloss Habsburg". Szenische Führung im Kostüm: Besuch der legendären Kaiserin von Österreicht

 
Schloss Wildegg

Setzlingsmarkt ProSpecieRara

480 Grosser Markt mit hunderten raren Pflanzen Am grossen ProSpecieRara-Setzlingsmarkt auf Schloss Wildegg bieten rund 15 Gärtnereien mit ProSpecieRara-Gütesiegel ihr Raritäten-Sortiment an. Darunter finden sich über 500 rare Kartoffel-, Tomaten-, Salat-, Gemüse-, Obst-, Beeren- und Zierpflanzensorten. ProSpecieRara lädt um 12 und 14:30 Uhr zu Führungen durch den historischen Barockgarten ein. Zudem locken diverse Verpflegungsmöglichkeiten sowie ein Gumpischloss für Kinder. Setzlingsmarkt ProSpecieRara auf Schloss Wildegg: Die Mutter aller Setzlingsmärkte öffnet jeweils Anfang Mai seine Tore.

 
Schloss Wildegg

Schloss Wildegg kurz und bündig

Führung für Gruppen 20 Einführung in die Schlossgeschichte mit selbständiger Besichtigung Von Habsburgern und Hallwylern über die Effinger zum Bund und schliesslich zum Kanton: Im Schlosshof erhalten Sie einen Überblick über die Geschichte von Schloss Wildegg und über die Familie von Effinger, die während elf Generationen hier wohnte. Schloss und Gärten besuchen Sie auf eigene Faust. Führung für Gruppen auf Schloss Wildegg: "Schloss Wildegg kurz und bündig". Einführung in die Schlossgeschichte mit selbständiger Besichtigung

Gradian

Museumsblog

Die Lenzburg: Ein Schloss und doch eine Burg

Die Mauern von Schloss Lenzburg sind rund 900 Jahre alt. Das Schloss hatte unzählige Bewohnerinnen und Bewohner mit unterschiedlichen Ansprüchen und Bedürfnissen, die es geformt und verändert haben. Was waren diese Veränderungen und wie sah das Schloss früher aus?

Die Grundsteine der Lenzburg

Die “Lenz-Burg” wird 1077 das erste Mal erwähnt, als Wehrbau zum Schutz seiner Bewohner. Benannt war die Burg nach der Lenz, dem mittelalterliche Name des Aabach's. Zu dieser Zeit waren die ersten Türme und Mauern auf dem Schlosshügel noch aus Holz. 

Das erste Gebäude aus Stein wurde 1100 erbaut und steht noch heute: der Palas. 70 Jahre später sollte die Burg um den Süd- und Nordturm erweitert werden. Die Bauarbeiten an beiden Türmen blieben jedoch unvollendet, da Ulrich IV. im Jahr 1173 verstarb. So blieb der Südturm nur eingeschossig. Ob die Mauern der Lenzburg zu diesem Zeitpunkt den ganzen Schlossberg umschlossen oder nicht, ist umstritten.

Im 14. Jahrhundert bauten die Habsburger die Lenzburg weiter aus, um die Burg zum Herrschaftssitz von Friedrich II. von Habsburg zu machen. Dafür wurde die Toranlage erweitert, die Mauern um den ganzen Schlosshügel gezogen und ein Wohn- und Herrschaftshaus, einem Herzog würdig, gebaut: das Herzogenhaus. Zu diesem neuen Haus gehörten ein Saaltrakt und eine kleine Kapelle, die dem heiligen Fortunatus gewidmet war. Auch dieser Bau wurde nicht vollständig abgeschlossen, da Friedrich II. 1344 verstarb. 

Von der Burg zu einer Festung 

Nachdem die Berner 1415 grosse Teile des Aargaus eingenommen hatten, richteten sie 1444 auf der Lenzburg den Sitz des Landvogts ein, der bis 1798 bestand. Die reformierten Berner entfernten jeden Prunk von den alten Bauten der Habsburger. Fortan erfüllte jedes Gebäude einen einen wirtschaftlichen oder militärischen Zweck. Die Burg wurde zu einer Festung ausgebaut: Mauern wurden verdickt, Kanonenstellungen eingerichtet und Bastionen aufgebaut.

Den wirtschaftlichen Zweck erfüllte die Lenzburg in erster Linie, indem sie zu einem riesigen Kornlager aus- und umgebaut wurde. Hierfür wurde alle Räume oberhalb des Gefängnisses beim Südturm abgerissen und zu einem grossen Kornlager umgebaut. Das Korn konnte in der festungseigenen Mühle direkt weiter zu Mehl und in der eigenen Bäckerei zu Brot verarbeitet werden. Ein Modell zeigt eindrücklich, wie das Schloss nach all den Veränderungen aussah.

Von der Festung zum Schloss

Nachdem die Festung 1789 an den Aargau übergegangen war, wurde sie kurz als Krankenhaus und als Schule genutzt und ging 1853 in Privatbesitz über. In dieser Zeit wurde die Lenzburg teilweise dem Verfall und Erosion überlassen. Der Unterhalt war kostspielig und nicht alle Räume wurden genutzt. Dabei gingen das Zeughaus sowie das westliche Wächterhaus verloren.

Ein Wendepunkt folgte 1892 mit dem Verkauf an Augustus Edward Jessup. Der amerikanische Unternehmer und Kunstsammler begann sofort mit dem Umbau der Festung zu einem Schloss, das seiner Gattin, Lady Mildred Marion Jessup Bowes-Lyon, aus königlichem Hause würdig sein sollte.

Das Kornhaus wurde teilweise abgerissen und man versuchte den alten Südturm wiederherzustellen. Die Ostbastion wurde um vier Meter abgetragen, um einen Rosengarten mit Zugang zur Landvogtei anzulegen. Diese erhielt eine neugotische Hoffassade. 

Alte Kanonenscharten wurden zugemauert und grosse helle Fenster wiederhergestellt. Sämtliche Räume wurden saniert und anschliessend durch den Kunsthändler Johann Karl Silvan Bossard mit stilgerechten Möbeln bestückt. Jessup wollte – wie es Ende 19. Jahrhundert in Mode war – hier ein Schloss erbauen, dass den damaligen romantischen Vorstellungen des Mittelalters entsprach. Er schenkte der Lenzburg sein heutiges Aussehen.

Während dieser Arbeiten wurden im unteren Saal drei zugemauerte Fenster aus der Zeit der Habsburger gefunden und wieder geöffnet. Es handelt sich dabei um die drei westlichen Fenster, wie sie in Bild 3 zu sehen sind. Zudem wurden alle 10 Fenster des oberen Saals rekonstruiert. Die Masswerke entsprechen jenen aus dem Kloster Königsfelden, welche zur selben Zeit restauriert wurde. 

Ein Museum in einem Schloss

Der letzte Bauherr der Lenzburg war der ehemalige Direktor des Historischen Museums Aargau, Hans Dürst. Um aus dem Schloss ein Museum zu machen, ging auch das Bauprojekt in den 1980er Jahren nicht besonders zimperlich mit der historischen Bausubstanz um: Der Palas und Südturm wurden vollständig ausgeschachtet, Wände neu durchbrochen und neue Böden eingezogen. Die Fensterwand des Rittersaals wurde wiederhergestellt, getreu den drei erhaltenen und von Jessup gefundenen Fenstern. Hierfür wurden die alten Fenster aus der Zeit der Berner zerstört. 

Die Landvogtei, die bisher einem gewöhnlichen Herrenhaus aus dem 20. Jahrhunderts glich, erhielt unter Dürst ihr heutiges Erscheinungsbild. Jedes Stockwerk wurde bewusst unterschiedlich gestaltet, um die jeweils dargestellten Epochen widerzuspiegeln. Gleichzeitig versuchte man, frühere Bauzustände sichtbar zu machen. 

Die Lenzburg ist ein einzigartiges Beispiel für die Veränderungen eines historischen Gebäudes über die Jahrhunderte hinweg. Von einer einfachen Burg zu einer Festung und schließlich zu einem Museum, die Geschichte der Lenzburg ist ein faszinierendes Kapitel in der Schweizer Geschichte. Jede Epoche hat ihre Spuren hinterlassen, und heute kann die Lenzburg als ein lebendiges Denkmal für die Vergangenheit betrachtet werden.

ÖFFENTLICHE FÜHRUNG

 

Stein für Stein: 900 Jahre Baugeschichte

Von der Adelsburg zum Museum

Von Frederick G. W. Eberhardt

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