Museum Aargau

Quiz: Wie gut kennen Sie die römischen Handwerke?

Zurück zum Blog 17. Juli 2024 Kategorien Römerzeit Quiz & Spiele Römische Geschichten aus Vindonissa Testen Sie Ihr Wissen über die römischen Handwerke! Die römischen Schmiede (ferrarii) waren talentierte Handwerker, die viele unterschiedliche Objekte herstellten. In die folgende Auswahl hat sich jedoch ein neuzeitliches Objekt eingeschlichen. Welches? Messer Gabeln Schwerter Skalpelle Die römische Bildhauer (sculptores) verzierten die Steine mit Reliefs. Dabei standen verschiedene Gesteine zur Verfügung. Welche Art war in Vindonissa wohl die teuerste? Marmor Sandstein Kalkstein In Vindonissa haben sich einige Malereien aus der Antike erhalten, die man heute noch bestaunen kann. Wissen Sie, wo? Im römischen Bad (balneum) In der Offiziersküche (cucina) In den Legionärsunterkünften (contubernia) Das Tongeschirr wurde in der Römerzeit massenhaft produziert. Wissen Sie, wie man die grossen Lagergefässe für Olivenöl, Wein oder Fischsauce nennt? Terra Sigillata Balsamarien Amphoren Die Römer verwenden verschiedene Schreibunterlagen. Was ist das Pergament? Das Papier, welches mit der Faser der Papyrus-Pflanze hergestellt wurde Das Fremdwort für eine Schriftrolle Die bearbeitete Haut von Nutztieren Letzte Frage: Raten Sie mal, worauf ein Legionär von Vindonissa diese Botschaft schrieb: <p><span style="font-size: 16px">"Denke an deine Wirtin in Hausnummer 12! So sollst du erfahren, wo ich das Gastmahl bereite sowie verschiedene Spiele und ein prächtiges Trinkgelage. Morgen, bei den mächtigen Schutzgeistern des Spiels, werde ich den Würfelbecher wie ein Schwert schwingen. Lebe wohl, teurer Bruder."</p> Auf einem Fluchtäfelchen Einem Wachstäfelchen Einer Hauswand Weitere Quiz 20. Februar 2024 Quiz zur römischen Mythologie Testen Sie Ihr Mythologie-Wissen in diesem Quiz! 04. Oktober 2022 Quiz: Was wissen Sie über den Alltag der Legionäre? Waren Sie vielleicht im früheren Leben Legionär? Testen Sie in diesem Quiz Ihr Wissen über den Alltag der Legionäre im alten Rom. 19. April 2024 Quiz: Welche Epoche passt zu Ihnen? Lösen Sie das Quiz und finden Sie heraus, welche Epoche am besten zu Ihnen passt! Von Luca Grünig Von Luca Grünig Luca Grünig ist Praktikant in Vindonissa. Ähnliche Artikel finden Sie hier: Kategorien Römerzeit Quiz & Spiele Römische Geschichten aus Vindonissa Kommentare

 
Museum Aargau

Tulpenfieber! Wie die Tulpe nach Europa kam

Zurück zum Blog 03. September 2024 Kategorie Gartentipp aus dem Wildegger Schlossgarten Am 21./22. September 2024 sind wir auf Schloss Wildegg wieder im Tulpenfieber. Gegen 20'000 Tulpenzwiebeln können Sie am Tulpenzwiebel- und Genussmarkt kaufen. Doch was war die Herkunft der Tulpe, bevor sie in Europa derart verbreitet war? Am Anfang des Tulpenfiebers soll unter anderem ein Tuchhändler aus Antwerpen stehen. Dieser entdeckte 1562 in einer Stofflieferung aus Istanbul ein rätselhaftes Päckchen mit Tulpenzwiebeln; vielleicht die ersten Exemplare, die in diesem Teil Nordeuropas gesehen wurden. Tulpenzwiebeln auf dem Tulpenzwiebel- und Genussmarkt auf Schloss Wildegg (Museum Aargau) Der flämische Händler verputzte die Zwiebeln sogleich zum Znacht, gewürzt mit Essig und Öl – in der Meinung, eine seltene türkische Sorte auf dem Teller zu haben. Den Rest pflanzte er im Garten. Im kommenden Frühling dann die Überraschung: Bunte Tulpen streckten ihre Köpfe aus dem Küchengarten. Diese Tulpen könnten zu den ersten Exemplaren gehören, die in den Niederlanden blühten. Auch im eigenen Garten sind Tulpen eine Augenweide. Setzen Sie die Zwiebeln noch vor dem ersten Frost, dies doppelt so tief wie sie dick sind. Weitere Tipps und Geschichten finden Sie entlang des "Tulpenwegs" am Tulpenzwiebel- und Genussmarkt auf Schloss Wildegg. Weitere Blogbeiträge 18. September 2021 Herbst-Vorbereitungen für die Tulpenpracht im Frühling Die Tage werden kürzer und der Morgen riecht nach Herbst? Zeit, sich Gedanken über die Tulpenplanung zu machen. Der Gartentipp aus Schloss… 01. November 2022 Im Herbst pflanzen, was im Frühling farbenfroh blüht Sobald die Bäume im goldenen Herbst ihr Blätterkleid verlieren, ist Gartenputz angesagt: Rasen, Hecken und Bodendeckerbeete müssen vom Laub… 01. Juni 2021 So pflanzen Sie Tulpen im Frühling um Kennen Sie das? Sie haben einen Garten voll schön blühender Tulpen. Doch diese passen farblich nicht so recht zueinander. Dafür gibt es eine… Von Melissa Gögele & Tanya van der Laan Von Melissa Gögele & Tanya van der Laan Ähnliche Artikel finden Sie hier: Kategorie Gartentipp aus dem Wildegger Schlossgarten Kommentare

 
Museum Aargau

So raffiniert war die Mode im Spätmittelalter

Zurück zum Blog 02. Oktober 2020 Kategorien Schlossgeschichten Historische Kleidung Welche Kleidung trugen die Leute im späten Mittelalter? Etwas Sackartiges und Einfaches in Braun? Weit gefehlt! Gerade im ausgehenden Mittelalter wurden die Schnitte immer körperbetonter und raffinierter. Und eine ganze Reihe leuchtender Farben konnte auch mit einigermassen erschwinglichen Naturfärbemitteln wie Krapp oder Färberwaid hergestellt werden. Die Frau des Landvogts macht sich morgens zurecht Um die Vielfalt des ausgehenden 15. Jahrhunderts in der Schweiz und im süddeutschen Raum darzustellen, reicht ein einzelner Blogbeitrag natürlich nicht aus. Aber wir werfen einen kleinen Blick darauf, was die fiktive Frau von Landvogt Jörg Freiburger bei Antritt seiner zweiten Amtszeit als Landvogt auf der Lenzburg um 1485 getragen haben könnte. Haartracht und Unterwäsche Als respektable und verheiratete Frau trägt Frau Freiburger ihre Haare nicht offen, sondern geflochten und unter einer Haube. Ein wenig vom Haar lässt sie aber mit den Haarschnecken hervorblitzen. Als unterste Schicht, quasi als Unterwäsche direkt am Körper, wird ein weisses Leinenhemd getragen. Das Hemd kann einfach oder gefältelt sein und reicht ungefähr bis zum Knöchel. Darunter trägt Frau Freiburger Strümpfe aus Wollstoff. Um diese vom Rutschen abzuhalten, konnten Lederriemen oder Bänder zum Fixieren getragen werden. Dies war meist schon die gesamte Unterwäsche der Frau. Es gibt zwar Funde und Quellenhinweise auf "tuttenseck" – was so viel heisst wie "Brustsäcke" – also eine Art BH aus Leinen, aber solche sind vermutlich nicht in jedem Fall getragen worden. Dame im Unterkleid, Ausschnitt aus "Le livre appellé Decameron […]", 15. Jh., Digitalisat der Bibliothèque Nationale de France, 387r. Schuhe: Material und Fertigung Die Schuhe waren aus Leder gefertigt und nicht etwa wie heute rahmengenäht, sondern wendegenäht. Das bedeutet, dass die Schuhe mit der Innenseite nach aussen zusammengenäht und danach umgestülpt, also gewendet wurden. Bei schlechter Witterung oder morastiger Strasse konnte Frau Freiburger zusätzlich Trippen tragen. Trippen sind Unterschuhe aus Holz oder Leder, welche die Schuhe vor Nässe und Dreck schützen. Kleid mit angesetztem Rockteil und Nestelschnur Als nächste Schicht kommt das Kleid. Das Kleid von Frau Freiburger ist aus zweifach krappgefärbtem rotem Wollstoff gefertigt und hat einen angesetzten Rockteil. Die Variante mit angesetztem Rockteil anstelle von durchgehenden Bahnen mit eingesetzten Geren kam ab dem 15. Jahrhundert auf. Geschlossen wird das Kleid vorne mit einer Nestelschnur, die durch eine Reihe von angenähten Messingringen gezogen wird. Es gab aber auch andere Verschlussmöglichkeiten, beispielsweise Haken und Ösen oder Nestellöcher. Ausschnitt aus der "Kreuzabnahme" von Rogier van der Weyden, 1430-1435. Deutlich zu sehen ist die Naht in der Taille, wo der Rockteil angesetzt ist. Die hinten geschlitzten und durch Nestelschnüre zusammengehaltenen Ärmel waren in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts in der Schweiz und auch im süddeutschen Raum sehr modisch. Über dem Kleid wurde oft ein Gürtel getragen. Daran konnte der Almosenbeutel befestigt werden. Barbara von Erlach, Amtliche Berner Chronik von Diebold Schilling, 1484-1485, Digitalisat E-Codices. Haube: Vielerlei Varianten Als nächstes folgt die Haube. Diese kann gerade im 15. Jahrhundert in vielen Formen und Variationen daherkommen. Wichtig ist hierbei, dass jede respektable Frau ab einem gewissen Alter – nicht nur die verheirateten! – ihre Haare mindestens teilweise bedeckte. Die manchmal voluminösen Haubengebilde konnten in verschiedenen Varianten gewickelt, gelegt und konstruiert werden. Vielfach verwendete man ein langes, rechteckiges Tuck, ein so genanntes "Steuchlein". Dieses war meist aus gebleichtem Leinen, konnte bei wohlhabenderen Trägerinnen aber auch aus feinem Wollstoff oder sogar Seide gefertigt sein. Festgesteckt wurden die Stoffschichten mit Nadeln. Ob die Hauben jeweils neu gewickelt oder einmal gewickelt mit Nähten fixiert und wieder so aufgesetzt wurden, lässt sich nur vermuten. Anonym, Portrait einer jungen Frau, um 1480. Portrait einer jungen Frau, Martin Schongauer, um 1480 Überkleid und Umhänge Über dem Kleid wurde, bei kälteren Temperaturen oder allgemein beim Ausgehen ausser Haus, ein Überkleid getragen. Frau Freiburgers Überkleid ist aus waidgefärbter Wolle mit gelbem Leinenfutter. Im 15. Jahrhundert kam auch die so genannte Schaube auf, eine Art Mantel mit Ärmeln. Diese wurde von Männern und Frauen getragen. Frau in einem roten Überkleid, Ausschnitt aus Albrecht Dürers "Wunderbare Errettung eines ertrunkenen Knaben aus Bregenz", 1490-1493. Sitzende Frau von hinten gesehen, sie trägt eine Schaube. Zeichnung von Hans Holbeim dem Älteren, Studie um 1500. Umhänge wurden im 15. Jahrhundert von Frauen offenbar seltener getragen, jedoch gibt es in der Chronik des Diebold Schilling eine Darstellung von "pfaffendirnen", welche eben solche kurzen Umhänge tragen. Pfaffendirnen, die festgenommen werden. Zwei von ihnen tragen kurze Mäntel. Amtliche Berner Chronik von Diebold Schilling, 1484-1485, Digitalisat E-Codices. Um das Überkleid zusammenzuhalten trägt Frau Freiburg einen bestickten Gürtel – es könnte aber auch ein Ledergürtel sein. Die Stickerei hier ist einem Original aus dem Victoria and Albert Museum in London nachempfunden, die aus Deutschland stammt und auf das 14. oder 15. Jahrhundert datiert ist. So gekleidet ist Frau Landvogt nun bereit für einen Gang auf den Markt! Und wie gehen sie an einem kühleren Tag aus dem Haus? Verwendete und weiterführende Literatur (z.T aus anderen geographischen Räumen): Cowfoot, E.; Pritchard, F.; Staniland, K.: Textiles and Clothing 1150 – 1450 , London, 2001. Geppert, Silke: Mode unter dem Kreuz. Kleiderkommunikation im christlichen Kult , Salzburg, 2013. Harlaut, Mathieu: Company of Saynt George – Clothing Guide Men , Bern, 2o10. Holenstein et al.: Zweite Haut. Zur Kulturgeschichte der Kleidung , Bern, Stuttgart, Wien, 2010 IG Gewand: Um 1504 – Die Grundausstattung , Karlsruhe, Bretten, 2017. Kania, Katrin: Kleidung im Mittelalter. Materialein – Konstruktion – Nähtechnik. Ein Handbuch , Köln, Weimar, Wien, 2010. Nutz, Beatrix; Stadler, Harald: How to pleat a shirt in the 15th century, Eastop, 2007. Ostergaard, Else: Woven into the Earth: Textile Finds from North Greenland, Aarhus, 2004. Thursfield, Sarah: The Medieval Tailor's Assistant, Ramsbury, 2018. Zander-Seidel, Jutta: "Haubendämmerung: Frauenkopfbedeckungen zwischen Spätmittelalter und Früher Neuzeit" , in : Schwinges, Rainer C.; Schorta, Regula (Hrsg.): Fashion and clothing in late Medieval Europe, Basel, 2010, S. 37-43. Weitere Blogbeiträge 17. Dezember 2020 Schnürleib, Strümpfe, Strohhut – die Damenmode um 1780 Margaretha Mutach weilte um 1780 als Frau des Landvogts auf Schloss Lenzburg. Was trugen die Damen zu jener Zeit? Eine Reise in die… 11. Juli 2023 Sommer-Accessoires im 19. Jahrhundert Museum Aargau präsentiert eine Auswahl von Accessoires, welche die Damen und Herren des 19. Jahrhunderts im Sommer trugen. Diese Objekte… 05. Mai 2023 Römische Kleidung – Kleidervorschriften und gesellschaftlicher Status Kleidung war auch im Römischen Reich ein wichtiges Mittel der Selbstdarstellung und Inszenierung. Doch was genau trugen die Bewohnerinnen… Von Gabriela Gehrig Von Gabriela Gehrig Gabriela Gehrig leitet das Freiwilligenprogramm von Museum Aargau und ist als Geschichtsvermittlerin tätig. Als Historikerin interessiert sie sich besonders für Sozial- und Kostümgeschichte und schneidert wann immer möglich auch selber. Ähnliche Artikel finden Sie hier: Kategorien Schlossgeschichten Historische Kleidung Kommentare

 
Museum Aargau

Unsittlich? Das Fahrrad als Symbol für die Emanzipation der Frau

Zurück zum Blog 16. September 2020 Kategorien Schätze aus der Sammlung 20./21. Jh. Ob Mountainbike, Rennrad oder Fixie: Das Fahrrad kommt heutzutage in verschiedensten Formen und Funktionen daher. Bevor all dieser Spezialisierung gab es schon früh eine Unterteilung in Frauen- und Männerräder. Doch woher kommt diese Unterscheidung, wieso war das frühe Fahrrad äusserst politisch und was genau hat die Produktion eines Damenrades mit Möbeln aus Deutschland zu tun? Antworten auf diese Fragen finden sich unter anderem im Aargau, anhand eines Fabrikats der Firma Aarios. © Museum Aargau Schon 1930 Licht vom Dynamo und Rücktrittsbremse Form und Funktion dieses Fahrrads aus dem Jahre 1930 sind auch bis heute noch häufig anzutreffen und bekannt. Das Rad besitzt eine Zweigangschaltung und auch schon ein Licht, das mit einem Dynamo betrieben wird. Heutzutage eher selten anzutreffen ist die Rücktrittbremse, welche per Pedalbewegung nach hinten ausgelöst wird. In Bedacht auf holprige Wege und Strassen und noch vor der Erfindung der Gabelfeder, ist hier der Sattel mit einer Konstruktion aus zwei Metallfedern ausgestattet, um die Fahrt angenehmer zu machen. Sowohl Rahmen als auch Räder und die Glocke kommen direkt aus dem Hause Aarios, während bei den restlichen Teilen ein Sammelsurium mittlerweile nicht mehr existierender Schweizer und europäischer Traditionsbetriebe wie die Injecta AG, Fichtei und Sachs oder Sepper anzutreffen sind. Radfahren für Frauen galt lange als unsittlich Was nun die Bezeichnung als Damenfahrrad ausmacht, ist die geschwungene Form des Rahmens im Gegensatz zu der als "männlich" bekannten Dreiecksform. Die geschwungene Konstruktion war ursprünglich vor allem dazu gedacht, den Aufstieg auf das Fahrrad mit einem langen Rock zu ermöglichen. Denn gerade in der frühen Zeit des modernen Fahrrads, Ende des 19. Jahrhunderts, war es oft ein Austragungsort emanzipatorischer Kämpfe. So war das Radfahren lange noch als unsittlich für Frauen angesehen, da es ihnen erlaubte, sich ohne männliche Begleitung frei zu bewegen. Ebenso kamen mit dem Fahrrad auch eine Reihe neuer Kleidermoden hervor, welche die oft sehr unhandlichen Röcke des ausgehenden 19. Jahrhunderts ersetzten. War das Fahrrad somit zu Beginn noch rein "männlich" gestaltet, spiegeln sich in der neuen Form des Damenrads auch jene Kämpfe wider, die Frauen eine freiere Gestaltung des Lebens ermöglichten. Neue Moden und neue Freiheit mit dem Fahrrad. (Quelle: Wikimedia) Die Traditionsmarke Aarios aus Aarau Hinter diesem Rad zu finden ist einer der wenigen noch verbliebenen Schweizer Traditionsmarken: Aarios. Das Unternehmen ging 1930 aus der Fahrradmanufaktur Waibel & Cie hervor und war ein Zusammenschluss mehrerer Geschäftsleute aus dem Aargau. Mal als AG und mal als Genossenschaft war das Unternehmen bis 1982 in Aarau ansässig und zog dann aber nach Gretzenbach in Solothurn um. Seit 1978 läuft das Unternehmen unter der Führung von Arnold Ramel und hat sich zum Ziel gemacht, weiterhin die Rahmen komplett selber und aus Stahl herzustellen. Im Gegensatz zu der Konkurrenz auf dem Weltmarkt sind solche Räder gewiss etwas teuer, doch die Verwendung von Stahl anstelle von Aluminium sorgt für Stabilität und schuf Aarios eine kommerzielle Nische, in der sich das Unternehmen bis heute halten kann. Das Verfahren des Stahlbiegens, welches zur Herstellung von Fahrradrahmen generell aber besonders zur Herstellung von Damenrädern nötig ist, war übrigens eine Inspirationsquelle für den ungarischen Möbelbauer Marcel-Breuer in Deutschland, einem wichtigen Vertreter des Bauhauses. Ein Fahrrad als Symbol für die Emanzipation Das vorliegende Fahrrad kam durch eine Schenkung der Familie der ehemaligen Besitzerin in die Sammlung des Museum Aargau. Ursprünglich gehörte dies Lydia Brack (1905-1999), welche in Zürich als Krankenschwester in einer Pflegerinnenschule tätig war. Zum Zeitpunkt des Baus dieses Rades waren sowohl die hart erkämpfte Bewegungsfreiheit mittels des Fahrrades als auch die allgemeine Emanzipation der Frauen schon wichtige Schritte gegangen. Das Fahrrad begleitete nicht nur Lydia Brack zur Arbeit und im Alltag, sondern steht auch für eine ganze Gesellschaftsgeschichte hinter der Nutzung eines alltäglichen Objekts. 05. April 2020 Erinnerungen an früher: Die Velonummer Die "Velonummer" ist unterdessen zum Kultobjekt mit "Flashback-Effekt" geworden. Als Material wurde auch Aluminiumblech verwendet, eine… 07. Juni 2023 Frauen im Legionslager? Wer das Wort "Legionslager" hört, denkt als erstes unweigerlich an eine von Männern geprägte Domäne. Aber auch Frauen haben ihre Spuren in… 11. Juli 2023 Sommer-Accessoires im 19. Jahrhundert Museum Aargau präsentiert eine Auswahl von Accessoires, welche die Damen und Herren des 19. Jahrhunderts im Sommer trugen. Diese Objekte… Von Lukas Becker Von Lukas Becker Lukas Becker ist Historiker und Praktikant der Sammlung von Museum Aargau. Ähnliche Artikel finden Sie hier: Kategorien Schätze aus der Sammlung 20./21. Jh. Kommentare

 
Museum Aargau

Kochvideo: Zanzarellisuppe – Rezept aus dem Mittelalter

Zurück zum Blog 01. September 2020 Kategorien Mittelalter Kochvideos & historische Rezepte Geniessen Sie eine italienische Zanzarellisuppe nach einem Rezept aus dem Mittelalter. Unser Kochvideo zeigt, wie die Suppe zubereitet wird! Diese Suppe findet sich im italienischen Kochbuch des Maestro Martino, Libro de Arte Coquinaria aus dem 15. Jahrhundert. Der Maestro hiess mit richtigem Namen Martino de’ Rossi und stammte aus dem Bleniotal, im heutigen Tessin, Schweiz. Er war Koch am Hofe der Sforza und kochte in Florenz für Herzog Galeazzo Maria Sforza. Er war später geheimer Koch der Päpste Paul II. und Sixtus IV. Weitere Werke, die ihm zugeschrieben werden: "Libro de cosina" und "De honestea voluptate". Rezept für: 6 Personen Dauer: 25 Minuten Zutaten 80 g getrocknetes Brot,fein zerkleinert 200 g Parmesan, gerieben 8 Eier, verquirlt 2 l Bouillon 8 Safranfäden, gemörsert Gewürzmischung aus gemahlenem Zimt, Ingwer, Muskatnuss und Pfeffer Zubereitung Brot, Parmesan und Eier zu einem nicht zu dicken Teig vermengen. Die Bouillon zum Kochen bringen. Den Safran zugeben. Einige Minuten ziehen lassen. Danach die Brot-Käse-Eier-Masse zugeben, mit dem Quirl vermischen und warten, bis die Suppe wieder aufkocht. Ein oder zwei Mal aufkochen, bis sich die Flüssigkeit abhebt. Die Suppe nimmt durch das wiederholte Aufkochen eine körnige Konsistenz an. Vom Feuer nehmen, grosszügig mit der Gewürzmischung abschmecken. Zusatzinformationen Weisse Zanzarelli-Suppe erhält man, wenn man anstelle der ganzen Eier nur Eiweiss verwendet und anstelle des Safrans der Bouillon etwas Mandelmilch beigibt. Weitere Kochvideos 07. April 2020 Kochvideo: Gebackene Zwiebeln – Rezept aus dem Mittelalter Kochen Sie gebackene Zwiebeln nach einem raffinierten Rezept aus dem Mittelalter. 23. Juni 2020 Kochvideo: Safran-Sahne-Torte – Rezept aus dem Mittelalter Im Kochvideo zeigen wir Ihnen, wie sie eine Safran-Sahne-Torte zubereiten – ein mittelalterliches Rezept aus der Sammlung "Two… 04. Mai 2020 Kochvideo: Huhn an Zitrone – Rezept aus dem Mittelalter Huhn an Zitrone: ein raffiniertes Rezept aus dem Mittelalter. Im Kochvideo zeigen wir, wie's geht! Von Angela Dettling Von Angela Dettling Angela Dettling ist Leiterin Vermittlung von Museum Aargau. Die Historikerin kocht für ihr Leben gern Gerichte aus 2000 Jahren. Ähnliche Artikel finden Sie hier: Kategorien Mittelalter Kochvideos & historische Rezepte Kommentare

 
Museum Aargau

"Damals im Aargau": Podcast mit dem Gründer von Form+Wohnen Baden

Zurück zum Blog 12. Dezember 2021 Kategorie Podcast: Damals im Aargau (Oral History) Sepp Schmid erzählt im Podcast von Museum Aargau aus seinem erfolgreichen Berufsleben als Gründer des Interior-Design-Geschäfts Form+Wohnen in Baden-Wettingen. Das Einrichtungsgeschäft Form+Wohnen ist ein Begriff für Aargauer Design- und Möbelliebhaber. Heute befindet es sich in Wettingen und wird in zweiter Generation von Reto Schmid geführt. Form+Wohnen - eine Familiengeschichte Sein Vater, Sepp Schmid gründete die Firma 1969 in Baden und durchlebte viele «Wellenbewegungen», wie er die Veränderungen von Modetrends und Wirtschaftsbedingungen beschreibt. Mit einem sicheren Gespür für Marketing und Verkauf, gepaart mit fundierten Kenntnissen und handwerklichem Können, schuf er zusammen mit seiner Frau Erika Schmid weit mehr als ein Einrichtungshaus, sondern eine Firma und AG für exklusive Wohnberatung. Hören Sie in der vierten Folge der Podcast Reihe “Damals im Aargau" wie es Sepp Schmid gelang, finanziell potente Kundschaft anzusprechen, den «Wellenbewegungen» zu folgen und einen Familienbetrieb zu initiieren, der noch heute floriert. Von Museum Aargau Von Museum Aargau Das Team von Museum Aargau zeigt an dieser Stelle digitale Einblicke in die Museumsstandorte. Ähnliche Artikel finden Sie hier: Kategorie Podcast: Damals im Aargau (Oral History) Kommentare 23.11.2024 Sarah Batschelet The world’s gift to fine service and beautiful furniture! Chapeau, dear Sepp! 23.11.2024 Sarah Batschelet A super podcast! Sepp hat für mich die Badener Fesign-Landschaft weit verbreitet, und mich als Kundin immer willkommen geheißen. The best man in fine furniture I’ve ever known!

 
Museum Aargau

Dahlien: Die Königin unter den Knollen

Zurück zum Blog 11. September 2020 Kategorie Gartentipp aus dem Wildegger Schlossgarten Dahlien haben im 18. Jahrhundert über die Seefahrer ihren Weg aus der "neuen Welt" nach Europa gefunden. Die exotische Pflanze blüht in ganz überraschenden Formen und Farben. Die Blütenform der Pompon-Dahlie etwa ist ganz rund und flach mit eingerollten Blütenblättern, während die Hirschgeweih-Dahlie fransige und abstehende Blütenblätter hat. Es gibt auch Kaktus-Dahlien oder solche, die einer Seerose ähnlichsehen. Ausser in blau blüht die Dahlie in allen Farben, ja sogar mehrfarbig, und ihre Blüten haben einen Durchmesser von 5 bis 20 Zentimetern. Dahlien: ab Mitte Mai pflanzen Dahlien können als Knollen gekauft und ab Mitte Mai an einem sonnigen Standort in gelockertem, mit Kompost angereichertem Boden gepflanzt werden. Zusätzlicher Blütendünger im Laufe der Vegetationszeit und fleissiges Ausschneiden verwelkter Blüten fördert die stetige Bildung der neuen Pracht. Das Zusammenhalten der Triebe durch Aufbinden ist bei den meisten Sorten nötig. Dahlien schmücken den Garten bis zu den ersten Frösten. Danach wird das Kraut auf ca.10 Zentimeter abgeschnitten, die Knolle ausgegraben, und ohne Erde an einem frostfreien Ort überwintert. Es lohnt sich, die Knollen hin und wieder zu kontrollieren und sie mit Wasser zu besprühen, falls sie zu sehr austrocknen. Auf dass die Königin unter den Knollen im nächsten Sommer wieder königlich blüht! Von Tanya van der Laan Von Tanya van der Laan Ähnliche Artikel finden Sie hier: Kategorie Gartentipp aus dem Wildegger Schlossgarten Kommentare

 
Museum Aargau

Kirchlicher Lobgesang im Kloster Königsfelden

Zurück zum Blog 22. September 2020 Kategorie Klosterleben Udelhild von Hallwyl entführt im Kloster Königsfelden in die mystische Welt religiöser Hingabe! Schon als junges Mädchen lebte sie im Kloster Königsfelden, dem sie gegen Ende des 14. Jahrhunderts als Äbtissin vorstand. Entrückt ins 21. Jahrhundert wagt sie sich – singend und tanzend – in den Kirchenchor, der im 14. Jahrhundert nur den Franziskanermönchen und Königin Agnes zugänglich war. Geniesst ihren Lobgesang inmitten faszinierender Kirchenarchitektur. Copyright Gesang: „Clara dei famula“ bei Agnieszka Budzinska-Bennet, Ensemble Peregrina Von Museum Aargau Von Museum Aargau Das Team von Museum Aargau zeigt an dieser Stelle digitale Einblicke in die Museumsstandorte. Ähnliche Artikel finden Sie hier: Kategorie Klosterleben Kommentare

 
Schloss Habsburg

Räume mieten: Jägerstube

Das Schlossrestaurant Habsburg vermietet die Jägerstube für Anlässe mit maximal 16 Personen. In der Jägerstube sind verschiedene Bestuhlungsvarianten möglich. Zudem führt das Regionale Zivilstandsamt Brugg hier zivile Trauungen durch. Für weitere Informationen und Buchungen kontaktieren Sie direkt das Schlossrestaurant Habsburg: Schlossrestaurant Habsburg Virtueller Rundgang Das Wichtigste in Kürze Standort Schloss Habsburg Saisonalität Ganzjährig buchbar Kapazität Maximal 16 Personen Anzahl Räume 1 Raum (Total 28 m 2 ) Buchung Dieser Raum ist über das Schlossrestaurant Habsburg buchbar Infos & Buchung

 
Schloss Habsburg

Räume mieten: Weinkeller

Das Schlossrestaurant Habsburg vermietet den Weinkeller für Anlässe mit maximal 80 Personen. Der historische Weinkeller eignet sich für Apéros in besonderer Atmosphäre. Für weitere Informationen und Buchungen kontaktieren Sie direkt das Schlossrestaurant Habsburg: Schlossrestaurant Habsburg Das Wichtigste in Kürze Standort Schloss Habsburg Saisonalität Ganzjährig buchbar Kapazität Maximal 80 Personen Anzahl Räume 1 Raum (Total 86 m 2 ) Buchung Dieser Raum ist über das Schlossrestaurant Habsburg buchbar Infos & Buchung

Gradian
Blick in die Halle des Sammlungszentrums Egliswil

Sammlungszentrum Egliswil

Schatzkammer
der Sammlung

Das Sammlungszentrum Egliswil ist die Schatzkammer der Sammlung von Museum Aargau. Die Sammlung umfasst rund 50'000 Objekte. Besuchen Sie das Sammlungszentrum im Rahmen einer öffentlichen Führung.

DIE SAMMLUNG

 
Ein gelber Heizlüfter, Objekt im Sammlungszentrum Egliswil

Die Sammlung
Museum Aargau

Rund 50'000 Objekte zur Aargauer Geschichte  

 
Grosses Handy in der Hand eines Benutzers, auf dem Bildschirm ist die "Sammlung online" von Museum Aargau dargestellt.

Sammlung
online

Entdecken Sie ausgewählte Objekte digital  

DIENSTLEISTUNGEN

 

Wir unterstützen Sie gerne

Dienstleistungen

Objektausleihe, Reproduktionen, Beratung und Schenkungen

SAMMLUNG BESUCHEN

 
Ein Mann präsentiert im Sammlungszentrum Egliswil einen historischen Kelch. Neben und hinter dem Mann steht eine Besuchergruppe.

Öffentliche
Führungen

Veranstaltungskalender  

 
Alte Bücher auf einem Tisch

Anreise: So
finden Sie uns

Anfahrt mit Auto und öV  

Das Sammlungszentrum in 43 Sekunden