Kloster Königsfelden

Geschichte

Königin Elisabeth gründete 1309 das Kloster Königsfelden, nachdem ihr Mann, König Albrecht von Habsburg, an dieser Stelle ermordet worden war – von seinem eigenen Neffen, der sich um sein Erbe betrogen fühlte. Da der sterbende König seine Sünden keinem Priester beichten konnte, drohte ihm Sühne im Fegefeuer. Dem sollten die Gebete der Klostergemeinschaft entgegenwirken. Elisabeth umgab die Bettelordenskirche mit einem Kloster für Klarissen im Süden und einem für Franziskaner im Norden. Im Zentrum des Kirchenschiffs befindet sich die Gruft. Dort setzte Elisabeths Tochter Agnes 1316 die Gebeine ihrer Mutter bei. Albrecht selbst ist im Dom von Speyer bestattet. Königin Agnes von Ungarn Agnes wohnte bis zu ihrem Tod 1364 auf dem Klostergelände und leitete die Geschicke der Gemeinschaft, ohne selbst ins Kloster einzutreten. Sie und ihre Brüder statteten das Kloster mit Gütern und Einkünften aus. Agnes sorgte dafür, dass der Chor Fenster mit einem ausgeklügelten Bildprogramm erhielt: Sie zeigen das Leben und Sterben Christi, umgeben von den Aposteln sowie den Ordensgründern Franziskus und Klara. Die habsburgischen Stifter liessen sich zuunterst in den Scheiben verewigen. Die farbigen Glasfenster entstanden zwischen 1330 und 1350 und zählen zu den herausragenden Kunstwerken des europäischen Mittelalters. Von Habsburg zu Bern Nach der Schlacht bei Sempach 1386 weitete Königsfelden das Totengedenken aus auf die Ritter aus dem Heer Herzog Leopolds III. von Habsburg. Die Gefallenen sind auf Wandmalereien im Archivgewölbe dargestellt sowie auf einer Tafel im Kirchenschiff aus dem 17. Jahrhundert. 1415 entrissen die Eidgenossen Habsburg den Aargau. Fortan verwaltete ein Hofmeister aus Bern das Eigenamt und führte den Gutshof des Klosters. Er wohnte in der Hofmeisterei westlich der Kirche. Einige Berner liessen sich wie ihre habsburgischen Vorgänger in der Kirche begraben. Eine Wappentafel aus dem 17. Jahrhundert erinnert an sie. Aufhebung des Klosters 1528 rief Bern die Reformation aus; die letzten Geistlichen verliessen das Kloster. Viele Nonnen waren schon in den Jahren zuvor ausgetreten. Damit endete das Gedenken an die verstorbenen Habsburger. Die Familie überführte die Gebeine 1770 ins Kloster Sankt Blasien im Schwarzwald. Danach verwendete Bern das Kirchenschiff als Kornhaus und die Klostergebäude als Asyl für Arme und Kranke. Psychiatrische Klinik und Kunstdenkmal 1803 ging das Kloster Königsfelden in den Besitz des neu gegründeten Kantons Aargau über. Dieser nutzte die alten Klosterbauten als Heil- und Pflegeanstalt. Das Männerkloster liess er bis auf das Archivgewölbe abbrechen. 1872 eröffnete ein neues Spitalgebäude ausserhalb der einstigen Klostermauern, die heutige psychiatrische Klinik. Im Lauf des 19. Jahrhunderts erkannten Fachkreise die Bedeutung der Glasfenster. Die erste umfassende Restaurierung versuchte, die Scheiben wieder vollständig herzustellen. 2002 endete die jüngste Restauration. Weiterführende Literatur Kurmann-Schwarz, Brigitte: Die mittelalterlichen Glasmalereien der ehemaligen Klosterkirche Königsfelden, Bern 2008. Kurmann-Schwarz, Brigitte und Rauschert, Jeannette: Das Kloster Königsfelden, Schweizerische Kunstführer GSK, Bern 2011. Simon Teuscher, Claudia Moddelmog (Hg.): Königsfelden. Königsmord, Kloster, Klinik, Baden 2012.

 
Schloss Lenzburg

Geschichte

Ein Ostschweizer Grafengeschlecht begann vor tausend Jahren, die Lenzburg zu erbauen und benannte sich fortan nach seinem Stammsitz. Dem Wappen der Grafen von Lenzburg zufolge bestand die erste Burg aus zwei Steintürmen, von denen der südlichere bis heute erhalten ist. Der letzte Lenzburger, Ulrich IV., vermachte die Burg 1173 Kaiser Friedrich I. 1253 fiel die Lenzburg an die Kyburger, die am Fuss des Burgfelsens die Stadt Lenzburg gründeten. Zwanzig Jahre später kaufte Rudolf I. von Habsburg die Burg, kurz bevor er zum König gewählt wurde. Aus der habsburgischen Zeit stammt das Ritterhaus, einer der grössten gotischen Profanbauten der Schweiz. Berner Verwaltungssitz Nachdem eidgenössische Truppen einen Grossteil des habsburgischen Aargaus erobert hatten, ohne jedoch die Lenzburg einzunehmen, kaufte Bern die Feste. Ab 1444 verwaltete jeweils ein Berner Landvogt von der Burg aus das Oberamt Lenzburg. Bis 1798 residierten 71 Patrizierfamilien auf dem Schloss und sorgten für dessen Unterhalt. Die meisten erhaltenen Bauten stammen aus der Berner Zeit: die Landvogtei, das Bernerhaus sowie der Nordtrakt. Als Bern 1528 die Reformation einführte, erhielt die Lenzburg stärkere Wehranlagen. Die Burg lag nahe der Grenze zum katholischen Freiamt. Während des Dreissigjährigen Krieges investierte Bern weiter in die Wehrbauten. Davon zeugen nicht nur die Doppeltoranlage sowie Bastionen im Osten und Süden des Felsplateaus, sondern auch die erste exakte Darstellung des Schlosses von 1624. Privatschule im kantonalen Schloss Als die Berner Herrschaft 1798 mit der Helvetischen Revolution endete, diente das Schloss einige Monate als Militärspital. Nach der Zeit der Helvetik übernahm 1804 der neu gegründete Kanton Aargau die Lenzburg. Erst zwanzig Jahre später erhielt das Schloss eine neue Nutzung: Der deutsche Pädagoge Christian Lippe leitete bis 1853 ein Internat, das nach Pestalozzis Methode von "Kopf, Herz und Hand" Knaben aus bürgerlichen Familien unterrichtete. Private Besitzer 1853 veräusserte der Kanton Aargau das Schloss an einen Zürcher Seidenfabrikanten; dessen Erben verkauften es dem Deutschen Friedrich Wilhelm Wedekind. Der Dichter Frank Wedekind verbrachte seine Jugendjahre auf der Lenzburg. Bauliche Veränderungen tätigte erst der dritte Privatbesitzer, August Jessup, ab 1896. Er versuchte, den Zustand der Anlage aus dem 17. Jahrhundert wiederherzustellen und gleichzeitig erhöhte er den Wohnkomfort durch Zentralheizung, Elektrifizierung und fliessendes Wasser. Auf Jessup folgte 1911 ein weiterer amerikanischer Grossindustrieller: James William Ellsworth. Dessen Sohn Lincoln plante im Schloss seine Expeditionen zum Nord- und Südpol. Das Schloss als Begegnungsort und Museum 1956 verkaufte die Flugpionierin Marie Louise Ellsworth-Ulmer das Schloss der Stiftung Schloss Lenzburg , die der Kanton Aargau und die Stadt Lenzburg gegründet hatten. Die Stiftung hatte sich zum Ziel gesetzt, das Schloss öffentlich zugänglich zu machen. Sie sorgt seither für den Bauunterhalt und vermietet das Ritterhaus für Anlässe. 1960 bis 2018 beherbergte das Bernerhaus das "Stapferhaus", benannt nach einem der Kantonsgründer, um in Ausstellungen und an Tagungen Gegenwartsfragen zu verhandeln. Nach einer umfassenden Sanierung eröffnete 1987 das Historische Museum Aargau in den Ostbauten des Schlosses seine Ausstellungen. Seit 2007 gehört Schloss Lenzburg zu Museum Aargau. Weiterführende Literatur Baudepartement des Kantons Aargau (Hg.): Schloss Lenzburg. Dokumentation der baulichen Sanierung 1978-1986, Aarau 1988. Dürst, Hans: Schloss Lenzburg, Historisches Museum Aargau. Schweizerische Kunstführer GSK, Bern 1992. Frey, Peter: Schloss Lenzburg. Neue Erkenntnisse zur Bau- und Siedlungsgeschichte. Ergebnisse der archäologischen Forschungen 1979-1984, in: Nachrichten des Schweizerischen Burgenvereins, Bd. 60, Zürich 1987. Neuenschwander, Heidi: Schloss Lenzburg seit der Kantonsgründung, in: Historische Gesellschaft des Kantons Aargau, Bd. 106, Aarau 1994. Niederhäuser, Peter: Die Lenzburg als Fürstensitz, in: Zeitschrift des Schweizerischen Burgenvereins, Basel 2018.

 
Schloss Habsburg

Geschichte

Die Sage erzählt, ein entflogener Jagdvogel habe Graf Radbot den Platz für seine Burg gezeigt: Er errichtete auf dem Wülpelsberg über der Aare seine "Habichtsburg". Gesichert ist, die früheren Habsburger verwalteten von ihrer Rodungsburg aus ihre Grundherrschaft, das spätere Eigenamt, ein Gebiet zwischen Aare, Reuss und Limmat. Was als befestigter Bauernhof begann, bauten die Habsburger schon bald zur monumentalen Doppelburg aus. Eine der grössten Burgen nördlich der Alpen Nach 1200 war die Habsburg vollendet. Vordere wie Hintere Burg verfügten über je einen Wohnbau, überragt von flankierenden Türmen. Wenig später verliess das Gründergeschlecht die Burg. Für die frühen Habsburger war die Burg nur ein Sitz unter mehreren: Mittelalterliche Herrscher ritten stets durch ihre Ländereien, um ihre Macht auszuüben. Seit dem 12. Jahrhundert finden sich Habsburger im Gefolge der Könige des römisch-deutschen Reichs. Ihre Burg hatten sie an Dienstleute verliehen. Die Habsburger Königsdynastie Rudolf I. bestieg 1273 als erster Habsburger den Thron des römisch-deutschen Reiches. Mit ihm verlagerte sich das habsburgische Machtzentrum nach Österreich. Durch kluge Heiratspolitik erlangten die Habsburger die Krone von Spanien, Böhmen und Ungarn. Im 16. Jahrhundert besass Karl V. ein Reich, in dem die Sonne nie unterging. Dem römisch-deutschen Reich waren bis zu seinem Ende im Jahr 1806 zwanzig Habsburger vorgestanden. Die Dynastie herrschte noch bis 1918 als Kaiser über Österreich-Ungarn. Die Familie von Habsburg besteht bis heute. Zerfall und Erforschung der Burg 1415 verlor Habsburg den Aargau – ausser dem Fricktal – an die Eidgenossenschaft. Die Vordere Burg war schon im Lauf des 13. Jahrhunderts zerfallen. Bern richtete auf dem Wülpelsberg eine Hochwacht ein, um bei Gefahr seine Truppen zu mobilisieren. Ein Hofmeister verwaltete die Burg vom Kloster Königsfelden aus. Seit 1804 ist die Habsburg im Besitz des Kantons Aargau. Er führte in der Vorderen und in der Hinteren Burg archäologische Grabungen durch. Schloss Habsburg gehört seit 2009 zu Museum Aargau. Weiterführende Literatur Frey, Peter et al.: Die Habsburg. Schweizerische Kunstführer GSK, Bern 1998. Frey, Peter: Die Habsburg. Bericht über die Ausgrabungen von 1994/95, in: Argovia Bd. 109, Aarau 1997, S. 123-176. Frey, Peter: Die Habsburg im Aargau. Bericht über die Ausgrabungen von 1978-1983, in: Argovia Bd. 98, Aarau 1986, S. 23-116. Meier, Bruno: Ein Königshaus aus der Schweiz. Die Habsburger, der Aargau und die Eidgenossenschaft im Mittelalter, Baden 2008. Siehe auch Zeitstrahl Ausstellungen & Rundgänge Kontakt

 
Museum Aargau

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Mit dieser Daten­schutz­erklärung informieren wir über die Bearbeitung von Personen­daten im Zusammenhang mit unseren Aktivitäten und Tätigkeiten einschliesslich unserer Website unter dem Domain­namen museumaargau.ch . Wir informieren insbesondere, welche Personendaten wir zu welchem Zweck, auf welche Art und an welchem Ort bearbeiten. Wir informieren ausserdem über die Rechte von Personen, deren Daten wir bearbeiten. Wir haben diese Daten­schutz­erklärung in deutscher Sprache verfasst. Bei der Veröffentlichung in einer anderen Sprache bleibt die deutschsprachige Daten­schutz­erklärung massgeblich. Für einzelne oder zusätzliche Aktivitäten und Tätigkeiten können wir weitere Daten­schutzer­klärungen oder sonstige Informationen zum Daten­schutz veröffentlichen. Inhalts­verzeichnis 1. Kontakt­adressen 2. Begriffe und Rechts­grundlagen 2.1 Begriffe 2.2 Rechts­grundlagen 3. Art, Umfang und Zweck der Bearbeitung von Personen­daten 4. Bekanntgabe von Personen­daten 5. Kommunikation 6. Daten­sicherheit 7. Personen­daten im Ausland 8. Rechte von betroffenen Personen 8.1 Daten­schutz­rechtliche Ansprüche 8.2 Rechtsschutz 9. Nutzung der Website 9.1 Cookies 9.2 Protokollierung 9.3 Zählpixel 9.4 Kommentare 10. Benach­richti­gungen und Mit­teilungen 10.1 Erfolgs- und Reichweiten­messung 10.2 Einwilligung und Wider­spruch 10.3 Dienst­leister für Benach­richti­gungen und Mit­teilungen 11. Social Media 12. Dienste von Dritten 12.1 Digitale Infrastruktur 12.2 Audio- und Video-Konferenzen 12.3 Online-Zusammenarbeit 12.4 Social Media-Funktionen und Social Media-Inhalte 12.5 Kartenmaterial 12.6 Digitale Inhalte 12.7 Dokumente 12.8 E-Commerce 12.9 Zahlungen 12.10 Werbung 13. Erweiterungen für die Website 14. Erfolgs- und Reichweiten­messung 15. Videoüberwachung 16. Abschliessende Hinweise zur Daten­schutz­erklärung 1. 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Bearbeiten: Jeder Umgang mit Personen­daten, unabhängig von den angewandten Mitteln und Verfahren, beispielsweise das Abfragen, Abgleichen, Anpassen, Archivieren, Aufbewahren, Auslesen, Bekannt­geben, Beschaffen, Erfassen, Erheben, Löschen, Offenlegen, Ordnen, Organisieren, Speichern, Verändern, Verbreiten, Verknüpfen, Vernichten und Verwenden von Personen­daten. 2.2 Rechts­grundlagen Wir bearbeiten Personen­daten im Einklang mit dem schweizerischen Recht wie insbesondere dem Bundes­gesetz über den Daten­schutz (Daten­schutz­gesetz, DSG) und der Verordnung über den Daten­schutz (Daten­schutz­verordnung, DSV). 3. Art, Umfang und Zweck der Bearbeitung von Personen­daten Wir bearbeiten jene Personen­daten, die erforderlich sind, um unsere Aktivitäten und Tätig­keiten dauerhaft, menschen­freundlich, sicher und zuverlässig ausüben zu können. 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Wir können betroffene Personen auch um ihre Ein­willigung ersuchen, wenn ihre Ein­willigung nicht erforder­lich ist. Wir bearbeiten Personen­daten für die Dauer , die für den jeweiligen Zweck erforderlich ist. Wir anonymisieren bzw. löschen Personen­daten insbesondere in Abhängigkeit von gesetzlichen Aufbewahrungs- und Verjährungs­fristen. 4. Bekanntgabe von Personen­daten Wir können Personen­daten an Dritte bekanntgeben , durch Dritte bearbeiten lassen oder gemeinsam mit Dritten bearbeiten. Bei solchen Dritten kann es sich beispielsweise um speziali­sierte Anbieter handeln, deren Leistungen wir in Anspruch nehmen. Solche Dritte können Personen­daten wiederum an Dritte bekannt­geben. Wir können Personen­daten im Rahmen unserer Aktivi­täten und Tätig­keiten insbesondere an Banken und andere Finanz­dienstleister, Behörden, Bildungs- und Forschungs­einrichtungen, Berater­innen und Rechts­anwälte, Buch­haltungs- und Treu­hand­dienst­leister, Inkasso­unter­nehmen, Interessen­vertretungen, IT-Dienst­leister, Kooperations­partner, Kredit- und Wirt­schafts­auskunfteien, Logistik- und Ver­sand­unter­nehmen, Marketing- und Werbe­agenturen, Medien, Mutter-, Schwester- und Tochter­gesell­schaften, Organi­sationen und Verbände, soziale Ein­richtungen, Tele­kommunikations­unternehmen, Ver­sicherungen und Zahlungs­dienst­leister bekannt­geben. 5. Kommunikation Wir bearbeiten Personen­daten, um mit einzelnen Personen sowie mit Behörden, Organi­sationen und Unternehmen kommuni­zieren zu können. Dabei bearbeiten wir insbesondere Daten, die uns eine betroffene Person bei der Kontakt­aufnahme übermittelt, beispielsweise per Briefpost oder E-Mail. Wir können solche Daten in einem Adress­buch oder mit vergleichbaren Hilfs­mitteln speichern. Dritte, die uns Daten über andere Personen über­mitteln, sind recht­lich ver­pflichtet, den Daten­schutz dieser betroffenen Personen eigen­ständig sicher­zustellen. Sie müssen ins­besondere gewähr­leisten, dass sie solche Daten über­mitteln dürfen, aber auch die Richtig­keit der übermittelten Daten gewährleisten. Wir nutzen ausgewählte Dienste von geeigneten Anbietern, um die Kommuni­kation mit einzelnen Personen und sonstigen Kommunikations­partnern zu ermöglichen und zu verbessern. Wir können mit solchen Diensten die Daten der betroffenen Personen auch jenseits der direkten Kommuni­kation verwalten und ander­weitig bearbeiten, beispiels­weise im Zusammen­hang mit Aufträgen, Leistungen, Projekten und Ressourcen­planung. 6. Daten­sicherheit Wir treffen geeignete technische und organisatorische Mass­nahmen, um eine dem jeweiligen Risiko angemessene Daten­sicherheit zu gewähr­leisten. Mit unseren Mass­nahmen gewähr­leisten wir insbesondere die Ver­traulichkeit, Ver­fügbarkeit, Nach­vollzieh­barkeit und Integrität der bearbeiteten Personen­daten, ohne aber absolute Daten­sicherheit gewährleisten zu können. Der Zugriff auf unsere Website und unsere sonstige digitale Präsenz erfolgt mittels Transport­verschlüsselung ( SSL / TLS , insbesondere mit dem Hypertext Transfer Protocol Secure, abgekürzt HTTPS ). Die meisten Browser warnen vor dem Besuch einer Website ohne Transport­verschlüsselung. Unsere digitale Kommunikation unterliegt – wie grundsätzlich jede digitale Kommunikation – der Massen­überwachung ohne Anlass und Verdacht durch Sicher­heitsbehörden in der Schweiz, im übrigen Europa, in den Vereinigten Staaten von Amerika (USA) und in anderen Ländern. Wir können keinen direkten Einfluss auf die entsprechende Bearbeitung von Personen­daten durch Geheim­dienste, Polizei­stellen und andere Sicherheits­behörden nehmen. Wir können auch nicht ausschliessen, dass eine betroffene Person gezielt überwacht wird. 7. Personen­daten im Ausland Wir bearbeiten Personen­daten grundsätzlich in der Schweiz. Wir können Personen­daten aber auch in andere Staaten bekanntgeben bzw. expor­tieren, ins­besondere um sie dort zu bear­beiten oder bear­beiten zu lassen. Wir können Personen­daten in alle Staaten auf der Erde und anderswo im Universum bekanntgeben, sofern das dortige Recht gemäss Beschluss des Schwei­zerischen Bundes­rates einen angemessenen Daten­schutz gewährleistet. Wir können Personen­daten in Staaten, deren Recht keinen angemessenen Daten­schutz gewähr­leistet, bekannt­geben, sofern aus anderen Gründen ein geeigneter Daten­schutz gewähr­leistet ist, ins­besondere auf Grund­lage von Standard­datenschutz­klauseln oder mit anderen geeigneten Garantien. Ausnahms­weise können wir Personen­daten in Staaten ohne angemessenen oder geeigneten Daten­schutz exportieren, wenn dafür die besonderen daten­schutz­rechtlichen Voraus­setzungen erfüllt sind, beispiels­weise die ausdrückliche Ein­willigung der betroffenen Personen oder ein unmittelbarer Zusammen­hang mit dem Abschluss oder der Abwicklung eines Vertrages. Wir geben betroffenen Personen auf Nachfrage gerne Auskunft über allfällige Garantien oder liefern eine Kopie von Garantien. 8. Rechte von betroffenen Personen 8.1 Daten­schutz­rechtliche Ansprüche Wir gewähren betroffenen Personen sämt­liche Ansprüche gemäss dem anwendbaren Recht. Betroffene Personen verfügen insbesondere über folgende Rechte: Auskunft: Betroffene Personen können Auskunft verlangen, ob wir Personen­daten über sie bearbeiten, und falls ja, um welche Personen­daten es sich handelt. Betroffene Personen erhalten ferner jene Infor­mationen, die erforder­lich sind, um ihre daten­schutz­rechtlichen Ansprüche geltend zu machen und Trans­parenz zu gewähr­leisten. Dazu zählen die bearbeiteten Personen­daten als solche, aber unter anderem auch Angaben zum Bearbeitungs­zweck, zur Dauer der Auf­bewahrung, zu einer all­fälligen Bekannt­gabe bzw. einem all­fälligen Export von Daten in andere Staaten und zur Herkunft der Personen­daten. Berichtigung und Einschränkung: Betroffene Personen können unrichtige Personen­daten berichtigen, unvoll­ständige Daten vervoll­ständigen und die Bear­beitung ihrer Daten ein­schränken lassen. Möglichkeit für eigenen Stand­punkt und mensch­liche Überprüfung: Betroffene Personen können bei Entscheidungen, die ausschliess­lich auf einer auto­matisierten Bearbeitung von Personen­daten beruhen und für sie mit einer Rechts­folge verbunden sind oder sie erheblich beein­trächtigen (auto­matisierte Einzel­entscheidungen), ihren eigenen Stand­punkt darlegen und die Über­prüfung durch einen Menschen verlangen. Löschung und Widerspruch: Betroffene Personen können Personen­daten löschen lassen («Recht auf Ver­gessen») und der Bear­beitung ihrer Daten mit Wirkung für die Zukunft wider­sprechen. Datenherausgabe und Datenübertragung: Betroffene Personen können die Heraus­gabe von Personen­daten oder die Übe­rtragung ihrer Daten an einen anderen Verant­wortlichen verlangen. Wir können die Ausübung der Rechte von betroffenen Personen im recht­lich zu­lässigen Rahmen auf­schieben, ein­schränken oder ver­weigern. Wir können betroffene Personen auf allen­falls zu erfüllende Voraus­setzungen für die Ausübung ihrer daten­schutz­rechtlichen Ansprüche hinweisen. Wir können beispiels­weise die Aus­kunft mit Ver­weis auf Geheim­haltungs­pflichten, überwiegende Inter­essen oder den Schutz anderer Personen ganz oder teil­weise verweigern. Wir können beispielsweise auch die Löschung von Personen­daten, ins­besondere mit Verweis auf gesetz­liche Auf­bewahrungs­pflichten, ganz oder teil­weise verweigern. Wir können für die Aus­übung der Rechte ausnahms­weise Kosten vor­sehen. Wir infor­mieren be­troffene Per­sonen vorgängig über all­fällige Kosten. Wir sind ver­pflichtet, betroffene Personen, die Auskunft ver­langen oder andere Rechte geltend machen, mit angemessenen Mass­nahmen zu identi­fizieren. Betroffene Personen sind zur Mit­wirkung verpflichtet. 8.2 Rechtsschutz Betroffene Personen haben das Recht, ihre daten­schutz­rechtlichen Ansprüche auf dem Recht­sweg durch­zusetzen oder Anzeige bzw. Beschwerde bei einer Daten­schutz-Auf­sichts­behörde zu erheben. Daten­schutz-Aufsichts­behörde für private Verantwortliche und Bundes­organe in der Schweiz ist der Eid­genössische Daten­schutz- und Öffentlich­keits­beauftragte (EDÖB) . 9. Nutzung der Website 9.1 Cookies Wir können Cookies verwenden. Bei Cookies – eigenen Cookies (First-Party-Cookies) als auch Cookies von Dritten, deren Dienste wir nutzen (Third-Party-Cookies) – handelt es sich um Daten, die im Browser gespeichert werden. Solche gespeicherten Daten müssen nicht auf traditionelle Cookies in Textform beschränkt sein. Cookies können im Browser temporär als «Session Cookies» oder für einen bestimmten Zeitraum als sogenannte permanente Cookies gespeichert werden. «Session Cookies» werden automatisch gelöscht, wenn der Browser geschlossen wird. Permanente Cookies haben eine bestimmte Speicher­dauer. Cookies ermöglichen insbesondere, einen Browser beim nächsten Besuch unserer Website wiederzuerkennen und dadurch beispielsweise die Reich­weite unserer Website zu messen. Permanente Cookies können aber beispiels­weise auch für Online-Marketing verwendet werden. Cookies können in den Browser-Einstellungen jederzeit ganz oder teilweise deaktiviert, eingeschränkt oder gelöscht werden. Die Browser-Einstellungen ermöglichen häufig auch eine automatisierte Löschung und sonstige Verwaltung von Cookies. Ohne Cookies steht unsere Website allenfalls nicht mehr in vollem Umfang zur Verfügung. Wir ersuchen – mindestens sofern und soweit erforderlich gemäss dem anwendbaren Recht – aktiv um die ausdrückliche Ein­willigung in die Verwendung von Cookies. Bei Cookies, die für die Erfolgs- und Reichweiten­messung oder für Werbung verwendet werden, ist für zahlreiche Dienste ein allgemeiner Widerspruch («Opt-out») über die AdChoices (Digital Advertising Alliance of Canada) , die Network Advertising Initiative (NAI) , YourAdChoices (Digital Advertising Alliance) oder Your Online Choices (European Interactive Digital Advertising Alliance, EDAA) möglich. 9.2 Protokollierung Wir können für jeden Zugriff auf unsere Website und unsere sonstige digitale Präsenz mindestens die nach­folgenden Angaben protokollieren, sofern diese bei solchen Zugriffen an unsere digitale Infrastruktur standard­mässig ermittelt oder über­mittelt werden: Datum und Zeit einschliesslich Zeit­zone, IP-Adresse , Zugriffs­status (HTTP-Statuscode) , Betriebs­system einschliesslich Benutzer­oberfläche und Version, Browser einschliesslich Sprache und Version, aufgerufene einzelne Unterseite unserer Website einschliesslich übertragener Daten­menge, zuletzt im gleichen Browser-Fenster aufgerufene Webseite (Referer bzw. Referrer) . Wir protokollieren solche Angaben, die auch Personen­daten darstellen können, in Log­dateien. Die Angaben sind erforderlich, um unsere digitale Präsenz dauerhaft, menschen­freundlich und zuverlässig bereit­stellen zu können. Die Angaben sind ferner erforderlich, um die Daten­sicher­heit gewähr­leisten zu können – auch durch Dritte oder mit Hilfe von Dritten. 9.3 Zählpixel Wir können Zählpixel in unsere digitale Präsenz einbinden. Zählpixel werden auch als Web-Beacons bezeichnet. Bei Zählpixeln – auch von Dritten, deren Dienste wir nutzen – handelt es sich üblicher­weise um kleine, nicht sicht­bare Bilder oder in JavaScript formulierte Skripte, die beim Zugriff auf unsere digitale Präsenz automatisch abgerufen werden. Mit Zähl­pixeln können mindestens die gleichen Angaben wie bei der Protokollierung in Log­dateien erfasst werden. 9.4 Kommentare Wir ermöglichen Ihnen, Kommentare auf unserer Website zu veröffentlichen. In diesem Rahmen bearbeiten wir insbesondere jene Angaben, die eine kommentierende Person selbst an uns übermittelt, aber auch die verwendete IP-Adresse sowie Datum und Zeit. Diese Angaben werden benötigt, um die Veröffentlichung von Kommentaren zu ermöglichen sowie um den Schutz vor Missbrauch sicherstellen zu können, was in unserem überwiegenden berechtigten Interesse liegt. 10. Benach­richti­gungen und Mit­teilungen 10.1 Erfolgs- und Reichweiten­messung Benachrichtigungen und Mitteilungen können Weblinks oder Zählpixel enthalten, die erfassen, ob eine einzelne Mitteilung geöffnet wurde und welche Weblinks dabei angeklickt wurden. Solche Weblinks und Zählpixel können die Nutzung von Benachrichtigungen und Mitteilungen auch personenbezogen erfassen. Wir benötigen diese statistische Erfassung der Nutzung für die Erfolgs- und Reichweitenmessung, um Benachrichtigungen und Mitteilungen aufgrund der Bedürfnisse und Lesegewohnheiten der Empfängerinnen und Empfänger effektiv und menschen­freundlich sowie dauerhaft, sicher und zuverlässig versenden zu können. 10.2 Einwilligung und Wider­spruch Sie müssen grundsätzlich in die Verwendung Ihrer E-Mail-Adresse und Ihrer sonstigen Kontaktadressen einwilligen, es sei denn, die Verwendung ist aus anderen rechtlichen Gründen zulässig. Für das allfällige Einholen einer doppelt bestätigten Einwilligung können wir das «Double Opt-in»-Verfahren verwenden. Sie erhalten in diesem Fall eine Mitteilung mit Anweisungen für die doppelte Bestätigung. Wir können eingeholte Einwilligungen einschliesslich IP-Adresse und Zeitstempel aus Beweis- und Sicherheitsgründen protokollieren. Sie können grundsätzlich dem Erhalt von Benachrichtigungen und Mitteilungen wie beispielsweise Newslettern jederzeit widersprechen. Mit einem solchen Widerspruch können Sie gleichzeitig der statistischen Erfassung der Nutzung für die Erfolgs- und Reichweitenmessung widersprechen. Vorbehalten bleiben erforderliche Benachrichtigungen und Mitteilungen im Zusammenhang mit unseren Aktivitäten und Tätigkeiten. 10.3 Dienst­leister für Benach­richti­gungen und Mit­teilungen Wir versenden Benach­richti­gungen und Mit­teilungen mit Hilfe von spezialisierten Dienst­leistern. Wir nutzen insbesondere: Mailchimp: Kommunikations­plattform; Anbieterin: The Rocket Science Group LLC DBA Mailchimp (USA) als Tochter­gesellschaft der Intuit Inc. (USA); Angaben zum Daten­schutz: Daten­schutz­erklärung (Intuit) ein­schliess­lich «Länder- und Regionen-spezifische Bestimmungen» , «Häufig gestellte Fragen zum Daten­schutz bei Mailchimp» , «Mailchimp und europäische Daten­übertragungen» , «Sicher­heit» , Cookie-Richt­linie , «Anfragen zu Daten­schutz­rechten» , «Recht­liche Bestimmungen» . 11. Social Media Wir sind auf Social Media-Plattformen und anderen Online-Plattformen präsent, um mit interessierten Personen kommunizieren sowie über unsere Aktivitäten und Tätigkeiten informieren zu können. Im Zusammenhang mit solchen Plattformen können Personendaten auch ausserhalb der Schweiz bearbeitet werden. Es gelten jeweils auch die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) und Nutzungsbedingungen sowie Datenschutzerklärungen und sonstigen Bestimmungen der einzelnen Betreiber solcher Plattformen. Diese Bestimmungen informieren insbesondere über die Rechte von betroffenen Personen direkt gegenüber der jeweiligen Plattform, wozu beispielsweise das Recht auf Auskunft zählt. 12. Dienste von Dritten Wir nutzen Dienste von spezialisierten Dritten, um unsere Aktivitäten und Tätigkeiten dauerhaft, menschen­freundlich, sicher und zuverlässig ausüben zu können. Mit solchen Diensten können wir unter anderem Funktionen und Inhalte in unsere Website einbetten. Bei einer solchen Einbettung erfassen die genutzten Dienste aus technisch zwingenden Gründen mindestens zeitweilig die IP-Adressen der Nutzerinnen und Nutzer. Für erforderliche sicherheitsrelevante, statistische und technische Zwecke können Dritte, deren Dienste wir nutzen, Daten im Zusammenhang mit unseren Aktivitäten und Tätigkeiten aggregiert, anonymisiert oder pseudonymisiert bearbeiten. Es handelt sich beispielsweise um Leistungs- oder Nutzungsdaten, um den jeweiligen Dienst anbieten zu können. Wir nutzen insbesondere: Dienste von Google: Anbieter­innen: Google LLC (USA) / Google Ireland Limited (Irland) teil­weise für Nutzer­innen und Nutzer im Euro­päischen Wirtschafts­raum (EWR) und in der Schweiz; All­gemeine Angaben zum Daten­schutz: «Umgang mit dem Daten­schutz» , Daten­schutz­erklärung , «Wie Google personen­bezogene Daten verwendet» , «Google ist der Einhaltung der anwendbaren Daten­schutz­gesetze verpflichtet» , «Leit­faden zum Daten­schutz in Google-Produkten» , «Wie wir Daten von Websites oder Apps verwenden, auf bzw. in denen unsere Dienste genutzt werden» , Cookie-Richt­linie , «Werbung, auf die du Einfluss hast» (Ein­stellungen für persona­lisierte Werbung) . Dienste von Microsoft: Anbieterinnen: Micro­soft Ireland Operations Limited (Irland) für Nutzer­innen und Nutzer im Euro­päischen Wirtschafts­raum (EWR), in der Schweiz und im Vereinigten König­reich / Micro­soft Corporation (USA) für Nutzer­innen und Nutzer im Rest der Welt; Allgemeine Angaben zum Daten­schutz: «Daten­schutz bei Micro­soft» , «Daten­schutz und Privat­sphäre» , Daten­schutz­erklärung , «Daten- und Daten­schutz­einstellungen» . 12.1 Digitale Infrastruktur Wir nutzen Dienste von spezialisierten Dritten, um benötigte digitale Infrastruktur im Zusammenhang mit unseren Aktivitäten und Tätigkeiten in Anspruch nehmen zu können. Dazu zählen beispielsweise Hosting- und Speicherdienste von ausgewählten Anbietern. Wir nutzen insbesondere: Cloudflare: Content Delivery Network (CDN); Cloudflare Inc. (USA); Angaben zum Datenschutz: «Datenschutz» , Datenschutzerklärung , Cookie-Richtlinie . Google Cloud einschliesslich Google Cloud Platform (GCP): Speicher­platz und sonstige Infrastruktur; Google Cloud-spezifische Anbieter­innen: Nationale oder regionale Google-Gesell­schaften je nach Land und Region ; Google Cloud-spezifische Angaben: «Daten­schutz-Center» , «Google Cloud und allgemeine Daten­schutz­grund­sätze» , «Google Cloud-Daten­schutz­hinweise» , «Daten­schutz» . METANET: Hosting; Anbieterin: METANET AG (Schweiz); Angaben zum Daten­schutz: Daten­schutz­erklärung , «Recht­liches» ein­schliesslich «Technisch-organi­satorische Mass­nahmen» . Ops One: Hosting; Anbieterin: Ops One AG (Schweiz); Angaben zum Datenschutz: Datenschutzerklärung . 12.2 Audio- und Video-Konferenzen Wir nutzen spezialisierte Dienste für Audio- und Video-Konferenzen, um online kommunizieren zu können. Wir können damit beispielsweise virtuelle Besprechungen abhalten oder Online-Unterricht und Webinare durchführen. Für die Teilnahme an Audio- und Video-Konferenzen gelten ergänzend die Rechtstexte der einzelnen Dienste wie Datenschutzerklärungen und Nutzungsbedingungen. Wir empfehlen, je nach Lebenssituation bei der Teilnahme an Audio- oder Video-Konferenzen das Mikrofon standardmässig stumm zu schalten sowie den Hintergrund unscharf zu stellen oder einen virtuellen Hintergrund einblenden zu lassen. 12.3 Online-Zusammenarbeit Wir nutzen Dienste von Dritten, um die Online-Zusammenarbeit zu ermöglichen. Es gelten ergänzend zu dieser Datenschutzerklärung jeweils auch allenfalls direkt ersichtliche Bedingungen der genutzten Dienste wie beispielsweise Nutzungsbedingungen oder Datenschutzerklärungen. Wir nutzen insbesondere: Asana: Plattform für Zusammenarbeit in Unternehmen; Anbieterin: Asana Inc. (USA); Angaben zum Datenschutz: «Vertrauen bei Asana» , Datenschutzerklärung , Bug-Bounty-Programm . Microsoft Teams: Platt­form für die pro­duktive Zusammen­arbeit, insbesondere mit Audio- und Video-Kon­ferenzen; Anbieterin: Microsoft; Teams-spezi­fische Angaben: «Sicher­heit und Compliance in Micro­soft Teams», insbesondere «Daten­schutz» . 12.4 Social Media-Funktionen und Social Media-Inhalte Wir nutzen Dienste und Plugins von Dritten, um Funktionen und Inhalte von Social Media-Plattformen einbetten zu können sowie um das Teilen von Inhalten auf Social Media-Plattformen und auf anderen Wegen zu ermöglichen. Wir nutzen insbesondere: Facebook (Soziale Plugins): Einbetten von Facebook-Funktionen und Facebook-Inhalten, zum Beispiel «Gefällt mir» («Like») oder «Teilen» («Share»); Anbieterinnen: Meta Platforms Ireland Limited (Irland) und weitere Meta-Unternehmen (unter anderem in den USA); Angaben zum Datenschutz: Datenschutzerklärung . 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Wir können ausserdem feststellen, ob unsere Werbung erfolgreich ist, das heisst insbesondere, ob sie zu Besuchen auf unserer Website führt (Conversion Tracking) . Dritte, bei denen wir werben und bei denen Sie als Nutzerin oder Nutzer angemeldet sind, können die Nutzung unserer Website allenfalls Ihrem dortigen Profil zuordnen. Wir nutzen insbesondere: Google Ads: Suchmaschinen-Werbung; Anbieterin: Google; Google Ads-spezifische Angaben: Werbung unter anderem aufgrund von Suchanfragen, wobei verschiedene Domain­namen – insbesondere double­click.net, google­adservices.com und google­syndication.com – für Google Ads verwendet werden, Datenschutzerklärung für Werbung , «Eingeblendete Werbung direkt über Anzeigen verwalten» . Meta-Werbeanzeigen (Meta Ads): Social Media-Werbung bei Facebook und Instagram; Anbieterinnen: Meta Platforms Ireland Limited (Irland) und weitere Meta-Unternehmen (unter anderem in den USA); Angaben zum Datenschutz: Targeting, auch Retargeting, insbesondere mit dem Meta-Pixel und mit Custom Audiences einschliesslich Lookalike Audiences , Datenschutzerklärung , «Werbepräferenzen» (Anmeldung als Nutzerin oder Nutzer erforderlich). TikTok Ads: Social Media-Werbung; Anbieterinnen: TikTok Information Technologies UK Limited (Vereinigtes König­reich) und TikTok Technology Limited (Irland) für Nutzerinnen und Nutzer im Euro­päischen Wirtschafts­raum (EWR), in der Schweiz und im Vereinigten König­reich / TikTok Inc. (USA) für Nutzerinnen und Nutzer in den USA / TikTok Pte. Ltd. (Singapur) für die meisten Nutzerinnen und Nutzer im Rest der Welt; Angaben zum Datenschutz: Remarketing und Targeting, insbesondere mit dem TikTok-Pixel , Daten­schutz­erklärung , «Daten­schutz­erklärung für Kinder» , «Daten­schutz­erklärung für TikTok-Partner» , Cookie-Richt­linie . 13. Erweiterungen für die Website Wir verwenden Erweiterungen für unsere Website, um zusätzliche Funktionen nutzen zu können. Wir können ausgewählte Dienste von geeigneten Anbietern nutzen oder solche Erweiterungen auf eigener digitaler Infrastruktur verwenden. Wir verwenden insbesondere: Google reCAPTCHA: Bot-Schutz (Unter­scheidung zwischen er­wünschten Aktivi­täten von Menschen und uner­wünschten Aktivi­täten von Bots); An­biete­rin: Google; Google reCAPTCHA-spezifische Angaben: «Was ist reCAPTCHA?» . 14. Erfolgs- und Reichweiten­messung Wir versuchen, den Erfolg und die Reich­weite unserer Aktivi­täten und Tätig­keiten zu messen. In diesem Rahmen können wir auch die Wirkung von Hin­weisen Dritter messen oder prüfen, wie unter­schiedliche Teile oder Versionen unserer digitalen Präsenz genutzt werden («A/B-Test»-Methode). Wir können aufgrund der Ergeb­nisse der Erfolgs- und Reich­weiten­messung insbesondere Fehler beheben, beliebte Inhalte stärken oder Ver­besserungen vor­nehmen. Für die Erfolgs- und Reich­weiten­messung werden in den meisten Fällen die IP-Adressen von einzelnen Nutzer­innen und Nutzern erfasst. IP-Adressen werden in diesem Fall grundsätzlich gekürzt («IP-Masking»), um durch die entsprechende Pseudo­nymisierung dem Grund­satz der Daten­sparsamkeit zu folgen. Bei der Erfolgs- und Reich­weiten­messung können Cookies zum Einsatz kommen und Nutzer­profile erstellt werden. Allenfalls erstellte Nutzer­profile umfassen beispiels­weise die besuchten einzelnen Seiten oder betrach­teten Inhalte auf unserer digitalen Präsenz, Angaben zur Grösse des Bild­schirms oder des Browser-Fensters und den – zumindest ungefähren – Standort. Grundsätzlich werden allfällige Nutzer­profile ausschliesslich pseudo­nymisiert erstellt und nicht für die Identi­fizierung einzelner Nutzer­innen und Nutzer verwendet. Einzelne Dienste von Dritten, bei denen Nutzer­innen oder Nutzer angemeldet sind, können die Nutzung unseres Online-Angebotes allenfalls dem Nutzer­konto oder Nutzer­profil beim jeweiligen Dienst zuordnen. Wir nutzen insbesondere: Google Marketing Platform: Erfolgs- und Reich­weiten­messung, insbesondere mit Google Analytics ; Anbieterin: Google; Google Marketing Platform-spezifische Angaben: Messung auch über ver­schiedene Browser und Geräte hinweg (Cross-Device Tracking) mit pseudo­nymisierten IP-Adressen, die nur aus­nahmsweise voll­ständig an Google in den USA über­tragen werden, Daten­schutz­erklärung für Google Analytics , «Browser-Add-on zur Deaktivierung von Google Analytics» . Google Tag Manager: Einbindung und Verwaltung von Diensten von Google und Dritten, insbesondere für die Erfolgs- und Reich­weiten­messung; Anbieterin: Google; Google Tag Manager-spezifische Angaben: Daten­schutz­erklärung für Google Tag Manager ; weitere Angaben zum Daten­schutz finden sich bei den einzelnen eingebundenen und verwalteten Diensten. Matomo: Erfolgs- und Reichweitenmessung; Anbieterin: InnoCraft Ltd. (Neuseeland, freie Open Source-Software); Angaben zum Datenschutz: Verwendung auf eigener digitaler Infrastruktur und mit anonymisierten IP-Adressen, «Liste aller Matomo-Funktionen» («List of all Matomo Features») . 15. Videoüberwachung Wir nutzen Videoüberwachung zur Prävention von Straftaten, zur Beweis­sicherung bei Straftaten und zur Wahrnehmung unseres Hausrechts. Wir speichern Aufnahmen aus unserer Videoüberwachung so lange, wie sie für die Beweis­sicherung oder einen anderen genannten Zweck erforderlich sind. Wir können Aufnahmen aus unserer Videoüberwachung sichern und an zuständige Stellen wie insbesondere Gerichts- oder Strafverfolgungsbehörden übermitteln, sofern die Übermittlung für einen genannten Zweck, in unserem überwiegenden Interesse oder aufgrund gesetzlicher Verpflichtungen erforderlich ist. 16. Abschliessende Hinweise zur Daten­schutz­erklärung Wir haben diese Daten­schutz­erklärung mit dem Daten­schutz-Generator von Daten­schutz­partner erstellt. Wir können diese Daten­schutz­erklärung jederzeit aktualisieren. Wir informieren über Aktualisierungen durch die Veröffentlichung der jeweils aktuellen Daten­schutz­erklärung auf unserer Website.

 
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Schloss Habsburg

Zeitstrahl

Bau- und Restaurationsgeschichte Familien- und Nutzungsgeschichte Bau- und Restaurationsgeschichte Die Rodungsburg Um 1020/30 liess Radbot den Wald auf dem Wülpelsberg roden und errichtete am höchsten Punkt des Gipfelgrats eine Burg. Unterhalb davon gründete er eine Siedlung, das heutige Dorf Habsburg. Die Burg bestand aus einem mehrstöckigen Steinhaus, umgeben von Holzbauten und geschützt von Holzpalisaden oder einer Trockenmauer. Das steinerne Haus war grösser und massiver gebaut als andere Burgen in der Region. Die Hausmauern bestanden aus kleineren Jurakalksteinen aus dem Burggraben. Das Dach war vermutlich mit Schindeln gedeckt. Es gab wahrscheinlich zwei oder drei hohe Säle im Haus. Die schartenartigen Fenster waren unverglast. Eine solche Rodungsburg war nichts anderes als ein fest gebauter grosser Bauernhof. Mehr Weniger 1020/30 Ausbau zur monumentalen Doppelburg Ab 1070 erweiterten die Habsburger die Anlage zu einer stark befestigten Doppelburg. Das Steinhaus erhielt einen über Eck gestellten Turm im Osten und einen an seine nördliche Mauer anschliessenden Turm. Dort heizte ein offenes Herdfeuer; Kachelöfen gab es wohl erst seit dem 12. Jahrhundert. An den östlichen Turm war eine Latrine angebaut, die zum Wohnraum hin offen war – man verrichtete sein Geschäft in Gesellschaft. Am westlichen Ende des Grates entstand die Hintere Burg: Von den ersten Bauten ist nur der kleine Turm erhalten. Er diente habsburgischen Dienstleuten als Wohnturm. Zwischen den beiden Burgen lag ein Hof mit Holzbauten für Gesinde und Vieh. Der ganze Hügel war nun mit einer Ringmauer befestigt. Südbering und Steinhaus bildeten einen Zwinger, in den das vordere Burgtor führte. Der Durchgang zum Hof erhielt um 1200 ein Torhaus. Schon im Verlauf des 12. Jahrhunderts liessen die Habsburger im Hof eine zweistöckige Kapelle ans hölzerne Gesindehaus anbauen sowie einen fast siebzig Meter tiefen Sodbrunnen in den Felsen schlagen. Mehr Weniger 11.-12. Jh. Vollendung der Hinteren Burg Ab 1200 bauten die Habsburger die Hintere Burg aus: Ihr Wahrzeichen ist der heute noch bestehende grosse Turm. Er schliesst westlich an den kleinen Turm an. Der grosse Turm ist aus mächtigen Findlingen gemauert. Ein Hocheingang führte ins Innere. Vermutlich war der dreistöckige Bau mit einem Spitzhelm bedeckt. Rundherum führte eine Wehrlaube. Um die Jahrhundertmitte erweiterte ein Wohnbau, der Palas, den grossen Turm nach Südosten. Darin wohnte es sich behaglicher als in den älteren Gebäuden: Die Wände waren mit Holz getäfert, die Fenster verglast und die Balkendecken mit Schnitzereien verziert. Ein Bering schützte die neuen Bauten gegen Norden; im Westen begrenzte ihn ein flankierender Wehrturm. Die Anlage nahm nun den ganzen Grat auf über hundert Metern ein und war damit eine der grössten nördlich der Alpen. Doch als die Hintere Burg um 1250 vollendet war, hatten die Habsburger die Vordere Burg bereits verlassen. Mehr Weniger 13. Jh. Einsetzender Zerfall Nach 1300 bauten die habsburgischen Lehensleute die Burg nicht weiter aus. Die Vordere Burg begann nach dem Wegzug der Habsburger um 1220/30 zu zerfallen. Vermutlich fehlten den Rittern von Wohlen die Mittel, sie instand zu halten. Sie beschränkten sich darauf, die Hintere Burg gegen Osten durch einen Abschnittsgraben im Hof zu schützen. Mehr Weniger 14./15. Jh. Vorne Ruine, hinten Sanierungen Nach fast 300 Jahren ohne grössere Bautätigkeit begann Bern 1559, die Hintere Burg zu sanieren. Der Palas erhielt ein neues Schindeldach; vom Innenausbau sind Holzdecke und Täfer in der «gotischen Stube» im 1. Stock erhalten. 1594 liess Bern den Innenhof überdachen, so dass ein zusätzlicher, dreigeschossiger Wohntrakt für den Hochwächter entstand. Weil das Pultdach anfällig für Sturmschäden war, brauchte es 1634 ein stärker geneigtes Dach. Die Burg hatte keinen fortifikatorischen Zweck mehr: Der Abschnittgraben im Hof verkam zur Abfalldeponie, bevor man ihn im 17. Jahrhundert zuschüttete. Das gleiche geschah mit dem Sodbrunnen. Auch die Burgkapelle liess Bern abtragen und nach 1675 schleifte es die Ruinen der Vorderen Burg. Kalkbrenner bauten am Platz des ersten Steinhauses einen Ofen, den sie mit den Steinen der Burgmauern fütterten. Im 18. Jahrhundert beschränkte sich der Unterhalt auf das Nötigste. Mehr Weniger 16.-18. Jh. Pflege des historischen Erbes Vor 1815 liess der Kanton Aargau auf der einstigen Vorderen Burg eine Aussichtsterrasse anlegen und ebnete alle Ruinen ein. Auf der Hinteren Burg liess der Kanton die Einbauten im Innenhof abtragen, so dass der ursprüngliche Hof wieder frei wurde. Ab 1866 begann die erste von bis heute vier Restaurationen in der Hinteren Burg. Damals erhielt der grosse Turm seinen Zinnenkranz. Im 19. Jahrhundert setzte die Forschung zur Baugeschichte ein; archäologische Grabungen blieben aber noch aus. Mehr Weniger 19. Jh. Archäologische Erforschung 1908 liess der Kanton Aargau im Bereich der Vorderen Burg ein Reservoir bauen, um die Gemeinde Habsburg an die Wasserversorgung anzuschliessen. Dabei erfolgte aber keine archäologische Untersuchung. 1948 erhielt die Hintere Burg neue Holzbauten: Lauben und Treppen sowie die Decke im Erdgeschoss des Palas. 1978-1983 grub die Kantonsarchäologie Aargau anlässlich der Reservoir-Erneuerung die Ruinen der Vorderen Burg aus und konservierte die Mauerreste. 1994/95 untersuchten Archäologen den Burghof, bevor unterirdische Räume fürs Restaurant entstanden. Ein Baggerführer stiess dabei auf den zugeschütteten Sodbrunnen. Bei den Grabungen kamen lediglich Abfälle und verloren gegangene Gegenstände zum Vorschein; Funde aus vergänglichen Materialien wie Holz, Leder oder Textilien fehlen. Noch ist die Baugeschichte der Habsburg nicht abschliessend erforscht. Zukünftige Grabungen dürften weitere Erkenntnisse liefern. Mehr Weniger 20. Jh. Familien- und Nutzungsgeschichte Radbot, der Burggründer Graf Radbot herrschte von seiner Rodungsburg aus über die Bauern rundum. Bevor er seine Burg auf dem Wülpelsberg bezogen hatte, sass er auf einem festen Haus in Altenburg an der Aare, im ehemaligen römischen Kastell. Die habsburgische Grundherrschaft, das spätere Eigenamt, war strategisch wichtig, vereinigen sich doch bei Windisch die drei schiffbaren Flüsse Aare, Reuss und Limmat. Wie viele Adlige gründete auch Radbot die Burg, um das Land weiter auszubauen. Im 11. Jahrhundert wuchs die Bevölkerung dank günstigem Klima und der ertragreicheren Dreifelderwirtschaft. Die Burgbewohner bauten auch selbst Getreide und Gemüse an und züchteten Vieh. Die landwirtschaftlichen Produkte verarbeiteten sie auf der Burg; dies belegen etwa Funde von Spinnwirteln aus der Frühzeit. Radbot stiftete 1027 zusammen mit seiner Frau Ita von Lothringen das Kloster Muri im aargauischen Bünztal. Sein Bruder Rudolf gründete um 1045 das Kloster Ottmarsheim im Oberelsass. Mehr Weniger 1020/30 Die Frühhabsburger Otto II. nannte sich als erster nach der Burg: Graf von Havichsberg. Er und sein Sohn Werner waren Gefolgsleute der deutschen Könige und Kaiser. Die erweiterte Burg repräsentierte die neu gewonnene Macht der Familie. Otto II. zog 1108 mit König Heinrich V. nach Ungarn. Sein Sohn Werner II. begleitete Friedrich I. Barbarossa zur Kaiserkrönung nach Italien und starb kurz vor Rom. Die Frühhabsburger hatten nicht nur Besitz im Aargau, sondern auch im südlichen Elsass sowie an verschiedenen Orten im Südwesten des damaligen Reiches, zwischen Rhein, Donau und Alpen. Ab dem 12. Jahrhundert begannen sie ihren Besitz zu einer räumlich geschlossenen Herrschaft auszubauen. Mehr Weniger 1108 Von der Burg in die Stadt Rudolf II. von Habsburg, ein Enkel Werners, begleitete den Stauferkönig Friedrich II. durch sein Reich bis nach Italien. Auf seinem Stammsitz dürfte sich Rudolf nur selten aufgehalten haben. Dennoch liess er die Hintere Burg ausbauen. Das Geschlecht brauchte einen repräsentativen Sitz, seit es von den Lenzburgern die Grafschaft im Aargau übernommen hatte. Die Burgen der 1173 ausgestorbenen Grafen von Lenzburg – die Lenzburg selbst und der Stein in Baden – waren nämlich an die Kyburger gefallen. Doch schon 1230 gaben die Habsburger die Vordere Burg auf. Unweit des Sitzes in Altenburg bezogen sie ein Haus in der entstehenden Stadt Brugg. Als Adlige waren sie ständig unterwegs durch ihre Ländereien, denn nur so konnten sie ihre Herrschaft ausüben. Die Burg verliehen die Habsburger ihren Dienstleuten: Die Hintere Burg ging an die Truchsessen von Habsburg und Wildegg, die als Inhaber wichtiger Hofämter bereits dort wohnten. Die Vordere Burg fiel den Herren von Wülpelsberg zu; nach deren Aussterben um 1300 den Rittern von Wohlen. Letztere blieb aber unbewohnt. Mehr Weniger Um 1200 Rudolf, der erste Habsburger König In den 1230er-Jahren teilte sich das Geschlecht auf in die ältere Linie und in die Linie Habsburg-Laufenburg. Herausragender Vertreter der älteren Linie war Rudolf IV. von Habsburg. Er stieg in Südschwaben zu einem der mächtigsten Herrscher auf. 1273 wählten ihn die Kurfürsten zum König. Rudolf gewann die österreichischen Reichslehen vom böhmischen König zurück und verlegte damit das Zentrum seiner Herrschaft in den Südosten des Reiches. Seine Anwesenheit auf der Habsburg ist nur ein einziges Mal in den Urkunden bezeugt. Ab 1280 war der Stein zu Baden das habsburgische Verwaltungszentrum in den Stammlanden. Die Habsburg hatte die Familie ihren Dienstleuten übergeben: 1371 kauften die Ritter von Wohlen auch die Lehen an der Hinteren Burg, wo Henmann von Wohlen nun Wohnsitz nahm. Mehr Weniger 1273 Verlust der Stammlande Die Habsburger verloren 1308 mit der Ermordung von König Albrecht durch dessen Neffen Johann die Reichskrone. Darauf gründeten sie unweit der Stammburg das Kloster Königsfelden. Mit der Niederlage in Sempach gegen die Eidgenossen 1386 bahnte sich das Ende der Habsburger Herrschaft auf dem Gebiet der heutigen Schweiz an. Schon zuvor hatte sich die Familie «von Österreich» genannt. Als die Eidgenossen 1415 den Aargau eroberten und auch gegen die Habsburg zogen, kapitulierte Henman von Wohlen und anerkannte Bern als neue Lehensherrin. Henmann überschrieb seinen Besitz wenig später Peterman von Greifensee, behielt sich aber das lebenslängliche Wohnrecht auf der Habsburg vor. 1457 verkaufte Peterman die Burg der Stadt Bern, die sie fünf Jahre später Hans Arnold Segesser weiterverkaufte. Mehr Weniger 1415 Aufschwung zur europäischen Königsdynastie König Albrecht II. erlangte 1438 für Habsburg die Reichskrone zurück. Bis zum Ende des Heiligen Römischen Reichs 1806 stellte das Haus insgesamt zwanzig Regenten. 1469 ging die Habsburg ans Kloster Königsfelden, das seit 1415 ein Berner Hofmeister verwaltete. Als Bern mit der Reformation 1528 das Kloster aufhob, fiel die Burg zurück an Bern. Bis 1798 verwaltete sie ein Berner Hofmeister von Königsfelden aus. Auf der Habsburg wohnte nur noch ein Wächter. In der «Ewigen Richtung» legten Habsburg und die Eigenossenschaft 1474 die Feindschaft bei und garantierten sich gegenseitig den Besitz. In der Schweiz besass das Haus Österreich nur noch das Fricktal mit den Städten Laufenburg und Rheinfelden (bis 1801). Mehr Weniger 1438 Das habsburgische Weltreich Dank geschickter Heiraten errichtete Habsburg ein Weltreich: Ab 1516 herrschte Karl V. von Spanien aus über ein Reich, das von Südamerika bis zu den Philippinen reichte. Die Ruine von Habsburg gehörte als eine von 156 Hochwachten zum militärischen Alarmsystem von Bern. Diese «Chutzen» gaben sich am Tag Signale mit Rauch, nachts mit Feuer, um bei Gefahr Truppen zu mobilisieren. Habsburg benachbart waren die Hochwachten Brunegg im Südosten und Lägern im Osten, auf Zürcher Gebiet. Mehr Weniger 1516 Das Baudenkmal im Aargau 1804 übernahm der neu gegründete Kanton Aargau die Habsburg. Kaiser Franz I. von Österreich besuchte 1815 die Habsburg. Er war auf dem Rückweg von Paris, wo die europäischen Herrscher nach den Napoleonischen Kriegen einen Frieden unterzeichnet hatten. Die Aussicht sei wunderbar, befand der Kaiser, doch was er auf dem Burghügel sehe, gefalle ihm nicht. Der Aargauer Regierungsrat hatte kurz vor dem Besuch vergeblich versucht, auf der vernachlässigten Ruine etwas aufzuräumen. Seit den 1840er Jahren durfte der Hochwächter auf der Burg eine Gastwirtschaft betreiben. Mit dem Ende der Berner Herrschaft hatte er keine militärischen Pflichten mehr, sondern alarmierte nur noch bei Feuersbrünsten. Der letzte Hochwächter erhielt 1908 einen Pachtvertrag und wurde vollamtlicher Wirt. Die Wirtsfamilie Mattenberger-Hummel bewohnte bis in die 1940er Jahre als letzte das Schloss. Der Palas beherbergt bis heute ein Restaurant. 2009 übergab die Kantonsarchäologie die Habsburg ans Museum Aargau, das im grossen Turm eine Ausstellung zur Burg im Mittelalter zeigt. Mehr Weniger 1804 Weiterführende Literatur Frey, Peter et al.: Die Habsburg. Schweizerische Kunstführer GSK, Bern 1998. Frey, Peter: Die Habsburg. Bericht über die Ausgrabungen von 1994/95, in: Argovia Bd. 109, Aarau 1997, S. 123-176. Frey, Peter: Die Habsburg im Aargau. Bericht über die Ausgrabungen von 1978-1983, in: Argovia Bd. 98, Aarau 1986, S. 23-116. Meier, Bruno: Ein Königshaus aus der Schweiz. Die Habsburger, der Aargau und die Eidgenossenschaft im Mittelalter, Baden 2008. Siehe auch Geschichte in Kürze Ausstellungen & Rundgänge Kontakt

 
Schloss Hallwyl

Geschichte

Ende des 12. Jahrhunderts liessen die Herren von Hallwyl am Ufer des Aabachs einen Steinturm errichten. Die Familie machte in habsburgischen Diensten Karriere. Johans von Hallwyl stieg zum wichtigsten Beamten in den habsburgischen Vorlanden auf. Er erweiterte die Turmburg vor 1350 zu einer Wasserburg auf zwei künstlich angelegten Inseln. Die Burg Hallwyl war das Zentrum einer Adelsherrschaft über den Hallwilersee und die Dörfer an seinem Nordende. Johans Erben setzten fest, dass die Stammgüter in Familienbesitz bleiben müssen. Dieser "Ganerbenvertrag", gepaart mit Glück und reichen Heiraten, trug dazu bei, dass die Familie das Schloss Hallwyl bis ins 20. Jahrhundert halten konnte. Schloss Hallwyl unter Berner Herrschaft 1415 brannten Berner Truppen die Vordere Burg ab. Hallwyl hatte vergeblich Widerstand geleistet, als die Eidgenossenschaft grosse Gebiete des habsburgischen Aargaus eroberte. Manche Familienmitglieder hielten weiter zu Habsburg, andere anerkannten die neuen Landesherren. Rudolf III. von Hallwyl huldigte Bern und rettete damit den Familienbesitz. Er liess die Burg wiederaufbauen und erweitern. Bern verordnete 1528 die Reformation; fortan hörte die Familie von Hallwyl in der Burgkapelle keine Messen mehr, sondern liess darin Wein keltern. Im 16. und 17. Jahrhundert verzweigte sich die Familie in den Thurgau, nach Württemberg, Österreich und Böhmen und übernahm die Konfession ihrer jeweiligen Herren. Im Aargau baute Burkhard III. von Hallwyl die Stammburg bis 1590 zum Schloss aus. Die einstigen Wehrbauten hatten ihren Zweck verloren. Auf dem absteigenden Ast Im 17. Jahrhundert verarmte der Aargauer Familienzweig zunehmend. Das Vordere Schloss stand jahrzehntelang leer und gelangte 1674 an die mit Hallwyl verschwägerten Breiten-Landenberg. Fast 70 Jahre später gewann es Johannes von Hallwyl in einem langwierigen Prozess zurück. Die Einkünfte aus der Herrschaft reichten nicht mehr für einen standesgemässen Lebensstil. Viele junge Männer suchten Ruhm und Reichtum in Fremden Diensten. Johannes kam als französischer Hauptmann bis nach Saint-Domingue, dem späteren Haiti. Das Ende der Adelsherrschaft Mit der Helvetischen Revolution 1798 verlor die Familie nicht nur ihre Vorrechte als Adlige, sondern auch die Steuereinnahmen aus der Herrschaft. Die damalige "Oberherrin", Franziska Romana von Hallwyl, war demokratischen Ideen zugeneigt und wollte als "Bürgerin" angeschrieben werden. Einer ihrer Söhne, Karl Franz Rudolf, übernahm als Aargauer Grossrat als Erster der Familie von Hallwyl ein politisches Amt. Er wohnte weiterhin im Schloss, zu dessen Unterhalt fehlten ihm aber die Mittel. Zwei Generationen später liess sich Hans von Hallwyl in den Regierungsrat wählen. Mit dem Vermögen seiner Frau Esther von May von Rued begann er das Vordere Schloss im neugotischen Stil umzubauen. In der Wirtschaftskrise von 1874 ging er bankrott. Sein jüngerer Bruder Walther kaufte den Familiensitz. Dessen schwedische Frau Wilhelmina Kempe liess in den 1910er-Jahren die Anlage als erste Burg in der Schweiz archäologisch erforschen. Die Umbauten ihres Schwagers machte sie rückgängig. Ein Museum im Baudenkmal Wilhelmina von Hallwyl gründete 1925 eine Stiftung mit dem Zweck, das Schloss zu erhalten. Seither ist es nicht mehr bewohnt. 1994 übergab die Hallwil-Stiftung das Schloss dem Kanton Aargau. Hundert Jahre später war eine umfassende Sanierung nötig, begleitet von weiteren archäologischen Grabungen. Seit 2007 ist Schloss Hallwyl ein Standort von Museum Aargau. Weiterführende Literatur Brun, Carl: Geschichte der Herren von Hallwyl, hg. Von Inès Keller-Frick, Bern 2006. Flury-Rova, Moritz: Das Schloss Hallwyl in der Entstehungszeit der modernen Denkmalpflege 1860-1920, Seengen 1999. Frey, Peter: Das Stammhaus der Herren von Hallwyl, Baden 2007. Lithberg, Nils: Schloss Hallwil, 5 Bände, Stockholm 1924-1932. Siehe auch Zeitstrahl Ausstellungen & Rundgänge Förderverein Falken & Fisch Wasserradfonds

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Aussenansicht Kloster Königsfelden

Kloster Königsfelden

Erinnerungsort der Habsburger

Das Kloster Königsfelden ist international bekannt für seine Glasfenster aus dem Mittelalter. Ausstellungen, Führungen und Veranstaltungen erwecken die über 700-jährige Klosterkirche zu neuem Leben.

PLANEN SIE IHREN BESUCH

 
Produktion "Tor zum Paradies" Kloster Königsfelden: Mehrere Kinder liegen in Farben getaucht auf dem Boden der Klosterkirche.

Veranstaltungen
und Führungen

Veranstaltungskalender  

 
Innenaufnahme vom Kloster Königsfelden

Öffnungszeiten und
Eintrittspreise

Geöffnet von April bis Oktober  

 
Luftaufnahme Kloster Königsfelden mit Windisch

Anreise: So
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Anfahrt mit Auto und öV  

 
Innenaufnahme Kloster Königsfelden; Blick in den Chor mit den berühmten Glasfenstern aus dem Mittelalter.

Berühmte
Glasfenster

Glasmalerei aus dem Mittelalter  

Tagesprogramm

  • Veranstaltung
  • Öffentliche Führung
  • Ausstellung
  • Selbständiger Rundgang
  • Garten
  • Familien
  • Schulen
  • Gruppen
  • Einzelbesucher

Dies läuft am Tag Ihres Besuches

Nahaufnahme eines Glasfensters im Kloster Königsfelden.
12:00 – 13:00 Uhr

Europäische Tage des Denkmals

Spezialführungen zum Thema Glasfenster

Öffentliche Führung
Nahaufnahme eines Glasfensters im Kloster Königsfelden.
14:00 – 15:00 Uhr

Europäische Tage des Denkmals

Spezialführungen zum Thema Glasfenster

Öffentliche Führung
Luftaufnahme Kloster Königsfelden
10:00 – 17:00 Uhr

Rund um die Klosterkirche

Rundgang durch das Klosterareal.

Selbständiger Rundgang
Die berühmten Glasfenster vom Kloster Königsfelden werden mit Licht durchflutet
10:00 – 17:00 Uhr

Glasfenster-Tour

Wissenswertes zu den Glasfenstern mit Königin Agnes und Baumeister Odo

Selbständiger Rundgang
Innenaufnahme vom Kloster Königsfelden
10:00 – 17:00 Uhr

Baugeschichts-Tour

Wissenswertes zur Baugeschichte mit Königin Agnes und Baumeister Odo

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SCHULEN, FAMILIEN UND GRUPPEN

 
Besucher und Besucherinnen betrachten die berühmten Glasfenstern auf Kloster Königsfelden

Für
Schulen

Führung und selbständiger Workshop  

 
Audioguide-Gerät mit Kopfhörer, im Hintergrund in Unschärfe Schülerinnen und Schüler.

Für
Familien

Staunt über imposante Glasfenster  

 
Eine Gruppenführung im Kloster Königsfelden. Im Hintergrund die berühmten Glasfenster.

Für
Gruppen

Führung und selbständiger Rundgang  

FEIERN UND GENIESSEN

 
Eine Mutter mit fünf Kindern an einem Tisch im römischen Bistro Popina im Legionärspfad Vindonissa.

Essen und
Trinken

Bistro Legionärspfad Vindonissa  

 
Innenraum Kloster Königsfeld mit vielen Gästen, die sitzen. Vorne spricht ein Mann an einem Podium.

Klosterkirche
mieten

Kulturelle Anlässe und Diplomfeiern  

GESCHICHTE UND SAMMLUNG

 
Aussenaufnahme vom Kloster Königsfelden

Geschichte

Königsmord und Klostergründung  

 
Ein gelber Heizlüfter, Objekt im Sammlungszentrum Egliswil

Sammlung

Schatzkammer der Aargauer Geschichte  

 
Grosses Handy in der Hand eines Benutzers, auf dem Bildschirm ist die "Sammlung online" von Museum Aargau dargestellt.

Sammlung online

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