Museum Aargau

Julie von Effinger – Engagierte Wohltäterin und Schlossverwalterin

Zurück zum Blog 02. März 2026 Categories 20./21. Jh. Neuzeit Schlossgeschichten Julie von Effinger war die letzte Besitzerin von Schloss Wildegg. Als unverheiratete Frau entwickelte sie sich zu einer

 
Museum Aargau

Das römische Bad: Wellness-Oase und Freizeitzentrum der Antike

Zurück zum Blog 02. Oktober 2023 Categories Römische Geschichten aus Vindonissa Römerzeit Das römische Bad war eine Wellness-Oase für Geist und Körper. Viele Römerinnen und Römer verbrachten ihre Frei

 
Museum Aargau

Wissen-Quiz: Römisch Tafeln – Würde Ihr Gastmahl gelingen?

Zurück zum Blog 05. März 2020 Categories Römerzeit Quiz & Spiele Römische Geschichten aus Vindonissa Ein Gastmahl der höheren Gesellschaftsschichten im römischen Reich folgte bestimmten Regeln. Testen

 
Museum Aargau

Wettbewerb Newsletter Familien

Jetzt an der Verlosung teilnehmen Wie heisst das bekannte Amphitheater in Rom? * Akropolis Kolosseum Alhambra Vor- und Nachname Email-Adresse Abschicken 12. April 2026 Eröffnungsfest Legionärspfad Vin

 
Museum Aargau

Schlösser-Quiz

Erkennen Sie dieses Badezimmer? Das Badezimmer von Julie von Effinger auf Schloss Wildegg Das Badezimmer von Lady Mildred auf Schloss Lenzburg Das Badezimmer von Franziska Romana auf Schloss Hallwyl D

 
Museum Aargau

Wettbewerb Newsletter

Jetzt an der Verlosung teilnehmen Schloss Wildegg ist bekannt für seine... * Obstbäume Rokoko-Architektur Gärten Vor- und Nachname Email-Adresse Abschicken Teilnahmebedingungen Die Verlosung wird durc

 
Museum Aargau

Die Lenzburg: Ein Schloss und doch eine Burg

Zurück zum Blog 08. Februar 2026 Categories 20./21. Jh. Mittelalter Neuzeit Schlossgeschichten Die Mauern von Schloss Lenzburg sind rund 900 Jahre alt. Das Schloss hatte unzählige Bewohnerinnen und Be

 
Klosterhalbinsel Wettingen

Diskussionslabor: Philosophieren im Parlatorium

0 Gespräche über Wissen und Glaube Im Rahmen der Wiedereröffnung der Klosterkirche Wettingen am Ostermontag, 6. April 2026, begrüssen Schülerinnen und Schüler der Kantonsschule Wettingen die Museumsgä

 
Klosterhalbinsel Wettingen

Rätseltour: Die verborgene Botschaft

Rätseltour über das Klostergelände für Familien Was geschah am 29. Mai 1762 im Kloster Wettingen? Folgt den geheimnisvollen Aufzeichnungen des Freskenmalers Eustachius Gabriel. Nur wer die Aufgaben lö

 
Schloss Wildegg

Jagd & Wild

Dauerausstellung Preis Museumseintritt So wurde früher mit Greifvögeln und Hunden gejagt Streicheln Sie eine Wildsau und erfahren Sie, wie die Herren von Wildegg um 1800 mit Greifvögeln und Hunden jag

Gradian

Museumsblog

Die Entwicklung der Reiseapotheken: vom Altertum bis ins 18. Jahrhundert

Reisen war früher gefährlich und mühsam. Doch mit einer gut ausgestatteten Reiseapotheke konnte man sich auf die zahlreichen Gefahren vorbereiten.

Früher war Reisen ein mühsames und gefährliches Unternehmen. Die Wege waren schlecht, die Kutschen unbequem und oft führten einsame Pfade durch unbekanntes Gebiet. Die Reisenden waren damals viel grösseren Gefahren ausgesetzt als heute und hatten keine Möglichkeit, schnell Hilfe zu holen. Sich zu verletzen oder zu erkranken konnte tödlich enden. Daher war es üblich – wie teils auch heute noch –, eine Reiseapotheke für Notfälle bei sich zu haben.

Reiseapotheken im Altertum und Mittelalter

Die Apotheken jener Zeit unterschieden sich stark von modernen Vorstellungen einer Apotheke. Ähnlich wie heute enthielten die Reiseapotheken Mittel gegen Kopfschmerzen, Verdauungsbeschwerden, Übelkeit sowie Hilfsmittel gegen Bisse oder Floh- und Wanzenstiche. Reiseapotheken existieren in verschiedenen Formen bereits seit der Antike (ein Beispiel wäre Plinius Schrift Medicina Plinii aus dem 4. Jahrhundert, welche bis ins Mittelalter verbreitet war). Im Laufe der Jahrhunderte veränderte sich die Form der Reiseapotheke erheblich – von Kräuterbüchern und kunstvoll gestalteten, schweren Truhen hin zu kleinen kompakten Taschen, Boxen oder wasserdichten Beuteln.

Reisen im Altertum und Mittelalter

Reisen waren lang, da Pferde oder gar Kutschen für die meisten Leute zu teuer waren. Vielfach waren Reisen – so etwa bei Wallfahrten – religiös motiviert. Ab der Römerzeit reisten insbesondere Pilger, Geschäftsleute oder Soldaten. Auch das gewöhnliche Volk war unterwegs, allerdings vor allem, um Seuchen oder Kriegen zu entkommen. Dank des ausgebauten Strassennetzes der Römer war das Reisen im Vergleich zu früheren Zeiten einfacher. Im Mittelalter verschlechterte sich jedoch der Zustand der römischen Strassen, sodass Reisen auf unebenen Feldwegen erfolgten.

Bildungsreisen im 18. Jahrhundert

Im 18. Jahrhundert war das Reisen und das Kennenlernen fremder Länder besonders in Europa sehr verbreitet. Adelige und wohlhabende Bürger begaben sich auf Bildungsreisen (Grand Tour), um die Kultur und Kunst Europas zu entdecken. Florenz, Rom, Venedig, Nizza und Paris standen auf der Reiseroute der Grand Tour. Die Reisenden auf einer Grand Tour führten in der Regel viel Gepäck mit, darunter auch die Reiseapotheke, um eine komfortable und sichere Reise zu gewährleisten. In Reiseapotheken des 18. Jahrhunderts findet man oft kleine Glasfläschchen mit Mitteln zur Behandlung von Krankheiten und sogar chirurgische Instrumente, sofern man sich diese leisten konnte. Gebildete Leute verfügten zusätzlich über ein Kräuter- oder Arzneibuch, um die Arzneimittel selbst herstellen zu können. 

Die mysteriöse Truhe der Sammlung Museum Aargau

In der Sammlung Museum Aargau befindet sich eine Reiseapotheke des 18. Jahrhunderts, deren Eigentümer unbekannt ist. Auf den ersten Blick und in geschlossenen Zustand erscheint sie wie eine geheimnisvolle Schatztruhe, welche Betrachterinnen oder Betrachter einlädt, sie zu öffnen und ihren Inhalt zu entdecken. Diese kunstvolle und elegante Reiseapotheke zeigt typische Merkmale der Reiseapotheken des 17. und 18. Jahrhunderts. Sie ist in Form einer Truhe gestaltet und aus Holz gefertigt, das mit Leder überzogen ist. Die Apotheke enthält zudem typische Arzneimittel jener Zeit.

Inhalt der Reiseapotheke

In der Reiseapotheke der Sammlung Museum Aargau befinden sich neun Phiolen aus weissem Glas, die unterschiedlich gross sind. Sie enthalten fast alle noch originales Pulver oder Pillen und sind mit Leder abgebunden und beschriftet. Auf dem nachfolgenden Foto sind von links nach rechts drei der neun Gläser aus der Reiseapotheke zu sehen. Ihre Lederdeckel enthalten folgende Bezeichnungen: P. Antispasm, Pil. Purgantes, P. Bezoard.  Entsprechend dem Inhalt könnte hier P. für «pulvis» (Pulver) und Pil. für «Pillula» (Kleine Pille) stehen. Diese drei Arzneimittel waren im 18. Jahrhundert sehr verbreitet. Der Pulvis Antispasmicodicum ist ein Antikrampfmittel, die Pillulae Purgantes wurden für die Reinigung des Darms und für eine bessere Verdauung verwendet, Pulvis Bezoard für die Entgiftung.

Fazit

Reiseapotheken haben eine lange Tradition. Auch heute sind sie noch aktuell und stellen für uns wichtige Reisebegleiter dar. Form und Inhalt der Reiseapotheken haben sich im Laufe der Zeit jedoch stark verändert. Während moderne Reiseapotheken kompakt und spezialisiert sind, waren damalige Reiseapotheken auch faszinierende kleine Kunstwerke. Die Grundidee von Reiseapotheken blieb jedoch stets dieselbe: die Gewährleistung von Sicherheit und Gesundheit auf Reisen. 

Weitere Blogbeiträge

Von Patricia Striebel

Ähnliche Artikel finden Sie hier:

Kommentare

Kommentar schreiben

* Diese Felder sind erforderlich

Newsletter

Newsletter abonnieren und tolle Preise gewinnen!

Jetzt anmelden