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Quiz: Wie gut kennen Sie die Küche des Mittelalters?

Zurück zum Blog 20. August 2025 Kategorien Mittelalter Quiz & Spiele Welche Lebensmittel kannten die Menschen im Mittelalter noch nicht? Welches Getränk wurde am meisten getrunken? Testen Sie im Quiz Ihr Wissen zum Thema "Küche des Mittelalters". Welches Getränk wurde im Mittelalter am meisten getrunken? Wein oder Met Wasser Bier Säfte Welches Lebensmittel kannten die Menschen im Mittelalter in Europa noch nicht? Rettich Linsen Kartoffeln Datteln Welches Material wurde für Küchenutensilien am häufigsten verwendet? Keramik Eisen Zinn Stein Was fand sich selten auf einem mittelalterlichen Tisch? Becher Teller Messer Gabel Was ist speziell an schriftlich überlieferten Rezepten aus dem späten Mittelalter? Die Mengenangaben sind präzise und exakt wie in modernen Rezepten. Es existieren verschiedene Varianten, angepasst an unterschiedliche gesellschaftliche Stände. Die Rezepte enthalten meist keine genauen Angaben zu den verwendeten Mengen und wie lange etwas kochen musste. Es wird genau angegeben, für wie viele Personen das Gericht gedacht ist. Warum wurde im Mittelalter an Fastentagen Fisch gegessen? Fisch war günstiger. Fleisch und Milchprodukte waren verboten, Fisch jedoch erlaubt. Fisch war leichter zu lagern. Fleisch war nur für den Adel erlaubt. Wie wurden manche Lebensmittel im Mittelalter haltbar gemacht? Die Menschen haben Blöcke aus Eis in den kühlen Schlosskellern gelagert und dort das Essen aufbewahrt, fast wie bei einem modernen Kühlschrank. Den Lebensmitteln wurde durch Räuchern oder Einlegen in Salz die Flüssigkeit entzogen. Sie wurden in luftdichten Konservendosen aus Zinn verstaut. Das Essen wurde mit Öl übergossen, was es luftdicht und so lange Zeit haltbar machte. NÄCHSTE VERANSTALTUNG 11.-13. September 2026 Mittelaltermarkt auf Schloss Lenzburg Historische Marktstände, Handwerk und viele weitere Highlights auf der Burg Weitere Beiträge 19. Februar 2025 Kochvideo: Dreifarbige Eierküchlein – Rezept aus dem Mittelalter Dreifarbige Eierküchlein: Probieren Sie dieses mittelalterliche Dessert-Rezept aus – ein wahrer Genuss für Augen und Gaumen! Unsere… 07. Juni 2024 Quiz: Was wissen Sie über alte Heilpflanzen? Woher kommt die Bezeichnung für Basilikum? Welche Blumen werden bei Verdauungsbeschwerden angewendet? Testen Sie Ihr Wissen in diesem Quiz! 30. Juni 2023 Quiz: Welcher Mittelalterberuf passt zu Ihnen? Wären Sie Bauer, Bäuerin oder Ritter? Oder würden Sie eher ins Kloster gehen? Von Museum Aargau Von Museum Aargau Das Team von Museum Aargau zeigt an dieser Stelle digitale Einblicke in die Museumsstandorte. Ähnliche Artikel finden Sie hier: Kategorien Mittelalter Quiz & Spiele Kommentare

 
Vindonissa Museum

Sammlung

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Die verschwundene Braut vom Hallwilersee

Zurück zum Blog 19. Januar 2022 Kategorie Märchen & Mythen Man stelle es sich vor: Die ganze Kirchgemeinde ist versammelt und bereit für die bevorstehende Trauung. Ein Jubeltag. Doch die Braut taucht nicht auf... Hat sie etwa kalte Füsse bekommen? Genau das geschah im Dezember des Jahres 1608 in Reinach. Die Tragik der Geschichte geht jedoch weit über kalte Füsse hinaus – denn die verschwundene Braut ereilte ein Schicksal, das noch lange nachhallen sollte und selbst heute noch Stoff für Sagen und Geschichten bietet. Die Braut, die sich nicht traut? Doch gehen wir erst einmal zurück zum Anfang. Die Braut, auf welche die Festgemeinde an jenem Tag vergeblich warten sollte, war Madlena Fuchs aus Fahrwangen. Gerade 16-jährig war sie mit dem 25-jährigen Rudi Stahel aus Reinach verlobt. Rudi Stahel war von Beruf Schmid, wie bereits sein Vater. Er war offenbar ein ziemlich umtriebiger Geselle: In den Jahren zwischen 1601 und 1609 erscheint er insgesamt sieben Mal in den Aufzeichnungen des Reinacher Chorgerichts, welches die Einhaltung der Sittenmandate sowie der kirchenrechtlichen Verordnungen überwachte. Kein unbeschriebenes Blatt Der designierte Bräutigam sass wegen Verschiedenem auf der Anklagebank – vom unerlaubten Arbeiten am Sonntag über eine Schlägerei bis hin zum nächtlichen Unfug und Nachsteigen von Frauen. Auch mit einer Prostituierten soll er sich im Jahr 1606 an der Kirchweih in Pfeffikon herumgetrieben und diese mit Falschgeld bezahlt haben. Aus dem Jahr 1604 ist ein uneheliches Kind von Rudi belegt. Im Jahr 1608 jedoch, dem Jahr also, in welchem er heiraten wollte, erscheint Rudi ausnahmsweise nicht vor dem Chorgericht. An dieser Stelle lässt sich nur vermuten, ob wohl die Verlobung und die anstehende Hochzeit mit der jungen Madlena Fuchs dazu geführt haben, dass er es etwas ruhiger angehen liess. Madlena selber war neun Jahre jünger als Rudi. Sie hatte 1594 als kleines Mädchen ihre Mutter durch die Pest verloren. Ihr Vater heiratete daraufhin erneut, aber 1607 verstarb auch er und Madlena war mit nur 15 Jahren zur Vollwaise geworden. In der 1529 fertiggestellten Kirche zu Reinach hätte die Ehe zwischen Rudi und Madlena 1608 eingesegnet werden sollen. Verhängnisvolle Hochzeitspläne So nahm also die Geschichte ihren Lauf. Die Hochzeit von Madlena und Rudi sollte also Anfang Dezember 1608 in der Kirche von Reinach stattfinden. Die junge Braut, noch in Fahrwangen wohnhaft, sollte demnach mit dem Boot nach Beinwil am See übersetzen und in die Kirche Reinach gelangen, wo die Ehe eingesegnet werden sollte. Erst vor dem Altar wären sich dann Braut und Bräutigam an jenem Hochzeitstag vermutlich zum ersten Mal begegnet. Doch soweit sollte es nicht kommen. Ein tragischer Tag Mitten in der Predigt erreichte den Pfarrer die Nachricht, dass man mit der Predigt fortfahren sollte, da die Brautgesellschaft nicht erscheinen werde. Nach Beendigung der Predigt wurde dann auch der tragische Grund für das Fernbleiben der Braut bekannt: Sie war mit vier ihrer Freundinnen während der Überfahrt über den Hallwilersee ertrunken. Im Eheregister von Reinach ist dazu in einem Eintrag vom Freitag, dem 5. Dezember 1608 folgendes zu lesen: Alls man dysere Ehe ynsägnen söllen und wöllen, ist mitten in der Predigt domolen Bottschafft uff Cantzel kon, man sölle fürfaren, werde dissmols nit erschynen. Die Ursach warumb, ist nach Vollendung der Predigt anzeigt worden, namlich dass die Brut mit 4 Gspylen (als sy vom Land faren wöllen) im See ertrunken. Und also uss hochzitlicher Fröud (wie der Prophet seit) ein gros Leid worden. Der Hergang der Tragödie Doch wie konnte es dazu kommen, dass insgesamt 5 junge Frauen einfach so im See ertranken? Hier spielen mehrere Faktoren eine Rolle. Eine naheliegende Erklärung wäre gewesen, dass Madlena und ihre Freundinnen vermutlich schlichtweg nicht schwimmen konnten. Schwimmen als Sport war zwar bereits im alten Griechenland bekannt, aber verbreitet dürfte es in der Schweiz im frühen 17. Jahrhundert nicht gewesen sein. Der zweite Faktor ist die Kleidung. Selbst wenn Madlena und ihre "Gspylen" hätten schwimmen können, so wäre ihnen vermutliche ihre Kleidung zum Verhängnis geworden. Die Oberbekleidung war im frühen 17. Jahrhundert oft aus Wolle gefertigt, deren Fasern so viel Feuchtigkeit aufnehmen können, wie kein anderer Stoff. Der Hochzeitstag war auf Anfang Dezember festgelegt – man wird sich also warm angezogen haben für die Überfahrt auf dem See. Wollene Röcke, Unterröcke und Umhänge wären auch für einen geübten Schwimmer eine Herausforderung gewesen. Für Madlena und ihre Freundinnen bedeuteten sie wohl das Todesurteil. Darstellung einer Zürcher Braut mit Brautkrone von Wenceslaus Hollar aus dem Jahr 1649. Vermutlich beruht sie auf Skizzen oder Beobachtungen, die der aus Böhmen stammende Zeichner und Kupferstecher Hollar auf seinen Reisen durch Europa in den Jahren um 1630 gemacht hatte. So ähnlich, wenn auch mit regionalen Unterschieden und eventuell weniger reich ausgestattet, dürfen wir uns Madlena an ihrem Hochzeitstag vorstellen. Bis ins hohe Alter Ruedi selber heiratete drei Jahre nach dem Unglück eine Maria Heller, diesmal ohne Zwischenfälle. Nach deren Tod zwei Jahre darauf heiratete er ein zweites Mal. Auch seine zweite Gattin, Verena Eichenberger, überlebte er aber und so ging er Zeit seines Lebens nicht weniger als fünf Ehen ein – die letzte im Jahre 1655 im stolzen Alter von 72 Jahren! Volkslied und Sage Die Geschichte von Madlena und ihrem tragischen Hochzeitstag hat schon kurz nach jenem verhängnisvollen Tag im jahr 1608 Eingang in das kollektive Gedächtnis der Seetalerinnen und Seetaler gefunden. Bis ins 19. Jahrhundert war die Geschichte in Form eines Volksliedes im Seetal lebendig geblieben. Das Lied selber stammt wohl noch, zeitnah zum Ereignis, aus dem 17. Jahrhundert. Verfasst wurde es vom Spielmann Heini Estermann. Über insgesamt 46 Strophen zieht sich das Lied und erzählt mit grossem Detailreichtum die ganze Geschichte jenes verhängnisvollen Tages. Als Schuldiger am Unglück wird der Bader von Fahrwangen genannt, welcher durch Unvorsichtigkeit und Übermut das Schiff überladen haben soll, weswegen es gekentert sei. Da die einzige bekannte historische Quelle hierzu, nämlich der oben zitierte Auszug aus dem Reinacher Eheregister, sehr knapp gehalten ist, ist es aber unmöglich zu eruieren, was wirklich so geschehen und was eher der dichterischen Freiheit des Spielmanns Heini Estermann zuzuschreiben ist. Deckblatt des vermutlich im 17. Jahrhundert gedruckten Volksliedes. Der Schweizer Historiker und Volkskundler Ernst Ludwig Rochholz hatte noch Mitte des 19. Jahrhunderts das Volkslied "etwas modernisiert und verkürzt". Die Melodie hingegen ist nicht länger erhalten. Doch nicht nur als Volkslied war die Geschichte in Erinnerung geblieben. Ernst Ludwig Rochholz führt auch in seinem Sammelband mit Schweizer Sagen aus dem Aargau, welchen er 1856 veröffentlichte, die Geschichte der tragischen Brautfahrt auf. Anderes als im Volkslied soll der Sage gemäss ein Sturm Schuld am Unglück gewesen sein und nicht nur die Braut mit vier Freundinnen, sondern gleich die ganze Brautgesellschaft inklusive Bräutigam untergangen sein – was, wie wir wissen, nicht der Fall gewesen ist. Ausserdem soll seit diesem Unglück besonders dann, wenn das Wetter umschlägt, das Rufen des unglückseligen Brautpaares aus dem Wasser vernehmen können. Rezeption und Recherche im 20. Jahrhundert Während das Volkslied selber heute kaum mehr bekannt ist und auch die Sage wohl nicht mehr jedermann geläufig sein dürfte, wird doch in regelmässigen Abständen an die Geschichte der tragischen Brautfahrt auf dem Hallwilersee erinnert, beispielsweise in den Jahresschriften der historischen Vereinigung Seetal. Deren Gründer Reinhold Bosch setzte sich intensiv mit der Geschichte des Seetals auseinander und gedachte in zwei verschiedenen Artikeln der Geschichte des verhängnisvollen Hochzeitstages. Der erste erschien 1939 und hatte in erster Linie das Volkslied von Heini Estermann zum Thema. Bis dato waren Sage und Volkslied zwar bekannt gewesen, jedoch war man sich nicht sicher, ob es sich um eine wahre Begebenheit oder eben doch nur um eine Erzählung handelte. Bosch ging der Sache nach und man entdeckte den bereits erwähnten Eintrag im Reinacher Eheregister, welcher Gewissheit gab: Die Geschichte war wirklich so geschehen und war nun "über allen Zweifeln erhaben". Als sich die Tragödie dann 1958 zum 350. Mal jährte, legte Bosch eine überarbeitete Version mit einer Vielzahl von neuen biografischen Informationen zu den unglücklichen Brautleuten vor – unter anderem eben jene Infos zum ziemlich umtriebigen Leben des Bräutigams, der noch einige weitere Ehen in Angriff nehmen sollte. Offenbar hatten die tragische Begebenheit im Jahre 1608 und der dazu 1939 erschienene Artikel Bosch und einige andere Mitglieder der Historischen Vereinigung Seetal inspiriert, sich weiter mit Madlena und Ruedi auseinanderzusetzen. Zum 400. Jahrestag des Unglücks schliesslich verfasste auch der Historiker und Aargauer Stadtarchivar Raoul Richner im Jahr 2008 einen Beitrag für die Historische Vereinigung Wynental, in welchem er den historisch belegten Fall noch einmal ausbreitete. Literatur Richner, Raoul: "Die Brautfahrt auf dem Hallwilersee", in: Jahresschrift Historische Vereinigung Wynental , 2008. Rochholz, Ernst Ludwig: "Volkslied von der Brautfahrt am Hallwiler See: vom Jahre 1608, nebst den dortigen Sagen von den Seestimmen", in: Taschenbücher der Historischen Gesellschaft des Kantons Aargau , 1861-1862. Bosch, Reinhold: "Das Volkslied von der Brautfahrt am Hallwilersee", In: Heimatkunde aus dem Seetal , 13. Jahrgang, 1939, S. 36 – 43. Bosch, Reinhold: "Zur Brautfahrt am Hallwilersee", In: Heimatkunde aus dem Seetal , 33. Jahrgang, 1958, S. 60 – 67. Von Gabriela Gehrig Von Gabriela Gehrig Gabriela Gehrig leitet das Freiwilligenprogramm von Museum Aargau und ist als Geschichtsvermittlerin tätig. Als Historikerin interessiert sie sich besonders für Sozial- und Kostümgeschichte und schneidert wann immer möglich auch selber. Ähnliche Artikel finden Sie hier: Kategorie Märchen & Mythen Kommentare

 
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Vom Puppenhaus zur Puppenstube: Miniaturwelten voller Geschichte

Zurück zum Blog 17. Dezember 2024 Kategorie Schätze aus der Sammlung Puppenhäuser und Puppenstuben sind mehr als nur Kinderspielzeuge: Sie spiegeln Kultur, Handwerk und Gesellschaft vergangener Jahrhunderte wider. Mit Exemplaren der Sammlung Museum Aargau geben wir Einblicke in die faszinierende Geschichte der Miniaturwelten. Puppenküche. © pixabay / stux 16. bis 18. Jahrhundert: Puppenhäuser als Schaustücke Die Geschichte der Puppenhäuser reicht bis ins 16. Jahrhundert zurück. Das älteste bekannte Puppenhaus stammt von Herzog Albrecht V. von Bayern. Er liess 1557 eine verkleinerte Nachbildung seines Fürstenhauses bei seinem Hofschreiner anfertigen. Im 17. und 18. Jahrhundert erfreuten sich Miniaturwelten besonders in Patrizierfamilien grosser Beliebtheit, die ihre Häuser detailgetreu nachbilden liessen. Puppenhäuser waren handgefertigt, aus hochwertigen Materialien und zeugten von grossem Kunsthandwerk. Stolz demonstrierten die wohlhabenden Besitzenden mit den Puppenhäusern ihre kultivierte Lebensweise und ihren sozialen Rang. Dies macht sie zu wertvollen Objekten, die uns einzigartige Einblicke in die Wohnkultur und Alltagswelt vergangener Jahrhunderte bieten. Ein faszinierendes Beispiel einer Miniaturwelt: Die barocke Puppenstadt Mon Plaisir zeigt detailreiche Szenen aus verschiedenen Gesellschaftsschichten. Hier abgebildet sind zwei adlige Damen beim Tee. © Wikimedia Commons. Vom Puppenhaus zur Puppenstube: Wandel zum Spielzeug im 19. Jahrhundert Mit der Industrialisierung veränderte sich die Funktion von Puppenhäusern. Puppenstuben – die kleineren und preiswerteren Puppenhäuser – wurden zunehmend populär und fanden ab dem 19. Jahrhundert ihren Weg in Kinderzimmer. Die Puppenstube unterscheidet sich in ihrer Bauweise vom Puppenhaus: Sie besteht meist aus einem oder zwei gegenüberliegenden Zimmer in einem offenen Raum ohne Dach (z.B. Schlafzimmer und Wohnzimmer oder Küche) und diente primär zum Spielen. Ein Mädchen spielt mit einem Puppenhaus. © pixabay Pädagogen wie Friedrich Fröbel erkannten den pädagogischen Wert solcher Miniaturen: Puppenstuben vermittelten spielerisch die Organisation eines Haushalts, förderten soziale Lernprozesse und machten Kinder mit alltäglichen Situationen vertraut. Gleich wie die früheren Puppenhäuser spiegeln auch Puppenstuben die Wohnkultur ihrer Epoche wider. Puppenstuben im 20. Jahrhundert: Beispiele aus der Sammlung Museum Aargau Auch in der Schweiz spielten Puppenstuben eine besondere Bedeutung. Sie waren oft aus lokalem Holz gefertigt und wurden über Generationen weitergegeben. Diese Miniaturhäuser erzählen so nicht nur Familiengeschichten, sondern zeugen auch von der engen Verbindung zwischen Handwerk und bürgerlicher Wohnkultur. Nur wenige Puppenstuben aus dem 20. Jahrhundert blieben erhalten, da sie nicht mehr ausschliesslich als Schauobjekte dienten, sondern aktiv zum Spielen genutzt wurden. Die folgenden liebevoll und detailreich gestalteten Puppenstuben und Puppenensembles stammen aus der Sammlung Museum Aargau und veranschaulichen die Wohnkultur sowie die Funktion der Puppenstube im 20. und 21. Jahrhundert. Zweiteilige Puppenstube aus dem frühen 20. Jahrhundert Diese Puppenstube stammt aus dem frühen 20. Jahrhundert und gehört zu den ältesten und am besten erhaltenen Puppenstuben der historischen Sammlung . Sie besteht aus zwei Zimmern mit Glasfenstern, die von roten und weissen Vorhängen geschmückt sind. Die Wände und Böden sind mit bunt gemusterten Papiertapeten versehen. Die Einrichtung spiegelt den Stil des frühen 20. Jahrhunderts wider. An der Abnutzung zeigt sich der Übergang vom repräsentativen Schaustück hin zum pädagogischen Spielzeug. Puppenstube, 1900-1910, 30x58x39 cm, Holz, Papier, Glas, Textilien, Inv.-Nr.-K-3643. © Museum Aargau. Puppenwaschküche aus Holz (ca. 1910-1920) Diese aus Holz gefertigte Puppenwaschküche datiert auf die Zeit um 1910-1920, bildet eine typische Waschküche aus bescheidenen Verhältnissen detailgetreu nach. Das robuste Holzgehäuse ist stabil konstruiert und enthält einen kleinen Ofen mit zwei Kesseln, die den Waschprozess veranschaulichen. Ein integrierter Kamin sorgt für den notwendigen Rauchabzug. Puppenwaschküche, 1910–1920, 28 x55.5x35 cm, Holz, Textil, Karton, Metall, Inv.-Nr.-K-18211, © Museum Aargau. Zu ihrer Ausstattung gehören ein Bügelbrett mit Bügeleisen, ein Lavabo mit Abflussbecken und Spiegel sowie zahlreiche Zubehörteile, die den Alltag in einer Waschküche nachstellen: Miniaturkleidung hängt an der Wäscheleine, während Waschmittelpackungen und ein Teppichklopfer die Szenerie abrunden. Diese liebevoll gestaltete Puppenwaschküche vermittelt einen lebendigen Eindruck des damaligen häuslichen Lebens. Puppenensembles ohne Gehäuse (ca. 1982) Folgende Puppenensembles sind ohne Gehäuse geschaffen worden und, wurden ca. 1982 von der Donatorin Marlies Wiedenmeier hergestellt und Museum Aargau geschenkt. Die Puppen wurden einzeln angefertigt und von Hand modelliert. Die Herstellungszeit pro Puppe betrug zirka 40 Stunden. Zwei Puppen mit Waschutensilien Das Ensemble besteht aus zwei Puppen und verschiedenen Waschutensilien, darunter ein Waschbrett, ein Waschtrog, ein Holzstuhl mit geflochtener Sitzfläche, eine Wäscheleine sowie drei kleine Holztröge. Ergänzt wird die Ausstattung durch Accessoires wie Seifenstücke, zwei geflochtene Körbe, vier gehäkelte und gestrickte Kleidungsstücke und sogar ein kleines Holzschaf. Dieses liebevoll und detailreich gefertigte Ensemble zeigt die vielfältige Auswahl an Miniatur-Waschutensilien, die für die Darstellung des häuslichen Alltags zur Verfügung standen. Puppenensemble Waschen, 1982, 44x10x7 cm, Holz, Papier, Glas, Textilien, Inv.-Nr.-K-22987. © Museum Aargau. Puppe und Miniaturküche mit Kochbuch Dieses Ensemble präsentiert eine funktionierende Miniaturküche mit Backofen, Vorratsdosen und verschiedenen Küchengeräten. Bemerkenswert ist das "Settiner Puppenkochbuch" - ein kleinformatiges historisches Miniaturkochbuch, herausgegeben von Richard Braun. Dieses 62-seitige, speziell auf Kochrezepte für Puppenküchen abgestimmte Buch wurde als Beigabe zu Puppenküchen angeboten. Es enthält Anleitungen für Rezepte wie Anis-Kräpflein und Zwiebel-Sauce. Einige Rezepte, wie der "Mäusebraten" oder das "junge Gänschen aus Walnüssen", sind humorvoll gestaltet und unterstreichen die spielerische Natur des Puppenspiels. Eine Puppe in einer Dienstmagd-Uniform vervollständigt die Szenerie und vermittelt einen authentischen Einblick in die bürgerliche Küchenwelt jener Zeit. Puppenensemble Küchenarbeit, 1982, 44x10x7 cm, Holz, Papier, Glas, Textilien, Inv.-Nr.-K-22988. © Museum Aargau. Puppenensemble mit Stube Dieses Puppenensemble zeigt eine detailreiche Stube mit einer weiblichen Puppe und Miniaturmöbeln. Im Mittelpunkt steht eine weibliche Puppe mit braunen Haaren, die ein dunkelblaues Baumwollkleid mit weissem Rüschenunterkleid und schwarze Lackschuhe trägt. Umgeben ist sie von Miniaturmöbeln wie einem Schreibtisch, einem geflochtenen Stuhl und einem Kinderwagen. Ein Teppich rundet die Szene ab. Kleine Details – Tassen, Teekanne, Kerze, Zeitung, Teller, gehäkelte Tasche, Blumenstrauss, Spiegel und Hut – verleihen der Stube Authentizität und lassen sie lebendig wirken. Puppenensemble Stube, 1982, 40x17x10 cm, Holz, Papier, Glas, Textilien, Inv.-Nr.-K-22989. © Museum Aargau. Fazit: Puppenstuben als Spiegel der Gesellschaft Die Puppenstuben aus der Sammlung Museum Aargau sind nicht nur nostalgische Erinnerungsstücke, sondern wertvolle Zeitzeugen. Sie dokumentieren die Verbindung von Handwerk, Pädagogik und gesellschaftlichem Wandel und sind damit ein unverzichtbares Kulturgut, das Tradition und Geschichte in greifbarer Form verkörpert. Literatur Entwicklung der Puppenstuben im Verlaufe der Zeit, https://puppenhausmuseum-luzern.ch/geschichte.html https://www.spielzeug-welten-museum-basel.ch/de/museum/sammlung/puppenhaeuser.html Nicht nur für Kinder: Puppenhaus-Ausstellung in den Niederlanden Weitere Blogbeiträge 13. November 2024 Kasperli: Die Kultfigur des Puppentheaters Der Kasper begeistert Jung und Alt. Er ist der Held des Puppentheaters und ein fester Bestandteil der Volkskultur. Doch was steckt hinter… 07. November 2022 Bluffen für Vornehme – Ein Poch-Spielbrett von 1760 Spielen ist eine der universalen menschlichen Aktivitäten. Schon vor einem Vierteljahrtausend waren die Menschen für Spiele zu begeistern.… 08. Oktober 2024 Rubbel die Katz! – die vielseitige Geschichte der Geldkatzen Was sind Geldkatzen und wie hängen diese mit der Redewendung "Rubbel die Katz" zusammen? Die Antworten dazu im Blog von Museum Aargau. Von Patricia Striebel Von Patricia Striebel Patricia Striebel ist Praktikantin der Sammlung von Museum Aargau. Ähnliche Artikel finden Sie hier: Kategorie Schätze aus der Sammlung Kommentare

 
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Königin Agnes von Ungarn - eine Habsburgerin mit vielen Funktionen

Zurück zum Blog 20. November 2023 Kategorien Mittelalter Klosterleben Königin Agnes von Ungarn war eine bedeutende Habsburgerin auf dem Gebiet des heutigen Kantons Aargau. Sie verwaltete ein Kloster, machte Stiftungen und betätigte sich sogar als Friedensvermittlerin. Trotz ihrer historischen Bedeutsamkeit ist sie uns heute wenig bekannt. Königin Agnes von Ungarn hält Kloster Königsfelden in den Händen. Bild aus: Jakob Fugger: Ehrenspiegel des Hauses Österreich, Buch V, fol. 206v, Augsburg 1555. Bayerische Staatsbibliothek, München, BSB Cgm 895 (© Wikimedia Commons) Habsburgerin und Königin von Ungarn Agnes von Ungarn (ca. 1281–1364) war die Enkelin des ersten Habsburger Königs, Rudolf I. Durch die Heirat mit König Andreas III. von Ungarn in jungen Jahren wurde sie ungarische Königin. Nach dem frühen Tod ihres Gatten 1301 nach nur drei Ehejahren kehrte sie als reiche, kinderlose Witwe nach Wien zurück. Klosterverwalterin Ihr Leben widmete sie vor allem einer Aufgabe: dem Kloster Königsfelden. Es war eine Gedenkstätte für ihren Vater Albrecht I. (ca. 1255–1308), errichtet an der Stelle, wo er von seinem Neffen ermordet wurde. Ihre Mutter, Königin Elisabeth von Görz-Tirol (ca. 1262–1313), und deren Söhne stifteten das Kloster. Nach dem Tod ihrer Mutter kümmerte sich Agnes um seine Angelegenheiten. Hierzu lebte sie ab 1317 selbst in einem kleinen Haus auf dem Klosterareal. Sie verwaltete das Kloster. Immer wieder erliess sie neue Klosterverordnungen. Weiter sorgte sie für seine materielle Versorgung. Sie stattete es mit Rechten und Gütern aus. Zudem stiftete sie einen Grossteil des Klosterschatzes. Vermutlich stammten auch die Mittel für die berühmten Königsfelder Glasfenster von ihr. Kloster Königsfelden, © Museum Aargau Stifterin Bei ihren Stiftungen berücksichtigte die Königin nicht nur Königsfelden. Vielmehr beschenkte sie auch andere Klöster, insbesondere solche, zu denen sie oder die Habsburger einen Bezug hatten. So förderte sie das Dominikanerinnenkloster Töss, über das die Habsburger die Vogtei innehatten und in dem auch Agnes’ Stieftochter Elisabeth untergebracht war. Weitere Stiftungen übergab sie dem Kloster Engelberg sowie Klöstern in den neueren habsburgischen Landen in Österreich. Auch Spitäler, mittelalterliche Fürsorgeeinrichtungen für Arme, unterstützte sie. Glasfenster im Chor Königsfelden, © Museum Aargau Friedensvermittlerin Die Königin war auch politisch aktiv. Sie betätigte sich als Vermittlerin in Konflikten – sowohl mit als auch ohne habsburgische Beteiligung. So vermittelte sie etwa im Laupenkrieg, einem Konflikt zwischen Bern auf der einen Seite und mehreren Adligen sowie dem habsburgischen Freiburg auf der anderen Seite. Bei ihren Schlichtungen behielt sie stets die Interessen ihres Hauses im Blick. Schlacht bei Laupen, 21. Juni 1339 aus: Diebold Schilling d. Ä: Amtliche Berner Chronik, Bd. 1, S. 124., ca. 1478-1483. Burgerbibliothek Bern, Mss.h.h.I.1. (Wikimedia Commons) Repräsentantin Habsburgs in den Vorlanden Für die Habsburger stellte Agnes eine wichtige Vertreterin in den Vorlanden dar. Diese umfassten alle habsburgischen Gebiete westlich des Arlbergs, darunter etwa ihre Herrschaften im heutigen Aargau, Elsass und Sundgau. Agnes lebte seit 1317 auf dem Klosterareal von Königsfelden. Da ihre Brüder ab den 1330er-Jahren nur selten und jeweils nur kurz in die Vorlande kamen, war ihre dauerhafte Präsenz dort umso bedeutender. Parteiische Geschichtsschreibung Agnes übte viele verschiedene Funktionen aus. Trotzdem ist sie heute vielen Menschen in der Schweiz kaum bekannt. Dies könnte eine Folge der eidgenössischen Geschichtsschreibung sein, die sie im Rahmen der Befreiungserzählung als blutrünstige Rächerin ihres Vaters darstellte. Die moderne Geschichtsschreibung hat dieses unzutreffende Bild korrigiert. Heute gilt sie als kluge Habsburger Politikerin. Literatur Meier, Bruno: Ein Königshaus aus der Schweiz. Die Habsburger, der Aargau und die Eidgenossenschaft im Mittelalter. Baden 2008. Meier, Bruno: "Auf Augenhöhe. Agnes von Ungarn und Rudolf Brun." in: Joris, Elisabeth et al. (Hg.): Historische Begegnungen. Biografische Essays zur Schweizer Geschichte. Baden 2014, S. 13–35. Museum Aargau: Königin Agnes von Ungarn. Eine Habsburgerin zwischen Kloster und Eidgenossen. Windisch 2017. Velhagen, Rudolf: "Das Kloster Königsfelden. Frömmigkeit, Erinnerung und Macht der frühen Habsburger." In: Schubert, Alexander für die Stiftung Historisches Museum der Pfalz und Heimann, Simone (Hg.): Die Habsburger im Mittelalter. Aufstieg einer Dynastie. Darmstadt 2022, S. 72–75. Weitere Blogbeiträge 22. Dezember 2023 Die Weihnachtsgeschichte im Kloster Königsfelden Die Glasmalereien erzählen die wichtigsten Geschichten der Bibel: Die Geburt von Jesus und die Geschichte der heiligen drei Könige dürfen… 06. April 2023 Christliche Geschichten als Comic verpackt: Glasmalereien in der Kirche Königsfelden Die prächtigen Glasfenster der Klosterkirche Königsfelden beeindrucken seit dem 14. Jahrhundert. Die Glasmalereien erzählen die wichtigsten… 16. Oktober 2023 Quiz: Wie gut kennen Sie die Habsburg? Testen Sie im Quiz Ihr Wissen zur Schloss-Geschichte. Von Sara Wenzinger Von Sara Wenzinger Sara Wenzinger ist Historikerin und Praktikantin im Team Ausstellungen von Museum Aargau. Ähnliche Artikel finden Sie hier: Kategorien Mittelalter Klosterleben Kommentare

 
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Thuja richtig pflegen: Brandgefahr, Schädlinge und häufige Fehler

Zurück zum Blog 25. Juni 2025 Kategorie Gartentipp aus dem Wildegger Schlossgarten Thuja sieht pflegeleicht aus, doch der Schein trügt: Trockenheit, Pilze oder falscher Rückschnitt führen zu braunen Stellen – und im schlimmsten Fall zum Brand einer ganzen Hecke. Diese Tipps helfen, Probleme mit Thuja zu vermeiden. © Pixabay / gosiak1980 Was mit routinemässiger Gartenarbeit begann, endete mit einem Feuerwehreinsatz: Ein Bekannter von mir bekämpfte Unkraut unter seiner Thujahecke mit dem Abbrenngerät. Die Flammen griffen jedoch auf die Nadeln der Thuja über – und die ganze Hecke stand in Vollbrand. Dieser Vorfall zeigt: Thujapflanzen, die als Sichtschutz beliebt sind und auch im Winter grün bleiben, sind nicht so pflegeleicht wie es scheint. Bei Thuja ist mehrfach Vorsicht geboten: Hitze und Trockenheit Thuja mag keine Trockenheit, was in den immer wärmeren Sommern zum Problem werden kann. Die Pflanze trocknet schnell aus, es bilden sich braune Stellen. Diese sind nicht nur unschön, sondern auch gefährlich (Brandgefahr). Thuja sollte deshalb in trockenen Sommer regelmässig stark gegossen werden. Thuja, die neben Strassen wachsen, benötigen auch im Winter Flüssigkeit. Wird die Strasse wegen Eisglätte gesalzen, entzieht das Salz der Pflanze Wasser. Thuja-Pflanze neben einer Strasse © Pixabay / ravilbaptist Pilzbefall und Schädlinge Grosse braune Stellen können auch wegen Pilzen entstehen, Thujapflanzen sind anfällig auf Pilzbefall. Hier muss schnell gehandelt werden, ansonsten breitet sich der Pilz auf die ganze Hecke aus. Auch Schädlinge wie Borkenkäfer oder Dichtmaulrüssler nisten sich gerne in Thuja ein. Vorsicht bei der Pflege Auch bei der regelmässigen Pflege von Thuja ist Vorsicht geboten. Zu viel Dünger oder zu viel Wasser (Staunässe) können der Pflanze zusetzen. Im Gegensatz zum Buchs, den man auf die Hälfte zurückschneiden kann, darf bei Thuja zudem nicht in den verholzten Teil im Innern geschnitten werden. Ansonsten drohen später kahle Stellen. Übrigens: Thuja ist nicht einheimisch und nützt in dichten Hecken unserer Ökologie wenig. Einheimische Pflanzen wie Eiben oder Liguster sind gute Alternativen – und bieten zum Beispiel Vögeln wertvolle Lebensräume. © Pixabay / hans Von Tanya van der Laan Von Tanya van der Laan Ähnliche Artikel finden Sie hier: Kategorie Gartentipp aus dem Wildegger Schlossgarten Kommentare

 
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Memory-Spiel: Gesichter der Familie von Hallwyl | Blog Museum Aargau

Zurück zum Blog 28. Juli 2025 Kennen Sie die Persönlichkeiten hinter den historischen Porträts? In unserem Memory-Spiel treffen Sie auf Mitglieder der Familie von Hallwyl. Weitere Beiträge 19. Mai 2025 Johannes von Hallwyl: ein Aargauer Adliger in der Karibik Johannes von Hallwyl lebte in den 1720er- und 1730er-Jahren auf Martinique und in Saint-Domingue, dem heutigen Haiti. Was trieb ihn über den… 03. März 2025 Vom Adelssitz zum Museum: Schloss Hallwyl und Wilhelminas Vermächtnis Dass Schloss Hallwyl archäologisch erforscht und für die Öffentlichkeit zugänglich ist, verdanken wir Wilhelmina. Doch wer war diese Frau?… 30. Juni 2023 Quiz: Welcher Mittelalterberuf passt zu Ihnen? Wären Sie Bauer, Bäuerin oder Ritter? Oder würden Sie eher ins Kloster gehen? Von Museum Aargau Von Museum Aargau Das Team von Museum Aargau zeigt an dieser Stelle digitale Einblicke in die Museumsstandorte. Ähnliche Artikel finden Sie hier: Kommentare 28.07.2025 Lindenmann Elisabeth Schon als Kind bin ich viel im Schloss und ums Schloss herum gerannt, habe gespielt und nach Krebsen im Aabach gesucht. Wir bewirtschafteten die Wiesen und Acker rund ums Schloss. Und jetzt besuche ich mit meinen Freunden das Schloss. Ich will ihnen einiges über die Vergangenheit, über die interessanten Frauen, Franziska Romana und Wilhelmina und Hans von Hallwyl erzählen. Ich freue mich! 28.07.2025 Elisabeth Lindenmann Am 13. 8. komme ich mit meinen Freunden ins Schloss Hallwyl. Ich will ihnen „unser Schloss“ vorstellen und ihnen ein wenig von der Geschichte erzählen. Das Memory hat mich gefreut.

 
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Quiz: Welches Fabelwesen sind Sie?

Zurück zum Blog 26. April 2023 Kategorie Quiz & Spiele Drache, Einhorn oder etwas anderes? Erfahren Sie, welches Fabelwesen am besten zu Ihnen passt! Machen Sie das Quiz: In wenigen Klicks finden Sie heraus, welches Fabelwesen Sie sind! Weitere Quiz 30. Juni 2023 Quiz: Welcher Mittelalterberuf passt zu Ihnen? Wären Sie Bauer, Bäuerin oder Ritter? Oder würden Sie eher ins Kloster gehen? 08. Juli 2022 Quiz: Welches Schloss passt am besten zu Ihnen? Wollten Sie schon immer in einem Schloss leben? Beantworten Sie diese Fragen; wir zeigen Ihnen, welches Aargauer Schloss aufgrund Ihrer… 23. März 2023 Quiz: Haben Sie das Potential zum Legionär? Nicht jeder Dahergelaufene konnte römischer Legionär werden. Was denken Sie? Haben Sie das Potential zum römischen Legionär? Machen Sie den… Von Grégoire Luisier Von Grégoire Luisier Grégoire Luisier ist Digital Media Manager im Museum Aargau. Ähnliche Artikel finden Sie hier: Kategorie Quiz & Spiele Kommentare

 
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Quiz: Welcher Mittelalterberuf passt zu Ihnen?

Zurück zum Blog 30. Juni 2023 Kategorien Quiz & Spiele Mittelalter Wären Sie Bauer, Bäuerin oder Ritter? Oder würden Sie eher ins Kloster gehen? Erfahren Sie jetzt, welchem "Beruf" Sie wohl im Mittelalter nachgegangen wären... Machen Sie das Quiz: In wenigen Klicks finden Sie heraus, welche mittelalterliche berufliche Tätigkeit zu Ihnen passt. Weitere Quiz 08. Juli 2022 Quiz: Welches Schloss passt am besten zu Ihnen? Wollten Sie schon immer in einem Schloss leben? Beantworten Sie diese Fragen; wir zeigen Ihnen, welches Aargauer Schloss aufgrund Ihrer… 20. Februar 2024 Quiz zur römischen Mythologie Testen Sie Ihr Mythologie-Wissen in diesem Quiz! 26. April 2023 Quiz: Welches Fabelwesen sind Sie? Drache, Einhorn oder etwas anderes? Erfahren Sie, welches Fabelwesen am besten zu Ihnen passt! Von Museum Aargau Von Museum Aargau Das Team von Museum Aargau zeigt an dieser Stelle digitale Einblicke in die Museumsstandorte. Ähnliche Artikel finden Sie hier: Kategorien Quiz & Spiele Mittelalter Kommentare

 
Kloster Königsfelden

Geschichte

KLOSTERANLAGE & GLASFENSTER Klosterkirche und Nebengebäude Die Klosteranlage Herausragende Glasmalereien aus dem Mittelalter Glasfenster GESCHICHTE Ein Kloster für einen König Geschichte Kloster Königsfelden Bau- und Nutzungsgeschichte Interaktiver Zeitstrahl 7 Fragen zur Geschichte Wann und von wem wurde das Kloster Königsfelden gegründet? Die Gründung des Klosters Königsfelden geht auf die Ermordung des habsburgischen Königs Albrecht I. im Jahr 1308 zurück. Seine Ehefrau Königin Elisabeth liess am Ort seiner Ermordung eine Kapelle errichten. 1310 begann der Bau des Klosters Königsfelden, das später zu einer Gedenk- und Ruhestätte für viele Habsburger wurde. Die komplette Kloster- und Nutzungsgeschichte Lebten Mönche oder Nonnen im Kloster Königsfelden? Das Kloster Königsfelden war ein Doppelkloster, wo sowohl eine weibliche als auch eine männliche Ordensgemeinschaft lebte: Im Süden der Kirche befand sich ein Konvent für Klarissen und im Norden einer für Franziskaner. Beide waren Bettelorden, das heisst sie lebten in Armut und sicherten ihre Lebensgrundlage durch Predigten und das Betteln um Almosen. Viele der Nonnen stammten allerdings aus dem Hochadel und brachten grosse Vermögen ins Kloster. Wer war Agnes von Ungarn? Agnes von Ungarn, Tochter von König Albrecht I. und Königin Elisabeth, war ab 1316 die prägende Figur im Kloster Königsfelden. Sie leitete die Gemeinschaft bis 1364 und stattete das Kloster mit weiteren Gütern und Einkünften aus. Agnes war auch dafür verantwortlich, dass der Chor mit den kunstvollen Glasfenstern ausgestattet wurde. Daneben war sie politisch für die Habsburger tätig und wurde als Vermittlerin bei Konflikten in den habsburgischen Vorlanden herbeigezogen. Mit dem Tod von Agnes endete die direkte Verbindung zwischen Kloster und Stifterfamilie. Macht und Reichtum des Klosters schwanden in der Folge. Welche Bedeutung haben die Glasfenster der Klosterkirche Königsfelden? Die farbigen Glasfenster im Kloster Königsfelden entstanden zwischen 1320 und 1360 und bilden einen Höhepunkt der europäischen Glasmalerei des 14. Jahrhunderts. Die Fenster im Chor zeigen das Leben und Sterben Christi, umgeben von den Aposteln und unterschiedlichen Heiligen. Zuunterst in den Scheiben sind auch die habsburgischen Stifter und Stifterinnen zu sehen. Mehr zu den Glasfenstern Welche Familienmitglieder der Habsburger wurden in der Klosterkirche Königsfelden begraben? Folgende Habsburger und Habsburgerinnen wurden in Königsfelden beigesetzt und später exhumiert und an andere Orte verlegt: Königin Elisabeth von Görz-Tirol (1262–1313): Sie war die Witwe des ermordeten Königs Albrecht I. und Gründerin des Klosters Königsfelden. Königin Agnes von Ungarn (1281–1364): Agnes war die Tochter des ermordeten Königs Albrecht I. und der Klostergründerin Elisabeth von Görz-Tirol. Sie war Königin von Ungarn und ab 1316 Äbtissin im Kloster Königsfelden. Auch politisch war sie eine wichtige Figur in den habsburgischen Vorlanden. Herzog Leopold I. von Habsburg (1290–1326): Er war einer der Söhne des ermordeten Königs Albrecht I. und der Klostergründerin Elisabeth von Görz-Tirol. Im Jahr 1315 unterlag er mit seinem Heer bei der Schlacht am Morgarten gegen ein schwyzerisches Heer. Herzog Friedrich der Schöne (1289–1330): Er war einer der Söhne des ermordeten Königs Albrecht I. und der Klostergründerin Elisabeth von Görz-Tirol. Er war römisch-deutscher König und ein Rivale Ludwigs des Bayern, der ebenfalls nach der Krone trachtete. Herzog Leopold III. (1351–1386): Er starb in der Schlacht von Sempach (1386) gegen die Eidgenossen. Der Herzog und 26 seiner Ritter wurden in der Klosterkirche begraben. Neben Mitgliedern der Habsburger-Familie wurden nach der Eroberung des Aargaus 1415 auch einige Berner in der Klosterkirche Königsfelden begraben. Alle Habsburgerinnen und Habsburger wurden im 18. Jahrhundert exhumiert und an andere Orte verlegt. Welchen Einfluss hatte die Reformation auf das Kloster Königsfelden? Im Zuge der Reformation hob Bern 1528 das Kloster Königsfelden auf. Zu der Zeit lebten nur noch etwa sechs Nonnen in Königsfelden. Bereits 1523 wollten viele der dreissig Nonnen aus dem Kloster austreten, um ein gottgefälliges weltliches Leben im reformierten Sinn führen zu können. Ab 1524 wurde ihnen der Austritt durch den Berner Rat gestattet, der ihnen zudem ein Darlehen gewährte. Nachdem sowohl die Mönche als auch die Nonnen das Kloster verlassen hatten, verlor es seine religiöse Funktion endgültig. Die komplette Kloster- und Nutzungsgeschichte Wie wird das Kloster Königsfelden heute genutzt? Seit 2009 gehört die Klosterkirche Königsfelden zu Museum Aargau. In der Kirche finden Ausstellungen und Veranstaltungen statt. Zu den Ausstellungen

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