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Rosalia signorum: Frühlingsfest in den römischen Legionen

Zurück zum Blog 31. März 2026 Categories Römerzeit Römische Geschichten aus Vindonissa Am 12. April 2026 feiert der Legionärspfad Vindonissa sein Eröffnungsfest . Im Fokus steht die rosalia signorum ,

 
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Pomp mit Brunnen und Statuen: wie die Römer ihre Gärten gestalteten

Die Offiziere der römischen Legionen zeichneten sich nicht nur durch Disziplin und militärische Erfolge aus, sie wussten auch, wie man entspannen konnte. Um dem Leben im Legionslager zu entkommen, besuchten sie Thermen, assen delikate Speisen und legten Gärten an.

Gartenarchitektur in römischen Gärten

Um eine ruhige Oase der Erholung zu schaffen, wurde ein grosser Aufwand betrieben. Pflanzen spielten dabei natürlich eine wichtige Rolle – sie waren aber nicht das einzige, worauf die Römer achteten, wenn sie einen Garten anlegten!

Der Bezug zur Gesamtarchitektur des Wohnhauses war in römischen Gärten wichtig. Wege durch den Garten gliederten verschiedene Pflanzenbeete, die nicht selten in geometrischen Formen angelegt waren. Solche Beete sieht man auch im Garten des Vindonissa Museums, der sich hier auf dem Bild gerade im Aufbau befindet.

Was in römischen Gärten gepflanzt wurde

In den Beeten wurden dann möglichst exotische Bäume, Büsche und Blumen gepflanzt. Vermutlich wurden aber nicht nur Zierpflanzen, sondern auch Küchenkräuter wie zum Beispiel Koriander gesetzt. Dieser blüht sehr schön, war aber gleichzeitig auch ein sehr beliebtes Gewürz in der römischen Küche.

Die Beete konnten von Buchshecken umgeben sein, die in Form geschnitten wurden. Konnte man es sich leisten, stellte man sogar Gärtner nur für das Zuschneiden der Buchshecken, sogenannte topiarii, an. Weil der Buchs nicht unter allen klimatischen Bedingungen wuchs, verwendete man teilweise auch Rosmarin, um die Beete in den Gärten zu umranden.

Römischer Garten im Innenhof

Viele römische Gärten befanden sich in einem Innenhof, welcher von Säulen umgeben war, dem Peristyl. Ein solches Peristyl kann man heute an bestimmten Orten wie beispielsweise im sogenannten Haus des Fauns in Pompeji sehen.

 

Um den Garten pompöser zu gestalten, wurden Wasserbecken und Brunnen angelegt. Diese kühlten in heissen Sommern den Garten und waren nützlich für die Wasserversorgung der Pflanzen. Man stellte auch Büsten und Statuen im Garten auf, zum Beispiel von Göttern oder Tieren. Dass man solche Statuen in Gärten aufstellte, zeigt unter anderem das sogenannte Haus der Hirsche in Herculaneum.

 

Weiter waren die Götter im römischen Alltag von grosser Bedeutung. Viele Familien besassen einen Hausaltar, an dem täglich den Göttern geopfert wurde. Dieser Altar, das lararium, befand sich nicht selten in oder bei den Gärten im Peristyl. 

Römische Gärten waren Orte, wo religiöse Rituale durchgeführt wurden, andererseits boten sie aber auch Platz für grosszügige Gastmahle, für welche man Liegebetten und Tische aufstellte.

Wandmalereien mit Tieren und exotischen Pflanzen

Um den Eindruck der grünen Oase im Wohnbereich zu vergrössern, bemalte man die Wände hinter dem Peristyl mit exotischen Pflanzen, aufwendigen Wasserspielen oder Tieren. Obwohl die Bilder auf den Wandmalereien die römischen Gärten nicht ganz korrekt wiedergeben, zeigen sie uns, wie sich die Römer einen perfekten Garten vorstellten – und sie zeigen, dass die Gärten auch mit Tieren belebt sein konnten! Solche Wandmalereien kann man heute noch bewundern, zum Beispiel in der Villa Oplontis, in der Nähe von Pompeji.

 

Weil der Garten für so viele unterschiedliche Dinge genutzt wurde, bestand er also nicht nur aus schönen Blumen und exotischen Pflanzen, sondern es waren auch architektonische und gestalterische Elemente wichtig. Mit den Legionen und der römischen Zivilbevölkerung gelangte diese Art der Gartengestaltung in das Gebiet der heutigen Schweiz.

Wie der Legionskommandant in Vindonissa seinen Garten gestaltet haben könnte, welche Pflanzen und Tiere in römischen Gärten vorkamen und wie wir heute mit archäobiologischen Quellen römische Gärten erforschen können, erfahren Sie im Vindonissa Museum in Brugg!

Von Lena Keil

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