Museum Aargau

Porträt von Alfred Gautschi, Erfinder der Aluminiumfolie

Zurück zum Blog 14. Juli 2020 Kategorien Schätze aus der Sammlung 20./21. Jh. Heinrich Alfred Gautschi war ein Pionier der Aluminiumindustrie. Ein Porträt von Gautschi ist Teil der Sammlung von Museum Aargau. Heinrich Alfred Gautschi, geboren 1871 in Menziken, war ein Pionier der Aluminiumindustrie. 1897 übernahm er eine mechanische Werkstätte, aus welcher 1905 die Aluminiumwarenfabrik Gontenschwil AG entstand. Das Gemälde stammt vom österreichisch-schweizerischen Maler und Grafiker Rico Edelhofer (1892-1987), der ab 1936 in Lugano lebte und arbeitete. Porträt Alfred Gautschi, 1954, 81 x 59.7 cm, Öl auf Leinwand, Holzrahmen, Inv.-Nr.-K-18755 © Museum Aargau Zur selben Zeit machte er erste Versuche mit dem Walzen von Aluminium. Am 15. April 1905 liess er seine Walztechnik zur Herstellung von Aluminiumfolien patentieren. Die Produktion von Aluminiumprodukten wurde diversifiziert und erweitert. Neben Walzprodukten wurden nun auch Küchenprodukte hergestellt. Im Jahr 1936 wurde in diesem Zusammenhang der Kochgeschirr-Hersteller Ferdinand Sigg AG, Frauenfeld, übernommen. In den weiteren Jahren wurde die Produktepalette weiter ausgebaut. Es wurden nun auch Teile für den Häuserbau und die Luftfahrtindustrie hergestellt. Die von Gautschi gegründete Firma existiert noch heute und ist Teil der Alu Menziken Gruppe, deren Mehrheitsaktionärin bis 2007 die Familie Gautschi war. Von Rudolf Velhagen Von Rudolf Velhagen Rudolf Velhagen stellt hier regelmässig Trouvaillen, Raritäten und überraschende Schätze aus der Sammlung von Museum Aargau vor. Diese umfasst rund 50'000 Objekte. Ein grosser Teil davon lagert im Sammlungszentrum Egliswil. Ähnliche Artikel finden Sie hier: Kategorien Schätze aus der Sammlung 20./21. Jh. Kommentare

 
Museum Aargau

Vom Schiffbau inspiriert: Schreibtisch von Adolf Suter für Ströbel

Zurück zum Blog 05. August 2020 Kategorie Schätze aus der Sammlung Der dänische Schiffbau hat den Aargauer Adolf Suter inspiriert, für die J. Ströbel Möbelfabrik AG in Frick Möbel aus dem exotischen Teakholz zu entwerfen – so auch einen Schreibtisch aus dem Jahr 1959 aus der Sammlung Museum Aargau Die vier konisch geformten, leicht nach aussen geschwungenen Tischbeine aus massivem Teakholz tragen die furnierte Tischplatte mit Massivholzkante. Die Platte greift mit ihren abgerundeten Ecken und mit ihren geschweiften Breitseiten die fliessend-organische Formensprache der Beine auf. Schlüsselkopf als Markenzeichen Rechterhand ist der von der Schreibfläche abgesetzte Schubladenkorpus platziert, dessen oberste Schublade das unverkennbare Markenzeichen der Firma Ströbel an sich trägt, nämlich den in zwei abgerundete Massivholzteile eingelegte Schlüsselkopf. Die Ausgestaltung der beiden Schubladengriffe spielt – gemäss den Angaben des Designers – auf die Form von Schiffssegeln an. Den rückwärtigen Abschluss des eleganten Schreibtischs bildet die praktische aus zwei Regalflächen bestehende Nische für Bücher. Erstklassige Handwerkskunst Dieser Schreibtisch, der unter dem Namen Modell 6011 geführt wurde, war Teil des Möbelprogramms Swiss-Teak bzw. Swiss-Form von Adolf Suter (1917-2010), welcher bis ins Jahr 1964 Designer und Betriebsleiter bei J. Ströbel Möbelfabrik AG war. © Museum Aargau Die Entwicklung ganzheitlicher Wohnserien hatte in der raumgestalterischen Philosophie von Suter einen hohen Stellenwert, weil dadurch maximale Einheitlichkeit mit gleichzeitiger individueller Kombinationsmöglichkeit gewährleistet werden konnte. Mitunter ermöglichte dieses Design-Prinzip, dass die Möbellinie Swiss-Teak im obersten Preissegment angesiedelt war. Das Modell 6011 würde beispielsweise für die damals exorbitante Summe von 690.00 CHF angepriesen. Neben dem hochwertigen Stil und der erstklassigen Handwerkskunst generierte das verwendete Teakholz einen Grossteil der Kosten. Suter war derart von der Wertigkeit seines erstmals im Jahr 1958 produzierten Möbelprogramms Swiss-Teak überzeugt, dass er damit 1959 das Kinderzimmer seines Sohnes einrichtete, woher auch der hier präsentierte Schreibtisch stammt. Erster Grossimporteur von Teakholz Die Inspiration zur Verwendung von Teak in der Möbelproduktion erlebte Suter während seines Besuches der Möbelfachmesse in Kopenhagen. In Skandinavien und insbesondere Dänemark existierte eine lange Tradition hinsichtlich der Konstruktion von Teak-Möbeln, deren Ursprung in der Weiterverwendung von Teakholzresten des Schiffbaus liegt. In dieser maritimen Branche wurde das Exotenholz wegen seiner Materialeigenschaften bevorzugt: Das Holz des in Süd- und Südostasien heimischen Teakbaums weist neben seiner Dauerhaftigkeit einen hohen Gehalt an Kautschuk und Ölen auf, was das Material auf natürliche Weise gegen Feuchtigkeit imprägniert und rutschsicher macht. Der Kautschukgehalt birgt jedoch die Schwierigkeit, das Holz zu verleimen, weshalb Suter eigens eine Maschine und die Leimrezeptur optimierte. Aufgrund der innovativen Verwendung des in der Schweiz nicht erhältlichen Materials, avancierte der Designer dort zum ersten Grossimporteur von Teakholz. Hierfür reiste er in regelmässigen Abständen per Flugzeug zu den europäischen Zentren des Holzhandels in Mailand, Cremona und Valencia, um die hölzerne Exotik in den Aargau zu importieren. Von Rudolf Velhagen Von Rudolf Velhagen Rudolf Velhagen stellt hier regelmässig Trouvaillen, Raritäten und überraschende Schätze aus der Sammlung von Museum Aargau vor. Diese umfasst rund 50'000 Objekte. Ein grosser Teil davon lagert im Sammlungszentrum Egliswil. Ähnliche Artikel finden Sie hier: Kategorie Schätze aus der Sammlung Kommentare

Gradian
Luftaufnahme Klosterhalbinsel Wettingen im Gegenlicht mit dramatischen Wolken über dem Kloster.

Klosterhalbinsel Wettingen

Glaube, Macht,
Wissen

Die Klosterhalbinsel Wettingen ist ein Kulturgut von internationalem Rang. Am Kraftort an der Limmat verschmelzen Kultur, Bildung, Geschichte und Gastfreundschaft zu einem Erlebnis!

HINWEIS: BESUCH AM 5. SEPTEMBER 2026

Am Samstag, 5. September 2026 findet auf der Klosterhalbinsel Wettingen eine grössere Veranstaltung der Kantonsschule statt. Das Museum inkl. Klosterkirche kann regulär besucht werden, es ist jedoch mit Einschränkungen zu rechnen.

PLANEN SIE IHREN BESUCH

 
Blick in den Ausstellungsraum "Parlatorium" auf der Klosterhalbinsel Wettingen. Im Vordergrund ein Schild mit dem Text "Archiv der Fragen", im Hintergrund sitzen Schülerinnen und Schüler diskutierend beeinander.

Sechs
Highlights

Das dürfen Sie nicht verpassen  

 
Eine Gästegruppe mit einer Museumsführerin steht vor der Kirche der Klosterhalbinsel Wettingen.

Veranstaltungen
und Führungen

Veranstaltungskalender Museum Aargau  

 
Ausstellung in der Mönchskirche Kloster Wettingen: Verschiedene Objekte in einer Vitrine, u.a. ein grosses Altarkreuz

Ausstellungen
und Rundgänge

Museum der Klosterhalbinsel  

 
Aussenaufnahme Gästezentrum Klosterhalbinsel Wettingen mit Informationsbildschrim links

Öffnungszeiten und
Eintrittspreise

Geöffnet von April bis Oktober  

 
Luftaufnahme Kloster Wettingen mit Klosterpark im Vordergrund

Anreise: So
finden Sie uns

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  • Öffentliche Führung
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  • Selbständiger Rundgang
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  • Familien
  • Schulen
  • Gruppen
  • Einzelbesucher

Schulen, Familien und Gruppen

 
Eine Schulklasse beim Schreiben mit Tinte und Federkiel.

Für
Schulen

Buchbare Führungen und Workshops  

 
Zwei Mädchen und ein Bub stehen gemeinsam vor dem Kloster Wettingen und blicken direkt in die Kamera. Sie halten eine Landkarte, Broschüre sowie eine Pyramide in den Händen.

Für
Familien

Rätseltour durch die Klosterhalbinsel  

 
Eine Frau und ein Mann schreiten in Freizeitbekleidung durch den Garten der Klosterhalbinsel Wettingen (Foxtrail).

Für
Gruppen

Buchbare Führungen und Workshops  

Die Klosterhalbinsel in 54 Sekunden

DIE KLOSTERHALBINSEL WETTINGEN

 
Luftaufnahme Klosterhalbinsel Wettingen mit dramatischen Wolken über dem Kloster

Klosterhalbinsel
und Geschichte

800 Jahre Klostergeschichte  

 
Luftaufnahme Konventgarten und Abtgarten auf der Klosterhalbinsel Wettingen mit Limmat

Klosterpark
und Gärten

Entdecken Sie historische Gartenanlagen  

FEIERN UND GENIESSEN

 
Weiss gedeckte Stehtische mit Häppchen: Apéro auf der Klosterhalbinsel Wettingen

Essen und
Trinken

Restaurants auf der Klosterhalbinsel  

 
Lindenterrasse Schloss Wildegg: Ein schön gedeckter Tisch mit Apéro

Räume
mieten

Feiern und tagen  

SAMMLUNG

 
Ein gelber Heizlüfter, Objekt im Sammlungszentrum Egliswil

Sammlung

Schatzkammer der Aargauer Geschichte  

 
Grosses Handy in der Hand eines Benutzers, auf dem Bildschirm ist die "Sammlung online" von Museum Aargau dargestellt.

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