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Die Christrose – So bleibt sie auch nach Weihnachten schön

Zurück zum Blog 09. Januar 2021 Kategorie Gartentipp aus dem Wildegger Schlossgarten Die Christrose ist ein beliebtes Weihnachtsgeschenk. Schön in einen Topf gepflanzt, ziert sie so manchen Gabentisch. Oft sind Christrosen auch mit anderen winterharten Pflanzen kombiniert – so etwa mit Erika oder mit Schneeglöckchen. Vielleicht haben auch Sie zu Weihnachten eine Christrose erhalten? So bleibt die Christrose haltbar Denken Sie daran, die Pflanze nach einigen Tagen in der Wohnung nach draussen zu stellen. Sie mag es nur für kurze Zeit, an der Wärme zu sein. Danach braucht sie wieder kühlere Temperaturen. Idealerweise gewöhnen Sie die Christrose langsam an den Temperaturwechsel und platzieren sie zuerst im Treppenhaus, bevor Sie sie später vor die Haustüre oder auf den Balkon stellen. Bei andauerndem Frost empfiehlt es sich, den Topf mit Noppenfolie und Jute zum umwickeln. Der Topf sollte tief genug sein, da die Christrose lange Wurzeln hat und nach unten hin etwas Platz braucht. Giessen Sie die Christrose an frostfreien Tagen, damit die Erde das Wasser aufnehmen kann. An ganz kalten Tagen kann es sein, dass die Pflanze schlapp macht uns aussieht, als wäre sie erfroren. Sie zieht dabei die Feuchtigkeit aus den Stängeln, zurück, damit diese bei Frost nicht platzen. Die Christrose schützt sich damit also selbst und richtet ihre Blütenstängel wieder auf, wenn der Frost vorüber ist. Christrose soll im Winter wieder blühen Im Frühling können Sie die Christrose gut an einem halbschattigen bis schattigen Platz im Garten einpflanzen. Den Boden gut lockern und ein tiefes Loch graben, damit die Wurzeln genug Platz haben. Im Sommer wird das Laub dürr werden. Schneiden Sie die Blätter erst ab, wenn sämtliche Blätter dürr geworden sind. Die Christrose braucht die Kraft, die sie aus den Blättern zieht, um im nächsten Winter wieder schön zu blühen. Abgeschnittene Blüten lassen sich übrigens auch gut in einer Vase einstellen. Warten Sie mit dem Abschneiden der Blüten, bis diese gut ausgereift sind und Ansätze von Samenständen aufweisen. Ansonsten verwelken sie sofort. Zum rechten Zeitpunkt geschnitten, werden Sie an den Blüten lange Freude haben. Von Tanya van der Laan Von Tanya van der Laan Ähnliche Artikel finden Sie hier: Kategorie Gartentipp aus dem Wildegger Schlossgarten Kommentare

 
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Nach dem grossen Schnee: Hilfe für beschädigte Pflanzen

Zurück zum Blog 11. Februar 2021 Kategorie Gartentipp aus dem Wildegger Schlossgarten Grosse Schneemengen sind für viele Sträucher und Bäume ein Problem, oft kommt es zum Schneebruch. Beschädigte Pflanzen sollten deshalb gepflegt werden. Der Gartentipp aus dem Wildegger Schlossgarten. © Museum Aargau Grundsätzlich sind Bäume und Sträucher darauf ausgelegt, Schnee und auch starken Wind zu ertragen: Nadelbäume zum Beispiel sind biegsam. Laubbäume haben durch ihre nackten Äste eine geringe Auflagefläche für Schnee und Wind. Zudem wachsen ihre Äste in einem Winkel aus dem Stamm, der es ihnen ermöglicht, Lasten und starke Winde auszuhalten. Doch bei grossen Mengen an schwerem Nassschnee kommt es auch bei vielen gesunden Bäumen und Sträuchern zu Schneebruch. Vom Schnee beschädigte Stellen abschneiden Es ist deshalb wichtig, Pflanzen nach viel Schnee zu pflegen: Vor allem müssen die kaputten Stellen sauber abgeschnitten werden. Denn die Bruchstelle ist ein guter Nährboden für Pilze und Bakterien. Dazu nimmt man eine saubere und desinfizierte Säge oder eine Rebschere, je nach Dicke der Äste. Wie stark diese zurückgeschnitten werden, hängt von der Wuchsform und der Optik des Gehölzes ab. Bei Büschen ist es ratsam, ganze Triebe abzuschneiden. So können sie wieder von unten austreiben und es gibt keinen Besenschnitt. Handelt es sich jedoch um einen schwach wachsenden Strauch, kürzt man den Trieb auf die nächste Knospe oder den nächsten Astansatz. Dicke Äste sollten auf den sogenannten Astring geschnitten werden – das ist die Verdickung am Astansatz –, denn so verheilt die Wunde besser. Egal, um welche Art von Gehölz es sich handelt: Um wieder eine schöne Form zu erhalten, müssen auch gesunde Triebe geschnitten werden. So lässt sich ein einseitiger Wuchs vermeiden. Den Pflanzen schadet ein solcher Rückschnitt nicht. Er ist von Zeit zu Zeit sogar wichtig, um gesunde, kräftige Pflanzen zu erhalten. Haben Sträuche oder Bäume einen Riss in der Rinde, lässt sich dieser mit schwarzer Folie umwickeln, damit er schneller zuwächst. Die Folie kann nach einer Vegetationsperiode wieder entfernt werden. Von Melissa Gögele Von Melissa Gögele Ähnliche Artikel finden Sie hier: Kategorie Gartentipp aus dem Wildegger Schlossgarten Kommentare

 
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Tresor der Hutflechtfabrik Jacob Isler & Co.

Zurück zum Blog 19. Januar 2021 Kategorie Schätze aus der Sammlung Die vorliegende Tresorkiste stammt aus dem Nachlass der Hutflechtfabrik Jacob Isler & Co., die ihn von der Firma Bruggisser und Co. als Geschenk erhalten hatte. Der Zeitpunkt dieser Schenkung ist leider nicht überliefert. Der Tresor befand sich in der Villa Isler, als diese von ihrem letzten Bewohner J. Rudolf Isler an die Gemeinde Wohlen überging. Das Strohmuseum im Park schenkte ihn seinerseits 2010 dem Museum Aargau für seine Sammlung aargauischer Industriekultur und Geschichte der aargauischen Strohindustrie. © Museum Aargau Die Strohflechtfirma Bruggisser und Co. Die Strohflechtfirma Bruggisser und Co. war eine der grossen Aargauer Handelsfirmen, welche sich im 19. Jh. auf den Handel mit Strohgeflecht und Hüten spezialisiert hatte. Die Firma exportierte in die ganze Welt und unterhielt ein eigenes Lager in New York. Das Flechthandwerk hatte im Kanton Aargau eine lange und sehr wichtige Tradition. Bereits im 17. Jahrhundert erwähnen Quellen den Handel mit aargauischen Strohhüten und im 19. Jahrhundert entwickelte sich die Strohflechterei zu einem eigenen Industriezweig, welcher zeitweise über 50'000 Heim- und Fabrikarbeitende beschäftigte. Von Rudolf Velhagen Von Rudolf Velhagen Rudolf Velhagen stellt hier regelmässig Trouvaillen, Raritäten und überraschende Schätze aus der Sammlung von Museum Aargau vor. Diese umfasst rund 50'000 Objekte. Ein grosser Teil davon lagert im Sammlungszentrum Egliswil. Ähnliche Artikel finden Sie hier: Kategorie Schätze aus der Sammlung Kommentare

 
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Ein ausgestorbenes Natur-Spektakel: Seegfrörni auf dem Hallwilersee

Zurück zum Blog 07. Februar 2024 Kategorie Schlossgeschichten Samstag, 7. Februar 1427: Weite Teile Europas sind unter klirrender Kälte erstarrt. Seit Wochen herrscht im Aargau Frost. Nun ist auch das Eis auf dem Hallwilersee dick genug, dass Ritter Rudolf III. von Hallwyl es betreten kann. Als Herr über Schloss und Herrschaft Hallwyl nutzte er die Seegfrörni, um den See zu vermessen. In diesem Blog-Beitrag erfahren Sie die faszinierende Geschichte des Ritters aus einer Zeit, als die Winter noch richtig kalt waren. Pieter Breughel der Ältere malte 1566 das biblische Thema der Volkszählung in Betlehem, versetzt in eine flämische Winterlandschaft (Bild: Wikimedia commons). Rudolfs Vermessungsaktion In einem so genannten Rodel – kein Schlitten, sondern ein Verzeichnis, das im Familienarchiv im Staatsarchiv Bern liegt – verrät der Schreiber einige Details über Rudolfs Unternehmung: Der Ritter habe die Aktion persönlich geleitet, obwohl er schon auf 60 Jahre zugehe. Rudolf beauftragte seine Magd Ita, den Hilfs-Priester von Seengen, Bruder Konrad, sowie seinen "Renner" (wohl ein Bote Rudolfs), ein Bursche namens Ungren, den See abzuschreiten. Das Quartett nahm am 7. Februar 1427 die Eisfläche unter die Füsse, vom Schloss Hallwyl südwärts bis nach Mosen. Am Sonntag erholte man sich bei der Messe in der Burgkapelle, um am Montagabend, dem Tag von Sankt Apollonia, den See auch noch in der Breite abzuschreiten, von Meisterschwanden hinüber nach Birrwil. Sie zählten 28'500 Schuh in der Länge und 5350 Schuh in der Breite. Stellen wir uns diese Beschreitung der Eisfläche vor: Ritter Rudolf auf seinem stämmigen Pferd an der Spitze, Ita und Ungren abwechselnd im Gänsemarsch, Bruder Konrad auf einer klapprigen Stute, alle fünfzig Fusslängen einen Strich in seine hart gefrorene Wachstafel ritzend. Zurück am warmen Ofen im Schloss Hallwyl notierte Bruder Konrad: «In dem Jor als man zalt von Gottes Geburd vierzehen hundert Jor und siben und zwenzig Jor do wz der See uberfroren und do mas min Her Ruodolf von Hallwil Ritter den See». Bestimmt verlief die Vermessungs-Aktion ganz anders als hier beschrieben. Sicher ist nur, dass es kalte Füsse gab. Stiefel und Schlupfschuhe im 15. Jahrhundert: Detail aus der Berner Chronik von Diebold Schilling, 1478-1483, Burgerbibliothek Bern. Das Schuhwerk Es ist zu hoffen, dass das Fussvolk bei der Seevermessung unter den Schuhen Holzpantinen – so genannte Trippen – trug, die auf dem Eis etwas griffiger waren und besser vor Kälte schützten. Schuhe waren damals wendgenäht: Der Schuster vernähte Schuhoberbau und Sohle über einen Leisten gestülpt auf der Lederinnenseite. Um den fertigen Schuh zu wenden, musste die Sohle biegsam sein. Sohlen waren also dünn und schnell durchgelaufen – so wie die unten abgebildete. 1998 kamen bei einer archäologischen Grabung im Vorderen Schlossgraben von Hallwyl 67 Schuhfragmente zum Vorschein. Sohlen wie die hier abgebildete passen zu spätmittelalterlichen Schuhformen, wie sie Ita und Ungren getragen haben könnten (Foto Museum Aargau). Hallwilersee: 2% Schrumpfung in 600 Jahren Ignorieren wir der Einfachheit halber die unterschiedlichen Schuhgrössen von Ita und Ungren und nehmen ein Schuhmass von 30 Zentimetern an, was etwa dem historischen Längenmass des Berner Schuhs entspricht, dann betragen die Strecken 8,55 Kilometer in der Länge und 1,6 Kilometer in der Breite. Rudolfs Seevermessung kommt auf eine etwas grössere Ausdehnung als heute: Der Hallwilersee ist gegenwärtig nur noch 8,4 Kilometer lang und 1,5 Kilometer breit. Vorausgesetzt, Rudolfs Masse sind verlässlich, schrumpfte der See in den letzten 600 Jahren in seiner längsten Ausdehnung um zwei Prozent. 1921 betrug die maximale Seelänge noch 8,5 km. Die Verlandung des Sees hat sich in den letzten hundert Jahren beschleunigt. Seevermessung als machtpolitischer Schachzug Warum lag Rudolf von Hallwyl überhaupt so viel daran, zu wissen, wie gross sein See ist? Kurze Rückblende: Zwölf Jahre vor dem Marsch übers Eis, im Frühling 1415, waren eidgenössische Truppen in den habsburgischen Aargau einmarschiert. Bern nahm die Herrschaft Hallwyl ein; ein Teil der Burg brannte dabei nieder. Rudolf gelang es, seinen Besitz zu wahren, indem er die Landesherrschaft von Bern anerkannte. Berner Truppen belagern Hallwyl; die Burg Rued steht bereits in Flammen. Berner Chronik von Diebold Schilling, 1478-1483, Burgerbibliothek Bern. Zwischen den eidgenössischen Verbündeten herrschte keineswegs immer Einigkeit: Bern befürchtete, Luzern könnte nordwärts in die neu eroberten Gebiete des Aargaus eindringen. Die Herrschaft Hallwyl kam Bern als Pufferzone gelegen und so war es im Interesse Berns, dass Rudolf auf seine Rechte über den See pochte: Er hatte seinen Anspruch auf den See zum ersten Mal 1419 schriftlich festgehalten, kurz nachdem die Herrschaft Hallwyl an Bern gefallen war. Dieses Seerecht regelte die Befugnisse der Fischer. Hinter diesen stand das mit Bern rivalisierende Luzern. Ein schriftliches Dokument in Händen zu halten, versprach Rudolf eine starke Position vor Luzerner und Berner Autoritäten. Das Ergebnis der Vermessung von 1427 liess Rudolf ins Seerecht von 1419 eintragen. Erinnerungen an den gefrorenen Hallwilersee Damit der Hallwilersee gefriert, braucht es im Schnitt 174 Tage mit einer Temperatur von null Grad (wobei jedes weitere Minusgrad die Dauer bis zu einer Seegfrörni um einen Tag verkürzt). Wie schnell ein See gefriert, hängt aber von vielen Faktoren ab, etwa dem Witterungsverlauf oder der Seetiefe. Die ältere Aargauer Bevölkerung erinnert sich noch an Spaziergänge über den gefrorenen Hallwilersee in den 1980er-Jahren, an rasante Schlittschuhfahrten und vielleicht auch ans Krachen in der nächtlichen Stille, wenn das Eis seine Spannung entlud. Der jüngeren Generation ist diese Erfahrung verwehrt: Angesichts der steigenden Temperaturen sinkt die Wahrscheinlichkeit, dass Seen gefrieren. Was heute selten ist, war in vergangenen Jahrhunderten ein häufiges Phänomen: Noch im 20. Jahrhundert gefror der Hallwilersee 25 mal; zum letzten Mal 1986. Allerdings war das Eis nicht immer dick genug, um es zu betreten. Seegfrörni auf dem Hallwilersee 1963. (ETH Bildarchiv, Sammlung Hintermann) Weitere Blogbeiträge 11. Oktober 2021 Die seltenen Äpfel von Schloss Hallwyl Haben Sie heuer schon in einen Hedinger Apfel gebissen? Oder in einen Api? Vor über zweihundert Jahren wuchsen diese alten Apfelsorten beim… 23. Mai 2021 Der verlorene Garten von Schloss Hallwyl Auf dem Kiesplatz vor dem Schloss Hallwyl blühte früher ein prächtiger Barockgarten. Bei der Recherche zum Jahresthema "Aufgeblüht" 2021… 01. Dezember 2021 Gesund durch den Winter mit Arzneien von Burkhard von Hallwyl (Teil 1) Im Winter muss man besonders gut auf die Gesundheit achten. Folgende Rezepte gegen Winterkrankheiten von Burkhard III. von Hallwyl könnten… Von Sarah Caspers Von Sarah Caspers Sarah Caspers ist Geschichtsvermittlerin im Museum Aargau. Ähnliche Artikel finden Sie hier: Kategorie Schlossgeschichten Kommentare

 
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Uniformierter Frisch-Service von Zweifel Pomy-Chips AG

Zurück zum Blog 19. Dezember 2023 Kategorien 20./21. Jh. Historische Kleidung Schätze aus der Sammlung Museum Aargau hat ein Buch zur Geschichte der Zweifel Pomy-Chips AG veröffentlicht. Anlässlich dieser Publikation schenkte Zweifel der Sammlung Museum Aargau eine Frisch-Service-Uniform. Wer gerne frische und knusprige Zweifel-Chips geniesst, hat es unter anderem dem sogenannten Frisch-Service von Zweifel Pomy-Chips AG zu verdanken. Diese sorgen dafür, dass in den Läden keine abgelaufenen Pommes-Chips vorhanden sind. Bereits 1962 führte Hans-Heinrich Zweifel den Frisch-Service ein. Damals war es eine Flotte von zehn VW-Bussen, welche die ganze Schweiz mit Chips belieferten und die jeweils abgelaufenen Chips aus den Regalen wieder zurücknahmen. Die VW-Busse waren auffällig beschriftet und fuhren während der Arbeitswoche ihre normalen Strecken ab, wobei sie samstags jeweils als "Karawane" durch das Land fuhren und für ihre Produkte warben. Der Frisch-Service hatte in den Jahren nach seiner Gründung eine für die damalige Schweiz eher ungewöhnliche Uniform. Sie bestand aus einer weissen Jacke, Hose und Mütze. Die Jacke hatte einen roten Kragen und rot-gelbe Akzente bei den Brusttaschen. Stilistisch war sie den Uniformen von amerikanischen Milchmännern der 1950er-Jahre sehr ähnlich. Dies deutet auch auf die Amerikanisierung der Essgewohnheiten der Schweizer Bevölkerung in den 1960er-Jahren hin. Heutzutage ist der Frisch-Service immer noch unterwegs. Täglich sind rund 140 Personen des Frisch-Services, ausgehend von zwölf Depots in der Schweiz, unterwegs. Neben dem Beliefern von rund 16'000 Verkaufsstellen mit Chips und Snacks beraten sie auch die Kundinnen und Kunden von Zweifel Pomy-Chips AG persönlich und prüfen deren Angebot. Dabei sind die orangen Lieferwagen, jetzt meist der Automarke Iveco, schon fast ikonisch. VW-Busse des Frisch-Services von Zweifel Pomy-Chips AG vor der damaligen Fabrik in Höngg. Quelle: Firmenarchiv von Zweifel Pomy-Chips AG. Die Frisch-Service-Uniform Anlässlich des 50-Jahr-Jubiläums des Frisch-Services im Jahr 2012 hat Zweifel Pomy-Chips AG der Firma Burk Ari den Auftrag gegeben, eine Nachbildung der ursprünglichen Uniform des Frisch-Services aus den 1960er-Jahren herzustellen. Unter anderem befindet sich in der Genusswerkstatt von Zweifel Pomy-Chips eine weitere solche Frisch-Service-Uniform, die die Gäste bewundern können. Zweifel Pomy-Chips AG schenkte im Sommer 2023 diese nachgemachte Uniform der Sammlung Museum Aargau anlässlich des neu erschienenen Buches zur Geschichte der Zweifel Pomy-Chips AG, welches von Museum Aargau publiziert wurde. Neben der Frisch-Service-Uniform erhielt die Sammlung noch viele andere Objekte wie beispielsweise Werbegeschenke und Spielzeuge, die Zweifel anfertigen liess. Die Jacke hat 52.8 cm lange Ärmel und ist 59.5 cm hoch. Die Hose hat eine Länge von 109.5 cm. Die Kopie der Uniform besteht aus Kunstfasern und darf nur trocken gereinigt werden. Das Foto wurde für das Buch über die Firma Zweifel Pomy-Chips AG im Sammlungszentrum Egliswil geschossen. Quelle: Museum Aargau, Inv.-Nr. K-23158. Ein Buch zur Geschichte der Zweifel Pomy-AG Zweifel Pomy-Chips AG ist der zweite Band der Reihe "Aargauer Industriegeschichten", die sowohl bekannte als auch weniger bekannte Aargauer Firmen vorstellt. In dieser Publikation thematisiert Historikerin Ruth Wiederkehr die Geschichte der Zweifel Pomy-Chips AG von ihren Anfängen bis in die Gegenwart. Der Fokus des Buches liegt dabei auf der Aargauer Geschichte des Familienunternehmens. Dazu gehören mitunter die Entwicklung der Chips, der Umzug nach Spreitenbach im Aargau, die innovative Werbe- und Wirtschaftstätigkeit der Firma sowie die Frage der gesunden Ernährung. Es werden in dieser Publikation auch teilweise noch nie veröffentlichte Bilder gezeigt. Das Buch ist im Onlineshop von Museum Aargau sowie nach der Eröffnung der Standorte im April 2024 in den Museumsshops vor Ort erhältlich. Umschlag von Band 2 der Aargauer Industriegeschichten. Quelle: Firmenarchiv von Zweifel Pomy-Chips AG, Gestaltung: BarbieriBucher. Die Geschichte der Zweifel Pomy-Chips AG in Kürze Die Zweifel Pomy-Chips AG begann 1958 mit der Produktion von Chips. Zu dieser Zeit war das Hauptgeschäft aber immer noch der Apfelmost. Erst als Hans-Heinrich Zweifel das Chips-Geschäft übernahm, entwickelte es sich dank des rasanten Wachstums zum Hauptgeschäft der Familie. Bereits 1960 konnte die erste grössere Frittier-Maschine – der sogenannte "freundliche Drachen" ( Ferry 3 ) aus den USA bestellt werden. Pommes-Chips waren in den 1960er-Jahren in der Schweiz noch nicht gross bekannt. Die Zweifel Pomy-Chips AG wollte daher das neue Nahrungsmittel mit Werbung auf verschiedenen Kanälen bekannt machen. Dazu gehörten die Geschichte über die Erfindung der Chips und schmackhafte Menuvorschläge. Diese Herangehensweise war so erfolgreich, dass 1970 die Produktionsmöglichkeiten in Höngg nicht mehr ausreichten und es zum Umzug nach Spreitenbach kam. Seither wurde die Fabrik in Spreitenbach immer wieder erweitert. Zuletzt die Eröffnung der neuen Gebäude im Jahr 2019, worin sich auch die Genusswerkstatt befindet. Die Öffentlichkeit konnte aufgrund der Pandemie aber erst im Jahr 2021 die Genusswerkstatt besuchen. Heutzutage gilt Zweifel Pomy-Chips als einer der besten Arbeitgeber der Schweiz und wurde diesbezüglich von Statista und der „Handelszeitung“ ausgezeichnet. Blick auf die Passerelle und den Neubau von 2019 (hinten links) in Spreitenbach. Im Neubau befinden sich Einrichtungen für Forschung und Entwicklung, Büroräumlichkeiten, ein Personalrestaurant sowie die neue Genusswerkstatt für die Besucherinnen und Besucher. Quelle: Zweifel Pomy-Chips AG, Fotograf: Philipp Funke. Weitere Beiträge 17. Oktober 2023 Alternative Haushaltsgeräte ohne Strom Heutzutage sind strom- und batteriebetriebene Geräte aus unserem Alltag nicht mehr weg zu denken. Angesichts steigender Stromkosten und… 07. April 2020 Kochvideo: Gebackene Zwiebeln – Rezept aus dem Mittelalter Kochen Sie gebackene Zwiebeln nach einem raffinierten Rezept aus dem Mittelalter. 04. Oktober 2023 Frisches Bier im passenden Bierhumpen Mit den ersten frischeren Tagen im Herbst beginnen zahlreiche Volksfeste. Seien dies Erntedankfeste, Winzerfeste oder andere Anlässe wie das… Von Cedric Zbinden Von Cedric Zbinden Cedric Zbinden ist Historiker und Praktikant der Sammlung von Museum Aargau. Ähnliche Artikel finden Sie hier: Kategorien 20./21. Jh. Historische Kleidung Schätze aus der Sammlung Kommentare

 
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Die Weihnachtsgeschichte im Kloster Königsfelden

Zurück zum Blog 22. Dezember 2023 Kategorie Klosterleben Die Glasmalereien erzählen die wichtigsten Geschichten der Bibel: Die Geburt von Jesus und die Geschichte der heiligen drei Könige dürfen dabei nicht fehlen. Im Dezember feiern die Christen die Geburt ihres Messias, des Erlösers der Menschen. Seine Geburt wurde später auch zum Start der neuen Zeitrechnung "xx Jahre nach Christi Geburt". Zusammen mit Ostern ist Weihnachten das wichtigste Fest der Christen. Die Geschichte der Geburt kennen wir aus der Bibel. Obwohl der Evangelist Matthäus auch darüber berichtet, wird in den Weihnachtsmessen meistens die Geschichte aus dem Evangelium des Lukas vorgelesen. Geschrieben wurde sie ca. 80 Jahre nach Christus, so genau weiss man das nicht. Was aber schnell klar wird beim Lesen: der Lukas ist ein super Erzähler! Wahrscheinlich hat sich der Glasmaler 1310 für die Gestaltung des Weihnachts-Chorfensters der Klosterkirche Königsfelden auch an Lukas Geschichte gehalten. Um was geht es in der Geschichte in den Glasfenstern ? Die Verkündigung Die junge Maria erhält eines Tages Besuch von einem Engel. Er komme von Gott, erzählt er ihr, und sie sei auserwählt, den Sohn Gottes zu gebären. Im Fenster sehen wir den Engel mit den goldenen Flügeln, der zu Maria spricht. Über Maria schwebt eine Taube, die den Heiligen Geist symbolisiert (und als Gottes Atem quasi zuständig ist, dass sie schwanger wird). In mittelalterlicher Manier hat Maria die Bibel in der Hand und neben sich eine Lilie im Topf, welche für ihre Jungfräulichkeit steht. Leider ist die dritte Fensterbahn verloren gegangen. Ob da zu sehen war, wie Joseph von der Schwangerschaft erfuhr? Ihm war Maria als Ehefrau versprochen und laut Geschichte erschien ihm Gott im Traum, um ihn davon abzuhalten, sie zu verstossen. Wer kann Gott schon widerspreichen? Also heiratete er die schon schwangere Maria, obwohl er nicht der Vater des Kindes war. Verkündigung Christi an Maria. Glasfenster in der Klosterkirche Königsfelden. Die Geburt Lukas erzählt, dass Maria und Joseph wegen der Volkszählung noch kurz vor der Geburt an seinen Heimatort reisten mussten. So wanderten sie rund 160 Kilometer von Nazareth in Galiläa nach Bethlehem in Judäa. Da sie nicht die einzigen waren, fanden sie keine Unterkunft in einer Herberge. So brachte Maria ihren Sohn in einem Stall zur Welt. Der mittelalterliche Künstler zeigt Maria und Joseph nach der Geburt. Den Stall erkennt man allerdings nur wegen des Esels und des Ochsen. Die Möblierung passt eher in einen Palast. Oder sitzt Joseph nicht auf einem Thron? Währenddessen lagern draussen rund um Bethlehem die Hirten mit ihren Tieren. Ein laut singender Engel berichtet den Hirten über die Geburt des Messias. Der Engel im Glasfenster ist so aufgeregt, dass er fast senkrecht aus dem Himmel stürzt. Hoffentlich hatte er einen Fallschirm zur Rettung dabei! Weihnachts-Chorfenster in der Klosterkirche Königsfelden. Die heiligen drei Könige oder Weisen aus dem Morgenland Die Weisen aus dem Morgenland sind eine Geschichte, die Lukas nicht erwähnt. Diese wird von Matthäus erzählt. Der Künstler der Glasfenster hat diese Geschichte perfekt in seinen Bildern eingefangen. Matthäus beschreibt, wie die Weisen nach Jerusalem kamen und bei König Herodes Antipas nachfragten, wo denn nun der neue König der Juden sei? Sie hätten von dessen Geburt gehört. Herodes war verwirrt, seine Frau hatte keinen Sohn geboren. Aber er war empört! Einen Konkurrenten konnte er definitiv nicht gebrauchen. So tat er ehrlich interessiert und schickte die drei Könige quasi als Spione nach Bethlehem. Sie sollten ihn umgehen mitteilen, wo dieser neue König zu Hause war. Dank eines hellen Sterns fanden die drei Weisen den Stall mit Maria, Joseph und Jesus. Sie brachten ihre Geschenke von Gold, Weihrauch und Myrrhe und beteten und dankten Gott für die Geburt des Erlösers der Welt. Und die drei Könige waren so so weise, Herodes nichts zu erzählen. Sie traten wohl nach dem Besuch die Heimreise an. Anbetung der heiligen drei Könige. Glasfenster in der Klosterkirche Königsfelden. Wie geht die Geschichte von Jesus weiter? Die Heilige Familie konnte vor dem Zorn des Herodes nach Ägypten fliehen. Nach einiger Zeit kamen sie zurück nach Nazareth, wo Joseph eine Werkstatt als Schreiner hatte. Daher wird er noch heute mit einem Zollstock abgebildet, sei es auf Bildern oder Statuen in Kirchen. Oder wie im Glasfenster, wo er mit Zollstock auf dem Thron im Stall sitzt. Jesus Cousin war Johannes der Täufer, der als Prophet dessen Ankunft vorhergesehen hatte. Er taufte Jesus im Fluss Jordan, bevor dieser durch Galiläa, Samaria und Judäa wanderte und zu den Menschen predigte. Als er ca. 33 Jahre alt war, wurde er gefangen genommen, gefoltert, verurteilt und gekreuzigt. Nach 3 Tagen im Grab erwachte er wieder und erschien seinen Jüngerinnen im Garten. Nach einiger Zeit wurde er von seinem Vater gerufen und stieg in den Himmel auf. Jesus Geschichte und seine Erzählungen, Gleichnisse und Lehren wurde von mehreren Menschen aufgeschrieben und Teile davon kamen ins Neue Testament. Sie bilden die Grundlage des christlichen Glaubens auf der ganzen Welt. Glasmalereien im Kloster Königsfelden Die mittelalterlichen Fenster in der Klosterkirche Königsfelden wurden zwischen 1320 und 1350 hergestellt. Leider sind die Künstler dieser Fenster namentlich nicht bekannt. Sie konnten auf bestehende Motive der christlichen Geschichten zurückgreifen. Auf Altartafel, Fenstern, gestickten Kirchentüchern finden sich immer die gleichen Bildgestaltungen für die gleichen Geschichten. Die Gestaltung der Fenster mit Ranken, Farben und Mustern ist auch in der Klosterkirche typisch für die Zeit. Die Menschen tragen Kleider wie zur Zeit der Herstellung der Fenster. Sie sind ein wunderbares "Fenster" in die Vergangenheit! Weitere Blogbeiträge 06. April 2023 Christliche Geschichten als Comic verpackt: Glasmalereien in der Kirche Königsfelden Die prächtigen Glasfenster der Klosterkirche Königsfelden beeindrucken seit dem 14. Jahrhundert. Die Glasmalereien erzählen die wichtigsten… 20. September 2023 So wird ein Marienkleid aus dem 18. Jh. konserviert Leider nagt der Zahn der Zeit an allen historischen Objekten unserer Sammlung. Wie ein wertvolles Marienkleid aus dem 18. Jh. konserviert… 14. Oktober 2020 Die Äbtissin führt zum Klarafenster im Kloster Königsfelden Die berühmten Glasfenster der Klosterkirche Königsfelden sind Symbole der herausragenden Stellung der Habsburger im 14. Jahrhundert.… Ähnliche Artikel finden Sie hier: Kategorie Klosterleben Kommentare

 
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Allianzwappenscheibe der "von Hallwyl" aus dem Jahr 1631

Zurück zum Blog 24. November 2020 Kategorie Schätze aus der Sammlung Wappenscheiben gehören zu den herausragenden Objektgruppen der Sammlung Museum Aargau. Ihre ikonografische und stilistische Vielfalt ist auch für kunstgeschichtliche Fragestellungen von grossem Interesse. Besonders die 1631 hergestellte Scheibe "von Hallwyl-Reichlin von Meldegg" erlaubt aussergewöhnliche Einblicke in die Geschichte des katholischen Zweiges des aargauischen Adelsgeschlechts von Hallwyl. Die Wappenscheibe im Detail Im Mittelfeld der Glasscheibe (36,8 cm x 24,8 cm) befinden sich zwischen zwei Säulen die Wappen des Stifterehepaars. Links (heraldisch rechts) das Wappen von Hallwyl, rechts das Wappen Reichlin von Meldegg. Der Helm auf letzterem wird durch eine goldene Krone überhöht, was eine 1465 von Kaiser Friedrich III. gewährte "Wappenaufwertung" ist. Der Mittebereich steht auf einer mit Roll- und Beschlagwerk verzierten Sockelzone. In deren Mitte sind auf einer Tafel die Namen des Stifterpaars und das Herstellungsjahr eingeschrieben. Auf der Seite sind die Namenspatrone der Auftraggeber, links Johannes der Täufer, rechts die Heilige Anna mit ihrer Tochter Maria und dem Christuskind, abgebildet. Der Bereich über dem Gebälk steht stellvertretend für die himmlische Sphäre und zeigt die von zwei Putti (nackte Kindergestalten) flankierte Muttergottes als Himmelskönigin. Werk des Konstanzer Glasmalers Jeronimus Spengler Die Wappenscheibe wurde 1631 vom Konstanzer Glasmaler Jeronimus (Hieronymus) Spengler (1589-1636) geschaffen. In der Ecke unten rechts hat er seine Künstlersignatur "I. SP" vermerkt. Weitere Werke von ihm sind im Kanton Aargau im Kloster Wettingen und in der Pfarrkirche Mellingen zu bestaunen. Die Auftraggeber der Allianzwappenscheibe von 1631 waren Hans Walter von Hallwyl (um 1590 geboren) und dessen Gemahlin Anna Benigna Reichlin von Meldegg (1595-1639). Hans Walter, der 1619 Schloss und Herrschaft Blidegg übernahm, entstammte dem 1743 ausgestorbenen thurgauisch-schwäbischen Zweig der Herren von Hallwyl. Dieser war nach der Reformation katholisch geblieben. Das persönliche Bekenntnis zum Katholizismus wird durch das offensichtlich mariologische und damit deutlich gegenreformatorische Bildprogramm auf der Scheibe verdeutlicht. Der Stammsitz des Adelsgeschlechts "von Hallwyl" ist das Schloss Hallwyl in Seengen . Die Allianzwappenscheibe "von Hallwyl-Reichlin von Meldegg" ist dort im Festsaal des Hinteren Schlosses ausgestellt. Allianzwappenscheiben dienten auch der Repräsentation Allianzwappenscheiben stellten in der Frühen Neuzeit die Verbindung zwischen zwei Trägern (Personen, Länder, Fürsten- oder Bistümer) einer Allianz dar. Sie waren nicht für den Eigengebrauch, sondern vielmehr für deren Repräsentation in einem öffentlichen Gebäude oder im Wohnhaus einer angesehenen Persönlichkeit bestimmt. Die dort angebrachten Scheiben bedeuteten, mit der jeweiligen Institution oder Persönlichkeit verbunden zu sein. Sie demonstrierten damit das weitgefächerte Beziehungsgeflecht und die Einflusssphäre der Stifter. Es ist jedoch nicht bekannt, für welchen Anbringungsort die Wappenscheibe "von Hallwyl-Reichlin von Meldegg" ursprünglich bestimmt war. Von Rudolf Velhagen Von Rudolf Velhagen Rudolf Velhagen stellt hier regelmässig Trouvaillen, Raritäten und überraschende Schätze aus der Sammlung von Museum Aargau vor. Diese umfasst rund 50'000 Objekte. Ein grosser Teil davon lagert im Sammlungszentrum Egliswil. Ähnliche Artikel finden Sie hier: Kategorie Schätze aus der Sammlung Kommentare

 
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Kochvideo: Hühnersalat "Sala cattabia" – Rezept aus der römischen Antike

Zurück zum Blog 03. Dezember 2020 Kategorien Kochvideos & historische Rezepte Römische Geschichten aus Vindonissa Römerzeit Lust auf "Sala cattabia", einen Hühnersalat aus der antiken römischen Küche? Unser Kochvideo zeigt, wie's geht! Das Rezept stammt aus dem Kochbuch des bekannten römischen Kochs Apicius. Fast alle Rezepte, die man im Internet oder in Büchern findet, stammen aus seiner Rezeptsammlung. Rezept für: 4 Personen Dauer: 20 Minuten Nicht immer ist eine Umsetzung ins Heute einfach: Einige Zutaten wie die Laserwurzel sind uns völlig unbekannt oder gar ausgestorben. Andere Zutaten fordern unseren Gaumen heraus. So etwa das überall verwendete Liquamen, die römische fermentierte Fischsauce. Beim erstmaligen Lesen der Sauce hier zum Hühnerlebersalat mag man sich den Geschmack nicht vorstellen. Honig und Fischsauce und Eier? Es ist himmlisch und rundet diesen ganzen Salat ab. Zutaten für "Sala cattabia" Pfeffer 2 Stängel Minze 2 Stängel Selleriekraut 200g Parmesan oder Pecorino 100g Pinienkerne, leicht geröstet 2 EL Essig 2 Weggli 2 grosse Salatgurke, in Scheiben geschnitten Kapern 600 g Hühnerleber Sauce: 1-2 EL Honig Liquamen oder asiatische Fischsauce 2 Eigelb Zubereitung von "Sala cattabia" Brate die Hühnerlebern an und schneide sie in Streifen. Lege die Weggli in Essig ein. Nimm einen Topf und schichte hinein: das ausgepresste Brot, den dünn geschnittenen Käse und die Gurken. Darüber streue die Pinienkerne. Verteile wann immer Du willst den Pfeffer, Minze, Sellerie geschnitten, in den Topf. Schichte die Hühnerleber dazu, mit Kapern garniert. Honig, Liquamen und die beiden Eigelbe zusammenmischen und über alles giessen. Im Kühlschrank kühlen und kalt servieren. Zusatzinformationen Römisches Kochbuch: Marcus Gavius Apicius, De re coquinaria, Buch 4,1,1 Weitere Kochvideos 18. Februar 2021 Kochvideo: Linsen mit Kastanien – Rezept aus der römischen Antike Kochen Sie Linsen mit Kastanien nach römischem Rezept – unser Kochvideo zeigt, wie's geht! 10. Juni 2020 Kochvideo: Puls – Rezept für den Getreidebrei der Römer Puls ist ein Römischer Getreidebrei, der Legionären als Kraftnahrung diente und zugleich römisches Nationalgericht war. Im Kochvideo zeigen… 07. April 2020 Kochvideo: Gebackene Zwiebeln – Rezept aus dem Mittelalter Kochen Sie gebackene Zwiebeln nach einem raffinierten Rezept aus dem Mittelalter. Von Angela Dettling Von Angela Dettling Angela Dettling ist Leiterin Vermittlung von Museum Aargau. Die Historikerin kocht für ihr Leben gern Gerichte aus 2000 Jahren. Ähnliche Artikel finden Sie hier: Kategorien Kochvideos & historische Rezepte Römische Geschichten aus Vindonissa Römerzeit Kommentare

 
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Zimmerpflanzen im Winter

Zurück zum Blog 22. Januar 2024 Kategorie Gartentipp aus dem Wildegger Schlossgarten Zimmerpflanzen sind beliebt und erleben seit einigen Jahren einen regelrechten Boom. Im Winter entpuppt sich eine Zimmerpflanze jedoch oft als Sorgenkind mit besonderen Bedürfnissen. Der Gartentipp aus dem Wildegger Schlossgarten. Die kürzeren Tage im Winter haben Einfluss auf das Wachstum der Pflanzen. Sie wachsen weniger schnell, da weniger Licht vorhanden ist. Zimmerpflanzen sollten deshalb an einem möglichst hellen Standort platziert werden Der richtige Standort An sehr dunklen Standorten hilft künstliches Licht. Modernes Pflanzenlicht mit LED-Technologie ist heute im Handel viel günstiger als früher – und versorgt die Pflanze mit nährendem Licht. Empfindlich reagieren Zimmerpflanzen zudem auf Durchzug. Beim Lüften sollten Pflanzen weggestellt und möglichst vor eisigkalter Luft geschützt werden. Wasser Weil Zimmerpflanzen bei spärlichem Licht weniger schnell wachsen, benötigen sie auch weniger Wasser. Zimmerpflanzen sollten deshalb im Winter nicht zu stark gegossen werden. Auch hier gilt der Grundsatz: Zu viel Wasser ist schädlicher als zu wenig Wasser. Das Wasser sollte zudem zimmerwarm sein. Gesammeltes Regenwasser direkt von draussen zum Beispiel ist zu kalt. Erde Auch kalte Erde mögen Zimmerpflanzen nicht. Beim Umtopfen sollte deshalb keine Erde verwendet werden, die vorher auf dem Balkon oder kalten Räumen gelagert wurde. Gedüngt werden kann auch im Winter, jedoch nur zurückhaltend. Luft Die Luft in geheizten Innenräumen ist im Winter trocken – zu trocken für Zimmerpflanzen. Folgende Tipps schaffen hier Abhilfe: Am einfachsten ist es, die Pflanze ab und zu mit möglichst kalkarmem Wasser anzusprühen oder sie auf einen mit feuchtem Tongranulat befüllten Untersetzer zu stellen. Ein Luftbefeuchtungsgerät ist auch eine effektive Variante. Ich wünsche Ihnen und ihre grünen Freunde eine gemütliche Winterzeit. Weitere Blogbeiträge 18. November 2021 Dahlien überwintern: So geht’s! Dahlien blühen unermüdlich bis in den Spätherbst und sollten vor den ersten frostigen Nächten aus der Erde geholt werden. Unsere Gärtnerin… 16. September 2022 Im Herbst säen, um im Winter zu ernten Im Herbst ist Erntezeit. Zudem stehen Aufräumarbeiten an. Was dabei oft vergessen geht: Auch im Herbst kann noch ausgesät werden, um auch im… 09. Oktober 2020 Unordnung im Garten: ein Paradies für Nützlinge Im Herbst wird der Garten auf den Winter vorbereitet. Jedoch sind viele Lebewesen auf eine gewisse Unordnung im Garten angewiesen. Der… Von Tanya van der Laan Von Tanya van der Laan Ähnliche Artikel finden Sie hier: Kategorie Gartentipp aus dem Wildegger Schlossgarten Kommentare

 
Museum Aargau

Die Christrose

Zurück zum Blog 19. Dezember 2023 Kategorie Gartentipp aus dem Wildegger Schlossgarten Die Christrose blüht von Dezember bis März und ist robust gegen Kälte und Schnee. Trotzdem gilt es einiges zu beachten. Der Gartentipp aus dem Wildegger Schlossgarten. Die Christrose (oder auch Schneerose) ist für mich eine der Schönsten winterblühenden Stauden. Sie gehört zur Familie der Hahnenfussgewächse und kommt bis zu einer Höhe von 1900 Metern vor. Ihre weissen oder rosa Blüten erfreuen uns von Dezember bis März, ihre Blätter sind immergrün. Die Pflanze wird je nach Sorte 10 bis 30 Zentimeter hoch. Die Christrose ist sehr robust: selbst Kälte und Schnee machen ihr nichts aus. Christrosen bevorzugen einen halbschattigen Standort unter Bäumen. So können sie im Winter die Sonne geniessen, im Sommer sind sie vor der Hitze geschützt. Am besten gedeihen Christrosen in einem nährstoffreichen, humosen Boden. Wichtig ist ein guter Wasserabfluss, da sie Staunässe nicht vertragen. Wenn ihnen der Standort gefällt, sind Christrosen anspruchslos und vermehren sich gut. Im Garten können die Christrosen gut mit anderen Stauden oder Gehölzen kombiniert werden. Im Winter kommen die Blüten schön zur Geltung, im Sommer ist die Pflanze ein guter Bodendecker. Auch in Töpfen oder Kisten macht sich die Christrose gut. Ob als Solitär oder kombiniert mit anderem Herbst-/Winterflor spielt dabei keine Rolle. Im Frühling kann die Pflanze auch in den Garten gepflanzt werden. Zur Christrose habe ich noch folgende kleine Geschichte gefunden: Auf dem Weg nach Bethlehem trug einer der Hirten kein Geschenk bei sich. Weil er nichts besass und zur kalten Winterzeit auch keine Blumen fand, weinte er bitterlich. Es fielen Tränen auf die Erde, und aus ihnen entsprossen Blüten so schön wie Rosen. Glückselig überbrachte der Hirte die "Christ-Rose" als Geschenk dem Jesus-Kind. Ich wünsche Ihnen eine schöne Weihnachtszeit! Weitere Blogbeiträge 15. Mai 2023 Gemüsegarten auf dem Balkon Wer gerne sein eigenes Gemüse zieht, braucht dafür nicht zwingend einen Garten. Dies funktioniert auch sehr gut auf dem Balkon oder der… 09. Dezember 2021 Der perfekte Weihnachtsstern: 3 Tipps zu Kauf und Pflege Der Weihnachtsstern bringt zur Winterzeit Adventsstimmung ins Haus, ist jedoch auch sehr empfindlich. Drei Tipps zum Weihnachtsstern von… 20. Dezember 2022 Amaryllis: So blüht das Weihnachtswunder immer wieder Amaryllis blühen jeweils zu Weihnachten. Mit etwas Geschick und Ausdauer treibt die Zwiebel jedes Jahr neu aus. Der Gartentipp aus dem… Von Melissa Gögele Von Melissa Gögele Ähnliche Artikel finden Sie hier: Kategorie Gartentipp aus dem Wildegger Schlossgarten Kommentare

Gradian
Visualisierung/Animation Antikes Vindonissa
Visualisierung/Animation Antikes Vindonissa

Vindonissa

Legionärspfad und Vindonissa Museum

Erleben Sie in Vindonissa die Römer hautnah: Die Museumsstandorte Legionärspfad Vindonissa (Windisch) und Vindonissa Museum (Brugg) bieten Touren, Ausstellungen, Veranstaltungen sowie buchbare Angebote im früheren Legionslager Vindonissa an.

MUSEUMSSTANDORTE IN VINDONISSA

 
Kinder schreiten wie kleine Römer über das Areal vom Legionärspfad Vindonissa

Legionärspfad
Vindonissa

Der Römer-Erlebnispark bietet Spiel-/Themen-Touren, Events, römische Übernachtungen, Führungen und vieles mehr.  

 
Drei Mädchen stehen in der Ausstellung im Vindonissa Museum. Vor ihnen stehen zwei lebensgrosse Legionäre (Figuren)

Vindonissa
Museum

Das Vindonissa Museum in Brugg zeigt die wichtigsten Funde von Vindonissa, dem einzigen römischen Legionslager der Schweiz.  

Tagesprogramm

  • Veranstaltung
  • Öffentliche Führung
  • Ausstellung
  • Selbständiger Rundgang
  • Garten
  • Familien
  • Schulen
  • Gruppen
  • Einzelbesucher
  • Schloss Lenzburg
  • Schloss Hallwyl
  • Schloss Habsburg
  • Schloss Wildegg
  • Klosterhalbinsel Wettingen
  • Kloster Königsfelden
  • Legionärspfad Vindonissa
  • Vindonissa Museum
  • Sammlungszentrum Egliswil
  • IndustriekulTour Aabach

Dies läuft am Tag Ihres Besuches

Eine Schulklasse umkreist eine Ausstellung im Vindonissa Museum
13:00 – 17:00 Uhr

Dauerausstellung zu Vindonissa

Entdecken Sie Original-Objekte aus Ausgrabungen

Ausstellung
Scheibenfibel aus Buntmetall mit farbigen Emaille-Einlagen. Eingraviert ist das Lamm Gottes – ein Sinnbild für die Auferstehung Christi.
13:00 – 17:00 Uhr

Vitrine AKTUELL

Grabsteine aus Vindonissa: Sprechende Steine und ihre Schicksale

Ausstellung
Wo die Legionäre getafelt haben: erhaltene Küche im Legionärspfad Vindonissa

Themen-Touren für Erwachsene

Spannende Themen-Touren durch Vindonissa!

Selbständiger Rundgang
Eine Familie in einem dunklen Raum; die Displays der Audiogeräte um den Hals leuchten mystisch im Dunkeln. An der Rückwand Silhouetten von Legionären.

Spiel-Touren für Kinder

Löst knifflige Rätsel an römischen Schauplätzen

Selbständiger Rundgang
Kinder als Forscherinnen und Forscher verkleidet lösen gemeinsam ein Rätsel während ein Junge im Kittel einen Klemmbrett hält
13:00 – 17:00 Uhr

Schätze aus Vindonissa – Werde Archäologe!

Ab 8 Jahre – Löst Rätsel und entdeckt einen römischen Schatz

Selbständiger Rundgang
Schatzkarte mit diversen Bildern und Texten.
13:00 – 17:00 Uhr

Rätsel-Tour

Ab 7 Jahre – Mit der Schatzkarte durchs Museum

Selbständiger Rundgang
Römische Strasse von Vindonisse, im Hintergrund Museumsgäste, die zur Strasse hinunter blicken.
13:00 – 17:00 Uhr

Forscher-Tour

Mit dem Grabungsplan unterwegs durch römische Fundstätten

Selbständiger Rundgang
Eine Familie steht mit einem Plan vor einer Vitrine im Vindonissa Museum.
13:00 – 17:00 Uhr

Spurensuche - Auf der Fährte von Lupina und Anissa

Ab 5 Jahre – Folgt den Fussspuren von Lupina und Anissa

Selbständiger Rundgang
Aussenaufnahme vom römischen Garten vom Vindonissa Museum
13:00 – 17:00 Uhr

Wo sich Eichenlaub und Granatapfel treffen

Entdeckungsreise durch Garten und Museum mit Audioguide

Selbständiger Rundgang
Römischer Garten Vindonissa Museum: Eine junge Frau steht inmitten vieler grüner Pflanzen und riecht an einer Blüte. Im Hintergrund ein antiker Brunnen.
13:00 – 17:00 Uhr

Römischer Garten von Vindonissa

Rekonstruierter Ziergarten des Legionskommandanten

Garten
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