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Bei Wasser und Brot: ein Kupferkrug aus dem Fünfstern Lenzburg

Zurück zum Blog 07. Januar 2022 Kategorien Schätze aus der Sammlung Neuzeit 1864 nahm in Lenzburg eine der damals modernsten und fortschrittlichsten Justizvollzugsanstalten Europas ihren Betrieb auf. Der sogenannte "Fünfstern" besteht bis heute und hat über einen Kupferkrug auch Eingang in die Sammlung Museum Aargau gefunden. Das vorliegende Objekt war relativ günstig im Brockenhaus aufzufinden, wo es lange ein unerkanntes Dasein verbrachte. Ein Stück Luxusdekor aus einem edlen Hotel? Nun, nicht ganz. Denn das Objekt ist ein einfacher Wasserkrug und stammt aus der Strafvollzugsanstalt Lenzburg; ein Beweis für die unsichtbare und doch weitgehende Geschichte, die sich oftmals hinter Alltagsgegenständen verbirgt. Stehendes Wasser Der Krug kommt eher unscheinbar daher. Mit einer Höhe von 17 und einer Breite von 12 Zentimetern kann dieses Kupfergefäss knapp einen Liter Wasser fassen. Datiert werden kann der Krug auf die Zeit zwischen 1920 und 1960 und gehörte zum Standardinventar einer Zelle. Aufgrund des eher kleinen Fassungsvermögens kann man wohl davon ausgehen, dass so in Abwesenheit einer Leitung der Zugang zu Wasser möglich war. Mittlerweile sind solche Krüge aufgrund des eingebauten Anschlusses an die Zellen natürlich überflüssig geworden, doch während langer Zeit war solch ein Objekt ein Zeugnis eines der modernsten Gefängnisse Europas. Wasserkrug, Inv. Nr. K-22031 Das Gefängnis der Moderne Eröffnet wurde die Anstalt 1864 und sollte von Anfang an auch als Prestigegebäude für den noch relativ jungen Kanton Aargau dienen. Bislang waren die Gefangenen in Massenunterbringungen einquartiert und wurden zu harter Arbeit auf Baustellen gezwungen, doch nachdem wegen eines Feuers und einiger Infektionskrankheiten 1855 eine grosse Anzahl Häftlinge starb, setzte ein Umdenken ein. Nach den Plänen des Badener Architekten Robert Moser wollte sich der Kanton mit dem neuen Gefängnis nun als Vorreiter der Moderne präsentieren. Inspiriert war der Bau von anderen bekannten Gefängnissen jener Zeit wie St. Gallen oder Bruchsal in Deutschland, die im sogenannten Radialstil gebaut waren. Entsprechend einer panoptischen (zentralüberwachten) Gestaltung, bestand das Gefängnis so aus einem zentralen Bau mit einer Observationsstation, von dem aus in fünf Richtungen die verschiedenen Trakte des Gefängnisses ausgingen. Daher kommt auch der Name "Fünfstern". Insgesamt war im Gefängnis Platz für 200 Zellen vorgesehen, wobei der Verwaltungs- und Frauentrakt jeweils separat abgetrennt waren. Den damaligen Verhältnissen entsprechend waren die Zellen mit 2.1 Meter Breite luxuriös geräumig und es handelte sich vor allem um Einzelzellen – eine wichtige Neuerung im Strafvollzug. Obwohl der Bau mit Kosten von etwa einer Million Franken deutlich über das Budget hinausging, übertraf er die Erwartungen der Kantonsverwaltung. Für heutige Verhältnisse karg, für damalige modern. Eine Zelle in der Strafanstalt. Quelle: JVA Lenzburg Alltag in der Zelle Die moderne Gestaltung betraf nicht nur den Bau des Gefängnisses, sondern auch den Alltag. So führte der erste Anstaltsdirektor, der Pfarrer Johann Rudolf Müller, ein sogenanntes Progressivsystem ein. Bei diesem konnten sich die Gefangenen mit gutem Benehmen bessere Konditionen erarbeiten. War am Anfang noch strikte Isolationshaft vorgesehen, konnten sich mit der Zeit gemeinsame Arbeitseinsätze mit anderen Gefangenen und Materialvorteile für den Alltag erarbeitet werden. Trotz bestem Benehmen galt damals noch eine harte Schweigepflicht. Der Grundansatz hinter diesem System war, dass eine Kombination aus humaner Behandlung und körperlicher Arbeit die Gefangenen wieder gesellschaftstauglich machen würde. Diesem System entsprechend hatten die Insassen auch einen strikten Tagesablauf zu befolgen. Ebenso galten strenge Hygienevorschriften wie beispielsweise das tägliche Waschen und die pünktliche Entleerung der Nachttöpfe zur Tagwache um 05:45. In Folge guten Benehmens war es den Gefangenen gestattet, ihre Zelle auch selber etwas zu dekorieren. Die Grundausstattung blieb jedoch bei allen dieselbe und so ist auch der Wasserkrug als ein Teil der modernen hygienischen Ausstattung anzusehen, die doch immerhin ein bisschen persönliche Freiheit gewährte. Funde des Alltags Mittlerweile sind solche Krüge natürlich obsolet geworden und auch im Fünfstern, dessen einst moderne und breite Zimmer mittlerweile nicht mehr den heutigen Standards für Komfort entsprechen, verfügen die Zellen nun über einen Wasseranschluss. Doch sowohl der Bau als auch der Krug sind nach wie vor Zeugnisse einer sich wandelnden Infrastruktur und einer sich wandelnden Welt des Strafvollzugs. Auch noch so unscheinbare Gegenstände wie dieser Krug – der ohne den Hinweis eines ehemaligen Gefängnisdirektors wohl weiterhin unerkannt in einem Brockenhaus stehen würde – geben uns wertvollste Einblicke in vergangene Lebenswelten. Übrigens verfügt die Strafanstalt selber über ein herausragendes Online-Archiv, auf dem sowohl photographisches als auch audiovisuelles Material aus der gesamten Zeit des Gefängnisses zu sehen ist. Zu finden ist dieses unter: https://www.archiv1864.ch/ . Der Fünfstern wie er heute noch steht. Quelle: Wikimedia Von Lukas Becker Von Lukas Becker Lukas Becker ist Historiker und Praktikant der Sammlung von Museum Aargau. Ähnliche Artikel finden Sie hier: Kategorien Schätze aus der Sammlung Neuzeit Kommentare

 
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Der römische Weinbau in der Schweiz – die Vindonissa-Winzer

Zurück zum Blog 16. August 2021 Kategorien Römische Geschichten aus Vindonissa Römerzeit Mit der römischen Bevölkerung kamen die Kenntnisse über den Weinbau auch in das Gebiet der heutigen Schweiz. Die Vindonissa-Winzer betreiben noch heute die antike Winzerarbeit und ermöglichen damit einen Einblick in die römische Weinkultur. Schon in keltischer Zeit wurde im Gebiet der heutigen Schweiz Wein getrunken. Er musste jedoch aus dem Mittelmeerraum importiert werden. Der Weinbau wurde hierzulande erst durch die Römer eingeführt. Bei den Vindonissa-Winzern – einem Zusammenschluss von vier Römerrebbergen in Oberflachs, Schinznach-Dorf, Remigen und Villigen – kann man vor Ort mehr über das Wissen der antiken Winzerarbeit erfahren und die römische Weinkultur erleben. In jedem der Rebberge werden unterschiedliche römische Anbaumethoden präsentiert. Römerrebberg Remigen Im Römerrebberg Remigen wird die Laubenerziehung gezeigt: Die Reben wachsen hier in einer Laube bzw. an einer Pergola, wie es in der Römerzeit häufig war. Diese Lauben sind in Remigen natürlich nach römischen Vorbildern rekonstruiert. Zudem geh es in Remigen ums Verdünnen des Weines mit Wasser. Wein wurde in römischer Zeit in der Regel verdünnt und mit Gewürzen oder Honig gemischt getrunken. Römerrebberg Remigen Weinanbau in Villigen In Villigen wird die urwüchsige Anbaumethode der Stützenloseerziehung praktiziert. Man nennt diese Methode auch Bockschnitt. Grund: Die Reben waren so geschnitten, dass die Triebe am Boden entlang kriechen, was übrigens auch dem natürlichen Wachstum der Reben entspricht. Überliefert ist diese Anbaumethode aus warmen Ländern wie Spanien und Türkei. Von den Römern wurde der Bockschnitt auch für stürmische Regionen empfohlen. Gemäss römischer Autoren war der Ertrag aus solchen Rebbergen eher klein. Das überrascht nicht, wenn man bedenkt, dass die reifen Trauben ein leichtes Opfer für Füchse und Mäuse waren. Dies konnte den Ertrag stark dezimieren. Damit die reifen Trauben nicht auf dem Boden verfaulten, wurden die Ranken mit kleinen Stöckchen unterstützt. Die Reben wurden auch einfach zu Büschen oder Bäumchen geschnitten. Diese selbsttragenden Reben stehen dann also ohne Stützen aufrecht. Besonders in den westlichen Provinzen schien diese Anbauweise sehr beliebt gewesen zu sein. In Villigen wird auch das Panschen des Weines mit Beerensaft thematisiert, was dem Wein eine schöne Farbe und zusätzliches Aroma verleiht. Römerrebberg Villigen Joch- und Kreiserziehung in Schinznach-Dorf In Schinznach-Dorf wird die Joch- und die Kreiserziehung gezeigt. Bei der Jocherziehung wurden zwei Pfähle, bzw. zwei Joche mit Stricken, Schilfrohr oder Querlatten verbunden. Diese stützten die Reben. Die Jocherziehung findet in den modernen Drahtanlagen, die heute weit verbreitet sind, ihren Nachfolger. Die Jocherziehung scheint in römischer Zeit am weitesten verbreitet gewesen zu sein. Gemäss römischen Winzern reiften die Beeren am Joch besonders gut und die Pflanzung in Reihen erleichterte dem Winzer die Arbeit im Weinberg. Je nach Klima wurde die Höhe des Joches angepasst. Offenbar war die Erziehung am Joch so vielseitig und praktisch, dass sie für regnerische und kalte Gegenden mit Raureif empfohlen wurde. Die bei der Kreiserziehung angewandte Pfahlgitterform wurde nur von Columella beschrieben und kann wohl als Sonderform der Pfahlerziehung angesehen werden. Der Weinstock wurde dabei von mehreren Pfählen umstellt. Um diese Pfähle wurden seine Ranken geschlungen und daran festgebunden. Ansonsten scheint diese Erziehungsform unbekannt gewesen zu sein. Allerdings fand man auf einem römischen Mosaik aus Nordafrika die Darstellung der Kreiserziehung, sie war folglich zumindest in manchen Gebieten des Römischen Reiches bekannt. Die Kreiserziehung ist übrigens jene Anbauform, die im römischen Garten im Vindonissa Museum gezeigt wird. Römerrebberg Schinznach-Dorf Oberflachs In Oberflachs werden die Reben ähnlich wie bei der Lauben-, Joch- und Kreiserziehung von Pfählen und Bäumen gestützt. Zudem werden in diesem Rebberg auch die unterschiedlichen Zutaten, die zum Würzen des Weines verwendet wurden, gezeigt. Römerrebberg Oberflachs Wo vor 2000 Jahren Rebberge in der Umgebung von Vindonissa kultiviert wurden, ist heute nicht bekannt. Da aber 6000 Legionäre und nochmals so viele Bewohner und Bewohnerinnen im und ums Legionslager herum gewohnt haben, die tagtäglich Wein getrunken haben, ist es sehr wahrscheinlich, dass in der Region Weinbau betrieben wurde. Die Weinrebe Die Weinrebe (oder vitis vinifera) ist eigentlich ein kletternder Strauch, der eine Höhe von bis zu 20 Metern erreichen kann. Sie wächst mit Blattranken. Man erkennt sie an ihren rundlich-herzförmigen Blättern und natürlich an den Weintrauben. Allerdings ist eine Weintraube nicht, wie viele Leute meinen, die einzelne Beere, sondern eine Weintraube sind die gebündelten Weinbeeren zusammen. Es gibt heute ungefähr 16'000 verschiedene Rebsorten, deren Weinbeeren entweder violett, blau, grün oder gelblich sein können. Weinrebe Von Lena Schenker Von Lena Schenker Lena Schenker ist Studentin der Archäologie und Naturwissenschaften an der Universität Basel. Ähnliche Artikel finden Sie hier: Kategorien Römische Geschichten aus Vindonissa Römerzeit Kommentare

 
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Die Giessfassnische – ein vormoderner Wasserhahn

Zurück zum Blog 29. September 2021 Kategorien Schätze aus der Sammlung Neuzeit Wer heutzutage einen Wasserhahn öffnet, kann diesen ungestört laufen lassen und sogar die Temperatur verändern, ohne zu wissen, durch welche langen Leitungen es gekommen ist. Mit der Giessfassnische aus der Sammlung Museum Aargau betrachten wir eine vormoderne Form des Wasserhahns. Doch auch wenn in vergangenen Zeiten die Wasserbeschaffung oft einen langen Marsch zu einem Brunnen bedeutete, so wurden mitunter keine Mühen geschont, um zumindest die Illusion eines hauseigenen Wasserzugangs zu erzeugen. Auch ein Fass kann luxuriös sein Das Objekt in Frage ist eine sogenannte Giessfassnische, was im Prinzip einfach ein Fass oder eine andere Form von Behälter ist, aus dem Wasser entnommen werden kann. Doch obwohl solche Konstruktionen im Prinzip sehr schlicht und einfach sind, handelt es sich beim vorliegenden Objekt gewiss um nichts Schnödes. Die Nische besteht aus einem rechteckigen Holzkasten, dessen Front mit Zinn ausgestaltet ist. Datiert werden kann das Objekt auf das Ende des 17. Jahrhunderts und ist sehr wahrscheinlich ein Schweizer Fabrikat. Die Nische an sich ist elegant gestaltet und in Form eines romanischen Fensters gehalten. Verziert wird dieses mit Lilien, welche damals in Europa ein sehr weit verbreitetes Symbol waren – man denke an die Fleur de Lys, welche die Französische Krone symbolisierten – um unter anderem auch Wohlstand und Handel darzustellen. Giessfassnische, Inv. Nr. K-20765 Der zentrale Bestandteil ist die Figur eines Delphins, in dessen Kopf ein kleiner Wasserhahn und in dessen Schwanz ein Wasserzulauf eingebaut ist. Insgesamt erinnert die Konstruktion somit an einen Brunnen, wobei das Wasser über den Delphin quasi wie aus einer Leitung zugänglich ist – jedoch in limitierter Menge. Wie Wasser in den Alltag kam Während langer Zeit war, wenn überhaupt, dies die Realität von einem Wasserzugang im Haushalt. Zwar sind direkte Leitungen bis in die Häuser hinein in der europäischen Welt schon aus der griechischen und römischen Antike bekannt, doch war dies vor allem ein Erscheinungsbild der dicht bewohnten Städte. Generell waren Wasserleitungen – im Aargau teils noch römische – auch im Mittelalter noch ein weit verbreitetes Konzept, doch führten diese mittlerweile zu zentral gelegenen Brunnen. Aus diesen oder aus den sogenannten Sodbrunnen (für Grundwasser) wurde dann das Wasser entnommen und in die Haushalte gebracht. In der Tat war dies der Standard bis weit in das 19. und teils sogar das 20. Jahrhundert hinein, bis er langsam, aber sicher von direkten Anschlüssen ersetzt wurde. Dass die "Wasserleitung" im vorliegenden Fall aus Zinn besteht ist natürlich auch kein Zufall, denn dieses Metall war bis zum Siegeszug der Keramik im 19. Jahrhundert das wichtigste Material für Geschirr. Während die Schweiz auch selber über einige Zinngiessereien verfügte, kam das Metall vorwiegend aus der Ferne, teilweise aus Deutschland aber oft auch über lange Handelsketten aus Asien. Das gehört in eine Sammlung Die Präsenz dieses Objekts im Museum Aargau ist der Sammeltätigkeit von Dr. Max Güttinger-Boxler (1912-1988) zu verdanken. Dieser war ein Hausarzt aus Rothrist, der sich nebst seinen umfangreichen beruflichen Tätigkeiten auch noch freiwillig der wohltätigen Arbeit im Bereich der Kirche und im Namen der Samariter widmete und darüber hinaus ein passionierter Antiquitätensammler war. Dr. Güttinger-Boxler, Quelle: Museum Aargau Dr. Güttinger-Boxler hatte sich besonders auf Zinnobjekte aus der Schweiz spezialisiert und so kam im Verlauf seines Lebens eine Kollektion von über 1000 Objekten zusammen. Diese schenkte seine Familie 2014 dem Museum Aargau und ist nun an verschiedenen Standorten zu bewundern. In der Tat ist es sehr oft der Sammeltätigkeit einiger passionierter Personen zu verdanken, dass wertvolle Kulturgüter erhalten blieben. In so manchem Privathaushalt sind wohl noch so einige Schätze erhalten und warten darauf, wieder entdeckt zu werden. Von Lukas Becker Von Lukas Becker Lukas Becker ist Historiker und Praktikant der Sammlung von Museum Aargau. Ähnliche Artikel finden Sie hier: Kategorien Schätze aus der Sammlung Neuzeit Kommentare

 
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Wildegger Jodwasser – das Gesundheitswasser der Schlossdomäne

Zurück zum Blog 02. November 2021 Kategorie Schätze aus der Sammlung Schon gewusst? Das Gebiet von Schloss Wildegg produzierte sein eigenes und lange bekanntes "Wildegger Jodwasser". Wasser ist nicht gleich Wasser, dies wird gerade in den heutigen Zeiten wieder bestätigt. Auf den Flaschen erfolgreicher Mineralwasserunternehmen wird mit der speziellen Qualität und dem unschlagbaren Mineralgehalt der jeweiligen Quelle geworben und Marken wie Evian sind auf der ganzen Welt erwerblich. Doch auch schon in früheren Jahrhunderten wurde Mineralwasser produziert und überregional vertrieben, wie ein Garagenfund aus Wildegg belegt. Das Gebiet von Schloss Wildegg produzierte sein eigenes und lange bekanntes "Wildegger Jodwasser", das mit Vorzug von den amerikanischen Besitzern der Lenzburg, der Familie Ellsworth konsumiert wurde. Eau Iodurée Das Objekt in Frage kommt in der altbekannten Form einer klassischen grünen Glasflasche daher und kann auf das späte 19. Jahrhundert datiert werden. Das Etikett weist Alters- und Gebrauchsspuren auf, doch ist weiterhin noch gut lesbar. Darauf zu sehen ist eine Abbildung des Schlosses Wildegg - damals noch im Besitz der Familie Effinger. Mineralwasser Wildegg, Inv. Nr. K-19686 Die Beschreibung des Wassers ist dabei sowohl auf Deutsch als auch auf Französisch aufgetragen, was bereits ein Hinweis auf die weitere Verbreitung des Wassers ist. Das Etikett ist interessanterweise vor Allem als medizinische Anweisung gestaltet und gibt eine eher spärliche Anwendung des Wassers vor, die nur als Teil einer längeren Kur mit einer Dauer von 6-8 Wochen durchgeführt werden soll. Der Grund dafür ist, dass es sich um Wasser mit einer stark erhöhten Jod Konzentration handelt. Obwohl dies heutzutage wohl eher Assoziationen mit einem Thermalbad hervorruft, war die Aufnahme von Jod auf diese Art im frühen 20. Jahrhundert und zuvor noch einigermassen geläufig. Iodierte Speisen Jod ist ein essentielles Spurenelement für die Funktion des menschlichen Organismus und ist vor allem in der Funktion der Schilddrüse entscheidend. Je nach Region sind dabei die Vorkommnisse im Boden und in den Nahrungsmitteln sehr unterschiedlich und so wurde Jod auch schon bald in unterschiedlichen Formen zusätzlich aufgenommen. Auch die Schweiz ist noch heutzutage davon betroffen und so wurde zum Beispiel 2014 per Bundesentscheid die Konzentration von Iod im Speisesalz erhöht. Nebst dieser Verwendung ist Jod auch weithin geläufig als ein Desinfektionsmittel und wird auch oft im Bereich von Thermalbädern eingesetzt. Historisch entstanden solche Bäder bei einer natürlichen Jodquelle, wo das Wasser je nach der Konzentration des Elements eine typische braune Farbe annahm. Der direkte Geschmack von Jod ist nicht unbedingt angenehm und so überrascht es auch nicht, dass die früher noch geläufigere direkte Aufnahme von Jodwasser nicht mehr weit verbreitet ist. Doch während langer Zeit lieferten Quellen wie diejenige in Wildegg Wasser für eine grössere Anzahl von Haushalten. Mineralwasser Wildegg, Etikette, Inv. Nr. K-19228 Schätze der Wildegg Die Jodquelle in Wildegg war relativ lange in Betrieb und lieferte von der Zeit ihrer Entdeckung 1830 bis zu ihrer Schliessung im Jahr 1964 konstante Wassermengen von etwa 40 bis 60 Litern pro Jahr. Kurze Zeit nach der Schliessung der Quelle wurde auch das Brunnenhaus versehentlich abgerissen, dann aber 1976 von dem Schweizer Nationalmuseum, dem damaligen Besitzer des Schlosses Wildegg, wiederaufgebaut und ist heute erneut begehbar. Wasser wird ihr heute jedoch nicht mehr entnommen und auch die Hersteller der grünen Wasserflasche, die Glashütte Bülach AG, schloss im Jahr 2002 nach 111 Jahren Betrieb ihre Tore. Nichtsdestotrotz erinnert diese Mineralwasserflasche noch an die Geschichte der alten Quelle, die darauf wartet, wieder entdeckt zu werden. Passend dazu wurde auch diese Flasche auf dem Schloss Wildegg in einer Garage gefunden und konnte dann in die Historische Sammlung überführt werden. Von Lukas Becker Von Lukas Becker Lukas Becker ist Historiker und Praktikant der Sammlung von Museum Aargau. Ähnliche Artikel finden Sie hier: Kategorie Schätze aus der Sammlung Kommentare

 
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Rosenwaldmeister – Hanfduft im Gartenparadies

Zurück zum Blog 07. September 2021 Kategorie Gartentipp aus dem Wildegger Schlossgarten Riecht es hier nach Hanf? Besucherinnen und Besuchern auf Schloss Wildegg kitzelt derzeit ein ungewöhnlicher Duft in der Nase. Auf der Lindenterrasse des Schlosses wächst in einer grossen Rabatte der Langgrifflige Rosenwaldmeister. Der Bodendecker verströmt den süsslichen, für manche leicht penetranten Duft von Cannabis. Damit hat es sich jedoch mit den Gemeinsamkeiten zum Hanf. Der Rosenwaldmeister Der Rosenwaldmeister – ursprünglich aus dem Kaukasus und seit über 200 Jahren bei uns heimisch – ist nicht nur für Auge und Nase ein Genuss. Unseren Schlossgärtnerinnen gefällt der Langgrifflige Rosenwaldmeister sehr: Er ist mit seinem leuchtenden Grün und den rosa Blüten ein Hingucker in jedem Garten. Der Rosenwaldmeister wächst zudem schnell, hat kaum Ansprüche an den Standort und eignet sich für grössere Flächen. Ich empfehle den Rosenwaldmeister ab und zu zurückzuschneiden, damit er neu austreiben kann und sich nicht zu schnell vermehrt. Wie andere Bodendecker hat der Rosenwaldmeister zudem viele Vorzüge: Er unterdrückt Unkraut, hält den Boden feucht und ist mit seinen Blüten ein Paradies für Insekten, vor allem Bienen. Ist der Boden zu nass, ziehen Bodendecker jedoch Schnecken an, die solche Verstecke lieben. Eine missverstandene Pflanze Teilen Sie die Freude am Langgriffligen Rosenwaldmeister als schöner Bodendecker mit Nachbarn und laden Sie diese zum Apéro in den Garten ein. Fachsimpeln über Gartenthemen ist spannend – und beugt eventuellen Duft-Missverständnissen vor. Der Langgrifflige Rosenwaldmeister hat nämlich auch schon für Aufregung gesucht. 2008 zum Beispiel in einem St. Galler Wohnquartier, wo es regelmässig nach Hanf roch. Erst nach ein paar Monaten wurde der vermeintliche Übeltäter in einem Garten gefunden – und von jeder Schuld freigesprochen. Von Tanya van der Laan Von Tanya van der Laan Ähnliche Artikel finden Sie hier: Kategorie Gartentipp aus dem Wildegger Schlossgarten Kommentare

 
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Bijou aus Aarau II: Pendule aus dem Regierungsgebäude

Zurück zum Blog 27. August 2021 Kategorie Schätze aus der Sammlung Historische Uhren geben Einblick in die Technik- und Kunstgeschichte ihrer Zeit. Eine Rokoko-Pendule aus dem Regierungsgebäude in Aarau fand ihren Weg in die Sammlung Museum Aargau. Diese Pendeluhr, auch Pendule genannt, stammt aus dem Regierungsgebäude in Aarau und so verwundert auch nicht ihre reichhaltige Dekoration. In einer sorgfältigen Holzkonstruktion stechen einige Golddekorelemente heraus und sowohl die Stunden- als auch die Minutenanzeige sind ausgiebig dekoriert. Das Pendel ist hier im Inneren versteckt und wird über einen Federzug betrieben, der die Uhr 8 Tage lang in Betrieb hält. Bis zum Aufkommen von elektrischen Uhren im 20. Jahrhundert waren solche Konstruktionen äusserst beliebt, da die gleichmässigen Schwingungen eines Pendels eine überaus präzise Zeitmessung ermöglichten. Herkunft der Uhr Dieses Exemplar kann der Stilrichtung des Rokokos des 18. Jahrhunderts zugeordnet werden. Zu dieser Zeit waren zwar französische Hersteller, was Technik und Form von solchen Uhren angelangte, noch vorgebend, doch auch in der Schweiz hatte sich bei La-Chaux-de-Fonds und Le Locle eine eigene Uhrenindustrie etabliert. Es ist also durchaus möglich, dass es sich beim vorliegenden Objekt um ein Schweizer Fabrikat handelt. Von Rudolf Velhagen Von Rudolf Velhagen Rudolf Velhagen stellt hier regelmässig Trouvaillen, Raritäten und überraschende Schätze aus der Sammlung von Museum Aargau vor. Diese umfasst rund 50'000 Objekte. Ein grosser Teil davon lagert im Sammlungszentrum Egliswil. Ähnliche Artikel finden Sie hier: Kategorie Schätze aus der Sammlung Kommentare

 
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Die Geschichte des Rauchens – Tabakkonsum im Wandel der Zeit

Zurück zum Blog 29. Oktober 2021 Kategorien Schätze aus der Sammlung Neuzeit Vom opulenten Dampf einer E-Zigarette über den diskret im Mundwinkel versteckten Snus: Die Tabakkultur hat heute unterschiedliche Formen und Farben. Doch wann und wie wurde das Rauchen überhaupt "in"? Eine Holzpfeife aus der Sammlung Museum Aargau gibt Einblicke in die jahrhundertealte Geschichte und Tradition des Tabakkonsums. Die vorliegende Pfeife wurde im 19. Jahrhundert hergestellt und von Hand aus einem Ast geschnitzt. Die Rinde wurde dabei mehrheitlich belassen, was der Pfeife die Ästhetik von Horn verleiht – ein zu dieser Zeit ebenfalls sehr beliebtes Material zur Herstellung von Pfeifen. Holzpfeife, Inv. Nr. K-2374. Es handelt sich um eine sogenannte Steckpfeife, bei welcher der Pfeifenkopf abgenommen werden kann. Dadurch wird die Reinigung und Erhaltung der Pfeife wesentlich erleichtert. Die Pfeife an sich ist sehr kunstvoll ausgestaltet. Der verdünnte Mund besteht aus Eisen und ist mit zwei von Holz verkleideten Schnüren versehen, an deren Enden Nüsse hängen. Das Kopfteil ist an der Unterseite mit einem Gesicht versehen und der verschliessbare Deckel obendrauf ist in Form einer Ente geschnitzt. Die Pfeife im Aufschwung Das 19. Jahrhundert war eine Blütezeit für Pfeifen dieses Stils und sah die erneute Etablierung der Pfeife als ausgefeiltes modisches Accessoire. Bei solchen Holzpfeifen wurden grundsätzlich edle Hölzer benutzt, um die Glimmfähigkeit zu mindern. Die Nutzung unterschiedlicher Hölzer wie Teak, falscher Jasmin, Weichsel oder Buchsbaum war ebenfalls sehr beliebt. Die verschiedenen Hölzer benutzte man dabei vor allem aufgrund der unterschiedlichen Aromen, die das Holz während des Rauchens abgab. Bis die Pfeife jedoch zur heute noch geläufigen Form kam, hatte sie bereits einige Iterationen durchlaufen und auch der generelle Tabakkonsum hatte sich stark entwickelt. Die bescheidenenen Anfänge: der Tabak als Zierpflanze Die Ausbreitung des Tabaks im europäischen Raum kam im Zuge der kolonialen Eroberung der beiden Amerikas im Verlauf des 15. Jahrhunderts. Die Benennung von Tabak als solchem beruhte dabei auf einem Missverständnis. Als die europäischen Eroberer in Kontakt mit den Taíno, einer indigenen Bevölkerungsgruppe der Karibik, traten, übernahmen sie das Wort "Tobago" von ihnen und bezeichneten damit fortan die Pflanze. Tobago war jedoch der Begriff für die Zigarrenart, die bei den Taíno populär war. Der eigentliche Begriff für die Pflanze war "Cohíba", welcher im Gegenzug zum Markennamen einer populären kubanischen Zigarre wurde. Die Tabakpflanzen, welche nach Europa gebracht wurden, setzte man ursprünglich aufgrund ihrer schönen Blüten mehrheitlich als Zierpflanze ein. Erst später, insbesondere infolge des Dreissigjährigen Krieges, verbreitete sich die Praxis des Tabakrauchens allmählich auf dem gesamten europäischen Kontinent. Das Rauchen im Spiegel sozialer Schichten Das Rauchen blieb jedoch lange eine Praxis der ärmeren Schichten. Während im Falle des Dreissigjährigen Krieges vor allem Soldaten rauchten, wurde in Kreisen der adligen Bevölkerung lange das Schnupfen bevorzugt. Dieses entwickelte sich schliesslich zu einem essentiellen Ritual der adligen Hofkultur und wurde gelehrt wie das Reiten, Fechten und Lesen. Nicht nur aufgrund der korrosiven Natur für die Nasenschleimhäute und dem damit einhergehenden Geruchsverlust wandte sich dann allerdings auch diese Bevölkerungsschicht allmählich dem Rauchen zu. Auch auf der Wildegg wird geraucht, Inv. Nr. SW-454 Tabakkultur – von Amerika nach Europa Die frühe Form des Konsums geschah dabei durch Pfeifen, die man bei der indigenen Bevölkerung der beiden Amerikas zum ersten Mal beobachtet hatte. Von solchen Pfeifen inspiriert, wurde in Europa schliesslich auch unter der reichen Bevölkerung aus langen und zierlichen Ton- oder Porzellanpfeifen geraucht. Die Länge des Stiels war nötig, um die Schärfe des Tabaks zu mindern. So entstand im Verlauf des 18. Jahrhunderts eine richtige Salon- und Rauchkultur, in der sich die Herren – für Frauen galt das Rauchen als unsittlich – beim Rauchen zurückzogen und Gespräche führten. Eine Kultur des Rauchens, die übrigens auch auf Schloss Wildegg gepflegt wurde: Die Familie Effinger, hier durch den porträtierten Ludwig Albrecht Effinger (1773-1853) repräsentiert, hatte dafür extra ein Raucherzimmer eingerichtet. Später, mit der Entwicklung von Steckpfeifen wie dem vorliegenden Exemplar, wurde auch das Rauchen durch Holzpfeifen, welche lange nur unter der ärmeren Bevölkerung verbreitet waren, ebenfalls wortwörtlich salonfähig. Von nun an dominierten kleinere Formen von Pfeifen, mitunter sowohl aus Porzellan wie auch aus Holz hergestellt. Der Weg der Pfeife in die Sammlung Museum Aargau Die Pfeife war ein Teil der Sammlung der Gebrüder Eugen, Richard und Theodor Zschokke. Die Zschokkes wurden mit der Einwanderung des bekannten Historikers, Schriftstellers und Intellektuellen Heinrich Zschokke (1771-1848) in der Schweiz ansässig. Der in Magdeburg geborene Heinrich gelangte während dem turbulenten Ende der Alten Eidgenossenschaft um 1798 herum in die Schweiz und war nach einem langen Aufenthalt in Graubünden im Aargau ansässig. Hier leistete er als Schriftsteller und als Politiker einen wichtigen Beitrag sowohl bei der Etablierung des neuen Kantons als auch in der Wegbereitung des Schweizer Bundestaates und kam dabei mit verschiedensten Intellektuellen wie zum Beispiel Johann Heinrich Pestalozzi in Kontakt. Schlussendlich liess sich die Familie hauptsächlich in Gontenschwil nieder. Hier bauten die Gebrüder Zschokke auch hier ihre Sammlung auf, die sie schliesslich dem Kanton Aargau als Geschenk vermachten. Schlusswort – Welt des Wandels Wie die Pfeife eindrücklich zeigt, waren die verschiedensten Arten des Tabakkonsums stets mit verschiedenen Assoziationen von Stand und Haltung verbunden; und bleiben dies auch noch heute. Dabei handelt es sich aber keineswegs um fixe Gesetze, sondern um stets im Wandel begriffene soziale Konventionen. Heutzutage, mit einem erhöhten Bewusstsein für die gesundheitsschädlichen Effekte des Tabakrauchens, sind andere Formen des Konsums angesagt, die diskreter sind und gesünder wirken. Dazu kommt auch die erhöhte gesellschaftliche Beschleunigung, welches das gemütliche Pfeifenrauchen durch die schnelle Zigarette ersetzt hat. Ob die Pfeife wiederum ein "Comeback" erleben wird oder nunmehr höchstens als Faksimile in der Form von E-Zigaretten, die wie Pfeifen aussehen, erhalten bleiben wird, muss sich noch zeigen. Von Lukas Becker Von Lukas Becker Lukas Becker ist Historiker und Praktikant der Sammlung von Museum Aargau. 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Die seltenen Äpfel von Schloss Hallwyl

Zurück zum Blog 11. Oktober 2021 Kategorie Schlossgeschichten Haben Sie heuer schon in einen Hedinger Apfel gebissen? Oder in einen Api? Diese alten Apfelsorten finden Sie nicht beim Grossverteiler. Mit etwas Glück entdecken Sie sie auf dem Markt oder in einem Hofladen. Vor über zweihundert Jahren wuchsen diese Apfelbäume beim Schloss Hallwyl. Woher wir das wissen? Aus einem Pachtvertrag für den Schlosshof aus dem Jahr 1797, den unser freiwilliges Transkriptions-Team entziffert hat. In jener Zeit hatte sich die Freiherrin, Franziska Romana von Hallwyl, mit ihrem Pächter zerstritten (siehe dazu den Blog vom 02. September 2021 ). Nachdem der Pächter den Schlosshof in Schimpf und Schande hatte verlassen müssen, wollte die Freiherrin für die neue Pacht alle Einzelheiten geregelt haben. Damit beugte sie künftigen Konflikten vor – und macht uns Nachgeborenen die Freude, uns über die Wirtschaftsweise eines Seetaler Bauernhofes am Ende des 18. Jahrhunderts zu unterrichten, bis hin zu den Apfelsorten. Foto Museum Aargau Obstbau am Ende des 18. Jahrhunderts auf Schloss Hallwyl Der Schlossverwalter Johann Kaspar Fischer setzte den Prachtertrag am 21. September 1797 im Namen der Freiherrin Franziska Romana von Hallwyl auf. Zum Obstbau notierte er: «Soll der Lehenmann alle Bäume auf dem ganzen Lehenhofe fleissig besorgen, erhauen und puzen […]. Von den Bäumen selbst behaltet Wohldieselbe [die Herrschaft] vor: a) Alle im kleinen Baumgarten b) Alle auf dem Theil des grossen Baumgartens, welcher bisher zum Senntum gehört hat c) den Pomme d'Apis und den Hediger Apfelbaum, nahe beim Baurenhause d) alle Kirschbäume, so die Titl. Herrschaft bisher genuzet hat e) die andern Kirsch- und alle Nussbäume zur Hälfe» Der Hediger Apfel und der Api müssen besonders gute Äpfel sein, dass die Herrschaft sie für sich beanspruchte – obwohl die Bäume nicht vor dem Schloss standen, sondern beim Bauernhaus, auf halbem Weg nach Seengen. Der Api: Eine antike Apfelsorte Schon in der Antike sei der «malum appianum» bekannt gewesen, heisst es im Buch "Schweizerische Obstsorten" aus dem 19. Jahrhundert. Der Api-Baum trage so reichlich, dass man vor lauter Früchten kaum das Laub sehe; zudem lasse sich der Apfel bis in den Frühling lagern. Vielleicht lagen die Api-Äpfel einst in den beiden «Apfelhürden» (Holzgestellen) im Schlosskeller, die ein Inventar von 1781 aufführt. Im Sortenverzeichnis von Fructus, der Vereinigung zur Förderung alter Obstsorten, taucht der Api selbst nicht auf, dafür sein Verwandter, der schmucke Sternapi. Mit seinen fünf Kanten ist er zwar dekorativ, geschmacklich aber eher fad. Der kleine Api, Lithografie von Salomon Bühlmeier in «Schweizerische Obstsorten», herausgegeben vom Schweizerischen Landwirthschaftlichen Verein, 1863-1872. Die Geschichte des Hedinger Apfels Auf der Suche nach dem Hedinger Apfel landen wir bei – nomen est omen – Hans Peter Hediger, der sich um unzählige Apfelbäume im zürcherischen Knonauer Amt kümmert. Er kennt den Hediger oder Hedinger Apfel. Der grosse, rötliche und süssliche Apfel ist nach seinem Herkunftsort Hedingen benannt, einem Dorf im Knonauer Amt. (Der Pomologe Hediger selbst ist gebürtiger Aargauer.) Ohne Hedigers Einsatz wäre der Hedinger Apfel heute womöglich verschwunden. Im Knonauer Amt standen in den 1980er Jahren gerade noch drei Bäume, bevor das Interesse für alte Sorten wieder wuchs. Heute fördert die Gemeinde Hedingen den nach ihr benannten Apfel. Im Buch «Apfelsorten der Schweiz» von 1945 heisst es zum Hedinger Apfel: «Die sehr druckempfindliche Sorte gehört zur Masse der Herbstäpfel, an denen ein grosser Überfluss vorhanden ist. Reduzieren» Obstwirtschaft in der Schweiz im 19. Jahrhundert Einst war der Hedinger Apfel einer der meistangebauten Äpfel in der Schweiz. Im ausgehenden 19. Jahrhundert exportierte die Schweiz Äpfel per Schiff nach Hamburg und weiter bis nach Grossbritannien und Amerika. Weil der Hedinger Apfel druckempfindlich ist, wickelte man ihn für den Transport in Seidenpapier und legte ihn in Weidenkörbe. Die Schweiz war Ende des 19. Jahrhunderts eines der obstreichsten Länder Europas. Eisenbahn und Dampfschifffahrt ermöglichten den Export. Zudem brauchten Mostereien und die Konservenindustrie viel Obst. Mit der Weltwirtschaftskrise ging der Obstexport zurück. Doch die Dörfer des Mittellandes waren noch bis in die 1950er Jahre in Obstgärten eingebettet. Seengen, auf dessen Gemeindegebiet Schloss Hallwyl steht, war 1925 von Obstbäumen umgeben. Luftaufnahme von Walter Mittelholzer. (ETH-Bibliothek Zürich, Bildarchiv) Hedinger Apfelbäume im Seetal Dass der Hedinger Apfel im Seetal auftaucht, ist nicht verwunderlich. Wer einen Obstgarten hatte, strebte viele verschiedene Sorten an. Es gab einen regen Tauschverkehr von Stecklingen. Nicht auszuschliessen ist, dass der Hedinger Apfelbaum beim Schloss Hallwyl vom Ursprungsort des Apfels stammte, denn die Familie von Hallwyl pflegte enge Beziehungen zum Knonauer Amt. Sie hatte im Kloster Kappel am Albis bis ins 15. Jahrhundert ihre Grablege, in einer nach der Familie benannten Kapelle. Der Hedinger Apfel ist aber eine spätere Züchtung. Dass er schon im Pachtvertrag der Herrschaft Hallwyl von 1797 vorkommt, ist ein früher Beleg. Bislang tauchte er erst im späten 19. Jahrhundert auf. Das Kloster Kappel am Albis. (Wikimedia) Und heute? Gibt es noch Apfelbäume ums Schloss Hallwyl? Heute stehen um Schloss Hallwyl nur noch vier Apfelbäume: Zwei zwischen Wassergraben und Strasse und zwei auf der Mühle-Insel. Bis auf den Lederapfel auf der Mühle-Insel konnten wir die Sorten bis jetzt noch nicht bestimmen – angesichts der über tausend Apfelsorten in der Schweiz ein nicht ganz einfaches Unterfangen. Bedenklich stimmt, dass die Sortenvielfalt vor fünfzig Jahren um ein Drittel grösser war und sich 90 Prozent der noch vorhandenen Obstsorten auf ganz wenige Bäume beschränken. Ausschnitt aus einem geometrischen Plan über das Schloss Hallwyl, 1854. (Staatsarchiv Bern, Familienarchiv Hallwyl B 941) Den kleinen Baumgarten südlich der Strasse nutzte die Schlossherrschaft um 1800 für sich, den grossen Baumgarten verpachtete sie. Herzlichen Dank an Irene Kirchmeier für die Transkription des Pachtvertrags A 733c aus dem Familienarchiv Hallwyl! Von Sarah Caspers Von Sarah Caspers Sarah Caspers ist Geschichtsvermittlerin im Museum Aargau. Ähnliche Artikel finden Sie hier: Kategorie Schlossgeschichten Kommentare

 
Museum Aargau

Gesund durch den Winter mit Arzneien von Burkhard von Hallwyl (Teil 2)

Zurück zum Blog 15. Dezember 2021 Kategorie Schlossgeschichten Um 1580 verfasste Burkhard III. von Hallwyl (1535-1598) ein Arzneibuch mit fast dreitausend Rezepten. Darin finden sich Ratschläge für typische Winterkrankheiten wie Erkältungen oder Winterblues. Je tiefer der Winter und je kälter die Luft, desto schwieriger wird es, gesund zu bleiben. Sollte sich Ihre Erkältung trotz der Rezepte aus dem ersten Teil unserer Heilmittelkunde zu einer regelrechten Grippe auswachsen und werden Sie von Schüttelfrost geplagt, könnte dieses Rezept helfen: Nimm von einer todten Schüdelen, schab darvon, und gibs einem Krancknen in einem Trunck Wein, das ers nit wüsse, ist probatum. Burkhards verheimlichte Zutat Glück für den Kranken, dass sein Heiler ihm das Rezept nicht verraten hat – getestet, «probatum» hat er es. Auch für uns ist es vielleicht besser, nicht zu wissen, was denn eine tote «Schüdele» ist. Laut Idiotikon, dem Wörterbuch der schweizerdeutschen Sprache, bezeichnet eine «Totenschüdelen» einen Schädel oder ein Skelett. Junker Burkhard, ein Leichenfledderer? Arzneien aus Leichenteilen waren gang und gäbe. Besagtes Lexikon zitiert ein ähnliches Rezept um 1650: Nimm von einer Todtenschüdelen ab der Hirnschalen abends und morgens ein Messerspitz voll. Geheimes Rezept gegen Fieber Geheimniskrämerei ist Teil von Junker Burkhards Heilmethode. Wenn Sie dran glauben und sattelfest in Latein sind, steht einem Selbstversuch des folgenden Fieber-Rezeptes nichts im Weg: Item nim Fünffingerkraut, und lass den Krancken ein Blatt nach dem andern abbrechen und zuo jedem Blatt diese nachgeschribne Wort sprechen, und soll dann der Siech jedlich Mal das Blatt nach dem Sagen essen, und lutet der Sägen also: quia haec superstitiosa ideo tacere, quam vero proferre volui. Fünffingerkraut oder kriechender Gänsefuss finden Sie in jedem verwilderten Garten. Foto Wikimedia. Sie wollen wirklich wissen, was der Zauberspruch bedeutet? Passen Sie nur auf, dass Sie über dem Grübeln nicht schwermütig werden. Gerade in der lichtarmen Jahreszeit ist der Stimmung besonders Sorge zu tragen. Burkhard verschaukelte Ratsuchende auch mal. Der lateinische Spruch bedeutet nämlich bloss: «Weil diese abergläubischen Dinge schweigen, die ich vorbringen wollte.» Vielleicht vertraute der Heilkundige auch einfach auf den Placebo-Effekt… Alkohol gegen Depressionen Wenn Sie die Melancholie überkommt, bestellen Sie an der nächsten Bar einen von Burkhards Weinen. Zum Beispiel Borrago-Wein: Er nimmt Traurigkeidt bringt Fröüd, ist guott […]zuo der Melanckoley, […] benimmt böse Fantasey, […] machs also mit Buretsch 2 oder 3 in 14 Mass gethan und in einanderen gesotten bis es lauter wird. Mit Burkhards Mengenangaben können Sie einen Grosshaushalt behandeln. Eine Mass entsprach – je nach Gegend und Zeit – einem Liter bis gegen zwei Litern. Ob in die vierzehn Mass zwei, drei Zweige oder ganze Pflanzen gehören, lässt der Autor offen. Es dürfte schon allein aufgrund des Weins fröhlich werden. Bereits Plinius schrieb, dass Borretsch die Lebensgeister wecke. Pharmakologisch lässt sich das aber nicht bestätigen; die Pflanze ist leicht giftig. Hieronymus Bock, Kreüterbuch, Strassburg 1546, Staats- und Stadtbibliothek Augsburg. Rosmarin - ein wahres Wundermittel Rosmarin wirkt nicht nur bei Schnupfen und Fieber, sondern hilft auch gegen den Winterblues: Von Roossmaryn Wein. *** […] der Wein hat wunderbarliche Kraft, dann er nutzbar ist in allen kalten Kranckheiten, durch sein Geruch wirst erfreüt, er sterckt alle Glyder, […] er verzehrt böse Füechtigkeit und Melankoley, […] macht gerecht die Begirdt, […] dieser Wein ist guott wider […] die Sucht des hinderen Theils des Hirns darvon die Vergessenheit kommt […] Ein wahres Wundermittel, dieser Rosmarin. Burkhards Zeitgenosse, der Naturforscher Paracelsus, warnte: Allein die Menge macht das Gift! Übertreiben Sie es also weder mit dem Rosmarin noch mit dem Wein. Es könnte im Rausch enden. Bevor es so weit kommt, empfehlen wir Ihnen im Krankheitsfall den Gang zur Ärztin oder in die Apotheke. Am allerbesten bleiben Sie gesund. Vorsorge ist ja bekanntlich die beste Medizin. Mehr Rezepte Mehr Rezepte von Burkhard III. von Hallwyl finden Sie hier. Mehr erfahren Von Sarah Caspers Von Sarah Caspers Sarah Caspers ist Geschichtsvermittlerin im Museum Aargau. Ähnliche Artikel finden Sie hier: Kategorie Schlossgeschichten Kommentare

 
Museum Aargau

Nie wieder schlechte Eier mit dem Eier-Prüfgerät MIREX

Zurück zum Blog 10. November 2021 Kategorie Schätze aus der Sammlung Ist dieses Ei noch gut? Die 1970er Jahre mit ihrer Bandbreite an – sagen wir mal – praktischen Erfindungen haben da ein Ass im Ärmel. Der Blog Museum Aargau präsentiert: das Eier-Prüfgerät MIREX. Man kennt das, beim Frühstück steht auch ein Ei auf dem Speiseplan, doch der Einkauf liegt schon eine Weile zurück. Das einzige verbliebene Ei im Kühlschrank erweckt daher schon leichten Salmonellenverdacht. Die Frage stellt sich: Ist es noch gut? Doch keine Sorge: «ELECTRO MIREX sagt Ihnen dies augenblicklich und mit Sicherheit», so die Werbung für das sogenannte Eier-Prüfgerät, das die Aargauer Firma Injecta in den 1970er Jahren erfand. Ein Exemplar ist Teil der Sammlung Museum Aargau. MIREX Eier Prüfgerät, Inv. Nr. K-19081 Die Wunder der modernen Technik Das Gerät, welches aussieht wie ein übergrosser Eierbecher, funktioniert mit einem einfachen optischen Trick. Denn beim fortschreitenden Alter eines Eis wächst die im Ei enthaltene Luftblase. Diese kann mit dem Prüfgerät, welches über eine Lampe und einen Spiegel verfügt, sichtbar gemacht werden, um so je nach Grösse der Blase die Frische des Eis festzustellen. Die Einführung des Geräts zog dabei durchaus auch Aufmerksamkeit auf sich und so erschien im Magazin Der Spiegel 1972 ein Artikel darüber. Ein Aargauer Original aus Teufenthal Das Gerät stammt aus dem Hause der Injecta AG aus Teufenthal. Die Druckgiesserei Injecta AG startete im August 1921 ihren Betrieb mit 24 Mitarbeitern in Teufenthal. In der Fabrik kam erstmals das "Druckgussverfahren" zur Anwendung, bei dem Schmelzgut mittels eines Zylinders schnell und unter hohem Druck in eine Metallform eingeschossen wird. Fotografie der Injecta-Fabrik in Teufenthal, Inv. Nr. K-18743 Internationale Bedeutung erlangten die Produkte der Injecta AG, weil sie wichtige Komponenten für die Elna-Nähmaschine, den Philips-Elektrorasierer, das Jura-Dampfbügeleisen und die BMW-Motorräder herstellte. Den grössten Anteil der Produktion machten jedoch Einzelteile für die verschiedensten Sparten der Maschinenindustrie aus. Daneben stellte die Firma auch mehrere Eigenprodukte unter dem Markennamen "INCA" her. Dazu gehören der 1925 patentierte Zähler für Textilmaschinen, eine Kreissäge, ein Kirschenentsteiner oder eine kleine Vase für eine einzelne Blume, die auch zum Injecta-Bestand im Sammlungszentrum Egliswil gehören. Wie das Eierprüfgerät Mirex in die Sammlung Museum Aargau kam Nach einem Höhenflug der Firma in den 1970er Jahren schwand der Erfolg des Unternehmens leider zunehmend und es musste 2011 die Tore endgültig schliessen. Nachdem die Firma im Jahr 2011 liquidiert wurde, konnten einige bedeutende Objekte von einem ehemaligen Firmenmitarbeiter für die Historische Sammlung im Jahr 2012 erworben werden. So kam unter wohl etwas nützlicheren Gegenständen aus dem Hause Injecta auch das MIREX Eier-Prüfgerät in die Historische Sammlung und ist doch ein interessantes Zeugnis eines gewissen Techno-Optimismus und dem Aufkommen multifunktionaler Gadgets. Doch gewiss ist diese Zeit noch lange nicht vorbei und wohl auch in Zukunft erwartet die Historische Sammlung noch so manche Absurditäten der menschlichen Einfallskraft. Kleiner Tipp zum Schluss: Derselbe Test am Ei kann auch durchgeführt werden, indem das Ei in ein Wasserbad gelegt wird. Je grösser die Luftblase, desto höher steigt das Ei. Schwebt es im Wasser, dann sollte es nicht mehr konsumiert oder zumindest sehr gut gekocht werden. Von Lukas Becker Von Lukas Becker Lukas Becker ist Historiker und Praktikant der Sammlung von Museum Aargau. Ähnliche Artikel finden Sie hier: Kategorie Schätze aus der Sammlung Kommentare 19.04.2024 Werner Maurer Wir haben uns vor 50 Jahren köstlich amüsiert, als uns Lehrlingskollege Armando den Prototypen vorgeführt hatte. Solche Fehlleistungen waren vielleicht der Anfang vom Ende.

Gradian
Visualisierung/Animation Antikes Vindonissa
Visualisierung/Animation Antikes Vindonissa

Vindonissa

Legionärspfad und Vindonissa Museum

Erleben Sie in Vindonissa die Römer hautnah: Die Museumsstandorte Legionärspfad Vindonissa (Windisch) und Vindonissa Museum (Brugg) bieten Touren, Ausstellungen, Veranstaltungen sowie buchbare Angebote im früheren Legionslager Vindonissa an.

MUSEUMSSTANDORTE IN VINDONISSA

 
Kinder schreiten wie kleine Römer über das Areal vom Legionärspfad Vindonissa

Legionärspfad
Vindonissa

Der Römer-Erlebnispark bietet Spiel-/Themen-Touren, Events, römische Übernachtungen, Führungen und vieles mehr.  

 
Drei Mädchen stehen in der Ausstellung im Vindonissa Museum. Vor ihnen stehen zwei lebensgrosse Legionäre (Figuren)

Vindonissa
Museum

Das Vindonissa Museum in Brugg zeigt die wichtigsten Funde von Vindonissa, dem einzigen römischen Legionslager der Schweiz.  

Tagesprogramm

  • Veranstaltung
  • Öffentliche Führung
  • Ausstellung
  • Selbständiger Rundgang
  • Garten
  • Familien
  • Schulen
  • Gruppen
  • Einzelbesucher
  • Schloss Lenzburg
  • Schloss Hallwyl
  • Schloss Habsburg
  • Schloss Wildegg
  • Klosterhalbinsel Wettingen
  • Kloster Königsfelden
  • Legionärspfad Vindonissa
  • Vindonissa Museum
  • Sammlungszentrum Egliswil
  • IndustriekulTour Aabach

Dies läuft am Tag Ihres Besuches

Eine Schulklasse umkreist eine Ausstellung im Vindonissa Museum
13:00 – 17:00 Uhr

Dauerausstellung zu Vindonissa

Entdecken Sie Original-Objekte aus Ausgrabungen

Ausstellung
Scheibenfibel aus Buntmetall mit farbigen Emaille-Einlagen. Eingraviert ist das Lamm Gottes – ein Sinnbild für die Auferstehung Christi.
13:00 – 17:00 Uhr

Vitrine AKTUELL

Grabsteine aus Vindonissa: Sprechende Steine und ihre Schicksale

Ausstellung
Wo die Legionäre getafelt haben: erhaltene Küche im Legionärspfad Vindonissa

Themen-Touren für Erwachsene

Spannende Themen-Touren durch Vindonissa!

Selbständiger Rundgang
Eine Familie in einem dunklen Raum; die Displays der Audiogeräte um den Hals leuchten mystisch im Dunkeln. An der Rückwand Silhouetten von Legionären.

Spiel-Touren für Kinder

Löst knifflige Rätsel an römischen Schauplätzen

Selbständiger Rundgang
Kinder als Forscherinnen und Forscher verkleidet lösen gemeinsam ein Rätsel während ein Junge im Kittel einen Klemmbrett hält
13:00 – 17:00 Uhr

Schätze aus Vindonissa – Werde Archäologe!

Ab 8 Jahre – Löst Rätsel und entdeckt einen römischen Schatz

Selbständiger Rundgang
Schatzkarte mit diversen Bildern und Texten.
13:00 – 17:00 Uhr

Rätsel-Tour

Ab 7 Jahre – Mit der Schatzkarte durchs Museum

Selbständiger Rundgang
Römische Strasse von Vindonisse, im Hintergrund Museumsgäste, die zur Strasse hinunter blicken.
13:00 – 17:00 Uhr

Forscher-Tour

Mit dem Grabungsplan unterwegs durch römische Fundstätten

Selbständiger Rundgang
Eine Familie steht mit einem Plan vor einer Vitrine im Vindonissa Museum.
13:00 – 17:00 Uhr

Spurensuche - Auf der Fährte von Lupina und Anissa

Ab 5 Jahre – Folgt den Fussspuren von Lupina und Anissa

Selbständiger Rundgang
Aussenaufnahme vom römischen Garten vom Vindonissa Museum
13:00 – 17:00 Uhr

Wo sich Eichenlaub und Granatapfel treffen

Entdeckungsreise durch Garten und Museum mit Audioguide

Selbständiger Rundgang
Römischer Garten Vindonissa Museum: Eine junge Frau steht inmitten vieler grüner Pflanzen und riecht an einer Blüte. Im Hintergrund ein antiker Brunnen.
13:00 – 17:00 Uhr

Römischer Garten von Vindonissa

Rekonstruierter Ziergarten des Legionskommandanten

Garten
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