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Historische Pläne der Schlossdomäne Wildegg - Blog Museum Aargau

Zurück zum Blog 03. Oktober 2022 Kategorien Schätze aus der Sammlung Schlossgeschichten Anhand historischer Pläne der Schlossdomäne Wildegg reisen wir zurück in der Zeit und erfahren mehr über die eindrückliche Geschichte des Schlosses. Auch die bedeutende Burgchronik von Sophie von Erlach-Effinger (1766-1840) gibt einige spannende Einblicke in vergangene Zeiten. Der erste Plan der Schlossdomäne lässt sich nicht genau eruieren. Das Gut wurde nach der Besitznahme durch die Effinger als ein " mittelgrosse[n] Bauernbetrieb[s] " eingeordnet. Auch in den beiden folgenden Jahrhunderten war eine Einschätzung wegen fehlender Quellen schwierig. Erst Anfangs des 18. Jh. existieren Quellenbelege in denen die Effinger das Gut abrunden konnten. Trotz innerfamiliären Teilungen. Die Schlossdomäne in der Chronik Die grösste Ausdehnung hatte das Gut um 1770 mit 120 Hektaren. Darin eigeschlossen waren Äcker, Wiesland, Rebstöcke sowie die Domänenbetriebe mit Gewerbe. Sophie von Erlach, die Verfasserin der Burgchronik von Schloss Wildegg, widmet den umliegenden Gütern und Gebäuden nur einen kleinen Abschnitt. Dennoch lassen sich daran bildhaft die Umrisse der damaligen Gestaltung herauslesen. So schreibt sie etwas abfällig über die Scheune: Die Scheune, ein Werk von Hans Thüring Effinger (Sophies Ur-Ur-Grossvater väterlicherseits, Anm. d. Verf.) und die Jahreszahl 1661 tragend, ist jetzt alt und baufällig, und da mein Bruder keine Pferdte (sic!) hält, so wird Sie sehr wenig benutzt; Aber nicht nur zum Zustand der Gebäude berichtet die einzige überlebende Tochter von Niklaus Albrecht (1735-1803) in ihrem scharfsinnigen und detailreichen Text. Auch der Gutshof und die Bewirtschaftung der Felder werden kurz angeschnitten. Zur heutigen Lindenterrasse schrieb Sophie: Hier übersieht mein Bruder (Ihr Halbruder Albrecht Ludwig Effinger, genannt Albert, 1773-1853, Anm. d. Verf.) den grössten Theil seiner Güter und beobachtet seine Arbeiter - Sein Auge richtet sich fürnemmlich gerne nach dem Haard, so heisst nämlich eine grosse, etwas entlegene Scheune mit umliegenden Gütern, welche er sehr verbessert hat un im Sommer und Winter einen senn mit 16 Kühen hält. Von Parzellen und Gütern Bei einer so grossen Fläche und Umschwung ist es manchmal schwierig den Überblick zu behalten. Dabei können Pläne helfen. Im Gegensatz zu heute, wo die Pläne Satelliten gestützt und GPS gesteuert erstellt werden, war dies früher noch reine Handarbeit. Zudem waren die Masseinheiten von Ort zu Ort verschieden und das Auge oftmals das beste Vermessungsinstrument. Ein erster Plan der Güter um Schloss Wildegg, mit Bezeichnung der einzelnen Parzellen und Angaben zu deren Flächen, ist uns aus dem Jahre 1790 erhalten. Der oder die Verfassenden dieses künstlerisch wertvoll gestalteten Planes, sind leider nicht bekannt. Bemerkenswert ist aber bereits die Vogelperspektive der Zeichnung. In einer Legende sind die einzelnen Matten und Felder mit Grössenangaben geordnet. Womöglich diente diese Auflistung auch als Berechnungshilfe der Abgaben. Künstlerisch gestalteter Plan der Schlossdomäne aus dem Jahre 1790. Die Schlossgüter mit Bezeichnung der einzelnen Parzellen und Angaben zu deren Flächen. © Museum Aargau Ein weiterer Plan von Johannes Stähli um etwa 1820, zeigt auch die Besitzungen der Effinger im Hardgut und im Schachen, in der Nähe wo heute die Zementfabrik steht. Dieser Plan besitz einen Massstab, dem sogenannten Berner Fuss. Dieser Massstab wurde auch Berner Schuh genannt: 1 Berner Schuh = 130 Pariser Linien = 0,293254 Meter. Detaillierte Tuschfederzeichnung auf Papier, aquarelliert. Zeichner: Johannes Stähli. Datiert 1820. © Museum Aargau Aus der Chronik der Sophie erfahren wir, dass die heutige Gemeinde Wildegg damals nur "Hellmühly" genannt wurde und im 17. Jh. praktisch nur aus einer Mühle bestand. Später kam dann das Wirtshaus hinzu und gegen Ende des 18. Jh. wurden mehrere Wohnhäuser für eine entstandene Druckerei errichtet. Zu guter Letzt existiert noch ein Plan aus dem Jahre 2003 von Betriebsleiter Erland Eichmann. Mit Hilfe des GIS Verfahrens wurde die Landschaft gescannt und in Raster unterteilt, worin mit verschiedenen Farben die Umrandung der Domäne eingezeichnet wurde. Auf diesem Plan kann der Waldbestand der Domäne sehr gut verdeutlicht werden. Die Schlossdomäne blüht wie eh und je Nicht alle Gebäude und Gewerbe haben auf der Schlossdomäne Wildegg überlebt. Der 1500 erbaute Bauernhof wird seit 1999 von Silvia und Alois Huber geführt. Der Familienbetrieb bewirtschaftet den Gutshof nach den Richtlinien der biologischen Landwirtschaft und im Sinn eines Schaubetriebs. Angegliedert ist ein kleiner Hofladen mit Produkten aus dem Gutsbetrieb. Der Gutshof selbst besteht aus einem Wohn- und Wirtschaftshaus, Tierställen, einer Zehntenscheune, Pferdestallungen sowie mehreren Kleinbauten und Unterständen. Luftaufnahme Schloss Wildegg. © Museum Aargau Im historischen Rebberg von Schloss Wildegg wachsen Trauben nach biologischen Grundsätzen heran. Seit mehr als 400 Jahren werden unterhalb des Schlosses Reben bewirtschaftet und daraus Schlosswein gekeltert. Der Weinbau und -verkauf waren für die Familie von Effinger lange Zeit wichtige Einkünfte. Der Wein wurde im von Bernhard Effinger (1658-1725) eigens dafür gebauten Gasthof Bären am Fuss des Schlossbergs ausgeschenkt und verkauft. Die von Effinger hatten in der Region das alleinige Weinausschanks- und Handelsrecht. Seit 2019 ist der historische Rebberg an den diplomierten Önologen Matthias Brunner verpachtet. Die Weinmanufaktur setzt auf eine artenreiche biologische Weingarten-Bewirtschaftung. Literatur Furger, Andres: "Schloss Wildegg. Aussenstelle des Schweizerischen Landesmuseums", Schweizerisches Landesmuseum, Zürich, 1994. Meier, Bruno: "Gott regier mein Leben". Die Effinger von Wildegg. Landadel und ländliche Gesellschaft zwischen Spätmittelalter und Aufklärung. Baden 2000, S. 129. Müller, Felix: [von] Effinger. In HLS. Onlineversion. ( Stand: 12.08.2022, 15.34 Uhr) von Erlach, Sophie: "Kleine Burgchronik des Schlosses Wildegg der Sophie von Erlach-Effinger, in der Abschrift ihres Bruders Ludwig Albrecht", Museum Aargau, 2012. Wagner, Gustav und Strackerjan, Friedrich Anton: Kompendium der Münz-, Mass-, Gewichts- und Wechselkurs-Verhältnisse. Verlag von B. G. Teubner, Leipzig Von Romeo Arquint Von Romeo Arquint Romeo Arquint ist Historiker und war 2022 Praktikant der Sammlung von Museum Aargau. Ähnliche Artikel finden Sie hier: Kategorien Schätze aus der Sammlung Schlossgeschichten Kommentare

 
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Historische Gartengeräte - Blog von Museum Aargau

Zurück zum Blog 13. August 2022 Kategorien Schätze aus der Sammlung Neuzeit Wie wurden die historischen Gärten des Museum Aargau in früherer Zeit gepflegt und gehegt? Eine kleine Auswahl an historischen Gartengeräten aus unserer Sammlung geht dieser Frage auf den Grund. “In einem Garten ging das Paradies verloren, in einem Garten wird es wiedergefunden.” Blaise Pascal (1623-1662) Das Schloss Lenzburg ist bunt. An allen Ecken und Enden stehen Pflanzenkübel. An den Fenstern hängen Erdwannen mit leuchtenden Geranien. Auf Schloss Wildegg stehen auf der Lindenterrasse die imposanten und altehrwürdigen Linden und spenden in heissen Tagen Schatten. Wie alle schönen Dinge im Leben, brauchen sie Pflege und Zeit. Daher war das Anlegen eines Gartens eine sorgfältig überlegte und geplante Angelegenheit. Je nach Epoche, dienten sie verschiedener Bedürfnisse. Waren die ersten Gärten vor allem Krautgärten, in denen Heilpflanzen und je nach Lage gewissen Nutzpflanzen angepflanzt wurden, änderten sich die Gärten zunehmend zu Zier und Prestige-Gärten. Von Spaten und Rechen Um die Gärten auch richtig pflegen zu können, war und ist robustes sowie handliches Werkzeug unumgänglich. Die klassischen Gartenwerkzeuge sind bis heute praktisch unverändert geblieben. Nicht selten kamen die Geräte in zweckentfremdeter Form, zum Beispiel auch bei bäuerlichen Erhebungen, zum Einsatz. Nicht alle Werkzeuge der Sammlung stammen von den Schlössern selbst. Viele kommen von Privatpersonen aus dem ganzen Kanton Aargau, sei es aus Sammlungen von landwirtschaftlichen Geräten, oder aus privaten Haushalten wo sie in regen Gebrauch waren. Der vorliegende Spaten beispielsweise kam 1987 aus einer privaten Sammlung ins Museum. Die Schaufel dagegen wurde bei der Übernahme von Schloss Lenzburg inventarisiert. Spaten aus privater Sammlung (1987) K-10684, Spaten, Sammlung Museum Aargau, © Museum Aargau. Die Kunst den Garten zu pflegen Gärten wurden womöglich bereits seit den ersten sesshaften Menschen angelegt. Aus der Antike stammen die bekannten hängenden Gärten von Babylon. Die Idee an sich war nichts Neues, jedoch gab es bei der Anlegung eines Gartens zwei grundlegende Ausrichtungen: Zier oder Nutzgarten. Beide Formen benötigen intensive Pflege der Pflanzen und des Bodens. Es ist anzunehmen, dass der grösste Teil der vorhandenen Gärten für das Anpflanzen von Kräutern und Obst/Gemüse verwendet wurde. Erst mit dem Aufkommen des Flanierens Ende des 16. Jh. rückten die Ziergärten wieder in den Fokus. Dies äusserte sich auch im Gebrauch und der Herstellung der Gartenwerkzeuge. Rechen, Spaten, Schaufeln oder Mistgabeln - alles wurde nochmals technisch verfeinert und in kleineren Grössen hergestellt, um die empfindlichen, meist exotischen, Pflanzen nicht zu beschädigen. Ein Beispiel ist der Heidelbeerrechen. Heidelbeerrechen aus Weissblechteilchen K-18171.1, Heidelbeerrechen, Sammlung Museum Aargau, © Museum Aargau. Dieses spezielle Werkzeug wurde aus Weissblechteilen zusammengelötet und hat abgerundete Enden. Wie mit einem Kamm kann so durch den Busch gefahren werden und die empfindlichen Beeren fallen sanft in die Hohlöffnung. Insgesamt wurde die Arbeit in einem Barockgarten eher als künstlerisches Handwerk angesehen. Kunstvolle Rankenbögen und geometrische Anordnungen von Blumenbeeten wurden in den adligen Residenzen wie Versailles auf die Spitze getrieben. Im Wandel der Zeit Anhand der Gartengeräte kann aufgezeigt werden, wie sich technische Innovation an geänderte Lebensweisen anpassen kann. Aber dennoch blieben viele der Werkzeuge seit Urzeiten unverändert, so beispielsweise die Form und Nutzung des Spatens. Die historische Form und Verwendung des Spatens blieb bis heute unverändert. Quelle: Deutsche Fotothek Diese diachrone Entwicklung ist bemerkenswert und zeigt, dass auch in einem digitalen Zeitalter auf bewährte Handarbeit nicht verzichtet werden kann (und sollte). So erblühen die Gärten des Museum Aargaus weiterhin in ihrem Glanz. Auch dank einfachster Hilfsmittel. Das Paradies lässt sich so durchaus in jedem Garten wiederfinden. Literatur Brüsch, Björn: Entwürfe zur Errichtung einer großen Gärtner-Schule: Die Gründung der Königlichen Gärtner-Lehranstalt in Preußen 1818–1823. In: Die Gartenkunst 20 (1/2008), S. 83–104. Leps, Günther und Rose: Der Gärtner zwischen Schönheit und Nutzen. Ed. Leipzig, Leipzig 1994. van der Groen, Jan: Den Nederlandtsen Hovenier, Amsterdam 1670. Internetquellen Historische Gartengeräte, Ursprung und Anwendung heute Aspekte deutscher Gartenkunst der Frühen Neuzeit (ca. 1550 bis 1640). Von Romeo Arquint Von Romeo Arquint Romeo Arquint ist Historiker und war 2022 Praktikant der Sammlung von Museum Aargau. Ähnliche Artikel finden Sie hier: Kategorien Schätze aus der Sammlung Neuzeit Kommentare

 
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Blick hinter die Kulissen der Ausstellung "Blütenduft und Pulverdampf"

Zurück zum Blog 19. Oktober 2022 Kategorie Schlossgeschichten Gönnen Sie sich einen Blick hinter die Kulissen der Sonderausstellung "Blütenduft und Pulverdampf". Museum Aargau besucht die Parfumeurin Bibi Bigler in ihrem Duft-Labor im Aatal. Auf Schloss Hallwyl duftete es 2022 bis 2025 nach Pulverdampf, Meeresbrise, Blütenduft und Weihrauch: Je zwei Frauen und Männer der Familie von Hallwyl erinnerten sich in der Sonderausstellung "Blütenduft und Pulverdampf – vier Leben, vier Düfte" an einen entscheidenden Moment in ihrem Leben. Parfumeurin Bibi Bigler hatte für jede Geschichte einen speziellen Duft kreiert. Museum Aargau besuchte die Parfumeurin in ihrem Duft-Labor "Parfum Bar" im Aatal. Erfahren Sie von Bibi Bigler und Geschichtsvermittlerin Brigitte Poffa, wie aus ganz individuellen Lebensgeschichten spannende Duft-Kreationen kreiert wurden. Sonderausstellung beendet Die Sonderausstellung “Blütenduft und Pulverdampf” lief 2022 bis 2025 und ist inzwischen beendet. Von Museum Aargau Von Museum Aargau Das Team von Museum Aargau zeigt an dieser Stelle digitale Einblicke in die Museumsstandorte. Ähnliche Artikel finden Sie hier: Kategorie Schlossgeschichten Kommentare

 
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Starthilfe für Stauden

Zurück zum Blog 24. Februar 2022 Kategorie Gartentipp aus dem Wildegger Schlossgarten Der Frühling kommt und die neue Gartensaison steht in den Startlöchern. Der Gartentipp aus dem Wildegger Schlossgarten erklärt, wie Sie Ihren Stauden Starthilfe geben können. Gartenstauden wie Eisenhut und Lilien machen mehrere Jahre lang Freude und treiben jeweils im Frühjahr neu aus. Sie sind verhältnismässig anspruchslos und fester Bestandteil vieler Gärten. Was dabei oft vergessen geht: Stauden benötigen als Starthilfe in die neue Saison viel Dünger. Der richtige Zeitpunkt dafür ist der Frühling – konkret ab etwa Ende Februar bis Anfang März, wenn die Temperaturen langsam steigen und die Stauden neu austreiben. Der Dünger liefert in dieser Phase die nötige Energie. So wird Ihr Boden staudengerecht Lockern Sie in einem ersten Schritt vorsichtig den Boden rund um die Stauden; dies mit einer Grabgabel oder einem Kräuel. Verteilen Sie dann zwei bis drei Liter reifen Kompost mit einer Handvoll Hornspänen pro Quadratmeter. Wenn Sie dann den Dünger abschliessend mit Mulch bedecken, hält dieser den Boden feucht, verbessert die Bodenqualität, ernährt das Bodenleben und schützt vor Unkrautbewuchs. Stauden, die im Kies oder zwischen Gartenplatten wachsen, sind schwieriger zu düngen. Mein Tipp: Graben Sie nahe der Pflanze ein Loch in die Erde und füllen Sie dieses mit Hornspänen oder einem Volldünger aus dem Fachhandel. Für im Halbschatten oder im Schatten stehende Stauden wie Hosta, Eisenhut, Heuchera oder Herbstanemonen genügt diese einmalige Düngung. Sonnenhungrige Stauden (zum Beispiel Rittersporn, Sonnenhut, Glockenblumen oder Schafgarbe) vertragen im Juni eine weitere Gabe Dünger; dies nach dem Rückschnitt. Die Stauden danken es Ihnen mit einer weiteren Blütenpracht. Grundsätzlich gilt: Düngen Sie immer in einen feuchten Grund und giessen Sie anschliessen gründlich nach. Ansonsten können die Inhaltstoffe Verbrennungen an der Pflanze und ihren Wurzeln verursachen. Dies gilt in allen Bereichen: ob im Freiland, in Kübeln oder bei Zimmerpflanzen. Ich wünsche Ihnen einen guten Start in die Gartensaison 2022. Von Tanya van der Laan Von Tanya van der Laan Ähnliche Artikel finden Sie hier: Kategorie Gartentipp aus dem Wildegger Schlossgarten Kommentare

 
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"Damals im Aargau": Rosmarie Zobrist

Zurück zum Blog 22. März 2022 Kategorie Podcast: Damals im Aargau (Oral History) Die in Lenzburg wohnhafte Rosmarie Zobrist erzählt über ihr spannendes Leben. Jahrzehntelang hat sie sich für das Frauenstimmrecht eingesetzt. Rosmarie Zobrist war Präsidentin der Hauswirtschaftsinspektorinnen vom Kanton Aargau, wurde 1969 in Zürich als erste Frau in die katholische Synode gewählt und liess sich 1986 für die CVP in den Lenzburger Einwohnerrat wählen. Aus über neun Lebensjahrzehnten berichtet Rosmarie Zobrist vom Schulwesen während der Kriegs- und Vorkriegsjahre, den Rollenbildern von Mann und Frau im Wandel der Zeit, erfolgten Anpassungen im Fach Hauswirtschaft und den damit verbundenen Herausforderungen, die sich ihr als Frau, als Pädagogin und als Seminar-Lehrperson stellten. Von Museum Aargau Von Museum Aargau Das Team von Museum Aargau zeigt an dieser Stelle digitale Einblicke in die Museumsstandorte. Ähnliche Artikel finden Sie hier: Kategorie Podcast: Damals im Aargau (Oral History) Kommentare

 
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Im Herbst pflanzen, was im Frühling farbenfroh blüht

Zurück zum Blog 01. November 2022 Kategorie Gartentipp aus dem Wildegger Schlossgarten Sobald die Bäume im goldenen Herbst ihr Blätterkleid verlieren, ist Gartenputz angesagt: Rasen, Hecken und Bodendeckerbeete müssen vom Laub befreit werden. Ansonsten werden diese Flächen modrig und beginnen zu faulen. Das eingesammelte Laub kann gut als Mulch unter Sträuchern und in Staudenbeeten verstreut werden. Eine Schicht Mulch schützt den Boden vor dem Austrocknen und hemmt das Unkrautwachstum. Für Igel schichte ich gerne Laub in einer ruhigen Ecke des Gartens zu einem Haufen auf. Dieser bietet als Winterquartier einen natürlichen Schutz vor eisiger Kälte. Im Herbst für den Frühling pflanzen Im Herbst wird es auch Zeit, die Sommerbepflanzung abzuräumen und – je nach Pflanze – zu überwintern. Stattdessen schlägt jetzt die Stunde der zweijährigen Pflanzen, zum Beispiel von Stiefmütterchen, Vergissmeinnicht oder Bellis. Diese lassen sich wunderbar mit schönen Herbstpflanzen wie Erika, Calluna, Chrysanthemen, Purpurglöcken oder Gräser kombiniert. Mein Tipp: Pflanzen Sie dazwischen auch verschiedene Tulpen, Narzissen, Hyazinthen und andere Zwiebelpflanzen. Im Frühjahr erwartet Sie dann eine wahre Farbenpracht im Garten! Auch Stauden und Gehölz werden idealerweise im Oktober gepflanzt. Der Boden ist noch warm und benötigt nicht mehr so viel Wasser wie im Sommer. So haben die Pflanzen bereits kräftig Wurzeln geschlagen, wenn der kalte Winter einbricht – und haben so im Frühjahr gegenüber anderen Pflanzen einen Vorsprung im Wachstum. Ebenso lohnt es sich, im Herbst den ganzen Garten nochmals gründlich zu jäten. Denn: Je sauberer der Garten in den Winter geht, desto weniger Unkraut spriesst direkt im Frühling. Von Melissa Gögele Von Melissa Gögele Ähnliche Artikel finden Sie hier: Kategorie Gartentipp aus dem Wildegger Schlossgarten Kommentare

 
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Saturnalia: das wichtigste römische Fest am Jahresende

Zurück zum Blog 09. Dezember 2024 Kategorien Römerzeit Römische Geschichten aus Vindonissa Im alten Rom feierte man gegen Jahresende im Zeichen Saturns und anderer Agrar-Gottheiten. Doch was genau hat es mit dem Fest der saturnalia auf sich? Die s aturnalia – zu Deutsch Saturnalien – waren ein römisches Fest, das am 17. Dezember anlässlich des Jahresendes gefeiert wurde. Ursprünglich dauerte es wohl nur einen Tag, über die Jahrhunderte verlängerten sich die Feierlichkeiten aber bis auf fünf Tage unter Kaiser Caracalla (188-217 n. Chr.). Der Blogbeitrag behandelt die Rolle der unterschiedlichen Gottheiten bei den Saturnalien, die soziale Funktion der Festivitäten und wie an unterschiedlichen Orten gefeiert wurde. Die Rolle Saturns und anderer Agrar-Gottheiten Wie bei jedem Fest der Antike waren nicht nur die Menschen zugegen, sondern auch die Götter – allen voran der namensgebende Saturn, Vater Jupiters und mythischer König aus Roms Vorgeschichte. Die Sichel, die Saturn in den Händen hält, weist ihn als Agrar-Gottheit aus. Unter ihm, so dachte man, herrschten paradiesische Zustände: Frei von Neid und Missgunst gehörte alles allen und auch geackert werden musste nicht: Die Früchte des Feldes und der Bäume gediehen von selbst. Es war ein Zeitalter der Fülle, ein goldenes Zeitalter. Bildnis Saturns, mit Sichel und über den Kopf gezogener Toga, aus dem Haus der Dioskuren in Pompeji, 1. Jh. n. Chr. © Carole Raddato Am Ende des landwirtschaftlichen Jahres, nach der erfolgreichen Aussaat und Einlagerung des Getreides, scheint der Zeitpunkt für die saturnalia nur logisch. Wie das Land über den Winter ruht, so darf auch der Bauer von seiner Feldarbeit ruhen. Waren die Vorratskammern gefüllt, gebührte es sich, den dafür verantwortlichen Gottheiten zu danken. Nebst Saturn waren dies weitere Agrar-Gottheiten wie seine Gemahlin Ops (von lat. opus = Werk) und Consus (Etymologie unsicher). Ihnen zu Ehren opferte man, veranstaltete Esel-Rennen und liess die landwirtschaftlich wichtigen Zugtiere schön geschmückt durch die Stadt ziehen. Die Dekorationen im und um die Häuser würden uns nicht ungewöhnlich vorkommen: Nach wie vor sind Kerzen, Stechpalmen und rote Beeren eng mit dem Weihnachtsfest verknüpft. Im Unterschied zum Alltag war das Glückspiel während der Saturnalien erlaubt. Römisches Fresko aus dem Hinterzimmer der Osteria della Via di Mercurio in Pompei. © Wikimedia Die Saturnalien als Umkehrung der sozialen Ordnung In einem Brief an einen Freund kommentiert der Stoiker Seneca der Jüngere das Verhalten der Stadtmenschen in Hinblick auf die Festivitäten: „Es ist Dezember und der Grossteil der Stadt ist in Aufruhr. Den Leuten werden die Leinen gelockert. Überall ertönen die Geräusche grosser Vorbereitungen, gerade so als ob es einen echten Unterschied gebe zwischen den dem Saturn geweihten Tagen und den gewöhnlichen Werktagen. […] Ob wir uns wie gewöhnlich in die Stadt begeben sollten. Oder ist es besser – um nicht aufzufallen –, wenn wir uns der abendlichen Schlemmerei hingeben und die Toga abwerfen?” Epistulae 18.1-2 Diese Überlegungen widerspiegeln den Stellenwert der Festlichkeiten und tönen auch die soziale Funktion der saturnalia an. Nebst der Pflichterfüllung gegenüber den Gottheiten zelebrierte man die einstweilige Fülle durch die Aufhebung der normalen gesellschaftlichen Zustände. Alle, die das Fest begingen, setzten sich einen pileus auf, eine konische Filzkappe, die ansonsten nur Freigelassene (ehemalige Gefangene oder Sklaven) trugen. Denar aus dem Jahr 43–42 v. Chr. Vorderseite: Portrait des Caesar-Mörders Brutus n. r.; Rückseite: ein pileus zwischen zwei Dolchen, darunter die Aufschrift EID MAR für EIDIBUS MARTIIS oder „an den Iden des März”. © Classical Numismatic Group Unter dem Filzhut der Freiheit waren sich alle gleich. Wer war Herr, wer Sklave? Diese Frage war nun scheinbar bedeutungslos. Sklaven durften ihren Herren beim gemeinsamen Mahl ungestraft die Meinung sagen und wer keinen Rausch hatte, fiel auf. Die Schulen und Gerichte blieben an diesen Tagen geschlossen und sogar das ansonsten untersagte Glücksspiel war erlaubt. Der besonders übermütige dominus schlüpfte gar in die Rolle seiner Sklaven und servierte ihnen beim Gastmahl die Speisen. Doch wie Seneca an anderer Stelle bemerkt: „ Non semper saturnalia erunt ”: „Die Saturnalien werden nicht ewig dauern.” Das Fest bot den Sklaven eine Möglichkeit, Unmut und Frustration zu kompensieren, stellte im Grunde aber ein stabilisierendes Moment für die Institution der Sklaverei dar. Soweit das Treiben in Metropolen wie Rom oder Athen. Doch tauschte ein im fernen germania superior stationierter Zenturio seinen mit Helmbusch dekorierten Helm ebenfalls gegen einen Filzhut ein, um sich mit seinen Untergebenen närrischen und zügellosen Aktivitäten hinzugeben? Die Feier der Saturnalien im römischen Heer Die Forschung weiss um den immensen Kulturaustausch, der durch die Anwesenheit römischer Legionen in den entferntesten Winkeln des Reiches entstand. Eine Quelle dafür ist das feriale duranum , der Festtagskalender einer in Dura Europos (Syrien) stationierten römischen Auxiliar-Einheit aus dem 3. Jahrhundert. Für die Monate Januar bis September finden sich darauf 41 Festtage, die übrigen Monate sind nicht erhalten. Abgesehen von seinem Schwerpunkt auf kaiserlichen Feierlichkeiten (Thronbesteigungen, Geburtstage, Siege, etc.) zeigt sich eine starke Übereinstimmung mit den stadt-römischen Festtagskalendern. Dies verwundert kaum, waren Armee und Zivilgesellschaft doch in vielerlei Hinsicht analog gestaltet. Es zeigt zudem die Wichtigkeit religiöser Pflichten gegenüber allem Göttlichen, gerade für die Armee. Nicht zuletzt wurde damit eine Integration der multikulturellen Legionen wie auch der Lokalbevölkerung angestrebt. Bild 3: Fragmentierter Festtagskalender aus Dura Europos, 225–235 n. Chr. © Yale University Library Obschon in Vindonissa zahlreiche Funde und Befunde zutage kamen, die Licht auf die religiösen Gepflogenheiten in und um das Legionslager werfen, lässt sich nichts Spezifisches über die örtlichen Feste am Jahresende aussagen. Abhilfe schafft ein kleiner Fund aus Vindolanda (Northumberland, England), einem Hilfstruppen-Kastell am nördlichsten Rand des Imperiums. Wie Vindonissa zeichnet es sich durch zahlreiche Funde von Wachstäfelchen aus, mit denen die Legionäre und die schreibkundige Lokalbevölkerung korrespondierten. Auf einem Exemplar (Nr. 301) fordert ein Sklave namens Severus einen anderen Sklaven namens Candidus auf, ihm Rettiche für die Saturnalien zu besorgen. Sicherlich keine leichte Aufgabe, wo Rettich doch im milden Mittelmeer-Klima beheimatet ist. Ohne hier näher auf die Motive des Severus eingehen zu können, zeigt das Wachstäfelchen, dass die Saturnalien innerhalb des römischen Heeres durchaus verbreitet sein konnten. Bild 4: Wachstäfelchen aus dem Kastell von Vindolanda. © British Museum. Zahlreiche Beispiele der römischen Geschichte betonen zudem die Wichtigkeit, eine Legion bei Laune zu halten, wollte man keinen Aufstand riskieren. Nun konnte sich nicht die komplette Einheit eines Kastells besaufen, geschweige denn eine ganze Legion. Gleichzeitig steht ausser Frage, dass die Legionäre einem Unterbruch des Wachdiensts oder des Drills nicht abgeneigt waren und ihre Freizeit teilweise mit Nachdruck einforderten. Wie sehr sich Legionäre darauf freuten, zeigen nicht nur die Vielzahl an in Legionslagern gefundenen Spielsteinen und Würfeln, sondern auch ein Brief aus Vindonissa: „So sollst du erfahren, wo ich das Gastmahl bereite sowie verschiedene Spiele und ein prächtiges Trinkgelage. Morgen, bei den mächtigsten Schutzgeistern des Spiels, werde ich den Würfelbecher wie ein Schwert schwingen. Lebe wohl, treuer Bruder.” (M.A. Speidel, Die röm. Schreibtafeln von Vindonissa, Brugg 1996, Nr. 45) Ob bei der Familie, bei Freunden, im Bad oder in der Schenke – Möglichkeiten zur Entspannung boten sich den Legionären zur Genüge. Nehmen wir uns an ihnen ein Vorbild und gönnen uns zuweilen eine Ruhepause vom oftmals hektischen Alltag. Weitere Blogbeiträge 12. August 2024 Vulcanus – Dem Gott des Feuers begegnen In der von Göttern durchdrungenen Welt des römischen Reiches waren sich die Schmiede stets bewusst, wer ihr Meisterschmied war und wem sie… 20. Februar 2024 Quiz zur römischen Mythologie Testen Sie Ihr Mythologie-Wissen in diesem Quiz! 08. Juni 2021 Römische Trinkkultur in Vindonissa: Wein und grosse Gelage Die Römer tranken bis zu einem Liter Wein pro Tag! Auch im Legionslager Vindonissa wurde gerne Wein getrunken. Dieser gelangte in Amphoren… Von Luca Grünig Von Luca Grünig Luca Grünig ist Praktikant in Vindonissa. Ähnliche Artikel finden Sie hier: Kategorien Römerzeit Römische Geschichten aus Vindonissa Kommentare

 
Klosterhalbinsel Wettingen

Führungen und Workshops für Schulen

Die Klosterhalbinsel Wettingen bietet für Schulen Führungen, einen Workshop und eine selbständige Rätseltour an. Schwerpunkte sind das Klosterleben von damals sowie die Themen Glaube, Macht und Wissen. Auf der Klosterhalbinsel Wettingen erleben Schülerinnen und Schüler von der 2. bis 9. Klasse hautnah, wie die Zisterziensermönche hier gelebt haben. Für Schulen sind Führungen, ein Workshop sowie die selbständige Rätseltour “Die verborgene Botschaft” buchbar. Das Parlatorium (ab 7. Klasse) stellt hunderte Fragen in den Raum und lädt Schülerinnen und Schüler zur Diskussion über Glaube, Macht und Wissen ein. Reduzierter Eintritt für Schulen Gedruckte Broschüre für Schulen bestellen Kontakt Beratung & Verkauf +41 (0)848 871 200 E-Mail senden Telefonische Erreichbarkeit Dienstag bis Freitag 9-12 Uhr / 13-16:30 Uhr November bis März nur vormittags Häufig gestellte Fragen Wieviel kostet der Eintritt für Schulen? Gibt es Vergünstigungen? Die Klosterhalbinsel Wettingen bietet Schulen vergünstigte Eintrittspreise. Weitere Informationen unter Öffnungszeiten und Eintrittspreise . Sind Führungen für Schulen auch in anderen Sprachen buchbar? Dies ist auf Anfrage möglich. Kontaktieren Sie dazu das Team Beratung & Verkauf von Museum Aargau. Ich möchte mit meiner Schulklasse das Kloster selbständig besuchen. Braucht es eine Anmeldung? Die Klosterhalbinsel Wettingen kann mit einer Schulklasse auch selbständig besucht werden. Wir empfehlen aus organisatorischen Gründen eine Voranmeldung . Alle häufig gestellten Fragen Downloads Broschüre "Angebote für Schulen" Informationen für Lehrpersonen zum Besuch allgemein Informationen für Lehrpersonen zum Parlatorium Impressionen

 
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Die Kaffeemaschine Cona: ein Stück Kaffee-Geschichte

Zurück zum Blog 25. Juni 2021 Kategorie Schätze aus der Sammlung Die legendären Kaffeemaschinen Cona aus dem frühen 20. Jahrhundert versprühen ein wissenschaftliches Flair und mögen eher an Experimente in einem Chemielabor erinnern. Ein Exemplar ist Teil der Sammlung Museum Aargau. © Museum Aargau Der Kaffee ist eines der beliebtesten Getränke weltweit und alltäglicher Begleiter vieler Menschen. Nur schon in der Schweiz werden durchschnittlich pro Kopf ungefähr 1100 Tassen pro Jahr getrunken. Mit den hochtechnisierten Kapseln ist Kaffee mittlerweile auch ein ultimatives "Convenience"-Getränk. Doch wer es mit dem morgendlichen Koffeinritual lieber etwas gelassen nimmt und gerne etwas Spektakel hat, sollte sich vielleicht ein Gerät wie die Cona Kaffeemaschine zulegen. Koffein aus dem Vakuum Diese Cona Kaffeemaschine aus dem frühen 20. Jahrhundert versprüht ein wissenschaftliches Flair und mag eher an Experimente in einem Chemielabor erinnern. Sie besteht aus zwei Glasbehältern, einer Halterung sowie einem Brenner zuunterst. Der Behälter direkt über dem Brenner ist als kugelförmige Flasche gestaltet, mit einer runden Öffnung gegen oben. In diese passt das Rohr des oberen Behälters, welcher zylindrisch und gegen oben offen ist. Die Öffnung zwischen den beiden Behältern kann mittels eines länglichen Glasstöpsels geschlossen werden. Die Kaffeezubereitung erfolgt nach dem Prinzip einer Vakuum-Kaffeemaschine. Diese arbeitet mit Druckunterschieden. Der obere Behälter wird mit grob gemahlenem Kaffee gefüllt, der untere mit Wasser. Beim Erhitzen des Wassers steigt der Druck im unteren Gefäss. Das Wasser wird so durch das Rohr in den oberen Behälter gedrückt. Sobald der Kaffee und das Wasser dort ausreichend durchmischt sind, wird der Brenner gelöscht. Der Wasserdampf im unteren Behälter kühlt somit wieder ab und erzeugt dann einen Unterdruck, der den Kaffee wieder in den unteren Behälter zieht. Der Glasstöpsel liegt dabei so auf, dass zwar die Flüssigkeit nach unten gelangt, das Kaffeepulver aber im oberen Behälter bleibt. Die Ursprünge des Kaffees und seine globale Verbreitung Die Maschine ist ein weiteres Beispiel der unglaublichen Vielfalt der Zubereitungsmethoden des Kaffees. Und heutzutage begrüsst uns in jedem Geschäft nebst der grossen Bandbreite an Maschinen und Apparaten zur Kaffeezubereitung auch ein riesiges Sortiment an Bohnen aus aller Welt. Doch hinter dieser grossen Auswahl steckten ursprünglich nur einige wenige Pflanzen. Denn der Handel mit dem ursprünglich aus Äthiopien stammenden Arabica Kaffee war unter strikter Kontrolle der jemenitischen Händler. Es durften nur erhitze Bohnen ausgeführt werden, damit niemand sonst die Pflanze anbauen konnte. Ein indischer Pilger schmuggelte um 1600 herum aber sieben Bohnen aus dem Jemen heraus. Von Indien gelangten die Pflanzen dann über Sri Lanka und Indonesien nach Europa und schliesslich die beiden Amerikas. Von der letzten Destination beziehen wir heutzutage noch den grössten Teil unseres Kaffees. Kaffeebohnen - Yercaud Tamil Nadu, India Im 18. Jahrhundert eröffneten im Gebiet der heutigen Schweiz die ersten Cafés. Das Getränk war als belebende Begleitung für Gespräche beliebt. Zuerst waren die Cafés noch reine Männersache. Doch spätestens ab dem ausgehenden 18. Jahrhundert wurde das soziale Getränk rundum genossen und wurde Teil der allgemeinen Kultur. Die Schweiz ist allerdings nicht nur Konsument. Heutzutage wird der grösste Teil des weltweiten Handels mit Kaffee über die Schweiz abgewickelt – hier grüssen auch vor allem wieder die Kapseln. Pariser Kaffeehaus als Ort der Diskussion während dem Deutsch-Französischen Krieg 1871. Zeichner: Fred Barnard, Illustrated London News, Wikimedia Commons (Public Domain) Der Kaffee der Moderne: Einzug ins Privatheim Der Kaffee sollte jedoch auch seinen grossen Siegeszug in den heimischen Bereich antreten. Die Entwicklung von Kaffeemaschinen wie der vorliegenden Cona begann im späteren 19. Jahrhundert. Das Patent für die Cona Maschine wurde dann um 1910 durch den Londoner Albert Cohn angemeldet und bis in die 1950er Jahre wurden solche Maschinen vertrieben. Später verlieh der berühmte britische Designer Abram Games (1914-1996), der vor allem im Zweiten Weltkrieg als Propagandist tätig war, der Maschine eine neue Gestalt, die schon bald Kultstatus annahm. Somit ist es Kaffeeliebhabern und -liebhaberinnen aus aller Welt noch bis heute möglich, den täglichen Kaffee mit der eleganten Cona-Methode zuzubereiten. Die Historische Sammlung indes kam dank einer Schenkung eines Basler Privathaushalts in den Besitz einer originalen Maschine. Von Lukas Becker Von Lukas Becker Lukas Becker ist Historiker und Praktikant der Sammlung von Museum Aargau. Ähnliche Artikel finden Sie hier: Kategorie Schätze aus der Sammlung Kommentare 07.02.2025 Brack Hansjürgll Ich habe auch noch so eine Cona Maschine. Ist jemand daran interessiert?

 
Museum Aargau

Kochvideo: Petersilienstrauben – Rezept aus dem Mittelalter

Zurück zum Blog 24. Juli 2020 Kategorien Mittelalter Kochvideos & historische Rezepte Kochen Sie Peterlistrauben wie im Mittelalter! Unser Kochvideo zeigt, wie's geht! Die Petersilienstrauben sind ein einfaches Rezept mit Zutaten, die sich jeder leisten konnte. Dennoch sind sie für unseren Geschmack heute in der Zusammensetzung speziell und erfreuen den Gaumen auch nach dem 100-sten Mal essen immer von neuem! Rezept für: 6 Personen (als Vorspeise) Dauer: 50 Minuten (30 Minuten Vorbereitung, 20 Minuten ausbacken) Zutaten Teig 90 g Mehl 0,75 dl Weisswein 3 TL Öl 1 Eigelb 1 Eiweiss Salz Petersilienmischung 2 Bund Petersilie 1 Zwiebel 1 Brötchen, zerkleinert 3 EL Weisswein 3 EL Wasser Pfeffer Salz Öl zum Ausbacken Zubereitung Für den Teig alle Zutaten ausser das Eiweiss in einer Schüssel vermengen und zu einem homogenen, flüssigen Teig verarbeiten. Das Eiweiss steif schlagen und den Eischnee vorsichtig unter den Teig heben. Die Petersilie hacken und die Zwiebel fein schneiden, unterdessen das zerkleinerte Brot in der Wein-Wasser-Mischung einweichen. Das weiche Brot auspressen, zur Petersilie und zu den Zwiebeln geben und von Hand gut vermischen, würzen. Die Petersilienmischung sorgfältig unter den Teig heben. Das Öl in einer Bratpfanne erhitzen und die Masse in Portionen zu kleinen Fladen ausbacken. Zusatzinformationen Im Originalrezept wird auf den Weisswein und die Zwiebel verzichtet. Die Erfahrung zeigte aber, dass sich der Geschmack durch die Zugabe verbessert. Weitere Kochvideos 07. April 2020 Kochvideo: Gebackene Zwiebeln – Rezept aus dem Mittelalter Kochen Sie gebackene Zwiebeln nach einem raffinierten Rezept aus dem Mittelalter. 04. Mai 2020 Kochvideo: Huhn an Zitrone – Rezept aus dem Mittelalter Huhn an Zitrone: ein raffiniertes Rezept aus dem Mittelalter. Im Kochvideo zeigen wir, wie's geht! 23. Juni 2020 Kochvideo: Safran-Sahne-Torte – Rezept aus dem Mittelalter Im Kochvideo zeigen wir Ihnen, wie sie eine Safran-Sahne-Torte zubereiten – ein mittelalterliches Rezept aus der Sammlung "Two… Von Museum Aargau Von Museum Aargau Das Team von Museum Aargau zeigt an dieser Stelle digitale Einblicke in die Museumsstandorte. Ähnliche Artikel finden Sie hier: Kategorien Mittelalter Kochvideos & historische Rezepte Kommentare 10.02.2025 Axel Pietsch Leider keine neuen Rezepte

Gradian
Drei Mädchen stehen in der Ausstellung im Vindonissa Museum. Vor ihnen stehen zwei lebensgrosse Legionäre (Figuren)

Vindonissa Museum

Römische Funde aus 100 Jahren Forschung

Erleben Sie die Antike interaktiv! Das Vindonissa Museum in Brugg zeigt die wichtigsten Funde von Vindonissa, dem einzigen römischen Legionslager auf dem Gebiet der heutigen Schweiz.

PLANEN SIE IHREN BESUCH

 
Eine Hand schiebt im Vindonissa Museum einen schwarzen Vorhang beiseite, dahinter erscheint ein Stein mit Inschrift

Drei
Highlights

Das dürfen Sie nicht verpassen  

 
Ein kräftig gebauter Gladiator mit Schild und Schwert in Siegespose, im Hintergrund viel Publikum im Amphitheater Vindonissa (Veranstaltung Römertag).

Veranstaltungen
und Führungen

Veranstaltungskalender  

 
Blick in einen Ausstellungsraum des Vindonissa Museum. Der Raum ist bevölkert mit vielen Besuchenden, in der Mitte zwei lebensgrosse Legionäre.

Ausstellungen
und Rundgänge

Originale römische Schätze  

 
Besucher*innen betreten das Vindonissa Museum mit der grossen Orangen Eingangstüre

Öffnungszeiten und
Eintrittspreise

Ganzjährig geöffnet  

 
Luftaufnahme vom prächtigen Vindonissa Museum

Anreise: So
finden Sie uns

Anfahrt mit Auto und öV  

Tagesprogramm

  • Veranstaltung
  • Öffentliche Führung
  • Ausstellung
  • Selbständiger Rundgang
  • Garten
  • Familien
  • Schulen
  • Gruppen
  • Einzelbesucher

Dies läuft am Tag Ihres Besuches

Ein römisches Objekt
12:00 – 12:45 Uhr

Europäische Tage des Denkmals

Römisches Handwerk: die Funde

Öffentliche Führung
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Geeignet für
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Schulen, Familien und Gruppen

 
Kinder als Forscher und Forscherinnen gekleidet lehnen sich an einen spiegelnden Tisch

Für
Schulen

Führungen und selbständige Rundgänge  

 
Kinder als Forscherinnen und Forscher verkleidet begutachten die Ausstellung und lösen Rätsel (Aufnahme von Oben)

Für
Familien

Rundgänge und Familiensonntag  

 
Eine Gruppe Besucherinnen und Besucher steht in der Ausstellung vom Vindonissa Museum (in der Mitte lebensgrosse Legionäre). Eine Museumsführerin steht davor und zeigt auf die beiden Männer.

Für
Gruppen

Rundgänge und buchbare Führungen  

GESCHICHTE UND FORSCHUNG

 
Visualisierung/Animation Antikes Vindonissa

Geschichte

Das Legionslager Vindonissa in Kürze  

 
Römischer Stempel für eine Augensalbe. Objekt im Vindonissa Museum in Brugg.

Highlights der Sammlung

Entdecken Sie ausgewählte Funde  

 
Erhaltene Wasserleitungen im Legionärspfad Vindonissa

Archäologische Forschung

Immer wieder spektakuläre Funde